|
Verlag Traugott Bautz
|
![]() |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
JOHANNES XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli), Papst, der »Friedens- und Konzilspapst« des 20. Jahrhunderts, * 25.11. 1881 in Sotto il Monte als 1. Sohn des Ehepaars Giovanni Battista und Marianna Roncalli, 3.6. 1963 im Vatikan. - J. hinterließ zahlreiche Aufzeichnungen, äußerte sich oft im Gespräch über seine Herkunft, wobei er nie leugnete, daß seine Kindheit und Jugend durch die Armut geprägt wurden. Sein Geburtsort Sotto il Monte am Rande der Südalpen war bereits seit 1429 von den Roncallis bewohnt, der karge Boden ermöglichte jedoch nur einen sehr bescheidenen Lebensunterhalt. Die Eltern, die 1877 geheiratet hatten, wohnten zunächst in einem dreistöckigen Haus, das eher den Eindruck einer mittelalterlichen Burg erweckte. J., der erste Sohn nach drei Töchtern, wuchs in einer Großfamilie auf. Die Hierarchie innerhalb dieser Großfamilie schmerzte ihn, besonders daß kaum jemand der älteren Leute miteinander sprach. Die Kinder ersetzten das Gesinde. Lediglich zu seinem Paten, dem Großonkel Zaverio, fühlte sich J. hingezogen. Zaverio, unverheiratet, war ein frommer Mann, der J. viele Impulse während der Kindheit gab. Dem äußerst sparsamen Vater gelang es, 1919 die alte Meierei La Calombera nebst vier Hektar Land zu erwerben. J. verbrachte später häufig seine Ferien dort. Während des Besuchs der Gemeindeschulen in Camaitino und Monasterolo fiel der Junge dem Gemeindepfarrer Don Rebuzzini ob seiner wachen Intelligenz auf. Gegen den Widerstand des Vaters ließ er J. Latein im Privatunterricht erteilen. Der Vater sträubte sich, weil er wußte, daß dieser Unterricht seinen Sohn zum Priester prädestinieren konnte, seine Arbeitskraft also für die Familie entfiel. Dadurch beeinflußt endete der Besuch des Seminars von Celana als Externer bald, aber auf das stetige Bemühen des Ortsgeistlichen hin, nahm man J. 1892 ins Vorbereitungsseminar in Bergamo auf. Hier erhielt er - noch nicht 14 Jahre alt - das geistliche Gewand und die erste Tonsur, damit die eigentliche Aufnahme ins Priesterseminar. Dieses hatte Karl Borromäus (s.d.) gegründet, der junge J. widmete sich der Geschichte des Lebens und Wirkens dieses Mailänder Bischofs, wie er überhaupt im Seminar zunächst durch ausgezeichnete Kenntnisse der Geschichte auffiel. Während dieser Zeit entfremdete sich J. von seiner Familie, in seinem »Geistlichen Tagebuch«, nach seinem Tode veröffentlicht und in die meisten wichtigen Sprachen übersetzt, er führte es seit 1895, erzählt er: »In einem Punkt habe ich am meisten gefehlt. So wie es meinem Charakter entspricht: Ich wollte den Gescheiten spielen, über alles urteilen und meine Meinung überall durchsetzen.« Dieses Tagebuch gibt eine sehr intime Auskunft über die Persönlichkeit des späteren Papstes. Im Vordergrund steht dabei seine Frömmigkeit, die in ihren Idealen gelegentlich an die des protestantischen Pietismus erinnert, die im Kern aber katholisch, und das heißt vor allem italienisch, geprägt ist. Unverkennbar auch der Einfluß, den Ignatius von Loyola (s.d.) auf J. ausübte; seine Exercitien formten das Denken des jungen Priesterkandidaten, der 1900 seine erste Reise nach Rom unternahm. Dabei wurde er unverhüllt mit den Problemen der italienischen Geschichte konfrontiert: Weil er sein geistliches Gewand trug, beschimpfte man ihn im Wallfahrtsort Loretto, wo gerade der Jahrestag des Sieges des weltlichen Staates über den Kirchenstaat gefeiert wurde. J. leistete 1901 als Freiwilliger den einjährigen Dienst beim Militär ab, nahm nach dessen Beendigung seine Studien wieder auf, diesmal in Rom. Hier wurde er in San Giovanni im Lateran am 18.12. 1903 zum Diakon geweiht, promovierte 1904 zum Doktor der Theologie, feierte am 10.8. 1904 die Priesterweihe und wenige Tage später die vor allem für seine Eltern glückliche Heimatprimiz. Bei der Priesterweihe wurde er Papst Pius X. (s.d.) vorgestellt, den er später als sein eigentliches Vorbild rühmte, wobei er hinzufügte, wie er sei dieser ein Kind armer Leute aus Norditalien gewesen. Ein weiteres Vorbild war für ihn Graf Radini-Tedeschi, der als neugewählter Bischof von Bergamo nicht nur Bewußtsein für die politisch-sozialen Probleme seiner Zeit entwickelte, sondern versuchte, sie im Rahmen einer katholischen Aktion umzugestalten. Als dessen Sekretär fungierte J. von 1905 bis 1914, er unternahm zahlreiche Reisen mit ihm, insbesondere 1906 eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Gleichzeitig wirkte er am Priesterseminar in Bergamo als Professor der Kirchengeschichte, ab 1906 vertrat er auch die christliche Apologetik und Patrologie. Der Tod Bischof Radinis traf J. schmerzlich, dessen Nachfolger entzog ihm die bisherigen Ämter außer der Professur. In dieser Zeit fuhr er oft nach Sotto il Monte, da er sich sehr einsam fühlte. Die Arbeit an seiner Borromäus-Edition schritt voran, da erklärte Italien am 23.5. 