Verlag Traugott Bautz
www.bautz.de/bbkl
Zur Hauptseite
Bestellmöglichkeiten
Abkürzungsverzeichnis
Bibliographische Angaben für das Zitieren
Suche in den Texten des BBKL
Infobriefe des aktuellen Jahres

NEU: Unser E-News Service
Wir informieren Sie vierzehntägig über Neuigkeiten und Änderungen per E-Mail.

Helfen Sie uns, das BBKL aktuell zu halten!



Band XXVIII (2007) Spalten 578-607 Autor: Stephan Bitter

ERDMANN, Johann Eduard (1805-1892), evangelischer Theologe, Philosoph, Religionsphilosoph und Philosophiehistoriker. Erdmann wurde am 13. Juni (1. Juni alten Stils) 1805 im livländischen Wolmar (Rußland) als erster Sohn des dortigen Pastors Johann Wilhelm Erdmann (1769-1824) und seiner Frau Elisabeth Dorothea geb. Walter (1782-1854) geboren. Er war in kinderloser Ehe verheiratet mit Emilie, geb. Bandau, verwitwete Walter (1802-1877). Hauptwirkungsstätte Erdmanns war die Universität Halle-Wittenberg. - Erdmanns Vater stammte aus Lyck in Ostpreußen, die Familie der Mutter war dagegen schon seit mehreren Generationen im Baltikum beheimatet. Erdmann wurde zunächst durch den Vater unterrichtet, besuchte dann die Kreisschule seiner Heimatstadt und danach das Gymnasium in Dorpat. Die Brüder seiner Mutter, die nicht viel älter als er selbst waren, wuchsen nach dem frühen Tode (1807) des Großvaters Johann Hermann Walter, der sich als Arzt an Typhus infiziert hatte, mit Eduard zusammen im Wolmarschen Pastorat auf. Sie wurden Mediziner und Theologen, und Eduard Erdmann hat für seine eigene Berufswahl eine Zeit lang zwischen der Medizin und der Theologie geschwankt. Er entschied sich für die Theologie, aber war und blieb sein Leben lang lebhaft auch an der Medizin wie überhaupt an den Naturwissenschaften interessiert. Er hat später mehrere Jahre lang fast nur naturwissenschaftliche Vorlesungen gehört, wie er einmal berichtet (Vorlesungen über Akademisches Leben und Studium, 1858 [künftig zitiert: Akadem. Leben], 21). Seit 1848 war er Mitglied der Naturforschenden Gesellschaft zu Halle. - Im Sommer 1823 wurde Eduard Erdmann in der theologischen Fakultät Dorpat immatrikuliert. Zusammen mit dem jüngsten Bruder seiner Mutter, dem beinahe gleichaltrigen Guido Walter (1804-1831), trat er in die Livonia ein. Die junge theologische Fakultät war damals vom Rationalismus geprägt und genügte den kritischen Fragen des begabten, durch die Familie Walter vielfach angeregten und auf die Bedeutung des deutschen Idealismus hingewiesenen Studenten kaum. Auch wenn Erdmann später von dem luth. Dogmatiker Dorpats Ernst Sartorius (1797-1859) stets mit Respekt sprach, so vollzog sich der wichtigste Lern- und Aneignungsprozeß außerhalb der Fakultät. August Carlblom (1797-1877), der E. schon als Oberlehrer der Religion und der hebräischen Sprache am Dorpater Gymnasium gefördert hatte, lud ihn und zwei seiner Kommilitonen zu gemeinsamer Lektüre der jüngst veröffentlichten Glaubenslehre (Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der ev. Kirche im Zusammenhange dargestellt, Berlin 1821/1822) des in Berlin wirkenden Friedrich Schleiermacher (1768-1834) ein. Das Werk wurde mehrfach durchgearbeitet, und durch Carlbloms Vermittlung wurde E., wie er selbst es sagte, zunächst zu einem Schüler Schleiermachers. Im Mai 1826 schloß er das Dorpater Triennium mit dem Examen ab und begab sich nach einer längeren Reise und einem Aufenthalt in Jena zum weiteren Studium nach Berlin, vor allem Schleiermachers wegen, wie man annehmen darf. Auch an Hinweisen auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) kann es freilich nicht gefehlt haben. Erdmanns Onkel Julius Walter (1794-1834; 1817 Pastor in Rodenpois und Allasch, Livland; 1824 als Nachfolger des verstorbenen Johann Wilhelm Erdmann Pastor in seiner Heimatstadt Wolmar, seit 1830 Professor für Praktische Theologie in Dorpat) hatte sich während des Studiums zunächst Karl Daub (1765-1836) und mit diesem dann Hegel angeschlossen. Der geradezu als "Wendepunkt in der Kulturgeschichte von Dorpat" (s. Georg v. Schultz ["Dr. Bertram"] bei: Hugo Semel: Die Universität Dorpat, Dorpat 1916, 40) gefeierte, früh verstorbene Walter hat im Baltikum der Phil. Hegels in weiten Kreisen Eingang verschafft (W. Gruehn: Art. Walter, Julius, in: RGG2 Bd. V [1931], Sp. 1760 f) und wird auch in seinem Neffen den Wunsch geweckt haben, Hegel in Berlin zu erleben. In seinen Berliner Semestern (Wintersemester 1826/27 bis Wintersemester 1827/28) absolvierte Erdmann ein reiches Arbeitsprogramm. Er hörte vor allem Schleiermacher und Hegel, aber auch Philipp Marheineke (1780-1846), die Philosophen Leopold von Henning (1791-1866) und Eduard Gans (1798-1839) sowie den Geographen Carl Ritter (1779-1859). Während er sich keine Predigt Schleiermachers entgehen ließ, trat bei der Wahl der Vorlesungen Schleiermacher hinter Hegel zurück. Bei Schleiermacher hörte er Christliche Sittenlehre, Phil. Ethik und Kirchliche Statistik, bei Hegel dagegen alles, was dieser in diesen Semestern las: Enzyklopädie der Phil., Philosophie der Weltgeschichte, Logik und Metaphysik, Religionsphilosophie, Gesch. der Phil. und Psychologie und Anthropologie. Unter dem Eindruck der Vorlesungen Hegels vollzog sich die für den weiteren Weg entscheidende Abkehr von Schleiermacher und die Hinwendung zu Hegel. Erdmann berichtet darüber in seinem Curriculum vitae: "Es wäre undankbar, wenn ich Schleiermacher mich nicht verpflichtet fühlte, vielmehr bin ich ihm durch Bande der Liebe eng verbunden und verehre ihn wie einen Vater, ist er mir das doch in Beziehung auf die Wissenschaft wirklich gewesen. Er hat mich zuerst zum Studium der Theologie begeistert. Und wenn ich seine Fahne verließ, geschah es doch nur, weil mir Besseres geboten ward. Die Liebe hindert nicht, seine Meinungen zu verwerfen. In den herrlichen Vorlesungen Hegel's fand ich alles, was ich nur je erhoffte. Dieser bewunderungswürdige Mann (Doctor mirabilis) ist es, den ich schlechthin meinen Lehrer nenne; denn er hat mich nicht nur in die Phil. eingeführt, sondern auch aus der Lehre Schleiermacher's heraus und auf den rechten Weg gebracht" (Julius Walter d. J. [anon.]: Bischof Dr. Ferdinand Walter, 1891, 67). So fand E. in Berlin seinen eigentlichen akademischen Lehrer; und hier träumte der Zweiundzwanzigjährige, wie er später erzählt, zum ersten Mal davon, eines Tages selbst einmal vor Studenten auf dem Katheder zu stehen. Diese akademischen Eindrücke gehören in einen größeren Erlebniszusammenhang, der mit den Stichworten Preußen und Berlin bezeichnet werden kann. Für den aus Rußland kommenden Deutschen bedeutete Preußen ein politisches Erlebnis. Als Auslandsdeutscher, Untertan des Zaren, hatte er "ein eigentliches Staatsgefühl" bisher nicht besessen. Jetzt erlebte er den Weg in die preußische Hauptstadt wie eine Heimkehr in das Vaterland. Seinen Hallenser Studenten suchte er das später so zu erläutern: "Als ich nun nach vollbrachtem Triennio, um meine Studien fortzusetzen, Livland verließ, trat mir sogleich beim Eintritt in Preußen - er ist mir zum zeitlichen und ewigen [sic!] Heil geworden - ein Sich-Eins-Wissen mit dem Staate entgegen, welches [scl.: mich] eben, weil ich es zum ersten Mal sah, als ich schon ein selbstbewußter Mensch war, doppelt erst überraschte, dann erfaßte. Jener preußische Bauer, aus dessen Munde ich zum ersten Mal den Ausdruck hörte: 'Unsere Majestät ist vor Jahren hier gewesen', weiß nicht, welchen Sturm von Gedanken er in mir erregt hat, und Sie alle, die dies Wort von Jugend auf hören und nichts darin finden, können auch nicht begreifen, was einem Menschen, der bisher nur gesagt hatte: 'Seine Majestät der Kaiser', der Ausdruck Alles enthielt. 'Der König ist also hier nicht seine, er ist unsere Majestät!'" (Akadem. Leben, 23f). Intensiv erlebte E. das künstlerische und studentische Leben Berlins; er genoß Theater und Oper. Eine lebenslange Freundschaft verband ihn seit diesen Berliner Jahren mit der Schauspielerin Karoline Bauer (1807-1877) und mit dem Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777-1857). Und er gehörte einem studentischen Freundeskreis an, "in dem sich alle Facultäten repräsentiert fanden, dessen Glieder, den verschiedensten Ländern entsprossen, den verschiedensten Universitäten und Verbindungen angehört hatten, nun aber durch gemeinschaftliche Studien so an einander gebunden waren, daß sie Alles unter sich theilten und sich mittheilten, daß jedes Gespräch über das zusammen besuchte Theater zu einer ästhetischen, jede Schleiermacher' sche Predigt, deren Disposition der Eine zum Besten gab, zu einer theologischen Disputation führte" (Akadem. Leben, 29). Eng verbunden war Erdmann mit Ferdinand Walter (1801-1869), dem Bruder seiner Mutter, der später als Bischof und Generalsuperintendent in Livland eine bedeutende Stellung einnehmen sollte. Ferdinand Walters Sohn Julius Walter d. J. (1841-1922), der Königsberger Philosoph, hat eindrücklich über diese besondere Studienzeit berichtet (Bischof Dr. Ferdinand Walter, 1891). Eine späte Frucht jener Zeit war im Jahre 1994 die - nach den kriegsbedingten Geschicken der Manuskripte unerwartete - Edition der von Ferdinand Walter und Eduard Erdmann im Wintersemester 1827/28 gefertigten Nachschriften der Vorlesungen Hegels über die Philosophie des Geistes (F. Hespe/B. Tuschling, 1994). - In allem, was damals jene freundschaftlich verbundenen Studenten zusammen erarbeiteten und erlebten, suchte und fand man die Spuren eines alles verbindenden Geistes; und nicht nur der die Begeisterung des Freundeskreises besonders entfachende vielseitige und enthusiastische Johannes Gaye (1804-1840), der gemeinsam mit E. auch Kleist und Uhland las und mit ihm Hinrichs' Vorlesungen über den Faust studierte, wird bei all' dem empfunden haben: "Mir sind Hegel, Goethe und die Stich [die Schauspielerin Auguste Crelinger, verwitwete Stich, geborene Düring, 1795-1865] drei ihrer Substanz nach, durchaus gleiche Individuen, nur der Form nach verschieden" (Bischof Dr. Ferdinand Walter, 63). Im Frühjahr 1828 kehrte Erdmann nach Livland zurück, legte das Konsistorialexamen ab, wurde 1829 ordiniert und seinem Onkel Julius Walter d. Ä. in Wolmar als Pastor Diaconus zugewiesen. Als Julius Walter nach Dorpat berufen wurde, übernahm E. 1831 seine Stelle als Pastor primarius. Inzwischen war Berlin nicht vergessen. Erdmann stand in eifrigem Briefwechsel mit den dort verbliebenen Freunden und er plante eine philosophische Dissertation, die an die religionsphilosophischen Einsichten der Berliner Semester anschließen sollte. Das Hauptthema seines Lehrers Hegel war seit langem auch das Seine: das Verhältnis zwischen Glauben und Wissen (Brief Erdmanns an Johann Friedrich Herbart [1776-1841] in Königsberg im Winter 1829; s. Briefe von und an J. F. Herbart, Bd. III, 1912, 229ff). Seine Dissertation reichte er nicht wie zunächst gedacht in Königsberg ein, sondern in Kiel, und hier wurde er am 20.12. 