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Band XXI (2003)Spalte 6 Ekkart Sauser

ADALGOTT: hl. Bischof von Chur, Zisterzienser, gest. 1160, Fest. 3.10. - A. übernahm das Bischofsamt »zum Nutzen der Klöster und zum Wohl der Armen«. Dies ließ er schriftlich wissen in der Urkunde (9.3. 1153/8.3. 1154) für das noch junge Prämonstratenserkloster St. Luzi in Chur. Aber nicht nur diesem Kloster half er. Sein Wohltaten empfingen auch Cazis (GR), Schänis (SG), Müstair (GR). In ganz besonderer Weise aber war er zugetan der von Schuls im Unterengadin nach Marienberg im Vinschgau übertragenen Benediktinerabtei. Schon zu seinen Lebzeiten wurde er »verehrungswürdig an Alter, Weisheit und Gnade« bezeichnet. Nach I. Müller geht wahrscheinlich der Entschluß zum Neubau der Kathedrale zu Chur, die »Adalgott-Kathedrale«, auf ihn zurück. Das Frauenkloster von Misteil hat er aufgehoben. - Sein 800-jähriger Todestag (15.10. 1160) wurde am 2. Advent 1960 feierlich begangen, wobei Nuntius Alfredo Pacini das Pontifikalamt hielt, Bischof Christianus Caminada mitfeierte und der Weihbischof und spätere Bischof Johannes Vonderach die Festpredigt hielt.

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Lit.: LThK2 Bd. I, Sp. 124 (I. Müller); - LThK3 Bd. I, Sp. 132 (Br. Hübscher); - Helv Sac I/1; - Br. Hübscher: 850 Jahre Bischof Adalgott: Schweizerische Kirchenzeitung 5/2001, 68-69.

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 06.11.2011