1915 Österreich-Ungarn den Krieg. Ende Mai wurde J. als Sanitätsunteroffizier eingezogen, entsprechend einer Übereinkunft zwischen der Kirche und dem Staat diente er wenig später bis zum Kriegsende als Militärkaplan mit Offiziersrang, wobei er wiederum die Verwundeten zu betreuen hatte. Die Greuel des Krieges prägten ihn nachhaltig, er hob später hervor, es sei mit die wichtigste Pflicht einer seelsorgerlichen Tätigkeit, daß man stets auf den Weltfrieden achte; ein Anliegen, das er in seiner Enzyklika »Pacem in terris« eingehend behandelte. 1919 wirkte er als Jugend- und Studentenpfarrer, einer eher undefinierten Aufgabe, bis ihn im Mai 1921 Papst Benedikt XV. (s.d.) persönlich als Präsidenten des Zentralrates des Päpstlichen Missionswerkes in Italien nach Rom rief. Er ernannte J. zum Päpstlichen Hausprälaten mit dem Titel eines Monsignore, eine wichtige Stufe in der katholischen Hierarchie. J. beklagte sich später, diese Aufgabe habe ihn nicht voll ausgefüllt. Er gab die Zeitschrift »Verbreitung des Glaubens in der Welt« heraus, wirkte zusätzlich, unterbrochen von zahlreichen Dienstreisen, als Professor der Patrologie an der Lateran-Universität. In dieser Zeit beunruhigte ihn der Aufstieg Benito Mussolinis, möglicherweise auch die von Pius XI. (s.d.) betriebene Konkordatspolitik. Er neigte eher zur katholischen »Partito Populare«, deren neuem Generalsekretär Alcide de Gaspari er nahestand und schrieb nach Hause: »Seine (Mussolinis) Ziele mögen gut und recht sein, aber die Mittel sind schlecht und stehen im Gegensatz zum Evangelium. Infolgedessen würde Barba Zaverino sagen Wer's erlebt, wird sehen...« - Am 3.3. 1925 wurde J. zum Apostolischen Visitator für Bulgarien erhoben, eine politische Entscheidung des Papstes, der sich von der anbahnenden Westöffnung Bulgariens eine Besserung der Verhältnisse der minimalen katholischen Minderheit erhoffte, vielleicht gar an eine Union mit der orthodoxen Kirche dachte. Daß dies eine Art »Zwangsversetzung« gewesen sei, weil man ihn fälschlicherweise als »Modernisten« bezeichnet habe, hat J. stets verneint. Dennoch leugnete er zwei Probleme nicht: er fühlte sich zuwenig in seinem seelsorgerischen Wollen bestätigt, seine Vorschläge zur Entwicklung der Kirche in Bulgarien verhallten wirkungslos. Die Ernennung, er wurde 1931 im Rang zu einem Apostolischen Delegaten erhöht, zog die Erhebung zum Erzbischof von Aeropolis, also die eines Titularbischofs für eine untergegangene Stadt im damaligen englischen Protektorat Palästina nach sich. J. ließ diesen Titel beim Abschied aus Bulgarien auf die ebenfalls verschollene bulgarische Stadt Mesembria umschreiben, um so seine Verbundenheit mit diesem Land zu bekunden. 1934 wechselte er als Apostolischer Delegat und Vikar für die Türkei und Griechenland nach Istanbul über, eine sehr schwierige, wohl die in der römischen Kurie am wenigsten angestrebte Tätigkeit. Die Türkei Kemal Atatürks verhielt sich distanziert zum Islam, feindlich gegenüber dem Christentum; Griechenland verhielt sich feindlich gegenüber der römisch-katholischen Kirche, es trat hinzu, daß der neue Delegat ausgerechnet im verhaßten Bulgarien gewirkt hatte. Da J. hier aber seelsorgerisch tätig sein konnte, da er einen lebensnahen Einblick in die Welt und die Probleme der Orthodoxie gewann, bezeichnet er diese Jahre sogar als glückliche Jahre. Besonders rühmt er den Besuch der alten Konzilsstädte in Kleinasien. Vom 2. Weltkrieg überrascht, leistete er in beiden Ländern karitative Hilfe, er stellte aber auch (nach eigenen Worten) »den Priester in sich über den Politiker«, als ihn gegen Kriegsende Franz von Papen um eine Vermittlung des Vatikans bei möglichen Verhandlungen zwischen Deutschland und den Alliierten bat. Mitte Dezember 1944 wurde J. zum Apostolischen Nuntius für Frankreich bestimmt, offiziell wurde er am 22.12. 1944 bestätigt. Die Aufgabe erforderte einen erfahrenen Mann in schwieriger Situation: Sein Vorgänger war dem Regime Marschall Petains nach Vichy gefolgt, jetzt, unter De Gaulle, wurde er der Kollaboration geziehen, zusätzlich verlangte De Gaulle die Demission ungefähr der Hälfte aller französischen Bischöfe. J. begann seine Mission mit einer gewinnnenden Geste, er schlug die Erhebung des Erzbischofs von Toulouse, Monsignore Saliége, der Hitler Widerstand geleistet und sich somit die Achtung des französischen Volkes zugezogen hatte, zum Kardinal vor. Darüber hinaus gelang es ihm in zeitwierigen Verhandlungen, die Forderungen entweder ganz abzulösen oder zumindest beachtlich abzuschwächen. J. sah sich stets als Beauftragter des Papstes, wer Neuerungen, wenn auch nur in bescheidenem Umfang erwartet hatte, sah sich getäuscht. Dies resultierte auch daraus, daß er in eine völlig andere soziale Welt kam, daß ihm die neue Würde, denn mit diesem Posten war immer die baldige Ernennung zum Kardinal verbunden, bewußt wurde. Als Papst erzählte er, Frankreich habe ihm mehr gegeben, als er je zurückgeben konnte. Dies ermöglichte ihm wohl seine angeborene Umgänglichkeit, als Diplomat genoß er großes Ansehen, er pflegte den gesellschaftlichen Umgang und fiel hier durch seine heitere Art auf. Zahllose Reisen erschlossen ihm das Land und seine Probleme, auch die Algeriens, das er 1950 bereiste. Am 12.1. 