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Verlag Traugott Bautz
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JOHANN FRIEDRICH von Sachsen, gen. »der Großmütige« (1503-1554). Johann Friedrich von Sachsen wurde am 30.5. 1503 in Torgau als Sohn von Johann von Sachsen, dem Bruder Kurfürst Friedrichs des Weisen, und Sophies von Mecklenburg geboren. Seine Mutter starb wenige Tage nach der Geburt. Da Friedrich der Weise unverheiratet blieb, ruhten auf Johann Friedrich die Hoffnungen der ernestinischen Linie des Hauses Wettin. Die Prinzenerzieher Georg Spalatin und Alexius Chrosner bemühten sich um eine gute Ausbildung ihres Zöglings, die den Grund für seine historiographischen und theologischen Interessen legte, wie sie sich an seiner großen Sammlung von Büchern und Handschriften ablesen lassen. Auch seine deutschen Briefe und Gutachten bezeugen seine fundierte Bildung. Trotz des Einflusses des Humanisten Spalatin erwarb er allerdings nur geringe Kenntnisse des Lateinischen, was er im Laufe seines Lebens immer wieder bereut hat. Zu Martin Luther entstand schon früh ein persönlicher Kontakt J.F.s. Für den mit der Bannbulle bedrohten Luther setzte er sich 1520 bei Kurfürst Friedrich ein, wofür ihm Luther mit der Widmung seiner Schrift »Das Magnificat verdeutscht und ausgelegt« (März 1521, WA 7,544f) dankte. Das sich daraufhin ausbildende Vertrauensverhältnis J.F.s zu seinem »gaystlichen Vater« (WA.B 2,237f) durchzieht die ganze Regierungszeit des Kurfürsten in vielerlei Belangen (vgl. Günther Wartenberg; Luthers Beziehungen zu den sächsischen Fürsten - s.u.). Im Umfeld der Kaiserwahl von 1519 wurden Verhandlungen um eine Ehe J.F.s mit Katharina von Spanien (1507-1578), einer Schwester Karls V., geführt. Als sich allerdings erwiesen hatte, daß das ernestinische Sachsen der habsburgischen Politik nur ein schlechtes Einfallstor bot, scheiterten die Verhandlungen 1524. Daraufhin kamen 1526 die Eheverhandlungen um Sibylla von Jülich-Cleve (1512-1554), die, ursprünglich wegen Lehensstreitigkeiten, schon seit 1518 geführt wurden, zu einem Abschluß. Aus der Ehe J.F.s mit Sibylla entstammten die Kinder Johann Friedrich der Mittlere (1529-1565), Johann Wilhelm (1530-1579), Johann Ernst II. (geb. 5., gest. 11.1. 1535) und Johann Friedrich der Jüngere (1538-1565). Kurfürst Johann der Beständige, der nach dem Tode Friedrichs des Weisen (+5.5. 1525) die Regierung übernommen hatte, beteiligte seinen Sohn und Nachfolger Johann Friedrich schon früh an den politischen Geschäften. Nach der Niederschlagung des thüringischen Bauernaufstandes nahm der Kurprinz an den Verhandlungen mit Landgraf Philipp von Hessen um das Gothaer Bündnis vom Frühjahr 1526 in Kreuzburg und Friedewald teil. In den Auseinandersetzungen um das von Otto von Pack fälschlich angekündigte Bündnis katholischer Fürsten versuchte der Landgraf dann über J.F. auf Kurfürst Johann einzuwirken und ihn zu einer militärischen Auseinandersetzung zu bewegen. Obwohl Luther den Kurprinzen daraufhin für seine Bemühungen um die Erhaltung des Friedens lobte, befürchtete J.F. noch 1528 einen von Erzherzog Ferdinand angetriebenen Krieg gegen die evangelisch gesinnten Fürsten. Während des zweiten Speyrer Reichstags 1529 führte er in Weimar für seinen Vater die Regierungsgeschäfte, verfolgte aber auch von dort aus interessiert die