Verlag Traugott Bautz |
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ETHELDREDA (Edeltraud): hl. Äbtissin von Ely, geb. 635 in Exning, England, gest. 23.6. 679 in Ely. Fest: 23.6. <97> Zunächst 12 Jahre lang in jungfräulicher Ehe verheiratet mit König Egfried von Northumbrien. Um der Liebe Christi willen trennt sie sich von ihm, empfing aus den Händen des hl. Wilfrith den Schleier und wurde Nonne in Coldingham, England. Im Jahre 673 gründete sie das Kloster Ely in Essex. Diesem stand sie bis zu ihrem Tode als Äbtissin und Mutter vor. Dieses Benediktiner-Doppelkloster erlangte später große Berühmtheit. Sie wurde in einem antiken Steinsarkophag beigesetzt. Als man diesen 695 öffnete, fand man ihren Leichnam unversehrt. Bis zur Reformation war ihr Grab Anziehungspunkt vieler Wallfahrer. Bis heute ist sie in England sehr verehrt. Sie wird angerufen in Augenleiden. In der Kunst wird sie dargestellt als Äbtissin, mit Jesuskind, Blütenzweig, Quelle, Teufel, Buch, Krone und Hermelin. Ihre Person wird auch erwähnt beim Kirchenlehrer Beda Venerabilis (PL XCV 175-179).
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
1988
Pauline A. Thompson ; Elizabeth Stevens, Gregory of Ely's verse life and miracles of St. Aethelthryth, in: AnBoll 106.1988, S. 333-390; -
2005
Claire Thiellet, Radegonde et Etheldrède: un meme idéal de sainteté royale en Gaule et dans les royaumes anglo-saxons?, in: Famille, violence et christianisation au Moyen Age. Études réunies par Martin Aurell et Thomas Deswarte. Paris 2005, S. 171-180; -
2006
Loredana Lazzari, Etheldreda di Ely. Un modello agiografico per Beda ed Aelfric, in: Testi agiografici e omiletici del medioevo germanico. Verona 2006, S. 111-150; -
2007
Blanton, Virginia: Signs of devotion. The cult of St. Aethelthryth in medieval England, 695 - 1615. Pennsylvania 2007.
Letzte Änderung: 09.04.2011