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Verlag Traugott Bautz
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CROCE, Benedetto, ital. Philosoph, Historiker und Politiker. * 25.2. 1866 in Pescaseroli (L'Aquila), † 20.11. 1952 in Neapel. C. gilt zusammen mit Giovanni Gentile als Überwinder des italienischen Positivismus und als Begründer des italienischen Neoidealismus. Vor allem von Hegel, Vico und Herbart beeinflußt, entwickelte Croce eine Philosophie des »Absoluten Historismus (storicismo assoluto)«, die stark auf die Geschichtswissenschaften wirkte. Ebenso einflußreich wurde C.s Ästhetik, die die ital. Literatur- und Kunstkritik lange beherrschte. Als Galionsfigur des intellektuellen Antifaschismus und Liberalismus genoß C. im Nachskriegsitalien höchstes Ansehen und wurde auch über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt. - C. wurde 1866 in Pescaseroli bei Frosinone geboren. 1875 schickten ihn seine Eltern, Pasquale Croce und Luisa Sipari, ins katholische »Collegio della Carità« nach Neapel, wo er bis 1883 blieb. C. beschäftigte sich früh mit Geschichte, Literatur (vor allem Carducci) und Literaturkritik (De Sanctis). Noch Gymnasiast, besuchte er einige Logikvorlesungen auf der Universität Neapel, die der Philosoph, ehemalige Priester und Cousin seines Vaters, Bertrando Spaventa, hielt. Bereits 1882 veröffentlichte der Sechzehnjährige einen literaturwissenschaftlichen Aufsatz in der römischen Zeitung »Oppinione«. In dieser Zeit vollzog sich auch C.s Abwendung vom Christentum, die er jedoch sowohl vor seinen Eltern als auch vor seinen Freunden verborgen hielt. - Während eines Ferienaufenthaltes mit seinen Eltern und seiner Schwester in Casamicciola auf Ischia wurde die Insel am 28.7.1883 von einem Erdbeben erschüttert. C.s Eltern und seine Schwester kamen dabei ums Leben, er selbst wurde verschüttet und verbrachte, schwerverletzt, mehrere Stunden unter den Trümmern. Seitdem litt C. an einem leichten Gehfehler. - Nach dem Tode ihrer Eltern wurde Silvio Spaventa, ein Cousin ihres Vaters, Vormund C.s und seines Bruders Alfonso. Silvio Spaventa, Bruder Bertrando Spaventas und damals führender italienischer Politiker, nahm die beiden Brüder in seinem Haus in Rom auf, und noch im selben Jahr inskribierte C. Jurisprudenz an der römischen Universität »La Sapienza«, besuchte aber kaum Vorlesungen, sondern verbrachte die meiste Zeit in öffentlichen Bibliotheken, wo er eigenständigen Studien nachging. Zu Beginn des Jahres 1884 lernte C. den marxistischen Denker Antonio Labriola kennen. C. besuchte Labriolas Vorlesungen über Moralphilosophie, in denen ihn dieser mit den Gedanken Johann Friedrich Herbarts konfrontierte, die einen großen Eindruck auf ihn machten. - 1886 zog C. nach Neapel, wo er den Salon von Giustino Fortunato besuchte und sich mit Salvatore Di Giacomo anfreundete. Die Jahre von 1887 bis 1892 verbrachte C. mit Bildungsreisen nach Deutschland, Österreich, Frankreich, Holland, Spanien und Portugal. Im April 1892 lernte er in der Redaktion des »Corriere di Napoli« Giossuè Carducci persönlich kennen. 1895 schickte ihm Labriola sein Manuskript »In memoria del Manifesto dei Comunisti«, das C. auf eigene Kosten drucken ließ. C. begann seine Studien zur Ökonomie und wurde Mittarbeiter des »Devenir social«, der Zeitschrift von Georges Sorel. Hier publizierte er Aufsätze zum Marxismus und zu den Theorien von Loria und Stammler. 