Verhandlungen des Reichstages und begrüßte die Protestation. Im gleichen Jahr förderte er bei seinem Vater die Teilnahme von Wittenberger Theologen am Marburger Religionsgespräch. Mit seinem Vater nahm J.F. 1530 am Augsburger Reichstag teil und vertrat im Vierzehnerausschuß engagiert die Sache der Reformation. Die sächsische Verhandlungsposition erschien ihm dabei als äußerster möglicher Kompromiß. Wie er sich in Augsburg für die evangelische Sache eingesetzt hatte, so wandte er sich mit den kursächsischen Einwänden im gleichen Jahr gegen eine Wahl Erzherzog Ferdinands zum römischen König. Die dadurch verursachten und sich über Jahre hinziehenden Streitigkeiten mit den Habsburgern, sowie der Ausgang des Augsburger Reichstags verstärkten die Bemühungen des politisch isolierten Kursachsen um ein protestantisches Bündnis, das am 27.2. 1531 in Schmalkalden geschlossen wurde. An Gründung und Ausbau des Schmalkaldischen Bundes war J.F. maßgeblich beteiligt, durch ihn umschloß, stärkte und benutzte die kursächsische Politik den schmalkaldischen Bund. Er betrieb mit Nachdruck die Verhandlungen mit dem Kaiser, in deren Folge es Ende Juli 1532 zum Nürnberger Anstand kam, der den protestantischen Territorien auf Zeit Sicherheit vor militärischen Auseinandersetzungen in Glaubensfragen und die Einstellung der Religionsprozesse am Reichskammergericht verschaffte. - Nach dem Tode Kurfürst Johanns des Beständigen (+16.8. 1532) übernahm J.F. Regierung und Kurwürde von Sachsen. Sein Halbbruder Johann Ernst, mit dem er zunächst die Regierung teilte, wurde 1542 nach seiner Heirat mit Katharina von Braunschweig-Grubenhagen (1524-1581) abgefunden. J.F.s Bemühungen galten, wie die seines Vaters, in besonderem Maße der Kirchenpolitik. Die zweite große Visitation, die Kurfürst Johann noch angeordnet hatte, ließ J.F. 1533/35 durchführen. Deren Ergebnisse schlugen sich in einer von J.F. getragenen kirchlichen Neuordnung im Kurfürstentum Sachsen nieder. So begann 1540 der Verkauf des Klosterbesitzes; Verwaltung und Einkünfte der Kloster- und Stiftsgüter wurden in immer stärkerem Maße der landesherrlichen Gewalt zugewiesen. Dennoch war die wirtschaftliche Versorgung der Pfarrer ein Hauptproblem, das sich an den häufigen Interventionen Luthers zugunsten einzelner Pfarrer ablesen läßt. Nachdem 1539 die Konsistorien als wichtiges Organ des landesherrlichen Kirchenregimentes entstanden waren, legte 1540 eine gründliche Erhebung durch die Superintendenten den Grund für eine planmäßige Versorgung der Gemeinden mit protestantischen Predigern und sicherte deren Einkommen. In seinen Bemühungen, die vorsichtige, die reformatorische Bewegung stützende Politik seines Vaters fortzusetzen, erreichte J.F. im Vertrag von Kaaden mit Albrecht von Mainz und Herzog Georg vom 26.6. 1534 einen ersten politischen Erfolg: Ulrich von Württemberg konnte in sein seit 1519 von Habsburg besetztes Territorium zurückkehren und dort mit Hilfe von Ambrosius Blarer und Erhard Schnepf die Reformation einführen. Gleichzeitig wurde der Weg zu einem Ausgleich mit Erzherzog Ferdinand frei. Dessen Anerkennung als römischer König sollte mit der Novellierung der Goldenen Bulle und der Aussetzung der Religionsprozesse am Reichskammergericht verbunden sein. Der Vertrag von Wien vom 20.11. 1535 machte den guten Anfang einer Verständigung allerdings zunichte und bestärkte J.F. darin, am 23.12. 