Verlag Traugott Bautz |
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BASILIDES, Gnostiker. - B. stammte aus Syrien und lehrte um 130 bis 140 in Alexandrien. Er ist bekannt als Stifter der weitverbreiteten Sekte der Basilidianer, die noch im 4. Jahrhundert in Unterägypten bestand. B. war ein bedeutender theologischer Schriftsteller. Von seinem Hauptwerk, einer Auslegung des Evangeliums in 24 Büchern, finden sich nur geringe Bruchstücke in den »Stromateis« (= »Teppiche«; Erörterungen wichtiger Fragen der Religionsphilosophie und Dogmatik, lose aneinander gereiht ohne systematischen Aufbau) des Clemens von Alexandria, so daß wir seine Lehre nur aus Gegenschriften kennen. Sein echter Schüler war sein Sohn Isidor. Die Basilidianer feierten erstmals am 6. Januar das Tauf- und zugleich das Geburtsfest Jesu, die Epiphanie.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
2005
Graziano Biondi, B. Roma 2005; -
2006
Lucia Saudelli, Étude critique: La philosophie du gnostique B., in: Apocrypha 17.2006, S. 211-222; -
2007
Adolf Hilgenfeld, Die jüd. Apokalyptik in ihrer geschichtl. Entwicklung. Ein Beitr. zur Vorgeschichte d. Christenthums nebst e. Anh. über d. gnost. System d. B. Repr. Saarbrücken 2007; -
2009
Arthur Versluis, B. and the political implications of negative theology, in: StSp 19.2009, S. 15-23.
Letzte Änderung: 09.04.2011