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Band XVI (1999)Spalten 497-526 Autor: Matthias Wolfes

FOERSTER, Erich, evangelischer Theologe und Publizist, * 4. November 1865 in Greifswald, † 12. Oktober 1945 in Frankfurt am Main. - F. wurde als Sohn eines Appellationsgerichtsrates in Greifswald und als Enkel zweier Jura-Professoren geboren. Erste religiöse Eindrücke empfing er durch die Prediger Oskar Pank (1838-1928) und Ernst Dryander (1843-1922), zu deren Gemeinde an der Berliner Dreifaltigkeitskirche seine Mutter gehörte. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Schulpforta studierte F. Theologie und Rechtswissenschaft in Marburg und Berlin. In Marburg waren Adolf Harnack (1851-1930), Max Lenz (1850-1932) und Hermann Cohen (1842-1918) seine wichtigsten Lehrer. Zeitweise widmete F. sich, angeregt durch Harnack und Julius Kaftan (1848-1926), einem Promotionsprojekt, das allerdings nicht abgeschlossen wurde. Zu Kaftan hielt F. auch später engen Kontakt (vgl. den Nachruf: Von Julius Kaftan, in: Die Christliche Welt 40 (1926), 949-951). Ebenso blieb die Beziehung zu Harnack dauerhaft bestehen. Dessen liberaltheologische Grundhaltung gab F. die Richtung auch seines eigenen theologischen Denkens vor. Harnack stand ihm, wie eine »ganze Reihe der älteren Schüler Ritschls«, für ein ausgeprägtes »Selbstbewußtsein« theologischer Wissenschaft. Dieses Selbstbewußtsein sei, wie F. später formulierte, von der Überzeugung getragen worden, »ein Verständnis der christlichen Religion zu haben, das geeignet war, die Kirche aus der verworrenen Situation, in die sie durch den Bund zwischen Orthodoxie und Pietismus geraten war, und über die Not, in die sie die Naturwissenschaft und die geschichtliche Kritik hineingezogen hatte, herauszuführen«. Insbesondere Harnacks Auffassung von Theologie wurde für F. maßgeblich. Harnack vertrat eine Theologie, »bei der man sich nicht mehr als Nachzügler der modernen Kultur vorkam, sondern des guten Rechtes bewußt wurde, protestantischer Christ zu sein, und sich mit allen hellen Geistern der Gegenwart eins fühlte«; - eine Theologie, »die den Anspruch erhob und durch die Gediegenheit und den Ernst ihrer Arbeit rechtfertigte, berufene Führerin der Kirche zu sein, und sich die Kraft zutraute, das Gemeinschaftsleben des Protestantismus zu ordnen und neu zu formen«. Selbst noch die von F. später getroffene Entscheidung, ein kirchliches Amt zu übernehmen, wurde mit der Haltung Harnacks erklärt: »Seine Art, Geschichte zu lehren, mußte [...] den Trieb zu praktischem religiösen Wirken, wenn er irgendwo vorhanden war, mächtig anregen und entfalten. Ich jedenfalls verdanke es Harnack, daß ich mit Selbstgefühl und Freudigkeit ein Diener der Kirche geworden und geblieben bin« (Marburg 1887. Was ich Adolf Harnack verdanke, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 322-324, hier: 324). - Nach Ablegung des ersten theologischen Examens beteiligte F. sich von Frühjahr 1890 bis Ostern 1891 an den Redaktionsgeschäften der von Martin Rade (1857-1940) herausgegebenen kulturprotestantischen Zeitschrift »Die Christliche Welt«. Zugleich absolvierte er bei Rade, der zu diesem Zeitpunkt noch Pfarrer im sächsischen Schönbach war, sein Vikariat. Auch nach Ablauf der Vikariatszeit blieb F. mit der »Christlichen Welt« verbunden, da Rade ihn mit der Herausgabe des im April 1891 gegründeten Beiblattes »Chronik der Christlichen Welt« beauftragte. Für die »Chronik« verfaßte F. in den Jahren von 1891 bis 1903 vierteljährliche Berichte über die aktuelle kirchenpolitische Entwicklung. Diese Texte bilden heute für die kirchliche Zeitgeschichtsforschung eine wichtige Quelle; eine Auswertung des gesamten von F. für die »Chronik« gesammelten Materials hat bisher noch nicht stattgefunden. Zum 1. Juli 1903 gab F. die Redaktion an Friedrich Michael Schiele (1867-1913) ab, dem seinerseits am 1. Januar 1910 Johannes Kübel (1873-1953) als dritter Redakteur der »Chronik« folgte. Im Mittelpunkt des historischen und theologischen Interesses von F. stand in den Jahren um 1900 die Entstehung und Entwicklung des protestantischen Landeskirchentums. Über dieses Thema referierte er bereits im September 1894 vor den Freunden der Christlichen Welt (vgl.: An die Freunde. Nr. 87 vom 8. August 1927, 999). Auch das spannungsvolle Verhältnis zwischen den Landeskirchen und den theologischen Fakultäten, das in den 1890er Jahren insbesondere in Preußen wiederholt zu Konflikten liberalprotestantischer Kreise mit den Kirchenleitungen führte, wurde von F. kritisch analysiert (siehe hierzu etwa: Gefahr und Unrecht der landeskirchlichen Agitation gegen die altpreußischen theologischen Fakultäten, in: Die christliche Welt 11 (1897), 39-42). 1893 übernahm F. eine Pfarrstelle im schlesischen Hirschberg. 1895 wechselte er auf eine Pfarrstelle in der Deutschen evangelisch-reformierten Gemeinde in Frankfurt am Main. In dieser Gemeinde blieb er bis 1935, dem Jahr der Beendigung seiner pfarramtlichen Tätigkeit. Trotz einer intensiven Beanspruchung durch die Gemeindearbeit konnte F. 1905 und 1907 die beiden umfangreichen Bände seines großen Werkes über »Die Entstehung der Preußischen Landeskirche« vorlegen (Die Entstehung der Preußischen Landeskirche unter der Regierung König Friedrich Wilhelms III., nach den Quellen erzählt. Ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenbildung im deutschen Protestantismus. Band 1, Tübingen 1905 / Band 2, Tübingen 1907). An einem einzelnen Beispiel wollte F. zeigen, wie es auf dem Boden des deutschen Protestantismus zur Kirchenbildung gekommen ist. F. stützte sich bei der Untersuchung allein auf die einschlägigen Archivalien. Zu diesem Zweck hielt er sich 1897 und 1900 zu längeren Besuchen im Geheimen Staatsarchiv, in der Registratur des Kultusministeriums und im Archiv des Evangelischen Oberkirchenrates auf. Die Hauptmasse der verwendeten Archivalien wurde jedoch vom Staatsarchiv in das Stadtarchiv zu Frankfurt übersandt. Nur aus diesem Umstand erklärt sich, wie F. in den Jahren der Niederschrift des Werkes, als er durch Pfarramt und »Chronik«-Redaktion zusätzlich beansprucht wurde, eine solche enorme Menge an dokumentarischem Material verarbeiten konnte. Ein Großteil der Akten Friedrich Wilhelms III., Altensteins, Schuckmanns, Nicolovius' oder Witzlebens wurde überhaupt von ihm erstmals ausgewertet. Die Darstellung F.s war vor dem Hintergrund der staatskirchenrechtlichen Diskussion vor 1914 von erheblicher kirchenpolitischer Brisanz: Insbesondere seine Schilderungen der Steinschen Reformen und der Konsequenzen, die sie für das Verhältnis von Staat und Kirche gehabt haben, daneben die Ausführungen zu den diversen Verfassungsreformprojekten nach 1814 wirkten als historische Fundierung aktueller Forderungen nach einer größeren Rechtsfreiheit der Kirche. Im Rückblick lag der Schwerpunkt des Werkes für F. in einem Nachweis der im Wesen der evangelischen Kirche liegenden Abhängigkeit vom Staat: »In der Arbeit an diesem Buch habe ich mir ein sicheres Urteil über den Wert kirchlicher Einrichtungen und über seine Grenzen gebildet, sowie die Abhängigkeit der Kirche vom Staat, also von seinem derzeitigen Zustand, als eine nie zu beseitigende Abhängigkeit bewiesen. Ich habe in den folgenden Jahren und Jahrzehnten viel Gelegenheit gehabt, dieses Urteil auf die Probe zu stellen« (Lebenserinnerungen. Nach seiner Handschrift von Mai und Juni 1943 neu geschrieben und mit Ergänzungen versehen von seinem Enkel Erich Schulz-Du Bois [Privatdruck], Preetz in Holstein 1996, 36). Dieser resignative Zug bestimmte jedoch in den Jahren der Ausarbeitung seines Buches F.s Erwartungen nicht. Vielmehr zeigt etwa die zeitgleiche Auseinandersetzung mit den Überlegungen des Straßburger Verwaltungsrechtswissenschaftlers und Kirchenrechtlers Otto Mayer (1846-1924) zum Verhältnis von Kirche und Staat ihn als einen engagierten Verfechter der Ansicht, daß eine Liberalisierung der kirchlichen Rechtsbeziehungen zum Staat möglich, sinnvoll und wünschenswert wäre. Überdies müsse ihr eine Reform innerhalb der landeskirchlichen Verfassungen entsprechen (Staat und Kirche, in: Die Christliche Welt 21 (1907), 928-932. 952-956. 990-994. 1035-1041; vgl. Otto Mayer: Staat und Kirche, in: Realencyklopädie für protestantische Theologie und Kirche. Dritte Auflage. Band 18, Leipzig 1907, 707-727). - Im Oktober 1905 verlieh die Marburger Theologische Fakultät F. auf der Grundlage seiner Untersuchung die theologische Doktorwürde. Nur zwei Jahre später, am 18. Oktober 1907, habilitierte F. sich an der Frankfurter Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften im Fach Kirchengeschichte. Seine Antrittsvorlesung hielt er am 26. Oktober 1907 über die Beziehungen zwischen Kirchengeschichte und Wirtschaftsgeschichte in den ersten Jahrhunderten des Christentums. Zunächst wurde F. ein befristeter und ab 1911 ein fester, honorierter Lehrauftrag für Religionsphilosophie und Religionsgeschichte erteilt. Dieser Lehrauftrag war mit der Gründung einer kirchengeschichtlichen Bibliothek und eines Seminars in der Handelsakademie verbunden. 1914, nachdem die Akademie in der neugegründeten Universität aufgegangen war, wurde F. Privatdozent an der Universität. 1915 erhielt er eine ordentliche Honorarprofessur innerhalb der Philosophischen Fakultät und wurde so der erste evangelische Theologieprofessor in Frankfurt am Main. Bis 1925 war er zudem im Range eines Kirchenrates Mitglied der Kirchenleitung der Frankfurter Landeskirche. - Das Frankfurter Pfarramt konfrontierte F. mit dem gesamten Spektrum an religiösen Bedürfnissen und Interessen des gebildeten Bürgertums der Jahrhundertwendezeit. Er verstand es, sich in die Aufgabe hineinzufinden und erhielt bald schon weithin Anerkennung für seine Amtsführung. Gleichzeitig aber ergaben sich aus der großstädtischen Situation für den jungen Pfarrer erhebliche theologische Probleme. Vor allem der rapide Glaubwürdigkeitsverlust der kirchlichen Verkündigung bedrängte ihn. F. stellte daher in einer 1898 unter dem Titel: »Die Möglichkeit des Christentums in der modernen Welt« erschienen Schrift offen die Frage, ob das Christentum nicht eher zu einer Unmöglichkeit in der modernen Welt geworden sei (Die Möglichkeit des Christentums in der modernen Welt, Freiburg 1898). Solche Skepsis hinderte F. nicht daran, eine breite pastorale und soziale Tätigkeit in seiner Gemeinde zu entfalten. Er rief zahlreiche Gemeindegruppen ins Leben, die in der Regel auf einen genau bestimmten sozialen Handlungszweck ausgerichtet waren. Über die Gemeindegrenzen hinweg wirkten besonders die Frankfurter »Vorträge moderner Theologen«, die F. seit 1907 gemeinsam mit Wilhelm Bornemann (1858-1946), Wilhelm Veit (1872-1940), Wilhelm Lueken (1875-1961), Hermann Schuster (1874-1965) und anderen Freunden der »Christlichen Welt« veranstaltete. Bornemann, Mitbegründer der Zeitschrift, Veit und Lueken waren gleichfalls