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Band II (1990)Spalten 85-90 Autor: Friedrich Wilhelm Bautz

FRANCKE, August Hermann, Hauptvertreter des Hallischen Pietismus, * 22.3. 1663 in Lübeck als Sohn eines Rechtsanwalts und Syndikus, † 8.6. 1727 in Halle (Saale). - F. war drei Jahre alt, als Herzog Ernst der Fromme (s. d.) seinen Vater als Hof- und Justizrat nach Gotha berief, und erst sieben Jahre alt, als sein Vater starb. Für seine damals 35jährige Mutter war es keine leichte Aufgabe, die Erziehung der sechs Kinder, die ihr von neun geblieben waren, allein in die Hand zu nehmen, zumal sie wenige Monate später auch ihren Vater, den Bürgermeister von Lübeck, durch den Tod verlor. F. erhielt seine Schulbildung durch Privatlehrer. Nach einjährigem Besuch des Gymnasiums in Gotha erlangte er mit 14 Jahren die Reife zum akademischen Studium, blieb aber noch zwei Jahre daheim und widmete sich Privatstudien. Ostern 1679 bezog F. die Universität Erfurt und studierte von Herbst 1679 bis Frühjahr 1682 in Kiel, wo Christian Kortholt (s. d.) großen Einfluß auf ihn gewann. Dann trieb er noch zwei Monate bei Esra Edzardi (s. d.) in Hamburg hebräische Sprachstudien, die er in Gotha fortsetzte. Auch übte sich F. in der in Kiel erlernten englischen Sprache und bereicherte seine Sprachkenntnisse durch Erlernen der französischen Sprache. Im Frühjahr 1684 zog er als Informator eines wohlhabenden Theologiestudierenden nach Leipzig, erwarb 1685 die Magisterwürde und begann mit Vorlesungen. F. erlernte auch noch die italienische Sprache und übersetzte zwei Schriften Michael de Molinos (s. d.) ins Lateinische. Mit dem ihm befreundeten Magister Paul Anton (s. d.) und anderen Magistern gründete er im Juli 1686 das »collegium philobiblicum« zu dem Zweck, gemeinsam die Bibel zu lesen und in ihrer wissenschaftlichen und praktischen Auslegung gefördert zu werden. Auf Veranlassung seines Oheims reiste F. im Oktober 1687 nach Lüneburg zu dem Superintendenten Kaspar Hermaun Sandhagen und erlebte dort während der Meditation über den Predigttext Joh 20, 31 seine Bekehrung. Im Frühjahr 1688 setzte er in Hamburg bei Johannes Winckler (s. d.) seine Bibelstudien fort und weilte seit Ende 1688 einige Zeit in Dresden im Hause Philipp Jakob Speners (s. d.), dessen bedeutendster Schüler er wurde. Im Frühjahr 1689 nahm F. in Leipzig seine Lehrtätigkeit wieder auf und rief durch seine erwecklichen exegetischen Vorlesungen und das »collegium philobiblicum« eine tiefgehende Bewegung hervor. Die Fakultät untersagte ihm im August 1689 das Halten seiner Vorlesungen. Im März 1690 erhielt F. einen Ruf nach Erfurt als Diakonus an der Augustinerkirche und traf kurz vor Ostern in Erfurt ein. Sein Amtsantritt aber verschob sich bis zum Pfingstfest, weil man noch Gutachten über ihn einholte und auf einer öffentlichen Prüfung seiner Rechtgläubigkeit bestand. Er hatte an dem Senior und Professor Joachim Justus Breithaupt (s. d.), der seine Berufung auch veranlaßt hatte, einen treuen, gleichgesinnten Freund und Mitarbeiter. F. hielt theologische Vorlesungen und predigte ganz im Geist Speners. Seinen Feinden gelang es, daß der katholische Kurfürst von Mainz, der damals noch Landesherr von Erfurt war, F.s Privatversammlungen und Vorlesungen verbot. Sie erreichten schließlich auch, daß F. auf kurfürstlichen Befehl aus Erfurt ausgewiesen wurde und innerhalb zweier Tage die Stadt verlassen mußte, »da man dort nicht den Urheber einer neuen Sekte dulden könne«. F. verließ am 27.9. 1691 Erfurt und ging zu seiner Mutter nach Gotha. Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg berief ihn am 22.12. 1691 als Professor der griechischen und hebräischen Sprache an der in Halle entstandenen Universität und zugleich als Pfarrer an der Georgenkirche in Glaucha, der Vorstadt von Halle. In dem Kandidaten Johann Anastasius Freylinghausen (s. d.) fand F. 1694 einen Gehilfen, dem er 1715 seine Tochter zur Gattin gab. 1698 wurde F. Professor der Theologie und 1715 Pfarrer an der Ulrichskirche in Halle. - Mit ganz geringen Mitteln begann F. um Ostern 1695 eine Armenschule: »Ich ließ in der Wohnstube des Pfarrhauses eine Büchse festmachen«, erzählt F., »und darüber schreiben: 1. Joh. 3, 17: >So jemand der Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm?< und darunter 2. Kor. 9, 7: >Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.< Da etwa ein Vierteljahr die Armenbüchse in der Pfarrwohnung befestigt gewesen, gab eine gewisse Person auf einmal 4 Taler 16 Groschen hinein. Als ich dies in die Hände nahm, sagte ich mit Glaubensfreudigkeit: >Das ist ein ehrliches Kapital, davon muß man etwas Rechtes stiften; ich will eine Armenschule anfangen.