1830 promoviert. Das Thema seiner "Probeschrift" war: Quid intersit inter Philosophiam et Theologiam (Chronik der Univ. Kiel, 1831, 12f). Erdmanns These war, die Theologie habe im Unterschied zu der rein spekulativen Philosophie die im Empirischen einsetzende Aufgabe, zwischen Religion und Philosophie zu vermitteln und zwar dadurch, daß sie aus den religiösen Dogmen die in ihnen verhüllte Idee herauslöse und so zeige, daß Religion und Philosophie unter verschiedenen Formen einen gemeinsamen Inhalt besäßen. Ein Exemplar dieser Arbeit hat sich wohl nicht erhalten. Doch befindet sich im Nachlaß Walter der Entwurf der Arbeit, wie ihn E. in mehreren Folgen Guido Walter (s. oben), der inzwischen Inspektor an der Domschule zu Reval geworden war, mit der Bitte um Überprüfung namentlich des lat. Ausdrucks zugeschickt hatte; das Ms. umfaßt dreiundzwanzig Seiten und trägt den Titel: Quidnam sit discrimen philosophiam inter et theologiam. Bereits zwei Jahre nach seiner Promotion schied Erdmann aus dem kirchl. Dienst wieder aus; seine Entlassung ist auf den 31.12.1832 datiert; das livländische Oberkonsistorium bedauerte, "einen seiner würdigsten Geistlichen" zu verlieren; die Gemeinde, die ihn einstimmig zum Nachfolger seines Vaters gewählt hatte, ließ ihn ungern gehen (Autographensammlung ULB Halle). Er kehrte zurück an die Universität, um sich zu habilitieren, und ging wieder nach Berlin, wo er die entscheidenden Semester des Studiums erlebt hatte. Er verließ damit zugleich das Land, in dem ihm offenbar die Hochzeit mit seiner Braut Emilie Walter, geborene Bandau, als der Witwe seines Onkels (des Arztes Hermann Walter, 1797-1823) verwehrt worden war. In Königsberg ließ sich das Paar am 29.4.1833 trauen, der baltische Naturforscher Karl Ernst von Baer (1792-1876) war Trauzeuge. In Berlin hatte E. hatte zuvor mit dem Philosophen Henrich Steffens (1773-1845), mit dem Theologen Marheineke und auch mit dem Rat im Kultusministerium Johannes Schulze (1786-1868) über die Möglichkeiten gesprochen, die sich ihm für eine akademische Zukunft boten. Schulze hatte geraten, sich neben der phil. auch auf die theol. Lehrbefugnis vorzubereiten, denn die Zahl der phil. Dozenten sei Legion. Ein Aufsatz für die Theologischen Studien und Kritiken und zwei theol. Rezensionen jener Jahre mögen auf diesen Rat hin entstanden sein. Sehr bald aber muß die endgültige Entscheidung doch für die Philosophie gefallen sein; und dies war zugleich eine Entscheidung für ein besonderes Spezialgebiet: Für die Philosophiegeschichte. Erdmann machte sich an den großangelegten Versuch einer wissenschaftlichen Darstellung der Geschichte der neuern Philosophie, der ihn in der Folge zwei Jahrzehnte lang beschäftigen sollte. Den ersten Band Darstellung und Kritik der Philosophie des Cartesius nebst einer Einleitung in die Geschichte der neuern Philosophie konnte er schon im Frühjahr 1834 als Grundlage der Habilitation dem zuständigen Minister - es war noch Karl von Altenstein (1770-1840), der Protektor der Hegelianer - zuleiten. Und bereits am 13.6.1834 hielt er seine öffentliche Antrittsvorlesung. Erdmann und seiner Frau ergab sich in den folgenden Jahren eine Fülle geselliger Kontakte, die auch beim Verlassen Berlins nicht abreißen sollten. Freundschaftlich war das Ehepaar dem Hause Mendelssohn verbunden, auch Wilhelm Hensel (1794-1861) und seiner Frau Fanny, geb. Mendelssohn-Bartholdy (1805-1847). Wilhelm Hensel zeichnete 1833 ein in der Familie bewahrtes Porträt Emilie Erdmanns. Erdmanns naturwissenschaftliche Interessen führten ihn in die Vorlesungen des Anatomen Johannes Müller (1801-1858), des Zoologen Hermann Burmeister (1807-1892), des Chemikers Eilhard Mitscherlich (1794-1863) und des Physikers Heinrich Gustav Magnus (1802-1870). Auch als Prediger trat E. in Berlin in Erscheinung. Und er veröffentlichte unter dem Titel Rechenschaft von unsrem Glauben (1835) eine Reihe von Predigten, die er teils in Wolmar, teils in Berlin gehalten hatte. Er widmete die Predigtsammlung "seiner theuren ehemaligen Gemeinde zu Wolmar in Livland" "als Andenken an eine glücklich verlebte Zeit und als Dank für empfangene Liebe". Primär aber ging es jetzt natürlich um die Ausarbeitung der Vorlesungen. Deren Gegenstand war neben der Philosophiegeschichte vor allem die Religionsphilosophie. Im ersten Semester (1834/35) hieß hierin sein Thema: Über Glauben und Wissen als Einleitung in die Dogmatik und die Religionsphilosophie; Erdmann hat diese Vorlesungen später in Halle noch einmal gelesen und 1837 veröffentlicht. Sie fanden bei Freund (Bruno Bauer, 1837) und Feind (Arnold Ruge, 1838) viel Beachtung. Der junge Søren Kierkegaard (1813-1855) hat sie sogleich nach ihrer Veröffentlichung gründlich studiert; seine Auseinandersetzung mit Hegel und seiner Schule hat sich an ihnen entzündet (Papirer, hrsg. v. P.A. Heiberg und V. Kuhn, Bd. II, Kopenhagen 1910; s. E. Hirsch, 1931; N. Thulstrup, 1972; St. Bitter, 2007). - Im zweiten Semester las Erdmann ein Publikum über Unsterblichkeit und trat damit wie mit den bald einsetzenden Veröff. in der eben von Bruno Bauer (1809-1882) begründeten Zs. für spekulative Theol. in die Diskussionen der Hegelschule ein. Und im dritten Semester las E. privatim Religionsphilosophie. Den Herbst 1836 verbrachte er dann aber in Hannover, um angesichts des Mangels einer Leibniz-Gesamtausgabe für die Fortführung seiner Philosophiegeschichte die in der Hannoverschen Bibliothek bewahrten Leibniz'schen Manuskripte zu studieren. Aus dieser Arbeit entstand seine Leibniz-Edition 1840. Zum Wintersemester 1836/37 ging Erdmann nach Halle (20.7. 1836 a. o. Professor). Bald (29.4. 1839) wurde er hier zum Ordinarius ernannt. Fünfzig Jahre lang hat er das universitäre Geschehen in Halle wesentlich mitbestimmt. Achtmal war er Dekan der Philosophischen Fakultät, 1859/60 Rektor der Univ. Halle-Wittenberg. Zum letzten Mal las er im Wintersemester 1886/87. Seine Vorlesungen galten lange Zeit als besondere Attraktion der Univ., man kam Erdmanns wegen nach Halle. Schon in seinen ersten Semestern hatte E. in Halle einen solchen Lehrerfolg, daß der konkurrierende Arnold Ruge (1802-1880) "grollend" seine Vorlesungen aufgab (R. Boxberger, ADB 29, 1889, 595). Unter Erdmanns Hörern fanden sich auch viele Theologen, z. B. Karl Friedrich August Kahnis (1814-1888), Georg Gustav Roskoff (1814-1889), Albrecht Ritschl (1822-1889), Hermann Cremer (1834-1903), Martin Kähler (1835-1912) und Hans von Schubert (1859-1931). Indes konnte ein erweckter Theologe wie der Wuppertaler Immanuel Friedrich Sander (1797-1859) seinen in Halle im ersten Semester Theologie studierenden 17-jährigen Sohn (im November 1850) offenbar im Blick auf Erdmann an die apostolische Warnung vor einer "Philosophie nach den Satzungen der Welt" (Kolosser 2, 8) erinnern (Friedrich Wilhelm Krummacher: Immanuel Friedrich Sander. Eine Prophetengestalt aus der Gegenwart, Elberfeld 1860, 183). - Eine Schule hat Erdmann nicht gebildet, in Kuno Fischer (1824-1907) aber einen bedeutenden Schüler gefunden. Der Briefwechsel zwischen E. und Fischer ist das Dokument eines reichen philosophiegeschichtlichen und persönlichen Austausches und harrt der Veröffentlichung. - In Halle war der Kreis der Vorlesungsthemen gegenüber Berlin erweitert, vor allem um die Vorlesungen über Logik und Metaphysik, über Psychologie, über Gesch. der Philosophie, über Naturphilosophie und die Vorlesungen über akademisches Leben und Studium (vgl. oben). Regelmäßig las Erdmann auch über Religionsphilosophie; seit 1850 hieß das Kolleg Über Begriff und Grenzen der Religionsphilosophie (De notione et finibus philosophiae religionis). An diesem Kolleg hat ihm besonders gelegen; er hat lange Zeit vorgehabt, das Manuskript zu veröffentlichen (vgl. Brief an Kuno Fischer vom 27.10. 1875; Brief an J. Walter vom 11.9. 1887, von E. abgeschickt am 8.6. 1892, wenige Tage vor seinem Tode); es ist leider bis heute verschollen. - E. und seine Frau pflegten auch in Halle viel geselligen Umgang, namentlich innerhalb der Universität mit Kollegen aller Fakultäten. Zu Erdmanns Freunden zählten der Danteforscher Karl Witte (1800-1883), der Mathematiker Eduard Heine (1821-1881), der Sprachforscher August Friedrich Pott (1802-1887) und der Mediziner Peter David Krukenberg (1787-1865); in Gesprächsabenden und "Kränzchen" war er auch mit vielen anderen verbunden. - Erdmann war ein guter Redner und ein geschickter Gesellschafter, er liebte das gelungene Wort und ein elegantes Auftreten, suchte auch den verblüffenden Effekt. Seine Vorträge fanden auch auswärts, so besonders im Wissenschaftlichen Verein zu Berlin, ein lebhaftes Interesse. Rudolf Haym aber notierte: "Die tadellose Eleganz des Erdmannschen Vortrages erinnerte zu sehr an die Prunkvorträge der alten Sophisten, als daß man nicht auf der Hut gegen diese Sophistik hätte sein sollen" (Aus meinem Leben, 1902, 102). - Auch in Halle hat Erdmann häufig gepredigt. "Löwen der Frömmigkeit" fanden das als das kirchliche Auftreten eines Mannes, der das Pfarramt verlassen hatte, anstößig (Akadem. Leben, 33f; vgl. Erdmann: Abwehr gegen die Angriffe in der Evangelischen und der Allgemeinen Kirchenzeitung auf die Vorlesungen über akademisches Leben und Studium, 1859; und den Brief der Pastoren W. Focke, D. Neuenhaus und Ad. Zahn an ihn sowie den Entwurf seines Antwortbriefes, 1866). In weiten Kreisen aber "trugen diese Kanzelvorträge in entscheidender Weise dazu bei, an den Ernst des Mannes glauben zu machen" (Constantin Rößler, 1892, 345). - Erdmann unternahm von Halle aus zahlreiche Reisen; der weniger reisefreudigen Gattin pflegte er brieflich eingehend zu berichten. Er suchte die Begegnung mit Menschen und ihrer Eigenart. Er erfreute sich der Mannigfaltigkeit geschichtlicher Existenz und fand seine Gesprächspartner wie in der Universität so in der Kirche, wie in der Politik so in der Welt des Theaters und der Musik; er suchte die Unterschiede und übte sich in toleranter Universalität. Von den auswärtigen Kontakten sind neben denen ins Baltikum und nach Berlin vor allem solche nach Paris zu nennen. 