Pfarrer in Frankfurt, Schuster unterrichtete an einem Frankfurter Gymnasium. Über Lueken stand F. mit dem Theologenkreis um die Religionsgeschichtliche Schule in Verbindung. Schuster gehörte um 1910 zu den führenden Religionspädagogen in Deutschland. Der 1903 von Martin Rade gegründeten Vereinigung der Freunde der Christlichen Welt gehörte F. als Gründungsmitglied an; überdies war er als »Vertrauensmann« für Frankfurt am Main und als Mitglied des dreiköpfigen Vorstandes an den diversen kirchenpolitischen Aktivitäten dieser Vereinigung unmittelbar beteiligt. Eine weitreichende Initiative zur Reform des Kirchenverfassungsrechtes ging von F. 1911 im Zusammenhang mit dem »Fall Jatho« aus, als er versuchte, den schweren kirchlichen Konflikt zu einer Verfassungsreform zu nutzen. Sein »Gesetzentwurf betreffend Religionsfreiheit im Preußischen Staat«, der in der kirchlichen Öffentlichkeit intensiv diskutiert wurde, trat wiederum für eine Lösung des engen, die Kirche in ihren Rechtsentscheidungen weithin bindenden Verhältnisses von Staat und Kirche ein (Entwurf eines Gesetzes betreffend die Religionsfreiheit im Preußischen Staat mit Einleitung und Begründung vorgelegt, Tübingen 1911; vgl. auch die Selbstanzeige dieser Schrift in: An die Freunde. Nr. 37 vom 20. September 1911, 419). Ein Erfolg blieb zwar zunächst aus, und auch die Reformmaßnahmen nach 1918 hatten nicht den von F. erhofften Charakter, doch führte die von ihm eröffnete Diskussion zu einer Infragestellung des traditionellen landeskirchlichen Selbstverständnisses, die unmittelbar bis in die Verfassungsreformprojekte der Nachkriegsjahrzehnte hinein wirkte. - 1914, nach Ausbruch des Krieges, zeigte F. sich durchaus empfänglich für »die Glut nationalen Empfindens, die plötzlich aufgelodert ist und alle Uneinigkeit verzehrt hat« (Unsere sozialpolitische Bereitschaft zum Kriege, in: Die Christliche Welt 28 (1914), 871-874, hier: 871). Doch sah er auch in dieser Situation der allgemeinen Begeisterung eine Reihe elementarer gesellschaftlicher Probleme, die von der antagonistischen Sozialstruktur des Kaiserreiches hervorgebracht worden waren und die seiner Ansicht nach zu erheblichen Mängeln in der Vorbereitung einer großen militärischen Konfrontation führen mußten. Insbesondere auf sozialpolitischem Gebiet, etwa bei der Arbeitslosenfürsorge und der Wohnungsfrage, wirkten sich nach F. frühere Versäumnisse belastend auf die Kriegsführung aus. Eine Verhärtung in der politischen Auseinandersetzung zwischen den gesellschaftliche Klassen und Gruppen sei seit Jahren festzustellen. »Eine immer stärker werdende intellektuelle und ästhetische Strömung schob die Aufgabe, einer neuen Renaissance der Künste und Wissenschaften den Weg zu bereiten, in den Vordergrund vor der andern, der Masse Brot, gesunde Wohnung und erträgliche Lebensbedingungen zu schaffen«. F. erinnerte an die Errichtung der Frankfurter Universität und »die großartige Vermehrung der Frankfurter Kunstsammlungen«, während »in derselben Stadt die Wohnungsfrage eine besonders gefährliche und drohende Gestalt annahm« (Ebd., 872). Demütigung der Hilfebedürftigen durch ein abweisendes und inkompetentes Behördenwesen, die Verurteilung »Tausender und Abertausender« zu einer »brutalen Lebensnot« - dies könne zu einer schweren Gefahr werden; selbst »innere Unruhen« schienen F. nicht undenkbar zu sein. »Ganz besonders bedenklich« ist nach F. in dieser Lage die »Ueberhandnahme ehrenamtlicher Tätigkeit« etwa in den Lazaretten oder den Bahnhofsküchen. Auch der Appell an die Opferbereitschaft der Vermögenden und Besitzenden sei keine angemessene Reaktionsweise auf die wirtschaftliche Notlage großer Teile der Bevölkerung. Statt dessen forderte F. ein »zielsicheres Eingreifen der Regierung«, um die eklatanten sozialen Mißstände zu bekämpfen. Es handele sich um eine »dringende nationale Aufgabe«, deren Lösung nicht mehr aufgeschoben werden dürfe. F.s Analyse blieb nicht folgenlos, wenn auch in anderer Weise, als er sich erhofft hatte: Seine drastische Darstellung wurde von der dänischen Presse aufgegriffen und unter kriegstaktischen Gesichtspunkten interpretiert. Der »Christlichen Welt« brachte diese unerwartete Resonanz ein vom Generalkommando Altona zeitweilig angeordnetes Ausfuhrverbot in die skandinavischen Länder (vgl. Rades Notiz »Von der Zensur«, in: An die Freunde. Nr. 52 vom 10. Mai 1915, 599). Mit dem sich nach den Eröffnungsoffensiven rasch abzeichnenden leidens- und verlustreichen Krieg fand F. sich je länger, desto weniger ab. Im Laufe des dritten und des vierten Kriegsjahres wurde er immer mehr zu einem entschiedenen Kritiker der deutschen Kriegsführung. - Ende 1918 schloß F. sich auf Anraten Martin Rades der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) an, doch verließ er sie bereits im Herbst 1919 wieder, enttäuscht von der mangelnden Einigungsbereitschaft der Demokraten und der tagespolitischen Nähe zur SPD. Auch die von dem Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses Hermann Kapler (1867-1941) in Verbindung mit zahlreichen Vertretern der preußischen Kirchenbürokratie betriebene Sicherungspolitik, die zu einer wirklichen Neugestaltung der Kirchenverfassung keinerlei Neigung zeigte, erbitterte ihn. Vergeblich argumentierte er gegen die Beibehaltung staatskirchenrechtlich legitimierter Privilegien aus der Zeit landesherrlicher Kirchenhoheit. Als sich abzeichnete, daß auch das von ihm heftig kritisierte evangelische Landeskirchenwesen unbeeinträchtigt die durch den verlorenen Krieg ausgelöste schwere politische und gesellschaftliche Krise überstehen würde, leitete F. seinen Rückzug aus der Kirchenpolitik ein. So lehnte er auch eine bereits im Mai 1920 an ihn herangetragene Berufung in den preußischen Evangelischen Oberkirchenrat ab, die ihn in eine isolierte und einflußlose Stellung innerhalb dieses Gremiums gebracht hätte. Die Entscheidung zum Verbleib in Frankfurt wurde von der Philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt mit der Verleihung der philosophischen Ehrendoktorwürde und von der Gemeindejugend mit einem Fackelzug honoriert. - F.s Beurteilung der politischen und kirchenpolitischen Vorgänge blieb auch nach 1918 auf sein vorrangiges Interesse an einer grundlegenden Erneuerung des evangelischen Kirchenwesens ausgerichtet. Dabei stand ihm ein reformatorisches Verständnis von Kirche als Glaubensgemeinschaft vor Augen, das zu bewahren und in die aktuellen Konflikte als Richtschnur einzubringen die Aufgabe der Theologie sei. Sie habe dafür zu sorgen, daß »nicht etwa unversehens durch die Nachgiebigkeit gegen Augenblicksnöte und vorübergehende Machtverhältnisse Prinzipien verletzt werden, die im Wesen evangelischer Frömmigkeit liegen«. In diesem Anliegen sah F. sich insbesondere durch das von Ernst Troeltsch in seinen »Soziallehren« formulierte Protestantismus-Bild herausgefordert (vgl.: Luthers Kirchenbegriff und die kirchliche Krisis von heute. I. Die Darstellung des lutherischen Protestantismus in Troeltsch's »Soziallehren«, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 28 (Neue Folge 1) 1920, 103-116). F. unternahm erhebliche Anstrengungen, um nachzuweisen, daß Troeltschs Behauptung, das Staatskirchentum sei geradlinig aus Luthers Religionsverständnis erwachsen, unzutreffend sei. Dabei berief er sich auf Rudolph Sohm und dessen konträre These, wonach das »Zwangskirchentum« gerade aus einem »Abfall« von dem geistbestimmten Kirchenbegriff Luthers entstanden sei (Ebd., 111; vgl. auch die Erwiderung von Troeltsch: Luthers Kirchenbegriff und die kirchliche Krisis von heute. II. Erwiderung, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 28 (Neue Folge 1) (1920), 117-123). - Immer wieder setzte F. sich in den folgenden Jahren dem kritischen Urteil zahlreicher liberalprotestantischer Theologen aus. So trat er etwa für eine Auslegung der Schulparagraphen in der Weimarer Verfassung zugunsten der sogenannten Bekenntnisschulen ein. Heftige Kritik zog er sich für eine 1927 erschienene biographische Darstellung Adalbert Falks zu, die - wie F. auch selbst einräumte - die problematische Rolle des preußischen Kultusministers während des Kulturkampfes erheblich beschönigte und die damit die tatsächliche Quellenkenntnis des Autors, dem erstmals die umfangreichen Materialien des Privatnachlasses von Falk vorgelegen hatten, weit unterbot (Adalbert Falk, sein Leben und Wirken als Preußischer Kultusminister, Gotha 1927). Dem politischen Geschehen der Weimarer Zeit stand F. je länger desto kritischer gegenüber. Die offenkundigen Schwächen des Parlamentarismus, aber auch die von einem unbändigen Freiheitswillen geprägte Kultur der zwanziger Jahre ließen selbst bei diesem besonnenen Liberalprotestanten eine Sehnsucht nach der »alten, festen Ordnung des monarchischen Staates« mit seiner »festen Hand« aufkommen. Den Nationalsozialismus lehnte F. kompromißlos und früh ab. Im Umsturz von 1933/34 erkannte er das »Unheil für Freiheit und Recht, für Humanität und Kirche«. - In seiner kritischen Einstellung gegenüber dem NS-Staat argumentierte F. konsequent theologisch. Dies ist insofern von Interesse, als er einer der ganz wenigen führenden Mitglieder des Kreises um die »Christliche Welt« war, die sich nach 1933 der Bekennenden Kirche angeschlossen haben. Vorangegangen war diesem Schritt eine längere Entwicklung, während derer er sich allmählich seiner früheren liberaltheologischen Grundüberzeugungen entfremdet hatte. Erste Anzeichen dafür lassen sich bereits in einem 1921 während der Eisenacher Tagung des Bundes für Gegenwartchristentum gehaltenen Vortrag über »Marcionitisches Christentum« finden, in dem F. sich kritisch mit Harnacks theologischer Kulturtheorie auseinandersetzte (Marcionitisches Christentum. Der Glaube an den Schöpfergott und der Glaube an den Erlösergott. Vortrag auf der Eisenacher Tagung des Bundes für Gegenwartchristentum am 3. Oktober 1921, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 809-827; vgl. auch F.s Vortrag vor der Mitgliederversammlung der Vereinigung der Freunde der Christlichen Welt vom Oktober 1922: Der jetzige Kurs der Christlichen Welt [Zusammenfassung], in: An die Freunde. Nr. 74 vom 10. Dezember 1922, 802-803). Rade legte dem Marcion-Vortrag höchste Bedeutung für die aktuelle theologische Diskussion bei und räumte ihm daher, was ein singulärer Vorgang war, nahezu ein ganzes Heft der »Christlichen Welt« ein. Tatsächlich bietet der Vortrag in erster Linie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den religiösen und theologischen Anliegen der jüngsten religiös-sozialen oder, wie F. sagt, »religiös-eschatologischen« Bewegung. Im Mittelpunkt steht die kulturskeptische Grundhaltung jener theologischen Bewegung, ihre Kritik an einer optimistischen Weltgestaltungsprogrammatik, wie sie unter Berufung auf die kulturschöpferische Kraft des Protestantismus von liberalen Vorkriegstheologen bisweilen vorgetragen worden war. Statt dessen werden hier Kultur und Reich Gottes einander diametral entgegengesetzt. F. selbst zeigt sich in seiner Darstellung von der eschatologischen Predigt und Verheißung Barths und seiner Anhänger durchaus beeindruckt. Ihren schrankenlosen Enthusiasmus allerdings lehnt er ab. Die zeitgeschichtliche Bedingtheit der mit absolutem Gestus auftretenden theologischen Aufbruchsbewegung, die Absurdität der Vorstellung, »unmittelbar neben dem Apostel Paulus« zu stehen, gilt F. als ausgemacht: »Das Weltgefühl« jener Theologengeneration »ist das eines unter ganz bestimmten geistigen Bedingungen stehenden Menschen, eben eines solchen, der die Katastrophe des Weltkrieges und der Revolution erlebt und erlitten hat und darüber an den Rand der Verzweiflung gekommen ist. Es ist selbst ein Stück Geschichte und damit in denselben Fluß des Relativen und Vergänglichen hineingestellt, dem sich zu entziehen es so leidenschaftlich bemüht ist [...]