1953 erhob ihn das Konsistorium zum Kardinal, zwei Tage später zum Patriarchen von Venedig. J. schätzte sich glücklich, an einer Stelle wirken zu können, wo einst Kardinal Sarto, der von ihm so verehrte spätere Papst Pius X. (s.d.) so beliebt gewesen war. Auch an diesem Ort zeigte er sich jovial, ließ San Marco und den Patriarchenpalast renovieren, besuchte als erster Patriarch die Biennale. Wallfahrten genossen seine besondere Förderung, er selbst besuchte erneut Assisi, weihte im Mai 1958 die neue unterirdische Basilika in Lourdes. In Venedig kam J. aber auch mit der von ihm fast vergessenen italienischen Innenpolitik in engen Kontakt: Papst Pius XII. (s.d.) beeinflußte massiv die nach dem Krieg neugegründete »Democrazia Cristiana«, die wiederum Hilfe auf allen Ebenen durch den Klerus erhielt, der in der Ablehnung der Linksparteien verharrte. Pius XII. verfügte 1949 zusätzlich, daß die politische Unterstützung der Kommunisten für einen Katholiken die Strafe der Exkommunikation nach sich ziehe, eine Weisung, die nur in Italien politische Brisanz erlangte. Im Kontrast zu seinen Äußerungen und seinem Tun als Papst hielt J. diese Linie ein, wie erhaltene Predigten zeigen. - Über das Konklave 1958 wurde viel geschrieben, aber die Interpreten irren wohl, die meinen, eine Wahl J.s sei ausgeschlossen gewesen, ja er selbst habe sie nie erwägt. Das Kardinalskollegium zerfiel in drei Gruppierungen, in eine konservative und eine fortschrittliche Gruppe und in die sogenannte Mitte, der nur sieben Kardinäle, darunter J., zugerechnet wurden. Sein Alter, seine Popularität im Kollegium, ferner daß er Patriarch von Venedig war, dessen Kardinal Sarto schon einmal im 20. Jahrhundert einen hervorragenden Papst abgegeben hatte, vermutlich aber seine internationale Erfahrung begünstigten die Wahl J.s im elften Wahlgang. Als Papst nahm er den Namen Johannes XXIII. an, aus Dankbarkeit gegenüber dem gleichlautenden Vornamen seines Vaters und des Patrons seiner Taufkirche. Er brach damit mit der lange vorherrschenden Namenswahl Pius. Seine am 4.11. 1958 erfolgte prunkvolle Krönung war die letzte in diesem Umfang, sein Nachfolger Paul VI. (s.d.) reduzierte sie. Johannes Paul I. (s.d.) verzichtete ganz auf sie. Die Krönungsmesse unterbrach er durch eine Homilie, in der er programmatisch äußerte: »Wir möchten ganz ausdrücklich betonen, daß Uns das Amt des Hirten über die ganze Herde besonders am Herzen liegt... Der Hirt geht vor den Schafen her und sie folgen ihm alle... Doch er ist berufen, noch weiter zu blicken: Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind, und ich werde sie herbeiführen; sie werden meine Stimme hören, und es wird ein Schafstall und ein Hirt sein.« J.s XXIII. Pontifikat markieren zwei Handlungsstränge: Unter ihm schritt das Delegieren von Verantwortung innerhalb der katholischen Kirche voran. Er erweiterte sein Kardinalskollegium, wobei er die bisher gültige Zahl siebzig nicht mehr als maßgebend ansah. Zusätzlich bedachte er bei der personellen Wahl die gewachsene globale Funktion der Kirche, 1960 wurden ein Afrikaner und ein Japaner zum Kardinal erhoben. Zwar herrschten weiterhin die Italiener vor, doch die Liste der Nationalitäten mehrte sich. Für die Güte und die Klugheit J.s XXIII. spricht, daß er auch Prälaten beförderte, die seiner Politik kritisch gegenüberstanden. Als zweite Grundidee schälte sich immer klarer die Erwägung eines neuen Konzils heraus. Auch Pius XII. hatte daran gedacht, doch sollte bei ihm die Mariologie ganz im Mittelpunkt stehen. Darüber ging J. XXIII. hinaus, er wollte eine Klärung der neuen, bisher nur angeschnittenen Themen, die für die Kirche von Belang waren. Am 25.1. 1959 kündigte er ein allgemeines Konzil an; am 29.6. erließ er die Enzyklika »Ad Petri Cathedram«, die offizielle Einladung, die sich auch auf alle Nichtchristen bezog. Die Resonanz derer war aber angesichts der hochtraditionellen, die Hierarchie betonenden Sprache gering. Zudem ließ selbst in der katholischen Welt die römische Diözesansynode im Januar 1960 schlimme Erwartungen aufkeimen, wurde doch hier dem römischen Klerus lediglich eine Fülle von teils veralteten Vorschriften aufoktroyiert. Das am 11.10. 