< Ich besprach mich nicht darüber mit Fleisch und Blut, sondern fuhr im Glauben zu und machte noch desselbigen Tages Anstalt, daß für 2 Taler Bücher gekauft wurden, und bestellte einen armen Studenten, die armen Kinder täglich zwei Stunden zu unterrichten, dem ich wöchentlich 6 Groschen dafür zu geben versprach, in der Hoffnung, Gott werde indessen, da ein paar Taler auf diese Weise in acht Wochen ausgegeben würden, mehr bescheren.« Da sich niemand um die Waisenkinder kümmerte, gedachte F., ein Waisenhaus zu bauen, obwohl er keinen Pfennig Geld hatte. Aber er vertraute auf die Hilfe Gottes, und bald schenkte ihm ein Mann 500 Taler, damit er von den Zinsen ein Waisenkind unterhalten könnte. Statt eines Kindes wurden ihm vier gebracht. Da behielt er alle und begann im Vertrauen auf Gott den Bau eines Waisenhauses. Sein Glaube wurde nicht enttäuscht: »Von Woche zu Woche, von Monat zu Monat hat mir der Herr zugebröckelt, wie man den kleinen Küchlein das Brot zubröckelt, wie es die Notdurft erfordert«, schreibt F. Auf dem Giebel des Haupthauses steht ein zur Sonne strebender Adler mit der Inschrift: »Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler« (Jes 40, 31). Auf F.s Denkmal im Waisenhaus steht nur der Satz: »Er vertrauete Gott.« Das ist das Geheimnis seiner Schaffenskraft und die Erklärung für das Wachstum seiner Anstalten. Im Sommer 1696 eröffnete F. das Pädagogium, eine Art Ritterakademie für Söhne vornehmer Familien, die für das Universitätsstudium vorbereitet werden sollten. Bis 1746 sind 25 Grafen und 69 Freiherren durch das Pädagogium gegangen. Im September 1697 erfolgte die Gründung einer Lateinschule (Latina) für künftige Studierende und 1698 einer höheren Mädchenschule (Gynäceum). 1701 wurde der Bau des Waisenhauses vollendet. Unterricht und Aufsicht darin übertrug F. armen Studenten, für die er 1696 einen Freitisch gegründet hatte. Hinzukam 1707 noch das »Seminarium praeceptorum selectum«, dessen Mitglieder unter Gewährung eines Freitisches und mancherlei anderer Vergünstigungen für den Unterricht an den höheren Schulen seiner Anstalt vorbereitet wurden. So wuchs in verhältnismäßig kurzer Zeit das große Werk der »Franckeschen Stiftungen«. Das Unternehmen wurde in den nächsten Jahren durch die von Heinrich Julius Elers (s. d.) begründete Buchhandlung, eine Apotheke und mancherlei Stiftungen und staatliche Vorrechte wirtschaftlich sichergestellt. In F.s Todesjahr (1727) wurden in seinen Anstalten mehr als 2200 Kinder von 167 Lehrern, 8 Lehrerinnen und 8 Inspektoren unterrichtet, und 250 Studenten hatten dort ihren Freitisch mit der Gelegenheit und Verpflichtung zur Mitarbeit. Der Geist dieser Anstalten war der Geist F.s. »Die Ehre Gottes muß in allen Dingen, aber sonderlich in Auferziehung und Unterweisung der Kinder, als der Hauptzweck immer vor Augen sein.« Aufgabe und Ziel der Erziehung ist nicht, daß »die Kinder vornehm und hochangesehen in der Welt werden«, sondern daß sie »zur beständigen Furcht und Liebe des allgegenwärtigen Gottes erweckt« werden. Diese Erziehung zur wahren Gottseligkeit geschieht durch Brechung des natürlichen Eigenwillens, durch Nachahmung des frommen Beispiels und durch christliche Unterweisung. Katechismuslehre, erläutert durch biblische Geschichte, und fleißige Lektüre der Heiligen Schrift, sorgfältige Aufsicht, damit nichts Böses aufkomme, Erweckung eines regen Gebetslebens und eines »tätlichen Christentums mit aller Liebe und Sanftmut«, das waren die Kernstücke der F.schen Pädagogik. Das Hauptgewicht legte F. auf den Religionsunterricht, der täglich drei bis vier Stunden in Anspruch nahm. In den höheren Schulen betrug die Zahl der täglichen Unterrichtsstunden anfangs 10, später 8. Die Schüler gehörten nicht in allen Fächern derselben Klasse an, sondern waren in jedem Fach der Stufe zugeteilt, die ihnen nach ihren Kenntnissen zukam. Um die Hebung des Volksunterrichts und die Waisenerziehung, um die Förderung des deutschen, des Real- und Anschauungsunterrichts, um die Einführung und Verbreitung der höheren Mädchenschulen und die fachmännische Ausbildung der Lehrer hat sich F. verdient gemacht. Auch die 1710 gegründete von Cansteinsche Bibelanstalt (s. Canstein, Karl Hildebrand Freiherr von) wurde dem Werk angegliedert. - F. ist auch der Vater der deutschen evangelischen Mission. Dem Dänenkönig Friedrich IV. stellte er 1705 die Kandidaten Bartholomäus Ziegenbalg (s. d.) und Heinrich Plütschau (s. d.) für die Missionsarbeit in der dänischen Kolonie Trankebar in Ostindien zur Verfügung. Er wurde der geistige Träger der Dänisch-Hallischen Mission, für die er Gaben sammelte, zur Fürbitte aufrief und um Missionare warb. Er gab das erste Missionsblatt heraus, das als »Missionsnachrichten der Ostindischen Missionsanstalt« bis 1880 erschien. - Auch als Liederdichter sei F. erwähnt. Wir verdanken ihm das Lied zum Jahresschluß: »Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit ist abermals vollendet« und die Bearbeitung des 62. Psalms: »Was von außen und von innen täglich meine Seele drückt... «

