Verlag Traugott Bautz |
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EUSTATHIUS von Sebaste, seit 355 Bischof von Sebaste (Armenien), † nach 377. - E. war ein Schüler des Arius, gehörte aber in den dogmatischen Kämpfen um das Nicänum in den fünfziger und sechziger Jahren des 4. Jahrhunderts dem rechten Flügel der Homöusianer an als ein entschiedener Gegner der arianischgesinnten Homöer. E. ist bekannt als eifriger Förderer des Mönchtums, das er in Armenien, Paphlagonien und Pontus begründete. Die asketischen Anhänger des E., die Eustathianer, gerieten wegen ihrer radikalen Forderungen bald in Konflikt mit der Kirche. Sie wurden wegen Verachtung der Ehe und Verwerfung des Eigentums und der kirchlichen Fasten verklagt, und die Synode von Gangra (Paphlagonien) verurteilte 343 ihren Radikalismus, und die Synode von Melitene (Kleinarmenien) setzte E. 358 ab. Mit seinem Schüler Basilius dem Großen verband ihn seit 357 innige Freundschaft, die aber 373 zerbrach, als E. als Gegner der homousia des Heiligen Geistes der Führer der Pneumatomachen in Kleinasien wurde.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
2001
Jeremy Driscoll, E. di S. e il primo ascetismo cappadoce, in: Basilio tra Oriente e Occidente. Magnano (Bi) 2001, S. 13-29; -
2009
Terrence G. Kardong, Who was Basil's mentor? Part 1, in: ABR 60.2009, S. 183-201.
Letzte Änderung: 09.04.2011