HEUNE (Gigas), Johann, Kirchenliederdichter, * 22.2. 1514 in Nordhausen, † 12.7. 1581 in Schweidnitz. - H. studierte in Wittenberg und wurde 1541 Rektor des Gymnasiums in Joachimsthal (Böhmen), 1542 in der meißnischen Bergstadt Marienberg und 1543 an der fürstlichen Landesschule in Pforta bei Naumburg (Saale), 1546 Pfarrer in Freystadt (Niederschlesien) und 1573 in Schweidnitz. - Von seinen Liedern sind bekannt: "Ich armer Mensch doch gar nichts bin, Gotts Sohn ist mein Gewinn" (1564), eine Bearbeitung des Gedichts von Philipp Melanchthon "Nil sum, nulla miser novi solatia" (1555); "Ach lieben Christen, seid getrost, wie tut ihr so verzagen?" (1562) und "Ach wie elend ist unsre Zeit allhier auf dieser Erden!" (1566).
Werke: De certitudine religionis christianae, 1550; Smlg. kurzer Katechismuspredigten, 1577.