BUHRFEIND, Johann, Pfarrer, * 2.4. 1872 auf der Elbinsel Krautsand als Sohn eines Hotelbesitzers, † 21.12. 1950 in Rotenburg (Hannover). - B. besuchte das Gymnasium in Glückstadt und studierte in Tübingen, Berlin und Göttingen. Er wurde Rektor der Schule in Hoya an der Weser und dann Hilfsprediger an der Apostelkirche in Hannover. 1903 folgte B. dem Ruf an das damalige »Asyl für Epileptische und Idioten« in Rotenburg als Leiter der Anstalt, die seit 1929 »Rotenburger Anstalten der Inneren Mission« heißt. Als 1905 das von Elise Averdieck gegründete Diakonissenmutterhaus »Bethesda« von Hamburg nach Rotenburg verlegt wurde, betraute man B. mit der Seelsorge und Leitung dieses Hauses, das in »Evangelisch-lutherisches Diakonissenmutterhaus Rotenburg (Hannover)« umbenannt wurde. Bis 1942 leitete B. die beiden genannten Anstalten. 1920 gründete er das Brüderhaus »Lutherstift«. Von 1923 an vertrat B. in der Landessynode die gesamte hannoversche Innere Mission.
Werke: Welche Bedeutung hat das Diakonissengelübde? Referat auf der luth. Diakonissenhauskonferenz Hannover, 1924.
Lit.: Wilhelm Unger, Gedenkrede z. Heimgang v. P. D. Dr. B., in: Dienst u. Dank. Aus der Arbeit der Rotenburger Anstalten der Inneren Mission, 1951, Nr. 1; - DtPfrBl 51, 1951, 57.