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Band II (1990)Spalten 397-404 Autor: Friedrich Wilhelm Bautz

GUSTAV II. ADOLF, König von Schweden, * 19. (9. nach dem Julianischen Kalender) 12. 1594 in Stockholm als Sohn des Herzogs Karl von Södermannland und der Prinzessin Christina von Holstein-Gottorp, † 16. (= alten Stils) 11. 1632 bei Lützen, beigesetzt in der Riddarsholmkirche in Stockholm. - König Johann III. von Schweden (1569-92), dessen irenisch-katholisierende Politik die Reformatorischgesinnten zu heftiger Abwehr veranlaßte, bestätigte zwar die neue evangelische Kirchenordnung von 1571, führte aber eine katholisierende Meßordnung, das "rote Buch" ("Röda boken"), ein, die 1575 auf einer Kirchenversammlung zu Stockholm angenommene und 1577 vom Reichstag zu Stockholm genehmigte Liturgie. Als Johann III. 1592 starb und ihm sein in der katholischen Lehre streng erzogener Sohn Sigismund, der seit 1587 König von Polen war, nachfolgen sollte, verlangten die Reichsstände angesichts der nun drohenden Gegenreformation genügende Sicherheit gegen das polnische und katholische Interesse des Königs. Während Sigismund noch in Polen weilte, berief G. A.s Vater, der jüngste Sohn des Königs Gustav I. Wasa (1496-1560), des Begründers der Reformation in Schweden, 1593 eine Kirchenversammlung zu Uppsala ein, um die Rückführung Schwedens zum Katholizismus zu hindern. Diese wichtigste Kirchenversammlung in der Geschichte der schwedisch-lutherischen Kirche schaffte das "rote Buch" ab, bestätigte die Kirchenordnung von 1571 und erklärte, an Gottes reinem Wort, den drei altkirchlichen Symbolen und der "Confessio Augustana invariata" festhalten zu wollen. Die gegenreformatorischen Versuche Sigismunds scheiterten völlig. Die Reichsstände beschlossen im Oktober 1595 in Söderköping, daß die evangelisch-lutherische Religion die alleinherrschende und alleingeduldete Landesreligion sein sollte, und erklärten Herzog Karl Södermannland zum Reichsverweser. Karl besiegte 1598 in der Schlacht bei Stangebro seinen Neffen Sigismund. 1599 erklärte der Reichstag zu Stockholm den König für abgesetzt und zwang ihn 1604 zu Nörköping auf einstimmigen Beschluß der Stände, dem schwedischen Thron zu entsagen, den nun G. A.s Vater als Karl IX. einnahm. Er verwandte große Sorgfalt auf die Erziehung seines Sohnes, der sich für die Staatsgeschäfte und besonders für das Kriegswesen lebhaft interessierte. Darum nahm Karl IX. G. A. noch im Kindesalter schon mit nach Livland in den Krieg und zog ihn mit 10 Jahren zu den Sitzungen des Staatsrats hinzu; der Sechzehnjährige vertrat bereits den Vater im Krieg und im Rat und war eifrig bemüht, sein militärisches und staatsmännisches Wissen und Können zu mehren. Als Karl IX. am 30.10. 1611 starb, übernahm G. A., von den Ständen für mündig erklärt, die Regierung Schwedens und die Führung der von seinem Vater begonnenen Kriege gegen Dänemark, Rußland und Polen. Er ernannte Axel Oxenstierna (1583-1654) zu seinem Kanzler, der als ausgezeichneter Staatsmann ihm mit seinem besonnenen und verständigen Rat und aufopfernder Treue diente. G. A. ordnete die Staatsverwaltung, die Finanzen und das Heerwesen und beendete 1613 den Krieg mit Dänemark durch den Friedensvertrag von Knäres: gegen eine hohe Geldsumme erhielt er das von den Dänen eroberte Gebiet zurück, mußte ihnen aber als Pfandbesitz Elfsborg lassen, den einzigen Zugang Schwedens zur Nordsee. G. A. kämpfte 1614 siegreich