1846 war Erdmann zum ersten Mal - Alexander von Humboldt (1769-1859) hatte ihm ein Empfehlungsschreiben mit auf den Weg gegeben - in Paris gewesen, erfreut vor allem durch die Beziehungen zu Adolphe Thiers (1797-1877), die später selbst den Krieg von 1870/71 überdauerten, dem sonst manche deutsch-französische Verbindung zum Opfer fiel. - Seit 1848 hat sich Erdmann aktiv auch am politischen Geschehen beteiligt. In seinen aktuellen Stellungnahmen fanden sich allerdings (in unterschiedlicher Akzentuierung) preußisch-monarchischer Konservativismus und philosophischer Liberalismus (vgl. G. Kroeger: Die politische Denkweise, 1958) so mit einander verbunden, daß ihnen eine Breitenwirkung versagt geblieben sein dürfte. - Nach dem Tode seiner Frau im Jahr 1877 mehrten sich die Hinweise auf die Neige auch seines eigenen Lebens. Zur Veröffentlichung der Religionsphilosophie reichte die Kraft nicht mehr. Als er 1890 noch die vierte Auflage der Ernsten Spiele besorgte, schrieb er in seinem letzten Brief an Kuno Fischer: "Ein Überlebter, wie ich, ist nicht imstande, Neues zu produzieren, namentlich wenn ihm Augen und Hände den Dienst versagen und ein zustande gebrachter Brief eine schwer erkaufte Siegestat wird. Ich habe darum seit Jahren darauf verzichtet, meinen Freunden Geschriebenes vor Augen zu bringen, vom Gedruckten ganz zu schweigen. Da überrascht mich, gerade als mich die Influenza auf meine Arbeitsstube beschränkt - selbst die Schlafstube wollte mein Arzt wegen der Treppe verbieten - die Nachricht, daß die Ernsten Spiele in 4. Auflage erscheinen sollen. Das war das einzige, was ich noch kann: Korrekturbogen lesen. Da diese Neuauflage erscheint, ist es billig, daß Sie ein Exemplar haben. Nach mehr als zehn Jahren - nichts Neues. Nur komplettiert. ...Von mir ist nichts zu sagen, was nicht an langsames Sterben erinnert. Es datiert schon von ziemlich lange her. Denn drei Faktoren waren es, die mein Leben konstituierten: meine Frau, mein Katheder, die Geselligkeit. Vor 13 Jahren nahm mir Gott die erste. Seit Jahren kann ich nicht dozieren, seit 2 Jahren reise ich nicht und besuche seit einem keine Gesellschaften - rechnen Sie, was da bleibt" (Brief vom 24.2. 1890 an Kuno Fischer). - Erdmann hat viele Ehrungen erlebt. Am 12. Juni 1892 ist er in Halle gestorben. - Dem wissenschaftlichen Gedächtnis ist E. vor allem als Philosophiehistoriker gewärtig. Sein zweibändiger Grundriss der Geschichte der Philosophie (zuerst 1866) ist zu einem Klassiker der Philosophiegeschichte geworden (im folgenden als Grundriss nach der vierten postumen Auflage des Jahres 1896 zitiert). Eine englische Übersetzung des Werkes wird bis in die Gegenwart hinein nachgedruckt. Sein früher Versuch einer wissenschaftlichen Darstellung der Geschichte der neuern Philosophie (1834ff) ist v. Hermann Glockner (1896-1979) 1931ff neu hrsg. und später noch einmal (1977-1982) nachgedruckt worden. Glockner hat dieser Ausgabe eine bedeutende Einführung in Johann Eduard Erdmanns Leben und Werke vorangestellt. - Dem jungen E. war die Gesch. der Phil. wesentlich "die Entwicklung des allgemeinen Geistes". Das Individuelle sei, so befand er, als "subjective Schlacke" zu vernachlässigen. Ganz anders urteilte der spätere Erdmann, der etwa Hermann Lotze (1817-1881) eine besondere Bedeutung beimessen konnte, weil dieser "als das Geringere überall dem Besonderen gegenüber das Allgemeine, mit dem Einzelnen verglichen die Gattung, als das wahrhaft Wirkliche den persönlichen Geist Gottes und die Welt der persönlichen Geister, die er geschaffen hat", bezeichne (Grundriss, Bd. II, 853; vgl. H. Lotze, Mikrokosmus, Bd. III, 5. Aufl., Leipzig 1909, 622f). Erdmanns eigene Aufmerksamkeit und Achtung galten nun dem je eigenen Gewicht, dem Individuellen, ja dem Meteorischen der Denker. Gegenüber der Klage, es werde nicht mehr philosophiert, sondern nur noch Geschichte der Philosophie getrieben, machte er im Schlußsatz seines Grundrisses geltend, "dass die Philosophiehistoriker selbst zu philosophieren pflegen, und so vielleicht auch hier dieselbe Lanze, welche verletzte, die Heilung bringen" könne (Grundriss, Bd. II, 916). Zu Recht stellt Karl Löwith (1897-1973) den Philosophiehistoriker Erdmann zusammen mit Rudolf Haym, Kuno Fischer und mit Wilhelm Dilthey (1833-1911), "dessen Kritik der `historischen Vernunft´ am Ende jener Entwicklung" stehe, welche aus Hegels Metaphysik entsprungen sei (a. a. O., 72f). Erdmann hat sich selbst stets als Hegelschüler verstanden, schließlich seine Stellung mit der "des letzten Mohikaners" der Hegelschen Philosophie verglichen (Grundriss, Bd. II, 727f). Die von David Friedrich Strauß (1808-1874) stammende Gliederung der Hegelschule in eine "rechte Seite", eine "linke Seite" und ein "Centrum" (Streitschriften zur Vertheidigung meiner Schrift über das Leben Jesu, 3. Heft, Tübingen 1837, 95) nannte E. lediglich einen "witzigen Vergleich" (Grundriss, Bd. II, 694). Für den Theologiehistoriker ist die Beachtung der Verbindungslinien innerhalb der Hegelschule mindestens so aufschlußreich wie jene aus dem christologischen Streit der Hegelianer herrührende zeitgenössische Schulgliederung. Wird Erdmann in der Regel als Rechtshegelianer bezeichnet, so zeigen schon seine Vorlesungen über Glauben und Wissen und besonders die späteren religionsphilosophischen Aufsätze, daß eine solche Zuweisung seiner Selbständigkeit nicht gerecht wird (St. Bitter, 1994, 157ff). Karl Löwith urteilt bei der Behandlung des Wesens des Christentums (Leipzig, 1841) von Ludwig Feuerbach (1804-1872), Erdmann bewege sich auf dem Standpunkt des Linkshegelianers Feuerbach (Von Hegel zu Nietzsche, 3. Aufl., 1953, 459). Dieses Urteil muß man zwar nicht teilen, denn während Feuerbach es unternahm, religiöse Vorstellungen als psychogene Projektionen zu entlarven, suchte Erdmann sie ohne dieses Verdachtsmoment bewußtseinsgeschichtlich zu verstehen. Doch wird man sehen müssen, daß eben dieses Unternehmen auch ihn über eine orthodoxe Hegelrezeption hinausführte. Zeigen die Vorlesungen über Glauben und Wissen (1837) einen noch nicht gelungenen Versuch, der begrifflichen Konstruktion der Bewußtseinsstufen jeweils "Nachweise in der Wirklichkeit" zuzuordnen, so lehnt die spätere Studie Religionsphilosophie als Phänomenologie des religiösen Bewusstseyns (1843/46) in der Interpretation der Behandlung der rel. Vorstellungen die ursprünglich (1831) mit Hegel für möglich gehaltene Ablösung der bloßen Form von einem auch spekulativ zu erschließenden Inhalt und mithin deren isolierte Betrachtung ab. Inhalt und Form wandeln sich miteinander, der religiösen Vorstellung kommt eine bleibende spezifische Bedeutung zu. So tritt Erdmann an wesentlicher Stelle - als Hegelianer - in kritische Distanz zu Hegels "restaurativem" Versuch, sein System als "orthodox" zu erweisen. Nach Hegels eigener Logik, sei, so schreibt er (1866 und später), seine Formel unhaltbar, "seine Philosophie habe mit der (christlichen) Religion denselben Inhalt, unterscheide sich nur hinsichtlich der Form" (Grundriss, Bd. II, 685). - Erdmanns Predigten begleiten und spiegeln diese Entwicklung. Hatten sie zunächst das Ziel, den Gemeindeglauben aus antiken Vorstellungen zu spekulativer Höhe hinaufzuführen, so waren sie später zunehmend darum bemüht, der Gemeinde die überlieferten Texte durch das Aufweisen von Entsprechungen zwischen den biblischen und den gegenwärtigen existentiellen Situationen zu erschließen. Sie waren nicht dem Dilemma ausgesetzt, in das D. Fr. Strauß den Theologen als an einen Ort zwischen dem Begriff des Philosophen und dem Glauben der Gemeinde gestellt sah (Das Leben Jesu, kritisch bearbeitet, Bd. II, Tübingen 1836, 686-744). Erdmanns späte Predigten sind Vorboten der existentialen Bibelauslegung des 20. Jahrhunderts. Dem entspricht, daß die kritisch-dialektischen Erinnerungen an die Religionsphilosophie Hegels in der Systematischen Theologie der letzten Jahrzehnte wie beispielsweise die hierher gehörenden Erwägungen Wolfhart Pannenbergs zur Freiheit des Geistes gegenüber dem Begriff und zur ihr gemäßen Bedeutung religiöser Vorstellungen (Die Bedeutung des Christentums in der Philosophie Hegels, in: W. Pannenberg: Gottesgedanke und menschliche Freiheit, 2. Aufl., Göttingen 1978, 78-113) im Stillen in Erdmann einen Vorläufer besitzen.

Veröff.: Rez.: Ludwig Andreas Feuerbach: Gesch. der neuern Phil. v. Bacon v. Verulam bis Benedict Spinoza, Ansbach 1833, in: Jahrbücher für wiss. Kritik [künftig abgekürzt: JWK] 1833/2, Sp. 841-848. - Rez.: Karl Hase: Hutterus redivivus oder Dogmatik der ev.-luth. Kirche, ein dogm. Repertorium für Studirende, 2. verb. Aufl., Leipzig 1833, in: JWK 1833/2, Sp. 180-183. 185-189. - Rez.: Ernst Sartorius: Vertheidigung der luth. Abendmahlslehre gegen die ref. und kath., und: die luth. Lehre v. der gegenseitigen Mittheilung der Eigenschaften der beiden Naturen in Christo (Beitr. zu den theol. Wiss. von Proff. der Theol. zu Dorpat. 1. Bändchen), Hamburg 1832, in: JWK 1833/2, Sp. 473-478. - Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil., Band I/1: Darstellung und Kritik der Philosophie des Cartesius, nebst einer Einl. in die Gesch. der neuern Phil., Riga 1834. - Ueber den Organismus der Predigt. Wie soll die Predigt beschaffen seyn? - Homiletische Winke, in: ThStKr VII/1 (1834), 572-596. - Rez.: Eduard Schmidt: Ueber das Absolute und das Bedingte, mit bes. Beziehung auf den Pantheismus. Ein skeptischer Versuch, Parchim 1833, in: JWK 1834/2, Sp. 500-504. - Rechenschaft von unserm Glauben. Reihe von Predigten, theils in Wolmar in Livland, theils in Berlin gehalten, Riga und Dorpat 1835. - Rez.: Julius Schaller: De Leibnitii philosophia, dissertatio, Halle 1833, in: JWK 1835/1, Sp. 13-16. - Rez.:[Jakob] Sengler: Ueber das Wesen und die Bedeutung der speculativen Phil. und Theol. in der gegenwärtigen Zeit, mit bes. Rücksicht auf die Religionsphil. Allg. Einl. in die speculative Phil. und Theol., Mainz 1834, in: JWK 1835/1, Sp. 588-598. - Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil., Bd. I/2: Malebranche, Spinoza und die Skeptiker und Mystiker des siebzehnten Jahrhunderts. Darstellung und Kritik ihrer Systeme, Berlin 1836. - Schriften über ewige Persönlichkeit des Menschen, in: Zeitschrift für spekulative Theologie I/1 [künftig abgekürzt: ZSpTh] (1836), 205-246. - Pantheismus die Grundlage der Religion, in: ZSpTh I/2 (1836), 133-157. - Andeutungen über die wiss. Stellung des Duns Scotus, in: ThStKr IX (1836), 429-451. - Vorlesungen über Glauben und Wissen als Einl. in die Dogmatik und Religionsphilosophie, Berlin 1837. - Leib und Seele nach ihrem Begriff und ihrem Verhältniß zu einander. Ein Beitrag zur Begründung der phil. Anthropologie, Halle 1837. - Die Gebets-Erhörung. Predigt, gehalten in der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin, Berlin 1837. - Wenn diese schweigen, werden Steine schreien. Was ist christlich? Und: Die Berufung. Drei Predigten, gehalten in der Domkirche zu Halle, Halle 1837. - Die Wiedergeburt, Predigt, gehalten in der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin, Berlin 1837. - Johann Gustav Friedrich Billroth: Vorlesungen über Religionsphil. Nach dessen Tode hrsg. v. Johann Eduard Erdmann, Leipzig 1837. - Ueber den Begriff des Sündenfalls und des Bösen. Ein Versuch, in: ZSpTh II/2 (1837), 192-214. - Ueber Widersprüche unter den christlichen Glaubenslehren, in: ZSpTh III/1 (1837), 1-48. - Rez.: Baron Barchou de Penhoen: Histoire de la philosophie allemande depuis Leibnitz jusqu' à Hegel, Paris 1836, in: JWK 1838/1, Sp. 617-637. - Rez.: Kasimir Conradi: Unsterblichkeit und ewiges Leben. Versuch einer Entwicklung des Unsterblichkeitsbegriffs der menschlichen Seele, Mainz 1837, in: JWK 1838/1, Sp. 797-805. - Rez.: Philipp Marheineke: Entwurf der praktischen Theologie, Berlin 1837, in: JWK 1839/1, Sp. 481-504. - Rez.: Friedrich Adolf Trendelenburg: Elementa logices Aristotelicae in usum scholarum ex Aristotele excerpsit, convertit, illustravit, Berlin 1836, in: JWK 1839/2, Sp. 411-428. - Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil., Bd. II/1: Die Entwicklung des Empirismus und Materialismus in der Zeit zw. Locke und Kant, Leipzig 1840. - Grundriss der Psychologie. Für Vorlesungen, Leipzig 1840. - Natur oder Schöpfung? Eine Frage an die Naturphilosophie und Religionsphilosophie, Leipzig 1840. - God. Guil. Leibnitii opera philosophica quae exstant latina gallica germanica omnia. Edita recognovit e temporum rationibus disposita pluribus ineditis auxit introductione critica atque indicibus instruxit Ioannes Eduardus Erdmann, pars I et II, Berlin 1840. - Rez.: Johann Eduard Erdmann (Hrsg.): God. Guil. Leibnitii opera philosophica usf., Berlin 1840, in: JWK 1840/2, Sp. 943-957. - Rez.: Ernst Reinhold: Lehrbuch der Gesch. der Phil., 2., verm. und verb. Aufl., Jena 1839; Eduard Schmidt: Umrisse der Gesch. der Phil., Berlin 1839, in: JWK 1840/1, Sp. 921-940. - Grundriss der Logik und Metaphysik. Für Vorlesungen, Halle 1841. - Die Liebe, die Freiheit und die Gerechtigkeit durch den Glauben. Drei Predigten, Halle 1841. - Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil., Bd. II/2: Leibniz und die Entwicklung des Idealismus vor Kant, Leipzig 1842. - Grundriss der Psychologie. Für Vorlesungen, 2., veränd. Aufl., Leipzig 1842. - Rechenschaft von unserm Glauben. Reihe v. Predigten, theils in Wolmar in Livland, theils in Berlin und Halle gehalten, 2., verm. Aufl., Halle 1842. - Grundriss der Logik und Metaphysik. Für Vorlesungen, 2., verb. Aufl., Halle 1843. - Predigt, gehalten am Sonntag Exaudi 1843 in der Domkirche zu Halle, Halle 1843. - Predigt am Todtenfeste, gehalten in der St. Moritzkirche zu Halle, Halle 1844. - Johann Gustav Friedrich Billroth: Vorlesungen über Religionsphilosophie. Nach dessen Tode hrsg. von Johann Eduard Erdmann. 2., von einer Abhandlung [Ueber unnütze Befürchtungen und Hoffnungen hinsichtlich des religionsphilosophischen Studiums, XIII-XXX] des Herausgebers begleitete Aufl., Leipzig 1844. - Grundriss der Logik und Metaphysik, ins Polnische übers. v. Leopold Martin Otto, Lipsk 1844. - Rez. (anonymer Anteil): A. F. Ozanam: Dante et la philosophie catholique au treizième siècle, Paris 1839, von zwey Recensenten, in: Allgem. Literatur-Zeitung 1844/II, Nr. 271-273, 817-820. 825-832. 836-840. - Osterpredigt, gehalten in der Domkirche zu Halle, Halle 1845. - Ueber Duldsamkeit in Glaubenssachen. Predigt, gehalten am Sonntag Misericordias Domini 1845 in der Domkirche zu Halle, Halle 1845. - Das Opfer des alten und des neuen Bundes. Predigt, gehalten in der Moritzkirche zu Halle, Halle 1845. - Vier Predigten, theils in der St. Moritz- , theils in der Domkirche zu Halle gehalten (Zum Sonntage Exaudi und zum Todtenfeste 1844; zu Judica und Ostern 1845), Halle 1845. - Vermischte Aufsätze, Leipzig 1846 (1. Die Universität und ihre Stellung zur Kirche [geschrieben 1841]; 2. Die Religionsphil. als Phänomenologie des rel. Bewusstseyns [verfaßt 1843]; 3. Grundbegriffe des Spinozismus). - Die Ueberwindung des Bösen. Predigt, gehalten am 3. Sonntage nach Epiphan. in der St. Moritzkirche zu Halle, Halle 1846. - Artikel Pflicht, in: AEWK, 3. Section O-Z, hrsg. von M. H. E. Meier, 21. Theil, Leipzig 1846, 176-190. - Art. Pflichtenlehre, ibd., 199-217. - Vorlesungen über Glauben und Wissen als Einleitung in die Dogmatik und Religionsphil., ins Holländische übers., Leiden 1846. - Grundriss der Psychologie. Für Vorlesungen, 3., sehr veränd. Aufl., Leipzig 1847. - Zwei Predigten, gehalten zum Schluß des akademischen Gottesdienstes und am 13. post Trin. 1847, Halle 1847. - Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil., Bd. III/1: Die Entwicklung der deutschen Speculation seit Kant. 1. Theil, Leipzig 1848. - Grundriss der Logik und Metaphysik. Für Vorlesungen, 3., verm. Aufl., Halle 1848. - Ueber einige der vorgeschlagenen Universitätsreformen. Ein Votum, Leipzig 1848. - Die Zusammensetzung der Ersten Kammer nach § 38 des Verfassungsgesetzes für den Preußischen Staat, Halle 1848. - Wie die Bienen einmal eine Republik machten. Eine Geschichte für Jedermann erzählt von einem alten Bienenfreunde, Halle 1848 (anon.). - Leib und Seele nach ihrem Begriff und Verhältniß zu einander. Ein Beitr. zur Begründung der philosophischen Anthropologie, 2., verb. Aufl., Halle 1849. - Der Mann, deß wir bedürfen. Predigt, gehalten am 16 Juni 1850, Halle 1850. - Sammlung aller Predigten, welche vom Jahre 1846 bis zum Juni 1850 gehalten wurden. 1. Die Ueberwindung des Bösen. - 2. Die Bedeutung des Todes. - 3. Zum Osterfest. - 4. Der Geist Gottes im Menschen. - 5. Klugheit und Traum [muß heißen: Klugheit und Treue] - 6. Schicket euch in die Zeit. - 7. Der Mann, deß wir bedürfen, Halle 1850. - Ueber Lachen und Weinen. Ueber die Stellung deutscher Philosophen zum Leben. Zwei Vorträge, gehalten im wiss. Verein zu Berlin in den Jahren 1848 und 1850, Berlin 1850. - Sendschreiben an Herrn Professor Dahlmann von einem Namenlosen, Berlin 1850 (anon.). - 1. Das Mißtrauensvotum der zweiten Kammer. Von einem Namenlosen. [Ueber das Steuerbewilligungsrecht preußischer Kammern], Berlin 1850 (anon.). - Die Herbart'sche Lehre und die Gegenwart (zugleich Rez. von Dr. F. H. Th. Allihn: Das Grundübel der wiss. und sittlichen Bildung in den gelehrten Anstalten des Preußischen Staats, Halle 1849), in: Allgem. Monatsschrift für Literatur 1850, 25-31. - Empirische und speculative Naturbetrachtung (zugleich Rez. v. Hans Christian Øersted: Der Geist in der Natur, deutsch von K. L. Kannegießer, Leipzig 1850), in: Allg. Monatsschr. f. Lit. 1850, 393 - 400. - Philosophische Vorlesungen über den Staat, Halle 1851. - Der wahre Gemeingeist. Predigt, gehalten am 19. Januar 1851, Halle 1851. - Ueber den poetischen Reiz des Aberglaubens. Vortrag, gehalten am 20. November 1850, Halle 1851. - In Frankreich ist/ist nicht Rechts geschehen. Schreiben an den Redakteur der Kreuzzeitung. Von einem Namenlosen, Berlin 1851 (anon.). - Psychologische Briefe, Leipzig 1852. - Sünde und Gnade. Predigt, gehalten im akademischen Gottesdienst, Halle 1852. - Pharisäer und Zöllner. Predigt über das Evangelium des 11. Sonntags nach Trinitatis, Halle 1852. - Ueber die Langeweile. Vortrag, gehalten im wiss. Verein. Zwei Abdrücke, Berlin 1852. - Wir leben nicht auf der Erde. Vortrag, gehalten in Halle am 15. März 1852, Berlin 1852. - Schopenhauer und Herbart, eine Antithese, in: ZPPK NF 21 (1852), 209-226. - Versuch einer wissenschaftlichen Darstellung der Geschichte der neuern Philosophie, Bd. III/2: Die Entwicklung der deutschen Speculation seit Kant. 2. (letzter) Theil, Leipzig 1853. - Ueber Collision der Pflichten. Vortrag, gehalten im wiss. Verein zu Berlin, Berlin 1853. - Die Wunder sonst und jetzt. Predigt, gehalten im akademischen Gottesdienste zu Halle am 24. Juli 1853, Berlin 1853. - Der Glaube an den dreieinigen Gott. Predigt, gehalten am 3. Juli 1853, Halle 1853. - Ueber die wachsende Macht des Naturalismus und die Widerlegung desselben, in: ZPPK NF 23 (1853), 173-203. - Rez.: C. Fortlage: Genetische Gesch. der Phil. seit Kant, Leipzig 1852 (ZPPK NF 22 [1853], 148-159). - Rez.: Gladisch's geschichtsphil. Schr. (Aug. Gladisch [jetzt Director zu Krotoschin]: 1.) Einleitung in das Verständniß der Weltgesch., Posen 1844. - 2.) Ueber einen vermeintlichen Ausspruch des Herakleitos. - 3.) Die Grundansicht des Herakleitos [Ersteres im Jahrg. 1846, Letzteres 1848 von Bergk und Caesars Zs. f. Alterth.]. - 4.) Das Mysterium der Aegyptischen Pyramiden und Obelisken. Halle 1846. - 5.) Empedokles und die alten Aegypter, in Noaks Jb. f. specul. Philos. 1847. - 6.) Die entschleierte Isis. Jahresbericht der Realschule zu Krotoschin 1849. - 7.) Anaxagoras und die alten Israeliten, in Niedners Zs. f. histor. Theol. 1849. - 8.) Die Religion und die Phil. in ihrer weltgesch. Entwicklung. Breslau 1852), in: ZPPK NF 22 (1853), 294-302. - Ueber den Naturalismus, seine Macht und seine Widerlegung, Halle 1854 (Separatdruck). - Denkzettel für Prof. K. PH. Fischer in Erlangen (Zugleich ein Nachtrag zu seiner Abh. über den Naturalismus), Halle 1854. - Preußen und die Phil., Akademische Rede, gehalten zum Geburtsfest Seiner Majestät des Königs, Halle 1854. - Ueber das Heidnische im Christenthum. Vortrag, gehalten in Halle am 30. Januar 1854, Berlin (Dessau) 1854. - Tholuck über das akademische Leben des 17. Jahrhunderts, in: Blätter f. literarische Unterhaltung Nr. 13, 23. März 1854, 225-232 (Rez. zu: August Tholuck: Der Geist der luth. Theologen Wittenbergs im Verlauf des 17. Jh., Hamburg/Gotha 1853; und ders.: Das akademische Leben des 17. Jahrhunderts mit besonderer Beziehung auf die protestantischen theologischen Fakultäten Deutschlands, 1. Abth., Halle 1853). - Das Spiel, Berlin 1855. - Ernste Spiele. Vorträge, theils neu theils längst vergessen, Berlin 1855 (enthält die Vortr.: Das Spiel, 1855; Ueber die Stellung deutscher Philosophen zum Leben, 1850; Ueber Collision der Pflichten, 1853; Ueber Lachen und Weinen, 1848; Ueber den Reiz des Aberglaubens, 1850; Wir leben nicht auf der Erde, 1852; Apologie der Sophistik, 1855; Ueber das Heidnische im Christenthum, 1854; Ueber die Langeweile, 1852). - Ueber das Sehen des Menschen, Berlin 1855. - Franz von Baaders sämmtliche Werke [hrsg. v. Franz Hoffmann, Leipzig, 1851ff] und das darin entwickelte System, in: ZPPK NF 27 (1855), 1-36. - Psychologische Briefe, 2., verm. Aufl., Leipzig 1856. - Glaube und Wiss., Akademische Rede, zum Geburtstage S. M. des Königs gehalten, Halle 1856. - Ueber die Fortschritte der Naturwiss. unter der Regierung Sr. Majestät des Königs Friedrich Wilhelm IV. und ihren Einfluß auf die Industrie, Künste und Wiss., Fest-Rede, gehalten in der Aula der K. Thierarzneischule am 15. Oktober 1855, am Geburtstage Sr. Majestät des Königs, Berlin 1856. - Der neue Mensch - die eherne Schlange - der Gang nach Emmaus, nebst drei andern bisher ungedruckten Predigten, gehalten den 11. Juni, 3. September, 29. November 1854. Ostern und 9. August 1855. Ostern 1856, Halle 1856. - Christus unsere Speise, Predigt, gehalten am 20. Juli 1856, Halle 1856. - Die hl. Schrift, die Richtschnur unseres Glaubens. Predigt über Galater 3, 15-22, gehalten am 17. August 1856, Halle 1856. - Rez.: Friedrich Wilhelm Joseph v. Schelling' s sämmtliche Werke, in: ZPPK NF 29 [1856], 144-156. - Ueber Schelling, namentlich seine negative Phil., Halle 1857. - Die Lehre vom Vater, Sohne und heil. Geist. Trinitatis-Predigt, gehalten am 7. Juni 1857, Halle 1857. - Rez.: [Edward] Tagart: Locke's writings and philosophy, London 1855; H. L. Mansel: Prolegomena logica, an inquiry into the psychological character of logical processes, Oxford 1851; ders.: Artis logicae rudimenta, from the text of Aldrich with notes and marginal references, Second edition, Oxford 1852; [William] Whewell: A letter to the author of prolegomena logica, Oxford 1852; H. L. Mansel: The limits of demonstrative sciences, Oxford 1853; W. Thomson: An outline of the necessary laws of thought, a treatise on pure and applied logic. Third edition, London 1852 [Sammelbesprechung unter dem Titel: