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Band XVI (1999) Spalten 679-715 Autor: Rainer Hering

HEYDORN, Heinrich Wilhelm Karl Eduard, Offizier, Pastor, Heilpraktiker, Lehrer, Politiker in Schleswig-Holstein, Breslau und Hamburg; * 4. September 1873 Neustadt/Holstein, † 27. Dezember 1958 in Hamburg. - Geboren wurde Wilhelm H. als Sohn des Kreisbaumeisters und späteren Geheimen Baurats Wilhelm Peter Carl Heydorn (Horst 21. Dezember 1839 - Plön 5. April 1910) und dessen Frau Elise Maria Antoinette, geb. Feldmann (Itzehoe 11. Dezember 1848-Hannover 22. Januar 1927). Ostern 1879 wurde H. in Neustadt eingeschult, doch noch im selben Jahr wurde der Vater versetzt, und die Familie zog nach Plön um. Dort besuchte Wilhelm die Vorschule der Gelehrtenschule; Ostern 1882 wechselte er in die Sexta, Ostern 1890 wurde er in die Unterprima versetzt. Die Ehe der tief gläubigen Eltern war konfessionell gespalten: Während der Vater dem evangelisch-lutherischen Bekenntnis angehörte, war die Mutter eine streng gläubige Katholikin. Diese Situation beeinflußte das Familienleben nachhaltig negativ und führte zu heftigen Spannungen zwischen den Eltern. Wilhelm, das dritte von sieben Kindern, stand zwischen ihnen: Er wurde evangelisch getauft, verweigerte aber im Alter von 15 Jahren die Konfirmation und trat durch den Einfluß der Mutter zum Katholizismus über; im Januar 1891 erhielt er die heilige Kommunion. Seine Mutter wollte, daß Wilhelm Priester würde und ließ ihn daher auch im Hebräischen unterrichten, bis der Vater das untersagte. Wilhelms Konversion zum Katholizismus entfremdete ihn nachhaltig vom Vater. Dieser wollte ihn dem Einfluß der Mutter entziehen und beschloß, daß sein Sohn Offizier werde solle. Wilhelm bejahte den Plan und verließ am 1. Dezember 1890 die Schule in Plön und ging in die Reichshauptstadt Berlin, wo er bis zum Januar 1891 die Militär-Vorbereitungs-Anstalt von Dr. Paul Ulich (»Ulich'sche Presse«) zur Vorbereitung auf das Fähnrichs-Examen besuchte, das er im Januar 1891 in Neumünster mit Erfolg bestand. Noch im selben Monat trat er als Avantageur ins Infanterie-Regiment Herzog von Holstein (Holsteinisches) No 85 ein und besuchte als Portepee-Fähnrich vom August 1891 bis zum März 1892 die Kriegsschule Anklam. Am 15. Mai 1892 wurde er zum Leutnant und um 1898 zum Oberleutnant befördert. Verschiedene Manöver führten ihn durch Schleswig-Holstein. Nach einer längeren Erkrankung 1894/95 wurde er zur Rekonvaleszenz zum Bezirkskommando Kiel kommandiert und anschließend ein Jahr lang zur Schloß-Garde-Kompanie in Berlin - hier allerdings ohne dauernden Präsenzzwang. So konnte er in diesem Zeitraum in Kiel das Gymnasium besuchen, wo er im März 1897 das Abitur ablegte. Nach einer erneuten Dienstzeit in Rendsburg studierte er von 1898 bis 1901 an der Kriegsakademie in Berlin, deren Lehrgänge jährlich eine dreimonatige Übung bei einer anderen Waffengattung bzw. eine Abschluß-Generalstabsreise mit einschlossen. Nach seiner Rückkehr ins Regiment hielt es ihn aber nicht mehr lange beim Militär, weil ihm die Aufnahme in den Generalstab versagt worden war. Im Juni 1902 schied er aufgrund von gesundheitlichen Problemen als Halbinvalide aus. Am 4. Januar 1900 war H. - sehr zum Leidwesen seiner Mutter - in Horst in Holstein wieder zum Protestantismus übergetreten. Zwei Jahre später entschied er sich, von der militärischen in die kirchliche Laufbahn zu wechseln, und begann im Sommersemester 1902 in Kiel mit dem Studium der evangelischen Theologie. Nun entsprach er doch noch dem mütterlichen Wunsch, Geistlicher zu werden - allerdings in der »falschen« Konfession. In Kiel studierte H. insbesondere bei Otto Baumgarten (1858-1934), August Klostermann (1837-1915), Ferdinand Mühlau (1839-1914), Hermann Mulert (1879-1950), Alois Riehl (1844-1924) und Hans von Schubert (1859-1931). Zum Wintersemester 1902/3 wechselte er nach Berlin, wo er u.a. Wilhelm Dilthey (1833-1911), Hermann Gunkel (1862-1932), Adolf Harnack (1851-1930), Julius Kaftan (1848-1926) und Georg Wobbermin (1869-1943) hörte. Zur Familie Harnack entwickelte sich sogar ein engerer persönlicher Kontakt. Nach einem Jahr kehrte er wieder nach Kiel zurück, wo er am 12. Oktober 1904 das erste theologische Examen vor dem evangelisch-lutherischen Konsistorium ablegte. Die zweijährige Frist bis zur zweiten Prüfung wurde ihm aufgrund seiner Berufserfahrung verkürzt und der Besuch des Predigerseminars erlassen, so daß er nur sechs Wochen vom 1. November bis 10. Dezember 1904 im Lehrerseminar Ratzeburg zu hospitieren und neun Monate vom 1. Januar bis 30. September 1905 Vikar in Nortorf zu sein hatte. Nachdem er die zweite theologische Prüfung am 14. Oktober 1905 vor dem Konsistoriumin Kiel bestanden hatte, wurde er am 18. Oktober zum Hilfsprediger an der Kieler St. Jacobi-Kirche bestellt; ordiniert wurde er am 29. Oktober 1905 in Schönkirchen/Holstein. Um den Kontakt zu seinen Konfirmanden langfristig aufrechtzuerhalten und sie religiös beeinflussen zu können, gründete er den Fortbildungsverein Kiel-West. Dessen Zusammenkünfte und Ausflüge verbanden Interessen der Jugendlichen, wie z.B. Spiele, Singen, Feste mit Aufführungen und Tanz, mit Weiterbildungen, die die Kenntnisse verbreitern und den religiös-sittlichen Charakter der jungen Menschen vertiefen sollten. H. hatte als Hilfsprediger bereits erste Schwierigkeiten mit dem Konsistorium, weil er auf einer Veranstaltung des Monistenbundes in der Diskussion ausgeführt hatte, daß man nichts über das Jenseits wisse und sich daher auf das Diesseits konzentrieren solle. Das Konsistorium ermahnte ihn, sich künftig in öffentlichen Versammlungen umsichtiger zu verhalten. Da in Kiel keine dauerhafte Anstellungsmöglichkeit für H. gegeben war, bewarb er sich auch in anderen Orten und erhielt schließlich am 28. Mai 1908 die fünfte Pfarrstelle an der St. Bernhardin-Kirche in Breslau. Dort wurde er auch publizistisch tätig und gab die vierseitige Wochenzeitschrift »Leben im Licht« heraus, für die er zahlreiche Artikel selbst verfaßte. Sie sollte den Kontakt zu seinen Kieler Gemeindemitgliedern aufrecht erhalten. Darüber hinaus verfaßte er zahlreiche Artikel für alle Bände der ersten Auflage des protestantischen Lexikons Die Religion in Geschichte und Gegenwart (1909-1913), zumeist biographische aus den Bereichen Spekulative Theologie und Philosophie. An der zweiten Auflage, die von 1927 bis 1932 erschien, war er nicht mehr beteiligt, seine Artikel wurden neu vergeben. Im April 1909 heiratete er die zehn Jahre jüngere Dagmar Huesmann (* Riga 21. März 1883 - † Hamburg 8. September 1982), eine in Riga geborene Hamburgerin; zusammen hatten sie die drei Söhne Richard Huesmann Wilhelm (* Hamburg 25. Februar 1910 - † Brest-Litowsk 3. Mai 1943), Uwe Jens Theseus (* Hamburg 21. Februar 1912 - † Hamburg 30. Dezember 1973) und Volker Detlev (* Hamburg 17. Juni 1920). In Breslau hielt es den jungen Geistlichen aber nicht lange: Nach einer erfolglosen Bewerbung auf die Stelle in der Waisenhauskapelle in Hamburg im Juli 1909, wurde H. am 30. Januar 1910 zum Hauptpastor in Burg auf Fehmarn gewählt. Diese Insel war ihm durch zahlreiche Reisen in der Kindheit vertraut. Theologisch wollte er nach der Einstellung seiner Zeitschrift »Leben im Licht« seine Position systematisch darstellen. Ohne reformatorisch wirken zu wollen, faßte er seine Ansichten in 100 Thesen, die in »falsch« und »richtig« unterteilt waren. Ihre Veröffentlichung sorgte für erhebliches Aufsehen. H. sah die Bibel als »Menschenwerk« und glaubte an die Weiterentwicklung des Glaubens. Gottesglaube stecke in jedem Menschen als ein Empfinden von etwas Höherem und Geheimnisvollem. Gott sei aber kein menschenähnliches Wesen, er habe keine Regungen, keinen Willen und sei keine Persönlichkeit. Dagegen sei Jesus ein besonderer, persönlichkeitsstarker, reiner und gütiger Mensch, der tatsächlich gelebt habe. Auf ihn sei die Achtung der innerlichen Werte und der Gleichheit aller Menschen als höchstes Gut zurückzuführen. Die Sakramente lehnte H. ab, weil Menschen oder Dinge nicht übernatürlich wirken könnten. Kulthandlungen seien keine unbedingten Elemente des Christentums. Die Pflege der Religion sei nicht nur eine Angelegenheit der Kirche, vielmehr solle sie in jeder Gemeinschaft erfolgen. Wörtlich schrieb er in seinen 100 Thesen: »A. Grundlagen der religiösen Erkenntnis: a. Die falschen Grundlagen: 1. Die Bibel - denn sie ist Menschenwerk und enthält Wahres und Irrtümliches durcheinander. 2. Die sog[enannten] Offenbarungen, mittels derer Gott persönlich oder indirekt Enthüllungen über sein Wesen, seine Pläne oder über die Zukunft gemacht haben soll - derartige Offenbarungen haben sich sämtlich als Menschenmeinung erwiesen. 3. Der überlieferte Glaube - denn unsere Vorfahren und ihre Gewährsleute (ob Papst ob Luther ob Jesus) können sich geirrt haben; das Prinzip der Entwicklung darf hinsichtlich des Glaubens nicht einfach ausgeschaltet werden. 4. Die Wissenschaft, sofern sie bestimmte [will heißen: absolute] Aussagen macht über Dinge und Vorgänge, die weder rein formal sind noch innerhalb des sinnlich Gegebenen liegen - denn dann ist sie zur Afterwissenschaft geworden. 5. Der menschliche Verstand alleine - er führt bei Nichtbeachtung der Gefühlswerte zu schiefen Ansichten. 6. Das menschliche Gefühl alleine - es hat ohne das Korrektivum der Vernunft keinen sicheren Boden. b. Die richtigen Grundlagen: 7. Ein unverbildeter, einfacher Verstand und ein aufgeschlossenes, empfängliches Herz. 8. Die Geschichte, speziell die Religionsgeschichte und die Natur - 9. mit anderen Worten: das Sein und Geschehen, soweit es überblickbar ist. 10. Der Inhalt des menschlichen Gefühls hinsichtlich der Religion. 11. Die Wissenschaft als Hilfe und als Schutz vor Verirrungen, insofern sie Forschungsresultate darreicht und vor naiver Heiligsprechung persönlicher Meinungen und Empfindungen behütet. B. Unser Glaube: I. Gott. a. Falsch ist, 12. daß Gott im Sinne des natürlichen Erkennens erkennbar ist, 13. daß Gott jemals gesehen ist oder gesprochen hat, 14. daß Gott als ein Personwesen nach Analogie des Menschen vorgestellt wird, 15. daß ihm in diesem sinnlichen Zusammenhange die Weltschöpfung sowie die Leitung des gesamten Naturgeschehens und die Möglichkeit des Wundertuns (z[um] B[eispiel] daß ein Stein nach oben fällt) zugeschrieben wird, 16. daß Regungen menschlicher Art (Zorn, Trauer, Liebe) in ihn hineingelegt werden, 17. daß man von einem Willen Gottes im eigentlichen Sinne spricht, 18. daß man spezialisierte Angaben über die Pläne Gottes macht. b. Richtig ist, 19. daß der Gottesglaube bewußt oder unbewußt in jedem Menschen steckt, 20. daß dieser Gottesglaube sich kundgibt in der bewußten oder unbewußten Beugung vor etwas Geheimnisvollem, Gewaltigem in der Welt, 21. daß Herz und Verstand in klarem Zustande sich diesem Geheimnisvollen entgegenstrecken, weil sie es als den heiligen Geist schlechthin, als das Höchste und Edelste empfinden, 22. daß Gott nicht nur als etwas lediglich Daseiendes, sondern auch als etwas Aktives empfunden. II. Jesus. a. Falsch ist, 23. daß übernatürliche Weissagungen seit alters auf Jesus hingewiesen haben, 24. daß Jesus eine Figur der Sage ist, 25. daß Jesus auf übernatürliche Weise geboren ist, 26. daß Jesus Gott ist, 27. daß Jesus Gottes Sohn in einem übernatürlichen Sinne ist, 28. daß Jesus übernatürliche Kräfte des Geistes und Körpers gehabt und Wunder d[as] h[eißt] Veränderungen des gesetzmäßigen Naturverlaufs bewirkt hat, 29. daß sein Tod und sein Blut abgesehen von der geschichtlichen und in manchen Fällen psychischen Wirkung eine besondere Heilsbedeutung haben, 30. daß er vom Tode auferstanden ist, 31. daß Worte wie »er ist erhöht« oder »er lebt« oder »er ist dein Heiland und Richter« eine sinnliche Wirklichkeit ausdrücken, 32. daß Jesus überhaupt in irgend einem Punkte nicht Mensch gewesen ist, 33. daß sein Leben und Lehren wörtlich nachgeahmt bzw. erfüllt wird, 34. daß seine Lehre etwas Übernatürliches, außer Zusammenhang mit dem übrigen