UTTO (Udo): sel. Benediktinerabt, gest. 3.10. 829 zu Metten. Fest: 3.10. - Wahrscheinlich war U. zunächst Mönch auf der Reichenau. Im Verbrüderungsbuch der Reichenau nämlich steht sein Name. Nachdem Gamelbert im Jahre 766 das Kloster Metten gestiftet hatte, berief er seinen Neffen und sein Patenkind Utto mit 12 Gefährten, um dieses Kloster zu übernehmen. So wurde U. der erste Abt des Klosters von Metten in Niederbayern. Es wird über ihn berichtet, daß er hervorragende Rodungs- und Sielungsarbeit geleistet habe. Wegen dieser seiner hervorragenden Arbeit erhielt er von Karl d. G. weiteres Rodungsgebiet zugewiesen. U. schloß mit den Teilnehmern der Synode von Dingolfing im Jahre 772 eine Gebetsverbrüderung, im Jahre 784 ebenfalls eine Gebetsverbrüderung mit St. Peter in Salzburg. Im Jahre 792 wurde Metten durch die Verdienste von U. Reichskloster. Sein Grab wurde das Ziel vieler Wallfahrer. Am 25. August 1909 wurde sein Kult durch Papst Pius X. bestätigt. Die wenigen Reliquien von ihm, die erhalten geblieben sind, werden in einem Schrein im Chor der Abteikirche aufbewahrt. Auch findet sich heute ein gotisches Hochgrab im Kreuzgang des Klosters. Er ist Patron der Roder und Neusiedler. In der Kunst gelten als seine Attribute Sonne und Beil - das Beil eben als Rodungspatronatsatribut. Daraus entstand nach W. Fink auch die Legende, U. habe sein Beil an einem Sonnenstrahl aufgehängt. Seine Darstellung ist nach L. Schütz weitgehend auf das Gebiet von Metten beschränkt.
Lit.: LThK
2 Bd X, Sp. 588 (W. Fink); - B. Ponschab: Der selige Utto und Gamelbert, Metten 1910; - Zimmermann III 131. 133 f.; - Baudot-Chaussin X 49 f.; - LCHI Bd. 8, Sp. 528 (L. Schütz); - BiblSS XII 870-871; - Doyé II 471-472; - Braun 710-711; - W. Fink: Heimatblätter (Deggendorf 196o) nn. 10 und 11; - J. Torsy: Der Große Namenstagskalender, Freiburg-Basel-Wien 1985
11, 282; - O. Wimmer-H. Nelzer: Lexikon der Namen und Heiligen, Innsbruck-Wien-München 1982
4 816.
Ekkart Sauser
Letzte Änderung: 09.04.2011