1896 hielt C. einen Vortrag »Sulla forma scientifica del materialismo storico« an der »Accademia Pontiniana« in Neapel. In den folgenden Jahren nahm C. aktiv an der internationalen Marxismusdebatte teil und setzte sich in Italien für die inhaftierten Führer der sozialistischen Partei ein. 1899 lernte C. in Perugia den deutschen Literaturhistoriker Karl Vossler kennen, dem er zeitlebens freundschaftlich verbunden bleiben sollte. 1900 veröffentlichte er in den »Atti dell'Accademia Pontiniana« die »Tesi fondamentali di un'estetica come scienza dell'espressione e linguistica generale«, in denen er die Grundgedanken seiner Philosophie erstmals vorlegte. 1901 lernte C. den Verleger Giovanni Laterza kennen und begann seine aktive politische Tätigkeit als »Commissario per l'istruzione pubblica« in der damals kommissarisch verwalteten Gemeinde Neapel. Im April 1902 erschien in Palermo C.s »Estetica come scienza dell'espressione e linguistica generale«. - 1902 kündigte C. die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift mit dem Titel »Critica« an und publizierte deren Programm. Im folgenden Jahr, 1903, erschien am 20. Januar im Selbstverlag, die erste Nummer der »Critica«, deren Herausgeber C. bis 1944 blieb. Nach C.s Ausführungen sollte sich die Zeitschrift vor allem mit der Kultur des neuen italienischen Nationalstaates beschäftigen. Seinem Freund, dem Philosophen Giovanni Gentile, überließ er die Darstellung der italienischen Philosophiegeschichte seit 1850, während er selbst es übernahm, die Literaturgeschichte dieses Zeitraumes zu behandeln. 1906 übernahm der Verlag Laterza den Druck der »Critica«. Zudem wurde C. Herausgeber dreier Reihen des Verlages, der »Biblioteca di cultura moderna«, der »Classici della filosofia moderna« und der »Scrittori d'Italia«. Eine vierte Reihe, in der Werke der Weltliteratur erscheinen sollten, wurde nach den ersten Bänden wieder eingestellt. 1906 erschien auch C.s Buch »Ciò che è vivo e ciò che è morto nella filosofia di Hegel«, das seine Hinwendung zu Hegel dokumentiert. 1907 veröffentlichte C. die italienische Übersetzung von Hegels »Enzyklopädie«, und 1908 nahm er die Einladung Wilhelm Windelbands zu einem Philosophiekongreß in Heidelberg an. Im selben Jahr veröffentlichte C. eine überarbeitete Fassung seiner »Estetica« und die »Filosofia della pratica, economica ed etica«. Ein Jahr später erschien seine »Logica come scienza del concetto puro«. Zusammen mit seiner »Teoria della storia e della storiografia« von 1917 bilden diese drei Schriften die Grundpfeiler seines philosophischen Systems. - 1910 wurde Croce zum Senator ernannt. 1913 veröffentlichte er das »Breviario di estetica«, das besonders im Philosophieunterricht an höheren Schulen Verwendung fand. - Am 25.9. 1910 starb C.s Lebensgefährtin Angelina Zampanelli. - 1914 heiratete er die turiner Studentin Adele Rossi, die im Zuge der Arbeiten an ihrer Diplomarbeit nach Neapel gekommen war, um C. um Rat zu fragen. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor: Giulio (der bald nach der Geburt starb), Elena, Alda, Lidia und Silvia. - Politisch war C. 1914 bei den neapolitanischen Kommunalwahlen als Vorsitzender des »Fascio dell'ordine« - einem Wahlbündnis aus Liberalen, Gemäßigten und Katholiken - tätig, das dem sozialistischen »Blocco« gegenüberstand. Als bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine Diskussion über die Position Italiens ausbrach, gehörte C. zum Lager der »neutralisti«. 