1962 feierlich eröffnete Konzil widerlegte jedoch diese Ängste. J. XXIII. übte keinen Druck auf die Konzilsteilnehmer aus, er hielt sich zurück, verfolgte die Geschehnisse mitttels einer Übertragung in seinen Privaträumen und griff nur gelegentlich vermittelnd ein. - J. XXIII. erließ acht Enzykliken, bedeutsam davon sind vor allem die 1961 publizierte »Mater et Magistra«, in der J. XXIII. die katholische Soziallehre entsprechend ihrer von Leo XIII. (s.d.) und Pius XI. geprägten Kerngedanken weiterführt und die am 11.4. 1963 erlassene Friedensenzyklika »Pacem in Terris«. Erstmals hat diese der Papst nicht an seinen Episkopat und an die Katholiken, sondern »an alle Menschen guten Willens« adressiert. Er fordert in ihr die Gewährleistung eines allgemein wirksamen Friedens angesichts der vorangegangenen Katastrophen in diesem Jahrhundert, die Einstellung der Atomversuche und des Wettrüstens, eine allgemeine, vor allem kontrollierbare Abrüstung, die Anerkennung der Gleichheit aller Menschen. In scharfer Form wendet er sich gegen jede Rassendiskriminierung sowie gegen den modernen Kolonialismus. Der persönlichste Gedanke J.s XXIII. dürfte es sein, wenn er die Vernunft und die Verantwortung jedes Menschen für die Erlangung dieser Ziele hervorhebt, daß er aber von einer Unerlangbarkeit ohne göttlicher Hilfe spricht. Dieser Enzyklika gingen intensive Friedensvermittlungen während der Kuba-Krise voraus. Zustatten kam hierbei dem Papst, daß der damalige US-Präsident Kennedy Katholik war, daß J. XXIII. beim sowjetischen Generalsekretär Chruschtschew dank seiner persönlichen Integrität hohes Ansehen genoß. - Alle Maßnahmen J.s XXIII. waren im wesentlichen populär, lediglich innerkirchlich wurden seine Anweisung, Latein als unveränderliche Sprache der Kirche beizubehalten, ferner seine Entscheidung gegen die Arbeiterpriester kritisch beurteilt. Taktvoll hingegen verhielt er sich gegen die anderen Konfessionen, wenn er die Marienverehrung im Bereich der katholischen Kirche zurücktreten ließ, wenn er indiskriminierende Äußerungen gegen Moslims und Juden streichen ließ, z. B. die Bezeichnung »perfid« für die Juden in der Karfreitagsliturgie. Volle Anerkennung fand er, als er die Fronleichnamsprozession in Rom wiedereinführte und sich singend selbst an ihr beteiligte, als er Krankenhäuser, Gefängnisse und Seminare in Rom besuchte. J. XXIII. wird aufgrund seiner persönlichen Ausstrahlung, seines Friedensengagements nur positiv beurteilt. Hinzu kommt, daß er die bislang herrschende Hemmschwelle vor der unnahbaren Autorität des Papstes minderte und so die Religion besser dem Volk vermittelte. Sein Handeln charakterisiert am besten sein eigener Ausspruch: »Ich bin der Papst derer, die Gas geben und derer, die aufs Bremspedal treten.« - Er starb am 3.6. 1963 im Vatikan an einem Krebsleiden und wurde am 7. Juni in der Krypta des Petersdomes beigesetzt.
Werke: (Unter dem Namen A. R.): Il Cardinale Cesare Baronio, Nel terzo centenario dall sua morte, in: La Scuola Cattolica 36, 1908, 3-29, ital. Neudruck Rom 1961, dt. 1963; La »Misericordia Maggiore« di Bergamo e le altre istituzioni di beneficenza amministrate dalla Congregazione di Carità, Bergamo 1912; In memoria di mons. Giacomo Maria Radini Tedeschi, vescovo di Bergamo, Rom 19633; Gli inizi del Seminario di Bergamo e S. Carlo Borromeo, Note storiche, con una introduzione sul Concilio di Trento e la fondazione dei primi Seminari, 1939; Gli Atti della Visita Apostolica di S. Carlo Borromeo a Bergamo (1575), unter Mitarbeit von Pietro Forno, 2 Bde. in 5 Teilbänden, Florenz 1936-57; (La vita diocesana, Periodico ufficiale del Vescovo e della Curia di Bergamo, 1909-14); Appunti per la storia, in: I Preti del S. Cuore di Bergamo, 1959, 1-23; Scritti e discorsi (1953-58), 4 Bde., Rom 1959-62; Souvenirs d'un nonce: Cahiers de France (1944-53), Rom 1963, dt. 1965; G. XXIII. in alcuni scritti di don Giuseppe de Luca (7 Briefe von A. R. an Don Giuseppe De Luca), Brescia 1963, 69-81; Unter dem Papstnamen: Discorsi, messaggi, colloqui del Santo Padre G. XXIII, 5 Bde., Vatikanstadt 1959-64; Scritti e discorsi, 17 Bde., Siena 1959-63; Il Giornale dell'anima e altri scritti di pietà, Rom 1964, dt., Geistl. Tagebuch und andere geistl. Schriften; Brevier des Herzens, Geistl. Wegleitung durch das Jahr, mit einem Geleitwort von Julius Kardinal Döpfner, 1967; Lettere dall'Oriente e altre inedite, bearb. von Crispino Valenziano, Brescia 1968; Lettere alla famiglia, hrsg. von Loris Capovilla, Rom 1968, dt.: Briefe an die Familie, 2 Bde., 1969-70; Ders., Lettere 1958-63, In appendice documenti e appunti vari, Rom 1978; Ders., bearb., Giovanni e Paolo, due Papi, Saggio di Corrispondenza (1925-62), Rom 1982; G. XXIII, Il Pastore, Corrispondenza dal 1911 al 1963 con i preti des sacro cuore di Bergamo, Einl. und Bearb. v. Giambattista Busetti, Padua 1982; Ferner offizielle Verlautbarungen in: AAS 5-55; ACO Vat II, 1960 ff.; CirCatt 109-114, Rom 1958-63; HerKorr 13-18; Bibliogr.: Archivum Historiae Pontificiae, Rom ab 1963.