gegen Rußland, das ihm im Frieden von Stolbowa 1617 Karelien und Ingermanland abtrat. Mit ganzer Kraft wandte er sich nun gegen seinen Hauptgegner im Gebiet des Baltischen Meeres, Sigismund von Polen, der an seinem Anspruch auf den schwedischen Thron festhielt und mit Waffengewalt seinen Vetter zu vertreiben bestrebt war. G. A. eroberte 1621 Riga und bald darauf Mitau und besetzte 1626 das polnische Lehnsherzogtum Preußen. Bedrohlich wurde auch für ihn der Verlauf des dänisch-niedersächsischen Krieges (1625-29), der zweiten Periode der ersten Hälfte des Dreißigjährigen Krieges. 1626 wurde Graf Ernst von Mansfeld an der Elbbrücke bei Dessau von Albrecht von Wallenstein, Herzog von Friedland, und Christian IV. von Dänemark bei Lutter am Barenberge von Johann Grafen von Tilly, Feldherrn der katholischen Liga, vernichtend geschlagen. Wallenstein und Tilly jagten die Dänen durch Brandenburg und Mecklenburg vor sich her und drangen bis nach Jütland hinauf. Wallenstein eroberte die ganze Ostseeküste und wollte dem Kaiser auch die Herrschaft über die Ostsee erringen. Ferdinand II. ernannte ihn zum "General der ganzen kaiserlichen Schiffsarmada wie auch des ozeanischen und baltischen Meeres General". Nur das kleine Stralsund widerstand der Belagerung durch Wallenstein, weil von der See her schwedische und dänische Schiffe Lebensmittel, Waffen und Verstärkungen heranschafften. Mit dem König von Dänemark wurde 1629 zu Lübeck ein milder Friede geschlossen: Christian IV. mußte nur versprechen, sich fernerhin nicht mehr in die deutschen Verhältnisse einmischen zu wollen. Am 6.3. 1629 erließ der Kaiser auf dem Höhepunkt seiner Macht das Restitutionsedikt, das anordnete, daß alle seit dem Passauer Vertrag von 1552 eingezogenen geistlichen Güter an die katholische Kirche zurückgegeben werden müssen. Unter diese Bestimmung fielen die Erzbistümer Magdeburg und Bremen, 12 Bistümer und 500 Abteien. Die Durchführung des Restitutionsedikts bedeutete den finanziellen Zusammenbruch derer, die sich im Besitz der geistlichen Güter befanden. Gleichzeitig wäre in diesen Gebietsteilen der Protestantismus ausgerottet worden. Da brachte das Jahr 1630 die Wende. Auf dem Kurfürstentag zu Regensburg zwangen die Fürsten Ferdinand II., Wallenstein, der ihnen allen zu mächtig geworden war, abzusetzen; er zog sich auf seine Güter in Böhmen zurück. Das Hauptereignis aber, das die Kriegslage völlig veränderte, war die Landung G. A.s auf deutschem Boden. Mit wachsender Besorgnis hatte der König die ungeheure Machtausdehnung Habsburgs und den Verlauf des dänisch-niedersächsischen Krieges verfolgt. Da der Kaiser und die Liga 1629/30 von der holländischen Grenze bis Danzig die Nord- und Ostseeküste beherrschten, erkannte G. A. klar die seinem Land drohende Gefahr, die religiöse und politische Unabhängigkeit zu verlieren. Er wollte und mußte seinen bedrängten Glaubensbrüdern in Deutschland in ihrer höchsten Not Hilfe bringen und zugleich seinem Reich die Herrschaft über die so heiß umstrittene Ostsee erkämpfen und sichern. Nach ernsten Erwägungen und Beratungen mit seinem Kanzler Oxenstierna und nach Billigung seiner Pläne durch die Stände seines Reiches 399 betrieb G. A. mit Eifer die Vorbereitungen zum Eintritt in den Krieg gegen Ferdinand II. Mit Sigismund von Polen schloß er am 16.9. 