JOHANNES XIV., Papst, eigentlicher Name Petrus Canepanova, † am
20.8.984 in Rom. - Nach dem Tod Benedikts VII. nominierte Otto
II. den seit 966 als Bischof von Pavia amtierenden und von ihm als
Erzkanzler von Italien ernannten P. C. als dessen Nachfolger. Von
einer Zustimmung des Klerus und Volks von Rom wissen wir nichts, so
daß wir annehmen dürfen, daß J. von Otto II. eigenmächtig eingesetzt
wurde. In der Tat war die Autorität seines Pontifikats allein in der
Macht Ottos II. begründet. Eine an den Erzbischof von Benevento gerichtete
Bulle, in der er seinem Interesse an einer Kirchenreform Ausdruck
verleiht, ist das einzige aus seinem Pontifikat überlieferte Zeugnis.
Am 7.12. 983 starb Otto II. Für J. bedeutete dies den Verlust des
einzigen Rückhalts seines Amtes. Im April 984 kehrte der bereits 974
zum Gegenpapst erhobene Bonifatius VII. von Byzanz nach Rom zurück.
J. wurde ergriffen, abgesetzt, mißhandelt und eingekerkert. Er starb
nach einer Haft von vier Monaten in seinem Verlies in der Engelsburg.
Die kurze Amtszeit J.s spiegelt den Konflikt zwischen den Machtansprüchen
des römischen Stadtadels und den durch den »Pactum Ottonianum« begründeten
kaiserlichen Ansprüchen auf die Obergewalt im Kirchenstaat wider.
Werke: Epistolae et constitutiones, hrsg. v. Hrotsuitha,
Opera omnia, Paris 1879.
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