Lit.: Dante Balboni, La Liturgia pastorale nel pensiero di papa G. XXIII, Rom 1958; - Andrea Lazzarini, G. XXIII, Rom 1958; Ders., J. XXIII, sa vie, sa personnalité, übers. durch den Abt Virrion, Paris 1960; - Erich Precher, J. XXIII. (Bildbiographie), 1958; - Reinhard Raffalt, Ein röm. Herbst, 1958; - Zsolt Aradi, Pope J. XXIII., An Authorative Biography, 1959, dt.: Werden und Wirken des Papstes A. R., 1960; - Joseph Anthony Breig, The story of Pope J. XXIII., St. Paul 1959; - Nicolà Fusco, J. is his name, A survey of the popes by that name, New York 1959; - Vincenzo Eduardo Gasdia, Papa G. XXIII, Ricordi personali, Verona 1959; - Ugo Groppi und Julius Lombardi, Above all, a shepherd, Pope J. XXIII., New York 1959; - Heinrich Jongen, J. XXIII., 1959; - Witold Malej, Papiez J. XXIII., Warschau 1959; - Michèle Maccarone, Tu es Petrus, Da Pio XII a G. XXIII, Rom 1959; - Heinrich Mertens, (Hrsg.), Ich bin Joseph euer Bruder, Chronik, Dokumente, Perspektiven zum Leben und Wirken Papst J.s XXIII., 1959 (zahlreiche Aufsätze zu Teilperspektiven); - Francis-Xavier Murphy, Pope J. XXIII. comes to the Vatican, New York 1959, 1959 auch in ital., - Paul Christopher Perotta, Pope J. XXIII., His life and character, New York 1959; - Aureliano Tapia Mendez, Juan XXIII., pastor y navegante, Mexico City 1960; - Chrysostomus Dahm, J. XXIII., 1961; - Richard Baumann, Ein Lutheraner im Vatikan. Ökonom. Gespräche, 1962; - Ders., Von Johannes zu Paulus, Bericht über eine neue Romfahrt, 1963; - Rainer Barzel, »Mater et magistra« und prakt. Politik. Ein Diskussionsbeitrag aus dem pol. Alltag, 1962; Tony Spina, The making of the pope, New York 1962; - Ders. u. ebd., The pope and the Council, 1963; - Jean d'Hospital, Rome en confidence, deuxième partie: Du Vatican, Paris 1962; - Alfred Kumpf und Martin Lücke, Hirt und Steuermann, J. XXIII., 1962; - Barret McGurn, A reporter looks at the Vatican, 1962; - Robert Neville, The world of the Vatican, New York 1962; - Randall Garret, Pope J. XXIII., Derby/USA 1962, dt.: Papst J., ein Lebensbild, 1963; - Loris Francesco Capovilla (Privatsekretär), G. XXIII., Vatikan 1963, dt. Übers.: J. XXIII., Papst des Konzils, der Einheit und des Friedens, 1963; - Ders., Papa G., Segno dei Tempi, Rom 1967, dt. Übers.: Papst J., Ein Zeichen der Zeit, 1969; - Ders., G. XXIII., Quindici letture, im Anhang: I. Prefazione al »Giornale dell'anima«, II. Ultimi giorni di vita e morte di Papa G. XXIII, III. Cronologia, Rom 1970; - Ders., Papa G. XXIII, Gran Sacerdote, come lo ricordo, ebd. 1977; - Ders., XV. anniversario della morte di papa G. XXIII, ebd. 1978; - Ders., Vent' anni dalla elezione di G. XXIII, ebd. 1978; - Ders., L'ite missa est di Papa G. XXIII, Padua/Bergamo 1983; - Richard-James Kardinal Cushing, Call me J., A life of pope J. XXIII., Boston 1963; - Paul Dahm, J. XXIII., der Papst des Konzils, 1963; - Nazareo Fabretti, G. XXIII. e il concilio, Vicenza 1963; - Henri Fesquet, Les Fioretti du bon pape J., 1963, dt.: Humor und Weisheit J.s des Guten, 1965; - Anselmo Freddi, G. XXIII. fanciullo, Bergamo 1963; - Alberto Chinato, Un caro ricordo. In memoria della visita del Santo Padre G. XXIII. alle parrocchia di San Tarcisio, 7. aprile 1963, Rom 1963; - Anne Freemantle, The Papal Encyclicals in Their Historical Context, New York 1963; - J. XXIII., Leben und Werke. Eine Dokumentation in Text und Bild, 1963; - Alden Hatch, A man named J., The life of the pope J. XXIII., New York 1963; - Heinrich Picker, J. XXIII., Der Papst der christl. Einheit und des II. Vat. Konzils, 1963; - Martino Vitali, I memori giorni degli ex-Allievi di Papa R., Bergamo 1963; - Leone Algisi, G. XXIII, Turin 19643; - Ernesto Balducci, Papa G., Florenz 1964; - Walther Diethelm, Was wird aus Angelo? Das Leben von Papst J. der Jugend erzählt, 19642; - Stanislaw Markiewicz, Politika J. XXIII. i Pawla VI., Warschau 1964; - Michael Novak, The Open Church, London 1964; - Paul VI. (Giovanni Montini), Papa G. nella mente e nel cuore del suo successore, Mailand 1964; - Wolfgang