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Band III (1992) Spalten 828-840 Autor: Hans-Josef Olszewsky

JUNG, Carl Gustav, Psychologe, * am 26.7. 1875 in Kesswil (Kanton Thurgau, Schweiz), † am 6.6. 1961 in Küsnacht bei Zürich. - J. entstammte einer alten, durch mehrere Generationen angesehene und ausgezeichnete Familie. Die Vorfahren väterlicherseits kamen aus Mainz. Im 17. Jahrhundert war ein Carl J. dort Arzt und Rektor der Universität. J.s Urgroßvater, ebenfalls Arzt, betreute während der napoleonischen Kriege ein Lazarett und übersiedelte später mit seiner Familie nach Mannheim. Der Großvater Carl Gustav schließlich, auch er war Arzt, kam auf Empfehlung Alexander von Humboldts als Professor an die medizinische Fakultät der Universität Basel, deren Rektor er auch für einige Zeit war. Eine alte Familientradition berichtet, daß er ein natürlicher Sohn Goethes gewesen sei. Der Vater Johann Paul Achilles war evangelisch-reformierter Pfarrer, allerdings weniger aus Neigung als aus Notwendigkeit. Seine Liebe galt eigentlich der Philologie. Mütterlicherseits stammte J. aus einer alteingesessenen und angesehenen Basler Familie. Der Großvater Samuel Preiswerk war Vorstand der reformierten Gemeinden Basels. - Der Beruf des Vaters brachte es mit sich, daß die Familie mehrfach umziehen mußte, so 1876 nach Laufen bei Schaffhausen und 1879 nach Kleinhüningen bei Basel. Im Jahre 1884 wurde seine Schwester Gertrud geboren. Von 1886-1895 besuchte er das Gymnasium in Basel, wo er anschließend von 1895-1900 Medizin studierte. Seit 1895 hielt J. auch spiritistische Sitzungen mit seiner medial begabten Kusine Helene Preiswerk ab. Nach seinem medizinischen Staatsexamen beschloß J., sich auf die Psychiatrie zu spezialisieren und wurde im Dezember 1900 Assistent bei Professor Eugen Bleuler an der psychiatrischen Klinik »Burghölzli« in Zürich. Zur gleichen Zeit erlangte er die Approbation als Arzt für alle Schweizer Kantone. Im Jahre 1902 legte er seine Dissertation »Zur Psychologie und Pathologie sogenannter okkulter Phänomene« vor. Ein etwa halbjähriger Aufenthalt bei Pierre Janet an der Salpetrière in Paris schloß sich an. Zu Anfang des Jahres 1903 heiratete J. Emma Rauschenbach, mit der er fünf Kinder hatte. Von 1903-1905 war er Volontärarzt, von 1905-1909 Oberarzt am »Burghölzli«, von 1905-1913 zudem auch Privatdozent an der medizinische Fakultät der Universität Zürich. Seit 1906 trat J. öffentlich für die Psychoanalyse Sigmund Freuds ein. Dies führte schon bald zu einem ausgedehnten Briefwechsel. Im Februar 1907 kam es dann zu einer ersten Begegnung. In den folgenden Jahren erfuhr diese Beziehnng noch manche Bereicherung. Im Jahre 1909 verließ J. die Zürcher Klinik wegen persönlicher Spannungen mit Bleuler und errichtete eine private Praxis in seinem neuerbauten Haus in Küsnacht bei Zürich. Im September des gleichen Jahres hielt er sich zusammen mit Freud und Ferenczi zu Gastvorlesungen an der Clark University in Worcester/Massachusetts in Amerika auf. Im März 1910 wurde J. zum ersten Präsidenten der in Nürnberg gegründeten »Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung« gewählt. Dieses Amt hatte er bis zum Jahre 1914 inne. Im September 1912 weilte er