«. Ein solches Selbstbewußtsein aber verleugne den unhintergehbaren Umstand, daß der Mensch nicht zeitlos sein könne; »er ist bis in die innersten Winkel seines Wesens, auch wenn er es nicht merkt und nicht wahr haben will, durch die Geschichte bedingt und geprägt«, und dies gelte auch für sein Sein in gesellschaftlichen und staatlichen Ordnungen (Marcionitisches Christentum, 817). Der Theologie eines »absoluten Christentums« gegenüber blieb F. dauerhaft skeptisch. Dabei stand ihm »die Schwierigkeit« einer Vermittlung von christlichem Glauben und moderner Lebenswelt klar vor Augen. Die historische Kritik erscheint, anders als bei Harnack, als eine solche Kraft, die keine religiöse Geschichtsdeutung unangetastet läßt. Allenfalls die spezifische Weltsicht Jesu, die ihre Grundbestimmung in der Relation des Geschöpfes zum Schöpfer habe, sei jenem historischen Relativismus unerreichbar: »Nicht die Reichgottesarbeit ist der Kern der Botschaft Jesu, sondern der Gottvaterglaube, die Entdeckung, daß Gott da ist und über die Welt herrscht [...]« (Ebd., 823). Auch die Kritik an der historischen Jesus-Forschung und das kaum noch greifbare, von dogmatischen Vorgaben bestimmte Bild von Jesu Wirken, wie Bultmann es in seinem Jesus-Buch entworfen hatte, fanden von daher die Ablehnung F.s (Rudolf Bultmanns Jesusbuch, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche. Neue Folge 9 (1928), 28-50; siehe auch die briefliche Antwort Bultmanns: Ein Brief Rudolf Bultmanns an Erich Foerster. Herausgegeben von Walter Schmithals, in: Rudolf Bultmanns Werk und Wirkung. Herausgegeben von Bernd Jaspert, Darmstadt 1984, 70-80). - Die weiteren Schritte seines theologischen Denkweges beschrieb F. selbst ausführlich in seinen erst kürzlich veröffentlichten autobiographischen Aufzeichnungen. Hieraus wird deutlich, daß F. die Religionsgeschichtliche Schule, besonders aber die »Glaubenslehre« von Ernst Troeltsch (1865-1923) als das unausweichliche Ende eines theologischen Weges angesehen hat: »So großartig ich seine [scil.: Troeltschs] geschichtlichen Durchblicke fand, - ich fühlte mich hier fast rettungslos einem absoluten Relativismus ausgeliefert und den christlichen, paulinisch-lutherischen Glauben zu einem Sentiment von einem gewissen ästhetischen Reiz werden, das in einer bestimmten geschichtlichen Lage, nämlich der des gebildeten Europäers, das Nächstliegende zu sein schien, aber eben nur in dieser Lage« (Lebenserinnerungen, 72). Ein Vergleich der 1925 posthum erschienenen Vorlesungsnachschrift mit Karl Barths (1886-1968) »Prolegomena zur Dogmatik« führte zu dem Ergebnis, daß allein die von dem Schweizer Theologen entwickelte Konzeption »eine Schutzwehr« gegen das Versinken der Theologie in völliger Skepsis biete. Ausdrücklich griff der Harnack-Schüler die drastischsten Schlagworte der frühdialektischen Terminologie auf, um seiner Ansicht Ausdruck zu geben, daß gerade die von Barth gesprochene Sprache die »zutreffendste Übersetzung der neutestamentlichen Botschaft« und »das rechte Wort für das heutige Geschlecht« sei. F. konnte geradezu von einer »Bekehrung zu Karl Barth« sprechen. So zählte F. 1933 und 1934 zu denjenigen aktiven Mitarbeitern der Bekennenden Kirche innerhalb der Frankfurter Landeskirche, für die die Theologie Barths und später die Barmer Theologische Erklärung den adäquaten Ausdruck theologischer Zeitgenossenschaft bildeten. Über sein zu diesem Zeitpunkt bereits sehr distanziertes Verhältnis zum liberalen Protestantismus äußerte F. sich 1935 in folgender Weise: »Ich habe mich mit Begeisterung der Christlichen Welt und ihren Freunden angeschlossen und bin jahrzehntelang einer ihrer regelmäßigen Mitarbeiter gewesen. Ich sah darin eine aussichtsreiche Bewegung zur Reform der evangelischen Kirche von der Lehre her, die über den herkömmlichen Richtungsunterschied hinausführte. Allein, vornehmlich wohl unter dem Einfluß der religionsgeschichtlichen Schule, die mir unheimlich und unsympathisch war, und unter dem Druck der offiziellen Kirche, die unseren guten Willen ablehnte, wurde aus einer Bewegung innerhalb der evangelischen Kirche eine Bewegung zur Reform der ganzen Welt, der kulturellen, politischen, sozialen Verhältnisse in Bundesgenossenschaft mit Reformbestrebungen ganz anderer Herkunft und mit Bejahung mir sehr zweifelhaft erscheinender Ziele. Ich hatte und habe immer noch im Kreise der Christlichen Welt meine nächsten Freunde, aber dem Blatte selbst und vielen, die da hineinschreiben, bin ich ferne getreten.« - Diese Entfremdung wurde von F. durchaus leidvoll empfunden (vgl.: Von den Anfängen, in: Die Christliche Welt 51 (1937), 295-302). Persönliche Bindungen und auch die weiterhin aufrechterhaltene Forderung nach einem historisch reflektierten Umgang mit den christlichen Glaubensüberzeugungen verhinderten, daß es F. in den dreißiger Jahren noch gelang, seiner theologischen Neuorientierung einen in sich schlüssigen Ausdruck zu geben. So konnte F. zwar, in Anknüpfung an frühere Überlegungen, der Auffassung Barths zustimmen, daß eine »Vereinbarkeit« von Christentum und »moderner Welt« nicht möglich und insofern der christliche Glaube zu einem »Bruch« mit allem modernen sozialen, nationalen oder kulturellen Idealismus nötige. Dennoch beschränkte er sich in seinen späten theologischen Werken, und zwar gerade auch in den katechetischen Ausarbeitungen für die Gemeinde, mehr und mehr auf eine Darstellung der historischen Grundlagen des Glaubens. Ganz im Gegensatz zu dem theologischen Antihistorismus der Barthschen Konzeption setzte F. nach wie vor auf den aufklärerischen Impuls eines geschichtsbewußten Christentumsverständnisses. Daher stellte der Verlauf der protestantischen Theologiegeschichte in den letzten zweihundert Jahren für ihn auch nicht die Geschichte eines großen Verderbens dar, als die er durch Barth immer wieder dargestellt worden ist. Auch in den spätesten Texten blieb F. der Einsicht treu, daß »wir [...] alle Enkel der Aufklärung« sind und, »oft ohne dessen bewußt zu sein«, ihren Regeln folgen (Die Aufklärung in der Theologie des 19. Jahrhunderts, in: Theologische Rundschau 10 (1938), 329-357, hier: 334). Ungewöhnlich war F.s Folgerung aus dieser Einsicht: Seit der frühliberalen Theologie der Lessingzeit sei der Pluralisierungsprozeß innerhalb der religiösen Praxis theologisch immer ausdrücklicher dergestalt umgesetzt worden, daß die »bleibende Grundlage einer im biblischen Sinne christlichen oder evangelischen Kirche« nicht im »Bekenntnis zu einem einmal in der Zeit fixierten Inhalt der Gotteserkenntnis« bestehe, sondern in dem »Bekenntnis zu einer gemeinsamen Methode der Offenbarungserkenntnis«. Eine solche gemeinsame Methode sei durch »den entschlossenen Verzicht auf jede Art von natürlicher Theologie« gekennzeichnet; Theologie beschränke sich, wie F. mit Bezug auf Albrecht Ritschl feststellte, auf eine »geordnete und vollständige Wiedergabe der einmal geschehenen Offenbarung in der Sprache der Zeit zur Verwendung in Predigt und Unterricht der Gemeinde, ohne Apologetik und Begründung«. Nach F. ist auch die Barmer Theologische Erklärung ein Ergebnis dieser »Methode der Offenbarungserkenntnis«. Die theologische Entwicklung des neunzehnten Jahrhunderts habe insofern nicht zu einer Auflösung des christlichen Glaubens, sondern, gerade im Gegenteil, zu seiner allein sachgemäßen methodischen und inhaltlichen Konzentration geführt (Ebd., 356-357). - Einen persönlich gefärbten Ausdruck fand F.s Abkehr von der kritischen Theologie in seiner Haltung gegenüber Harnack. Dessen früheren »reformatorischen Glauben« sah er mehr und mehr zu einer bloßen »goethischen Bildungsreligion« verschwimmen. In diesem Vorgang fand er, wie er Rade brieflich in den späten dreißiger Jahren bekannte, ein »Abbild für den Prozeß der Auflösung des kirchlichen Christentums« (Brief an Martin Rade, Teildatierung ohne Jahresangabe [vermutlich 1936 oder 1937]; zitiert nach Johannes Rathje: Die Welt des freien Protestantismus. Ein Beitrag zur deutsch-evangelischen Geistesgeschichte. Dargestellt an Leben und Werk von Martin Rade, Stuttgart 1952, 354). - Auch auf kirchenpolitischer Ebene suchte F. den Anschluß an die von Barth geprägte Kirchenopposition. Im März 1935 wirkte er an der zweiten Freien Reformierten Synode in Siegen mit. Zudem beteiligte er sich, aus seinem Hochschulamt zu diesem Zeitpunkt bereits emeritiert, am Studienbetrieb des illegalen Predigerseminars der Bekennenden Kirche in Frankfurt, indem er einführende Kurse in das Kirchenrecht gab. Erst als selbst im November 1938 die Bekennende Kirche noch kein Wort zur Judenverfolgung gefunden hatte, begann F., der zeitlebens antisemitischen Äußerungen und Verhaltensweisen entgegengetreten war (vgl. schon: Evangelische Gedanken zur Judenfrage, in: Die christliche Welt 5 (1891), 313-321. 368-375. 387-393), die Bindung allmählich wieder zu lösen. - Bis in die letzten Jahre seiner pfarramtlichen Tätigkeit legte F. größtes Gewicht auf seine Predigtarbeit. Der Verkündigungsdienst bildete seiner Ansicht nach das Zentrum der Aufgaben des Gemeindepfarramtes. Zwischen 1902 und 1934 hat F. fünf Predigtsammlungen vorgelegt. Daneben liegen aus den Jahren 1941 bis 1943 insgesamt fünfzehn Predigtnachschriften in Manuskriptform vor, die an Gemeindemitglieder versandt wurden, die im Feld standen. Der Zusammenhang zwischen christlichem Glauben und verantwortlicher kirchlicher Verkündigung wird auch in dem Text »Unterricht im Christentum« von 1942/43 thematisiert. Diese gleichfalls nicht zur Veröffentlichung gebrachte, auf Vorträge im Frankfurter Bankhaus Metzler zurückgehende Ausarbeitung stellt das wichtigste Zeugnis für F.s spätes theologisches Denken dar. Geboten wird nicht allein eine Glaubenslehre im Grundriß, sondern auch eine ansatzweise entfaltete Ethik des Politischen. Dabei tritt die Orientierung an Barth vor allem in der scharfen Unterscheidung von Glaube und Religion zutage. Ein besonderes Gewicht legt F. darauf, deutlich zu machen, daß die von liberalen Theologen immer wieder angestrebte Fundierung der christlichen Heilserwartung in einem historischen Wissen am Wesen des Glaubens völlig vorbeigehe: »Der christliche Gottesglaube stützt sich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auf die überzeugende Macht der Verkündigung, die den einzelnen aus der Gemeinde der Gläubigen, der Lebenden wie der Väter, in Trost und Ermahnung entgegenklingt. Er kann durch jene weder bestätigt noch erschüttert werden. Insonderheit ist der Glaube, daß Gott auch auf wunderbare Weise erlösen kann, ganz unabhängig von der aller Wissenschaft zugrunde liegenden Erfahrung, daß nichts ist und geschieht ohne Ursache.