Seibel, J. XXIII. Der Papst der Übergangs in eine neue Zeit, 1964; - Michel Serafian, Der Pilger oder Konzil und Kirche vor der Entscheidung, 1964; - Gian Ludovico Maseti Zannini, G. XXIII i la vita dei campi, Brescia 1964; - F. Frank, Outsider in the Vatican, New York 1965, dt.: Ein Outsider im Vatikan, 1966; - Edward Elton Hales, Pope J. and his revolution, London 1965, dt.: Papst J. XXIII. und seine Revolution. Die Große Wende, 1966; - Gérard Le Lay, La pensée sociale de J. XXIII, Bordeaux 1965; - Giacomo Kardinal Lercaro, G. XXIII, Linee una ricerca storica, mit einem Anhang von G. De Rosa: A. R. e Radini Tedeschi et Brani scelti dalle opere di G. XXIII, Rom 1965; - David Andreas Seeber (Einf. u. Hrsg.), J. XXIII. im Zeugnis seines Nachfolgers Pauls VI., Herder-Bücherei 217, 1965, engl. 1965; - Ders., Das II. Vaticanum, Konzil des Übergangs, 1966; - Giuseppe Kardinal Siri, Ideali santi e celeste presenza nel mondo, Rom 1965, - Hanno Helbling, Das II. Vat. Konzil. Ein Bericht, 1966; - Ders., Politik der Päpste. Der Vatikan im Weltgeschehen 1958-1978, 1981; - Michel de Kerdreux, J. XXIII, le pape de la bonté, Mulhouse 1966; - Ders., J. XXIII, Paris 1969; - Hannah Arendt, Der christl. Papst, Bemerkungen zum Geistl. Tagebuch J.s XXIII., in: Merkur 20, 1966, 362-372; - Ilsemarie Gallizia-Faßbinder, Humanitas und Pietas, Zur geist. Gestalt des Roncalli-Papstes, in: Hochland 58, 1966, 345-354; - Ernesto Halfftex, Canticum in P. P. J. XXIII., Madrid 1966; - Jaroslav Hranicka, J. XXIII., Prag 1966; - William Arthur Purdy, The church of the move, The characters and policies of Pius XII. and J. XXIII., London 1966; - Otto Wirtz, Quo vadis ecclesia? Von Kaiser Konstantin zum 2. Vatikan- Konzil, 1966; - Giovanni Fallani, Papa G. di Emilio Greco, Rom 1967; - Jules Gritti, J. XXIII dans l'opinion publique. Son image à travers la presse et les sondages d'opinion publique, Paris 1967; - Sergio C. Lorit, Vypravov n¡ o zivoté papeza J., Warschau 1967; - John Moormann, Vatican Observed, London 1967; - Wolfgang Müller-Welser, A. R. - Papst J. XXIII., 1967; - Meriol Trevor, Pope J. XXIII., London 1967; - Franz Mikael William, Vom jungen A. R. (1903-1907) zum Papst J. XXIII. (1958-63). Eine Darlegung vom Werden des Aggiornamento-Begriffes 1903-1907 als der Leitidee für das II. Vat. Konzil und die Durchführung seiner Beschlüsse, 1967; - Joseph Brosch, Im Wechsel der Menschen und Zeiten. Zum 5. Jahrestag des Todes von Papst J. XXIII. am 3. 6. 1968, in: echo der zeit 22, S. 7; - Vittorio Goprresiom, La nouva missione, Mailand 1968; - Benny Lai, Vaticano aperto, ebd. 1968; - Jean Neuvecelle, J. XXIII, une vie, Paris 1968; - Curtis Bill Pepper, An Artist and the Pope, London 1968, dt.: Freundschaft mit dem Papst. Nach den persönl. Erinnerungen von Giacomo Manz- an J. XXIII., 1969; - Luigi Santucci, Cantico delle cose di papa G., Mailand 1968; - Camillo Fumagalla, Dello stemma di Papa G. XXIII, in: Ateneo di Bergamo, G. XXIII, Testimonianze die Academici bergamaschi, Bergamo 1969, 11-22; - Karl Otmar von Aretin, Papsttum und mod. Welt, 1970; - Analecto Mosconi, San Frencesco d'Assisi e papa G. XXIII, Mailand 1970; - Albert Wucher, Von Petrus zu Paul, Weltgesch. der Päpste, 1970; - Dino T. Donadoni, Papa G., Amare la terra col cielo nel cuore, Turin 1972; - Tommasso Gallarati Scotti, La pentecoste di papa G. in nuove interpretationi e memorie, Mailand 1972; - Enzo Orlandi, Marisa Paltrinieri, Gianni Rizzoni, Emilia Barbaglia und Maristella Bodino, in der Reihe: Pro u. Contra, Venedig/Mailand 1972; - Sosio Pezzella, Che cosa e veramente detto G. XXIII, Rom 1972; - Lawrence Elliot, I will be called John, New York 1973, dt.: Das Leben eines großen Papstes, J. XXIII., 19788; - Hermann Sendelbach, J. XXIII. Ein epischer Versuch, 1973; - Giancarlo Zizola, Riposte e papa G., Rom 1973; - Ders., L'utopia di Papa G., Assisi 19742; - Ders., Quale Papa?, Rom 1978; - Eladio Leiros Fernandez, El espiritu de J. XXIII., Santiago de Chile 1974; - Benedikt Lomax (ident. mit