1535 der Ausbreitung und Verlängerung des Schmalkaldischen Bundes beizustimmen. Die Ereignisse der folgenden Jahre bewegten sich besonders um drei Bereiche: das Ringen um das Konzil, die Politik des Schmalkaldischen Bundes und das gespannte Verhältnis zum albertinischen Herzogtum Sachsen. Auf dem Bundestag in Schmalkalden im Februar 1537 erreichte J.F., von Luther beraten, die Ablehnung des von Papst Paul III. nach Mantua einberufenen Konzils. Nachdem der Frankfurter Anstand 1539 auch die Gefahr einer militärischen Konfrontation für einige Jahre beseitigt hatte, konnte J.F. seinem Mißtrauen gegen alle Zugeständnisse in Religionsfragen, wie bei den Regensburger Verhandlungen 1541, freien Raum geben. Kleinere politische Erfolge bestimmten daneben die Politik Kursachsens und des Schmalkaldischen Bundes. Zu ihnen gehörten die Besetzung des Klosters Doberlung, die Einsetzung Nikolaus' von Amsdorf als Bischof von Naumburg-Zeitz 1542 und der Kriegszug gegen Herzog Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1489-1568). Bei seiner Unterstützung der Reformation in einigen Gebieten der albertinischen Wettiner unterschätzte J.F. seinen Vetter Moritz von Sachsen (1521-1553). Mit der Besetzung des Stiftes Wurzen 1542 mußte er die Albertiner herausfordern, die seit 1485 die Schutzherrschaft über das Bistum Meißen innehatten. Nur die Intervention Luthers und Philipps von Hessen verhinderten einen Bruderkrieg. Nachdem Kaiser Karl V. aber Herzog Moritz durch das Versprechen der Kurwürde auf seine Seite gezogen hatte, konnte er den Schmalkaldischen Krieg (1546-47) als Strafaktion gegen Sachsen und Hessen eröffnen. J.F. geriet in der Schlacht auf der Lochauer Heide bei Mühlberg am 24.4. 1547 in kaiserliche Gefangenschaft. In der Wittenberger Kapitulation mußte er sich unterwerfen und die Kurwürde an Herzog Moritz abgeben, den die protestantische Publizistik alsbald als »Judas von Meißen« geißelte. Die Jahre 1547-1552 mußte J.F. in kaiserlicher Gefangenschaft zubringen. Der Briefwechsel mit seinen Kindern in diesen Jahren und seine standhafte Ablehnung des Augsburger Interims (1548) zeichnen das Bild des »Märtyrers des Protestantismus«. Dem Versuch Kurfürst Moritz', ihn für ein Bündnis gegen den Kaiser zu gewinnen, widersetzte er sich und hoffte bei den Kämpfen im Frühjahr 1552 auf einen Sieg des Kaisers und die Umkehrung der Verhältnisse von 1547. Diese Hoffnungen mußten sich im Passauer Vertrag (1552) zerschlagen. J.F. erhielt seine Freiheit wieder und zog in einer triumphalen Reise nach Sachsen zurück. Eine Führerrolle im Protestantismus konnte er von seinem Sitz in Weimar aus nicht mehr übernehmen. Seine Fürsorge galt dem Aufbau der Universität Jena, die schon 1548 als Ersatz für die an die Albertiner verlorenen Universität Wittenberg als Gymnasium academicum im Jenaer Dominikanerkloster gegründet worden war (kaiserliches Privileg 1557). Seinen Anordnungen aus diesen Jahren ist auch der Beginn der Arbeiten an der Jenaer Luther-Ausgabe im Herbst 1552 zu verdanken - schon 1539 hatte er die Wittenberger Luther-Ausgabe begründet. Wenige Tage nach seiner Frau Sibylla (+21.2. 1554) starb J.F. am 3.3. 1554. In seinem Testament warnte er seine Söhne davor, sich in ein Bündnis einzulassen, da in den Bündnissen doch weder Glaube noch Treue sei.