1629 einen sechsjährigen Waffenstillstand, den die Franzosen vermittelt und die polnischen Großen gegen ihren König durchgesetzt hatten. Nun war für ihn der Zeitpunkt gekommen, seinen Kriegsplan auszuführen. Ende Mai 1630 nahm G. A. Abschied von seiner Gattin, der Prinzessin Marie Eleonore von Brandenburg, und seiner dreieinhalbjährigen Tochter Christine (s. d.), die 1632 als Nachfolgerin ihres Vaters Königin von Schweden wurde. Auf der Höhe von Usedom an der Peenemündung landete er am 26.6. (alten Stils) 1630 mit 13000 Mann, verstärkte aber innerhalb weniger Wochen sein Heer durch Zuzug aus Preußen auf 20000. G. A. brachte die Inseln Usedom und Wollin und damit die Odermündungen in seine Gewalt und segelte über das Haff nach Stettin. Bogislaw XIV., der letzte Herzog von Pommern, mußte ihm nach versuchtem Widerstand die Tore Stettins öffnen und am 25.8. mit ihm einen Bündnisvertrag schließen, der die Schweden praktisch zu Herren des Landes machte. Im Herbst trafen weitere Verstärkungen aus Preußen ein, und G. A. wandte sich nach Mecklenburg, kam aber wegen des schlechten Wetters und der grundlosen Wege zur Winterzeit nur langsam vorwärts. Mit starker Heeresmacht rückte ihm Tilly entgegen, wich aber dem Kampf aus. Der kaiserliche Feldherr zog vor Neubrandenburg und nahm die Stadt ein. Dann warf er sich auf Magdeburg. Als G. A. im Juni 1630 die Seefahrt nach Deutschland antrat, hatte er gedacht, die deutschen evangelischen Fürsten würden sein Kommen begrüßen und ohne weiteres sich ihm anschließen zum gemeinsamen Krieg gegen Ferdinand II. Es war aber nicht eingetroffen, was G. A. erwartet hatte: die Fürsten verhielten sich gegen ihn mißtrauisch und sehr zurückhaltend. Sein Schwager, Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg, und der ängstlich zu Österreich hinneigende Johann Georg I. von Sachsen (s. d.) waren nicht bereit, seine Bundesgenossen zu werden, da G. A. von ihnen unbedingte Unterwerfung unter seine Kriegsleitung verlangte und sie dem Schwedenkönig nicht zutrauten, daß er als Feldherr dem bisher nie besiegten Tilly überlegen sei. Auf der Versammlung evangelischer Stände aus Nord- und Süddeutschland im Februar 1631 zu Leipzig hatte man beschlossen zu rüsten, um eine Politik der mittleren Linie zwischen dem Kaiser und G. A. durchsetzen zu können. Magdeburg, das sich der Durchführung des Restitutionsedikts widersetzte und von Tilly belagert wurde, hatte sich für G. A. erklärt, der der für ihn so wichtigen Elbfestung einen seiner tüchtigsten Offiziere, den Obersten Falkenberg, als Kommandanten gesandt und weitere Hilfe zugesichert hatte. Johann Georg I. von Sachsen verweigerte dem Schwedenkönig den Elbübergang bei Wittenberg. Den Vormarsch nach Magdeburg wollte G. A. nicht wagen, bevor er eine Verständigung mit Brandenburg erzielt hatte. Vergeblich versuchte er, durch einen Angriff auf Frankfurt an der Oder Tilly von Magdeburg wegzulocken. So nahm G. A. im Sturm Frankfurt und eroberte auch Landsberg an der Warthe. Langsam rückte er durch Brandenburg vor und zwang den Kurfürsten durch Waffengewalt, ihm 400 seine Festungen Spandau und Küstrin zu öffnen und am 20.4. mit ihm ein Bündnis zu schließen. Es war aber für Magdeburgs Entsatz zu spät. Nach heftigem Beschuß der Elbfestung durch Tilly nahm der Reitergeneral Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim am 20.5. im Sturm die Stadt, in der sich nun Mordgier und Raublust austobten. Während der Plünderung brach eine Feuersbrunst aus, die den Greueln des Kampfes zwar ein Ende machte, aber die Schrecknisse noch vermehrte. Magdeburg wurde zu einem Trümmerhaufen; nur der Dom, ein Kloster und einige Fischerhütten blieben übrig. Die Kunde von der Einnahme und Zerstörung Magdeburgs erreichte den König in Potsdam. Er zog sich nach Spandau und auf den Abschnitt zwischen Havel und Oder zurück. Am 23.7. 