Geistesleben Stehendes ist, 35. daß seine Lehre für alle Zeiten unbesehen als das Höchste gelten muß, 36. daß seine Lehre in sich geschlossen ist und nicht der Ergänzung bedarf, 37. daß der Kultus seiner Person für das Christsein notwendig ist. b. Richtig ist, 38. daß der Israelit Jesus wirklich gelebt hat und zwar in Judäa zur Zeit der Kaiser Augustus und Tiberius, 39. daß er ungefähr im Jahre 30 als Volksaufwiegler in Jerusalem durch Kreuzigung hingerichtet worden ist, 40. daß er die letzten Jahre seines Lebens lehrend umhergewandert ist, 41. daß seine Persönlichkeit einen unauslöschlichen Eindruck auf diejenigen gemacht hat, die ein Organ für ihn hatten, 42. daß dieser Eindruck hervorgerufen wurde durch die Hoheit seines Wesens, als deren Hauptzüge einzigartige Unabhängigkeit, Klarheit, Reinheit und Güte erscheinen, 43. daß die in Jesu Fleisch gewordene Auffassung des Menschentums bis heute keine Aussicht hat, überboten werden zu können, 44. daß das Menschentum nach ihm besteht in der unzerreißlichen, engsten Verbindung jeder Menschenseele mit Gott, 45. in der daraus erwachsenen Höchststellung der innerlichen Werte und prinzipiellen Gleichstellung aller Menschen, 46. in der dadurch bewirkten Freiheit der Seele, die nun keinen anderen Herrn und keinen anderen Wertsetzer mehr kennt als Gott alleine, 47. in der aus der Herrschaft Gottes abfolgenden Verpflichtung zum vollen Gebrauche der gesund zu erhaltenden Kräfte des Geistes und Körpers, 48. in dem ebenfalls aus der Herrschaft Gottes entfließenden Bewußtsein, daß der Wert des Kräftegebrauchs und der Kräfteerhaltung bestimmt wird durch den Grad der in ihnen obwaltenden inneren Reinheit, 49. in der stets erneuten Gewinnung der Reinheitsnormen aus dem Verhältnis zu Gott heraus, 50. in der Füllung des Herzens mit an Gott entzündeter, überwindender Güte, 51. daß diese Auffassung, also das wahre Christentum, soweit man zu blicken vermag, einzig und alleine Frieden und Wohlfahrt in der Menschheit verbreiten kann, 52. daß diese Auffassung nur mit Mühe aus der zeitlich bedingten Ausdrucks- und Vorstellungsweise Jesu sowie aus der verwischenden Überarbeitung der vergangenen Jahrhunderte herausgeschält werden kann, 53. daß die rechte Orientierung immer nur an dem Original, an Jesus selbst, in Verbindung mit der Benutzung der übrigen Grundlagen für die religiöse Erkenntnis möglich ist, 54. daß aber die Person Jesu selbst nicht konstitutiv für das persönliche Christsein oder besser Christbleiben des Einzelnen ist. III. Der Mensch. a. Falsch ist, 55. was die Bibel über die Entstehung der Menschen und über die ersten Vorgänge unter Menschen berichtet, 56. daß die Menschen ursprünglich volle Gotteserkenntnis gehabt, sie aber allmählich durch eigene Schuld verloren haben, 57. daß die Menschen ursprünglich sündlos gewesen und durch den Fall der Stammeltern erst mit Fluch beladen sind, 58. daß Sünde und Tod nicht von Anfang an dagewesen sind, 59. daß es einer besonderen Erlösungstat bedurfte, um die Menschheit von der Macht der Sünde zu befreien, 60. daß die Macht der Sünde außerhalb des einzelnen Menschen und doch für ihn wirksam gebrochen ist, 61. daß der Mensch nicht ohne besonderen Mittler oder Heiland zu Gott gelangen und Edelmensch sein kann, 62. daß über die Fortdauer der Einzelseele nach dem Tode unwissbare Behauptungen in Umlauf gesetzt werden. b. Richtig ist, 63. daß über die Entstehung der Menschen noch nichts Gewisses ausgesagt werden kann, 64. daß eine Entwicklung von barbarischen (halbtierischen, kindischen) zu Kultur-Zuständen hin stattgefunden hat, 65. daß einige Hauptetappen in der aufsteigenden religiösen Linie durch die Namen Elia, Jeremia, Plato, Jesus markiert sind, 66. daß in jedem Menschen ursprünglich das Untermenschliche (Ungute, Selbstsüchtige, Triebhafte) die Oberhand hat, 67. daß in jedem Menschen zugleich die Anlage auf das Gute (Gott) hin gegeben ist, 68. daß erst, wenn es im Innern des Menschen zum entschiedenen und bewußten Bruch mit dem Alten, Untermenschlichen gekommen ist (Bekehrung), der Vollmensch sich entfalten kann, 69. daß die Entwicklung zu diesem Bruche und die Entfaltung nach demselben ein Zusammenwirken von Gott und Mensch voraussetzt, 70. daß mit dem Hineinarbeiten des Menschen in die Sphäre des Guten Hand in Hand geht das innere Freiwerden und das Erfülltwerden mit einer überirdischen Seeligkeit, 71. daß der Mensch, der in Gott lebt, der jeden Gedanken, jedes Wort, jede Handlung unmittelbar vor Gott zur Verantwortung bringt und so das wahre Menschentum Jesu lebt, das Höchste und Schönste erreicht hat, was Menschen erreichen können und sollen, 72. daß alle Gedanken an das, was nach dem Tode sein wird, als höchst überflüssig bei Seite gestellt werden, da die Menschen es nur mit dem Leben auf der Erde zu tun haben und mit Freude und Dankbarkeit die Augen schließen können, wenn ihr Leben ein Leben in Gott war. IV. Sakramente. a. Falsch ist, 73. die Definition, wonach ein Sakrament eine heilige, von Christus selbst eingesetzte Handlung ist, in welcher unter irdischen Zeichen himmlische (übernatürliche) Gnadengüter zuteil werden, 74. die Meinung, daß Menschen oder Dinge überhaupt etwas Übernatürliches wirken könnten, 75. vor allem, daß die Taufe für den Säugling ein Sakrament ist. b. Richtig ist, 76. daß man entweder gar keine oder unzählige Sakramente anerkennen muß - letzteres dann, wenn man jeden Vorgang, durch den eine Annäherung an Gott oder Vertiefung in Gott hervorgerufen wird, als Sakrament empfindet. C. Konsequenzen für verschiedene Einrichtungen. I. Der Kultus. a. Falsch ist, 77. daß Kulthandlungen (Gottesdienst, Abendmahl, Taufe, Konfirmation, Trauung, kirchliche Beerdigung) unbedingt zur Christlichkeit gehören, 78. daß ein Christ, der sie verschmäht, nicht Christ sein und bleiben kann. b. Richtig ist, 79. daß die Glieder einer Familie oder einer Gemeinde in der Regel das zeitweilige gemeinsame Denken an Gott (zumal bei besonderen Anlässen) als eine Erhebung und Anregung empfinden, die der Einzelne nicht immer so erleben kann, 80. daß die Anlässe und Formen der Kulthandlungen, wenn anders diese wirksam sein sollen, immer erneut der fortschreitenden Kultur angepaßt werden müssen. II. Das Priestertum. a. Falsch ist, 81. daß die Verwaltung der Gotteserkenntnis und Gottesverehrung einem bestimmten Stande übergeben ist oder wird, daß also Mittler zwischen Gott und Mensch nötig sind, 82. daß die Glieder dieses Standes dann vielleicht noch mit besonderen Ansprüchen auf Würde und Hochachtung auftreten, 83. daß über die Befähigung zum Lehren des rechten Gottesdienstes lediglich ein vorgeschriebener, durchmessener Bildungsgang, nicht aber neben der geeigneten Bildung vor allem das Maß des persönlichen Christseins entscheidet, 84. daß diese Lehrer sich als Herren über die Seelen gebärden. b. Richtig ist, 85. daß es zur Einführung zumal der Kinder und jüngeren Leute in das Verständnis und Wollen des wahren Menschentums sowie zur Erhaltung darin geeigneter Persönlichkeiten bedarf, 86. daß das Arbeiten dieser Persönlichkeiten von dem Streben geleitet ist, sich überflüssig zu machen, 87. daß im übrigen jeder Mensch das Recht und auch die Pflicht hat, sein eigener Priester zu sein, d[as] h[eißt] mit Eifer und Ernst seine Aufgaben zu suchen und zu erfüllen. III. Die Kirche. a. Falsch ist, 88. daß es verschiedene Kirchen gibt und daß innerhalb eines Volkes und einer Kirche noch kirchliche Absonderungen stattfinden, 89. daß eine Kirche bureaukratisch organisiert ist, 90. das Streben nach kirchlicher und religiöser Uniformität, 91. daß Unterschiede zwischen anerkannten und nicht anerkannten Religionsgemeinschaften gemacht werden, 92. daß die einen vom Staate unterstützt, die anderen von ihm befehdet werden, 93. daß hineinregiert wird in das, was des Menschen innerste Angelegenheit ist. b. Richtig ist, 94. daß die Religion eine Menschheitssache ist und daß die Menschheitsverbände (Volk, Stamm, Ortschaft, Familie) die natürlichen Gemeinschaften für die Pflege des Religiösen bilden, 95. daß diese grundlegende Pflege die wichtigste Aufgabe für die genannten Gemeinschaften ist, 96. daß den lokalen Bedürfnissen und Besonderheiten der weiteste Spielraum gelassen wird. IV. Die Schule. a. Falsch ist, 97. daß die Konfessionen irgend etwas mit der Schule zu tun haben. b. Richtig ist, 98. daß der Schulunterricht wie überhaupt jede Handlung religiös durchtränkt sein muß, 99. daß diese Durchtränkung sich weniger durch Worte und besondere Religionsstunden als durch die Persönlichkeit des Lehrers kundgibt und mitteilt, 100. daß grundlegende religionsgeschichtliche Kenntnisse sowie die Bekanntschaft mit wahren Menschen aus der Geschichte und mit wertvollen Liedern und Sprüchen vermittelt werden.« Über die Entstehung der 100 Thesen schrieb H. etwa 1940 in seinen Lebenserinnerungen: »Die 100 Thesen, durchaus nicht von langer Hand vorbereitet, entstanden fast zufällig, insofern ich mein Wochenblättchen 'Leben im Licht' Ende 1910 aus verschiedenen Gründen nicht länger erscheinen lassen wollte und auf den Einfall kam, mit einer systematischen Zusammenfassung für meine treuen Leser die wesentlichen Gedanken und Voraussetzungen des christlichen Glaubens sowie die rechte Art christlichen Lebens in Thesenform darzustellen. Ehrlich darf ich versichern, daß es mir fern lag, reformatorisch zu wirken und eine Rolle zu spielen; was ich vorbrachte, war ja gar nicht neu. So wie ich von vornherein auf den Glanz eines Lehrstuhls oder eines höheren Kirchenamtes verzichtet hatte, so wollte ich auch jetzt nur der einfache Lehrer und Freund sein zum Leben im Licht. Natürlich konnte die Überlegung, daß diese Thesen für viele sehr ärgerlich und für das Kirchenregiment eine sehr schwere Belastung sein würden, nicht ausbleiben. Aber Jesus hatte auch mit seinem besseren Wissen nicht hinter dem Berge gehalten, obwohl es zu seiner Zeit viel anstößiger und scheinbar volksgefährlicher war. Es war je länger desto mehr geradezu Sünde, zu dulden, daß die falsche Lehre der Orthodoxie die Herrschaft beanspruchte. Von Jesus wie auch von Luther aus wurde gefordert, das Licht wieder auf den Leuchter zu stellen und zwar nicht so, als wenn es etwas Besonderes sei, sondern einfach als etwas, was sich gehört. Das Übrige lag in Gottes Hand. Es ist klar, daß der Inhalt der 100 Thesen für Altgläubige außerordentlich anstoßend und ärgerniserregend war. Dessen mußte ich mir bewußt sein. Auf der anderen Seite aber sagte ich mir, daß die Liebe nicht Ärgernisvermeidung um jeden Preis, sondern auch Bau des Reiches Christi, Wahrheit und Klarheit, fordert, ferner daß meine Art Lehre, im Prinzipe wenigstens, von sehr vielen Pastoren der evangelischen Kirchen geteilt und propagiert wurde. Es erschien mir als unwürdig, sie zu verbergen und nicht dieselbe Öffentlichkeit dafür in Anspruch zu nehmen wie für altgläubige Ansichten. Außerdem ging es weder an, daß die Kirchenbehörden nach katholischer und unreformatorischer Weise eine allen aufzuzwingende Regula fidei aufstellten, noch daß sie unmoralisch die betreffenden freier denkenden Pastoren dann duldeten, wenn sie nicht öffentlich wurden, und maßregelten, wenn sie öffentlich wurden. Die moderne Auffassung war lutherisch, solange sie sich zu Gott und Christus und zu reformatorischen Grundsätzen bekannte.