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Band II (1990) Spalten 1587-1593 Autor: Rainer Witt

JEAN PAUL (Ps. für Johann Paul Friedrich Richter), Schriftsteller, * 21.3. 1764 in Wunsiedel (Fichtelgebirge) als ältester Sohn eines ev. Pfarrers, † 14.11. 1825 in Bayreuth. - J. entstammte - wie viele deutsche Künstler und Intellektuelle - einem prot. Landpfarrhaus. Es war geprägt von materieller Bescheidenheit, väterlicher Strenge und großer Bildungsbeflissenheit. Der Lebensweg für Söhne war hier in der Regel vorgezeichnet: Theologiestudium und Pfarrerberuf. Der noch ganz der Orthodoxie verhaftete Vater erteilte seinem Ältesten den ersten Unterricht, der durch stupides Auswendiglernen und überzogene Härte gekennzeichnet war. In seiner - Fragment gebliebenen - 'Selberlebensbeschreibung' finden sich erschütternde Beschreibungen dieses Unterrichts. Erst mit dem Umzug nach Schwarzenbach (1776), wo der Vater eine gut dotierte Patronatspfarrei übernimmt, bekommt J. einen zweiten Lehrer, den der Aufklärung nahestehenden Kaplan Völkel. Entscheidend aber wird die Bekanntschaft mit einem anderen Geistlichen, Pfarrer Vogel aus dem benachbarten Rehau. J. nannte ihn später seinen ältesten literarischen Wohltäter, denn die umfangreiche und mit der neuesten Literatur ausgestattete Bibliothek des Pfarrers wird von dem jungen J. eifrig genutzt. Sie bildet auch die Grundlage der ersten Exzerpthefte, die ab 1778 entstehen. In ihnen speichert der spätere Autor seine ersten Lesefrüchte und Selbstentwürfe. Ab 1779 besucht J. das Gymnasium in Hof, wo er u.a. seinen lebenslangen Freund Christian Georg Otto kennenlernt. Der Tod des Vaters (1779) und des Großvaters (1780) verändert die materie1le Lage der Familie Richter radikal. Armut und Not werden auf Jahre hinaus das Familienleben nachhaltig prägen, und folgerichtig auch als Motive in J.s Werk eingehen (z.B. 'Siebenkäs'). Aufgrund eines Armenzeugnisses kann sich J. im Mai 1791 an der Universität Leipzig in den Fächern Theologie und Philosophie einschreiben. Doch seine Begeisterung für die Literatur - J. hat bereits seine ersten schriftstellerischen Versuche gemacht (etwa der Romanversuch 'Abelard und Heliose', noch ganz der 'Werther'-Mode verhaftet) - lassen in ihm den Entschluß reifen, den vorgezeichneten Lebensweg zu verlassen und freier Schriftsteller zu werden. So wendet sich J. seiner ersten großen Arbeit zu, den satirischen 'Grönländischen Prozessen'. Voß verlegt das zweibändige Werk 1783, doch findet dieses erfolgreiche Debüt keine Fortsetzung. Völlig verarmt muß J. im November 1784 sein Studium aufgeben und vor seinen Gläubigern fliehen. Fast 10 Jahre wird er fortan bei seiner Familie in Hof leben. Er findet schließlich als Hofmeister und Hauslehrer bei befreundeten Familien für sich und die Familie ein kärgliches Auskommen. Der Durchbruch gelingt ihm erst mit seinem Roman 'Die unsichthare Loge' (1792). Durch Vermittlung des begeisterten Karl Philipp Moritz findet der Roman einen Verleger und ein Honorar, das die Existenzsorgen vorerst vertreibt. Mit dem 'Hesperus', der 1795 erscheint, erobert sich J. das große Publikum. Gleichsam über Nacht wird er zur Berühmtheit. Als er im Juni 1796 Weimar besucht, gehört er nicht nur zu den anerkannten Autoren der deutschen Nationalliteratur, sondern zu den beliebtesten Autoren der Zeit überhaupt. Mit dem 'Siebenkäs' und 'Quintus Fixlein' festigt er seinen Ruf als Erfolgsautor. - Obwohl gefeiert, bleibt das Verhältnis zu Goethe und Schiller zwiespältig. Es sind Herder und Wieland, das sog. andere Weimar, die den Autor unterstützen. Auch die Übersiedelung nach Weimar (1793) ändert an der Situation nichts, J. bleibt der Antipode der Klassik, zu verschieden sind seine ästhetischen Auffassungen von denen der Klassiker. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens - 1804 - als die 'Flegeljahre' und der 'Titan', J.'s Hauptwerk, vorliegen, stellt J. seine ästhetischen in der 'Vorschule der Ästehtik' explizit vor. Im Zentrum stehen die Theorie des Humors und des Witzes, flankiert von Bestimmungen der dichterischen Phantasie und Einbildungskraft. Obwohl in diesem Ansatz deutliche Einflüße der Romantik erkennbar sind, blieb J. auch zu dieser Kunsttheorie auf Distanz. Auch die Tatsache, daß er während seiner Berliner Zeit (1800/01) engen Kontakt zu den romantischen Zirkeln gepflegt hatte und u.a. Friedrich Schlegel kennenlernte, änderte daran nichts. J. begründete seine Zwitterstellung zwischen Klassik und Romantik, die er literaturgeschichtlich bis heute einnimmt, selbst. Wenn er Humor und Witz zu zentralen Kategorien seines Schaffens machte, und den Roman - in der für J. typischen Gestaltung als Satire und Idylle - zur adäquaten ästhetischen Form auswählte, so steht dahinter eine ganz spezifische und eigene Weltsicht. Sie läßt sich zum großen Teil aus seiner Biographie erklären, gemeint ist die theologisch-religiöse Grundhaltung zur Welt. Entscheidend hierfür waren - neben der Erziehung - der frühe Tod zweier Jugendfreunde (1789/90) und eine Vision des eigenen Todes, vermerkt in J.'s Tagebuch am 15.11. 1790. Als ehtische Schlußfolgerung notiert er sich, daß er 'die Menschen lieben müsse... die doch so bald mit ihrem bisgen Leben niedersinken'. Nicht nur, daß das Motiv des Scheintodes sich in zahlreichen Werken J. wiederfindet, seine Idyllen sind - trotz aller ironischen Gebrochenheit - Versuche, das Glück der Menschen darzustellen, gerade gegen eine sich entpersönlichende Welt. So konnte J. weder die Verabsolutierung der Kunst (Klassik) noch die des eigenen Ichs (Romantik), die Antworten der Zeitgenossen also auf die Frage nach dem Sinn, genügen. Er wurde schließlich Anhänger des Unsterblichkeitsgedankens. Die Argumente hierfür verarbeitete er vor allem in der Dialog-Erzählung 'Das Kampaner Thal oder über die Unsterblichkeit der Seele' (1797). Auch seine letzte Schrift beschäftigte sich - auf dem Hintergrund des Todes seines einzigen Sohnes - mit dem Unsterblichkeitsgedanken ('Selina oder über die Unsterblichkeit' posthum 1827). In Friedrich Heinrich Jacobis (s.d.) Glaubensphilosophie suchte J. Halt. Der jahrelange Briefwechsel zwischen beiden Männern, ist ein wichtiges Dokument zum Verständnis des Menschen J. Seine Angst vor dem Atheismus, der sich seiner Meinung nach zwingend aus dem übersteigerten Subjektivismus seiner Zeitgenossen entwickeln mußte, verarbeitete er in der berühmt gewordenen 'Rede des toten Christus' (Beigabe im 'Siebenkäs' 1797, bereits aber 1789 verfaßt unter dem Titel 'Des toten Shäkespears Klage unter toten Zuhörern in der Kirche, dass kein Gott sei'). Obgleich J. in vielen seiner Werke den Kleinbürger und die