1631 schloß G. A. zu Bärwalde mit Frankreich einen Subsidienvertrag. Monatelange Verhandlungen mit dem Kurfürsten von Sachsen verliefen ergebnislos. Als aber Tilly Ende August in kursächsisches Gebiet einbrach und die Städte Halle, Eisleben, Merseburg und Weißenfels einnahm, beschloß Johann Georg I., seine Truppen mit denen G. A.s zu vereinigen, und lud den König zum Einmarsch in sein Land ein. Am 15.9. kamen beide zu gemeinsamer Beratung in Düben zusammen. Der Kurfürst bestand darauf, daß Tilly angegriffen werde; nur ungern willigte der König ein. Am 17.9. kam es zur Schlacht auf dem Breiten Felde bei Leipzig. Schon nach den ersten Angriffen der Kaiserlichen stoben die Sachsen in wilder Flucht auseinander; seinen fliehenden Truppen weit voran ritt Johann Georg I. nach Halle. G. A. aber erfocht einen glänzenden Sieg über Tilly, der nach 36 Siegen die erste Niederlage erlitt, und sprengte sein Heer auseinander. Dieser Sieg machte den Schwedenkönig zum Herrn von Nord- und Mitteldeutschland und vernichtete den Waffenruhm Tillys. Die Übermacht der katholischen Partei war gebrochen. Es war ein Sieg von welthistorischer Bedeutung: "Glaubensfreiheit für die Welt rettete bei Breitenfeld Gustav Adolf, Christ und Held." Nun begann des Königs Siegeszug durch Mittel- und Süddeutschland. Ende September nahm er Erfurt ein und erschien schon Anfang Oktober vor Würzburg, das ihm nach kurzer Belagerung die Tore öffnete. Mainabwärts drang er bis zum Rhein vor, den er bei Oppenheim überschritt. Mainz fiel Mitte Dezember in seine Hände, und hier hielt er Winterquartier. Gastlich nahm er die Vertriebenen bei sich auf, darunter auch Friedrich V. von der Pfalz, den "Winterkönig" von Böhmen. Die schwedische Werbetrommel erscholl durch ganz Deutschland, und in Scharen strömten dem König die Truppen zu. Schon waren es 80 000, und in einigen Monaten hatte er über 100 000 Mann unter seinen Fahnen. Im März 1632 brach G. A. von Mainz auf und zog am 31.3. unter dem Jubel der Bevölkerung in Nürnberg ein. Er rückte dann auf Donauwörth los und erzwang sich am 15.4. durch einen zweiten Sieg über Tilly den Übergang über den Lech und den Einmarsch nach Bayern. Tilly wurde schwer verwundet und starb am 30.4. 1632 in Ingolstadt. Kurfürst Maximilian I. von Bayern floh in die Oberpfalz. Am 12.5. hielt G. A. einen glänzenden Einzug in München. Der König stand auf dem Höhepunkt seiner Macht, und es war nur eine Frage der Zeit, wann er dem Kaiser in Wien den Frieden diktieren werde. In seiner Not rief Ferdinand II. Wallenstein wieder herbei, der sich erst nach mancherlei Ausflüchten bereit erklärte, ein neues Heer aufzustellen. Er übernahm den Oberbefehl aber nur unter der Bedingung, daß ihm niemand, selbst der Kaiser nicht, hineinreden dürfe. Überall in Stadt und Land wurde nun die Werbetrommel gerührt, und das Kriegsvolk strömte ihm zu: 40 000 Mann. Mit Leichtigkeit jagte Wallenstein die sächsischen Truppen, die im November 1631 in Böhmen eingefallen waren und Prag erobert hatten, vor sich her und drängte sie an den Fuß des Erzgebirges zurück. Auch trat er in geheime Verhandlungen ein mit dem Befehlshaber der sächsischen Armee, um Sachsen, das immer