« - Die Lebensumstände während des letzten Kriegsjahres waren für F. überaus beschwerlich. Tagebuchartige Niederschriften aus den Monaten März bis September 1945 schildern die Not der Wohnungslosigkeit, der Mangelernährung, der Isolation von Angehörigen und Weggefährten. Zudem litt F. an einer schweren Magenerkrankung, der er schließlich erlag. Doch auch die kirchliche Entwicklung in der frühen Nachkriegszeit belastete ihn stark. Denn obwohl das kirchliche Leben vor allem der Einzelgemeinden sich schon kurzfristig wieder stabilisiert hatte, bestätigte die weitere Entwicklung wiederum F.s Vorbehalte gegen das traditionelle deutsche landeskirchliche Verfassungsmodell. In seiner letzten Ausarbeitung, einer brieflichen »Denkschrift« an Martin Niemöller (1892-1984), kritisierte F. Anfang September 1945 die kirchenpolitischen Aktivitäten führender Vertreter der Bekennenden Kirche (Brief an Martin Niemöller vom 1. September 1945 [Nachlaß Martin Niemöller; Zentralarchiv der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Darmstadt]; publiziert in: Deutsches Pfarrerblatt 98 (1998), 62-63). Erneut mußte er - hierin überdies durch Berichte von der Treysaer Konferenz bekräftigt - erleben, daß der Schutz und Ausbau der Landeskirchen und des Kirchenregimentes im Vordergrund des Interesses der kirchenleitenden Gruppen standen. Die Stunde des Neubeginns wurde zu F.s großer Enttäuschung ein zweites Mal versäumt. Er selbst blieb auch nach 1945 »fest davon überzeugt, daß die Zeit der 'Kirchen', das heißt von Gebilden wie die Römisch-Katholische, die Preußische, Württembergische, Bayrische Landeskirche, die Schwedische Staatskirche, die Church of England und dergleichen endgültig vorbei ist. In einer gewiß nicht mehr fernen Zukunft wird es derartige Kirchen nicht mehr geben. Soweit sie Schöpfungen oder Einrichtungen von Staaten waren, wird sich das von selbst ergeben, je mehr entscheidend für Bestand und Gehalt staatlicher Institutionen Wille und Meinung des Volkes sein wird. Das Volk, das heißt der Staat, wird sie eines Tages fallen lassen als eine Sache, die keinem staatlichen Interesse dient und deren Pflege der privaten Initiative überlassen bleiben darf. Eine solche Abtrennung der Kirchen vom Staat kann schiedlich-friedlich erfolgen durch gesetzliche Akte, die von der großen Mehrheit des Volkes als recht und billig empfunden werden, oder revolutionär durch Enteignung und Raub. Wer es mit Kirche und Volk gut meint, sollte sich um den ersten Weg bemühen, - ich sage ausdrücklich: sowohl für die evangelischen [Kirchen] wie für die Römische. Je länger er gemieden wird und je eigensinniger die Kirchen ihre staatlichen Privilegien behaupten und je ängstlicher die Staatsgewalten ihre Kirchenaufsichtsrechte festhalten, desto gewisser wird es einmal zu einem gewaltsamen Bruch kommen, der nicht nur die Kirchen zerbrechen, sondern - was viel schlimmer ist - die Gemeinden und deren Gottesdienst zerstören wird. Die Verwandlung der Kirchgemeinden in Vereine von Christen und der 'Kirche' in Verbände von Kirchgemeinden zum Zwecke, gute und gesunde Ordnungen und eine kräftige Kirchenleitung aufzubauen, wird das christliche Leben in unserem Volke nicht schädigen, sondern ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten bieten« (Lebenserinnerungen, 80-81).

Archivalien: Foersters Privatarchiv und auch seine Bibliothek, die sich in der Wohnung Sofienstraße 56 befanden, sind bei dem Bombenangriff auf Frankfurt am Main vom 22. März 1944 vollständig zerstört worden. Ein Nachlaß existiert daher nicht. Erhalten haben sich lediglich einige unveröffentlichte Texte aus den dreißiger und frühen vierziger Jahren, dazu einzelne Korrespondenzbestände, die sich in privater Hand befinden. Im Archiv der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main liegt eine Personalakte zu Foerster vor. Eine umfangreiche Sammlung von Materialien zu Foerster befindet sich im Archiv der Deutschen evangelisch-reformierten Gemeinde in Frankfurt am Main (vgl. auch: 400 Jahre Deutsche evangelisch-reformierte Gemeinde. Herausgegeben vom Presbyterium der Gemeinde, Frankfurt am Main 1955). Diese Bestände sind bisher nicht katalogisiert und ausgewertet worden. Im Zentralarchiv der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (Darmstadt) liegen Personalakten aufgrund von Kriegseinwirkungen nicht mehr vor. - Die Publikation der beiden folgenden Texte ist geplant: »Das deutsche Bekenntnis zu Augsburg im Jahre 1530 auf seinen Gegenwartswert hin befragt« (Typoskript 1935); »Unterricht im Christentum für Erwachsene« (Typoskript 1942/43). Daneben liegt in einer druckfertigen Fassung von 1941 ein Text unter dem Titel: »Genossenschaft und Konföderation in der alten Kirchengeschichte« vor.

Bibliographie: Foerster hat im Rahmen seiner autobiographischen Aufzeichnungen (erschienen 1996, s. u.) unter dem Titel: »Mein Schrifttum« selbst eine Zusammenstellung seiner wichtigsten Publikationen gegeben. Die folgende Bibliographie geht über dieses Verzeichnis wesentlich hinaus, doch erhebt auch sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vor allem wird Foersters ausgebreitetes tagespublizistisches Werk nicht erfaßt; auch seine sehr zahlreichen Beiträge für die kirchliche Presse bleiben, ebenso wie ein großer Teil der Rezensionen, unberücksichtigt.

Separate Publikationen: Das Recht der Landeskirche, in: [gemeinsam mit Karl Müller:] Kirche Christi und Landeskirche. Zwei Vorträge gehalten auf der evangelischen Konferenz in Schlesien (Hefte zur Christlichen Welt. Nr. 16/17), Leipzig 1895; Die Möglichkeit des Christentums in der modernen Welt, Freiburg 1898; Die Rechtslage des deutschen Protestantismus 1800 und 1900 (Vorträge der theologischen Konferenz zu Gießen. Nr. 15), Gießen 1900; Lebensideale, Tübingen 1901; Das Christentum der Zeitgenossen. Eine Studie, Tübingen 1902 [überarbeiteter Separatdruck der Aufsatzversion von 1899]; Der evangelische Sinn unserer Kirchenverfassung (Hefte zur Christlichen Welt. Nr. 51 / Neue Folge. Nr. 1), Tübingen 1904; Der Schulantrag. 12 Thesen zur Verständigung im nationalliberalen Lager, Tübingen und Leipzig 1904; Weshalb wir in der Kirche bleiben! Ein Wort zur Verständigung an die Veranstalter und Besucher der Landeskirchlichen Versammlung in Berlin und ihre Gesinnungsgenossen in den deutschen evangelischen Landeskirchen (Hefte zur Christlichen Welt. Nr. 54), Tübingen 1905; Die Entstehung der Preußischen Landeskirche unter der Regierung König Friedrich Wilhelms III., nach den Quellen erzählt. Ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenbildung im deutschen Protestantismus. Band 1, Tübingen 1905; Die Entstehung der Preußischen Landeskirche unter der Regierung König Friedrich Wilhelms III., nach den Quellen erzählt. Ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenbildung im deutschen Protestantismus. Band 2, Tübingen 1907; The Organization of the Protestant Churches in Germany, 1910; Entwurf eines Gesetzes betreffend die Religionsfreiheit im Preußischen Staat mit Einleitung und Begründung vorgelegt, Tübingen 1911; Gotteswerke in Frankfurt a. M. Acht Betrachtungen über Taten und Schulden der Liebe in unserer Stadt, Frankfurt am Main 1912; Rudolf Ehlers. Lebensbild eines evangelischen Theologen aus seinen Briefen, o.O. 1912; Die christliche Religion im Urteil ihrer Gegner. Die kritische Bewegung gegen das Christentum in neuerer Zeit. Dargestellt und beurteilt (Lebensfragen. Herausgegeben von Heinrich Weinel. Band 27), Tübingen 1916; Reformation und bürgerliche Freiheit, Frankfurt am Main 1917 [Separatdruck aus: Reformation und bürgerliche Freiheit, in: Das Vermächtnis der Reformation. Frankfurter Vorträge. Zehnte Reihe, Frankfurt am Main 1917, 5-22]; Sozialer Kapitalismus (Recht und Staat in Geschichte und Gegenwart. Eine Sammlung von Vorträgen und Schriften aus dem Gebiet der gesamten Staatswissenschaften. Band 32), Tübingen 1924; Kirche und Schule in der Weimarer Verfassung (Bücherei der Christlichen Welt) Gotha 1925; Deutscher Glaube. Rede zur Feier des 18. Januar 1926, 1926; Adalbert Falk, sein Leben und Wirken als Preußischer Kultusminister, dargestellt auf Grund des Nachlasses (Mit 4 Bildern und 1 Stammtafel), Gotha 1927; Unsinn und Sinn des »Christlichen Staates« (Vorträge der theologischen Konferenz zu Gießen. Folge 47), Gießen 1932; Das Erbe der Flüchtlingsgemeinden (Sammlung gemeinverständlicher Vorträge und Schriften aus dem Gebiet der Theologie und Religionsgeschichte. Band 186), Tübingen 1939; Rudolph Sohms Kritik des Kirchenrechts. Zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages, Haarlem 1942; Lebenserinnerungen. Nach seiner Handschrift von Mai und Juni 1943 neu geschrieben und mit Ergänzungen versehen von seinem Enkel Erich Schulz-Du Bois [Privatdruck], Preetz in Holstein 1996.

Predigtsammlungen: Das Ziel des Wollens. Predigten, gehalten in der deutschen evangelisch-reformierten Kirche zu Frankfurt a. M., Tübingen 1902 [siehe dazu die Selbstanzeige in: Die Christliche Welt 16 (1902), 1094]; Das Evangelium in der Großstadt. Predigten über sittliche Fragen und Aufgaben des Menschen von heute (Moderne Predigtbibliothek R. 7, 1), Göttingen 1909; Gottes Ernst und Güte. Predigten gehalten in der deutsch-reformierten Kirche zu Frankfurt am Main und zur Feier seines 25jährigen Dienstjubiläums am 24. Oktober 1920. Herausgegeben vom Presbyterium, o.O. [Frankfurt am Main] 1920; Wort Gottes. Predigten, Frankfurt am Main 1932; Gott allein die Ehre. Predigten gehalten in der Deutschen evangelisch-reformierten Kirche zu Frankfurt am Main und zum Abschied vom Pfarramt für ihre Hörer in Druck gegeben, Frankfurt am Main 1934. - Ein vollständiges Verzeichnis der in den fünf Predigtsammlungen enthaltenen Predigten, ergänzt um fünfzehn weitere in Typoskriptform vorliegende Predigten gibt Dieter Stoodt: Liberale Theologie zwischen Affirmation und Kritik. Erich Foerster (1865-1945) als Praktischer Theologe, in: Martin Buber, Erich Foerster, Paul Tillich. Evangelische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Frankfurt a. M. 1914 bis 1933. Herausgegeben von Dieter Stoodt, Frankfurt am Main / Bern / New York / Paris 1990, 11-67, hier: 63-67.