1917 veröffentlichte C. seine »Teoria e storia della storiografia«. - Im Juni 1920 wurde C. Erziehungsminister (»ministro della Pubblica Istruzione«) in der letzten Regierung Giolitti. Die Gesetzesvorlagen zur Reform der Mittelschule und des Staatsexamens wurden allerdings bereits im zuständigen Ausschuß der »Camera« abgelehnt, und nachdem die Regierung Giolitti von der Regierung Bonomi abgelöst worden war, kehrte auch Croce zu seinen Studien zurück. - Dem Faschismus gegenüber verhielt sich C. zunächst abwartend und unterschätzte wohl dessen Gefährlichkeit. Nach der Einsetzung der Regierung Mussolini 1922 lehnte C. allerdings jede öffentliche Funktion ab. Nach dem Mord am sozialistischen Abgeordneten Mateotti 1924 und dem Auszug der antifaschistischen Abgeordneten aus dem Parlament sprach sich C. für eine Rückkehr dieser ins Parlament aus und stimmte schließlich, nachdem Mussolini die Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung versprochen hatte, sogar für die Regierung Mussolini. 1923 verteidigte C. die Schulreform Gentiles, der mittlerweile zum Erziehungsminister der Regierung Mussolini und zum offiziellen »Philosophen« des Faschismus avanciert war. Gleichzeitig sprach er der »Riforma Gentile« allerdings ab, die »faschistischste aller Reformen« zu sein, wie sie Gentile selbst bezeichnet hatte. - 1924 wurde C. Mitglied der Liberalen Partei, deren Vorsitz er von 1944 bis 1947 innehaben sollte. Nach dem offiziellen Übergang zur Diktatur am 3. Januar 1925 wurde unter Federführung Gentiles ein »Manifest der faschistischen Intellektuellen« veröffentlicht. Auf Anregung Giovanni Amendolas, verfaßte C. daraufhin ein »Manifest der antifaschistischen Intellektuellen«, das mehr als hundert Persönlichkeiten unterzeichneten. Bei der Abstimmung im Senat über das von den Faschisten geforderte Verbot der Freimaurerei am 20. November 1925 enthielt er sich der Stimme. - C.s offener Widerstand gegen die Diktatur führte schließlich zur Reaktion des Regimes: Am 1.11.1926 wurde seine neapolitanische Wohnung von faschistischen Aktivisten verwüstet. In den folgenden Jahren wurde C. vom Regime systematisch verfolgt. So wurde er aus allen staatlichen Akademien ausgeschlossen und die Verwendung seines »Breviario di estetica« in den Schulen verboten. In den faschistischen Medien wurde gegen ihn gehetzt. Dennoch hielt er am 24. Mai 1929 im Senat eine Rede gegen das vom Faschismus ausgehandelte Konkordat mit der Katholischen Kirche. - Auf Reisen ins Ausland knüpfte C. in diesen Jahren Kontakte mit anderen Exponenten des Antifaschismus. 1930 traf er sich in London mit dem Bolschewisten Lunacarskij und 1931 in Deutschland mit Thomas Mann und Albert Einstein. Thomas Mann sollte C. 1932 sogar seine »Storia d'Europa dal 1815 al 1915« widmen. Unermüdlich war auch sein Kampf gegen die Diktatur in der »Critica«, auf deren Seiten er nicht müde wurde, den Konformismus und Irrationalismus des Regimes anzuprangern. Neben seinen politischen Aktivitäten setzte C. seine Studien fort und publizierte so 1936 »La poesia«. - Am 8. Juni 1944 nahm C. die Funktion eines Ministers in der ersten demokratischen Regierung unter Bonomi an, trat aber bereits am 14. Juli wieder zurück. 1945 setzte sich C. dafür ein, das Erziehungsministerium einem Liberalen und keinem Christdemokraten zu unterstellen. 1946 lehnte es C. ab, provisorisch das Amt des Staatspräsidenten zu übernehmen. Als Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung sprach sich C. in deren Sitzungen gegen eine Regierung der großen Koalition aus Christdemokraten Sozialisten und Kommunisten aus. Außerdem argumentierte er gegen die Übernahme der Lateranverträge in die neue Verfassung, sowie gegen konfessionelle Schulen. Am 30.11. 1947 trat C. als Vorsitzender der Liberalen Partei zurück und wurde deren Ehrenpräsident. 1948 wurde er für eine Legislaturperiode in den Senat der Republik gewählt, lehnte aber das Angebot des Staatspräsidenten Luigi Einaudi, ihn zum Senator auf Lebenszeit zu ernennen, ab. Am 29. Juli 1949 stimmte er im Senat für den Natobeitritt Italiens. Am Morgen des 20.11. 