« Rückblickend beurteilte H. 1940 seine Thesen wie folgt: » Da zu den notwendigen Leistungen der Geschichtswissenschaft gehört, daß sie nicht nur immer erneut die Geschehnisse an sich mit Genauigkeit feststellt, sondern auch die Ansichten und Motive der handelnden Personen eruiert auf ihre objektive Richtigkeit prüft, ihre Voraussetzungen aufdeckt und die Folgen der Handlungen klarlegt, so ist Beherrschung der Erkenntniskritik eines der wichtigsten Erfordernisse des Historikers. Wenn ich demgemäß jetzt zunächst über den Grad der Thesenrichtigkeit sprechen muß, so möge es mir erlaubt sein, für die lesenden Laien einen kurzen Leitfaden der Erkenntnistheorie anzugeben. Für die wissenschaftliche Feststellung ist es erforderlich, alle Fragen und Anworten auf die letztmögliche, die absolute Geltungsgrundlage zurückzuführen. Stehe ich z[um] B[eispiel] wissenschaftlich vor der Frage, ob es einen Gott gebe, so darf ich mich nicht auf das verlassen, was andere Menschen gesagt haben, ob es auch Wissenschaftler waren, darf also nicht einfach auf die Offenbarung oder die Hl. Schrift rekurrieren, denn beides beruht ja auf Menschenmeinung, sondern muß tiefer gehen. Und da sagt das ordnungsmäßige Denken: wenn Gott existiert, dann ist er entweder das ganze Sein oder ein Teil des Seins. Ein Drittes ist nicht möglich, denn das Sein ist alles, was existiert. Ist Gott nun identisch mit dem Sein (Pantheismus), dann bin ich Mensch irgendwie ein Stück von ihm und kann ihm, genau genommen, nie religiös gegenüberstehen, sondern bilden nüchtern nichts als einen Teil seines Seins oder Geschehens. Man mag den Sachverhalt poetisieren (Giordano Bruno) und sich in schwärmerischer Verzückung ergehen, aber Religiosität im eigentlichen Sinne ist real nicht mehr möglich. Ist Gott andrerseits ein Teil der Welt (Sein), so kann er sie nicht geschaffen haben (ganz abgesehen davon, daß es nicht zwei Welten, eine diesseitige und eine jenseitige geben kann, da ja Welt begrifflich gleich Sein ist). Auch muß Gott als Teil der Welt ihrer Anordnung, ihren Gesetzen unterworfen sein, kann also nicht selbst absolute Gesetze geben. Die große Masse der philosophisch nicht gebildeten Theologen und Laien sieht diese Schwierigkeiten gar nicht, sondern argumentiert nach Altväterweise munter drauf los, während wissenschaftlich (und jede andere Erklärung ist unzulänglich) zugegeben werden muß, daß es keinerlei Indizien für ein göttliches Wesen gibt. Aber auf Grund der Tatsache, daß der Mensch eine geistige Konstruktion hat, welche einerseits alles als sinnlos ansehen läßt, wenn es keinen Fortschritt zum Guten gibt, und welche ihn andrerseits sich selbst als planvoll eingerichtet anzuerkennen zwingt, - auf Grund dieser Tatsache erhebt sich aus der menschlichen Psyche urgewaltig der Glaube an einen heiligen Sinn des Ganzen. Und dieses geglaubte Geheimnisvolle, wissenschaftlich nicht Erweisbare, aber vom Lebensdrange Postulierte nennt der Mensch dann Gott und unterwirft sich ihm religiös. Die ersten 22 Thesen bringen nun zwar Ansätze zur Anwendung der unbestreitbaren Prinzipien, zeigen den Verfasser aber noch als Anfänger auf dem Erkenntnisboden. Er ist zwar wissenschaftlich im Grunde den Theologen voraus, die sich öffentlich mit ihm auseinandergesetzt haben, aber er ist selbst noch nicht klar genug und hat daher das, worauf es ankommt, nicht gut dargestellt. So hätten die ersten 11 Thesen, ob sie auch einzeln kaum zu beanstanden sind, vor allem das Kriterium der Erkenntnis hinstellen und an seiner Hand das Richtige und das Bisher-Falsche aufzeigen sollen. Davon zu reden, wie viel Wertvolles die Bibel enthalte und wie ungern der Verfasser etwas den Altgläubigen Schmerzliches sage, war unnötig, da es sich um Thesen unter einem bestimmten Aspekte (zweijähriger Leserkreis) handelte und da die nachfolgende Hochstellung Jesu gar nicht ohne entsprechende Hochstellung der Bibel als fast einzigen Dokuments über ihn erfolgen konnte und da der nachfolgende Lobpreis der Liebe auch die Liebe und Rücksicht bezüglich der Altgläubigen einschloß. Was sodann in 12 bis 22 gesagt worden ist, hat ebenfalls einzeln seine Richtigkeit, nur könnten die Ausdrücke distinkter sein (das Wort empfinden ist z[um] B[eispiel] falsch gebraucht) und ist Satz 22 nicht haltbar, denn Gott ist wissenschaftlich weder etwas Daseiendes noch etwas Aktives, ob auch der religiöse Glaube, der kein bloßes Fürwahrhalten ist, ihn so nehmen mag. Im übrigen atmen die Thesen 20 bis 22 eine solche Glaubensinnigkeit und -stärke, daß man nur schwer verstehen vermag, wie Gegner Mangel an positivem Glauben, nur Negation finden konnten. Von den Thesen über Jesus, 23 bis 54, sind die, welche seine Geschichtlichkeit betonen (24, 38 bis 41), gesondert zu stellen. Es ist ja bezweifelt worden, ob der Nazarener überhaupt existiert habe, obwohl die Geschichtlichkeit von 10.000 anderen, die nur einmal irgendwo erwähnt sind, nicht bestritten wird. In den Thesen fehlt, wenn auch nicht der Nachweis (was für Thesen nicht ginge), so doch die Unterstreichung der Existenz-Wahrscheinlichkeit. Daß an dieser Stelle gesagt worden ist »der Israelit Jesus«, hat viel Anstoß erregt, ob es auch der erforderlichen Sachlichkeit entspricht, die außer Geburtszeit und -gegend auch die Volks- und Rassenangehörigkeit angibt. Was sonst über Jesu Menschentum und Mangel an Gotttum ausgesprochen worden ist (25 bis 32), muß wiederum wissenschaftlich als richtig bezeichnet werden, ebenso wenn negiert ist (34 bis 36), daß seine Lehre etwas Übernatürliches sei, unbesehen als das Höchste gelten müsse und nicht der Ergänzung bedürfe. Wenn ferner behauptet worden ist, daß (37) der Kultus seiner Person für das Christsein nicht notwendig und daß (54) die Person Jesu für das Christsein und Christbleiben nicht konstitutiv sei, so verkrampft sich natürlich das Herz des Altgläubigen vor Entsetzen und Weh. Aber wir haben es hier mit einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung und nicht mit einer privaten Unterhaltung, in der man gebührende Rücksicht nimmt, zu tun. Die Wissenschaft hat die Pflicht, ihre Feststellungen vorzulegen. Da nun bei den psychischen Vorgängen bisher nichts davon beobachtet worden ist, daß spiritistische Geistwesen eine affizierende Rolle spielen, vielmehr lediglich Empfindungen, Vorstellungen, Gefühle, Dränge wirksam sind, so wäre es durchaus möglich, daß jemand ein guter Christ wird und bleibt, ohne je von Jesus gehört zu haben, insofern er die Lehre als solche geistig (auch These 53) akzeptiert hat und durch religiös-sittliche Übung weiterkommt. Die Frage, ob außerdem in Jesus Christus ein besonderes Erlösungswerk Gottes geschehen sei und ob der auferstandene Christus eine unumgängliche Heilsbedeutung für jeden Menschen habe, ist durch die Erörterung über Gott schon kritisch im negativen Sinne entschieden worden. Für einen wissenschaftlichen (und das ist das, was neben anderem sein soll) Menschen bleibt Jesus einer der Großen, dessen wertvolle Erscheinung ständig vor der Seele zu haben, einen förderlichen Einfluß auf das Gute zu hat. Und das ist gerade das, was die Thesen 42 bis 52 in hervorragender Weise darbieten. Ja, es ist zu sagen, daß solche Thesen nur jemand schreiben kann, der dieses Jesustum geistig und gemütlich voll erfaßt hat, so daß hier wiederum ein starker Ausdruck der positiven christlichen Religiosität des Verfassers vorliegt. Aber freilich dieses echte Jesustum (Christentum) deckt sich durchaus nicht mit dem orthodoxen Christentum. Da ersteres aber gemäß historischer Forschung das echte, letzteres das im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte abgewandelte, falsche ist, so ist unerfindlich, wieso man im Namen der Wissenschaft, um die es sich hier handelt, gegen die Thesen Sturm laufen kann. Der dritte Teil der Thesen (55 bis 72) handelt von der Anthropologie. Auch hier ist wissenschaftlich alles relativ richtig und fehlt nichts Wichtiges. Wenn sodann die alte Definition des Wortes Sakrament als falsch bezeichnet worden ist (73), so hat damit der Thesensteller, ob er auch das Richtige meint, sich im Ausdrucke vergriffen. Denn wenn das Wort Sakrament theologisch das bedeuten soll, was der Katholizismus und die protestantische Orthodoxie darunter verstehen, und wenn eine anderweitige Definition nicht vorliegt, dann läßt sich nicht behaupten, daß die Definition falsch sei. Es handelt sich ja nur um die Benennung eines geglaubten Sachverhalts (Nomenklatur). Sachlich sagen wollte der Verfasser mit Recht, 1) daß Jesus keine sog[enannten] Sakramente eingesetzt habe und 2) daß nicht unter irdischen Zeichen übernatürliche Gnadengüter zuteil werden können. In 76 hat er sodann eine andere Begriffsbestimmung von Sakrament vorgeschlagen. Wiederum können die vier Thesen über den Kultus (77 bis 80) nur als zutreffend bezeichnet werden, ebenso die über das Priestertum (81 bis 87), die Kirche (88 bis 96) und die Schule (97 bis 100). Wenn dabei gesagt wurde (88): »Falsch ist, daß es verschiedene Kirchen gibt«, so ist damit natürlich gemeint: »vom Ideal aus gesehen«, denn selbstverständlich wird es solange verschiedene Religionsarten geben, als die Kultur der Menschen noch sehr different ist. Dagegen ist der Satz (97), daß die Schulen nichts mit der Konfession zu tun haben, zu beanstanden, denn natürlich hat jeder Lehrer seine Konfession, und es darf den Eltern nicht einerlei sein, in welcher Gesinnung ihre Kinder unterrichtet werden. - Unter N[umme]r 100 hätte hinzugefügt werden müssen, daß auch philosophisches Können schon in der Schule wenigstens in den Anfängen vermittelt werden muß. Auf das Ganze gesehen, sind die Thesen recht wertvoll. Besser wäre freilich gewesen, wenn sie, wie gesagt, am Anfang das Kriterium der Erkenntnis aufgezeigt hätten und wenn die positive Bestimmung des echten Jesustums wirkungsvoller zusammengestellt worden wäre. Daß sie gerade in Theologenkreisen weniger Anklang gefunden haben, ist wohl aus Suggestionen zu verstehen, die teils aus der Kirchengeschichte, teils aus der derzeitigen Kirchensituation entsprossen.« Tatsächlich wurde 1911 durch das Konsistorium ein Disziplinarverfahren eingeleitet: »Wir dürfen und wollen Ihnen nicht verhehlen, daß Ihre Thesen, so wie sie lauten, trotz einzelner Anklänge an das Evangelium sich in ihrer Verneinung fast aller Faktoren christlicher Religiosität von dem lutherisch verstandenen Evangelium so weit entfernen, daß eine Verkündigung, die lediglich das im Wortlaut Ihrer Thesen Dargebotene wiedergibt und ausführt, mit den Pflichten und Aufgaben eines evangelisch-lutherischen Geistlichen unvereinbar ist«, hieß es in dessen Stellungnahme im März 1911. Vorgeworfen wurde ihm, daß er sich weitgehend von der biblischen Tradition entfernt habe und die Auferstehung Jesu Christi leugne. Einer seiner Hauptopponenten war der Schleswiger Generalsuperintendent Theodor Kaftan (1847-1932), der Bruder seines akademischen Lehrers in Berlin, der sich auch publizistisch mit Heydorn auseinandersetzte. Aufgrund einer Erklärung H.s und seiner Erfolge als Pastor wurde von einer Amtsenthebung abgesehen und es bei einer Ermahnung (Rektifizierung) am 8. März 1911 belassen; H.s Beschwerde dagegen wurde am 24. Juni 1911 zurückgewiesen. H. ließ sich durch den Streit um seine 100 Thesen nicht in seiner öffentlichen Wirksamkeit beeinträchtigen. Weiterhin hielt er zahlreiche Vorträge und gründete im Sommer 1911 den »Heliand-Bund«, einen »Verein der Freunde evangelischer Freiheit auf Fehmarn«, der 400 Mitglieder hatte. Doch trotz der Erfolge in seiner Gemeinde, wollte er langfristig nicht in Schleswig-Holstein bleiben und bewarb sich erneut in Hamburg, diesmal um die freie Pfarrstelle an der als liberal geltenden Hauptkirche St. Katharinen für den Amtsbezirk Süd-Hammerbrook. Die konservativen Kreise in der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate liefen aufgrund der Debatte um Heydorns 100 Thesen Sturm gegen seine mögliche Wahl. 50 Geistliche unterzeichneten »im Interesse des Friedens« eine Eingabe gegen seine Aufstellung auf dem engeren Wahlaufsatz, wie damals die engere Auswahl genannt wurde. Doch die Mehrheit des Kirchenvorstandes wollte ihn - gegen die Stimmen seiner Amtsbrüder an St. Katharinen - für die Arbeit im Arbeiterviertel gewinnen und setzte sich schließlich gegen alle Proteste durch; am 19. Dezember 1911 kam es zu seiner Wahl. Nach dreimaligen Beratungen erfolgte endlich am 10. Januar 1912 auch die Bestätigung durch das Patronat - den lutherischen Mitgliedern des Senats stand nach der Kirchenverfassung von 1870 u.a. die Bestätigung kirchlicher Gesetze und der Pastorenwahlen zu. Am 13. Januar 1912 erfolgte H.s Berufung durch den Kichenrat. Umfangreiche Schriftwechsel und Debatten waren diesem Schritt im Falle Heydorns