Quellen: Nikolaus von Amsdorff; Wie sich's mit des durchleuchtigsten Fürsten, Herrn Johann Friedrichs des Älteren, weiland Herzog zu Sachsen und gebornen Kurfürsten, christlichem Abschied zugetragen hat. Samt einer Leichenpredigt, zu Weimar Montag nach Lätare 1554 getan, Jena 1554; Karl Aue; Das Trostlied des gefangenen Kurfürsten; in: ZVThG 4 (1861), S. 243-246; Ausschreiben an alle Stende des Reichs inn der christlichen Religion Aynungs Vorwandten Nahmen etc., die Beschwerung des kayserlichen Cammergerichts belangende, Wittenberg 1538; Beiträge zur Reichsgeschichte 1546-1555, I-III, München 1877-1882; Georg Berbig; Ein Schreiben des Kurfürsten Johann Friedrich des Grossmütigen an Luthers Söhne Martin und Paul, Gebrüder zu Wittenberg (Sonntag nach Ursula 1553); in: ZKG 27 (1906), S. 207ff; Ders.; Neunundzwanzig Briefe des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen aus der Gefangenschaft; in: ZVThG 17 (1907), S. 251-290; Brief des Churfürstens Johann Friedrichs an seinen Prinz, Johann Friedrich den jungen, aus der Gefangenschaft geschrieben; in: J.G. Weller; Altes aus allen Theilen der Geschichte 1 (1762), S. 618-630; Briefe der Herzogin Sibylla von Jülich-Cleve-Berg an ihren Gemahl Johann Friedrich den Grossmüthigen, Churfürsten von Sachsen, hg. von Carl August Hugo Burckhardt, Bonn 1869; Briefwechsel des Kurfürsten Johann Friedrich des Grossmüthigen mit seinem Sohne Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen, im December 1546 über Verlust und Wiedereinnahme von Thüringen, hg. von Karl Freiherr von Reitzenstein, Weimar 1858; Briefwechsel zwischen Herzog Johann Friedrich von Sachsen und Graf Wilhelm von Nuenar in den Jahren 1529-1536; hg. von C.A. Cornelius in: Zeitschrift d. Bergischen Geschichtsvereins 10 (1874), S. 129-158; Briefwechsel zwischen Herzog Johann Friedrich von Sachsen und Graf Wilhelm von Neuenahr in den Jahren 1533-1536; hg. von C.A. Cornelius in: Zeitschrift d. Bergischen Geschichtsvereins 14 (1878), S. 109-136, Sonderabdruck: Düsseldorf 1878; Churfürst Johann Friedrich belehnet Hansens von Schlieben Sohn, Veiten, und Adams von Schlieben Söhne, Jacob, Eustachius und Adam, über halb Baruth 1533; in: Analecta Saxonica 1 (1765), S. 303-306; Churfürst Johann Friedrichs zu Sachsen Bekenntnis auff das Interim; in: Unschuldige Nachrichten von alten und neuen theolog. Sachen 1702, S. 393-398; Churfürst Johann Friedrichs zwey Schreiben an G. Spalatinum und dessen Ehefrau (1544); in: Fortges. Sammlung von alten und neuen theolog. Sachen 1730, S. 182-185; Des Churfürsten Johann Friedrichs Befehl an Johann von Dolzig, wegen einer Ehe-Sache (1535); in: Fortges. Sammlung von alten und neuen theolog. Sachen 1737, S. 131f; Churfürsten Joh. Friedrichs von Sachsen Verordnung wegen der Fürstlichen Stifftungen zu Gotha (1534); in: Fortges. Sammlung alter und neuer theolog. Sachen 1736, S. 397ff; Churfürstl. Befehl wegen Luthers Begräbnisses; in: Unschuldige Nachrichten von alten und neuen theolog. Sachen 1712, S. 195ff; Wilhelm Crecelius; Ein schön kurtz lied von den zweien Christlichen Fursten Johann Friderich zu