Verlag Traugott Bautz |
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HYACINTHUS von Polen, Dominikaner, Missionar, Heiliger, * um 1180 in Großstein (Herzogtum von Oppeln), † 15.8. 1257 in Krakau. - H. entstammt wahrscheinlich dem Ordensgeschlecht der Odrowaz. Er studierte in Krakau, Prag und Bologna, wo er dann auch Doktor für kanonisches Recht und Theologie war. 1218 trat H. in Rom in den Dominikanerorden ein, um dann 1222 in Krakau und 1227 in Danzig jeweils ein Dominikaner-Konvent zu gründen. Von 1229-1233 lebte er in Kiew, wo auf sein Geheiß das dortige Kloster errichtet wurde. Die Ordensprovinz Polonia, die sich im Osten von Rußland bis nach Preußen im Westen erstreckte, wurde von H. geschaffen. Insgesamt war H. in Pommern, Litauen, Dänemark, Schweden und Rußland als Missionar tätig. Er trat auch in Preußen als Missionsprediger auf, jedoch verhinderte dort der Orden der Deutschritter durch kriegerische Mission seine Bemühungen. Die bedeutendste Quelle für H.s Leben ist die nach 1352 verfaßte Vita des Stanislaus v. Krakau (s.d.). H. wurde 1594 heiliggesprochen. Sein Fest ist der 17. August.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
2003
Konrad Glombik, Der Geist d. hl. H. im Prozess d. dt.-poln. Verständigung, in: ASKG 61.2003, S. 243-256.
Letzte Änderung: 09.04.2011