1952 starb C. im Alter von 86 Jahren in Neapel. - Die Grundthese von C.s System des »Absoluten Historismus« ist die »Behauptung, daß das Leben und die Wirklichkeit Geschichte sind und nichts anderes als Geschichte« (»La storia come pensiero e come azione«, 1938, 51). Von Hegel übernimmt C. die Identifizierung der Wirklichkeit mit dem Vernünftigen, so daß Nicola Abbagnano in seiner »Storia della filosofia« sagen kann: »Der Historismus Croces ist daher nichts anderes als der absolute Rationalismus Hegels.« C. selbst verstand seine Position als Reaktion auf die Aufklärung, die seiner Meinung nach einen Dualismus vertrat, insofern sie die Wirklichkeit nur als blassen Abglanz des ideellen Reiches der Werte und Ideen angesehen habe. Sein eigenes System hingegen vereinige beide Welten, denn hier ist Geschichte nicht ein mangelhaftes Abbild des eigentlich Seinsollenden, sondern dieses selbst. C. vertritt also eine Form von Immanentismus, denn für ihn gibt es nichts außerhalb der wirklichen Geschichte, die mit dem Notwendigen und Vernünftigen zusammenfällt. Im Unterschied zu Hegel vertritt C. allerdings nicht eine »Dialektik der Gegensätze«, sondern den »Zusammenhang des Unterschiedenen (nesso dei distinti)«. Nach C. gilt die »Dialektik der Gegensätze« allein innerhalb der einzelnen Stufen der Selbstentwicklung des Geistes, während das Verhältnis der einzelnen Stufen untereinander sich als »Zusammenhang von Unterschiedenem« erweist. Nach C. sind die einzelnen Stufen des Geistes also dialektisch strukturiert - so ist z.B. das Schöne nicht ohne das Häßliche denkbar -, aber zwischen den Stufen als solchen - also zwischen »ästhetischer Intuition« und »philosophischem Begriff« z.B. - besteht C. zufolge kein solches dialektisches Verhältnis, vielmehr seien diese »Grade (gradi)« des Geistes in sich abgeschlossen und hingen nur insofern zusammen, als sich ihre Entwicklung auseinander notwendig ergebe. - Die Stufen der Entwicklung des Geistes sind zunächst zwei, die »theoretische Form des Geistes« und die »praktische Form des Geistes«. Allerdings sind beide Hauptstufen selbst wieder zweigeteilt. Die »theoretische Form« weist die Entwicklungsstufen »Kunst« und »Philosophie« auf, während sich die »praktische Form« in »Ökonomie« und »Ethik« aufteilt. Die »Kunst«, als erste Stufe der »theoretischen Form des Geistes«, ist für C. intuitive Erkenntnis des Einzelnen, die zur zweiten Stufe der »theoretischen Form«, also zur »Philosophie« überführt, die nach C. logisches Wissen des Allgemeinen ist. Geht es auf der theoretischen Ebene um das Wissen und Erkennen, so handelt es sich bei den Formen des praktischen Geistes, um Formen des Handelns und Wollens. Parallel zur Abfolge im theoretischen Bereich ist im praktischen Bereich die »Ökonomie« das Wollen des Einzelnen, und die sich aus ihr ergebende nächste Stufe, die »Ethik«, das Wollen des Allgemeinen. Die Entwicklung von »Kunst« über »Philosophie« hin zu »Ökonomie« und »Ethik« ist nach C. eine Reihe, in der die vorherige Stufe zwar die Bedingung der Möglichkeit der folgenden ist, die spätere aber die frühere nicht bedingt. So ist zwar die intuitive Erkenntnis des Einzelnen, wie sie sich in der »Kunst« vollzieht, Bedingung der Möglichkeit des logischen Erkennens von Allgemeinem in der »Philosophie«, nicht aber bedingt diese jene. Diese vierstufige Entwicklung des Geiste vollzieht sich nach C. nun aber »zirkulär (circolarmente)«, wobei jeder erneute Durchgang sich auf einer höheren Ebene vollzieht, so daß sich eine sich ständig anreichernde Spiralentwicklung ergibt.