Aufsätze: Wiklif als Bibelübersetzer, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte XII (1891), 494-518; Zur Charakteristik katholischer Frömmigkeit, in: Die christliche Welt 5 (1891), 118-119; Das kirchliche Ereignis der letzten Tage, in: Die christliche Welt 5 (1891), 278; Evangelische Gedanken zur Judenfrage, in: Die christliche Welt 5 (1891), 313-321. 368-375. 387-393; Ein Kirchengespräch, in: Die christliche Kirche 5 (1891), 631; Von der fünften Generalversammlung des Evangelischen Bundes zu Kassel, 29. September bis 1. Oktober, in: Die christliche Welt 5 (1891), 1004-1006. 1029-1034; Soziale Briefe, in: Die christliche Welt 6 (1892), 125-126; Der Austritt des Grafen Paul von Hoensbroech aus dem Jesuitenorden, in: Die christliche Welt 7 (1893), 464-469; Feldmarschall Graf von Roon als religiöser Charakter, in: Die christliche Welt 7 (1893), 642-647. 662-667; Allerlei Laienchristentum, in: Die christliche Welt 7 (1893), 792-794; Das Deutsche Adelsblatt und das Christentum, in: Die christliche Welt 7 (1893), 813-815. 830-834; Kirchenpolitisches aus Preußen. Der Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung der Staatsgesetze über die preußische Kirchenverfassung im preußischen Landtage, in: Die christliche Welt 8 (1894), 387-397; Noch einmal: Kirchenpolitisches aus Preußen, in: Die christliche Welt 8 (1894), 529-530; Eine harte Rede, in: Die christliche Welt 8 (1894), 537-539. 565-566; Die Kirche und die Kinder, in: Die christliche Welt 8 (1894), 778-782. 814-817. 838-840; Welche Theologie ist volkstümlich?, in: Die christliche Welt 9 (1895), 972-978; Der Prozeß gegen den Marquis de Nayve, in: Die christliche Welt 9 (1895), 1107-1108; Evangelischer Trostbund, in: Die christliche Welt 9 (1895), 1133; Das Glück im Winkel. Schauspiel in drei Akten von Hermann Sudermann, in: Die christliche Welt 10 (1896), 162-165; Das Elend in der Hausindustrie der Konfektion, in: Die christliche Welt 10 (1896), 182-184; »Es hat Gott gefallen«. Zum Duell zwischen Herrn von Kotze und Herrn von Schrader, in: Die christliche Welt 10 (1896), 403-405; Zwei neue Entdeckungen über das Duell, in: Die christliche Welt 10 (1896), 521-523; Das Ende der Bewegung gegen das Duell, in: Die christliche Welt 10 (1896), 621-622; Die Gefahren der Synodalverfassung. Zu den altpreußischen Provinzialsynoden, in: Die christliche Welt 10 (1896), 1213-1215. 1250-1253; Gefahr und Unrecht der landeskirchlichen Agitation gegen die altpreußischen theologischen Fakultäten, in: Die christliche Welt 11 (1897), 39-42; Gefahr und Unrecht der landeskirchlichen Agitation gegen die altpreußischen theologischen Fakultäten [Ergänzungen], in: Die christliche Welt 11 (1897), 116-117; Eine neue alte Ethik, in: Die christliche Welt 12 (1898), 234-235; Weshalb die Christen Christen sind, in: Die christliche Welt 12 (1898), 505-507. 529-531. 553-554. 577-578. 601-602. 625-627. 649-650. 673-675. 697-698; Zwei Vorträge zum Verständnis des modernen Menschen, in: Die christliche Welt 12 (1898), 883-884; Für den Kindergottesdienst, in: Die christliche Welt 12 (1898), 907-908; Der christliche Glaube im geistigen Leben der Gegenwart, in: Die christliche Welt 12 (1898), 917-919. 943-948; Die Wissenschaften und Künste der Gegenwart in ihrer Stellung zum biblischen Christentum, in: Die christliche Welt 12 (1898), 931-932; Die Landeskirche [zu: Paul Schön: Das Landeskirchentum in Preußen, Berlin 1898], in: Die christliche Welt 12 (1898), 1001-1002; Gedanken über einen neuen Roman, in: Die christliche Welt 12 (1898), 1115-1116; Der große Meyer [zu: Meyers Konversationslexikon. Fünfte Auflage], in: Die christliche Welt 12 (1898), 1222-1223; Das Christentum der Zeitgenossen, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 9 (1899), 1-96; Das neue Dogma, in: Die christliche Welt 13 (1899), 244-24; Ein lehrreiches Buch, in: Die christliche Welt 13 (1899), 928-929; Der Nachwuchs geistlicher Kräfte in der preußischen Landeskirche, in: Die christliche Welt 13 (1899), 955-956; Ein Kirchenverfassungsentwurf Schleiermachers, in: Die christliche Welt 13 (1899), 1001-1004; Die Persönlichkeit in der Ehe, in: Die Christliche Welt 14 (1900), 659-660; Wie ein Mensch von der Schuld loskommt, in: Die Christliche Welt 14 (1900), 1183-1184; Ein Weihnachtsärgernis, in: Die Christliche Welt 14 (1900), 1186-1188; Marksteine des Lebens, in: Die Christliche Welt 15 (1901), 1; Noch einmal die Konfirmationsblätter des Kunstwart, in: Die Christliche Welt 15 (1901), 681-682; Harnacks »Wesen des Christentums« eine Bestreitung oder eine Verteidigung des christlichen Glaubens?, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 12 (1902), 179-201; Männerpflege durch Schwestern, in: Die Christliche Welt 16 (1902), 251-258; Zu unserm Artikel: Männerpflege durch Schwestern, in: Die Christliche Welt 16 (1902), 307; Kirchenpolitisches aus Preußen, in: Die Christliche Welt 16 (1902), 615-620; Kirchengeschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in: Die Christliche Welt 16 (1902), 895-898; Ein katholischer Spiegel für unsre Kirchenzeitungen, in: Die Christliche Welt 16 (1902), 953-955; [Selbstanzeige zu:] Erich Foerster: Das Ziel des Wollens. Predigten, gehalten in der deutschen evangelisch-reformierten Kirche zu Frankfurt a. M., Tübingen 1902, in: Die Christliche Welt 16 (1902), 1094; Bund deutscher evangelischer Landeskirchen, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 67-69; Unsere Kirchen, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 799-802; Der Wert unserer Kirchen, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 821-825; Kirche oder Staat, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 845-851. 869-876; Die Grenzen des staatlichen Handelns gegenüber dem geistigen, insonderheit dem religiösen Leben, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 893-902; Die evangelischen Kirchen und der Staat. Nachklänge von Eisenach, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 1038-1040; Der Traum von der deutschen Kirche, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 1062-1068; Kinderspielzeug, in: Die Christliche Welt 17 (1903), 1231-1232; Zu unsrer Eisenacher Verhandlung über Kirche und Staat, in: An die Freunde. Nr. 1 vom 10. November 1903, 5-7; [Bemerkung zu: Martin Schian: Zu Foersters Arbeitsprogramm, in: An die Freunde. Nr. 2 vom 14. Januar 1904, 13-14], in: An die Freunde. Nr. 2 vom 14. Januar 1904, 14-15; Die Entstehung der subjektiven öffentlichen Rechte des Individuums, in: Die Christliche Welt 19 (1905), 152-155; Die Aufnahme meiner Schrift »Weshalb wir in der Kirche bleiben«, in: Die Christliche Welt 19 (1905), 867-875 [zu: Erich Foerster: Weshalb wir in der Kirche bleiben! Ein Wort zur Verständigung an die Veranstalter und Besucher der Landeskirchlichen Versammlung in Berlin und ihre Gesinnungsgenossen in den deutschen evangelischen Landeskirchen (Hefte zur Christlichen Welt. Nr. 54), Tübingen 1905]; Billigste beste Bücher, in: Die Christliche Welt 19 (1905), 1144; Laientheologie, in: Die Christliche Welt 20 (1906), 132-136; Die Bewegung gegen das Schulgesetz. Lose Betrachtungen, in: Die Christliche Welt 20 (1906), 203-208. 247-251; [gemeinsam mit Friedrich Michael Schiele:] Thesen zur Schulfrage. Der Herbstversammlung der Freunde der Christlichen Welt in Potsdam vorgelegt, in: Die Christliche Welt 20 (1906), 490-493; Jesse und Maria [Besprechung zu: E. von Handel-Mazzetti: Jesse und Maria. Ein Roman aus dem Donaulande. Zwei Bände, Kempten 1906], in: Die Christliche Welt 20 (1906), 497-498; Noch eine Klarstellung zum Schulgesetz, in: Die Christliche Welt 20 (1906), 499-500; Zur Brandenburgisch-Preußischen Kirchengeschichte [Sammelbesprechung], in: Die Christliche Welt 20 (1906), 1096-1097; Die Denkwürdigkeiten des Fürsten Hohenlohe [zu: Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingfürst: Denkwürdigkeiten. Im Auftrage des Prinzen Alexander zu Hohenlohe-Schillingfürst herausgegeben von Friedrich Curtius. Zwei Bände, Stuttgart 1907], in: Die Christliche Welt 20 (1906), 1188-1192; Staat und Kirche, in: Die Christliche Welt 21 (1907), 928-932. 952-956. 990-994. 1035-1041; Propst v. d. Goltz, in: Die Christliche Welt 22 (1908), 875-876; Zum Besten der Abgebrannten von Donaueschingen, in: Die Christliche Welt 22 (1908), 931-932; Christentum und Politik, in: Darf Religion Privatsache bleiben? Vier Vorträge gehalten in Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1909, 37-59; Unser Ideal religiöser Gemeinschaft, in: Die religiösen Ideale der modernen Theologie. Zweite Auflage, Frankfurt am Main 1909; Eine Not unsrer evangelischen Kirche, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 146-152; Aus der Kirche im engeren Sinne, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 764-765; Die Neuregelung der Behandlung von Lehrfragen in der Preußischen Landeskirche, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 954-956; Das Preußische Landrecht und die Lehrfreiheit. In eigner Sache, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 1224-1226; Der historische Jesus und wir, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 1249-1251; Jesus als Kraft, in: Jesus, Frankfurt am Main 1910; Justizreform und christliche Ethik, in: Die Christliche Welt 24 (1910), 25-31. 50-54. 77-80; Eine Anklage auf Irrlehre wider die Preußische Landeskirche, in: Die Christliche Welt 24 (1910), 362-372; Die tägliche Andacht, in: Die Christliche Welt 24 (1910), 1189; An die Adresse der Fortschrittlichen Volkspartei in Preußen. Eine ernste Bitte, in: Die Christliche Welt 25 (1911), 235-236; Noch einmal die Fortschrittliche Volkspartei und kirchliche Jugendpflege, in: Die Christliche Welt 25 (1911), 284; Das Spruchkollegium, in: Die Christliche Welt 25 (1911), 374-379; Schriften über Kirche und Staat [Sammelbesprechung], in: Die Christliche Welt 25 (1911), 765; Der Kernpunkt. Zu Harnacks Antwort auf den Offenen Brief Jathos, in: Die Christliche Welt 25 (1911), 812-813; Entwurf eines neuen Kirchenrechts für Preußen, in: An die Freunde. Nr. 36 vom 20. Juni 1911, 389-402; Unsozial?, in: Die Kirche im Gerichte ihrer Gegner, Frankfurt am Main 1911; [gemeinsam mit Martin Rade und Heinrich Weinel:] [Erklärung des Vorstandes der Vereinigung der Freunde der Christlichen Welt zum Fall Jatho], in: An die Freunde. Nr. 37 vom 20. September 1911, 406-407; [Selbstanzeige zu:] Entwurf eines Gesetzes betreffend die Religionsfreiheit im preußischen Staate mit Einleitung und Begründung vorgelegt, Tübingen 1911, in: An die Freunde. Nr. 37 vom 20. September 1911, 419; Die Hauptsache im Christentum, in: Zur Auseinandersetzung mit Jatho. Frankfurter Vorträge. Fünfte Reihe, Frankfurt am Main 1912; Der Preußische Oberkirchenrat, in: Recht und Wirtschaft 2 (1913), 36-37; Dr. Moeller und Foersters Entwurf einer Kirchenverfassung, in: Die Christliche Welt 27 (1913), 69; Wehrbeitrag und Kirchenvermögen, in: Die Christliche Welt 27 (1913), 592-596; Traub, Baumgarten und Foerster, in: An die Freunde. Nr. 45 vom 12. September 1913, 485-495; Der Preußische Oberkirchenrat, in: An die Freunde. Nr. 45 vom 12. September 1913, 495-496 [Nachdruck aus: Recht und Wirtschaft 2 (1913), 36-37]; Ist Gott eine Wirklichkeit?, in: Die Religion, Frankfurt am Main 1914; Bekenntnis, in: Die Religion im Krieg, Frankfurt am Main 1914; Individuum und Gemeinschaft, in: Die Christliche Welt 28 (1914), 628-635. 