Verlag Traugott Bautz |
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FLATT, Johann Friedrich, Theologe, * 20.2. 1759 als Pfarrerssohn in Tübingen, † daselbst 24.11. 1821. - F. studierte in Tübingen Philosophie, Theologie und Mathematik und setzte 1784/85 seine Studien auf einer gelehrten Reise vor allem in Göttingen fort. 1785 wurde er in Tübingen ao. Professor der Philosophie, 1792 ao. und 1798 o. Professor der Theologie. F. war ein Schüler von Gottlob Christian Storr (s. d.) und ist bekannt als Vertreter des biblisch begründeten rationalen Supranaturalismus der älteren Tübinger Schule. Sein Arbeitsgebiet waren die Philosophie Immanuel Kants (s. d.), über die er als erster in Tübingen Vorlesungen hielt, Ethik und neutestamentliche Exegese.
Lit.: Christoph Kolb, Die Aufklärung in der württ. Kirche, 1908, 71 ff.; - Karl Aner, Die Theol. der Lessingzeit, 1929; - Heinrich Hermelink, Gesch. der ev. Kirche in Württemberg, 1949; - Hirsch IV, 99; V, 72 ff.; - ADB VII, 103; - NDB V, 223 f.; - RE XVI, 459 f.; XX, 148 ff. 154 f.; - RGG II, 972.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
1995
Marco de Angelis: Der Einfluß von Rousseau auf den jungen Hegel, Frankfurt am Main 1995, 79-104; -
2000
Werner Raupp, Art. Flatt, Johann Friedrich, in: RGG, 4. Aufl., Bd. 3, 2000, Sp. 152-153; -
2001
Die Kritik von Johann Friedrich Flatt an Kants moralischem Argument für die Annahme Gottes. Aachen 2001; -
2006
Michael Franz, "Tübinger Orthodoxie". Ein Feindbild der jungen Schelling u. Hegel, in: Vernunft und Glauben. Berlin 2006, S. 141-160; -
2010
Werner Raupp, Art.: Flatt, Johann Friedrich (1759-1821), Dictionary of Eighteenth-Century German Philosophers. General Editors Heiner F. Klemme, Manfred Kuehn, Volume 1, London/New York 2010, p. 333-334.
Letzte Änderung: 09.04.2011