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Band I (1990)Spalten 832-833 Autor: Friedrich Wilhelm Bautz

BUTTSTEDT (Buttstett), Johann Heinrich, Organist und Komponist, * 25.4. 1666 als Pfarrerssohn in Bindersleben bei Erfurt, † 1.12. 1727 in Erfurt. - B. besuchte 1681-84 das Ratsgymnasium in Erfurt. Er war Schüler von Johann Pachelbel und wurde 1684 Organist an der Reglerkirche und Lehrer an der zugehörigen Schule. 1687 übernahm B. das Organisten- und Lehreramt an der Kaufmannskirche bzw. -schule. 1691 wurde er Organist an der Predigerkirche mit dem Titel eines Ratsorganisten und versah auch noch das Organistenamt an einer der 8 katholischen Kirchen in Erfurt. B. komponierte Kirchenmusiken, Orgel- und Klavierwerke und ist bekannt durch seine Schrift »Ut mi sol, re fa la, tota musica et harmonia aeterna oder Neueröffnetes altes, wahres, eintziges und ewiges Fundamentum musices«, 1716.

Werke: Verz. in MGG II, 535 f. - Ausgg.: 8 Orgel-Choräle bei Karl Straube, Choralvorspiele alter Meister, 1907; 6 Orgelchoräle in: Orgelchoräle um Johann Sebastian Bach, hrsg. v. Gotthold Frotscher, Das Erbe Dt. Musik IX, 1937, 26 ff.

Lit.: Philipp Spitta, Johann Sebastian Bach I, 1873, 116. 125. 474 ff.; - Friedrich Noack, Die Bibl. der Michaeliskirche in Erfurt, in: AfMw 7, 1925, 65 ff.; - Ernst Ziller, J. H. B. (Diss. Halle 1934), 1935; - Walter Blankenburg, Der Titel u. das Titelbild v. J. H. B.s Schr. ..., in: Mf 3, 1950, 64 ff.; - MGG II, 533 ff.; - Riemann I, 260; - Moser I, 172; - Eitner II, 254; - NDB III, 81 f.

Friedrich Wilhelm Bautz

Letzte Änderung: 24.06.2008