wieder in Amerika, diesmal zu Vorlesungen an der Fordham University in New York, wobei er erstmals von Freud abweichende Anschauungen öffentlich vortrug. Bei Vorträgen vor der »Psycho-Medical-Society« in London im August 1913 verwendete J. für seine Forschungsrichtung zum ersten Mal den Begriff »Analytische Psychologie«. Durch das 1911/1912 in erster Auflage erschienene Buch »Wandlungen und Symbole der Libido« wurde der zu Anfang des Jahres 1913 vollzogene Bruch mit Freud entscheidend vorbereitet. Ein Jahr später trat J. auch als Präsident der »Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung zurück. Die folgenden Jahre führten ihn zur Auseinandersetzung mit dem Unbewußten. Es ist zu vermuten, daß er auf diese Weise den Ablösungsprozeß von Freud vollzog. Etwa gegen Ende des ersten Weltkriegs begann er, gnostische Schriften zu studieren. Mit dieser Auseinandersetzung wandte sich J. den Strukturen des Religiösen zu. Die religiöse Thematik hat ihn dann bis zu seinem Tode nicht mehr verlassen. Drei große Reisen stehen in unmittelbarer Verbindung zu dieser Thematik. Im Jahre 1920 bot sich ihm die Gelegenheit zu einer Reise nach Nordafrika, die ihm das Erlebnis fremder Kulturen eröffnete. Zwei Studienreisen zu den Puebloindianern nach Nordamerika (1924/ 1925) und zu den Elgonyis nach Ostafrika (1925/1926) folgten. Das auf diesen Reisen gesammelte Material von Beobachtungen wurde später für die Interpretation der Religion durch J. wichtig. Neben diesen mythologischen Studien begann er seit dem Jahre 1923, dem Jahr des Todes seiner Mutter, an seiner eigenen Mythologie zu arbeiten. Auf einem Grundstück in Bollingen, am oberen Ende des Zürcher Sees gelegen, baute er sich einen Turm, der bis zum Jahre 1955 immer wieder verändert wurde. An die gnostischen Studien schlossen sich seit 1928 alchemistische Forschungen an, anfangs in Zusammenarbeit mit Richard Wilhelm. Seit 1933 wurden in Ascona am Lago Maggiore auf Initiative der Holländerin Olga Fröbe-Kapteyn in deren Villa Gabriella alljährlich die sogenannten Eranos-Tagungen abgehalten, Symposien, die bis zum Tode J.s weitgehend von seiner Persönlichkeit lebten. Diese Tagungen waren zugleich ein Forum für ihn, Gedanken einem exklusiven Kreis von Zuhörern erstmals mitzuteilen und einer fachmännischen Kritik zu stellen, bevor er sie veröffentlichte. In den folgenden Jahren wurde J. mit Ehrungen geradezu überhäuft, außerdem zu zahlreichen Vorträgen an vielen Orten eingeladen. Hinzu kamen nun mannigfache Veröffentlichungen, die den Ertrag einer lebenslangen Beschäftigung mit den verschiedensten Fragen und Problemen der Psychologie bildeten. Hervorzuheben für die religiöse Thematik sind die 1937 gehaltenen Vorträge über »Psychologie und Religion«, 1940 in Buchform erschienen, der im August 1940 bei einer Eranos-Tagung gehaltene Vortrag »Versuch einer psychologischen Deutung des Trinitätsdogmas« und die 1952 entstandene »Antwort auf Hiob«. Das große Spät- und Alterswerk »Mysterium Coniunctionis« (1955/1956) faßt religiöse, alchemistische nnd psychologische Themen in einer großartigen Gesamtschau zusammen. Die letzten Lebensjahre J.s waren gezeichnet von Krankheit, dem Tod der lebenslangen Frau und Begleiterin Emma (1955), aber auch vom Beginn des Erscheinens der Gesamtausgabe (1958) und von wachsender Anerkennung in der Öffentlichkeit. Seit 1957 entstand als letzte größere Arbeit, in Zusammenarbeit mit Aniela Jaffé als einfühlsamer Fragestellerin und Zuhörerin, seine »Autobiographie«, »Erinnerungen, Träume, Gedanken«, die auf seinen Wunsch erst 1962 posthum veröffentlicht wurde. - Die Persönlichkeit J.s zu erfassen ist nicht einfach. Zu sehr ist deren Bild von disparaten Zügen bestimmt. Da finden sich auf der einen Seite Interessen für alles Geheinnisvolle, wie Spiritismus, fliegende Untertassen, Gnosis, und ähnliches, auf der anderen Seite aber auch Versuche, diese Phänomene in einen wissenschaftlich erklärbaren Zusammenhang zu bringen. Gleichwohl läßt sich ein bestimmender Grundzug nicht übersehen, die durchgängige Beschäftigung mit dem Religiösen. Diese Tatsache ist bei einem Psychologen äußerst ungewöhnlich und bemerkenswert, insbesondere, da die Psychoanalyse, vor allem in der Nachfolge Freuds, bestrebt ist, die Religion weitgehend aus der Betrachtung auszuschlie-ßen. Besonders bei Freud fällt auf, daß er die Psychoanalyse geradezu an die Stelle der Religion setzen möchte. Der Bezug zur Religion ist bei J. ein anderer. Er schöpft aus ihr jene Beobachtungen, die ihn zu einem tieferen Verständnis des Menschen führen können. Die Lehre von den Archetypen ist ohne ein Verständnis des Religiösen sogar undenkbar. So kommt J. schließlich zu einem Kulturbegriff, der wesentlich aus der Kenntnis des Symbolgehalts des Religiösen wie des Psychischen geformt ist. Im Sich-Bewußtmachen der inneren Vorgänge kommt der Mensch zu einem Verständnis von sich selbst. Damit hat J. den Sinn von Religion wie von Psychologie aufgedeckt. In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, daß er den Vorstellungen der katholischen Kirche näher steht als denjenigen der reformierten Kirche. Er entdeckt in den Glaubensvorstellungen des Katholizismus psychisch verstehbare und deutbare Vorgänge, deren Symbolgehalt ihn nachhaltig fasziniert. Dies läßt sich besonders in seiner Schrift über die Bedeutung des Trinitätsdogmuas erkennen. Trotzdem anerkennt J. nicht vorbehaltlos die Existenz der Kirchen. Für ihn ist und bleibt ausschlaggebend, daß sie den Menschen zur moralischen Autonomie führen müssen.

Werke: Gesammelte Werke, 19 Bde., 1958-1983 (I: Psychiatrische Studien, 1966; II: Experimentelle Untersuchungen, 1979; III: Psychogenese der Geisteskrankheiten, 1968; IV: Freud und die Psychoanalyse, 1969; V: Symbole der Wandlung, 1973; VI: Psychologische Typen, 1960; VII: Zwei Schriften über Analytische Psychologie, 1964; VIII: Die Dynamik des Unbewußten, 1967; IX/l: Die Archetypen und das kollektive Unbewußte, 1976; IX/2: Aion. Beiträge zur Symbolik des Selbst, 1976; X: Zivilisation im Übergang, 1974; XI: Zur Psychologie westlicher und östlicher Religion, 1963; XII: Psychologie und Alchemie, 1972; XIII: Studien über alchemistische Vorstellungen, 1978; XIV: Mysterium Coniunctionis, 1968; XV: Über das Phänomen des Geistes in Kunst und Wissenschaft, 1971; XVI: Praxis der Psychotherapie, 1958; XVII: Über die Entwicklung der Persönlichkeit, 1972; XVIII: Das symbolische Leben, 1981; XIX: Bibliographie).