Deutsche Philosopheme und britische Philosophen], in: ZPPK NF 30 [1857], 90-100. - Leibnitz in Frankreich (Rez. zu: A. Foucher de Careil: Nouvelles lettres et opuscules inédits de Leibnitz, précédés d' une introduction, Paris 1857, und: Emile Saisset: Discours sur la philosophie de Leibnitz, Paris 1857), in: ZPPK NF 31 [1857], 137-148. - Vorlesungen über Akademisches Leben und Studium, Leipzig 1858. - Ueber Gewohnheiten und Angewohnheiten. Vortrag, gehalten im wiss. Verein zu Berlin, Berlin 1858. - Der strenge Geist der Freudenbotschaft. Pfingstpredigt, gehalten am 24. Mai 1858, Halle 1858. - Schelling's Phil. der Mythologie, in: ZPPK NF 32 (1858), 165-194. - Neujahrspredigt, gehalten in der Domkirche zu Halle, Halle 1859. - Die Hochzeit zu Cana. Homilie über Johannes 2, 1-11, gehalten in U. L. Frauen zu Halle, Halle 1859. - Der Reiche und Lazarus. Predigt, am 26. Juni 1859 (Lukas 16, 19-31), Halle 1859. - Introitus et exitus. Orationes, quas munus Rectoris adiens eodemque se abdicans habuit, Halle o. J. (1860). - Himmelfahrtspredigt über Marcus XVI, 14-20, Halle 1860. - Rez.: Johannes Huber: Die Phil. der Kirchenväter, München 1859, in: ZPPK NF 36 [1860], 252-259. - Das Träumen. Vortr., gehalten im wiss. Verein zu Berlin, Berlin 1861. - Grundriss der Psychologie. Für Vorl., 4. verb. Aufl., Leipzig 1862. - Das Nationalitätsprinzip. Ein Vortr., gehalten im Künstlerverein zu Bremen am 9. April 1862, Bremen 1862. - Fichte, der Mann der Wiss. und des Katheders. Festrede, gehalten in der Aula der Univ. Halle-Wittenberg am 19. Mai 1862, Halle 1862. - Rez.: Karl Sederholm: Der geistige Kosmos, eine Weltanschauung der Versöhnung, Leipzig 1859, in: ZPPK NF 41 [1862], 171-182. - Psychologische Briefe, 3., verb. und verm. Aufl., Leipzig 1863. - Ueber Schwärmerei und Begeisterung. Ein Vortrag, gehalten am 21. März 1863 im wissenschaftlichen Verein zu Berlin, Halle 1863. - Vergebung und Liebe. Predigt, gehalten im akademischen Gottesdienst am 11. Januar 1863, Halle 1863. - Grundriss der Logik und Metaphysik. Für Vorlesungen, 4., verb. Aufl., Halle 1864. - Zwei Märtyrer der Wissenschaft. Vortrag, gehalten zum Besten des Halleschen Frauenvereins am 9. März 1864, Halle 1864. - Der Entwickelungsgang der Scholastik, in: ZWTh 8 (1865), 113-171. - [anon.]: Am Sarge Krukenberg´s, den 15. December 1865, Halle 1865 (Privatdruck; lange verschollen, jetzt nachgedruckt in: St. Bitter, 1994, 277-284). - Grundriss der Gesch. der Phil., 2 Bde., Berlin 1866. - Ueber Dummheit. Vortrag, gehalten im wiss. Verein zu Berlin am 24. März 1866, Berlin 1866. - Unsere Gerechtigkeit. Predigt, gehalten am 8. Juli 1866 in der St. Moritzkirche zu Halle, Halle 1866. - Fort mit Bismarck! heißt fort mit Schaden, gehalten in der Versammlung am 5. Juni 1866. [Ausgegeben von dem Comité der Conservativen in Halle. Albrecht. Eisentraut. Helm jun. v. Krosigk. v. Rauchhaupt. Rosenberger. Wahlrede zu Halle, Druck v. Otto Hendel, Halle]. - Sammlung aller Predigten, welche vom Januar 1851 bis Juli 1867 gehalten wurden, Halle 1867. - Gottes und des Menschen Antheil an unseren Werken. Predigt über Jacobus 1, 13-18, gehalten in der St. Moritzkirche am S. Cantate 1867, Halle 1867. - Die Bußfertigen und die Gerechten. Predigt (Lucas 15, 1-10), gehalten am 3. Sonntag nach Trinitatis 1867 in der St. Moritzkirche, Halle 1867. - Psychologische Briefe, 4. Aufl. Leipzig 1868. - Er trägt unsere Schwachheit. Predigt, gehalten am Himmelfahrtsfeste 1868 in der St. Moritzkirche, Halle 1868. - Grundriss der Gesch. der Phil., I. Bd., 2, verb. Aufl., Berlin 1869. - Vom Vergessen. Vortrag, im wiss. Verein zu Berlin gehalten am 20. März 1869, Berlin 1869. - Ernste Spiele. Vorträge, theils neu theils längst vergessen, 2., zur Gesammtausgabe aller seiner populären Vorträge vervollständigte Aufl. Berlin 1870 [Der Bd. enthält gegenüber der ersten Aufl. acht weitere Vorträge, nämlich: X. Ueber Putzsucht und Eitelkeit (1857); XI. Ueber Gewohnheiten und Angewohnheiten (Berlin 1858); XII. Das Träumen (Berlin 1861); XIII. Das Nationalitätsprinzip (Bremen 1862); XIV. Ueber Schwärmerei und Begeisterung (Berlin 1863); XV. Zwei Märtyrer der Wissenschaft (Halle 1864); XVI. Ueber Dummheit (Berlin 1866); XVII. Vom Vergessen (Berlin 1869)]. - Grundriss der Gesch. der Phil., II. Bd., 2., sehr verm. Aufl., Berlin 1870. - Sehr Verschiedenes je nach Zeit und Ort. Drei Vorträge, Berlin 1871 [I. Natur, Naturforschung, Naturphilosophie. Vortrag, gehalten zum Stiftungstage der Hallischen Naturforschenden Gesellschaft am 10. Juli 1870; II. Friedrich Wilhelm der Dritte. Akademische Festrede, gehalten in Halle am 3. August 1870; III. Müssen und Können. Vortrag, gehalten im wiss. Verein zu Berlin am 25. März 1871]. - Scholastik, Mystik und Dante, in: Jb. der Dt. Dante-Gesellschaft III (Leipzig 1871), 79-99. - Christtag und Stephanustag. Predigt, gehalten am 26. December 1871 in der Glaucha´ schen Kirche zu Halle, Halle 1872. - Grundriss der Psychologie. Für Vorl., 5., verb. Aufl. Leipzig 1873. - Lustreisen und Reiselust. Vortrag, gehalten im wiss. Verein zu Berlin, Berlin 1873. - Darwins Erklärung von pathognomischen Erscheinungen, Halle 1873. - Ernste Spiele. Übers. ins Schwedische, Stockholm 1873. - Psychologische Briefe, 5. Aufl., nebst einem Postscript über das Altwerden, Leipzig 1875. - Grundriss der Logik und Metaphysik, 5. Aufl., Halle 1875. - Ernste Spiele. Vorträge, theils neu theils längst vergessen, 3. Aufl., Gesammtausg. seiner jemals gehaltenen populären Vorträge, Berlin 1875. - Rede zur Saecularfeier Friedrich Wilhelm des Dritten nebst drei anderen akademischen Reden, Berlin 1875. [Der Bd. enthält: I. Preussen und die Phil. Akademische Rede, gehalten am Geburtsfest Seiner Majestät des Königs Friedrich Wilhelm IV. am 15. October 1854; II. Glaube und Wissenschaft. Akademische Rede zum Geburtstage Seiner Majestät des Königs gehalten (1856); III. Fichte, der Mann der Wissenschaft und des Katheders. Festrede, gehalten in der Aula der Univ. Halle-Wittenberg am 19. Mai 1862; IV. Friedrich Wilhelm III. Akademische Festrede, gehalten in Halle am 3. August 1870]. - Rez.: K. Werner: Die Psychologie des Wilhelm v. Auvergne; ders.: Wilhelms v. Auvergne Verhältniß zu den Platonikern des XII. Jh.; ders.: Die Kosmologie und Naturlehre des scholastischen MA [in: SAW 73, 74 und 75, 1873], in: ZPPK NF 66 [1875], 85-91. - Karl Rosenkranz (Deutsche Professoren VII), in: Daheim 11 (1875), 696-699. - Ueber Darwin's Erklärung pathognomischer Erscheinungen [1873], in: Abh. der Naturforschenden Gesellschaft zu Halle, Bd. 13/Beilage (Ber. über die Sitzungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Halle im Jahre 1873), Halle 1877, 20-30. - Neue Beiträge zur Kenntniß der ma. Phil. (Rez.: 1. C. S. Barach und J. Wrobel: Bernardi Silvestris de mundi universitate libri duo sive Megacosmus et Microcosmus, Innsbruck 1876; 2. K. Werner: Der Entwicklungsgang der ma. Psychologie, Wien 1876; ders.: Die Psychologie und Erkenntnislehre des Johannes Bonaventura, Wien 1876; 3. I. H. Loewe: Der Kampf zw. dem Realismus und dem Nominalismus im MA, Prag 1876; 4. A. Budinsky: Die Univ. Paris und die Fremden an ders., Berlin 1876; 5. M. Eisler: Vorl. über die jüdischen Philosophen des MA, 1. Abtheil., Wien 1876; 2te ebendas., 1870; M. Joel: Beiträge zur Gesch. der Phil., 2 Bde., Breslau 1876), in: ZPPK NF 70 [1877], 237-253. - Grundriss der Gesch. der Phil., Bd. I in 3., verb. Aufl., Bd. II in 3., verm. Aufl., Berlin 1878. - Erlebtes und Erlittenes. Zweien oder Dreien als Erinnerungs-, den Uebrigen als Lebenszeichen erzählt, in: Arnold Wellmer (Hrsg.): Nachgelassene Memoiren von Karoline Bauer, 2. Bd. (Aus dem Leben einer Verstorbenen, 3. Bd.): Verschollene Herzensgeschichten, Berlin 1880, 145-165. - Artikel Hegel: Georg Wilhelm Friedrich H., in: ADB Bd. 11 (1880), 254-274. - Psychologische Briefe, 6. Aufl., Leipzig 1882. - Ernste Spiele. Vorträge, theils neu theils längst vergessen, 4. Aufl., Gesammtausg. seiner jemals gehaltenen populären Vorträge, Berlin 1890 [enthält über die 3. bzw. 2. Aufl. hinaus: XVIII. Natur, Naturforschung, Naturphilosophie (Halle 1870), XIX. Müssen und Können (Berlin 1871) und XX. Lustreisen und Reiselust (Berlin 1873)]. - A History of Philosophy (Grundriss der Gesch. der Philosophie, 3. Aufl., ins Englische übers. v. Williston S. Hough), 3 vols., 1. und 2. Aufl., London 1890-1892.

Postum: Ausgaben und Übersetzungen von Werken und Einzeltexten Erdmanns: A History of Philosophy (Grundriss der Gesch. der Phil., ins Englische übers. v. W. S. Hough, 3. Aufl., London 1895 (4. Aufl. 1896; weitere Aufl. bzw. Nachdr.: 1910, 1913, 1915 usf., zuletzt 2002). - Grundriss der Gesch. der Phil., 2 Bde., 4. Aufl., bearb. v. Benno Erdmann, Berlin 1896. - Psychologische Briefe, 7. Aufl., Leipzig 1896. - Grundriss der Logik und Metaphysik, übers. ins Englische v. B. C. Burt, London 1896. - J. E. Erdmann´s Grundriss der Logik und Metaphysik. Eine Einf. in Hegel' s Wiss. der Logik. Neue Ausgabe (veranstaltet v. G. J. P. J. Bolland), Leiden 1901. - Abh. über Leib und Seele. Eine Vorschule zu Hegels Phil. des Geistes. Neue Ausg. (veranstaltet v. G. J. P. J. Bolland), Leiden 1902. - Grundriss der Gesch. der Philos., neu bearb. und bis in die Gegenwart fortgef. v. Ferdinand Clemens, Berlin/Zürich 1930 [für die Kenntnis Erdmanns wertlos]. - Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil. (Leipzig 1834-1853), hrsg. v. H. Glockner, Stuttgart 1931-1934. - Gottfried Wilhelm Leibniz: Opera Philosophica, quae extant latina gallica germanica, instruxit J. E. Erdmann, Faks.dr. der Ausg. 1840, durch weitere Textstücke erg. und mit einem Vorw. versehen v. Renate Vollbrecht, Aalen 1959. - Die Hegelsche Rechte. Texte aus den Werken von F. W. Carové, J. E. Erdmann, K. Fischer, E. Gans, H. F. W. Hinrichs, C. L. Michelet, H. B. Oppenheim, K. Rosenkranz und C. Rössler, ausgew. und eingel. v. Hermann Lübbe, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962 [Kap. XIV, 220-269: aus: J. E. Erdmann: Phil. Vorl. über den Staat, 1851]. - Die deutsche Phil. seit Hegels Tode. Faks.-Neudr. der Berliner Ausg. 1896 [aus der 4. Aufl. des 2. Bd. des Grundrisses der Gesch. der Phil.] mit einer Einl. v. Hermann Lübbe, Stuttgart-Bad Cannstatt 1964. - Phil. der Neuzeit. Der deutsche Idealismus. Gesch. der Phil., Bde. VI und VII. Mit Quellentexten, bearb. von Barbara Gerl, Reinbek bei Hamburg 1971 (rde 364/365). - Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil., Faks.-Neudr. der Ausg. Leipzig 1834-1853 sowie der Einführung in Johann Eduard Erdmanns Leben und Werke v. Hermann Glockner, Stuttgart 1932, Stuttgart-Bad Cannstatt 1977-1982. - Materialien zu Hegels "Phänomenologie des Geistes", hrsg. von Hans Friedrich Fulda und Dieter Henrich (zuerst 1973, 4. Aufl., Frankfurt/M. 1979 (stw. 9), 54-63: Johann Eduard Erdmann: Die Phänomenologie des Geistes [aus Versuch einer wiss. Darstellung, hrsg. v. Hermann Glockner, Bd. VII, 1932, 413ff]. - Grundriss der Logik u. Metaphysik. Nachdr. d. Ausg. Halle, 1841: Hildesheim 2006.

