KALLIOPIOS, Märtyrer in Pompeiopolis (Kilikien), stammte
aus Perge in Pamphylien. Er lebte während der Regierungszeit des Maximianus
Herculius, der Mitkaiser Diokletians war (v 310). Während der Christenverfolgung
stellte er sich freiwillig; er wurde gefoltert und - nach der legendären
Passio am Karfreitag zur dritten Stunde - mit dem Kopf nach unten
gekreuzigt. Seine Mutter Theokleia brach während der Hinrichtung ihres
Sohnes zusammen und starb kurz darauf. Sie wurde gemeinsam mit ihrem
Märtyrersohn beigesetzt. Die byzantinische Kirche gedenkt des Märtyrers
am 7. April (anderswo ist sein Gedächtnis am 22. März und am 9. April).
Lit.: Acta SS. Aprilis, Antwerpen 1675, I, 659-662; -
Baudot-Chaussin (Hrsg.), Vie des Saints et des Bienhereux..., Paris
1935 ff., IV, 162 ff.; - Socii Bollandiani (Hrsg.), Bibliotheca
hagiographica graeca, Brüssel 1909
2, 290, 290e; - N. Edelby,
Liturgikon-»Meßbuch« der byz. Kirche, Recklinghausen 1967, 863 f.
Johannes Madey
Letzte Änderung: 06.11.2011