Werke: La storia ridotta sotto il concetto generale dell'arte, in: Atti dell'Accademia Pontiniana, XXIII, Napoli 1893 [wiederabgedruckt in: Primi saggi, Bari 1919, 1-46]; La critica letteraria. Questioni teoriche, Roma 1894 [wiederabgedruckt in: Primi saggi, Bari 1919, 73-175]; Studi critici sulla rivoluzione napoletana del 1799, Roma 1897; Materialismo storico ed economia marxista. Saggi critici, Milano-Palermo 1900; Tesi fondamentali di un'estetica come scienza dell'espressione e linguistica generale, in: Atti dell'Accademia Pontiniana, XXX, Napoli 1900 [wiederabgedruckt in: La prima forma della »Estetica« e della »Logica«, hrsg. v. A. Attisani, Messina-Roma 1925, 1-118]; Estetica come scienza dell'espressione e linguistica generale. I. Teoria II. Storia, Milano-Palermo-Napoli 1902 [dt.: Aesthetik als Wissenschaft des Ausdrucks und Allgemeine Linguistik. Theorie und Geschichte, übersetzt von K. Federn, Leipzig 1905 und: Aesthetik als Wissenschaft vom Ausdruck und Allgemeine Sprachwissenschaft - Theorie und Geschichte, übersetzt von H. Feist und R. Peters, Tübingen 1930 (Gesammelte philosophische Schriften, I, 1)]; Lineamenti di una logica come scienza del concetto puro, in: Atti dell'Accademia Pontiniana, XXXV, Napoli 1905 [wiederabgedruckt in: : La prima forma della »Estetica« e della »Logica«, hrsg. v. A. Attisani, Messina-Roma 1925, 119-312]; Ciò che è vivo e ciò che è morto della filosofia di Hegel. Studio critico seguito da un saggio di bibliografia hegeliana, Bari 1907 [wiederabgedruckt, ohne Bibliographie, in: Saggio sullo Hegel, Bari 1913, 3-148] [dt.: Lebendiges und Totes in Hegels Philosophie, mit einer Hegel-Bibliographie, übersetzt von K. Büchler, Heidelberg 1909]; Riduzione della filosofia del diritto alla filosofia dell'economia, in: Atti dell'Accademia Pontiniana, XXXVII, Napoli 1907; Filosofia della pratica, economica ed etica, Bari 1909 [dt.: Philosophie der Praxis, Ökonomik und Ethik, übersetzt von H. Feist und R. Peters, Tübingen 1929 (Gesammelte philosophische Schriften, I, 3)]; Logica come scienza del concetto puro, Bari 1909 [dt.: Logik als Wissenschaft vom reinen Begriff, übersetzt von F. Noeggerath, Tübingen 1930 (Gesammelte philosophische Schriften, I, 2)]; Problemi di estetica e contributi alla storia dell'estetica italiana, Bari 1910 [dt.: Kleine Schriften zur Ästhetik, übersetzt von J. v. Schlosser, Bde. I-II, Tübingen 1928 (Gesammelte philosophische Schriften, II, 1, 2)]; La filosofia di Giambattista Vico, Bari 1911 [dt.: Die Philosophie Giambattista Vicos, übersetzt von E. Auerbach und Th. Lücke, Tübingen 1927 (Gesammelte philosophische Schriften, II, 1); Saggi sulla letteratura italiana del Seicento, Bari 1911; Saggio sullo Hegel seguito da altri scritti di storia della filosofia, Bari 1913; Breviario di estetica. Quatro lezioni, Bari 1913 [dt.: Grundriss der Aesthetik. Vier Vorlesungen, übersetz von Th. Poppe, Leipzig 1913]; La letteratura della Nuova Italia. Saggi critici, voll. I e II, Bari 1914; Cultura e vita morale. Intermezzi polemici, Bari 1914; Anedotti e profili settecenteschi, Milano-Palermo-Napoli 1914; La letteratura della nuova Italia. Saggi critici, voll. III e IV, Bari 1915; Zur Theorie und Geschichte der Historiographie, aus dem Italienischen übersetzt von E. Pizzo, Tübingen 1915; I teatri di Napoli dal Rinascimento alla fine del secolo decimottavo, Bari 1916; Teoria e storia della storiografia, Bari 1917 [dt. in: Theorie und Geschichte der Historiographie und Betrachungen zur Philosophie der Politik, übersetz von H. Feist und R. Peters, Tübingen 