ADALBERT, seit 1140 Bischof der Pommern, † 3.4. zwischen 1160 und 1164. - A. war Mönch im Kloster Michelsberg in Bamberg. Da er von Geburt Pole und früher Kaplan des Herzogs Boleslaw von Polen war, begleitete A. 1124 als Dolmetscher den Bischof Otto von Bamberg auf seiner Missionsreise nach Pommern, der ihn 1128 zum Priester an der Peterskirche in Wollin weihte und ihn bereits zum Bischof der Pommern designiert hatte, als er am 30.6. 1139 starb. A. wurde 1140 von Innozenz II. in Rom zum Bischof des exempten Bistums in Wohin geweiht. Er gründete 1153 die Benediktinerabtei Stolpe und sicherte dem Land dadurch den Frieden und die Unabhängigkeit, so daß es ihm 1147 gelang, das gegen Stettin anrückende Kreuzheer des Bischofs Heinrich von Mähren zum Rückzug zu bewegen.
Lit.: W. Wiesener, Die Gesch. der christl. Kirche in Pommern z. Wendenzeit, 1889; - Adolf Hofmeister, Die Prüfeninger Vita des Bisch. Otto v. Bamberg, in: Denkmäler der Pommerschen Gesch. I, 1924, XXXIV ff. 68 f.; - Hauck IV, 604 ff.; - Wattenbach-Holtzmann I, 488; - ADB I, 66 f.; - NDB I, 45; - LThK I, 122.
Friedrich Wilhelm Bautz
Letzte Änderung: 06.11.2011