Werke: Segensvolle Fußstapfen des noch lebenden u. waltenden liebreichen u. getreuen Gottes z. Beschämung des Unglaubens u. Stärkung des Glaubens entdecket durch eine wahrhafte u. umständliche Nachr. v. Waisenhaus u. übrigen Anstalten zu Glaucha vor Halle, 1701 (mit noch 6 Forts., 1702-09); Kurzer u. einfältiger Unterricht, wie die Kinder z. wahren Gottseligkeit u. christl. Klugheit anzuführen sind, 1702; Timotheus z. Fürbilde allen theologiae studiosis vorgestellet, 1695; Idea studiosi theologiae, 1712; Methodus studii theologici, 1723. - Öff. Zeugnis v. Werk, Wort u. Dienst Gottes. Theol. Schrr. v. A. H. F., 3 Bde., Halle 1702. - Der Große Aufs. Schr. über eine Reform des Erziehungs- u. Bildungswesens als Ausgangspunkt einer geistl. u. sozialen Neuordnung der Ev. Kirche des 18. Jh.s. Mit einer qu.krit. Einf. hrsg. v. Otto Podczelck, 1962. - Päd. Schrr. Hrsg. v. Gustav Kramer, Langensalza 18852 (Nachdr. 1966). - Päd. Schrr. Hrsg. v. Hermann Lorenzen, 1957 (19642). - Werke in Ausw. Hrsg. v. Erhard Peschke, 1969.