1930 (Gesammelte philosophische Schriften, I, 2)]; La spagna nella vita italiana durante la Rinascenza, Bari 1917; Conversazioni critiche. Serie I e II, Bari 1918; Contributo alla critica di me stesso, Napoli 1918 [dt.: Beitrag zur Kritik meiner selbst, übersetzt von J. v. Schlosser, in: Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen, hrsg. v. R. Schmidt, Leipzig 1923]; Storie e leggende napoletane, Bari 1919; Goethe, con una scelta delle liriche nuovamente tradotte, Bari 1919 [dt.: Goethe, übersetzt von J. v. Schlosser, Zürich-Leipzig-Wien 1920 und: Goethe. Studien zu seinem Werk, übersetzt von W. Ross, Düsseldorf 1949]; Una famiglia di patrioti ed altri saggi storici e critici, Bari 1919; Curiosità storiche, Napoli 1919 [wiederabgedruckt in: Anedotti di varia letteratura, 3 voll., Napoli 1942]; Pagine sparse, raccolte da G. Castellano. Serie I: Pagine di letteratura e di cultura, serie II: Pagine sulla guerra, Napoli 1919 [dt.: Randbemerkungen eines Philosophen zum Welt-Kriege, 1914-1920, übersetzt von J. v. Schlosser, Zürich-Leipzig-Wien 1922]; Primi saggi, Bari 1919; Ariosto, Shakespeare e Corneille, Bari 1920 [dt.: Ariost, Shakespeare, Corneille, übersetzt von J. v. Schlosser, Zürich-Leipzig-Wien 1922]; Nuovi saggi di estetica, Bari 1920, [dt. in: Kleine Schriften zur Aesthetik, übersetzt von J. v. Schlosser, Bde. I-II, Tübingen 1928 (Gesammelte philosophische Schriften, II, 1, 2)]; Pagine sparse, raccolte da G. Castellano. Serie III: Memorie, schizzi biografici e appunti, Napoli 1920; Storia della storiografia italiana nel secolo decimonono, 2 voll. Bari 1921; La poesia di Dante, Bari 1921 [dt.: Dantes Dichtung, übersetzt von J. v. Schlosser, Zürich-Leipzig-Wien 1921]; Frammenti di etica, Bari 1922 [wiederabgedruckt in: Etica e politica, Bari 1931] [dt.: Fragmente zur Ethik, übersetzt von J. v. Schlosser, Zürich-Leipzig-Wien 1923]; Nuove curiosità storiche, Napoli 1922; Poesia e non poesia. Note sulla letteratura europea del secolo decimonono, Bari 1923 [Poesie und Nichtpoesie. Bemerkungen über die europaische Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, übersetzt von J. v. Schlosser, Zürich-Leipzig-Wien 1925]; Der Begriff des Barock. Die Gegenreformation. Zwei Essays, übersetz von B. Fenigstein, Zürich-Leipzig-Wien 1925 [hierbei handelt es sich um die Übersetzung der Essays »Il concetto del barocco« und »Conroriforma«]; Storia del Regno di Napoli, Bari 1925; Elementi di politica, Bari 1925 [wiederabgedruckt in: Etica e politica, Bari 1931] [dt.: Grundlagen der Politik, übersetzt von H. Feist, München 1924 und in: Theorie und Geschichte der Historiographie und Betrachungen zur Philosophie der Politik, übersetz von H. Feist und R. Peters, Tübingen 1930 (Gesammelte philosophische Schriften, I, 2)]; Uomini e cose della vecchia Italia. Serie prima e seconda, Bari 1927; Pagine sparse, raccolte da G. Castellano. Serie IV: Politica e letteratura. Ricordi di vita ministeriale, Napoli 1927; Storia d'Italia dal 1871 al 1915, Bari 1928 [dt.: Geschichte Italiens 1871-1915, übersetz von E. Wilmersdorfer, Berlin 1928]; Storia dell'età barocca in Italia. Pensiero - Poesia e letteratura - Vita morale, Bari 1929; Aesthetica in nuce, Napoli 1929 [ = ital. Orginaltext des Artikels »Aesthetics«, den C. in der 14. Auflage der »Encyclopaedia Britannica«, London-New York 1929 veröffentlichte]; Etica e politica, Bari 1931; Antihistorismus, übersetzt von K. Vossler, München-Berlin 1931; Nuovi saggi sulla letteratura italiana del Seicento, Bari 1931; Conversazioni critiche. Serie terza