Enge der Kleinstadt zur Zielscheibe seiner Satiren machte, wählte J. eben diese Existenz. Im August 1804 läßt er sich mit seiner Frau, der Beamtentochter Karoline Mayer, die er 1801 geheiratet hatte, in Bayreuth häuslich nieder. J. kehrte damit in die bayrische Heimat zurück, doch mehr als einmal mußte er den Mangel an geistigem Leben - wie er es von Berlin und Weimar her kannte - beklagen. Seine eigentliche Heimat wurde bald die 'Rollwenzelei', einer vor der Stadt gelegenen Wirtschaft. So oft es ging zog er sich hierher zurück und widmete sich seiner Arbeit. 1807 war die zweibändige 'Levana oder Erziehlehre ' erschienen. Ähnlich wie die 'Vorschule der Ästhetik' ein theoretisches Destillat seiner Poesie, nicht zuletzt aber auch ein Reflex auf die eigene Rolle als Vater (Geburt der Tochter Emma 1802). J. stellt sich hier ganz in die Tradition Rousseaus (sein Pseudonym wählte J. in Anlehnung an ihn) und Herders. Wenn er dabei die Individualität als Wurzel alles Guten beschreibt und die individuelle Freiheit als wichtigsten pädagogischen Grundsatz definiert, so berührt dies auch seine kunsttheoretischen Überlegungen: Geniethematik und Phantasiebegriff wurzeln in der Individualität. Aus materiellen Gründen sieht sich J. aber gezwungen neben den großen Werken auch kleinere Schriften zu verfassen. Das mit der napoleonischen Epoche aufblühende Genre des Journalismus mit seinen Wochen- und Monatsblättern bot sich hier an. Eine Vielzahl seiner Beitrage finden sich in Cottas Morgenblatt. Seine politischen Stellungnahmen finden insbesondere bei den patriotisch gesinnten Studenten und den Burschenschaften lebhaften Widerhall. J. wird zu einer der Leitfiguren der deutschen Burschenschaftsbewegung. Bei Besuchen in Heidelberg (1817) und Stuttgart (1819) wird er von der Studentenschaft zum 'Lieblingsdichter der Deutschen' erhoben. Doch die letzten Lebensjahre des Dichters stehen unter melancholisch-tragischem Vorzeichen. 1821 verstirbt sein Sohn Max. Kurz nach seinem 60. Geburtstag bricht ein Augenleiden aus, das die Ärzte als Grauen Star diagnostizieren. Selbständiges Arbeiten wird ihm damit verwehrt. Er kann sich aber nicht mehr an das Diktieren und Vorlesen gewöhnen. Als innerlich gebrochener Mensch bereitet J. die Gesamtausgabe: seiner Werke vor. Über dieser Aufgabe verstirbt er am 14.11. 1825 in Bayreuth.

Werke: Grönländische Prozesse, oder Satirische Skizzen, 2 Bde., 1783; Auswahl aus des Teufels Papieren nebst einem nöthigen Aviso vom Juden Mendel, 1789; Die unsichtbare Loge. Eine Biographie (im Anhang: Leben des vergnügten Schulmeisterleins Maria Wuz in Auenthal. Eine Art Idylle), 1793; Hesperus, oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 1795; Leben des Quintus Fixlein, aus fünfzehn Zettelkästen gezogen; nebst einem Mustheil und einigen Jus de tablette, 1796; Jean Paul's biographische Belustigungen unter der Gehirnschale einer Riesin, 1796; Blumen-, Frucht- und Dornenstücke, oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F.St.Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnäppel (mit Beigaben, u.a. Rede des toten Christus), 3 Bde., 1796/97; Geschichte meiner Vorrede zur zweiten Auflage des Quintus Fixlein, 1797; Der Jubelsenior. Ein Appendix, 1797; Das Kampaner Thal oder über die Unsterblichkeit der Seele; nebst einer Erklärung der Holzschnitte unter den 10 Geboten des Katechismus, 1797; Palingenesien, 1798; Jean Pauls Briefe und bevorstehender Lebenslauf, 1799; Titan, 4 Bde., 1800/03; Komischer Anhang zum Titan, 2 Bde. (in Bd.2 u.a. Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch), 1800/01; Clavis Fichtiana seu Leibgeberiana, 1800; Das heimliche Klagelied der jezigen Männer; eine Stadtgeschichte. Die wunderbare Gesellschaft in der Neujahrsnacht, 180l; Flegeljahre. Eine Biographie, 4 Bde., 1804/05; Vorschule der Ästhetik, nebst einigen Vorlesungen in Leipzig über die Parteien der Zeit, 1804; Jean Paul's Freiheits-Büchlein, 1805; Levana oder Erziehlehre, 2 Bde., 1807; Friedens-Predigt an Deutschland, 1808; Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz mit fortgehenden Noten; nebst der Beichte des Teufels bey einem Staatsmanne, 1809; Dr. Katzenbergers Badereise; nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen (mit u.a. Der 17.Juli oder Charlotte Gorday), 1809; Dämmerungen für Deutschland, 1809; Herbst-Blumine, oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810/20; Leben Fibels, des Verfassers der Bienrodischen Fibel, 1812; Museum (8 Aufsätze), 1814; Mars und Phöbus Thronwechsel im J. 1814; eine scherzhafte Flugschrift, 1814; Politische Fastenpredigten während Deutschlands Marterwoche, 1817; Über die deutschen Doppelwörter; eine gramatische Untersuchung in zwölf alten Briefen und zwölf neuen Postskripten, 1820; Der Komet, oder Nikolaus Marggraf. Eine komische Geschichte 3 Bde., 1820/22 ; Kleine Bücherschau. Gesammelte Vorreden und Rezensionen, nebst einer kleinen Nachschule der ästhetischen Vorschule, 1825. Nachgelassene Werke: Wahrheit aus Jean Paul's Leben, 8 Hefte (darin u.a. Vita-Buch), hg. v. G. Otto/E. Förster, 1826/33; Selina oder über die Unsterblichkeit, hg. v.G.Otto, 1837. - Ausgaben: Sämmtliche Werke. 65 Bde., hg. v. O.Spazier/E. Förster, 1826-38; Werke. 60 Theile, 1868-79 (Hempel'sche Ausgabe); Sämtliche Werke. Hist.-krit. Ausgabe, Abt.I-III, hg. v. E. Berend, 1927-1964; Werke, 6 Bde. (Hanser-Ausgabe), hg. v.N. Miller/G.Lohmann, 1959-63; Sämtliche Werke. Abt. I-II, hg. v. N.Miller/W.Schmidt-Biggemann, 1960-85 (mit ausführlichen Kommentaren). - Briefe: Jean Paul: Briefwechsel mit seinem Freunde Christian Otto, hg. v. E.Förster, 4 Bde., 1829-33; Briefwechsel zwischen Heinrich Voß und Jean Paul, hg. v. A.Voß, 1833; Denkwürdigkeiten aus dem Leben von Jean Paul, hg. v. F. Förster, 4 Bde., 1863; Charlotte von Kalb: Briefe an Jean Paul und dessen Gattin, hg. v. P.Nerrlich, 1882; Jean Paul: Briefwechsel mit seiner Frau und Christian Otto, hg. v. P.Nerrlich, 1902; Briefe an Albrecht Otto und Jean Paul, hg. v. K.Schreinert, 1933; Der Briefwechsel Jean Pauls und Karoline Richters mit Herder, hg. v. P.Stapf, 1959. - Bibliographie: Eduard Berend, Jean Paul-Bibliographie, 1925, (neu bearb. u. erg. v. Johannes Krogull) 1963; Eike Fuhrmann, Jean Paul-Bibliographie 1963-65, in: Jb. d. Jean Paul-Gesellschaft I (1966), S. 163-179; Renate Merwald, Jean Paul-Bibliographie 1966-69, in: ebd. 5 (1970), S. 185-2l9; Hendrik Birus, Über die jüngste Jean Paul-Forschung (l974-1982) u. Kommentierte Auswahlbibliographie, in: Heinz Ludwig Arnold (Hg.), Jean Paul. Sonderband Text+Kritik, 31983, S. 216-306; Jochen Golz, J.P. -Forschung 1970-83 in d. BRD, in: Weimarer Beiträge 33 (1987), S.663ff.