650-654; Noch einmal 1917, in: Die Christliche Welt 28 (1914), 674-675; Unsere sozialpolitische Bereitschaft zum Kriege, in: Die Christliche Welt 28 (1914), 871-874; Sammlung oder Steuer?, in: Die Christliche Welt 28 (1914), 910-912; Die Hohenzollern, in: Die Christliche Welt 29 (1915), 843-845; Randbemerkungen zu dem Aufsatze von Heinke »Vom Ideale der sichtbaren Kirche« [zu: Reinhold Heinke: Vom Ideale der sichtbaren Kirche, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 26 (1916), 71-180], in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 26 (1916), 261-269; Der Zwiespalt in der Kirche und ein Versuch zu seiner Lösung. Ein Wort zum Frieden, in: Die Christliche Welt 30 (1916), 768-771; Reformation und bürgerliche Freiheit, in: Das Vermächtnis der Reformation. Frankfurter Vorträge. Zehnte Reihe, Frankfurt am Main 1917, 5-22; Die sittliche Entrüstung, in: Martin Rade / Horst Stephan (Hrsg.): Festgabe für Wilhelm Herrmann zu seinem 70. Geburtstage dargebracht von Schülern und Kollegen. Mit einem Bilde [Zeitschrift für Theologie und Kirche 27 (1917)], Tübingen 1917, 88-102; Zur sechsten Kriegsanleihe [Nachdruck aus der Frankfurter Zeitung], in: Die Christliche Welt 31 (1917), 253-254; Zur Fortsetzung von Sohms Kirchenrecht, in: Die Christliche Welt 31 (1917), 555-560. 587-590; Neue Ämter für neue Aufgaben, in: Die Christliche Welt 32 (1918), 66-69; Weiteres über die Zukunft der Kirche, in: Die Christliche Welt 32 (1918), 487; Was wir unseren Gefallenen schuldig sind. Rede bei der Trauerfeier der Universität in der Paulskirche am 30. Mai 1919, in: Frankfurter Universitätsreden, Frankfurt am Main 1919; Fragen zu Luthers Kirchenbegriff aus der Gedankenwelt seines Alters, in: Festgabe für D. Dr. Julius Kaftan zu seinem 70. Geburtstage 30. September 1918 dargebracht von Schülern und Kollegen. Mit einem Bilde Julius Kaftans, Tübingen 1920, 87-102; Die Kirchengewalt, in: Festgabe für Friedrich Clemens Ebrard, 1920; Luthers Kirchenbegriff und die kirchliche Krisis von heute. I. Die Darstellung des lutherischen Protestantismus in Troeltsch's »Soziallehren«, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 28 (Neue Folge 1) 1920, 103-116; Wir, die Dinge und Gott, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 1; Offener Brief an Herrn Professor D. Rade als Mitglied der Preußischen Landesversammlung, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 22-25; Die gewaltige Hand Gottes, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 49; Gewissenserziehung, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 81; Demütigung oder Widerstand?, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 65-66; Lieben sollen, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 97-98; Gottesliebe und Nächstenliebe, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 113-114; Karl Müllers Kirchengeschichte, in: Die Christliche Welt 34 (1920), 809-812; Kirchenrecht vor dem 1. Clemensbrief, in: Harnack-Ehrung. Beiträge zur Kirchengeschichte. Ihrem Lehrer Adolf von Harnack zu seinem siebzigsten Geburtstage (7. Mai 1921) dargebracht von einer Reihe seiner Schüler, Leipzig 1921, 68-86; Zur religiösen Krisis der Gegenwart, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 241; Marburg 1887. Was ich Adolf Harnack verdanke, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 322-324; Bischöfliche Verfassung?, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 365-366; Die Kardinalfrage der evangelischen Kirchenverfassung. Zum Verfassungsentwurf für die Evangelische Landeskirche Preußens, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 785-789; Die Sammlung für Oppau, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 798-800; Marcionitisches Christentum. Der Glaube an den Schöpfergott und der Glaube an den Erlösergott. Vortrag auf der Eisenacher Tagung des Bundes für Gegenwartchristentum am 3. Oktober 1921, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 809-827 [siehe dazu auch das Diskussionsprotokoll, in: An die Freunde. Nr. 71 vom 10. November 1921, 777-779]; [Bemerkung zu Hugo Greßmann: Der Glaube an die sittliche Weltordnung], in: Die Christliche Welt 35 (1921), 909-910; [Diskussionsbeitrag zur Hauptversammlung des Bundes für Gegenwartchristentum am 4. und 5. Oktober 1921], in: An die Freunde. Nr. 71 vom 10. November 1921, 781; Menschlichkeit und Staatsgesinnung. Der Weg in die Zukunft, in: Handbuch der Politik. Dritte Auflage. Herausgegeben von Gerhard Anschütz, Max Lenz, Albrecht Mendelssohn Bartholdy und andere. Fünfter Band: Der Weg in die Zukunft (Ergänzungsband), Berlin-Grunewald 1922, 499-503; Religionslehrerschaft und Kirche, in: Die Christliche Welt 36 (1922), 245-246; Preußische Kirchenversammlung und preußischer Staat, in: Die Christliche Welt 36 (1922), 274-278; Der jetzige Kurs der Christlichen Welt [Zusammenfassung eines Vortrages von fremder Hand], in: An die Freunde. Nr. 74 vom 10. Dezember 1922, 802-803; Die Einleitung von Foersters Vortrag vom 27. 2., in: An die Freunde. Nr. 75 vom 8. April 1923, 815-818; Zu der geringschätzigen Bemerkung über den Rundfunk, in: Die Christliche Welt 38 (1924), 633; Die Lehren der Geschichte über den Konflikt zwischen Moral und Politik [zu: Friedrich Meinecke: Die Idee der Staatsraison in der neueren Geschichte, München und Berlin 1924], in: Die Christliche Welt 39 (1925), 788-793. 833-836. 904-908; Bemerkungen zu zwei kirchlichen Tagungen, in: Die Christliche Welt 40 (1926), 206-207; Von Julius Kaftan, in: Die Christliche Welt 40 (1926), 949-951; Leben und Geist des heutigen deutschen Protestantismus, in: Der Protestantismus der Gegenwart. Unter Mitwirkung führender Persönlichkeiten des kirchlichen und theologisch-wissenschaftlichen Lebens herausgegeben von Gotthilf Schenkel, Stuttgart 1927, 1-14; [Beitrag], in: [Hermann Mulert (Hrsg.):] Vierzig Jahre »Christliche Welt«. Festgabe für Martin Rade zum 70. Geburtstag 4. April 1927. Im Auftrag der Freunde zusammengestellt von Hermann Mulert, Gotha 1927, 100-102; Kaiser Wilhelm I. und die Lehrfreiheit der Geistlichen, in: Die Christliche Welt 41 (1927), 788-790; Zum Verständnis der Simultanschule, in: Die Christliche Welt 41 (1927), 790-792 [Teilabdruck aus: Frankfurter Zeitung. Nr. 587/1927]; Rudolf Bultmanns Jesusbuch, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche. Neue Folge 9 (1928), 28-50; Zwei Aktenstücke zur Geschichte des Verhältnisses zwischen dem Preußischen Staat und der Römischen Kirche, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte XLVI. Neue Folge IX (1928), 441-489; Liberalismus und Kulturkampf, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte XLVII. Neue Folge X (1928), 543-559; Vom Haben des Christen, in: Die Christliche Welt 42 (1928), 3. 49-50. 97-98. 145-146. 193-194; Kulturpolitik??, in: Die Christliche Welt 42 (1928), 508-512; Ein schönes unbekanntes Wort Adolf Schlatters, in: Die Christliche Welt 42 (1928), 542; Protest gegen die »Legende vom Herrn«, in: Die Christliche Welt 42 (1928), 581-584; Noch einmal Protest gegen die Christuslegende, in: Die Christliche Welt 42 (1928), 878; Zum Streit um Hasenclevers Komödie, in: Die Christliche Welt 43 (1929), 48-49; Der Kongreß christlicher Gewerkschaften in Frankfurt a. M., in: Die Christliche Welt 43 (1929), 963-964; Sohm widerlegt? Zu Günther Holsteins »Grundlagen des evangelischen Kirchenrechts« (Tübingen 1928), in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 48 (1929), 307-343; [Diskussionsbeitrag zu den Verhandlungen des Bundes für Gegenwartchristentum in Eisenach am 2. und 3. Oktober 1929], in: An die Freunde. Nr. 94 vom 5. November 1929, 1081-1082; Die zweite Auflage von RGG, in: Theologische Rundschau. Neue Folge 1 (1929), 361-375; Kulturpolitik ?? Über Emanuel Hirsch: Staat und Kirche im 19. und 20. Jahrhundert, Göttingen 1929, in: Die Christliche Welt 44 (1930), 287-292; Franz Adickes. Eine typische religiöse Entwicklung aus dem 19. Jahrhundert, in: Die Christliche Welt 44 (1930), 335-341; Zum Thema: Kulturpolitik?, in: Die Christliche Welt 44 (1930), 450-452; Selbstbiographien von Theologen (zu: Die Religionswissenschaft der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Herausgegeben von Erich Stange, Leipzig 1925f.; bisher 5 Bände / Otto Baumgarten, Meine Lebensgeschichte, Tübingen 1929), in: Theologische Rundschau. Neue Folge 2 (1930), 190-198; Staat und Organismus bei Kant und Schleiermacher, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche. Neue Folge 12 (1931), 407-421; Schuld und Strafe. Ein Nachwort zum Lübecker Ärzteprozeß, in: Die Christliche Welt 46 (1932), 269-274; Kirche wider Kirche. Friedrich Heiler, Im Ringen um die Kirche, München, Ernst Reinhardt, 1931, 568 Seiten, in: Theologische Rundschau. Neue Folge 4 (1932), 131-170; Deutsch, Lutherisch, Reformiert, in: Deutsches Christentum, Frankfurt am Main 1933; Hermann von der Goltz. [Besprechung zu:] Paul Gennrich / Eduard von der Goltz: Hermann von der Goltz. Ein Lebensbild als Beitrag zur Geschichte der deutsch-evangelischen Kirche des 19. Jahrhunderts. Herausgegeben zum 100jährigen Gedenktage seines Geburtstages am 17. März 1935, Göttingen 1935, in: Die Christliche Welt 49 (1935), 742-744; Biographien von Kirchenführern [Sammelbesprechung], in: Theologische Rundschau. Neue Folge 8 (1936), 223-245; Von den Anfängen, in: Die Christliche Welt 51 (1937), 295-302; Die Aufklärung in der Theologie des 19. Jahrhunderts [Sammelbesprechung], in: Theologische Rundschau. Neue Folge 10 (1938), 329-357; Freudiges Bekennen, in: Der Mensch von heute und der alte Glaube. Vier Vorträge in der deutschen evangelisch-reformierten Gemeinde, Frankfurt am Main 1938.