Lit.: J. Corrie, J.s Psychologie im Abriß, 1929; - J.L. Bruneton, J.: L'homme, sa vie, son caractère, in: Revue d'Allemagne VII, 1933, 673-689; - C.L. Tuinstra, Het symbool in de psychoanalyse, 1933; - Toni Wolff, Exposé d'ensemble de la doctrine, in: Revue d'Allemagne VII, 1933, 709-743; - Die kulturelle Bedeutung der Komplexen Psychologie. Festschr. z. 60. Geb. C.G.J.s, 1935; - H. Schultz-Hencke, Über die Archetypen, in: Zentralbl. für Psychotherapie IX, 1936, 335-343; - J. Goldbrunner, Die Tiefenpsychologie von J. und christliche Lebensgestaltung, 1940; - Studien zum Problem des Archetypischen. Festg. für C.G.J. z. 70. Geb., ErJb XII, 1945; - M. Frischknecht, Die Religion in der Psychologie J.s, 1945; - Jolande Jacobi, Komplex, Archetypus und Symbol, in: Schweizerische Zeitschr. f. Psychologie und ihre Anwendungen IV, 1945, 276-313; - Ders., Die Psychologie von J., 1946; - Ders., J., in: Hamburgische akademische Rundschau II, 1947/1948, 20-23; - Ders., Versuch einer Abgrenzung der wichtigsten Konzeptionen J.s von denen Sigmund Freuds, in: Psyche IX, 1955, 261-278; - Hans Schaer, Religion und Seele in der Psychologie J.s, 1946; - Ders., Erlösungsvorstellungen und ihre psychologischen Aspekte, 1950; - Ders., J. und die Deutung der Gesch., in: SThR XXII, 1952, 91-96; - Ders., Die Religion in der Psychologie J.s, in: Psychologia-Jb., 1955, 96-110; - A.v. Muralt, J.s Stellung zum Nationalsozialismus, in: Schweizer Ann. III, 1946/1947, 692-702 (auch in: Hamburgische akademische Rundschau III, 1948/1949, 547-557); - V.E.v. Gebsattel, Christentum und Humanismus, 1947; - Ders., Freud or J., 1950; - Gebhard Frei, Die Methode und die Lehre J.s, in: Ann. d. Philosophischen Ges. Innerschweiz und Ostschweiz, 1948; - Ders., Zur Darst. Wingenfelds über J., in: Arzt und Seelsorger VII, 1956, Nr. 3, 5-7; - P. Mullahy, Oedipus. Myth and Complex, 1948; - A. Sborowitz, Beziehung und Bestimmung, in: Psyche II, 1948, 9-56; - Ders., Eine rel. Konzeption in der Nachfolge J.s. Zu Erich Neumanns »Kulturentwicklung und Religion«, in: Psyche VIII, 1954, H. 12, 22-31; - E. Glover, Individuation, 1949; - Ders., Personale Seelsorge, 1954; - J. Goldbrunner, Individuation. Die Tiefenpsychologie von J., 1949; - Arthur Hübscher, J., in: Ders., Philosophen der Gegenwart, 1949, 90-92. 159f; - Ders., J. über das Mariendogma, in: GuE III, 1953, Nr. 1, 13; - Aus der Welt der Urbilder. Festg. f. J. z. 75. Geb., ErJb XVIII, 1950; - Ch. Baudouin, De l'instinct à l'esprit, 1950; - Fritz Kraus, Aus der Welt der Urbilder, in: Dt. Btrr. IV, 1950, 467-473; - H. C. Rümke, Aantekeningen over het instinct, de archetypus, de existentiaal, in: Pro Regno, Pro Sanctuario. Feestbundel voor Prof. G. van der Leeuw, 1950, 451-467; - F. Sierksma, Phaenomenologie der religie en complexe psychologie, 1950; - Victor White, The Scandal of the Assumption, in: Life of the Spirit V, 1950, 199-212; - Ders., God and the Unconscious, 1953 (dt., 