vorausgegangen, die Presse berichtete ausführlich darüber, so daß die Berufung in ganz Hamburg öffentlich diskutiert wurde. Wie einschneidend diese Wahl empfunden wurde, zeigt die Äußerung des Herausgebers des »Hamburger Kirchenblattes«, Pastor Karl Reimers (1872-1934), dieser Fall sei die »Todeswunde« der Hamburger Kirche. Umfangreiche Erörterungen über Lehrfragen und den Bekenntnisstand schlossen sich an. Zahlreiche Druckschriften erschienen und die Synode setzte im Mai 1912 eine Kommission ein, die über die kirchliche Lage und Änderung der Lehrverpflichtung der Geistlichen einen umfassenden Bericht erstattete. Hauptpastor Curt Stage (1866-1931) verteidigte die Wahl H.s und nahm am 11. April 1912 dessen Amtseinführung in der Hauptkirche St. Katharinen und am 21. April in St. Annen vor. H. wirkte nicht in der Hauptkirche selbst, sondern im 1909 eingeweihten Stephan-Kempe-Kirchsaal am Ausschläger Weg in Hammerbrook, wo er am 14. April 1912 eingeführt wurde. Zusammen mit ihm arbeitete dort der spätere Judaist Pastor Walter Windfuhr (1878-1970). Die hier lebenden Arbeiterinnen und Arbeiter waren stark sozialdemokratisch geprägt und standen der Kirche sehr distanziert gegenüber. H. wollte hier allen Menschen bei ihren Bemühungen um »sittliche Lebensvertiefung« helfen. Wieder war er sehr erfolgreich und zog viele, auch kirchenferne Menschen in seine Gottesdienste und Vorträge. Seinen publizistischen Neigungen kam er als Herausgeber und vielfacher Autor der »Allerhand Gedanken und Nachrichten für Süd-Hammerbrook« nach; darüber hinaus legte er zahlreiche Artikel in anderen Periodika und Broschüren vor. Aber auch in Hamburg blieben die Konflikte mit der Kirchenleitung nicht aus: 1913 trat er in den Monistenbund ein, leitete dort den ethischen Jugendunterricht und bot Ersatzfeiern für kirchliche Amtshandlungen, wie z.B. die Trauung, an. Die Monisten sahen die christliche Tradition durch einen neuen, naturwissenschaftlich fundierten Wissenschaftsglauben abgelöst. Aufgrund des Erkenntnisfortschritts der Wissenschaften sei der Kirchenglaube anachronistisch und von einer neuen einheitlichen Weltanschauung abzulösen. H.s Austritt im Februar bewog den Kirchenrat, von das am 9. Oktober 1913 eingeleitete Disziplinarverfahren einzustellen und von entsprechenden Maßnahmen abzusehen. Im Ersten Weltkrieg ließ der ehemalige Offizier H. sich auf eigenen Wunsch vom Kriegsdienst befreien. Es kam sogar durch seinen Artikel »Die Waffen hoch« im September 1914 über das Kriegsgebet zu einem Verbot der »Allerhand Gedanken« am 23. Oktober durch das Stellvertretende Generalkommando des IX. Armeekorps in Altona und am 31. Oktober 1914 auch der »Mitteilungen der Christlich-Unitarischen Gemeinde in Hamburg«, in denen er erneut dieses Thema erörterte (»Der Krieg und das Beten«). Heydorn kritisierte das vermehrte Beten in Zeiten des Krieges. In einem Flugblatt betonte er, daß dort, wo Liebe herrsche, kein Krieg sein könne, vor allem keine Begeisterung für den Krieg. Er lehnte es ab, für den Sieg zu beten. Ein im November 1914 eröffnetes kirchliches Disziplinarverfahren endete am 23. Januar 1915 mit einem Verweis. Zwei Jahre später hatte H. durch seine öffentliche Wirksamkeit wieder einen Konflikt mit dem zuständigen Stellvertretenden Generalkommando des IX. Armeekorps Altona, das sein Gemeindeblatt »Der Friedensbote« (2. Vierteljahr 1917) beschlagnahmte, ihm mit Anordnung vom 6. Juli 1917 verbot, Schriften herauszugeben, zu verbreiten oder auszustellen, als Redner außerhalb der Kirche in Versammlungen aufzutreten und in seinen Reden politische Gegenstände zu behandeln, insbesondere die Zivil- oder Militärbehörden zu kritisieren. Ein weiterer Artikel führte im September 1917 zur Anklage und am 22. Februar 1918 zu einer Verurteilung durch das Kriegszustandsgericht Hamburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Mark. H. beschränkte seine religiösen Aktivitäten nicht auf sein Amt in der Hamburgischen Landeskirche: 1918 begründete er die Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene, heute als eine der Weltreligionen anerkannte Bahß'í in Hamburg und wurde Geschäftsführer ihres Verlages (Eintragung in das Handelsregister am 17. März 1918). Bahß'í sind Monotheisten, die sich zur »unfaßbaren Wirklichkeit Gottes« bekennen, einem Gott, der allmächtig, allwissend und allbarmherzig ist, sich vor allem gegenüber den Menschen gerecht, gütig und voller Liebe zeigt. Jesus Christus gilt als göttlicher Sendbote, der auf einer Stufe zwischen Gott und den Menschen angesiedelt ist und die göttliche Offenbarung zu den Menschen bringt. Sinn des Lebens ist für die Bahß'í die Erkenntnis Gottes und die Unterordnung unter seinen Willen. Teufel, Erbsünde, Priester oder Missionare gibt es nicht. Jeder Mensch ist aufgerufen, den Weg zur Erlösung für sich in Demut, Liebe und Glauben zu finden. Unter dem Pseudonym V.I.A. Frato veröffentlichte H. über den Baha'ismus und gab schon seit 1917 die »Hamburger Bahai-Briefe« heraus, was aber vom Stuttgarter Hauptsitz der Bahß'í nicht befürwortet wurde. Schon nach kurzer Zeit wandte H. sich wieder von den Bahß'í ab und trat zum Jahresende 1918 aus; drei Jahre später löste sich der Hamburger Verein auf. Ziel H.s war es, seine Gemeinde zum »Jesusgeist« zu führen. Die Gottesdienstbesucher sollten nicht durch »das Ästhetische und durch die Gemüterergreifung erfaßt« werden, vielmehr ging es ihm darum, eine Änderung der Lebenspraxis und einen wahren Gesinnungswechsel erreichen. 1919 kam er nach reiflicher Überlegung zu dem Ergebnis, daß die Kirche sich selber im Wege stehe und verfaßte eine entsprechende Schrift unter dem provokanten Titel »Fort mit der Kirche!« Fortan teilte er die Sakramente nicht mehr aus, weil sie für die individuelle Frömmigkeit unwichtig seien. Er taufte nicht mehr und verzichtete auf das Abendmahl; selbst öffentliche Gebete lehnte er ab. Gegen die für einen Pastoren geltenden Ordnungen und Vorschriften stellte er die alleinige Gültigkeit der göttlichen Liebe und das individuelle Gewissen des Geistlichen. Wie nicht anders zu erwarten, führte diese Einstellung, die er dem Kirchenrat kundtat, zu einem heftigen Konflikt mit der Kirchenleitung. Nach mehrfachen Rügen - zuletzt einer scharfen Rüge am 10. April 1918 - wurde im September 1920 ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet und er am 10. November 1920 vom Amt suspendiert. Am 25./26. April 1921 erfolgte seine Amtsenthebung durch den Kirchlichen Disziplinarhof wegen Amtsvergehen in drei Fällen. Nur für zehn Jahre - bis zum 31. März 1931 - wurde ihm das gesetzliche Ruhegeld gewährt. Nachdem H. nunmehr »dogmen- und gebührenfreien Konfirmanden- oder Lebensführungs-Unterricht« per Zeitungsinserat (13. August 1921) angeboten hatte und zusammen mit seinen beiden ältesten Söhnen zum 30. September 1921 aus der Kirche ausgetreten war, wurden ihm durch Urteil des Kirchlichen Disziplinarhofes vom 24. August 1922 Titel und Anstellungsfähigkeit sowie die Befähigung zum Vollzug geistlicher Amtshandlungen entzogen. Nunmehr gewährte man ihm nur noch Dreiviertel des gesetzlichen Ruhegehaltes bis zum 31. März 1931. Seine Versuche in den Jahren 1930 und 1935, die Anstellungsfähigkeit wiederzuerlangen, wurden von der Kirche zurückgewiesen. H. war damals nicht der einzige öffentlich umstrittene Theologe. Wie bedeutend er war, zeigt sich u.a. darin, daß im wichtigsten Lexikon des Protestantismus - Die Religion in Geschichte und Gegenwart - in der zweiten Auflage 1928 ein relativ langer Artikel über ihn aus der Feder des liberalen Hamburger Hauptpastors Heinz Beckmann (1877-1939) veröffentlicht wurde. Von noch größerer Publizität war der vergleichbare »Fall Jatho«: Dem Kölner Pastor Carl Jatho (1851-1913) wurde aufgrund eines Predigtbandes vorgeworfen, Pantheismus zu lehren und die kirchlichen Dogmen abzulehnen. 1911 wurde er deswegen seines Amtes enthoben. Wie H. hatte auch er durch seine Predigttätigkeit sehr regen Zulauf, auch er versuchte, mit einer undogmatischen Theologie auf die spezifische Situation des neuzeitlichen Menschen einzugehen. Ebenfalls in seiner Hamburger Gemeinde, der Gnadenkirche St. Pauli-Nord sehr geschätzt, war Pastor Hermann Strasosky (1866-1950). Er konnte das Apostolische Glaubensbekenntnis nicht mehr beten und versuchte 1919 eine Neuformulierung. Vier Jahre später wurde er gegen seinen Willen in den Ruhestand versetzt. Gerade in der relativ kleinen Evangelisch-lutherischen Kirche im hamburgischen Staate gab es im 20. Jahrhundert vergleichsweise viele theologische Außenseiter, die ihr Amt nicht weiter führten. Möglicherweise lag das an der großen Anziehungskraft der Stadt für kritische Theologen trotz einer starken orthodox-lutherischen Prägung der Kirche. Die Millionenstadt erhielt durch den Welthafen starke Impulse aus dem Ausland, gerade auch durch andere Religionsgemeinschaften. Besonders zu nennen ist hier der enge Kontakt zu England: Otto Baumgarten betonte 1928 in einem Lexikonartikel den »Englischen Einfluß auf das religiöse Leben Deutschlands« u.a. durch die englischen Freikirchen, die in Deutschland zahlreiche Ableger schufen. H.s Wirken stand also in einem größeren, überregional bedeutenden Kontext. Deutlich wurde hier der Konflikt der traditionsorientierten Kirche mit der Moderne: Die kirchenleitende Elite reagierte - nur einzelne Pastoren waren erheblich aufgeschlossener gegenüber den Problemen der Zeit und neuen Lösungsmodellen - eher mit dem Beharren auf der Tradition als mit Öffnung für die moderne Welt. Wurde gesellschaftliches Engagement von Geistlichen zumeist noch toleriert, so wurden Abweichungen von der kirchlichen Lehre und Veränderungen im Bereich der kirchlichen Praxis nicht akzeptiert und im Kaiserreich wie in der Weimarer Republik mit Ausgrenzung beantwortet. Einem Pluralismus der theologischen Positionen und in der gemeindlichen Arbeit wurde nur begrenzter Spielraum gewährt. Die Möglichkeit, diese Neuansätze aufzugreifen und zu integrieren, wurde nicht gesehen. Dennoch ist bemerkenswert, daß H., obwohl er schon während seiner Fehrmarner Zeit umstritten war, überhaupt in Hamburg gewählt wurde und dort immerhin neun Jahre wirken konnte. Offenbar hatten zumindest die liberalen Geistlichen, die die neuen Herausforderungen für die Kirche erkannt hatten, sehr viel von ihm erwartet und seine konkrete Arbeit im Arbeiterviertel auch geschätzt. Erst als er sich unübersehbar weit von der Kirche entfernt hatte, war er nicht mehr zu halten. Nach der Revolution 1918 wurde er in den »Rat der geistig Schaffenden« berufen, nahm aber nur einmal an einer Sitzung teil, weil er enttäuscht war von dem, was dort zur Diskussion stand. Im August 1918 war Familie H. in das damals noch nicht zu Hamburg gehörende Blankenese gezogen, wo eine Erbschaft es ermöglichte, ein Haus mit Grundstück zu erwerben. Dieses bildete einen wichtigen Grundstock für das weitere Leben der Familie und den Wohnsitz H.s bis zu seinem Tode vierzig Jahre später. Durch ihren Einsatz ermöglichte Dagmar H. ihrem Mann, seinem individualistischen Lebensweg nachzugehen, ohne die zwingende Rücksichtnahme auf den familiären Alltag und die Existenzsicherung. Sie kümmerte sich um den Haushalt sowie die Kinder und trug zum Familieneinkommen bei, z.B. durch Arbeiten für Zeitschriften und die Aufnahme von zahlreichen Pflegekindern, darunter den späteren deutsch-russischen Mathematiker Alexandre Grothendieck (Jahrgang 1928). Was unternahm Heydorn nach seiner Amtsenthebung? Den freireligiösen Unterricht setzte er bis 1933 in Altonaer und Hamburger Schulen fort. Im Hammerbrooker Volksheim, einer Einrichtung in Arbeitervierteln, in denen sich Pastoren, Juristen und Erzieher um die Jugend bemühten und als Gegengewicht zu den Sozialdemokraten eine »Verständigung« mit den Arbeitern anstrebten, erhielt er ein Sprechzimmer für Sonntagsfeiern und Weihehandlungen. Vom Wintersemester 1921 an studierte er an der Hamburgischen Universität drei Jahre lang Medizin - daneben belegte er auch Veranstaltungen in Klassischer Philologie - und