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Band XIV (1998) Spalten 691-692 Autor: Ekkart Sauser

ALBIN und MAURIN von Köln: Märtyrer. Genaue Lebensdaten unbekannt. Fest: Albin: 22.6., Marin: 10.6. - A. erlitt zu unbekannter Zeit das Martyrium in Rom. Die Kaiserin Theophanu, Gemahlin Ottos II. und Mutter Ottos III., hat in den Jahren 983-991 seine Gebeine von Rom in die Abtei von St. Pantaleon zu Köln übertragen. Seit 1186 ruhen sie in der Schatzkammer von St. Pantaleon zu Köln in einem kostbaren Schrein. Werner Schäfke berichtet zu A.: »Auf ihn überträgt man später, um ihn nicht mit dem hl. Alban von Mainz zu verwechseln, die Legende des hl. Alban von St. Albans in England. Für das Kloster sind die Gebeine Albans ein wertvoller Schatz.« In der Abteikirche von Pantaleon gab es auch einen Albinus-Altar. Vor ihm, wohl im Westwerk, wurde die Kaiserin Theophanu 991 beerdigt. Maurin, Abt und Märtyrer, geboren vielleicht vor dem 10. Jh. Seine Gebeine wurden am 3. Oktober 966 im Vorgängerbau der Kirche von St. Pantaleon zu Köln in einem Sarkophag aufgefunden. Eine Inschrift auf dem Sakophag nennt ihn mit Namen und bezeichnet ihn als Abt. Er fand an einem 10. Juni - ohne Angabe des Jahres - im »atrium«, d.h. in der Vorhalle von St. Pantaleon, den Martertod. Jakob Torsy mutmaßt: »Vielleicht war er Vorsteher einer Priestergemeinschaft und hat bei bei einem feindlichen Einfall (der Normannen?) den Tod gefunden. Seit etwa 1180 befinden sich seine Gebeine in einem kostbaren Reliquienschrein in der Schatzkammer von St. Pantaleon. Bei der Auffindung der Gebeine des M. sollen viele Wunder geschehen sein. Werner Schäfke stellt dazu fest: »Die Begeisterung über den kostbaren Fund, mit dem das Kloster endlich einen vollständigen eigenen Heiligen aufweisen kann, wird durch eine Reihe von Wundern weiter gesteigert. Das wird auch die Baukasse noch gefördert haben.« (S. 228)

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Lit.: Lit. BiblSS I, 722-723; - BiblSS IX 188-189; - J. Torsy: Der große Namenstagskalender, Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe hrsg. von H.-J. Kracht, Freiburg-Basel-Wien 1997, 157-158, 168; - V. Schauber: Pattloch Namenstagskalender, Dokumentation von H.M. Schindler, Augsburg 1994, 156, 169; - W. Schäfke: Kölns romanische Kirchen, Köln 19854, 228, 229; - LCHI V, Sp. 78; - LCHI VIII, Sp. 609; - Kdm. Köln II/1, 333 ff.; II/2, 331.

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 06.11.2011