Verlag Traugott Bautz |
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GRESSMANN, Hugo, Theologe, * 21.3. 1877 in Mölln (Lauenburg) als Sohn des Bahnhofsverwalters, † 7.4. 1927 in Chicago (auf einer Vortragsreise). - G. studierte in Greifswald, Göttingen, Marburg und Kiel und promovierte in Göttingen zum Dr. phil. Er wurde 1902 Privatdozent für Altes Testament in Kiel und war 1906 Mitarbeiter des »Deutschen evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem«. G. wirkte seit 1907 als ao. und seit 1920 als o. Professor in Berlin. - Aus der Schule des Julius Wellhausen (s. d.) hervorgegangen, wurde G. mit Hermann Gunkel (s. d.) der bedeutendste Vertreter der Religionsgeschichtlichen Schule. Er war seit 1924 Herausgeber der »Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft« und seit 1925 Direktor des »Institutum Judaicum«.
Lit.: H. G. Gedächtnisworte v. Arthur Titius, Theodore Henry Robinson, Ernst Sellin, Johannes Hempel, in: ZAW 45, 1927, I- XXIV; - Kraus 296 ff. 305 ff. u. ö.; - NDB VII, 50 f.; - RGG II, 1856; - DB Suppl. III, 1372 f.; - LThK IV, 1222; - NCE VI, 800 f.
Friedrich Wilhelm Bautz
Werkeergänzung:
2008
Albert Eichhorn, The Lord's Supper in the New Testament. With an introductory essay "A.E. and the history of religion school" / by Hugo Gressmann. Transl. by Jeffrey F. Cayzer. Leiden 2008.
Literaturergänzung:
2005
Henry Wassermann, Prof. Dr. H.G.: "... Ich bitte endlich, diese Gastvorlesungen auch als eine Anerkennung der jüdischen Wissenschaft zu betrachten", in: Reuchlin und seine Erben. Hrsg. von Peter Schäfer u. Irina Wandrey. Ostfildern 2005, S. 285-292; -
2008
Konrad Schmid, Die Geschichte vom Sündenfall zwischen hist. Bibelkritik u. Theol. Die Kontroverse zwischen Ludwig Köhler, Emil Brunner u. Hugo Greßmann aus d. Jahr 1926, in: Bibl. Theol. u. hist. Denken. Basel 2008, S. 335-355.
Letzte Änderung: 09.04.2011