Lit.: 1. Sammelbände: Hans-Werner Seiffert/Bernd Zeller (Hg.), Festgabe für Eduard Berend zum 75. Geburtstag, 1959 (mit Biblio. d. Veröff. v. Berend); - J.P. Sonderband aus der Reihe Text+Kritik, hg. v. Heinz-Ludwig Arnold, 1970, 31983; - Uwe Schweikert (Hg.), J.P. (Reihe Metzler), 1970; - ders., J.P. (Wege der Forschung, Bd.336), 1974; - Peter Sprengel (Hg.), J.P. im Urteil seiner Kritiker. Dokumente zur Wirkungsgeschichte, 1980; - Kurt Wölfel (Hrg.), Sammlung der zeitgenös. Rez. v. J.P. Werken, 2 Bde. 1978/81; - Biogr.: Richard O. Spazier, J P. Ein biogr. Commentar zu dessen Werken, 5 Bde., 1833; - Paul Nerrlich, J.P. und seine Zeitgenossen, 1876; - ders., J.P. Sein Leben und seine Werke, 1889; - Eduard Berend, J.P. Persönlichkeit in Berichten der Zeitgenossen, 1913, 21956; - Walther Harich, J.P., 1925; - Max Kommerell, J.P., 1933, 5.Aufl. 1977; - Günter de Bruyn, Das Leben des J.P., 1975; - Uwe Schweikert, J.P. -Chronik, 1975; - Hanns-Josef Ortheil, J.P. (rororo), 1984; - Kurt Wölfel, J.P. Leben, Werk, Wirkung, in: ders., J.P. -Studien, 1989, S. 7-51 (=Deutsche Dichter, Bd.4, RUB, 1989); - Neuere Forschung: Eberhard Weigl, Aufklärung und Skeptizismus. Untersuchungen zu J.P. Frühwerk, 1980; - Eckhart Oehlenschläger, Närrische Phantasie. Zum metaphorischen Prozeß bei J.P., 1980; - Harry Verschuren, J.P. 'hesperus' und das zeitgenössische Lesepublikum, 1980; - Peter Maurer, Wunsch und Maske. Eine Untersuchung der Bildund Motivstruktur von J.P. 'Flegeljahren', 1981; - Gerhard Schulz, Zwischen Kleinstadt und Gottesstadt. Bemerkungen zu J.P. in: Walter Hinderer (Hg.), Literarische Profile, 1982, S. 67-85; - Götz Müller, J.P. Ästhetik und Naturphilosophie, 1983; - Hanns-Josef Ortheil, Der enzyklopädische Roman J.P., in: Helmut Koopmann (Hg.), Handbuch des deutschen Romans, 1983, S. 260f.; - Carl Pietzcker, Einführung in die Psychoanalyse des literarischen Kunstwerks am Beispiel von J.P. 'Rede des toten Christus', 1983; - Jörg Schönert, Der satirische Roman von Wieland bis J.P., in: Helmut Koopmann (Hg.), Handbuch des dt. Romans, 1983, S. 204f.; - Helmut Pfotenhauer, Literarische Antropologie. Selbstbiographie und ihre Geschichte, 1987. (Kap. V: J.P. oder die Bedenken des Romanautors vor dem Ich), S. 116-143; - Götz Müller, J.P. Exzerpte, 1988; - Kurt Wölfel, J.P. -Studien, 1989. ADB 28 (unter Richter); - DLL VIII, 531-40; - NDB X, 372-82; - Werküberblick in Manfred Kluge/Rudolf Radler (Hg.), Hauptwerke der deutschen Literatur, 1974, S. 240-249 (= Auswahl aus KLL).

Rainer Witt

Literaturergänzung:

Andrea Ring, Jenseits von Kuhschnappel. Individualität u. Religion in Jean Pauls Siebenkäs. Würzburg 2005 (=Epistemeta : Reihe Literaturwissenschaft; 529); - Andrea Albrecht, Bildung u. Ehe "genialer Weiber". J.P.s Diesjährige Nachlesung an die Dichtinnen als Erwiderung auf Esther Gad u. Rahel Levin Varnhagen, in: DVfLG 80.2006, S. 378-407; - Sascha Michel, Ordnungen d. Kontingenz. Figurationen d. Unterbrechung in Erzähldiskursen um 1800. Wieland, Jean Paul, Brentano. Tübingen 2006.

Letzte Änderung: 16.01.2007