Sachsen und Philips, Landgraffen zu Hessen; in: Archiv für Literaturgeschichte 7 (1877-78), S. 277f; R. Doebner; Ein Passionsspiel auf Kurfürst Johann Friedrich den Grossmüthigen /1547; in: NASG 4 (1883), S. 215-222; R. Ehwald; Zur Erinnerung an Johann Friedrich den Grossmüthigen. Die Konfession und das Passionale Johann Friedrichs; in: Mitteilungen der Vereinigung für Gothaische Geschichte und Altertumsforschung 1903, S. 119-130; Emminghaus; Zwei Briefe Kurfürsts Johann Friedrich des Grossmüthigen an Simon a Cuelsprangs, Baillur ad Gent (1550); in: ZVThG 2 (1855/56), S. 209f; Walter Friedensburg; Ein Aktenstück zur Frage der Bestrafung des gefangenen Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen (1547); in: ARG 5 (1908), S. 213-215; 25 Briefe des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen, aus der Zeit von 1545-1547, nebst einigen dazu gehörigen Aktenstücken, mitgeteilt von Georg Berbig; in: ZWTh 50 (1908), S. 505-565; Ein Gebet des Churfürsten zu Sachsen etc. Auss dem Siebenden Psalm Wider die grossen schrecklichen Kriegsrüstungen des Kay. vnd des Babsts, o.O.u.J. (um 1546); Des gefangenen Chur-Fürsten Jo. Friedrichs Schreiben an seine Gemahlin (Mittwoch nach Maria Magdalena 1549); in: Unschuldige Nachrichten von alten und neuen theologischen Sachen 1717, S. 8-11; Des gefangenen Churfürsten Johann Friedrichs zu Sachsen Antwort auf das Trost-Schreiben M. Casp. Aquila, dat. d. 24. Aug. 1547; in: Fortges. Sammlung von alten und neuen theolog. Sachen 1744, S. 335ff; Christian August Hausen; Gloriosa electorum ducum Saxoniae busta, ... T. 1, Dresden 1728, S. 103-220; Die historischen Volkslieder der Deutschen vom 13. bis 16. Jahrhundert gesammelt und erläutert von Rochus von Liliencron, Leipzig IV (1869), ND Hildesheim 1966, S. 629; Johann Friedrichs des Großmüthigen Correspondenz mit Brück und Amsdorf vor dem Augsburger Reichstage 1547, hg. von J.C.E. Schwarz; in: ZVThG 1 (1854), S. 395-414; Johann Friedrichs des Grossmütigen Gebet: »Erhalt uns, Herr, bei Deinem Wort«, dargestellt in einem alten Holzschnitt; in: Rheinischwestfälisches Gustav-Adolf-Blatt 37 (1839), Sp. 55-58; Wilhelm Junius; Aus der Gefangenschaft des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen; in: ZVThG 26 (1925/26), S. 226-260; Herbert Koch; Ein Brief Johann Friedrichs des Großmütigen über seine Gefangennahme 1547; in: Thüringer Fähnlein 10 (1941), S. 56f; Matthias Koch; Zwei Schreiben des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen während seiner Haft bei Kaiser Karl V.; in: Mittheilungen des Königlich Sächsischen Vereins für Erforschung und Erhaltung der vaterländischen Alterthümer 8 (1855), S. 38-40; Martin Luther, WA.B und WA.TR (s. Registerband); Benedictus Luscius; Epithalamion illustri duci Saxoniae Johanni Friderico compositum, Wittenberg 1527; Melanchthons Briefwechsel, hg. von Heinz Scheible, Iff, Stuttgart 1977 ff; Merkwürdiges Schreiben Johann Friedrich des Grossmüthigen, Churfürstens zu Sachsen etc., an D. Achillem Gassern, Augspurgischen Medicum, d. d. 27. Januar 1552; in: Miscellanea Saxonica 10 (1776), S. 