Lit.: C. Ecke, A. H. F., seine Wirksamkeit als Diaconus an der Augustinergemeinde zu Erfurt u. seine Vertreibung 1690 u. 1691 (Vortr.), 1877; - Gustav Kramer, A. H. F., 2 Bde., 1880-82; - Guido Stemmler, Die päd. Grundsätze u. Ansichten A. H. F.s systemat. dargest. u. beurteilt (Diss. Rostock), Jena 1885; - Richard Siegemund, A. H. F.s Stellung z. weibl. Erziehung (Diss. Leipzig), Großenhain (Sachsen) 1889; - R. Julius Hartmann, A. H. F. Ein Lb., 1897; - Gustav Friedrich Hertzberg, A. H. F. u. sein Hall. Waisenhaus, 1898; - August Otto, A. H. F., 2 Bde., 1902-04; - Otto Benkenstein, Das rel. Moment im Erziehungs- u. Unterrichtsplane A. H. F.s. Ein Btr. z. Charakteristik u. Kenntnis der Päd. u. Methodik des Pietismus (Diss. Erlangen), Borna - Leipzig 1909; - E. Breest, 1. Privileg A. H. F.s u. der Buchladen des Waisenhauses, in: ThStKr, 1911, 293 ff.; - P. Graff, Stellung A. H. F.s in der Gesch. der Liturgik, in: MGkK, 1913, 315; - Wilhelm Fries, Die Stiftungen A. H. F.s, 1913; - Adolf Sellschopp, Neue Qu. z. Gesch. A. H. F.s, 1913; - Hermann Werdermann, Die Päd. A. H. F.s, insbes. sein Rel.unterricht. Im Rahmen seiner Zeit u. unter vergleichender Heranziehung der Aufklärung (Diss. Erlangen), 1920; - Hans Leube, Die Gesch. der pietist. Bewegung in Leipzig (Diss. Leipzig), 1921; - Albert Krebs, A. H. F. u. Friedrich Wilhelm I. Ein Btr. z. Gesch. des Schul- u. Anstaltswesens (Diss. Frankfurt), Langensalza 1925; - Max Riedmann, A. H. F., in: Ders., Bilder v. Schaffen älterer päd. Meister, 1925, 44 ff.; - Johannes Biereye, A. H. F. in Erfurt, in: ZKGPrSa 21, 1925, 31 ff.; 22, 1926, 26 ff.; - G. Körner, A. H. F., ein großer Erzieher, in: Neue Christoterpe 48, 1926, 136 ff.; - Leopold Cordier, Der junge F., 1927; - Heilmut Heyden, A. H. F. Der Mann u. sein Werk, 1927; - K. Heilmann, A. H. F. als Begründer der ev. Mission, in: EvMiss 33, 1927, 121 ff.; - Martin Richter, A. H. F. u. die Heidenmission, in: NAMZ 4, 1927, 193 ff.; - A. Gehring, A. H. F. u. die Mission, in: Ev-luth. Missionsbl. 82, 1927, 122 ff.; - Karl Eger, A. H. F. Rede z. 200. Todestag, 1927; - Fedor Sommer, A. H. F. u. seine Stiftungen, 1927; - Karl Weiske, A. H. F.s Päd., A. H. F. der Deutschen Seelsorger, F. als Philologe, 1927; - Friedrich Mahling, Carl Mirbt u. August Nebe, Zum Gedächtnis A. H. F.s, 1927; - August Nebe, Neue Qu. zu A. H. F., 1927; - Ders., A. H. F. u. die Bibel, in: Zum Gedächtnis A. H. F.s, hrsg. v. Friedrich Mahling u. a., 1927, 1 ff.; - Ignaz Klug, Ringende u. Reife. Lb. vollendeter Menschen, 1928 (25. bis 27. Tsd.), 23 ff.; - Walther Michaelis, A. H. F., in: Mitteldt. Lb. IV, 1929, 41 ff.; - Ders., A. H. F., 1938 (19473); - Alfred Roth, A. H. F., 1932; - Moritz Wachter, Das psycholog. Moment in der Erziehungs- u. Unterrichtsmethode A. H. F.s (Diss. Erlangen), Kulmbach 1930; - Ernst Bartz, Die Wirtschaftsethik A. H. F.s (Diss. Heidelberg), 1934; - Fritz Blanke, A. H. F.s Bekehrung, in: Die Furche 20, 1934, 373 ff.; - Richard Kammel, A. H. F.s Tätigkeit f. die Diaspora des Ostens, in: Die ev. Diaspora 20, 1938, 312 ff.; - Jochen Klepper, Der König u. die Stillen im Lande. Begegnungen Friedrich Wilhelms I. mit A. H. F., Gotthilf August Francke, Johann Anastasius Freylinghausen, Nikolaus Ludwig Gf. v. Zinzendorf, 19382. 