Beiträge für »Die Religion in Geschichte und Gegenwart«. Erste Auflage (Tübingen. Band 1: 1909; Band 2: 1910; Band 3: 1912; Band 4: 1913; Band 5: 1913) (Auswahl): Bayern: III. Bayerisches Religionsedikt (Band 1, 981-982); Cäsareopapismus (Band 1, 1528-1531); Civilstandsgesetzgebung (Band 1, 1823); Corpus Evangelicorum, Dissidenten (Band 2, 90-93); Einigungsbestrebungen (Band 2, 264-265); Episkopalismus: II. Im Protestantismus (Band 2, 422); Freikirche (Band 2, 1036); Glaube: VII. Glaubensfreiheit (Band 2, 1460-1461); Gotteslästerung (Band 2, 1597); Hessen und Hessen-Nassau: VIc. Konsistorialbezirk Frankfurt a. M. (Band 2, 2192-2194); Hierarchie (Band 3, 11); Kirche: V. Kirche und Staat (Band 3, 1156-1168); Kollegialismus (Kollegialsystem) (Band 3, 1584); Konkordate (Band 3, 1684); Kulturkampf, preußischer (Band 3, 1805-1815); Kultusministerium (Band 3, 1835-1839); Landrecht, allgemeines Preußisches (Band 3, 1958-1959); Lutherische Kirche (Band 3, 2428-2429); Parität (Band 4, 1215-1216); Plazet (Band 4, 1632); Pseudoisidorische Dekretalien (Band 4, 1964-1965); Schutz, strafrechtlicher, von Religion und Kirche (Band 5, 472-473); Staatsaufwendungen für kirchliche Zwecke (Band 5, 870-871); Staatskirche (Band 5, 881); vom und zum Stein, Heinrich Friedrich Karl (Band 5, 902-904); Summepiskopat, landesherrlicher (Band 5, 1016); Territorialismus (Band 5, 1133-1134); Theokratie (Band 5, 1196-1197); Union (Band 5, 1458-1461).

Beiträge für »Die Religion in Geschichte und Gegenwart«. Zweite Auflage (Tübingen. Band 1: 1927; Band 2: 1928; Band 3: 1929; Band 4: 1930; Band 5: 1931): Aufnahme in der Kirche (Band 1, 648-649); Breve (Band 1, 1251); Bulle (Band 1, 1356-1357); Cäsaropapismus (Band 1, 1419-1420); Corpus Evangelicorum (Band 1, 1730); Delegation (Band 1, 1820-1821); Denomination (Band 1, 1835); Dissidenten (Band 1, 1952-1954); Falk, Paul Ludwig Adalbert (Band 2, 503-504); Frankfurt a. M.: II. Universität (Band 2, 660-662); Glocken: III. Kirchenrechtlich (Band 2, 1248-1249); Herrmann, Emil (Band 2, 1835-1836); Hessen: II. Hessen-Nassau, preußische Provinz (Band 2, 1857-1862); Hierarchie (Band 2, 1878-1879); Kanzelparagraph (Band 3, 616); Kirche: VI. Rechtlich (Band 3, 812-814); Kirchenamt (Band 3, 823-825); Kirchendiebstahl (Band 3, 878); Kirchenhoheit (Band 3, 908-909); Kirchenordnungen (Band 3, 948-949); Kirchenregiment (Band 3, 961-963); Krieg: III B. Der Weltkrieg in seinen religiösen und sittlichen Auswirkungen (Band 3, 1316-1320); Kulturkampf (Band 3, 1352-1359); Kultusministerium (Band 3, 1373-1374); Landeskirche (Band 2, 1476-1478); Liberalismus: II. Liberalismus und Kirche (Band 2, 1624-1626); Literae apostoliae (Band 2, 1675); Parität (Band 4, 964-965); Parteien: II. Politische P.[artei]en und Christentum (Band 4, 973-977); Plazet (Band 4, 1297-1298); Preußen, Staat (Land Preußen) (Band 4, 1469-1480); Rechtsfähigkeit der Kirche (Band 4, 1765); Rechtsfähigkeit, Kirchliche (Band 4, 1765); Religionsgesellschaften (Band 4, 1905-1906); Religionsvergehen (Band 4, 1953-1954); Sanktion (Band 5, 114-115); Schlüsselgewalt (Band 5, 197-201); Schutz, Staatlicher, von Religion und Kirche (Band 5, 319-320); Sekten: III. Kirchenrechtlich (Band 5, 403); Staat: I. Systematisch (Band 5. 721-727); Staat: II B. Christentum und Staat (Band 5, 729-734); Staatsaufwendungen für kirchliche Zwecke (Band 5, 734-735); Staatskirche (Band 5, 741); vom und zum Stein, Karl Freiherr (Band 5, 774-775); Summepiskopat des Landesherren (Band 5, 918-919); Territorialismus (Band 5, 1052); Uebertritt (Band 5, 1336); Union (Band 5, 1370-1372); Vermögensrecht, Kirchliches (Band 5, 1551-1552); Versailler Vertrag (Band 5, 1553-1555); Zirkumskriptionsbullen (Band 5, 2125); Zivilstandsgesetzgebung (Band 5, 2127-2128).

Rezensionen: Gustav Frenssen: Die Sandgräfin, Berlin 1896, in: Die christliche Welt 11 (1897), 22; Otto Pfennigsdorf (Hrsg.): Auf evangelischer Warte. Jahrbuch für junge Männer, Dessau 1901 [und andere Titel], in: Die Christliche Welt 14 (1900), 1194-1195; R. Schwemer: Restauration und Revolution (Aus Natur und Geisteswelt. 37. Bändchen), Leipzig 1892, in: Die Christliche Welt 16 (1902), 787-788; Eugen Kühnemann: Schiller, München 1905, in: Die Christliche Welt 19 (1905), 429; Max Lehmann: Freiherr vom Stein. Dritter Teil: Nach der Reform 1808-1831, Leipzig 1905, in: Die Christliche Welt 20 (1906), 44-45; Heinrich Hansjakob: Mein Grab. Gedanken und Erinnerungen, Stuttgart 1905, in: Die Christliche Welt 20 (1906), 1168-1169; Horst Stephan: Herder in Bückeburg 1905, in: Historische Zeitschrift 97 (1906), 594-596; Philotesia. Paul Kleinert zum LXX. Geburtstag dargebracht von Adolf Harnack [und anderen], Berlin 1907, in: Die Christliche Welt 22 (1908), 499-500; Friedrich Michael Schiele: Die kirchliche Einigung des evangelischen Deutschland im neunzehnten Jahrhundert (Sammlung gemeinverständlicher Schriften aus dem Gebiet der Theologie und Religionsgeschichte. Band 50), Tübingen 1908, in: Die Christliche Welt 22 (1908), 979-980; Friedrich Niebergall: Die evangelische Kirche und ihre Reformen (Wissenschaft und Bildung. Band 39), Leipzig 1908, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 740; Eduard Hubrich: Das Verfahren gegen Geistliche der Lehrirrungen. Eine kirchenrechtliche Skizze, Berlin 1909, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 1075-1076; Hans Delbrück: Historische und politische Aufsätze, Berlin 1908, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 1260; Karl Rothenbücher: Die Trennung von Staat und Kirche, München 1908, in: Die Christliche Welt 24 (1910), 1005-1006; Horst Stephan: Die Neuzeit. Handbuch der Kirchengeschichte für Studierende. Vierter Teil, Tübingen 1909, in: Die Christliche Welt 24 (1910), 1100; Gottlob Engelhaaf: Geschichte der neuesten Zeit vom Frankfurter Frieden bis zur Gegenwart. Zweite Auflage, Stuttgart 1909, in: Die Christliche Welt 24 (1910), 1119; Rudolf G. Binding: Legenden der Zeit, in: Die Christliche Welt 25 (1911), 836; Kirchliches Jahrbuch für die evangelischen Landeskirchen Deutschlands 1912. Ein Hilfsbuch zur Kirchenkunde der Gegenwart. Herausgegeben von Johannes Schneider. 39. Jahrgang, Gütersloh 1913, in: Die Christliche Welt 27 (1913), 644; Rudolph Sohm: Weltliches und geistliches Recht, München / Leipzig 1914, in: Die Christliche Welt 28 (1914), 765; Martin Rade: Die Kirche nach dem Kriege (Sammlung gemeinverständlicher Vorträge und Schriften aus dem Gebiet der Theologie und Religionsgeschichte. Nr. 79), Tübingen 1916, in: Die Christliche Welt 30 (1916), 195-196; Johannes Müller: Volkskirche und Christentum (9. Kriegsheft der Grünen Blätter), Elmau 1917, in: Die Christliche Welt 31 (1917), 692; Friedrich Curtius: Die Kirche als Genossenschaft der Gemeinden, Tübingen 1919 [und andere Titel], in: Die Christliche Welt 34 (1920), 42-44; Hans Freiherr von Soden: Das Ende der evangelischen Volkskirche Preußens?, Berlin o.J., in: Die Christliche Welt 36 (1922), 532-534; Heinrich Frick: Die evangelische Mission. Ursprung, Geschichte, Ziel (Bücherei der Kultur und Geschichte. Band 26), Bonn 1922, in: Die Christliche Welt 38 (1924), 192-193; Otto Baumgarten: Die Gefährdung der Wahrhaftigkeit durch die Kirche (Bücherei der Christlichen Welt), Gotha / Stuttgart 1925, in: Die Christliche Welt 39 (1925), 568-569; Karl Müller: Kirchengeschichte. I. Band. Zweite Auflage. 1. Lieferung (Grundriß der Theologischen Wissenschaften. Zweite Abteilung), Tübingen 1924, in: Die Christliche Welt 40 (1926), 406-407; Dörries gegen Barth (Bernhard Dörries: Der ferne und der nahe Gott, Gotha 1927), in: Die Christliche Welt 41 (1927), 1102-1104; Rudolf Kaulla: Der Liberalismus und die deutschen Juden, das Judentum als konservatives Element, München 1928, in: Die Christliche Welt 43 (1929), 240-241); Karl Müller: Aus der akademischen Arbeit. Vorträge und Aufsätze, Tübingen 1930, in: Die Christliche Welt 44 (1930), 845-846; Siegfried Kähler: Legende und Wirklichkeit im Lebensbild des Kanzlers Bernhard von Bülow (Breslauer Universitätsreden. Band 9), Breslau 1922, in: Die Christliche Welt 47 (1933), 234; Raimund Eberhard: Modernes Naturrecht. Ein rechtsphilosophischer Versuch, Rostock o.J., in: Die Christliche Welt 50 (1936), 282-283.

Nachruf: Abschied von D. Dr. Erich Foerster (Als Manuskript gedruckt), o.O. [Frankfurt am Main] 1946.