arbeitete bis 1926 als Heilpraktiker im Volksheim. Von 1926 bis 1928 studierte er erneut an der Universität und legte die Prüfung für das Lehramt an Volksschulen ab. Am 12. Oktober 1928 wurde er als Hilfslehrer im öffentlichen Schuldienst Hamburgs angestellt. Er wirkte an der Versuchsschule Telemannstraße 10 und als Hauslehrer für körperbehinderte Kinder. Die Weltwirtschaftskrise mit ihren oft einschneidenden Folgen für die Menschen motivierte H., auch politisch tätig zu werden: 1930 gründete er offiziell die »Menschheitspartei«, die einerseits praktische wirtschaftliche Ziele verfolgte, z.B. Anschluß an das »Antizinskartell«, Einsatz für das Schwundgeld WÄRA zur Überwindung der Deflation, Einrichtung eines nicht gewinnorientierten Lebensmittelladens - und die andererseits die Menschen durch mehr Bildung und Wissen zu »wachsender Versittlichung« erziehen wollte, und beteiligte sich im September des folgenden Jahres an der Bürgerschaftswahl in Hamburg. Ziel war es, Wege zu einer allgemeinen Besserung von Wissen, Beurteilen, Sittlichkeit und auch zu materieller Sicherung zu öffnen. Wörtlich hieß es in einer Selbstdarstellung der Partei: »Die Menschheitspartei steht auf dem Glauben an ein Etwas in jedem Menschen als Menschen (einerlei welcher Rasse), das auf Entfaltung zu wahrhaft brüderlichem, edlem, schönem, vernunftvollem Zusammenleben aller Menschen auf der Erde hindrängt. Sie hat daher die Idee der in diesem Sinne geeinigten Menschheit als Ziel und Maßstab und möchte alles fördern, was der geglaubten Entfaltung dient, ohne in Doktrinarismus und Utopismus zu verfallen. Gewaltsame Gleichmacherei und Vergesellschaftung (Kommunismus, Sozialisierung, Kollektivismus) ist ebenso abzulehnen wie Mißachtung des in die Menschheitsidee einbezogenen nationalen Moments. Aber auch die heute beliebte Demokratie als Vergewaltigung großer Minderheiten ist ebenso abzulehnen wie die Diktatur vonintelligenten und willensstarken aber vernunftlosen Menschen. Gegenüber Überzeugungen hat die größte Achtung zu walten. Der förderung der geglaubten Entfaltung soll dienen 1) Aufklärung über alle Lüge, Irreführung, Suggestion, Aberglauben ringsum, 2) Schaffung von gutem und reichem Wissen und Verstehen auf allen Gebieten, 3) Bildung von Characteren und Könnern im Sinne der Idee, 4) realpolitische Mitarbeit, wo immer sie in der Gegenwart möglich ist. Die Menschheitsparteiist natürlich supranational, aber in nationalen Gruppen.« Die von ihm redigierte Zeitschrift »Die geeinigte Menschheit«, in der in Deutsch und Esperanto geschrieben wurde, machte er zum Organ der Partei und seiner Anhänger. Doch 1933 bereiteten die Nationalsozialisten H.s Engagement ein Ende: Im März wurden die Zeitschrift und Versammlungen verboten, im Juli die Partei selbst. Ohne staatliche Genehmigung publizierte er 1933 die Unterrichtsbriefe »Gott, Welt und Mensch«, die an seine »Anhänger« ausgegeben wurden. 1935 wurde er aus dem Schuldienst entlassen, vier Jahre später wegen »Abfassung und Verbreitung staatsfeindlicher Schriften« von einem Sondergericht verurteilt. Bei einer Hausdurchsuchung waren zuvor große Teile seiner Bibliothek beschlagnahmt worden. Was machte H. nach seiner Entlassung aus dem Schuldienst? Weiterhin hielt er nichtöffentliche pastorale Feiern und ethische Kurse ab, gab Nachhilfestunden für Schülerinnen und Schüler, verfaßte wissenschaftliche Arbeiten und seine Lebenserinnerungen. Daneben widmete er sich der Familienforschung und gab die »Nachrichten über die Familie Heidorn« heraus, von denen aber aus finanziellen Gründen nur vier Ausgaben erscheinen konnten. Finanziell setzte sich die Lebensgrundlage der Familie aus der Offizierspension, dem ihm ab 28. Mai 1936 offiziell verbotenen Privatunterricht, familiärer Unterstützung, Einkünften aus der Pflege von »Wohlfahrtskindern« und einer kleinen Rente aus der Lehrertätigkeit zusammen. 1944 entwarf H. Anweisungen für das politische Handeln nach der erwarteten Niederlage Deutschlands. Sein Versuch, im Frühjahr 1945 eine provisorische Regierung für Fehmarn zusammen mit ehemaligen Plöner Mitschülern auszurufen, wurde nicht realisiert, ein entsprechender Artikel für die Zeit nach der Kapitulation vom Fehmarner Tageblatt nicht publiziert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gründete er die Menschheitspartei als »Menschheitsbund« neu, der 1946 von der britischen Militärregierung zugelassen wurde. In hektographierten regelmäßig erscheinendenBlättern nahm er Stellung zu politischen, ethischen und wissenschaftlichen Fragen. Am 27. Dezember 1958 starb H. in Hamburg. Im Jahre 1972 wurde in Blankenese ein Weg gegenüber seinem Grundstück nach ihm benannt. Wie kam jemand wie H. dazu, in einer Zeit der starren Fronten zwischen den Konfessionen und Religionen, der starken Prägung der deutschen Gesellschaft durch die konfessionelle Zugehörigkeit eine so liberale Position zu entwickeln? Vielleicht hatten die konfessionellen Auseinandersetzungen in seiner Familie, der heftige Streit zwischen seinen Eltern mit seinen nachhaltigen Auswirkungen auf sein eigenes Leben, seine Entwicklung als Kind und als Jugendlicher, bei H. dazu geführt, die Grenzen zwischen den Konfessionen und Religionen zu überwinden und sich von festen Lehrsätzen und starren Dogmen abzuwenden. Für ihn zählten nicht mehr die Vorgaben von Institutionen und Autoritäten, für ihn war allein die Auswirkung auf die Menschen entscheidend. So wurde die konkrete Bedeutung von Handlungen, die greifbare Hilfe für den einzelnen für ihn zum Leitmotiv seines Wirkens. Daß er in erster Linie unabhängig von eigenen Interessen Menschen helfen wollte, wurde in seiner Entscheidung, Pastor zu werden ebenso deutlich wie in seinen späteren Berufen als Lehrer, Heilpraktiker und auch als Politiker in der »Menschheitspartei« und im »Menschheitsbund« wieder deutlich. H. war sehr freigiebig und immer auch zu einschneidenden persönlichen Opfern bereit; er selbst bevorzugte eine strikt asketische Lebensführung und war Vegetarier, Antialkoholiker und Nichtraucher. Sein Ziel war die Versittlichung der Menschheit; man wird ihn daher in die Reihe der Lebensreformer in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts einordnen können. H. änderte in seinem Leben mehrfach seine berufliche Tätigkeit, seine Anschaungen und religiösen Positionen. Er war eher der große Einzelne, in einer bestimmten Weise in seiner immerwährenden Suche auf sich selbst bezogen. Er folgte nicht anderen, sondern ging seinen eigenen Weg; wer bei ihm bleiben wollte - und er hatte etliche Anhänger -, mußte ihm folgen. Was bleibt von seinem Wirken? Gesellschaftlich hat er wenig erreicht, alle von ihm gegründeten Organisationen hatten keinen Bestand. Seine Schriften hatten über die situative Diskussion hinaus keine Bedeutung, sie wurden später und werden heute nicht mehr rezipiert. Auch theologisch hat sein Ansatz - weder akademisch noch in der kirchlich-religiösen Praxis - keine Nachahmer gefunden. Selbst die Hamburger Bahß'í haben ihre ursprüngliche Gründung durch ihn vergessen und lassen ihre Geschichte erst mit der Neugründung Mitte der zwanziger Jahre beginnen. Hat H. also nichts bleibendes hinterlassen? Auf den genannten Ebenen mag diese Frage bejaht werden, dennoch haben seine wichtigen Impulse Bestand: In seiner permanenten Anfrage, die sich nicht nur an die Kirche, sondern auch an staatliche Institutionen und den einzelnen richtete, liegt seine historische Bedeutung. - H. war ein einzelner nonkonformistischer Querdenker, der seinen Weg als Offizier, Pastor, Heilpraktiker, Lehrer, Publizist und Politiker zwischen unterschiedlichen religiösen wie weltanschaulichen Gruppierungen (Katholizismus, Protestantismus, Monismus, Bahßíismus) ging und dabei eine kleine Gemeinde um sich versammelte. Waren seine sehr liberalen Ansichten als evangelischer Pastor für die Kollegen und kirchenleitende Elite nicht mehr tragbar, so hat er doch vor allem in der »einfachen« Bevölkerung (Arbeiter, Landarbeiter) mit sehr großem Erfolg gewirkt und viele kirchenferne Personen der Kirche, so wie er sie verstand, näher gebracht. Im Mittelpunkt seines Wirkens stand der Mensch, unabhängig von allen Dogmen und festen Grundsätzen.

Werke: Kurzer Katechismus. Ms. Kiel 1906; Leitfaden für den Konfirmanden-Unterricht. Ms. Kiel 1906; Kampf gegen den Schmutz. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchblatt o.D. [1906]; Kirchliche Mitteilungen für den Jakobi-Hilfs-Pfarrbezirk, Kiel Juni 1906-Ostern 1908; Konferenz betr. Kindergottesdienst in Flensburg. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 23 vom 9. Juni 1907; Pfarrwahlen. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 24 vom 16. Juni1907; Pfarrbesoldung. In: Kieler Zeitung vom 26. Juli1907 (2. Blatt der Großen Ausgabe); Die Teilung der Evangelischen Kirchengemeinde Kiel. In: Kieler Zeitung o.D. (1907, 2. Blatt der Kleinen Ausgabe); Ein Kirchenpaß. In: Kieler Zeitung o.D. [1907]; Pfarrwahlen. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 46 vom 17. November 1907; Weihnachten. In: Kieler Zeitung o.D. (1907, 2. Blatt der Kleinen Ausgabe); Rezension von Thusnelda Kühl: Die Leute von Esskebüll. In: ChW 21 (1907), 316; (Hrsg.) Leben im Licht (1. Ausgabe: Licht und Leben). Wochenblatt für Christen. Breslau 1908-1910, Burg auf Fehmarn 1910; Biedermann, Alois Emanuel. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. I (1909), 1235-1237; Carrière, Moritz. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. I (1909), 1588-1589; Conradi, Kasimir. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. I (1909), 1891; Creuzer, Georg Friedrich. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. I (1909), 1913-1914; Daub, Karl. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. I (1909), 1985; Erdmann, Johann Eduard. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. II (1910), 437; Feldpropst, katholischer und katholische Militärseelsorge. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. II (1910), 850; Fichte, Immanuel Hermann. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. II (1910), 888; Fortlage, Karl. 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In: Fehmarnsches Wochenblatt vom 15. August 1911; Geburtstagsbrief an Dr. Martin Luther. Burg a.F., den 10. November 1911. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 4 (1911), 50-51; Über Bibel, Gott und ewiges Leben. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 4 (1911), 74; Antrittspredigt über Galater 5,13 und Römer 8,21 von Wilhelm Heydorn, Pastor zu St. Katharinen und Einführungsrede über 2. Korinther 1,24 von D. Curt Stage, Hauptpastor zu St. Katharinen. Hamburg 1912; Hinrichs, Hermann Friedrich Wilhelm. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. III (1912), 38-39; Aufruf von Pastor Heydorn, 2. November 1912; Pastor Heydorn antwortet dem Hamburger Evangelischen Bund. In: Hamburger Fremdenblatt vom 13. März 1913; Pastor und Monismus. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 591 vom 20. November 1913 (Abendausgabe); Pastor und Monismus. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 277 vom 26. November 1913; Marheineke, Philipp Konrad. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. IV (1913), 148-149; Pastor und Monismus. In: Die Geistesfreiheit. Wochenschrift des Bundes freier religiöser Gemeinden Deutschlands o.D. [1913]; Rohmer, Friedrich. In Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 1-2; Rosenkranz, Karl. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 27; Ruge, Arnold. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 57; Schwarz, Karl. In Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 476-477; Spekulative Theologie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 817-821; Ulrici, Hermann. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 1429-1430; Vatke, Wilhelm. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 1563; Vischer, Friedrich Theodor. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 1687; Weiße, Christian Hermann. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 1879; Wirth, Johann Ulrich. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 1. Aufl. Tübingen Bd. V (1913), 2087; (Hrsg.) Allerhand Gedanken und Nachrichten für Süd-Hammerbrook 1913-1921; Pastor Heydorns Antwortschreiben an das Geistliche Ministerium. In: Hamburgisches Gemeindeblatt Nr. 14 vom 4. Januar 1914: Kriegslied. In: Neue Hamburger Zeitung Nr. 364 vom 6. August 1914 (Abendausgabe); (auch in: Der Vortrupp Nr. 16 vom 16. August 1914); Nicht mehr: warum?, sondern: was nun? In: Mitteilungen der Unitarischen Gemeinde zu Hamburg 11/1914; Ruht in Frieden. Totensonntags-Ansprache von Pastor Heydorn. Hamburg 1914; Macht hoch die Tür. Advents-Betrachtung von Pastor Heydorn. Hamburg 1914; Es werde Licht! Weihnachtsbetrachtung von Pastor Heydorn. Hamburg 1914; An Hamburgs lutherisches Christenvolk! In: Hamburgisches Kirchenblatt 11 (1914), 2-4; Lieben Freunde! [Flugblatt] Ende Nov[ember] 1914; Ethik. o.D. [1915]; Weihnachten 1915 für unsere Kinder. Hamburg 1915; (Hrsg.) Der Friedensbote. Hamburg 1916-1917; Drei religiöse Reden. 1916; Weihnachten 1916 für unsere Kinder von Pastor Heydorn. Hamburg 1916; Mein Freund. 1917; Klarheit. 1917; Bahai-Brief [Rundschreiben]. Hamburg Sommer 1917 bis Januar 1919; Christentum und Krieg. In: Breslauer Volkswacht vom 5. April 1917 (2. Beilage); Weihnachten 1917 für unsere Kinder. Hamburg 1917; V.I.A. Frato [Pseudonym] Eine neue Religion. Eine neue Kirche. Hamburg 1918; Aus Leben und Licht des Bahaismus. Hamburg 1918; Ein Aufruf Pastor Heydorns. In: Hamburger Fremdenblatt vom 22. November 1918; Was soll und will Lettow-Vorbeck? In: Hamburger Volks-Zeitung Nr. 158 vom 10. Juli 1919; Krieg! [Flugblatt] 4. September 1919; Die wahre Revolution. In: Hamburger Volks-Zeitung Nr. 261 vom 8. November 1919; Eine freie, universale Kirche (Aufruf). In: Hamburgisches Kirchenblatt 16 (1919), 152; Fort mit der Kirche! Ein religiöser Notschrei zu Gunsten einer Neuordnung. Hamburg 1919; Religion. Monatsschrift. Hamburg 1920-1924; Abschied und Neueinführung von Pastor Heydorn [1.6.1921]. Hamburg 1921; Erklärung an meine Kirchenbehörde und Gemeinde. Hamburg 1921; Die Wahrheit. Religiöse Ansprache von Wilhelm Heydorn. Hamburg 1921; Erlösung. Religiöse Ansprache von Wilhelm Heydorn. Hamburg 1921; Meine Hilfe. [Gedichtsammlung] 1. Teil, gesammelt von Wilhelm Heydorn. Hamburg 1921; Über Ernährung. Hamburg 1921; Ein Glaubensbekenntnis. Hamburg 1921; Wie kommt Pastor Heydorn zu dem Verhalten, das das Kirchenregiment und die meisten Pastoren gegen ihn aufbringt? O.D. [1921]; Sie wissen nicht was sie tun. Religiöse Ansprache von Wilhelm Heydorn. Hamburg 1922; Der Marksturz und die Arbeiterfrage. Beleuchtung durch Wilhelm Heydorn. Hamburg 1922; Sozialismus oder Individualismus? Ansprache von Wilhelm Heydorn. Hamburg 1922; Welthilfssprache [Flugblatt]. Hamburg 1922; Was bin ich schuldig? o.D. [1924]; Mann und Frau. Hamburg 1924; Gesundheitsregeln. Teil 1: Grundlegendes. Hamburg 1926; Studie über das Verhältnis der deutschen Volksschule zur Bildung. Ms. Hamburg 1927; Pädagogische Psychologie, dargestellt in Beschränkung auf die Grundphänomene der Psyche im Schulkinde. Ms. Hamburg 1927; Bedeutung des Wissens speziell des geschichtlichen Wissens. Ms. Hamburg 1927; Didaktik des Geschichtsfaches. Ms. Hamburg 1927; Religionsunterricht und Universität. In: Hamburger Lehrerzeitung 7 (1928), 805f; Zum Begriff der Religion und zum Religionsunterricht. In: Hamburger Lehrerzeitung 7 (1928), 959f; Zur Frage, ob Religions- oder Lebensführungskunde. In: Hamburger Lehrerzeitung 8 (1929), 402; (Hrsg. bzw. Schriftleiter) Die geeinigte Menschheit [ab 1930 Organ der Menschheitspartei]. Hamburg (1919!)1929-1933 [auch als: La Unuigita Tuthomaro]; Nur Mensch sein! Ein Aufruf von Wilhelm Heydorn und seinen Freunden. Hamburg 1930; Die Menschheitspartei. [Faltblatt] Hamburg o.D. [ca. 1930]; Nicht öffentlich. Flugschrift. Hamburg Frühjahr 1933 [über Nationalsozialismus und Menschheitspartei]; Gott, Welt und Mensch. Unterrichtsbriefe von Wilhelm Heydorn. Hamburg 1933; Untersuchungen über Jesus von Nazaret. Dritter Teil: Die Evangelien. Dargeboten von Wilhelm Heydorn. Hamburg Herbst 1933; Nachrichten über die Familie Heidorn, 4 Folgen, Altona 1935; Die Welt. endlich oder undendlich? [Artikel] 1943; Wissenslehre. Ms. Hamburg 1943-1945; Erziehungslehre. Ms. Hamburg 1944/45; Menschheitsbund. Bund aller Menschen. [hektographierte Rundschreiben] Hamburg-Blankenese 1949-1957; »Nur Mensch sein!« Lebenserinnerungen 1873 bis1958. Hrsg. von Iris Groschek und Rainer Hering. Hamburg 1999.

Bibliographie: Wilhelm Heydorn: »Nur Mensch sein!« Lebenserinnerungen 1873 bis1958. Hrsg. von Iris Groschek und Rainer Hering. Hamburg 1999, 468-473.

Lit.: [Adolf] Mordhorst: Zum Bericht über die Flensburger Kindergottesdienstkonferenz in Nr. 23. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 27 vom 7. Juli 1907; - [Ernst] Koelln, Neuendorf: Besprechung der Zeitschrift »Leben im Licht«. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 22 und 23, 1909; - ders.: Heydorns Vortrag: Die Kirche und wir. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 15 vom 13. April 1913; - Fehmarnsche Zeitung vom 14. November 1910; - [Max] Henning: 100 Thesen. In: Fehmarnsches Wochenblatt Nr. 4 vom 10. Januar 1911; - ders.: Einiges zu Heydorns hundert Thesen. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 9 vom 26. Februar 1911; - [Eduard] Bielenberg, [Franz] Bott, [Georg Arthur] Carstensen, [Heinrich] Dechniss, [Claus] Schacht: 100 Thesen. In: Fehmarnsches Wochenblatt Nr. 5 vom 12. Januar 1911; - Theodor Kaftan: Wo stehen wir? Eine kirchliche Zeitbetrachtung verfaßt in Veranlassung des Falles Heydorn bzw. des Falles Jatho. Schleswig 1911; - Eingesandt. In: Fehmarnsches Wochenblatt Nr. 8 vom 19. Januar 1911; - Aus Stadt und Land. In: Ebd.; - Fehmarnsches Wochenblatt Nr. 9 vom 20. Januar 1911; - Lokales und Provinzielles. Versammlung anläßlich der 100 Thesen. In: Fehmarnsches Wochenblatt Nr. 10 vom 21. Januar 1911; - P.D. [Gustav] Wohlenberg in: Schleswig-Holsteinsches-Lauenburgisches Kirchen- und Schulblatt Nr. 5 vom 4. Februar 1911; - ders. in: Schleswig-Holsteinsches-Lauenburgisches Kirchen- und Schulblatt Nr. 14 vom 8. April 1911; - R.U.: Eingesandt. In: Fehmarnsches Wochenblatt Nr. 15 vom 4. Februar 1911; - Fehmarnsche Zeitung Nr. 16 vom 7. Februar 1911; - Pastor [Karl] Schröder, Kiel in: Kieler Zeitung vom 12. Februar 1911; - ders.: Die vorläufige Erledigung des Falles Heydorn. In: Kieler Zeitung Nr. 26388 vom 24. März 1911; - [Bernhard] Gruber: Erwiderung. In: Wagrisch-Fehmarnsche Blätter Nr. 37 vom 12. Februar 1911; - Schleswig-Holsteinische Volkszeitung Nr. 48 vom 23. Februar 1911; - Provinzielles und Lokales. Ein interessanter Streit. In: Schleswig-Holsteinische Volkszeitung vom 25. Februar 1911; - Th[eodor] Riewerts, Westerhever: Der Thesenstreit auf Fehmarn. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 9 vom 26. Februar 1911; - ders./Lindholm: Die Freunde evangelischer Freiheit in Flensburg. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 19 vom 7. Mai 1911; - ders.: Pastor Heydorn und der Evangelische Bund. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 15 vom 13. April 1913; - Schule und Kirche. Jatho - Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 61 vom 12. März 1911 (9. Beilage); - Die unerhörte Zurechtweisung des Hauptpastors Heydorn in Burg a.F. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 71 vom 24. März 1911; - Pastor Heydorn und seine Behörde. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 72 vom 25. März 1911; - Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt 1911, 445; - Chronik der christlichen Welt 1911, 533 und 996; - Zum Fall Heydorn. In: Protestantenblatt Nr. 13 vom 29. März 1911 (Beiblatt); - Zum Fall Heydorn. In: Protestantenblatt Nr. 13 vom 29. März 1911 (Beiblatt); - [Johannes] Jansen: Der Fall Heydorn. In: Christliche Freiheit Nr. 14 vom 2. April 1911; - Hamburger Fremdenblatt Nr. 82 vom 6. April 1911; - Schleswig-Holsteinische Volkszeitung Nr. 84 vom 8. April 1911; - Aus dem Kreise der Freunde evangelischer Freiheit: Kirchliche Vierteljahresrundschau. In: Kieler Zeitung Nr. 26414 vom 8. April 1911; - [Heinrich] Kähler: Zum Fall Heydorn. In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 15 vom 9. April 1911; - Ein zweiter Jatho. In: Frankfurter Zeitung Nr. 100 vom 10. April 1911 (Morgenblatt); - Das Kieler Konsistorium und Hauptpastor Heydorn. In: Hamburgischer Korrespondent vom 11. April 1911; - Der Fall Jatho bei Licht. In: Schleswig-Holsteinische Volkszeitung Nr. 93 vom 21. April 1911; - M. Clasen: Der Fall Heydorn und die schleswig-holsteinische Landeskirche. Erster bis dritter Brief. In: Preußische Kirchenzeitung Nr. 17-19, 23. April 1911, 30. April 1911, 7. Mai 1911; - ders.: Zu der »aktenmäßigen Darstellung der Vorgänge« im »Fall Heydorn«. In: Preußische Kirchenzeitung Nr. 43 vom 22. Oktober 1911; - Prof. [Martin] Schian in: Deutsch-Evangelisch Mai 1911; - Breslauer Zeitung vom 15. Mai 1911; - Fehmarnsches Wochenblatt vom 2. Juni 1911; - Der Fall Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt vom 7. Juli 1911; - Heydorn über Jatho. In: Hamburger Fremdenblatt vom 16. Juli 1911; - Pastor Heydorn, ein neues Opfer der Ketzerrichter. In: Volkswacht vom 25. Juli 1911; - Emil Petersen: Der Fall Heydorn. In: Christliche Welt Nr. 33 vom 17. August 1911; - L. Lüthje: Eingesandt. In: Fehmarnsches Wochenblatt vom 22. August 1911; - ders.: Mitwirkung der Kirche bei der staatlichen Jugendpflege. In: Fehmarnsches Wochenblatt vom 26. August 1911; - Kirchliche Zeit- und Streitfragen auf Fehmarn. In: Fehmarnsche Zeitung vom 26. August 1911; - Wohin gehen wir. In: Hamburger Fremdenblatt vom 12. September 1911; - Heydorn wider Kaftan. In: Schleswiger Nachrichten vom 13. September 1911; - Die allerneueste Heydorn-Broschüre. In: Fehmarnsche Zeitung Nr. 111 vom 21. September 1911; - Fehmarnsche Zeitung vom 25. September 1911; - H[ans] G[ustav] Ladendorf: Kirche, Religion und Bekenntnis. Ein Beitrag zu den kirchlichen Kämpfen der Gegenwart. O.O. September 1911; - ders.: Pastor und Monismus. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 276 vom 25. November 1913; - ders.: Pastor Heydorn und das geistliche Ministerium. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 304 vom 30. Dezember 1913 (6. Beiblatt); - ders.: Pastor Heydorn und das geistliche Ministerium. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 305 vom 31.12.1913 (6. Beiblatt); - ders.: Disziplinargesetz und Pastor Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 100 vom 30. April 1914 (7. Beiblatt); - Wo stehen wir? In: Schleswig-Holsteinisches Kirchenblatt Nr. 40 vom 1. Oktober 1911; - Monatsblatt der Freunde der evangelischen Freiheit 1911, 5; - Staat und Stadt Hamburg. Zu wenig? In: Hamburger Nachrichten vom 3. Oktober 1911 (Morgenausgabe); - Von den Freunden der Christlichen Welt. In: Frankfurter Zeitung vom 7. Oktober 1911 (Morgenausgabe); - Kirchenpolitische Briefe aus Schleswig-Holstein. In: Preußische Kirchenzeitung Nr. 41 vom 8. Oktober 1911; - W.M.: Pastor Heydorns Wahlpredigt in der St. Catharinenkirche. In: Hamburger Fremdenblatt vom 10. Oktober 1911; - Confessor: Orthodoxe Klopffechterei. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 247 vom 20. Oktober 1911; - Protestversammlung am Reformationsfest. In: Hamburger Nachrichten vom 1. November 1911 (Abendausgabe); - d.: Protestversammlung des Kirchlichen Vereins zu Hamburg. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 258 vom 2. November 1911 (6. Beilage); - ders.: Schule und Kirche. Die Jesuitenfrage. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 51 vom 1. März 1913 (6. Beilage); - Woher und wohin? Wittenberg 1517 und Hamburgs jetzige kirchliche Lage. In: Hamburgisches Kirchenblatt Nr. 45 vom 5. November 1911; - Alfred Kappesser: Eine Antwort auf die Protestversammlung. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 7 (1911), 52-53; - ders.: Die Wahl Pastor Heydorns an St. Katharinen. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 4 (1912), 126; - Was ist Christentum? In: Hamburger Fremdenblatt vom 16. November 1911; - Hamburger Nachrichten Nr. 566 vom 2. Dezember 1911 (Abendausgabe); - Zur Pastorenwahl an St. Katharinen. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 291 vom 12. Dezember 1911; - Hauptpastor Heydorn in Burg a/F. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 647 vom 20. Dezember 1911; - Heydorn gewählter Pastor zu Sankt Katharinen. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 299 vom 21. Dezember 1911 (5. Beiblatt); - Erst katholischer Oberleutnant, dann evangelischer Hauptpastor. In: Weser-Zeitung Nr. 224/4 vom 22. Dezember 1911; - Zur Versammlung der Synode. In: Hamburger Nachrichten Nr. 600 vom 22. Dezember 1911; - Max Schinckel: Eine nicht gehaltene Synodalrede. In: Hamburger Nachrichten Nr. 602 vom 23. Dezember 1911 (Abendausgabe); - Curt Stage: Die Synodalverhandlungen über den »Fall Heydorn«. In: Neue Hamburger Zeitung Nr. 601 vom 23. Dezember 1911 (Morgenausgabe); - ders.: Noch eine nicht gehaltene Synodalrede. In: Hamburger Nachrichten Nr. 602 vom 23. Dezember 1911 (Abendausgabe); - Die Kirchensynode und Pastor Heydorn. In: General-Anzeiger Nr. 301 vom 23. Dezember 1911; - Kirchensynode. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 301 vom 23. Dezember 1911 (6. Beiblatt); - Weser-Zeitung Nr. 246/3 vom 24. Dezember 1911 (2. Morgenausgabe); - Otto Ahrends: Aus und mit dem Publikum. Zum Fall Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 304 vom 29. Dezember 1911 (1. Beiblatt); - Das Patronat der hamburgischen Kirche und der »Fall Heydorn«. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 305 vom 30. Dezember 1911; - Pastor Lic.Dr. Rump: Offener Brief an Herrn John Nicolassen, Pastor zu St. Johannis. In: Hamburger Fremdenblatt (?) vom 7. Januar 1912; - Hamburgisches Kirchenblatt 1911, 53, 68, 422; - Dr. [Wilhelm] Fromm: 1911 und das kirchliche Hamburg. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 5 vom 7. Januar 1912 (11. Beilage); - Christian Stubbe: Chronik der Jakobigemeinde in Kiel. In: Schriften des Vereins für schleswig-holsteinische Kirchengeschichte II. Reihe (Beiträge und Mitteilungen V. Band, 2. Heft). Kiel 1911, S. 162-212; - Liberaler Kirchensieg. In: Hamburger Echo Nr. 9 vom 12. Januar 1912; - ao: Pastor Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 9 vom 12. Januar 1912; - Schule und Kirche. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 16 vom 20. Januar 1912 (1. Beiblatt); - Heydorns Bestätigung. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 17 vom 21. Januar 1912; - [Johann Heinrich] H[öck]: Zum Fall Heydorn. In: Der Stiftskirchenbote Nr. 3 vom 21. Januar 1912, S. 10-11; - ders.: Zum Fall Heydorn. In: Der Stiftskirchenbote Nr. 4 vom 28. Januar 1912, S. 14-15; - ders.: Zum Fall Heydorn. In: Der Stiftskirchenbote Nr. 5 vom 4. Februar 1912, S. 18-19; - Hamburgischer Hirtenbrief. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 66 vom 6. Februar 1912 (Morgenausgabe); - Ein Hirtenbrief an die »Rechtgläubigen«. In: Hamburger Echo Nr. 31 vom 7. Februar 1912; - Hamburger Hirtenbrief. Eimsbütteler Christuskirche. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 33 vom 9. Februar 1912; - Rückblick auf die Woche. In: Hamburger Nachrichten Nr. 70 vom 12. Februar 1912 (Morgenausgabe); - V.H.: Hauptpastor Wilhelm Heydorn, Burg a. F. In: Von Lübecks Türmen. Unterhaltungsblatt des Lübecker General-Anzeiger. Nr. 8 vom 24. Februar 1912; - Der hamburgische Kirchenstreit. In: Hamburger Nachrichten Nr. 139 vom 22. Februar 1912 (Abendausgabe); - Der Vorstand des Kirchlichen Vereins. Zum 11. April 1912. In: Hamburger Nachrichten Nr. 168 vom 11. April 1912 (Morgenausgabe); - Gesänge bei der Amtseinführung des Herrn Pastors Wilhelm Heydorn zu Sankt Katharinen am 11. April 1912, Hamburg 1912; - Amtseinführung des Pastor Heydorn. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 184 vom 11. April 1912 (Abendausgabe); - Amtseinführung des Herrn Pastors W. Heydorn zu St. Katharinen. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 85 vom 12. April 1912 (1. Beilage); - Orthodoxe Einführungswünsche. In: Kölnische Zeitung Nr. 406 vom 13. April 1912 (1. Morgenausgabe); - Kriegserklärung. In: Neue Hamburgische Zeitung Nr. 173 vom 13. April 1912 (Abendausgabe); - Vorstand Stiftskirche St. Georg, Johanniskapelle, Kreuzkirche zu Barmbek und St. Anschar: Erklärung. In: Neue Hamburger Zeitung Nr. 173 vom 13. April 1912 (Abendausgabe); - dies.: Erklärung. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 189 vom 14. April 1912 (Morgenausgabe); - Vorstand des Kirchlichen Vereins in Hamburg: Erklärung. In: Der Stiftskirchenbote Nr. 15 vom 14. April 1912; - Rückblick auf die Woche. In: Hamburger Nachrichten Nr. 177 vom 14. April 1912 (Morgenausgabe); - Eine Erklärung der Kapellengemeinden. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 87 vom 15. April 1912 (5. Beiblatt); - Die Einführung des Pastors Heydorn im Stephan Kempe-Saal. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 190 vom 15. April 1912 (Morgenausgabe); - Der Kirchenrat und die Kapellengemeinden. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 90 vom 18. April 1912; - Zur Erklärung der Kapellengemeinden. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 91 vom 19. April 1912; - M[ax] Glage: Zur Erklärung der Kapellengemeinden. u.a. in: Hamburger Nachrichten Nr. 182 vom 19. April 1912 (Morgenausgabe), Hamburgischer Korrespondent Nr. 202 vom 21. April 1912 (Morgenausgabe); - ders.: In letzter Stunde! Ein ernstes Wort zur Krisis unserer Hamburgischen Landeskirche. Hamburg 1912; - Zum Nachdenken. In: Hamburger Nachrichten Nr. 182 vom 19. April 1912 (Morgenausgabe); - Zum Nachdenken. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 92 vom 20. April 1912; - Vom »Liberalismus«. In: Hamburger Nachrichten Nr. 185 vom 20. April 1912 (Abendausgabe); - Rückblick auf die Woche. In: Hamburger Nachrichten Nr. 186 vom 21. April 1912 (Morgenausgabe); - Pastor Heydorn. In: Hamburgischer Korrespondent vom 22. April 1912 (Morgenausgabe); - Einführung des Herrn Pastors Heydorn in St. Annen. In: General-Anzeiger Nr. 94 vom 23. April 1912; - Beim Wartturm Glambeck. In: Fehmarnsche Zeitung Nr. 52 vom 30. April 1912 (Beilage); - Die kirchenpolitische Ratlosigkeit. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 104 vom 4. Mai 1912; - Kirchenpolitische Ratlosigkeit. In: Hamburger Nachrichten Nr. 208 vom 4. Mai 1912 (Morgenausgabe); - Versammlung der Synode. In: Hamburger Nachrichten Nr. 236 vom 22. Mai 1912 (Morgenausgabe); - Rückblick auf die Woche. In: Hamburger Nachrichten Nr. 244 vom 26. Mai 1912 (Morgenausgabe); - Heydorn-Vortrag. In: Fehmarnsche Zeitung Nr. 100 vom 22. August 1912; - Schule und Kirche. Religion und Naturwissenschaft. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 256 vom 31. Oktober 1912 (9. Beilage); - Hamburgisches Kirchenblatt 1912, 3f, 18, 46, 119, 126, 134, 385; - Johannes Robert Hanne: Rückwärts? In: Hamburgisches Gemeindeblatt 4 (1912), 178-180; - ders.: Demütigung. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 4 (1912), 274-275; - [Carl Hans] Röhlk: Die kirchenpolitsiche Ratlosigkeit. Hamburg 1912; - Monatsblatt der Freunde der evangelischen Freiheit Nr. 5/1912, 20; - Theodor Fengler: Schleswig-Holstein. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch in gemeinverständlicher Darstellung hrsg. von Friedrich Michael Schiele und Otto Scheel. Bd. 5 Tübingen 1913, S. 322-330; - Pastor Heidorn und die Monisten. In: Hamburger Echo vom 11. Januar 1913; - Pastor Heydorn und die Monisten. In: Hamburger Echo Nr. 10 vom 13. Januar 1913 (2. Beiblatt); - Schule und Kirche. Der Evangelische Bund zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen und Herr Pastor Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 60 vom 12. März 1913 (9. Beilage); - Das Ideal des Friedens. In: Hamburger Nachrichten vom 6. Oktober 1913; - Paul Gastrow: Kann ein Pastor Monist sein? In: Hamburgisches Gemeindeblatt 6 (1913), 61; - ders.: Beschwerde gegen Pastor Heydorn. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 6 (1913), 82; - ders.: Pastor Heydorns Antwort an das Geistliche Ministerium. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 6 (1913), 117-118; - ders.: Der kirchliche Liberalismus und der Monistenbund. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 6 (1914), 165-166; - ders.: Pastor Heydorn. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 6 (1914), 214; - ders.: Zur Richtigstellung. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 6 (1914), 360; - ders.: Pastor Heydorn und das Gebet. In: Hamburgisches Gemeindeblatt 7 (1914), 5; - ders.: Die Fabel von einer »lex Heydorn«. In: Hamburgisches Gemeindeblatt Nr. 33 vom 17. Mai 1914; - ders.: Heydorn und der Monismus. In: Hamburgisches Gemeindeblatt Nr. 37 vom 14. Juni 1914; - Ein Ketzergericht. In: Hamburger Echo Nr. 268 vom 14. November 1913; - Disziplinarmittel gegen hamburgische Geistliche. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 268 vom 14. November 1913 (6. Beiblatt); - Ein vereiteltes Ketzergericht? In: Hamburger Echo Nr. 271 vom 18. November 1913; - Herr Heydorn und die Landeskirche. In: Hamburger Nachrichten Nr. 540 vom 17. November 1913 (Abendausgabe); - Landeskirche und Monismus. In: Hamburger Nachrichten Nr. 546 vom 21. November 1913 (Abendausgabe); - Zur Hetze gegen Pastor Heydorn. In: Hamburger Echo Nr. 273 vom 21. November 1913; - E.H.: Pastor und Monismus. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 275 vom 23. November 1913; - Pastor und Monist. In: Neue Hamburger Zeitung Nr. 550 vom 24. November 1913 (Abendausgabe); - Pastor und Monismus. In: Hamburger Nachrichten Nr. 556 vom 27. November 1913 (Abendausgabe); - Vorstand des Deutschen Monistenbundes, Ortsgruppe Hamburg: Pastor und Monismus. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 279 vom 28. November 1913 (6. Beiblatt); - Dr. A.R.: Zum Fall Heydorn. In: Ebd.; - Max Cohn: Für Pastor Heydorn. In: Ebd.; - Reinhold Segebrecht: Monismus und Christentum. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 280 vom 29. November 1913 (6. Beiblatt); - J.M.: Monismus und Pastor. In: Ebd.; - Wie wirkte Jesus? Ein Beitrag zum Fall Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 281 vom 30. November 1913 (13. Beiblatt); - J.B.: Der Fall Heydorn. In: Ebd. (12. Beiblatt); - Rs.: Pastor und Monist. In: Hamburger Kirchenblatt Nr. 48/49 vom 30. November 1913; - Arthur Krais: Monismus und Protestantismus. Ansichten eines Laien. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 612 vom 2. Dezember 1913 (Morgenausgabe); - Das Urteil gegen Pastor Heydorn. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 613 vom 2. Dezember 1913 (Abendausgabe); - Pastor Heydorn kommt nicht. In: Hamburger Nachrichten Nr. 564 vom 2. Dezember 1913 (Abendausgabe); - Das geistliche Gericht über Pastor Heydorn. In: Hamburger Echo Nr. 283 vom 3. Dezember 1913; - Hamburgisches Kirchenblatt 1913, 373, 379f, 393, 409; - E.H., E. und M.N.: Pastor und Monismus. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 283 vom 3. Dezember 1913 (5. Beiblatt); - C.Sch.: Aus und mit dem Publikum. Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 284 vom 4. Dezember 1913 (6. Beiblatt); - Ein Freireligiöser: Pastor und Monismus. In: Ebd.; - Wilhelm Heinz: Bebel und Christus. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 616 vom 4. Dezember 1913 (Morgenausgabe); - Vorstand des Deutschen Monistenbundes Ortsgruppe Hamburg: Pastor und Monismus. In: General-Anzeiger Nr. 284 vom 4. Dezember 1913; - Hamburgische Angelegenheiten. In: Hamburger Kirchenblatt Nr. 50 vom 7. Dezember 1913; - Pastor Heydorns Antwort an das geistliche Ministerium. In: Neue Hamburger Zeitung Nr. 589 vom 17. Dezember 1913 (Morgenausgabe); - Erklärung Pastor Heydorns. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 640 vom 17. Dezember 1913 (Morgenausgabe); - Pastor Heydorn gibt nach. In: Hamburger Echo Nr. 295 vom 17. Dezember 1913 (1. Beiblatt); - Pastor Heydorns Antwort. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 295 vom 17. Dezember 1913; - Weiteres aus Pastor Heydorns Antwort. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 297 vom 19. Dezember 1913; - Ein zu Kreuze gekrochener Pastor. In: Vorwärts Nr. 333 vom 18. Dezember 1913; - Zum Fall Heydorn. In: Hamburger Nachrichten Nr. 599 vom 23. Dezember 1913 (Morgenausgabe); - Karl Reimers: Die kirchliche Not. In: Hamburgisches Kirchenblatt Nr. 7 vom 15. Februar 1914; - ders.: Aufruf zu einem Osteropfer für den Hammerbrook! In: Hamburgisches Kirchenblatt 11 (1914), 122f; - ders.: Osterspende für den Hammerbrook. In: Hamburgisches Kirchenblatt 11 (1914), 129f; - ders.: Hammerbrook. In: Hamburgisches Kirchenblatt 11 (1914), 138f; - ders.: Lex Heydorn. In: Hamburgische Kirchenblatt 11 (1914), 139f; - ders.: Christlich-unitarisch. In: Hamburgisches Kirchenblatt Nr. 12 vom 22. März 1914; - ders.: Hammerbrook. In: Hamburgisches Kirchenblatt Nr. 18 vom 3. Mai 1914; - Der Verfall des Christentums. In: Hamburger Nachrichten Nr. 14 vom 9. Januar 1914 (Abendausgabe); - Der Fall Heydorn. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 8 vom 10. Januar 1914 (6. Beiblatt); - Es ist erreicht. In: Hamburger Nachrichten Nr. 65 vom 8. Februar 1914 (Morgenausgabe); - Nu aber raus! In: Hamburger Echo Nr. 34 vom 10. Februar 1914 (1. Beiblatt); - In Sachen Heydorn. In: Hamburger Nachrichten Nr. 68 vom 10. Februar 1914 (Abendausgabe); - Christlich-unitarisch. In: Hamburger Nachrichten Nr. 72 vom 12. Februar 1914 (Abendausgabe); - Das »einzig Greifbare«. In: Hamburger Nachrichten Nr. 92 vom 24. Februar 1914 (Abendausgabe); - Christentum und Arbeiterjugend. In: Hamburger Echo Nr. 48 vom 26. Februar 1914; - P. Heydorns Weltfremdheit. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 49 vom 27. Februar 1914 (6. Beiblatt); - C.P.: Heydorn. In: General-Anzeiger Nr. 51 vom 1. März 1914; - ders.: Ein Disziplinar-Gesetz für die hamburgische Geistlichkeit. In: Generalanzeiger Nr. 94 vom 23. April 1914; - Heydorn und der Sozialismus. In: General-Anzeiger Nr. 56 vom 7. März 1914; - Hamburgische Angelegenheiten. In: Hamburgisches Kirchenblatt Nr. 10 vom 8. März 1914; - Neues von Herrn Heydorn. In: Hamburger Nachrichten Nr. 115 vom 10. März 1914 (Morgenausgabe); - F.R.: Pastor Heydorn und der Hamburgische Verband zu Bekämpfung der Sozialdemokratie. In: Hamburger Neueste Nachrichten Nr. 59 vom 11. März 1914; - Eine Elendsquelle. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 89 vom 17. April 1914 (6. Beiblatt); - Herr Heydorn entwickelt sich weiter. In: Hamburger Nachrichten Nr. 178 vom 17. April 1914 (Abendausgabe); - Heinrich Steffens: Eine Elendsquelle. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 91 vom 19. April 1914 (7. Beiblatt); - Alfred Roth: Herr Heydorn und der Hammerbrook. In: Hamburger Nachrichten Nr. 183 vom 21. April 1914 (Morganausgabe); - Lex Heydorn. In: Hamburger Nachrichten Nr. 187 vom 23. April 1914 (Morgenausgabe); - Rückblick auf die Woche. In: Hamburger Nachrichten Nr. 193 vom 26. April 1914 (Morgenausgabe); - Hamburgisches Kirchenblatt 1914, 206, 309, 374; - Zur »Lex Heydorn«. In: Hamburger Nachrichten Nr. 201 vom 1. Mai 1914 (Morgenausgabe); - Rieß: Heydorns Absage an den Monismus. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 140 vom 18. Juni 1914 (1. Beiblatt); - Burgfriede. In: Hamburger Nachrichten Nr. 537 vom 15. November 1914; - Anonym: Links oder rechts, Heydorn oder Kaftan? 1914; - Chronik der Christlichen Welt 1915, 7; - Kirchliches Jahrbuch 1915, 256-257; - Öffentlicher Anzeiger Nr. 41 vom 17. Februar 1918; - A. Rundé: Zur Abwehr. In: Norddeutsche Nachrichten (?) vom 18. November 1918; - Pastor Heydorns Universalkirche. In: Hamburger Nachrichten Nr. 489 vom 9. September 1919; - Kirchen-Freiheit oder Willkür? Pastor Heydorn rechtfertigt sich. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 535 vom 4. November 1920 (Abendausgabe); - Herrn Heydorns Apologie. In: Hamburger Nachrichten Nr. 535 vom 5. November 1920; - Um Pastor Heydorn. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 542 vom 9. November 1920 (Morgenausgabe); - Versammlung der Synode der evangelisch-lutherischen Kirche. Pastor Heydorn des Amtes enthoben - der Kampf um das Disziplinargesetz. In: Hamburger Nachrichten vom 11. November 1920 (Morgenausgabe); - Hamburgischer Korrespondent Nr. 546 und Nr. 547 vom 11. November 1920; - Das Ketzergericht der Kirchensynode. In: Hamburger Echo Nr. 529 vom 11. November 1920 (Abendausgabe); - Die Kirchensynode. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 545 vom 11. November 1920 (Morgenausgabe); - Die Angelegenheit des Pastors Heydorn. In: Hamburger Echo Nr. 534 vom 14. November 1920 (Morgenausgabe); - H.: Pastor Heydorn. In: General-Anzeiger Nr. 269 vom 16. November 1920; - Rückblick auf die Woche. Bußtag und Totensonntag. In: Hamburger Nachrichten Nr. 568 vom 20. November 1920 (Morgenausgabe); - Zum »Fall Heydorn«. In: Hamburger Echo Nr. 549 vom 21. November 1920 (Morgenausgabe); - »Zum Kriege haben die Geistlichen Hamburgs seine anschürende Stellung genommen«. In: Hamburger Echo Nr. 549 vom 24. November 1920 (Abendausgabe); - Für Pastor Heydorn. In: Hamburgischer Korrespondent Nr. 589 vom 7. Dezember 1920 (Abendausgabe); - Heydorns Apologie. In: Hamburger Nachrichten Nr. 618 vom 25. Dezember 1920 (Morgenausgabe); - »Gewissensehe«. In: Hamburger Fremdenblatt Nr. 623 vom 29. Dezember 1920 (Morgenausgabe); - Pastor Heydorn des Amtes enthoben. In: Hamburger Nachrichten Nr. 213 vom 10. Mai 1921 (Abendausgabe); - Pastoren Gastrow, Steffen, Nicolassen, Manshardt, Arminius Claussen: Erklärung zur disziplinarischen Aburteilung Pastor Heydorns. In: Neue Hamburger Zeitung Nr. 227 vom 14. Mai 1921 (Abendausgabe); - Pastor Heydorn. In: Hamburger Echo vom 18. Mai 1921; - Heydorn. In: Hamburger Anzeiger Nr. 113 vom 18. Mai 1921; - Norddeutsche Nachrichten vom 13. August 1921; - C[arl] A[ugust] Schröder: Aus Hamburgs Blütezeit. Lebenserinnerungen von Bürgermeister Dr. Carl August Schröder, 2. Auflage. Hamburg 1921; - Hamburger Nachrichten Nr. 401 vom 29. August 1922 (Abendausgabe); - Albert Schramm: Deutschlands Verlagsbuchhandel. Leipzig 1925; - Martin Schian: Die Arbeit der evangelischen Kirche in der Heimat. (Die deutsche evangelische Kirche im Weltkriege. Hrsg. im Auftrag des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses, 2). Berlin 1925; - Heinz Beckmann: Heydorn, Wilhelm. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft, Band 2, 2. völlig neubearb. Aufl. Tübingen 1928, 1874-1875; - Wilhelm Heydorn. In: Wer ist´s? IX. Ausgabe. Berlin 1928, 654; - Otto Schultze: Predigergeschichte der Stadt Breslau. Hrsg. vom Schlesischen Pfarrerverein. Breslau 1938; - Dem Frieden leben! In: Hamburger Volkszeitung Nr. 205 vom 3. Dezember 1951, 1-3; - Wilhelm Jensen (Hrsg.): Die hamburgische Kirche und ihre Geistlichen seit der Reformation. Hamburg 1958; - Georg Daur: Von Predigern und Bürgern. Eine hamburgische Kirchengeschichte von der Reformation bis zur Gegenwart. Hamburg 1970; - Neue Straßennamen in Blankenese [u.a. Wilhelm-Heydorn-Weg]. In: Blankenese. Monatsschrift des Blankeneser Bürger-Vereins 26. Jg. Nr. 1 (Januar 1973), 8; - Volker Detlef Heydorn: Vor hundert Jahren wurde Pastor Wilhelm Heydorn geboren. In: Blankenese. Monatsschrift des Blankeneser Bürger-Vereins September 26 Jg. Nr.9 (September 1973), 9-13; - ders.: Maler werden zwischen Kunst, Politik und Religion. Hamburg 1977; - ders.: Bildende Kunst und Politik. Erinnerungen eines Nonkonformisten. München 1995; - Richard Trede: Die St. Nikolai-Kirche zu Burg auf Fehmarn. Ihre Geschichte - ihr Inventarium - ihre Häuser und Kapellen - ihre Diener von Pastor Trede, 3. Auflage mit Zusätzen von Pastor Voß. Burg auf Fehmarn 1976; - Gustav Schiefler: Eine Hamburgische Kulturgeschichte 1890-1920. Beobachtungen eines Zeitgenossen. Bearbeitet von Gerhard Ahrens, Hans-Wilhelm Eckardt und Renate Hauschild-Thiessen (Veröffentlichungen des Vereins für Hamburgische Geschichte 27). Hamburg 1985; - Martin Hennig: Beiträge zur nordelbischen und hamburgischen Kirchengeschichte. Breklum 1988; - Ernst Rudolf Wolfgang Huber (Hrsg.): Staat und Kirche im 19. und 20. Jahrhundert. Dokumente zur Geschichte des deutschen Staatskirchenrechts. Bd. 3: Staat und Kirche von der Beilegung des Kulturkampfes bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. 2. Aufl. Berlin 1990; Rainer Hering: Walter Windfuhr und die Judaistik vor 1945. Der ehemalige Pastor und Honorarprofessor wurde vor 110 Jahren geboren. In: Uni hh. Berichte, Meinungen aus der Universität Hamburg. 19. Jg. Nr. 4 (Juni/Juli 1988), 30-32; - ders.: Vom Umgang mit theologischen Außenseitern im 20. Jahrhundert. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 77 (1991), 101-122; - ders.: Theologie im Spannungsfeld von Kirche und Staat. Die Entstehung der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der Universität Hamburg 1895 bis 1955 (Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte, 12). Berlin-Hamburg 1992; - ders.: Ein »untragbarer« Professor. Walter Windfuhrs Lehrtätigkeit in der NS-Zeit an der Hamburger Universität. In: Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums 32. Jg. 1993, Heft 126, 156-160; - ders.: »Sprache und Kultur des Judentums« im Nationalsozialismus. Walter Windfuhrs Lehrtätigkeit an der Hamburger Universität. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 80 (1994), 141-151; - ders.: Auf dem Weg in die Moderne? Die Hamburgische Landeskirche in der Weimarer Republik. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 82 (1996), 127-166; - ders.: Strasosky, Hermann Theodor. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. Begründet und hrsg. von Friedrich Wilhelm Bautz. Fortgeführt von Traugott Bautz. Bd. XI. Herzberg 1996, 14-20; - ders.: Vom Seminar zur Universität. Die Religionslehrerausbildung in Hamburg zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik. Hamburg 1997; - ders.: Orthodoxie versus Liberalismus in der Kirche: Der »Fall Strasosky«. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 83/2 (1997), 175-192; - ders.: Windfuhr, Walter. In: In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. Begründet und hrsg. von Friedrich Wilhelm Bautz. Fortgeführt von Traugott Bautz. Bd. XIII. Herzberg 1998, 1365-1375; - ders.: Stage, Carl Gustav Curt. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. Begründet und hrsg. von Friedrich Wilhelm Bautz. Fortgeführt von Traugott Bautz. Bd. XIV. Herzberg 1998, 1514-1519; - ders.: »Nur Mensch sein!« - Wilhelm Heydorn. In: Wilhelm Heydorn: »Nur Mensch sein!« Lebenserinnerungen 1873 bis 1958. Hrsg. von Iris Groschek und Rainer Hering. Hamburg 1999, 7-19; - Friedrich Hammer: Verzeichnis der Pastorinnen und Pastoren der Schleswig-Holsteinischen Landeskirche 1864-1976. Hrsg. vom Verein für Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte (Schriften des Vereins für Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte, Sonderband). Neumünster o.J. (1991); - Die Hamburger Pastorinnen und Pastoren seit der Reformation. Ein Verzeichnis von Friedrich Hammer und Herwarth von Schade. Hamburg 1995, 2 Bde.; - Peter Stolt: Leben unter dem gekrönten Turm. Einiges aus der Geschichte von St. Katharinen erzählt mit einer Beigabe: Der Schmuck der Kirche. Betrachtungen zu einigen Kunstwerken. Hamburg 1997; - Josef Steinky: Hamburger Kleinverlage in der Zeit der Weimarer Republik. Eine Dokumentation publizistischer Vielfalt. Hamburg 1997; - Iris Groschek: Wilhelm Heydorn und die Anfänge der Bahß'í in Hamburg. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 84 (1998), 101-127; - dies.: Heydorn, Wilhelm. In: Hamburg Lexikon, hrsg. von Franklin Kopitzsch und Daniel Tilgner. Hamburg 1998, 240.

Rainer Hering

Letzte Änderung: 23.02.2003