Verlag Traugott Bautz |
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HUGO, Bischof v. Die (seit 1074), ab 1082/83 Erzbischof von Lyon. * um 1040, † 7.10. 1106. - H. (auch H. v. Romans) wurde kurz nach seiner Bischofswahl von Gregor VII. zum Legaten für Frankreich ernannt, um dort das Dekret gegen die Simonie durchzuführen. Auf verschiedenen Synoden (z. B. 1077 in Autun und 1078 in Poitiers) bewirkte er die Absetzung von Simonisten und die Durchführung des Laieninvestiturverbots in Frankreich, nicht ohne Widerstand verschiedener französischer Bischöfe (z. B. Erzbischof Manasse I. v. Reims). 1079 erhielt H. die Primatswürde für Lyon. Nach der Wahl Viktors III. zum Papst erhoben die ebenfalls als Nachfolger Gregors empfohlenen H. und Gregor Otto v. Ostia (später Urban II.) Bedenken gegen dessen Wahl. 1087 wurde H. exkommuniziert, aber bereits 1094 erneut durch Urban II. zum Legaten für Frankreich ernannt. 1095/96 begleitete H. diesen Papst auf seiner Frankreichreise (u. a. 1095 Bestätigung des Primats der Kirche von Lyon). 1099 wurde H. von seinem Freund Erzbischof Anselm v. Canterbury besucht, ein Jahr später trat H. eine mehrjährige Kreuzreise ins Heilige Land an.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
2008
Kriston R. Rennie, Hugh of Die and the legatine office under Gregory VII. On the effects of a waning administration, in: RHE 103.2008, S. 27-49; -
2010
Kriston R. Rennie, Law and practice in the age of Reform. The legatine work of H. of D. (1073-1106). Turnhout 2010.
Letzte Änderung: 09.04.2011