21-30; Politische Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten Moritz von Sachsen, I-II, hg. von Erich Brandenburg, Leipzig 1900/1904, ND Berlin 1982/1983; III, bearbeitet von Johannes Herrmann / Günther Wartenberg, Berlin 1978. - Professores academiae Jenensis studiosis de morte Joannis Friderici, nati electoris Saxoniae; In mortem Johannis Friderici epicedion. Per Wolfg. Kleberum; Tumulus in eundem authore Adamo Sibero. Aliud de eodem liberato e captivitate; in: (Simon Schardius), Orationes lugubres 2 (1566), Bl. 177-181; Römischer Kayserlicher Maiestat Declaration Wider Hertzog Johans Friderichen, Churfürsten von Sachsen, vnnd Landtgraff Philipsen von Hessen, Ingolstadt 1546; Cyriacus Schnauss; Ein Lobspruch oder gantz hertzliche Dancksagunge zu der allerheiligsten Dreyfeltigkeit Gottis, ..., Für die allergnedigste vnd gantz heylsamste wolthaten, der freudenreichen Erledigung des Alten hochlöblichstenn Churfürstenn vnnd Herren, Herrn Johans Friderichen, Hertzog zu Sachsen, gedicht. o.O.u.J. (1522); Max Schneider; Zwei ungedruckte Lieder des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen und des Kurfürsten Moritz von Sachsen; in: Mittheilungen der Vereinigung für Gothaische Geschichte und Altertumsforschung (1906/1907), S. 78-82; Gottlieb Spitzel; Fürstliche Helden-Schrifft oder Abtruck eines hochbedencklichen Brieffes, welchen Johann Friederich der Grossmütige, geboren. Churfürst v. Sachsen, an D. Achillem Gassern, seel. Augspurgischen Medicum, geschrieben; Augsburg 1665; Johann Stoltz; Vier Trostpredigten über den Leichen des Kurfürsten zu Sachsen, Herzogs Johann Friedrich und seiner Gemahlin Herzogin Sybilla, geborne zu Jülich und Kleve, getan zu Weimar 1554 o.O.u.J. (Jena 1554); Das Testament des gebohrenen Churfürsten; in: Archiv der sächsischen Geschichte 2 (1785), S. 353-367; Vertrag zwischen dem Kurfürsten Johann Friedrich und dem Herzoge Moritz am Montage nach dem Ostertage, (den 10. April) 1542; in: Gottfried August Arndt; Neues Archiv der Sächsischen Geschichte 1 (1804), S. 120-137; Vertrag zwischen dem Churfürsten Johann Friedrich und dem Hertzoge Moritz, wegen Erhebung der Türkensteuer. d. d. Leipzig, Montags nach Cantate, (den 8. May) 1542; in: Gottfried August Arndt; Neues Archiv der Sächsischen Geschichte 1 (1804), S. 137ff; Vertrag zwischen dem Churfürsten Johann Friedrich und dem Herzoge Moritz, wodurch der Güldengroschen in beyder Fürsten Lande auf 24 Groschen gesetzt werden. D. d. Mügeln, Freytags nach Trinitatis, (den 9. Junius,) 1542; in: Gottfried August Arndt, Neues Archiv der Sächsischen Geschichte 1 (1804), S. 140-147; Vertrag zwischen dem Churfürsten Johann Friedrich und dessen Bruder, dem Herzoge Johann Ernst, einer, und dem Herzoge Heinrich andrer Seits, wegen einiger Irrungen, d. d. Naumburg, Sonntags nach Ursulä, (den 24. Oktober) 1540; in: Gottfried August Arndt; Neues Archiv der Sächsischen Geschichte 1 (1804), S. 259-281; Wahrhaftiger Bericht, wie der durchleuchtigste Fürst, Herzog Johann Friedrich der Aeltere, Herzog zu Sachsen und geborner Churfürst, von dieser Welt abgeschieden, o.O. 1554.
