INNOZENZ III., Gegenpapst, * und + unbekannt. - I., besser bezeichnet
als Kardinal Lando v. Sezze (Landus Sitinus), entstammte vermutlich
einer deutschen Adelsfamilie. Dafür spricht, daß er durch den Gegenpapst
Victor IV. (s.d.), der den Staufern nahestand und allerdings unter
entwürdigenden Umständen zum Thron gelangte, zum Kardinal erhoben
wurde. Victors Bruder überließ I. in Palumbara (Süditalien) einen
befestigten Wohnturm, der I. offenbar während seiner kurzen Regierungszeit
(29.9. 1179 -Jan. 1180) als ständiger Sitz diente. Papst Alexander
III. (s.d.), dem I. ausgeliefert wurde, ließ diesen auf Lebenszeit
im Kloster La Cava (Unteritalien) inhaftieren und beendete damit ein
21 Jahre lang währendes Schisma.
Lit.: Jaffé II
2, 431; - Paolo Brezzi, Roma
e l'imperio medievale, Bologna 1947; - Haller III
3, 243;
- Seppelt III, 272, 608 ff.; - EC VII, 886; - Lexikon
der Heiligen und Päpste, 175; - LThK V, 687; - RE IX, 111;
- RGG III, 765.
Michael Hanst
Letzte Änderung: 09.04.2011