e quarta, Bari 1932; Storia d'Europa nel secolo decimonono, Bari 1932 [dt.: Geschichte Europas im neunzehnten Jahrhundert, übersetz von K. Vossler und R. Peters, Zürich 1935 (21947)]; Poesia popolare e poesia d'arte. Studi sulla poesia italiana dal Tre al Cinquecento, Bari 1933; Ultimi saggi, Bari 1935; Varietà di storia letteraria e civile. Serie I, Bari 1935; La poesia. Introduzione alla critica e storia della poesia e della letteratura, Bari 1936; Vite di avventure, di fede e di passione, Bari 1936; La storia come pensiero e come azione, Bari 1938 [dt.: Die Geschichte als Gedanke und Tat, übersetzt von F. Bondi, Bern 1944 (2. Auflage Hamburg 1949)]; La letteratura della nuova Italia. Saggi critici, vol. V, Bari 1939; Conversazioni critiche. Serie quinta, Bari 1939; La letteratura della nuova Italia. Saggi critici, vol. VI, Bari 1940; Il carattere della filosofia moderna, Bari 1941; Poesia antica e moderna. Interpretazioni, Bari 1941; Storia dell'estetica per saggi, Bari 1942; Anedotti di varia letteratura, 3 voll., Napoli 1942; Pensieri vari, Bari 1943; Pagine sparse, 3 voll., Napoli 1943; Per la nuova vita dell'Italia. Scritti e discorsi (1943-1944), Napoli 1944 [wiederabgedruckt in: Scritti politici, Bari 1963]; Discorsi di varia filosofia, 2 voll., Bari 1945; Poeti e scrittori del pieno e del tardo Rinascimento, voll. I e II, Bari 1945; Europa und Deutschland. Bekenntnisse und Betrachtungen, übersetzt von G. Zamboni, Bern 1946; Pensiero politico e politica attuale. Scritti e discorsi (1945), Bari 1946 [wiederabgedruckt in: Scritti politici, Bari 1963]; Due anni di vita politica italiana (1946-1947), Bari 1948 [wiederabgedruckt in: Scritti politici, Bari 1963]; Quando l'Italia era tagliata in due (estratto di un diario). Luglio 1943 - Giugnio 1944, Bari 1948 [wiederabgedruckt in: Scritti politici, Bari 1963]; Die Religion der Freiheit. Einleitung zu einer Geschichte Europas im 19. Jahrhundert, übersetz von K. Vossler, Stuttgart 1949; Filosofia e storiografia. Saggi, Bari 1949; La letteratura italiana del Settecento - Note critiche, Bari 1949; Varietà di storia letteraria e civile - Serie seconda, Bari 1949; Nuove pagine sparse, Serie I-II, Napoli 1949; Letture di poeti e riflessioni sulla teoria e la critica della poesia, Bari 1950; Storiografia e idealità morale. Conferenze agli alunni dell'Istituto per gli studi storici di Napoli ed altri saggi, Bari 1950; Filosofia - Poesia - Storia. Pagine tratte da tutte le opere, a cura dell'autore, Milano-Napoli 1951; Indagini su Hegel e schiarimenti filosofici, Bari 1952; Poeti e scrittori del pieno e del tardo Rinascimento, vol. III, Bari 1952; Terze pagine sparse, raccolte e ordinate dall'autore, 2 voll., Bari 1955; Scritti e discorsi politici (1943-1947), voll. I e II, Bari 1963; Discorsi parlamentari, Roma 1966; Memorie della mia vita. Appunti che sono stati adoperati e sostituiti dal »Contributo alla critica di me stesso«, Napoli 1966; Carteggio Croce-Vossler (1899-1949), a cura di V. De Caprariis, Bari 1951, (21983) [dt.: Briefwechsel Benedetto Croce - Karl Vossler, übersetz und eingeleitet von O. Vossler, Berlin-Frankfurt 1955]; Epistolario I, Napoli 1967; Epistolario II, Lettere ad Alessandro Casati, 1907-1952, Napoli 1969; Croce-Valgimigli, Carteggio, a cura di M. Gigante, Napoli 1976; Lettere a Vittorio Enzo Alfieri (1925-1952), Milazzo 1976; Carteggio Croce-Omodeo, a cura di M. Gigante, Napoli 1978; Lettere a Giovanni Gentile (896-1924), a cura di A. Croce, Milano 1981; Carteggio Croce-Amendola, a cura di R. Pertici, Napoli 1982.