Handschriftliches Material: I) Abhandlungen, Predigten, politische Reden und akademische Stellungnahmen Erdmanns: Nachlaß Walter [v. Erdmann seinem Vetter Julius Walter jr. vermacht; noch heute im Familienbesitz. Voraussichtlich werden dieser Nachlaß und die sonst in Familienbesitz befindlichen Manuskripte zusammengefaßt und in die ULB Halle gegeben werden]: u. a.: Num Rationalismus vere Deismus vocari potest? [vermutlich 1828, Examensarbeit?]. - Quidnam sit discrimen philosophiam inter et theologiam [1830, mit Notizen an Guido Walter und Entwurf eines Schreibens an die Kieler Phil. Fakultät]. - Trauungsrede für Ferdinand Walter und Catharina, geb. Fowelin, 11.5.1832. - Habilitationsansprache, 13.6.1834. - Ansprache an die Studenten nach einem Ständchen, 1845. - Pariser Reise 1846, für meinen lieben Witte aufgeschrieben. - Vortrag, gehalten im Verein der Aerzte und Naturforscher am 29ten Jan. 1847 (Halle). - Die Preußische Nationalversammlung bis zu dem Jacoby'schen Antrage - Mitte Juli 1848 geschrieben. - Die Weltkinder unsere Wegweiser zum Heil. Ein Tractat [etwa 1848]. - Was ich in der Vor-Versammlung am 30. Januar gesprochen. Halle, 30. Jan. 1850 [gegen eine Kandidatur Max Dunckers für das Erfurter Unionsparlament]. - Der Fall Allihn, 1851. - Wer ist unser Nächster?, Predigt über Lukas 10, 25-37, 21.8.1853. - Abwehr gegen die Angriffe in der Ev. und der Allg. Kirchenzeitung auf die Vorl. über akademisches Leben und Studium, 12.2.1859. - Zu Königs Geburtstag, 1859. - Zu Gerlachs Geburtstag, November 1859. - Zum Schillerfest am 10.11.1859. - Anrede an Herrn Prof. Haym bei seiner Einführung am 6.6.1860. - Der Fall Wuttke, Juli 1861. - Beim Scheiden des Polizeidirektors von Bosse, 1.11.1861. - Wahlrede in Reideburg bei Halle, Juni 1866. - Rede zur Ehrenpromotion Otto von Bismarcks, Albrecht von Roons und anderer, 21.6.1867. - An Schaller´s Grabe am 24. Juni 1868. - Kuratorfrage, Juni 1872. - Manuskript eines Vortr. über Darwins Descendenz- und Evolutionstheorie [nicht datiert, vermutlich 1873, zum Teil identisch mit dem 1877 gedruckten Vortrag Ueber Darwin's Erklärung pathognomischer Erscheinungen]. - Taufrede [für ein Kind, dessen Mutter bei der Geburt verstarb], 1874. - Meinen lieben Freunden und Tischgenossen! Rede beim 50jährigen Doktorjubiläum, 18.12.1880. - [Nicht datiert:] Fragment über Vincenz von Beauvais. - Anfang einer Predigt über Markus 8, 1-9. - Am Sarge der Generalin von Berg. - Diplom für den Bildhauer Christian Rauch. II) Erdmanns Nachschriften von Hegel-Vorlesungen: Biblioteka Narodowa Warsawa: Hegel Vorlesungen über: Phil. der Weltgeschichte. Berlin Wintersem. 1826/27 (s. unten: Tuschling, 1987). - Hegel. Vorlesungen über die Phil. des Geistes. Berlin im Wintersemester 1827/28 (Edition: s. unten: F. Hespe/B. Tuschling, 1994). - (Die von Georg Lasson benutzte Nachschrift Erdmanns "Hegel Religionsphilosophie Berlin Sommersemester 1827", früher Stadtbibliothek Königsberg i. P., gilt als verschollen ; vgl. unten: G. Lasson, 1925/27; W. Jaeschke, 1983). - III) Vorlesungsmanuskripte Erdmanns: Harvard University Library: Über Glauben und Wissen, 1834-1836. - Vorlesungen über Ethik, 1837. - Encyklopädie der philosophischen Wissenschaften, 1855. - Über Spinoza, 1855 und 1873. - Geschichte der Philosophie 1860/1861. - Über Kantische und nachkantische Philosophie, 1866 und 1868. - IV) Nachschriften Erdmannscher Vorlesungen: 1) Deutsche Staatsbibliothek Berlin: J. E. Erdmann: Religionsphilosophie, Halle 1837. - Einleitung in die Philosophie, 1837. - Über Glauben und Wissen, 1836/1837 - Geschichte der Philosophie, 1836/1838. - Philosophie der Moral, 1837. - Psychologie, 1837/1838. - [ohne Datierung:] Geschichte der Philosophie seit Cartesius. - Anthropologie und Psychologie. - Philosophische Unsterblichkeitslehre. - Moralphilosophie. - Religionsphilosophie, Nachschrift von stud. theol. G. Kuhlmey. - 2) Tholuck-Archiv Naumburg: J. E. Erdmann: Geschichte der Philosophie, Halle Winter 1849/1850, nachgeschrieben von Pfanne. - 3) Archiv des Vf.: J. E. Erdmann: Geschichte der Philosophie, Halle 1884/1885, nachgeschrieben von Hans von Schubert. - V) Briefe Erdmanns: 1) Nachlaß Walter: u. a.: An Guido Walter, vier Briefe, 1827/1828. - An seine Frau Emilie Erdmann, 161 Briefe, 1836-1876. - An Konstantin Kraukling, 18.1.1836 [s. dazu St. Bitter, 1986]. - An Johann Anton Bernhard Lutterbeck, 6.4.1865. - Entwurf eines Briefes an Hallenser Pastoren, 1866. - An seinen Vetter Julius Walter, 31 Briefe, 1869-1891. - 2) Universitäts - und Landesbibliothek Bonn: An einen Unbekannten, Gratulationsbrief, 18.6.1885. - An Alfred von Reumont, 1885. - 3) Universitätsbibliothek Gießen: An Karl Ernst von Baer, 1833-1865. - An Marie Jung, 1879. - 4) Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Niedersächsische Landesbibliothek Hannover: An Unbekannte, Briefe 1836-1851. - 5) Universitätsbibliothek Heidelberg: An Kuno Fischer, 37 Briefe, 1854-1890. - An Marie Fischer, 1869. - An Hermann Hettner, 1861. - 6) Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv Marbach: 180 Briefe an Wilhelm Hertz, 1850-1890. - 7) Bayerische Staatsbibliothek München: Briefe an Unbekannte, 1863 und 1867. - 8) Germanisches Nationalmuseum Nürnberg: Brief an einen Unbekannten, 1852. - 9) Württembergische Landesbibliothek Stuttgart: Briefe an Immanuel Hermann Fichte, 1838, 1844. - 10) Universitätsbibliothek Tübingen: An Albert Schwegler, 1846. - 11) Familienbesitz: Briefe an seine Frau (bis 1833); Briefe an Ferdinand Walter (1860er Jahre). - 12) Archiv des Vf.: Brief während eines Berlin-Aufenthalts (um 1875) an einen dortigen Kollegen. - VI) Gedichte Erdmanns: Nachlaß Walter: Gedichte für seine Frau, u. a. Weihnachtsgedichte aus den Jahren 1823, 1829, 1830, 1833, 1834, 1838, 1847, 1850, 1873. - Familienbesitz: Gedicht und Brief an seine Schwägerin, 28.4.1840. - VII) An Erdmann gerichtete Briefe: 1) Nachlaß Walter: u. a.: Johannes Gaye, Zwei Briefe, 1828/1829. - Johann Albrecht Friedrich Eichhorn, 10 Briefe, 1840-1845. - Karl Otto von Raumer, 12 Briefe, 1851-1857. - I. H. Sharples, 26.9.1851. - W. v. Bruchhausen, 13.6.1852. - R. C. Lundin Brown, 1.12.1857. - H. Burmeister, 6.8.1865. - Alexander Wießner, 11.12.1876. - Hermann Hesse, 3.10.1877. - Edm. Hardy, 5.6.1878. - Emil Alfred Weber, 21.1.1859. - Johann Anton Bernhard Lutterbeck, 13.4.1865. - Domprediger Wilhelm Focke, D. Neuenhaus, Adolf Zahn, 15.1. 1866. - J. Collyns Simon, sechs Briefe, 1867. - Gustave d´Eichthal, 8.4. (?) 1870. - Rudolf von Gneist und Ernst Curtius, 1872. - Williston S. Hough, 5.10.1889. - Heinrich Bork, 30.11.1889. - Eduard Zeller, 8.3.1890. - J. Conrad, 31.5. 1890. - Adolphe Thiers, 9.6.1878. - Undatiert: Wilhelm Hertz. - 2) Universitäts- und Landesbibliothek Halle: Autographensammlung (eine von Erdmann der Bibliothek überlassene Sammlung an ihn gerichteter Schreiben; dort bewahrt unter der Signatur Yi 4; vgl. jetzt die Mitteilungen der ULB Halle im Internet): u. a.: Karl von Altenstein, vier Briefe, 1834-1840. - Friedrich Wilhelm Josef von Schelling, 1838. - Immanuel Hermann Fichte, zwei Briefe, 1838 und 1852. - Henrich Steffens, 1839. - Ferdinand Walter, zwölf Briefe, 1840-1869. - Karl Witte, fünf Briefe und sieben Gedichte, 1842-1871. - Ernst Sartorius, 1844. - Paul von Mendelssohn-Bartholdy, vier Briefe, 1847-1873. - Karl Ludwig Michelet, fünf Briefe, 1847-1871. - Johannes Schulze, sieben Briefe, 1848-1869. - Alexander von Humboldt, zwei Briefe, 1850 und 1856. - Bruno Bauer, drei Briefe, 1850-1855. - Arthur Schopenhauer, 1851. - Franz Hoffmann, zwölf Briefe, 1851-1880. - Georg Gustav Roskoff, zwei Briefe, 1854 und 1862. - Kuno Fischer, 25 Briefe, 1854-1890. - Auguste Crelinger, geb. Düring, verw. Stich, zwei Briefe, 1855 und ohne Jahresangabe. - Gustav d´ Eichthal, acht Briefe, 1855-1877. - Christian Daniel von Rauch, 1856. - Friedrich Wilhelm Ritschl, neun Briefe, 1856-1874. - August Tholuck, sechs Briefe, 1856-1864. - Piers Uso Walter, vier Briefe, 1856-1861. - Friedrich von Raumer, zwölf Briefe, 1859-1871. - Karl Rosenkranz, elf Briefe, 1860-1875. - Hermann Hettner, 1861. - Rudolf von Gneist, zwei Briefe, 1861 und 1862. - Karl Ernst von Baer, drei Briefe, 1861-1867. - Heinrich Leo, zwei Briefe, 1862 und 1870. - Adolf Hilgenfeld, drei Briefe, 1863-1869. - Friedrich Adolf Trendelenburg, vier Briefe, 1861-1867. - Christoph von Sigwart, fünf Briefe, 1866-1878. - Johann Anton Bernhard Lutterbeck, zehn Briefe, 1866-1872. - Hermann Lotze, drei Briefe, 1867-1878. - Eduard Heine, vier Briefe, 1867-1870. - Carl Heinrich Bracker, 1868. - Wilhelm Hertz, 1868. - Eduard von Hartmann, fünf Briefe, 1869-1882. - Jules Barthélemy Saint Hilaire, zwei Briefe, 1870 und 1873. - Adolphe Thiers, drei Briefe und eine Visitenkarte; ein Brief von Frau Thiers, 1873-1877. - Reinhold Walter, zwei Briefe, 1871. - Emil Bois-Reymond, zwei Briefe, 1874 und 1882. - Eduard Zeller, sieben Briefe. - VIII) Verschiedenes: 1) Nachlaß Walter: u. a.: Biographische Dokumente (z. B. Befehl des Zaren vom 4.10.1832, unterschrieben von Karl Freiherr von Budberg. - Kirchliches Zeugnis über Amtsführung, Riga, 31.12.1832. - Bescheinigung der Eheschließung am 29.4.1833. - Urkunde über Erdmanns Ernennung zum a. o. Professor in Halle, Berlin, 20.7.1836, unterschrieben von Karl von Altenstein). - Ministerialschreiben 1840-1887. - Schreiben des Universitäts-Kurators zu Ordensverleihungen 1857-1889. - Dokumente aus dem Rektorat und der Prüfungstätigkeit Erdmanns. - Drei Unterschriftenlisten, mit denen Studenten Erdmann baten, wieder einmal zu predigen; eine von ihnen, Halle 1841. - Ansprache eines unbekannten Freundes bei Erdmanns 50jährigem Doktorjubiläum, Halle 1880. - Julius Walter (d. J.): Aufzeichnungen zu einer Biographie Erdmanns. - 2) Familienbesitz: u. a. Curriculum vitae. - Doktordiplom, 20.12.1830. - Veronika Erdmann, geb. Neander: Die alten Erdmanns (Typoskript).