1956; - Herbert Stahl, A. H. F. Der Einfluß Luthers u. Molinos auf ihn (Diss. Berlin), Stuttgart 1939; - Ernst Bunke, A. H. F. Der Mann des Glaubens u. der Liebe, 1939 (19602); - Karl Hinrichs, Friedrich Wilhelm I. Kg. v. Preußen. Eine Biogr., I: Jugend u. Aufstieg, 1943; - Ders., Pietismus u. Militarismus im alten Preußen, in: ARG 49, 1958, 270 ff.; - Oskar Vogelhuber, Gesch. der neueren Päd., 1949; - Jörg Erb, Die Wolke der Zeugen I, 1951, 323 ff.; - Gerhard Hultsch, A. H. F. Der Vater der Waisen, 1951; - Hans Ahrbeck, Über die Erziehungs- u. Unterrichtsreform A. H. F.s u. ihre Grdl.n, in: 450 J. Martin-Luther-Univ. Halle-Wittenberg II, Halle (Saale) 1952, 77 ff.; - Ders., Über einige fortschrittl. Elemente in der Päd. A. H. F.s, in: Jb. f. Erziehungs- u. Schulgesch. 3, 1963, 3 ff.; - Eduard Winter, Halle als Ausgangspunkt der dt. Rußlandkunde im 18. Jh., 1953; - Erich Beyreuther, A. H. F. u. die Ökumene (Diss. Leipzig), 2 Bde., 1953; - Ders., A. H. F., Zeuge des lebendigen Gottes, 1956 (19693); - Ders., A. H. F. u. die Anfänge der ökumen. Bewegung, Leipzig - Hamburg-Bergstedt 1957; - Ders., Die große Wendung im Leben A. H. F.s, an: WuT 11, 1957, 130 ff.; - Heinz Welsch, Die F.schen Stiftungen als wirtschaftl. Großunternehmen. Unters. auf Grund der Rechnungsbücher der F.schen Stiftungen (Diss. Halle), 1956; -Joachim Böhme, Heinrich Julius Elers. Ein Freund u. Mitarbeiter A. H. F.s (Diss. Berlin F.U.), 1956; - Kurt Aland, A. H. F. u. die Privatbeichte, in: MPTh 45, 1956, 272 ff.; - Ders., Bem.en zu A. H. F. u. seinem Bekehrungserlebnis, in: Ders., Kirchengeschichtl. Entwürfe. Alte Kirche, Ref. u. Luthertum, Pietismus u. Erweckungsbewegung, 1960, 543 ff.; - Walter Schwarz, A. H. F. u. Schlesien, in: Jb. f. schles. Kirche u. KG NF 36, 1957, 106 ff.; - Friedrich Hauß, Väter der Christenheit II, 1957, 29 ff.; - Otto Podczeck, Die Arbeit am AT in Halle z. Z. des Pietismus. Das »Collegium Orientale theologicum« A. H. F.s, in: WZ Halle 7, 1957-58, 1059 ff.; - Ders., A. H. F.s Schr. über eine Reform des Erziehungs- u. Bildungswesens als Ausgangspunkt einer geistl. u. sozialen Neuordnung der Ev. Kirche des 18. Jh.s (Diss. Halle, 1960), 1959; u. in: AAL 53, 1962, H. 3, 1-163; - Rudolf Erckmann, Via humana. Wohltäter der Menschheit, 1958, 7 ff.; - Gerhard Morgenroth, Das Bild eines Menschen. A. H. F., in: Sozialpäd. Zschr. f. Mitarbeiter 3, 1961, 159 ff.; - Klaus Deppermann, Der hall. Pietismus u. der preuß. Staat unter Friedrich III. (Diss. Freiburg/Breisgau, 1958), Göttingen 1961; - Ders., Die Päd. A. H. F.s u. ihre Bedeutung f. die Ggw., in: IM 53, 1963, 277 ff.; - Erhard Peschke, Zur Struktur der Theol. A. H. F.s, in: ThLZ 86, 1961, 881 ff.; - Ders., Kirche u. Welt in der Theol. A. H. F.s, ebd. 88, 1963, 241 ff.; - Ders., Zur Hermeneutik A. H. F.s, ebd. 89, 1964, 98 ff.; - Ders., Stud. z. Theol. A. H. F.s, 