Lit.: Johannes von Arnoldi; Catharina, Infantin von Spanien und Johann Friedrich, Herzog zu Sachsen, 1519; in: ders.; Historische Denkwürdigkeiten; Leipzig 1817, S. 1-28; - Georg Berbig; Johann Friedrichs Erziehungsplan für seine Söhne während seiner Gefangenschaft in den Jahren 1547-1552; in: ders.; Bilder aus der Coburger Vergangenheit II, Coburg 1907, S. 160-166; Heinrich Wolfgang Berisch; Leben Johann Friedrichs des Grossmüthigen, Kurfürstens von Sachsen; in: (ders.), Biographien der Sachsen 2 (1776), S. 121-216; - Johann Gottlob Böhmius; De Johanne Friderico, principe electore Saxoniae, summo historiarum patrono, prolusio, Leipzig 1773; - H. Buchenau; Feldklippen Kurfürst Joh. Friedrichs von Sachsen (1546 bis 1547); in: Blätter für Münzfreunde 55/58. 1920-23 (1923), S. 170f; - Christian Gottlieb Buder; Nachricht von der Belehnung Churfürst Johann Friedrichs zu Sachsen, geschehen von dem Römischen Könige Ferdinand dem Ersten zu Wien im Jahr 1535; Jena 1755; - Carl August Hugo Burckhardt; Aberglaube und Glaubensfestigkeit des gefangenen Kurfürsten Johann Friedrich; in: NASG 10 (1889), S. 146-149; - Ders.; Die Gefangenschaft Johann Friedrichs des Großmütigen und das Schloß zur »Fröhlichen Wiederkunft«, Weimar 1863; - Francis Henry Cripps-Day; Ein Harnisch und Bildnis des Kurfürsten Johann Friedrich des Grossmütigen von Sachsen (1503-1554); in: Zeitschrift für historische Waffen- und Kostümkunde N.F. 5 (1935), S. 1-4; - Ewald V. Dietrich; Johann Friedrich der Grossmütige, Churfürst von Sachsen, Jüterbog 1844; - Dittenberger; Zum Todestage Johann Friedrichs des Grossmütigen; in: Protestantische Kirchenzeitung f. d. evang. 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Göbel; Heinrich von der Hohenmuel, Hugo von Thale und Seger Bombeck, Wirker im Dienste Johann Friedrichs des Großmütigen. Ein Beitrag zur Geschichte der Bildteppichmanufakturen Torgau und Weimar; in: MKW 14 (1921), S. 70-96; - Das Grabmal Johann Friedrichs des Grossmüthigen und seiner Gemahlin Sybilla; in: Saxonia 1 (1835), S. 85f; - Adolf Hasenclever; Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen und die Katastrophe von Mühlberg; in: NMHAF 24 (1910), S. 214-239; - Paul Heinrich; Karl V. und die deutschen Protestanten am Vorabend des Schmalkaldischen Krieges, 2Bde., Frankfurt 1911 (Frankfurter historische Forschungen 5.6); - Rudolf Herrmann; Thüringische Kirchengeschichte, Bd II, Weimar 1947, S. 29-139; - H. 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Eine Gedenkschrift zur vierhundertjährigen Wiederkehr seines Geburtstages; Halle 1902. - Cas-par Sagittarius; Historia Johannis Friderici I., Electoris Saxoniae, Jena 1739; - Wolfgang Schanze; Johann Friedrich der Großmütige, ein evangelischer Landesherr; in: Des Herren Name steh uns bei. Luthers Freunde und Schüler in Thüringen, bearb. von Karl Brinkel/Herbert von Hintzenstern, Berlin 1961, S. 93-108; - Theodor Schön; Ein Rottenburger (Hans