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Band I (1990)Spalte 36 Autor: Friedrich Wilhelm Bautz

ADELMANN von Adelmannsfelden, Konrad, Humanist, * 8.9. 1462 wahrscheinlich in Neubronn bei Aalen (Württemberg) als Bruder des Bernhard A. v. A., † 6.2. 1547 in Holzheim bei Dillingen. - A. studierte in Heidelberg, Basel, Ferrara, Tübingen und Ingolstadt und wurde Kanonikus 1487 in Ellwangen, 1502 in Augsburg und 1523 in Eichstätt. Er gehörte dem Humanistenkreis um Konrad Peutinger an und war mit Kilian Leib befreundet. Auch A. sympathisierte als Humanist anfangs mit der reformatorischen Bewegung, wandte sich aber dann von ihr ab und wurde ein entschiedener Gegner Martin Luthers. Als 1537 die Reformation in Augsburg in vollem Umfang durchgeführt wurde, mußte er mit dem gesamten Domkapitel die Stadt verlassen.

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Lit.: Joseph Schlecht, Kilian Leibs Briefwechsel u. Diarien, 1909; - Joseph Deutsch, Kilian Leib, 1910; - ADB I, 79; - NDB I, 61.

Friedrich Wilhelm Bautz

Textanmerkungen:

ADELMANN von Adelmannsfelden, Konrad: Stiftspropst in Herrieden 1529 (F.X. Buchner, Series parochorum), sowie 1516 Oberspitalmeister, Kustos und Domherr in Eichstätt. Mitglieder der Familie ADELMANN hatten in Ellwangen 11 Kanonikate inne, daneben Pfründen in Augsburg, Eichstätt, Comburg und Minden. Konrad erhält am 6.6.1487 ein Kanonikat in Ellwangen, vermutlich durch Resignation seines Bruders Bernhard. Ab 24.7.1487 gehört er dem Ellwanger Kapitel an. Zwischen 1488 und 1496 übernimmt er die Kustorei seines Bruders Caspar, wird 1502 Domherr und ab 1517 Kellerer in Augsburg. Von 1523 bis 1528 ist der Domherr in Eichstätt. Am 28.10.1496 entsetzt in das Kapitel zu Ellwangen seines Kanonikats und seiner Kustorei, nach dem er am 15.6.1496 zur Residenz aufgefordert wurde. - Konrad verstirbt am 6.2.1547 in Holzheim bei Dillingen und ist in der dortigen Pfarrkirche begraben. Epitaphien in der Pfarrkirche zu Holzheim und im Augsburger Domkreuzgang.

Letzte Änderung: 06.11.2011