1957); - Ders., Answer to Hiob, in: Blackfriars, 1955, 52-60; - Robert Hindel, Der archetypische Gott. J. und die Religion, in: WuW VI, 1951, 565-571; - W. Leibbrand, J.s Versuch einer psychologischen Deutung des Trinitätsdogmas, in: ZRGG III, 1951, 122-134; - Ders., Das tiefenpsychologische Werk J. s, in: Hochland XLVII, 1955, 444-451; - A. Léonard, La psychologie religieuse de J., in: Supplément de la Vie Spirituelle V, 1951, 325-334; - H. Trüb, Heilung aus der Begegnung, 1951; - Religion und Psychologie. Prof. Dr. C.G.J., in: Merkur VI, 1952, 467-473; - K.W. Bash, Die Übertragung in der Praxis der J.schen analytischen Psychologie, in: Psyche VI, 1952, 276-292; - Ders., Begriff und Bedeutung d. Archetypus in der Psychologie J.s, in: Psychologia-Jb., 1955, 84-95; - Ders., J. z. 80. 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Brunner, Theologie oder Tiefenpsychologie?, in: StZ LXXVIII, 1953, 401-415; - I. Caruso, Das Symbol in der Psychotherapie, in: StudGen VI, 1953, 296-302; - H. Corbin, La Sophia éternelle, in: Revue de Culture Européenne III, 1953, 11-44; - Wilfried Daim, Der Grundfehler J.s. Zu einer gnostischen Entgleisung, in: WuWelt VI, 1953, 58-66; - Rudolf Dannwitz, J.s Wissenschaft von der Seele, in: Merkur VII, 1953, 418-438; - F. Fordham, An Introduction to J.s Psychology, 1953; - Herbert Haberlandt, Diskussion um Hiob, in: WuWelt VI, 1953, 52-58; - Ders., Archetypus und Psyche. Gedanken über ein neues Buch von J., in: Wiener Arch. für Psychologie, Psychiatrie und Neurologie IV, 1954, 161-166; - Otto Haendler, Komplexe Psychologie und theol. Realismus. Ein Lit.ber. über J. und seinen Kreis, in: ThLZ LXXVIII, 1953,199-216; - Ders., J. Lit.ber. als Situationsprofil, in: ThLZ LXXXIV, 1959, 561-588; - Ders., J. zum Gedächtnis, in: Wege zum Menschen XIV, 1962, 1f; - Ders., J. in seinem Gesamtwerk, in: ebd., 8-13; - Georg Koepgen, Hiob, das große Lehrgedicht des AT. Zu den Deutungen J.s und Martin Bubers, in: Gloria Dei VII, 1953, 228-237; - E. Michaelis, Le livre de Job interprété par J., in: RThPh III, 1953, 183-195; - I. Progroff, J.s Psychology and its social Meaning, 1953; - Josef Rudin, Antwort auf Hiob. Zum gleichnamigen Buch von J., in: Orientierung XVII, 1953, 41-44; - Ders., Die Tiefenpsychologie und die Freiheit des Menschen, in: Orientierung XVIII, 1954, 169-173; - Ders., Gott und das Böse bei J., in: Arzt und Seelsorger XII, 1961, H. 4, 4-8; - Ders., J. und die Religion, in: Orientierung XXVIII, 1964, 238-242 (auch in: Wilhelm Bitter/Hrsg., Psychotherapie und religiöse Erfahrung, 1965, 73-86); - Ders., Das Schuldproblem in der Tiefenpsychologie von J., in: Schuld und religiöse Erfahrung, 1968, 61-71; - Paulus Zacharias, Die Bedeutung der Psychologie J.s für die christliche Theologie, in: ZRGG V, 1953, 257-269; - Ders., Psyche und Mysterium, 1954; - Wilhelm Bitter, Zur Psychologie der Angst und Schuld bei Freud, Adler und J., in: Psychotherapie und Seelsorge. Eine