Lit.: Ferdinand Kattenbusch: Von Schleiermacher zu Ritschl. Zur Orientierung über die Dogmatik des neunzehnten Jahrhunderts. Dritte vielfach geänderte Auflage. Mit einem Nachtrag über die neueste Entwicklung, Gießen 1903; - Hugo Weizsäcker: Bekenntniszwang und Landeskirche. von einem Juristen, in: Die Christliche Welt 18 (1904), 917-920; - Martin Schian: Zu Foersters Arbeitsprogramm, in: An die Freunde. Nr. 2 vom 14. Januar 1904, 13-14; - Hermann Mulert: Zum Foerster-Schiele-schen Schulprogramm, in: An die Freunde. Nr. 16 vom 15. Juli 1906, 139-140; - Julius Kaftan: Dogmatik. Fünfte und sechste verbesserte Auflage (Grundriss der Theologischen Wissenschaften. Fünfter Theil. Erster Band), Tübingen 1909; - Walter Struck: [Rezension zu:] Erich Foerster. Die Entstehung der preußischen Landeskirche unter Friedrich Wilhelm III. Zweiter Band, Tübingen 1907, in: Die Christliche Welt 23 (1909), 1099-1100; - Otto Herpel: Erich Foersters Kirchenbegriff, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 22 (1912), 145-163; - Constantin von Zastrow: Traub, Baumgarten und Foerster. Eine Entgegnung, in: An die Freunde. Nr. 46 vom 12. Oktober 1913, 519-523 [zu: Erich Foerster: Traub, Baumgarten und Foerster, in: An die Freunde. Nr. 45 vom 12. September 1913, 485-495]; - Ernst Troeltsch: Luthers Kirchenbegriff und die kirchliche Krisis von heute. II. Erwiderung, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 28 (Neue Folge 1) (1920), 117-123 [zu: Erich Foerster: Luthers Kirchenbegriff und die kirchliche Krisis von heute. I. Die Darstellung des lutherischen Protestantismus in Troeltsch's »Soziallehren«, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche 28 (Neue Folge 1) 1920, 103-116]; - Horst Stephan: Katholische Weltanschauungsprofessuren?, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 442-446; - Max Meinertz: Katholische Weltanschauungsprofessuren?, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 538-542; - Martin Rade: Ein offenes Wort aus Anlaß des Streites über die katholischen Weltanschauungsprofessuren. An Herrn Professor D. Meinertz, Magnificenz Münster, in: Die Christliche Welt 35 (1921), 560-564; - [Hermann Mulert (Hrsg.):] Vierzig Jahre »Christliche Welt«. Festgabe für Martin Rade zum 70. Geburtstag 4. April 1927. Im Auftrag der Freunde zusammengestellt von Hermann Mulert, Gotha 1927; - Jahresversammlungen der Freunde der Christlichen Welt [von 1892 bis 1927], in: [Martin Rade (Hrsg.):] An die Freunde. Vertrauliche d.i. nicht für die Oeffentlichkeit bestimmte Mitteilungen. Nr. 87 vom 8. August 1927, 999-1002; - Wilhelm Thimme: Die gegenwärtige Lage der deutschen evangelischen Theologie, in: Die Christliche Welt 42 (1928), 833-841; - Arthur Titius (Hrsg.): Deutsche Theologie. [Band 1:] Bericht über den ersten deutschen Theologentag zu Eisenach (Herbst 1927), Göttingen 1928; - Otto Baumgarten: Meine Lebensgeschichte, Tübingen 1929; - Martin Rade: Liberalismus III. Kirchlicher Liberalismus, in: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Zweite Auflage. Band 3, Tübingen 1929, 1626-1629; - Martin Rade: Unsere Zukunft. 3: Die liberale Theologie, in: An die Freunde. Nr. 97 vom 20. August 1930, 1023-1027; - Ernst Lohmeyer (Hrsg.): Deutsche Theologie. Dritter Band: Vom Worte Gottes. Bericht über den dritten deutschen Theologentag in Breslau vom 5. bis 8. Oktober 1930, Göttingen 1931; - Leopold Klotz (Hrsg.): Die Kirche und das dritte Reich. Fragen und Forderungen deutscher Theologen. 2 Bände, Gotha 1932; - Hermann Schuster: Freies deutsches Christentum. Wege und Irrwege [Erweiterter Sonderdruck aus: Die Christliche Welt 47 (1933), Nr. 19 bis Nr. 24], Gotha 1933; - Heinrich Weinel: Was alles »liberal-theologisch« sein soll, in: Die Christliche Welt 49 (1935), 712; - Martin Rade zum 80. Geburtstag 4. April 1937, in: Die Christliche Welt 51 (1937), 281-320; - Martin Rade: Religiöser Liberalismus. Glosse zu W.[alter] Niggs »Geschichte des religiösen Liberalismus«, in: Zeitschrift für Theologie und Kirche. Neue Folge 19 (1938), 243-261; - Martin Rade zum Gedächtnis, in: Die Christliche Welt 54 (1940), 241-264; - Johannes Herz: (Hrsg.): Evangelisches Ringen um soziale Gemeinschaft. Fünfzig Jahre Evangelisch-Sozialer Kongreß, Leipzig 1940; - Kirchliches Jahrbuch für die Evangelische Kirche in Deutschland (60-71) 1933-1944. Herausgegeben von Joachim Beckmann. Gütersloh 1948; Zweite Auflage, Gütersloh 1976; - Johannes Rathje: Die Welt des freien Protestantismus. Ein Beitrag zur deutsch-evangelischen Geistesgeschichte. Dargestellt an Leben und Werk von Martin Rade, Stuttgart 1952; - 400 Jahre Deutsche evangelisch-reformierte Gemeinde. Gemeindebuch der Deutschen evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt am Main. Herausgegeben vom Presbyterium der Gemeinde aus Anlaß der 400-Jahr-Feier 1955, Frankfurt am Main 1955; - Wilhelm Schneemelcher: »Christliche Welt«. Das Problem des 'Freien Protestantismus', in: Evangelische Theologie 10 (1955), 255-281; - Kurt Dietrich Schmidt: Der Widerstand der Kirche im Dritten Reich, in: Lutherische Monatshefte 1 (1962), 366-370; - Hans-Joachim Birkner: »Liberale Theologie«, in: Martin Schmidt und Georg Schwaiger (Hrsg.): Kirchen und Liberalismus im 19. Jahrhundert (Studien zur Theologie- und Geistesgeschichte im 19. Jahrhundert. Band 19), Göttingen 1976, 33-42 [zuerst in: Zeugnis und Dienst. Beiträge zu Theologie und Kirche in Geschichte und Gegenwart. Günter Busch zum 70. Geburtstag. Herausgegeben von Gottfried Sprondel, Bremen 1974, 174-186]; - Friedrich Wilhelm Kantzenbach: Kirchlich-theologischer Liberalismus und Kirchenkampf. Erwägungen zu einer Forschungsaufgabe, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 87 (1976), 298-320; - Klaus Scholder: Die Kirchen und das Dritte Reich. Band 1: Vorgeschichte und Zeit der Illusion 1918-1934, Frankfurt am Main / Berlin 1977; - Hans-Georg Geyer: Die dialektische Theologie und die Krise des Liberalismus, in: Rudolf von Thadden (Hrsg.): Die Krise des Liberalismus zwischen den Weltkriegen, Göttingen 1978, 155-170; - R. J. Zwi Werblowsky: Die Krise der liberalen Theologie, in: Rudolf von Thadden (Hrsg.): Die Krise des Liberalismus zwischen den Weltkriegen (Sammlung Vandenhoeck), Göttingen 1978, 147-154; - Walter Schmithals: Ein Brief Rudolf Bultmanns an Erich Foerster, in: Rudolf Bultmanns Werk und Wirkung. Herausgegeben von Bernd Jaspert, Darmstadt 1984, 70-80; - Jürgen Telschow / Elisabeth Reiter: Die evangelischen Pfarrer von Frankfurt am Main. Herausgegeben vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main (Schriftenreihe des Evangelischen Regionalverbandes. Nr. 6), Frankfurt am Main 1980, 84-86; - Klaus Scholder: Die Kirchen und das Dritte Reich. Band 2: Das Jahr der Ernüchterung. 1934. Barmen und Rom, Frankfurt am Main / Berlin 1985; - Ulrich Schneider: Die Bekennende Kirche zwischen »freudigem Ja« und antifaschistischem Widerstand. Eine Untersuchung des christlich motivierten Widerstandes gegen den Faschismus unter besonderer Berücksichtigung der Bekennenden Kirche in Kurhessen-Waldeck und Marburg, Kassel 1986; - Dieter Stoodt: Erich Foerster, in: Matthias Benad (Hrsg.): Gott in Frankfurt? Theologische Spuren in einer Metropole (Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung vom 17. - 21. Juni 1987 im Sozialzentrum der Johann Wolfgang Goethe-Universität an der Bockenheimer Warte und 1988 im Dominikanerkloster Frankfurt am Main), Frankfurt am Main 1987, 117-120; - Horst Renz / Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Umstrittene Moderne. Die Zukunft der Neuzeit im Urteil der Epoche Ernst Troeltschs (Troeltsch-Studien. Band 4), Gütersloh 1987; - Kurt Nowak: Die »antihistoristische Revolution«. Symptome und Folgen der Krise historischer Weltorientierung nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland, in: Horst Renz / Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Umstrittene Moderne. Die Zukunft der Neuzeit im Urteil der Epoche Ernst Troeltschs, Gütersloh 1987, 133-171; - Klaus Tanner: Antiliberale Harmonie. Zum politischen Grundkonsens in Theologie und Rechtswissenschaft der zwanziger Jahre, in: Horst Renz / Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Umstrittene Moderne. Die Zukunft der Neuzeit im Urteil der Epoche Ernst Troeltschs, Gütersloh 1987, 193-208; - Kurt Meier: Krisenbewältigung im freien Protestantismus. Kontinuitäts- und Umbruchsbewußtsein im kirchlichen Liberalismus nach 1918, in: Horst Renz / Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Umstrittene Moderne. Die Zukunft der Neuzeit im Urteil der Epoche Ernst Troeltschs, Gütersloh 1987, 285-304; - Kurt Nowak: Evangelische Kirche und Weimarer Republik. Zum politischen Weg des deutschen Protestantismus zwischen 1918 und 1932 (Arbeiten zur Kirchengeschichte. Band 7), Weimar 1988; - Dieter Stoodt: Liberale Theologie zwischen Affirmation und Kritik. Erich Foerster (1865-1945) als Praktischer Theologe, in: Martin Buber, Erich Foerster, Paul Tillich. Evangelische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Frankfurt a. M. 1914 bis 1933. Herausgegeben von Dieter Stoodt, Frankfurt am Main / Bern / New York / Paris 1990, 11-67; - Martin Rade. Aspekte seines Wirkens. Redaktion: Ana Maria Mariscotti de Görlitz und Walter Wagner (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 52), Marburg 1990; - Martin Rade. Theologe - Publizist - Demokrat (1857-1940). Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Marburg vom 26. April bis 20. Mai 1990. Herausgegeben von Ana Maria Mariscotti de Görlitz, Uwe Bredehorn und Hans-Gerd Happel (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 47), Marburg 1990; - Trutz Rendtorff: Das Verhältnis von liberaler Theologie und Judentum um die Jahrhundertwende, in: Trutz Rendtorff, Theologie in der Moderne. Über Religion im Prozeß der Aufklärung (Troeltsch-Studien. Band 5), Gütersloh 1991, 59-72; - Manfred Jacobs: Liberale Theologie, in: Theologische Realenzyklopädie. Band 21, Berlin 1991, 47-68; - Hans Martin Müller (Hrsg.): Kulturprotestantismus. Beiträge zu einer Gestalt des modernen Christentums, Gütersloh 1992; - Christoph Schwöbel: Einleitung, zu: [Martin Rade (Hrsg.):] An die Freunde. Vertrauliche d.i. nicht für die Oeffentlichkeit bestimmte Mitteilungen (1903-1934) [Nr. 1/1903 - Nr. 111/1934]. Nachdruck mit einer Einleitung von Christoph Schwöbel, Berlin / New York 1993, V-XXXIV; - Leonore Siegele-Wenschkewitz / Carsten Nicolaisen (Hrsg.): Theologische Fakultäten im Nationalsozialismus (Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Herausgegeben im Auftrag der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen. Band 18), Göttingen 1993; - Hartmut Ruddies: Liberale Theologie. Zur Dialektik eines komplexen Begriffs, in: Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Liberale Theologie. Eine Ortsbestimmung, Gütersloh 1993, 176-203; - Hartmut Ruddies: Liberales Kulturluthertum. Martin Rade 1857-1940, in: Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Profile des neuzeitlichen Protestantismus. Band 2: Kaiserreich, Gütersloh 1993, 399-422; - Leonore Siegele-Wenschkewitz (Hrsgin.): Christlicher Antijudaismus und Antisemitismus. Theologische und kirchliche Programme Deutscher Christen (Arnoldshainer Texte. Band 85), Frankfurt am Main 1994; - Matthias Wolfes: »Das Haus der Christlichen Welt«. Ein Beitrag zur Institutionalisierungsgeschichte des liberalen Protestantismus, in: Mitteilungen der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft 8 (1994), 76-106; - Kurt Nowak: Biographie und Lebenslauf in der Neueren und Neuesten Kirchengeschichte, in: Verkündigung und Forschung 39 (1994), 44-62; - Walter Kreck: Lebenserinnerungen von Erich Foerster (1865-1945), in: Reformierte Kirchenzeitung 1997. Heft 5, 226; - Erich Schulz-Du Bois: Ein verschollener Brief an Martin Niemöller, in: Deutsches Pfarrerblatt 98 (1998), 62-63; - RGG2 II, 628.

Matthias Wolfes

Letzte Änderung: 02.12.1999