ALBERT, Gegenpapst 1102. - Der von der Synode zu Brixen am 25.6. 1080 auf Designation Heinrichs IV. zum Papst gewählte Wibert von Ravenna hat bis zu seinem Tod am 8.9. 1100 seine Ansprüche Paschalis II. gegenüber, der seit dem 14.8. 1099 Papst war, aufrechterhalten. Ihm folgte als neuer Gegenpapst Theoderich, der aber auf der Flucht aus Rom von Paschalis II. gefangengenommen wurde. Nun erhoben die Wibertisten den Bischof A. von Sabina zum Papst. 105 Tage konnte er sich in Rom behaupten. Dann aber fielen seine Anhänger infolge Bestechung von ihm ab und lieferten A. an Paschalis II. aus, der ihn in dem Laurentiuskloster zu Aversa in Apulien einkerkern ließ.
Lit.: Lib. Pont. II, 298; - Jaffé I, 773; - RE XIV, 718 f.; - RGG I, 214.