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Band I (1990)Spalte 612 Autor: Friedrich Wilhelm Bautz

BLANNBEKIN, Agnes, Mystikerin, * um 1250, † 1297 oder 1315 in Wien. - B., eine Bauerntochter, wurde 1275 in Wien Begine oder Franziskaner-Tertiarierin und ist bekannt durch ihre Offenbarungen, die sie 1290-94 hatte und ihrem Beichtvater, einem ungenannten Franziskaner aus dem Hl. Kreuz-Konvent, mitteilte, der sie lateinisch niederschrieb. Im Mittelpunkt ihrer Visionen steht Christus als Schmerzensmann.

Werke: Agnetis Blanbekin vita et revelationes auctore anonymo ..., hrsg. v. Bernhard Pez, Wien 1731.

Lit.: Oskar Panizza, A. B., eine östr. Schwärmerin aus dem 13. Jh., nach den Qu., Zürich 1898; - K. Strauss, Stud. z. Mystik in Östr., mit bes. Berücks. v. A. B. (Diss. Wien), 1948; - Hans Rupprich, Das Wiener Schr.tum des ausgehenden MA, Wien 1954, 40 ff.; - VerfLez I, 242 f.; - DLL I, 551 f.; - ADB II, 688; - NDB II, 287; - LThK II, 522.

Friedrich Wilhelm Bautz

Literaturergänzung:

2004

Christina Landman, A.B. (d1315). Lay female mysticism as a source of indigenous knowledge, in: AcpB 15.2004, S. 219-232; -

2009

Albrecht Classen, Taste, sound, and smell in the mystical realm. Visionary phenomenology on the basis of sensual experiences: A.B. (+ 1315), in: StSp 19.2009, S. 71-91.

Letzte Änderung: 17.01.2010