P. Hebbletwaite), Pope J.s Ostpolitik, in: The Month, Sept. '74, 691-696; - Peter Hebbletwaite, Eine von Gottes Überraschungen, in: Orientierung 46, 1982, 207-213; - Ders., J. XXIII., Pope of the Council, London 1984; - Ders., J. XXIII. Das Leben des Angelo Roncalli, 1986; - Paolo Tanzella, Papa G. XXIII, Neapel 1974; - Giovannina Facca, Papa G. XXIII, Padua 1975; - Paul Johnson, Pope J. XXIII., London 1975; - Franco Molinari, I peccati di papa G. XXIII, Turin 1975; - Leonilda Uboldi, De sotto il Monte al Vaticano, Bologna 1975; - Hansjakob Stehle, Die Postpolitik des Vatikans, 1917-75, 1975; - Bruno Heim, Das Mysterium Roncalli, in. Kirche und Staat, Festschr. für F. Eckert, hrsg. von Herbert Schambeck, 1976, 21-25; - Susanna Kölbel, Papa G., parole e vita, Rilettura di fatti e di testi per una piu profonda compressione, Brescia 1977; - Wilhelm Hünermann, Der Pfarrer der Welt, Das Leben J.s XXIII., 19784; - Kurt Klinger, Ein Papst lacht. Die gesammelten Anekdoten um J. XXIII., 19782; - Andre Lantreille, De Gaulle, la Libération et l'glise catholique, Paris 1978; - Nikodim, Patriarch von Leningrad und Nowgorod, J. XXIII., ein unbequemer Optimist, dt. Übers. 1978; - Ders., J. XXIII. Papst einer Kirche im Aufbruch, 1984; - Georg Denzler, J. XXIII. (1881-1963), Reformkatholizismus: Selbstkritik einer Kirche, in: Die Großen der WG X, 1978, 888-911; - Max Bergerre, Ich erlebte vier Päpste. Ein Journalist erinnert sich, 1979; - Bernard Bonnot, Pope J. XXIII, An Astute Pastoral Leader, New York 1979; - Paul Dreyfus, J. XXIII, Paris 1979; - Hans- Günther Röhrig, Papsttum im Wandel. Von J. XXIII. zu Johannes Paul II., 1979; - F. M. William, J. XXIII. und das II. Vat. Konzil, in: Geistl. Leben 52, 1979, 96-114; - Wolfgang Frank, Auskunft über J. XXIII., 1980; - Giulio Andreotti, Meine sieben Päpste. Begegnungen in bewegten Zeiten, 1982, J. XXIII.: 67-114; - Paul Poupard, Wozu ein Papst? Von Petrus zu Johannes Paul II., 1982; - Teresio Bosco, Papa G. XXIII, Turin 1983; - Ludwig Kaufmann, Damit wir morgen Christ sein können: Vorläufer im Glauben, darin: J. XXIII., 1984, 11-48; - Adreas Lindt, J. XXIII., in: Gestalten der Kirchengesch. 12, Das Papsttum II, hrsg. v. Martin Greschat, 1984, 297-312; - Helmuth Nürnberger, J. XXIII., 1985; - Giuseppe Alberigo Papa Giovanni, 19872; - Ders., G. XXIII, transizione del Papato è della Chiesa, Rom 1988; - Catholicisme VI, 494-498; - HdKG VII, 97-119; - Jedin VII, 97-119; - Lexikon der Päpste und Heiligen, 202-204; - LThK V, 995-996; - NCE VII, 1015-1020; - RGG III, 812-813; - TRE 17, 113-118.
Michael Hanst
Werkeergänzung:
10 Gebote d. Gelassenheit. Eschbach 2008.
Literaturergänzung:
1983
James L. Heft, Nicholas III (1277-1280) and John XXII (1316-1334). Popes in contradiction? A reexamination of texts and contexts, in: AHP 21.1983, S. 245-257; -
1986
Luitpold A. Dorn, Johannes XXIII. Auf ihn berufen sich alle. Graz 1986; - Papst Johannes XXIII., in: Im Dialog der Liebe. Neunzehn Pro-Oriente-Symposien 1971 bis 1981. Hrsg. von Theodor Piffl-Percevic und Alfred Stirnemann. Innsbruck 1986, S. 317-334; -
1996
Henrix, Hans H., Im Geiste Johannes XXIII. Das christlich-jüdische Gespräch heute, in: Senner, W. (Hrsg.), Omnia disce. Kunst und Geschichte als Erinnerung und Herausforderung. Willehad Paul Eckert zum 70. Geburtstag und Goldenen Profeßjubiläum, Köln 1996, 111-119; -
1997
Primitivo Tineo, Juan XXIII y el despertar de una nueva época, in: AHI 6.1997, S. 127-154; -
2000
Giuseppe Alberigo, "Église des pauvres" selon Jean XXIII et le Concile Vatican II, in: Anthropos laikos. Fribourg 2000, S. 13-31; -
2001
Francoise Caravano ; Pascal Ide, Quarante ans de discours pontificaux sur la santé (1939 à 1978). Regards de Pie XII, Jean XXIII et Paul VI sur le monde de la santé, in: AHP 39.2001, S. 151-289;-
2002
Adam Kubis, Papst Joh. XXIII u. Vaticanum II, in: AnCra 34.2002, S. 159-168; - Bertrand de Margerie, Role possible du Général de Gaulle et de son ambassadeur dans l'élection du Bx. Jean XXIII?, in: AHP 40.2002, S. 323f.
