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Verlag Traugott Bautz
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BLUMNER, Martin, Dirigent und Komponist, * 21.11. 1827 in Fürstenberg (Mecklenburg) als Sohn eines Arztes, † 16.11. 1901 in Berlin. - Während seiner Gymnasiastenzeit in Neustrelitz erhielt B. Klavier-, Orgel- und Theorieunterricht durch den dortigen Konzertmeister Göpfert. Seit 1845 studierte er in Berlin Theologie und Philosophie, später Mathematik und Naturwissenschaften und war gleichzeitig Mitglied der Berliner Singakademie. 1847 ging B. zum Musikstudium über als Schüler von Siegfried Dehn. Er wurde 1853 Vizedirektor der Berliner Singakademie und war 1876-1900 ihr Direktor, auch viele Jahre Dirigent der von Carl Friedrich Zelter 1809 gestifteten »Liedertafel«. 1875 wurde B. Mitglied der Kgl. Akademie der Künste, 1880 ihr Senatsmitglied, 1885 Vorsitzender ihrer musikalischen Sektion und 1891 Vizepräsident und Leiter einer Meisterklasse für Komposition. Die Universität Berlin verlieh dem Musikdirektor und Professor B. anläßlich der Hundertjahrfeier der Singakademie 1891 ehrenhalber die philosophische Doktorwürde.
Werke: Oratorien u. Kantaten: Kantate »Columbus«, 1852; Oratorium »Abraham«, op. 8 (1859), 1874; Oratorium »Der Fall Jerusalem«, op. 30, 1874; Königspsalm (Ps. 21, 2-8), op. 35; Trauer-Kantate »In Zeit u. Ewigkeit« (Ps. 90), op. 38, 1885; Festkantate (Ps. 103) z. Säkularfeier der Singakad. Berlin, op. 40, 1891. - Motetten, Chorlieder, geistl. u. weltl. Sololieder. - Gesch. der Singakad. zu Berlin. Eine Festg. z. Särularfeier am 24.5. 1891, 1891.
Lit.: Ernst Dryander, Zum Gedächtnis ... M. B., 1901; - Arnold Schering, Gesch. des Oratoriums, 1911, 463 f.; - Georg Schünemann, Die Singakad. zu Berlin 1791-1941, 1941, 151 ff.; - MGG I, 1949 ff. (vollst. Werke-Verz.); - Riemann I, 181; - Moser I, 131; - NDB II, 336 f.
Friedrich Wilhelm Bautz
Textanmerkung
...und war gleichzeitig Mitglied der Berliner Singakademie. Die offiziellen Bezeichnung dieser Institution, lautet 'Sing-Akademie zu Berlin'.
Letzte Änderung: 24.06.2008