Lit. (auch Rezensionen Erdmannscher Schriften): Chronik der Univ. Kiel vom Jahre 1830, Kiel 1831; - Ludwig Feuerbach: Rez.: 1.) E.: Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil. Ersten Bandes erste Abteilung. Darstellung und Kritik der Phil. des Cartesius nebst Einl. in die Gesch. der neuern Phil., 1834. 2.) C. F. Hock: Cartesius und seine Gegner, ein Beitrag zur Charakteristik der phil. Bestrebungen unserer Zeit, Wien 1835, in: JWK 1836/1, Sp. 573ff; Wiederabdr. in: L. Feuerbach: Werke in sechs Bänden, hrsg. von Erich Thies, Bd. 2: Kritiken und Abh. I (1832-1839), Frankfurt/Main 1975, 129-136; - Bruno Bauer: Rez.: E.: Vorl. über Glauben und Wissen als Einl. in die Dogmatik und Religionsphil., 1837, in: ZSpTh III/ 1 (1837), 253-261; - Georg Andreas Gabler: Rez.: E.: Leib und Seele nach ihrem Begriff und Verhältnis zu einander. Ein Beitr. zur Begründung der phil. Anthropologie, 1837, in: JWK 1837/2, Sp. 801-848; - Arnold Ruge: Die Popularphil. und der Geist. [Rez. zu: E.: Leib und Seele, 1837], in: Blätter f. literarische Unterhaltung. Nr. 265 (22.9.1837), 1073-1075; Nr. 266 (23.9.1837), 1077-1079; - D. Stimmel: Rez.: E.: Die Gebets-Erhörung, gehalten in der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin, Berlin 1837. W. Martins und Comp., in: TLAKZ 1837, Sp. 368; - Pp.: Rez.: E.: Versuch einer wiss. Darstellung, Bd. 1, Abth. 2, 1836, in: Allg. Lit. -Zeitung 1837, IV. Bd. (Ergänzungsblätter), Num. 93, October 1837, Sp. 741-744; - Arnold Ruge: Die Univ. Halle, in: Hallische Jb. f. deutsche Wiss. und Kunst 1 (1838), 9. April/ No. 85, Sp. 673-680; - Arnold Ruge: Rez.: 1) E.: Vorl. über Glauben und Wissen 1837. 2) Karl Heinrich Sack: Christliche Polemik, Hamburg 1838, in: Hallische Jb. f. deutsche Wiss. und Kunst 1 (1838), 28. Mai/No. 127, 29. Mai/No. 128, 30. Mai/No. 129, 31. Mai/No. 130, Sp. 1009-1036; - Ludwig Feuerbach: Rez.: E.: Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil., ersten Bandes zweite Abtheilung. Malebranche, Spinoza und die Sceptiker und Mystiker des XVII. Jh. Darstellung und Kritik ihrer Systeme, 1836, in: JWK 1838/1, Sp. 534-551; wieder abgedruckt in: L. Feuerbach: Werke in sechs Bänden, hrsg. v. Erich Thies, Bd. 2, 1975, 164-178; - Karl Bernhard Moll: Rez: E.: Vorl. über Glauben und Wissen, 1837, in: JWK Kritik 1838/1, Sp. 759-768; - Carl Philipp Fischer: Rez.: E.: Leib und Seele, 1837, in: HJL 31 (NF 5) (1838), 47 und 49-58; - Carl Ludwig Michelet: Gesch. der letzten Systeme der Phil. in Deutschland von Kant bis Hegel, II. Bd., Berlin 1838 (Nachdr. Hildesheim 1968) [683-685 zu E.: Vorl. über Glauben und Wissen, 1837]; - Heinrich Moritz Chalybäus: Rez.: E.: Vorl. über Glauben und Wissen, 1837, in: ZPSTh NF 2 (1838), 138-153; - Heinrich Moritz Chalybäus: Natur und Geistesphil. In Bezug auf: E.: Leib und Seele, 1837. Und: K. Rosenkranz: Psychologie oder die Wiss. vom subjektiven Geist. Königsberg 1837, in: ZPSTh, NF 3 (1839), 160-195; - Christian Hermann Weiße: Die phil. Lit. der Gegenwart, in: ZPSTh NF 4 (1841), 122f [zu E.: Grundriss der Logik und Metaphysik, 1841]; 245-254 [zu. E.: Natur oder Schöpfung?, 1840]; - Franz Exner: Die Psychologie der Hegelschen Schule, Leipzig 1842; - Franz Exner: Die Psychologie der Hegelschen Schule, Zweites Heft: Die Erwiderungen der Herren K. Rosenkranz u. J. E. Erdmann. Leipzig 1844; - Christian Hermann Weiße: Die Hegel´sche Psychologie und die Exner´sche Kritik [zu: F. Exner: Die Psychologie der Hegel´schen Schule, beurtheilt, Leipzig, 1842; und: ders.: Die Psychologie der Hegel´schen Schule. Zweites Heft: Die Erwiderungen der Herren K. Rosenkranz und J. E. Erdmann, Leipzig 1844], in: ZPSTh 13 (1844), 258-297; - Hermann Ulrici: Rez.: E.: Vermischte Aufsätze, 1846, in: ZPPK NF 17 (1847), 257-269; - Anonymus: Aus Halle. Eine akademische Erinnerung an Professor Erdmann und den 18. März 1848, in: Die Grenzboten. Zs. f. Politik und Lit., red. v. Gustav Freitag und Julian Schmidt, 10. Jg., I. Semester, II. Bd., Leipzig 1851, 32-38; - Friedrich Christoph Schlosser: Rez.: E.: Phil. Vorl. über den Staat, 1851. in: HJL 45 (1852), 1-11; - Anonymus: Zur Psychologie. 1) E.: Psychologische Briefe, 1851; 2) Maximilian Jacobi: Naturleben und Geistesleben, 1851, in: Blätter f. literarische Unterhaltung Jg. 1852, Bd. I, 269-272; - Anonymus: Prof. Erdmann im Wiss. Verein zu Berlin. (1. Ueber die Langeweile, v. Erdmann. Vortrag, gehalten im Wiss. Verein. Erster und zweiter Abdruck, Berlin, Hertz. 1852; 2. Wir leben nicht auf der Erde, v. Erdmann. Vortrag, gehalten in Halle am 13. März 1852, ebendaselbst 1852) in: Blätter f. literarische Unterhaltung Jg. 1852, Bd. II, 1215-1217; - Anonymus, Rez.: E.: Phil. Vorl. über den Staat, 1851. in: Blätter f. literarische Unterhaltung Jg. 1853, Bd. II, 819-833; - Karl Philipp Fischer: Ueber die Unmöglichkeit den Naturalismus zum ergänzenden Theil des Systems der Wiss. zu erheben. Ein Nachtr. zu seiner Schrift: Die Unwahrheit des Sensualismus und Materialismus, Erlangen 1854; - Friedrich Heinrich Theodor Allihn: Die Umkehr der Wiss. in Preußen. Mit bes. Beziehung auf Stahl, und auf die Erwiderungen seiner Gegner, Prof. Braniß in Breslau und Prof. Erdmann in Halle. Ein Beitr. zur neuesten Culturgesch., Berlin 1855; - Franz Hoffmann: Entgegnung auf die Ausstellungen des Hrn. Prof. Erdmann in seiner Anzeige der sämmtlichen Werke Baader's im vorletzten Hefte dieser Zeitschrift, in: ZPPK NF 29 (1856) 1-52; - Karl Schwarz: Zur Gesch. der neuesten Theol., Leipzig 1856; - Anonymus: Rez.: E.: Vorl. über akademisches Leben und Studium, 1858, in: TLAKZ 40 (1858), Sp. 913-923; - Anonymus: Rez.: E.: Vorl. über akademisches Leben und Studium, 1858. in: EKZ 62/1 (1858), Sp. 297-301 (Beilage No. 27); - Carl Ludwig Michelet: Geschichte der Philosophischen Gesellschaft zu Berlin. in: Der Gedanke. Philosophische Zeitschrift. Organ der Phil. Gesellschaft zu Berlin. Bd. I, Berlin 1861, 66-68. 172-175. 211-244; - Wilhelm Bauer: Herrn Professor Erdmann' s Schmährede auf Fichte. Eine Kritik, Halle 1862; - Biographie des Dr. Carl Hermann Hesse von ihm selbst im Herbst 1863, hrsg. v. Fritz Widmer, Frankfurt am Main und Leipzig 2006 (insel taschenbuch 3216); - Theodor Sträter: Zur Gesch. der Philosophie. Eine Kritik [Rez. Zu: Friedrich Ueberweg: Grundriß der Gesch. der Phil. v. Thales bis auf die Gegenwart. 3. Theil. Die Neuzeit, 1866. Und: E.: Grundriß der Gesch. der Phil., 2. Bd.: Phil. der Neuzeit, 1866] in: ZPPK NF 50 (1867), 243-261, und NF 51 (1867), 79-100; - Karl Alexander Freiherr v. Reichlin-Meldegg: Rez.: 1) Friedrich Ueberweg: Grundriss der Gesch. der Phil. v. Thales bis auf die Gegenwart, 3 Theile, 2. Aufl., Berlin 1865/1866; 2) E.: Grundriss der Gesch. der Phil., 1866, in: HJL 59 (1867), 430-452; - Julius Eckardt: Baltische Aus- und Einwanderer, in: ders.: Baltische und russische Culturstudien aus zwei Jahrhunderten, Leipzig 1869, 63-103; - Ders.: Erinnerungen an Bischof Dr. Ferdinand Walter, in: Baltische Monatsschrift 19 (NF 1) (1870), 556-570; - Reinhold Walter: Ueber das Verhältnis der Substanz zu ihren Attributen in der Lehre Spinoza's mit bes. Berücksichtigung der Auffassung desselben bei Kuno Fischer, Erdmann und Trendelenburg. Diss. phil. Erlangen, Nürnberg 1871; - Anonymus (Johann v. Holst): Nekrolog des weiland Pastor Ferd. Schilling von Alt-Pebalg, in: Mittheilungen und Nachrichten für die ev. Kirche in Rußland, Bd. 31, NF Bd. VIII (1875), 148-165; - Julius Eckardt: Ferdinand Walter, in: ders.: Russische und baltische Characterbilder aus Geschichte und Literarur, Leipzig 1876, 479-544; - August Nebe: Zur Gesch. der Predigt. Charakterbilder der bedeutendsten Kanzelredner in der ev. Kirche Deutschlands v. Schleiermacher bis zur Gegenwart, Wiesbaden 1879; - Anonymus: Zum 20.Dezember 1880, dem Tage des 50jährigen Doctor-Jubiläums des Herrn Prof. Dr. Johann Eduard Erdmann in Halle a. S., in: Hallische Zeitung Nr. 298 (19./22. Dezember 1880); - Anonymus: Professor Dr. Eduard Erdmann. Zur Feier seines funfzigjährigen Doctorjubiläums (20. Dezember 1880), in: Saale-Zeitung vom 19.12.1880; - Maximilian Albert Landerer: Neueste Dogmengesch. (v. Semler bis auf die Gegenwart). Vorl., hrsg. v. Paul Zeller, Heilbronn 1881; - Leopold Witte: Das Leben D. Friedrich August Gotttreu Tholuck´s, Bd. II, Bielefeld/Leipzig 1886; - Robert Boxberger: Artikel. Ruge, Arnold, in: ADB Bd. 29 (1889), 594-598; - Bischof Dr. Ferdinand Walter, weil. General-Superintendent v. Livland. Seine Landtagspredigten und sein Lebenslauf. Nach Briefen und Aufzeichnungen, Leipzig 1891 [anon.; Vf.: Julius Walter d. J.]; - Constantin Rößler: Johann Eduard Erdmann, in: PrJ 70 (1892), 337-349; - Otto Ritschl: Albrecht Ritschls Leben, Bd. 1: 1822-1864, Freiburg i. B. 1892; - Benno Erdmann: Johann Eduard Erdmann, in: PhM XXIX (1893), 219-227; - Wilhelm Schrader: Geschichte der Friedrichs-Univ. zu Halle, 2. Teil, Berlin 1894; - Bernhard Rogge: Aus sieben Jahrzehnten. Erinnerungen aus meinem Leben, Bd. 1: Von 1831 bis 1862, Hannover/Berlin 1897; - Johannes Kunze: Art. Kahnis, Karl Friedrich August, in: RE3 Bd. IX (1901), 692-698; - Rudolf Haym: Aus meinem Leben. Erinnerungen. Aus dem Nachlaß hrsg., Berlin 1902; - Willibald Beyschlag: Aus meinem Leben, 2. Theil, Halle 1899; - Johannes Engelmann: Professor Dr. juris Karl Erdmann, in: Baltische Monatsschrift 55 (1903), 1-28; - Max Heinze: Art. Erdmann, Johann Eduard, in: ADB Bd. 48 (1904), 389-391; - Wilhelm Bolin (Hrsg.): Ausgew. Briefe v. und an Ludwig Feuerbach, Bd. 1, Leipzig 1904; - Rudolph von Delbrück: Lebenserinnerungen, Bd. 1, Leipzig 1905; - Johannes Frey (Hrsg.): Die Theol. Fak. der Kaiserlichen Univ. Dorpat-Jurjew 1802-1903, Reval 1905; - Gustav Frank: Art. Roskoff, Georg Gustav, in: RE3 Bd. XVII (1906), 158-159; - Richard Ottow: Album Dorpato-Livonorum, Dorpat 1908; - Julius von Eckardt: Lebenserinnerungen, 2 Bde., Leipzig 1910; - Aus den Erinnerungen des Bibliothekars Emil Anders (1812-1840), in: Friedrich Bienemann (Hrsg.): Altlivländische Erinnerungen, Reval 1911, 90-154; - Ernst Cremer: Hermann Cremer. Ein Lebens- und Charakterbild, Gütersloh 1912; - Werner Elert: Der Kampf um das Christentum. Gesch. der Beziehungen zw. dem ev. Christentum in Deutschland und dem allg. Denken seit Schleiermacher und Hegel, München 1921; - Georg Lasson (Hrsg.): G.W.F. Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Religion, Leipzig 1925/27, Nachdr. Hamburg 1966 (Phil. Bibliothek, Bde. 59-63), I/1, 318; I/2, 240; II/1, 250; II/2, 237; - Rigomor Rieger: Art. Erdmann, Johann Eduard, in: RGG2 Bd. II (1928), Sp. 228; - Johannes Wendland: Art. Fischer, Kuno, in: RGG2 Bd. II (1928), Sp. 610; - Hans Rosenberg: Geistige und politische Strömungen an der Univ. Halle in der ersten Hälfte des 19. Jh., in: DVfLG 7 (1929), 560-586; - Ders. (Hrsg.): Ausgew. Briefwechsel Rudolf Hayms, Berlin und Leipzig 1930 (Deutsche Geschichtsquellen des 19. Jh., Bd. 27); - Georg Loesche: Art. Roskoff, Georg Gustav, in: RGG2 Bd. IV (1930), Sp. 2110; - Emanuel Hirsch: Kierkegaard-Studien III/1, Gütersloh 1931 (SASW, 32. Heft); - Album Curonorum 1808-1932, Riga 1932, 1 (Nachdr. 1979); - Hermann Glockner: Einf. in Johann Eduard Erdmanns Leben und Werke (Bd. 1 der v. H. Glockner veranstalteten NA v. Erdmanns Versuch einer wiss. Darstellung der Gesch. der neuern Phil.), Stuttgart 1932 (Nachdr. Stuttgart-Bad Cannstadt 1977) [unter dem Titel Ein deutsches Philosophenleben im 19. Jh.: Johann Eduard Erdmann wieder abgedr. und mit Ergänzungen sowie einem Nachwort versehen: s. unten: 1968]; - Paul Menzer: Aus J. E. Erdmanns Autographensammlung, in: Kant-Studien Bd. XXXIX (1934), 241-244; - Otto Kühler: Sinn, Bedeutung und Auslegung der Hl. Schr. in Hegels Phil., mit Beitr. zur Bibliogr. über die Stellung Hegels (und der Hegelianer zur Theol., insbesondere) zur Hl. Schr., Leipzig 1934 (Stud. und Bibliogr. zur Gegenwartsphil., Heft 8); - Elfriede Lämmerzahl: Der Sündenfall in der Philosophie des deutschen Idealismus, Berlin 1934 (NDF, Bd. 3 Abt. Phil.); - Dmitrij Tschižewskij: Hegel bei den Slaven (zuerst 1934), 2., verb. Aufl., Darmstadt 1961; - Franz Böhm: Rez. zu: Hermann Glockner: Johann Eduard Erdmann, 1932, in: Zs. f. Deutsche Kulturphilosophie. NF des Logos, Bd. II, Tübingen 1936, 78-84; - Walter Kühne: Graf August Cieszkowski, ein Schüler Hegels und des deutschen Geistes. Ein Beitr. zur Gesch. des deutschen Geisteseinflusses auf die Polen, Leipzig 1938 (Veröff. des Slavischen Instituts an der Friedrich-Wilhelms-Univ. Berlin, hrsg. v. Max Vasmer, Bd. 20); - Horst Stephan: Gesch. der ev. Theol. seit dem Deutschen Idealismus, Berlin 1938 (Sammlung Töpelmann. Die Theol. im Abriß, Bd. 9); - Karl Larenz: Hegelianismus und preußische Staatsidee. Die Staatsphilosophie Joh. Ed. Erdmanns und das Hegelbild des 19. Jh., Hamburg 1940; - Karl Löwith: Von Hegel zu Nietzsche. Der revolutionäre Bruch im Denken des neunzehnten Jahrhunderts. Marx und Kierkegaard (1941), 3. Aufl., Stuttgart 1953 (postum: 7., unv. Aufl., Hamburg 1978); - Fritz Kraus: Johann Eduard Erdmann. Zur fünfzigsten Wiederkehr seines Todestages, in. Frankfurter Zeitung vom 12.6.1942; - Gerhard Stammler: Hallesche Vertreter der Phil. seit der Vereinigung mit Wittenberg, in: 250 Jahre Univ. Halle. Streifzüge durch ihre Gesch. in Forschung und Lehre, Halle 1944, 234-243; - Hans-Eberhard Pries: Der Begriff der Kirche bei Hegel. Eine Untersuchung über den Kirchenbegriff Hegels und seine ontologisch-metaphysischen Voraussetzungen. Anhang: Die notwendige, die offenbare, die christl. Religion. Teil II einer bisher unveröff. Kollegnachschrift der Hegelschen Religionsphilosophie aus dem Sommer-Semester 1824. Diss. masch., Kiel 1951; - Wolfram Suchier: Bibliographie der Universitätsschriften von Halle-Wittenberg 1817-1885, Berlin 1953 (Arbeiten aus der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle a. d. Saale, Bd. 3); - Armando Plebe: Art. Erdmann, Johann Eduard, in: Enciclopedia Filosofica Bd. II (1957), Sp. 13-14; - Gert Kroeger: Drei Briefe Ernst von Baers aus St. Petersburg an Johann Eduard Erdmann in Halle, in: ZOF 7 (1958), 61-68; - Ders.: Die politische Denkweise des livländischen Hegelianers Johann Eduard Erdmann (1805-1892), in ZOF 7 (1958), 338-373; - Dieter Hertz-Eichenrode: Der Junghegelianer Bruno Bauer im Vormärz, Diss. phil. Berlin 1959; - Hans-Joachim Schoeps: Art. Erdmann, Johann Eduard, in: NDB Bd. IV (1959; Nachdr. 1971), Sp. 569-570; - Jürgen Gebhardt: Politik und Eschatologie. Studien zur Gesch. der Hegelschen Schule in den Jahren 1830 - 1840, München 1963 (Münchener Studien zur Politik, 1. Heft); - Hans-Martin Saß: Untersuchungen zur Religionsphilosophie in der Hegelschule 1830-1850, Diss. phil. Münster 1963; - Hermann Lübbe: Politische Phil. in Deutschland. Stud. zu ihrer Gesch. (zuerst Basel 1963), München 1974 (dtv, 4154); - Jürgen Gebhardt: Art. Göschel, Karl Friedrich, in: NDB Bd. II (1964), 540f; - Joachim Mehlhausen: Dialektik, Selbstbewußtsein und Offenbarung. Die Grundlagen der spekulativen Orth. Bruno Bauers in ihrem Zusammenhang mit der Gesch. der theol. Hegelschule dargestellt, Diss. Bonn 1965; - Ders.: Bruno Bauer 1809-1882, in: Bonner Gelehrte. Beitr. zur Gesch. der Wissenschaften in Bonn. Ev. Theol., Bonn 1968 (150 Jahre Rheinische Friedrich-Wilhelms-Univ. zu Bonn 1818-1968), 42-66; - Karl Gerhard Steck: Albrecht Ritschl 1822-1889, ebenda, 67-91; - Hermann Glockner: Ein deutsches Philosophenleben im 19. Jahrhundert: Johann Eduard Erdmann, in: ders.: Kulturphilosophische Perspektiven (Ges. Schriften, IV. Bd.), Bonn 1968, 391-565; - Wilhelm Lenz (Hrsg.): Deutschbaltisches Biographisches Lexikon 1710-1960, Köln/Wien 1970, 198; - Peter Cornehl: Die Zukunft der Versöhnung. Eschatologie und Emanzipation in der Aufklärung bei Hegel und in der Hegelschen Schule, Göttingen 1971; - Horst Höhne (Hrsg.): Bibliogr. zur Gesch. der Stadt Halle und des Saalekreises, Bd. 2, Martin-Luther-Univ. Halle-Wittenberg 1694-1964, Halle (Saale) 1972; - Erich Schneider: Die Theol. und Feuerbachs Religionskritik. Die Reaktion der Theol. des 19. Jh. auf Ludwig Feuerbachs Religionskritik. Mit Ausblicken auf das 20. Jh. und einem Anhang über Feuerbach, Göttingen 1972; - Niels Thulstrup: Kierkegaards Verhältnis zu Hegel und zum spekulativen Idealismus 1835-1846. Historisch-analytische Untersuchung, Stuttgart 1972; - Horst Stephan/Martin Schmidt: Gesch. der ev. Theol. in Deutschland seit dem Idealismus, 3., neubearb. Aufl., Berlin/New York 1973 (de Gruyter Lb.); - Joachim Mehlhausen: Der Umschlag in der theol. Hegelinterpretation - dargetan an Bruno Bauer, in: Kirche und Theol. im 19. Jh., Referate und Ber. des Arbeitskreises Kath. Theol., hrsg. v. Georg Schwaiger, Göttingen 1974 (Neunzehntes Jh. Forschungsunternehmen der Fritz Thyssen Stiftung), 175-197; - Hans-Martin Saß (Hrsg.): Inedita Philosophica. Ein Verzeichnis v. Nachlässen deutschsprachiger Philosophen des 19. und 20. Jh., Düsseldorf 1974; - Gunther Scholz: Art. Geschichte, in: HWP Bd. III (1974), Sp. 344-399; - Ulrich Dierse/Gunther Scholz: Art. Geschichtsphilosophie, in HWP Bd. III (1974), Sp. 416-439; - Gerhard Funke: Art. Gewohnheit, in: HWP Bd. III (1974), Sp. 597-616; - Ulrich Dierse: Art. Glauben und Wissen, in: HWP Bd. III (1974), Sp. 646-655; - Horst Stuke: Art. Hegelianismus, in. HWP Bd. III (1974), Sp. 1026-1030; - Arthur Hübscher (Hrsg.): Arthur Schopenhauer: Der handschriftliche Nachlaß in fünf Bänden, Bd. 5: Randschriften zu Büchern, Frankfurt 1975 (= dtv München 1985); - Martin Ottow/Wilhelm Lenz (Hrsg.): Die ev. Prediger Livlands bis 1918, Köln/Wien 1977, 219; - Henning Ottmann: Individuum und Gemeinschaft. Bd. I: Hegel im Spiegel der Interpretationen, Berlin/New York 1977 (QSP, Bd. 11); - Niels Thulstrup: Kierkegaards Kenntnis der phil. und theol. Tradition, in: ThZ 35 (1979), 351-362; - Ludwig Denecke/Tilo Brandis: Die Nachlässe in den Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, Boppard 1981; - Friedrich Wilhelm Graf: Kritik und Pseudo-Spekulation. David Friedrich Strauß als Dogmatiker im Kontext der positionellen Theologie seiner Zeit, München 1982 (MMHST, Bd. 7); - Walter Jaeschke (Hrsg.): Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Religion, Teil 1. Einleitung. Der Begriff der Religion, Hamburg 1983 (G.W.Fr. Hegel: Vorlesungen. Ausgew. Nachschriften und Mss., Bd. 3), XXXVI; - Joachim Mehlhausen: Art. Geschichte/Geschichtsschreibung/Geschichtsphilosophie VII/2: 19. - 20. Jh., in: TRE Bd. XII (1984), 643-658; - Stephan Bitter: Ein baltisches Zeugnis zur Frage nach Hegels Totenmaske, in: Jb. des baltischen Deutschtums 33 (1986), 68-70; - Burkhard Tuschling: Zwei Hegel-Nachschriften von J. E. Erdmann, in: Hegel-Studien 22 (1987), 45-49; - Wolfgang Eßbach: Die Junghegelianer. Soziologie einer Intellektuellengruppe, München 1988 (Übergänge, Bd. 16); - Steffen Dietzsch: Grundriß der Logik und Metaphysik. Für Vorlesungen, Johann Eduard Erdmann, EA Halle 1841, in: Lexikon der philosophischen Werke, hrsg. von Franco Volpi und Julian Nida-Rümelin, Stuttgart 1988, 323-324 (Kröners Taschenausgabe, Bd. 486); - Burkhard Tuschling: Hegels Philosophie des Geistes nach Erdmann, in: Anthropologie, Phänomenologie des Geistes und Psychologie in Hegels "Enzyklopädie", hrsg. v. Lothar Eley, Stuttgart 1990, 131-154; - Stephan Bitter: Glaube und Subjektivität. Eine theologiegeschichtliche Erinnerung an Johann Eduard Erdmann, in: Jb. des baltischen Deutschtums 39 (1992), 42-61; - Ders.: Rechenschaft des Glaubens. Johann Eduard Erdmann als livländischer Prediger, in: KO 35 (1992), 59-83; - Walter Jaeschke: Art. Religionsphilosophie, in: HWP Bd. VIII (1992), Sp. 748-763; - Stephan Bitter: Johann Eduard Erdmann. Kirchl. Predigt und phil. Spekulation in der Entwicklung eines theol. Hegelianers, Rheinbach-Merzbach 1994 (Arbeiten zur Theologiegeschichte, hrsg. v. Konrad Stock, Bd. 1); - Franz Hespe/Burkhard Tuschling (Hrsg.): Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Vorlesungen über die Philosophie des Geistes, Berlin 1827/1828, nachgeschrieben v. Johann Eduard Erdmann und Ferdinand Walter, hrsg. unter Mitarbeit v. Markus Eichel, Werner Euler, Dieter Hüning, Torsten Poths und Uli Vogel, Hamburg 1994 (G.W.Fr. Hegel: Vorlesungen. Ausgew. Nachschriften und Mss., Bd. 13); - Stephan Bitter: Art. Erdmann, Johann Eduard, in: RGG4 Bd. II (1999), Sp. 1399; - Harald Seubert: Erdmann, Johann Eduard, in: Ostdeutsche Gedenktage 2005/2006. Persönlichkeiten und Historische Ereignisse, Bonn 2006, 97-105; - Stephan Bitter: Erdmann: Appropriation and Criticism, Error and Understanding, in: Jon Stewart (Hrsg.): Kierkegaard and His German Contemporaries (erscheint voraussichtl. August 2007).

Stephan Bitter

Letzte Änderung: 26.09.2009