2003
Antonio Acerbi, L'enciclica "Pacem in terris" e l'Italia, tra "miracolo economico" e "apertura a sinistra", in: ASR 8.2003, S. 275-297;- Angel Berna Quintana, El momento histórico de la enciclica "Pacem in terris", in: AHI 12.2003, S. 345-355; -
2004
Willibald Feinig, Vergessener Gesandter. Denkmal für Johannes XXIII. Salzburg [u.a.] 2004; - Luigi Padovese, Memorie cristiane della Turchia nel ricordo nel nunzio Angelo Roncalli, in: Dall'Oronte al Tevere. Roma 2004, S. 261-272; - Raniero LaValle, Concilio e pace, in: ASR 9.2004, S. 51-57; -
2005
Victor Conzemius, D. Konzilspäpste Johannes XXIII. u. Paul VI., in: Communio 34.2005, S. 551-558; - Hubert André, La pensée des papes sur l'éducation (1929-1978). Paris 2005, S. 101-112; - Alexandra von Teuffenbach, Papst J. XXIII. begegnen. Augsburg 2005; - Enrico Galavotti, Processo a Papa Giovanni. La causa di canonizzazione di A.G. Roncalli (1965-2000). Bologna 2005; -
2006
Enrico Galavotti, "Santo subito"? La beatificazione di G. XXIII, in: RCI 87.2006, S. 215-226; - Freddy Derwahl, J. XXIII. Vollst. Taschenbuch-Ausg. 2006; - Jean-Francois Galinier-Pallerola, Jean XXIII et Paul VI, deux papes pour une concile, in: BLE 107.2006, S. 11-22; - Agostino Marchetto, Loris Francesco Capovilla, Giuseppe De Luca, Angelo Giuseppe Roncalli, carteggio 1933-1962 (a cura di Marco Roncalli). Edizione di Storia e Letteratura, Roma 2006, pp. XL, 269, in: Apollinaris 79.2006, S. 841-844; -
2007
Dorothee Recker, Die Wegbereiter d. Judenerklärung d. Zweiten Vatik. Konzils. Paderborn 2007; - Giovanni Sale ; Sandra Mazzolini, Giovanni XXIII, una vita nella storia, in: CivCatt 158.2007, S. 565-571; - Felipe M. Nieto Fernández, Liderazgo mundial. Nuevas posibilidades éticas en el contexto actual de la globalicazión, in: Moralia 30.2007, S. 163-177;- Marco Roncalli, Giovanni XXIII. Angelo Giuseppe Roncalli. Una vita nella storia. 2. ed. Milano 2007; - Loris Capovilla ; Arnaldo Nesti ; Tiziana Chiappelli, Una giornata a Sotto il Monte. Colloquio con mons. Loris Francesco Capovilla, in: RelSoc 22.2007, S. 105-112; - Jean-Louis Tauran, Angelo Giuseppe Roncalli, "Journal de France", I, 1945-1948, in: CrSt 28.2007, S. 725-730;- Christoph Theobald, Angelo Giuseppe Roncalli, "Journal de France", I, 1945-1948, in: ebd. S. 731-740; -
2008
Nikolaus Klein, ... ein vertieftes Glaubensverständnis, in: Orientierung 72.2008, S. 213f.; - Bernhard Hülsebusch ; Robert Rothmann, "Johannes, nimm dich nicht so wichtig!" Die schönsten Anekdoten der Päpste. Leipzig 2008; - Nikolaus Klein, Bibellektüre u. Kirchenreform. Angelo Giuseppe Roncalli als Patriarch von Venedig (1953-1958), in: Orientierung 72.2008, S. 232-235; - Renzo Allegri, Johannes XXIII. "Papst kann jeder werden, der beste Beweis bin ich". Ein Lebensbild. 1. Aufl. d. Neuausg. München 2008; - Ryszard Rybka, Il contributo del Pontefice Giovanni XXIII allo sviluppo della moderna concezione del bene comune, in: Angelicum 85.2008, S. 833-856; - Papst Benedikt XVI., Allocutio dum quinquaginta explentur anni ab electione Summi Pontificis Beati Ioannis XXIII, in: AAS 100.2008, S. 791-793; - Enrico Galavotti, "E un cristiano sul serio". Alberigo e l'interpretazione di Giovanni XXIII, in: CrSt 29.2008, S. 761-874; -
2009
Nikolaus Klein, 25. Januar 1959, in: Orientierung 73.2009, S. 13; - Boris Repschinski, Aufruf zur Erneuerung. Zum 50. Jahrestag d. Ankündigung d. Zweiten Vatikan. Konzils, in: ZKTh 131.2009, S. 1-4; - Victor Conzemius, Der Paukenschlag d. Papstes. 50 Jahre Einberufung d. II. Vatik. Konzils, in: IKZC 38.2009, S. 57-66; - Ettore Malnati, A cinquant'anni dall'enciclica "Sacerdotii nostri primordia" di Giovanni XXIII, in: RTLu 14.2009, S. 359-371; - Karl-Josef Rauber, Der selige Papst Johannes XXIII. u.d. Einheit d. Christen, in: Una sancta catholica et apostolica. Freiburg/Br. 2009, S. 231-244; - Enrico Galavotti ; Giuseppe Ruggieri, Die Tagebücher Johannes' XXIII., in: Concilium 45.2009, S. 624-629; - Giovanni M. Vian, Annuncio del Vangelo, obbedienza al papa e mitezza nel governo pastorale. Il patriarca Roncalli attraverso le sue agende veneziane, in: RSLR 45.2009, S. 369-394.
Letzte Änderung: 09.02.2010