Ulrich) im Dienste des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen; in: Reutlinger Geschichtsblätter 7 (1896), S. 16; - E. Schwarz; Kurfürst Johann Friedrich der Grossmüthige; in: Protestantische Kirchenzeitung für das evang. Deutschland 1 (1854), Sp. 153-160; - Ders.; Johann Friedrich in Eisenach 1553; in: ZVThG 1 (1854), S. 165-169; - Karl Sebald; Churfürst Johann Friedrich. Ein historisches Trauerspiel mit vier Pausen, Leipzig 1804; - Karl Josef Seidel; Frankreich und die deutschen Protestanten, 1970 (= RGST 102); - J.K. Seidemann; Harnisch und Stiefel des Kurfürsten Johann Friedrich aus der Mühlberger Schlacht, 24. April 1547; in: Saxonia 1 (1876), S. 179f. 187f; - Gustav Steinacker; Johann Friedrich der Grossmüthige und Sybilla, Churfürst und Churfürstin von Sachsen. Ein Bild für deutsche Söhne und Töchter, als Beitrag zur 300jährigen Todes- und Gedächtniss-Feier des evangelischen Glaubenshelden Johann Friedrich am 5.März 1854; Weimar 1854; - Georg Theodor Strobel; Von Johann Friedrichs, Churfürsten zu Sachsen, Liebe und Kenntnis der Geschichte; in: ders.; Beyträge zur Literatur bes. des 16. Jahrhunderts 2 (1785) I, S. 201ff; - H. Sudendorf; Schlüssel zu einer Chifferschrift des Kurfürsten Johann Friederich von Sachsen und des Landgrafen Philipp von Hessen in ihren Briefen an die zum schmalkaldischen Bund gehörende Stadt Goslar 1542; in: Vaterländ. Archiv des histor. Vereins für Niedersachsen 1843, S. 215f; - J.G. Trautschold; Johann Friedrich der Grossmüthige, Churfürst von Sachsen. Zur 300jährigen Gedächtnissfeier seines Todes besungen; Dresden 1854; - G. Treumund (= Gustav Steinacker); Churfürst Johann Friedrich der Grossmüthige und Jena. Festgabe und Erinnerungsblatt zum 300jährigen Jubiläum der Universität Jena; Weimar 1858; - Günther Wartenberg; Art. »Johann Friedrich von Sachsen« in: TRE 17 (1988); - Ders.; Luthers Beziehungen zu den sächsischen Fürsten; in: Leben und Werk Martin Luthers von 1526 bis 1546, hg. von Helmar Junghans, Berlin/Göttingen 1983 21985, S. 549-571.916-929; - Johann Michael Weichselfelder; Leben, Thaten, Gefangenschaft und heldenmüthiger Tod Johann Friedrichs des Grossmüthigen, Frankfurt 1754; - Woldemar Wenck; Albertiner und Ernestiner nach der Wittenberger Capitulation; in: ASäG 8 (1869), S. 152-210; - Ders.; Kurfürst Moritz und die Ernestiner in den Jahren 1551 und 1552; in: FDG 12 (1872), S. 1-54; - Günter Wilhelm; Die Konzilspolitik des Schmalkaldischen Bundes in den Jahren 1533-1539, Diss. Jena 1941; - J. 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Heiko Wulfert
Textanmerkungen:
Johann Friedrich von Sachsen wurde am 30. Juni 1503 in Torgau geboren und nicht wie im Text am 30. Mai 1503.
Literaturergänzung:
1998
Günter Vogler, Kurfürst Johann Friedrich u. Herzog Moritz von Sachsen. Polemik in Liedern u. Flugschriften während d. Schmalkaldischen Krieges 1546/47, in: ARG 89.1998, S. 178-206.
Letzte Änderung: 29.12.2009