STEPHAN VIII., Papst (939-942), war vor seiner Papstwahl angeblich Kardinalpriester und verdankt seine Erhebung wohl dem Einfluß des römischen Fürsten Alberich II. An einer Revolte gegen diesen beteiligt, soll er zuletzt durch Verstümmelung bestraft worden sein. Aus dem kurzen Pontifikat sind nur wenige Ereignisse bekannt und Urkunden überliefert, hauptsächlich Klöster betreffend. Der Papst empfing in Rom den burgundischen Reformabt Odo von Cluny, mußte sich in den französischen Thronstreit und in das Schisma im Erzbistum Reims einmischen und soll auch das eben vom deutschen König Otto I. begründete Kloster Magdeburg bestätigt haben.
Lit.:H. Zimmermann, Papstregesten 911-1024 (= J.F. Böhmer, Regesta Imperii, II/5), 1969, 60-64; - H. Zimmermann, Das dunkle Jahrhundert, 1971; - Ders., Papsturkunden 896-1046 (= Österreichische Akademie der Wissenschaften, philosophisch- historische Klasse, Denkschriften 174) 1988
2, 165-172.
Harald Zimmermann
Letzte Änderung: 09.04.2011