1964; - Ders., Die Abendmahlsanschauung A. H. F.s, in: Kirche - Theol. - Frömmigkeit. Festg. f. Gottfried Holtz z. 65. Geb., 1965, 128 ff.; - Ders., Stud. z. Theol. A. H. F.s (Gert Haendler), in: ThLZ 90, 1965, 922 ff.; - Ders., Die Bedeutung der Mystik f. die Bekehrung A. H. F.s, ebd. 91, 1966, 881 ff.; - Ders., Stud. z. Theol. A. H. F.s, ebd. 92, 1967, 926 ff.; - Ders., Die theol. Voraussetzungen der universalen Reformpläne A. H. F.s, in: Wort u. Gemeinde. Festschr. f. Erdmann Schott z. 65. Geb. Aufss. u. Vortrr. z. Theol. u. Rel.wiss., 1967, 97 ff.; - Ders., Das Lutherverständnis A. H. F.s, in: ThLZ 94, 1969, 81 ff.; - Kurt Meier, A. H. F. u. der Hallenser Pietismus, in: GuG 9, 1963, 45 f.; - W. Brix, A. H. F., in: Päd. Arbeitsbll. z. Fortbildung f. Lehrer u. Erzieher 15, 1963, 301 ff.; - A. H. F. u. die Anfänge der Tranquebar-Miss., in: LR 13, 1963, 372 ff.; - Amedo Molnár, A. H. F. u. die Bedeutung des hall. Pietismus f. die tschech. Protestanten, in: ThLZ 89, 1964, 1 ff.; - A. H. F. Festreden u. Kolloquium über die Bildungs- u. Erziehungsgedanken bei A. H. F. aus Anlaß der 300. Wiederkehr seines Geb. 22.3. 1963, Halle (Saale) 1964; - Gerhard Meyer, Der Hallenses Pietismus A. H. F.s in seinem Verhältnis z. brandenburg-preuß. Staat, in: Jb. der schles. Friedrich-Wilhelms-Univ. zu Breslau 10, Würzburg 1965, 59 ff.; - A. H. F. Wort u. Tat. Ansprachen u. Vortrr. z. 300. Wiederkehr seines Geb., hrsg. v. Dietrich Jungklaus, 1966; - Erkki Kansanaho, Der Einfluß F.s auf den nordeurop. Pietismus, in: A. H. F. Wort u. Tat. Ansprachen u. Vortrr. z. 300. Wiederkehr seines Geb., 1966, 62-77; - Arno Lehmann, A. H. F.s weltweites Wirken, ebd. 78-102; - Helmut König, A. H. F. in seiner Zeit u. f. unsere Zeit, ebd. 103-118; - Martin Schmidt, A. H. F.s Stellung in der pietist. Bewegung, ebd. 18-41; - Ders., A. H. F.s Katechismuspredigten, in: LuJ 33, 1966, 88 ff.; - Ders., A. H. F.s Erkl. des 139. Psalms, in: Wort - Gebet - Glaube. Btrr. z. Theol. des AT. Walther Eichrodt z. 60. Geb. Zus. mit Johann Jakob Stamm u. a. hrsg. v. Hans Joachim Stoebe, Zürich 1970, 263 ff.; - Friedrich de Boor, A. H. F.s paränet. Vorlesungen u. seine Schrr. z. Methode des theol. Studiums, in: ZRGG 20, 1968, 300 ff.; - Peter Menck, Neuere Lit. zu A. H. F., in: PädR 22, 1968, 175 ff.; - Ders., Die Erziehung der Jugend z. Ehre Gottes u. z. Nutzen des Nächsten. Begründung u. Intentionen der Päd. A. H. F.s (Diss. Bonn), Wuppertal - Ratingen - Düsseldorf 1969; - Wolf Oschlies, Die Arbeits- u. Berufspäd. A. H. F.s Schule u. Leben im Menschenbild des Hauptvertreters des Halleschen Pietismus (Diss. Hamburg), Witten (Ruhr) 1969, - Der Briefwechsel Carl Hildebrand v. Cansteins mit A. H. F., hrsg. v. Peter Schicketanz, Berlin - New York 1972; - Kosch, LL I, 540 f.; - KLL V, 823 f. (Öff. Zeugnis v. Werk, Wort u. Dienst Gottes); - MGG IV, 683 ff.; - Honegger I, 362; - Blume 124. 169 f. 173. 408; - ADB VII, 219 ff.; - NDB V, 322 ff.; - LexPäd(F) II, 68 ff.; - RE VI, 150 ff.; - EKL I, 1318 f.; - RGG II, 1013 ff.; - LThK IV, 250 f.; - NCE VI, 73 f.