Bibliographie: Die von 1964 bis 1984 erschienene Zeitschrift »Rivista di studi crociani« hat regelmäßig bibliographische Informationen zum Werk C.s veröffentlicht; E. Cione (Hrsg.), Bibliografia crociana, Milano-Roma 1956; F. Nicolini, L'»Edition ne varietur« delle opere di Benedetto Croce, Napoli 1960; S. Borsari, L'opera di Benedetto Croce, Bibliografia, Napoli 1964; V. Stella, Il giudizio su Croce. Momenti per una storia delle interpretazioni, Pescara 1971; K. E. Lönne, Il testo delle opere di Benedetto Croce, in: Rivista di studi crociani, XVIII, fasc. II, luglio-settembre 1981, 255-273; G. Brescia, Colpo d'occhio sulla letteratura crociana, in: Ders., Croce inedito (1881-1952), Napoli 1984, 655-671; Paolo Bonetti, Bibliografia, in: Ders., Introduzione a Croce, Roma-Bari 1984, 195-234.
Lit.: K. Vossler, Positivismus und Idealismus in der Sprachwissenschaft, Heidelberg 1904; - K. Vossler, Die Sprache als Schöpfung und Entwicklung, Heidelberg 1905; - L. Pirandello, Arte e scienza, Roma 1908; - G. Prezzolini, Benedetto Croce, Napoli 1909; - K. Vossler, Die Italienische Literatur der Gegewart, Heidelberg 1914; - K. Vossler, Das System der Philosophie des Geistes, in: Deutsche Literaturzeitung XXXI (1910) Nr. 24; - H. Wildon Carr, The Philosophie of Benedetto Croce, London 1917; - A. Aliotta, L'estetica del Croce e la crisi dell'idealismo moderno, Napoli 1921; - R. Piccoli, Benedetto Croce, an Introduction to his Philosophy, New York 1922; - E. Troeltsch, Der Historismus und seine Probleme, Tübingen 1922; - U. Spirito, Il nuovo idealismo italiano, Roma 1923; - G. Castellano, Benedetto Croce. Il filosofo - Il critico - Lo storico, Napoli 1924; - E. Chiocchetti, La filosofia di Benedetto Croce, Milano 1924; - S. Alexander, Art and the Material, Manchester 1925; - M. 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Martin Weiß
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2006
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2008
Giandomenico Mucci, La religiosità di B.C., in: CivCatt 159.2008, S. 450-456; - Stefania Pietroforte, "Idealisti all'Indice". C., Gentile e la condanna del Sant'Uffizio. Su un recente libro di Guido Verucci, in: RSTC 5.2008, S. 215-223; - Giandomenico Mucci, L'ultimo C., in: CivCatt 159.2008, S. 546-551; - Claudio Tuozzolo, "Marx possibile". B.C. teorico marxista 1896-1897. Milano 2008; - Assunta Esposito, Croce, Gentile, padre Gemelli e la condanna del Sant'Uffizio. In margine a una recente opera di Guido Verucci, in: RSLR 44.2008, S. 159-175.
Letzte Änderung: 17.03.2009