Einführung in die Tiefenpsychologie. Ges. Vorträge, 19542, 190-203; - Ders., Über die Verdrängung bei S. Freud und den Schatten bei J., in: Zeitschr. f. psychosomatische Medizin I, 1955, 201-206; - L. Beirnaert, J. et Freud au regard de la foi chrétienne, in: Dieu vivant, Nr. 26, 1954, 95-100; - Erich Brock, Der Codex J. Eine bedeutende Quelle zur Frühzeit des Christentums, in: Atlantis XXVI, 1954, H. 1, 28f; - Ernst Walter Schmidt, Hiob, J. und Bultmann, in: Neue dt. Hh., 1954, 699-705; - Friedrich Seifert, Die J.sche Lehre vom Unbewußten und den Archetypen, in: Universitas IX, 1954, 867-877; - Alois Wurm, Zu dem Thema: J.s Stellung zum Christentum, in: Die Seele XXX, 1954, 148-150; - Studien zur analytischen Psychologie J.s. Festschr. z. 80. Geb., 2 Bde., 1955; - W. Bernet, Inhalt und Grenze religiöser Erfahrung, 1955; - Ders., J., in: Hans Jürgen Schultz (Hrsg.), Tendenzen der Theologie im 20. Jh., 1966, 150-155; - Herbert Gottschalk, Der Mensch und die Mächte der Seele. Zu J.s 80. Geb., in: Unsere Schule X, 1955, 513-529; - T. Hartwig, Antwort auf Hiob, in: Befreiung III, 1955, 103-111; - Dorothee Hoch, Von der »prophetischen Sendung« J.s für Kirche und Theologie, in: KBlRef CXI, 1955, 197-201; - Dies., Zum »Credo« von J., in: KBlRef CXIX, 1963, 66-68; - Raymond Hostie, Analytische Psychologie en Godsdienst, 1955 (dt. Übersetzung von Johannes Tenzler u.d.T. »C.G.J. und die Religion«, 1957); - Wilhelm Scharpff, Der Tiefenpsychologe J. und die Religion, in: WuT IX, 1955, H. 3, 76; - Berard Wingenfeld, Die Archetypen der Selbstwerdung bei J., 1955; - Ders., Das Menschenbild J.s, in: Oberrheinisches Pastoralblatt LVI, 1955, 341f; - Ders., Komplex, Archetypus, Symbol in der Psychologie J.s, in: ThGI XLIX, 1959, 49; - Kurt Binswanger, Der Heilweg der analytischen Psychologie J.s, in: L. Szondi (Hrsg.), Heilwege der Tiefenpsychologie, 1956, 35-48; - Josef Bleuel, Der trinitarische Unglaube. Bemerkungen zu einer Veröffentlichung J.s, in: Natur und Kultur XLVIII, 1956, 37-42; - K. Stern, Die dritte Revolution. Psychiatrie und Religion, 1956; - R. Affemann, Psychologie und Bibel, 1957; - Malte Dahrendorf, Hermann Hesse's »Demian« und J., in: Germanisch-romanische Monatsschr. VIII, 1958, 81-97; - Marie-Louise von Franz, Die aktive Imagination in der Psychologie J.s, in: Wilhelm Bitter (Hrsg.), Meditation in Religion und Psychotherapie. Ein Tagungsbericht, 1958, 136-148; - Dies., Die alchemistische Makrokosmos-Mikrokosmos-Idee im Lichte der J.schen Psychologie, in: Symbolon I, 1960, 27-38; - Dies., Die Bibliothek J.s in Küsnacht, in: Librarium VI, 1963, 95-109; - Dies., J. Sein Mythos in unserer Zeit, 1972; - Dies., Selbstverwirklichung in der Einzeltherapie von J., in: Praxis der Psvchotherapie XXII, 1977, 193-200; - Dies., Zur Typologie J.s. 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Hans-Josef Olszewsky

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Letzte Änderung: 04.03.2010