Friedrich Wilhelm Bautz

Werkeergänzung:

2006

Erklärung der Psalmen Davids (mit einer Vorrede von Gotthilf August Franken) Jahr: 1730 und 1731 (2 Bände), Verlag: Halle an der Saale; Philipp Jakob Spener, Briefwechsel mit A.H.F. 1689-1704. Hrsg. von Johannes Wallmann u. Udo Sträter. Tübingen 2006.

Literaturergänzung:

1996

Witt, Ulrike, Bekehrung, Bildung und Biographie. Frauen im Umkreis des Halleschen Pietismus. Reihe "Hallesche Forschungen" Bd. 2, Halle 1996; -

2005

Veronika Albrecht-Birkner, F. in Glaucha. Kehrseiten e. Klischees (1692-1704). Tübingen 2004 (=Hallesche Forschungen; 15); - Friedrich de Boor, A.H.F. u.d. mystische Lehre von d. geistl. Trunkenheit, in: Interdisziplinäre Pietismusforschungen. Bd. 1. Halle 2005, S. 155-170; - Ona Aleknaviciene, Heinrich Lysius' Missionsarbeit in Preußisch-Litauen nach seinen Briefen an A.H.F., in: Interdisziplinäre Pietismusforschungen. Hrsg. von Udo Sträter. Halle 2005, S. 675-688;- Esko Laine, Die literarische Rezeption A.H.F.s u. d. hallischen Pietismus in Finnland im 18. Jhr., in: ebd. S. 727-731; - Hans-Martin Kirn, Trauer u. Melancholie bei Philipp Jakob Spener u. August Hermann Francke, in: Interdisziplinäre Pietismusforschungen. Hrsg. von Udo Sträter. Halle 2005, S. 571-583; -

2006

Claudia Drese, Die Zöglinge F.s in Schlesien. Zur Wirkung d. hallischen Pietismus in Schlesien, in: JSKG 84/85.2006, S. 183-202; -

2007

Silke Brockerhoff, "Begabtenförderung" bei A.H.F. am Beisp. der Lateinischen Schule, in: Zwischen christl. Tradition u. Aufbruch in d. Moderne. Tübingen 2007, S. 87-109;- Markus Meumann, Kommentar zu Silke Brockerhoff, in: ebd. S. 111-116;- Joke Spaans, Kommentar zu Silke Brockerhoff, in: ebd. S. 117-120;- Axel Oberschelp, Ausstrahlung u. Gravitation von F.s Schulen, in: ebd. S. 121-137;- Daniel Tröhler, Histor. Bildungsforschung zwischen narrativer Fiktion u. lokaler Persistenz. Kommentar zu Axel Oberschelp, in: ebd. S. 139-145; -

2008

Dieter Ising, August Hermann Franckes Reise nach Süddtl. 1717/18, festgehalten in Briefen u. Aufzeichn. Johann Albrecht Bengels, in: Tradition und Fortschritt. Epfendorf 2008, S. 145-163; -Wolfgang Schöllkopf, "Streit im Münster". A.H.F. zu Besuch in Ulm 1717/18, in: ebd. S. 165-186; - Erhard Peschke, Die Theol. A.H.F.s. Bad Wildbad 2008; - Udo Sträter, August Hermann Francke u. Martin Luther, in: PuN 34.2008, S. 20-41; -

2009

Marianne Schröter, Enzyklopädie u. Propädeutik in d. Halleschen Tradition, in: PuN 35.2009, S. 115-147.

Letzte Änderung: 12.01.2010