ein unzuverlässiger Bundesgenosse der Schweden war, von G. A. zu lösen und mit dem Kaiser zu versöhnen. Der König unternahm alles, um den Sonderfrieden Sachsens mit Ferdinand II. zu hintertreiben. Wallenstein vereinigte bei Eger sein Heer mit den Streitkräften des Kurfürsten von Bayern, rückte in Franken ein und bezog gegenüber Nürnberg stark verschanzte Stellungen. Ihm gegenüber lagerte G. A. Die beiden Heere standen sich wochenlang gegenüber, ohne daß einer der Gegner den Angriff wagte. Am 4.9. gab der Schwedenkönig schließlich den Befehl zum Sturmangriff, der aber von Wallenstein blutig abgeschlagen wurde. Als sich G. A. dann nach Süden wandte, um in die österreichischen Erblande vorzustoßen, fiel Wallenstein in Kursachsen ein und verheerte es furchtbar. Da eilte er seinem Verbündeten zu Hilfe. Anfang November erreichte G. A. Erfurt, wo er seine Gemahlin zum letztenmal begrüßte, auch Naumburg, griff aber Wallenstein nicht an, der darum in der Meinung, vorläufig vor dem Schwedenkönig sicher zu sein, nun begann, seine Truppen auseinanderzuziehen und in die Winterquartiere zu verteilen. So glaubte G. A., die gegenwärtige Lage sei für eine Schlacht mit Wallenstein günstig, und wartete trotz der Mahnung des Kriegsrats nicht auf das Eintreffen weiterer Verstärkungen. Am 16.11. 1632 standen sich die beiden größten Feldherren ihrer Zeit bei Lützen zum Entscheidungskampf gegenüber. G. A. führte den rechten Flügel, der siegreich vordrang. Mit nur wenigen seines Gefolges verlor er im Nebel die Verbindung mit den Seinen und geriet wegen seiner Kurzsichtigkeit in dichtestes Kampfgewühl. Eine Kugel zerschmetterte ihm den linken Arm. Bald darauf traf ihn eine zweite Kugel in den Rücken. In dem wütenden Handgemenge sank G. A., der "Löwe aus Mitternacht", von Wunden bedeckt, unter die Hufe der Rosse. Über die Toten und die Todwunden raste die Schlacht weiter. Auf beiden Seiten wurde erbittert gekämpft, mit einer Wut, sagte Wallenstein, wie er sie noch nie erlebt habe. Auch Pappenheim starb den Heldentod. Am Abend wurde die Schlacht unentschieden abgebrochen. An 3000 Mann waren auf jeder Seite gefallen. Wallenstein räumte das Schlachtfeld und zog sich mit seinem Heer nach Böhmen zurück. Er hatte sein schweres Geschütz auf dem Windmühlenberg den Schweden überlassen und es nicht gewagt, am anderen Morgen den Kampf noch einmal aufzunehmen. Nach der Schlacht bei Lützen übernahm der schwedische Kanzler Axel Oxenstierna die Leitung des Krieges und übertrug Bernhard von Weimar (s. d.) und dem schwedischen General Gustav Horn den Oberbefehl über das Heer.

Werke: Konung Guataf II Adolfs skrifter, hrsg. v. C. G. Styffe, Stockholm 1861; Tal och skrifter af konung Gustaf II Adolf, hrsg. v. Carl Hallendorff, ebd. 1915; Schr.stücke v. G. A., zumeist an ev. Fürsten in Dtld., hrsg. v. Gustav Droysen, ebd. 1877; Oxenstiernas skrifter och brefväxling, 1888 ff. (enthalten G. A.s Briefe an O.).

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Friedrich Wilhelm Bautz

Literaturergänzung:

2005

Hans Pehle, D. "Rheinübergang" d. Schwedenkönigs G.II.A. Riedstadt 2005; - Jörg-Peter Findeisen, G.A. von Schweden. Überarb. Taschenbuchausg. [Gernsbach] 2005; -

2007

Helmut Kremers, Der Löwe aus Mitternacht. G.A. als Retter u. Ikone d. Protestantismus, in: Zeitzeichen 8.2007, S. 13-15; - Heinz Duchhardt, Niklas Vogt u. Guatav II. Adolf, in: Wege der Neuzeit. Berlin 2007, S. 521-531.

Letzte Änderung: 07.01.2009