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Band XIV (1998) Spalten 34-35 Autor: Max Georg Kellner

WOLFRAM, Bischof von Freising, * unbekannt, + 9. Juni 937. - W., dessen Herkunft völlig im Dunkeln liegt, wurde im Jahre 926 oder 927, vermutlich durch Erzbischof Odalbert von Salzburg (923-935), zum Bischof von Freising konsekriert. W.s Hauptverdienst besteht in der wirtschaftlichen Stabilisierung des am 30. Juni 909 von den Ungarn heimgesuchten Bistums Freising. Durch geschicktes Verhandeln vermochte es W., den Grundbesitz seiner Diözese beträchtlich zu erweitern und auch verloren gegangenen ehemaligen Besitz, zum Beispiel die ausgedehnten Freisinger Güter in Südtirol, zurückzugewinnen. Hiermit schuf W. die ökonomischen Voraussetzungen für den späteren Aufstieg Freisings zum Hochstift. Nach modernem Verständnis wirkte W. mehr als Großagronom, denn als bischöflicher Seelsorger. W. verstarb am 9. Juni 937 und wurde im Südschiff des Doms zu Freising bestattet.

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Lit.: Th. Bitterauf, Die Traditionen des Hochstifts Freising, 2 Bde., = Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte, Neue Folge, Bd. 4 und 5, München 1905/1909 (Neudruck Aalen 1967); - J. A. Fischer, Die Freisinger Bischöfe von 906 bis 957, = Studien zur altbayerischen Kirchengeschichte, Bd. 6, München 1980; - J. Maß, Das Bistum Freising im Mittelalter, München 21988; - K. Reindel, Die bayerischen Luitpoldinger 893-989, = Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte, Neue Folge, Bd. 16, München 1953.

Max Georg Kellner

Letzte Änderung: 09.04.2011