BENEDIKT VII., Papst, * in Rom als Graf von Tusculum, † daselbst 10.7. 983. - B. VII. war Bischof von Sutri, als er nach der Flucht Bonifatius' VII. im Einverständnis Ottos II. im Oktober 974 zum Papst erhoben wurde. Auf einer römischen Synode bannte er seinen Vorgänger. B. VII. war um ein gutes Verhältnis zum deutschen Episkopat bemüht und bestellte 976 den Erzbisdsof Willigis von Mainz zu seinem Vikar für Deutschland mit dem Recht, die deutschen Könige zu weihen und Synoden zu halten. Auch lag ihm sehr an dem Wohlwollen des Kaisers. Darum verfügte er im September 981 auf einer römischen Synode die Aufhebung des Bistums Merseburg. B. VII. förderte das Mönchtum durch zahlreiche Privilegien, auch die kirchlichen Reformforderungen, indem er im März 981 auf einer römischen Synode die Simonie verdammte.
Lit.: Jaffé I, 479 ff.; II, 707; - LibPont II, 257 f.; - A. Silvagni, in: Archivio stor. della sor. Romana 32, 1909, 449 ff.; - O. Gerstenberg, in: HV 31, 1937, 1 ff.; - P. Brezzi, Aspetti della vita politica e rel. di Roma tra la fine del sec. X e la prima metà del sec. XI, in: Boll. della badia greca di Grottaferrata 9, 1955, 115 ff.; - Haller II, 217. 555; - Seppelt II, 378 ff. 435; - Willi Kölmel, Rom u. der Kirchenstaat im 10. u. 11. Jh. bis in die Anfänge der Reform. Politik, Verwaltung; Rom u. Italien, 1935; - LexP 73; - DThC II, 650; - DHGE VIII, 43 ff.; - LThK II, 174 f.; - EC II, 1271 f.; - RE II, 561; - RGG I, 1029.