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Verlag Traugott Bautz
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KOKOSCHKA, Oskar, Maler, * 1.3. 1886 in Pöchlarn/Österreich, † am 22.2. 1980 in Montreux/Schweiz. - Der Vater K.s war der Goldschmied Gustav K. aus Prag, dessen Leben gekennzeichnet war durch Unstetigkeit und Arbeitsunlust. Seine Mutter, Romana Loidl, war eine Försterstochter aus Hollenstein an der Ybbs. Oskar war das zweite von vier Kindern, sein 1892 geborener Bruder Bohuslav stand ihm besonders nahe. Als K. neun Monate alt war, übersiedelte die Familie nach Wien. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in dieser Stadt. In dieser Zeit wechselte die Familie häufig die Wohnung, da es der Vater nicht schaffte, trotz Berufswechsels, er war Buchhalter geworden, Konstanz in die Eigentumsverhältnisse zu bringen. Während der Schulzeit verbrachte K. seine Ferien häufig bei Verwandten in Wildalpen und Lassing. Im Jahre 1904 bestand er die Matura an der Staatsrealschule im 18. Wiener Gemeindebezirk. Seinen ursprünglichen Berufswunsch, er wollte Chemiker werden, verfolgte er nicht weiter. Da er seit 1900 erste Versuche als Maler und Zeichner unternommen hatte, beschloß er, ein Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule aufzunehmen. In den Jahren 1905 bis 1909 waren dort vor allem Anton von Kenner, C.O. Czeschka und Berthold Löffler seine Lehrer. In der Anfangszeit seines Studiums kam ihm ein Stipendium zu Hilfe, das ihm geradezu das Überleben sicherte. Als Maler kann K. als Naturtalent bezeichnet werden, da er bis zum Jahre 1906, als erste Arbeiten von ihm erschienen sind, kaum Bilder anderer Maler gesehen hat. In dieser frühen Zeit verehrte K. besonders Gustav Klimt und Franz Cizek, den begnadeten Lehrer der jungen Generation. Seit 1907 verstärkte sich die Mitarbeit in der Wiener Werkstätte, für die er Entwürfe für Postkarten, Fächer und andere Objekte lieferte, und für das Kabarett Fledermaus. Im gleichen Jahr entstanden die illustrierte Dichtung »Die träumenden Knaben« und die Theaterstücke »Sphinx und Strohmann« und »Mörder, Hoffnung der Frauen«. Im Jahre 1908 machte K. die Bekanntschaft mit Adolf Loos, der für seine künstlerische Entwicklung von entscheidender Bedeutung werden sollte. Neben der Tatsache, daß Loos K. mit vielen Persönlichkeiten der Zeit zusammengebracht hat zählt vor allem, daß er ihm zahlreiche Portraits als Aufträge vermittelt hat. Damit beginnt eine Serie von Bildern, die nicht in naturalistischer Manier das Äußere der abgebildeten Person darstellen, sondern auf psychologische Weise die Persönlichkeit des Dargestellten zeigen. Diese Bilder machten K. in Wien als »jungen Wilden« schlagartig berühmt. Ebenfalls noch in das Jahr 1908 gehört K.s Teilnahme an der Kunstschau der Klimtgruppe. Wohl als Folge der Berühmtheit werden 1909 die beiden 1907 entstandenen Theaterstücke aufgeführt, ein neues, »Der weiße Tiertöter«, später »Der gefesselte Kolumbus« genannt, entsteht. Im Auftrag von Loos unternimmt er eine Reise in die Schweiz. Die Reise nach Berlin im Jahre 1910 f.ührt zum Beginn der Mitarbeit an der Zeitschrift »Der Sturm«. Mit der Galerie Paul Cassirer schließt K. einen Vertrag. Das Jahr 1911 brachte seine Rückkehr nach Wien und eine Ausstellung im »Hagenbund«, die von der Wiener Presse heftig attackiert, von Karl Kraus in der »Fackel« aber außerordentlich gelobt wurde. Für etwa ein Jahr war er Assistent an der Kunstgewerbeschule. Am 26. Januar 1912 hielt K. einen Vortrag »Von der Natur der Gesichte« im Akademischen Verband für Literatur und Musik. Damals lernte er Alma Mahler, die junge Witwe des 1911 verstorbenen Komponisten Gustav Mahler, kennen. Mit ihr verband ihn eine kurze, aber heftige Liebesbeziehung, die bis zum Jahre 1914 dauerte. Im Jahre 1913 war er für kurze Zeit Zeichenlehrer an der privaten Mädchenschule der Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald, an der unter anderen auch Arnold Schönberg und Adolf Loos unterrichteten. Das gleiche Jahr brachte eine Italienreise mit Alma Mahler, deren Selbstbildnis und zahlreiche Lithographien, außerdem die erste Publikation K.s., Dramen und Bilder, die, versehen mit einer Einführung von Paul Stefan, im Kurt Wolff Verlag erschienen. Im Jahre 1914 löste K. die Beziehung zu Alma. Diesen Konflikt verarbeitete er in dem berühmten Gemälde »Die Windsbraut«. Er lernte den Dichter Georg Trakl kennen. Beim Ausbruch des Weltkrieges meldete er sich freiwillig. Im Jahre 1915 wurde er in Galizien schwer verwundet. Nach einem Lazarettaufenthalt begann er die Arbeit an seinem Drama »Orpheus und Eurydike«. Bis nach Ostern 1916 blieb K. als Rekonvaleszent in Wien und Umgebung. Anschließend wurde er bis September dieses Jahres als Verbindungsoffizier und Kriegsberichterstatter an der Isonzofront eingesetzt. Im gleichen Jahr erschienen zwei Illustrationsmappen im Gurlitt-Verlag in Berlin. Dort hatte K. auch einen schönen Erfolg mit einer Ausstellung in der Galerie »Der Sturm«. Im Jahre 1917 verbrachte er eine weitere Zeit der Rekonvaleszenz in Dresden, wo er Anschluß an den Literatenkreis um Walter Hasenclever bekam. Von Mitgliedern dieses neuen Freundeskreises entstand damals eine weitere Portraitserie. Das Jahr 1918 brachte einen Zyklus von Radierungen zu Orpheus. Paul Westheim veröffentlichte die erste umfangreichere Monographie zu Leben und Werk von K. Gegen Ende des Jahres 1918 gab K. bei der Puppenmacherin Hermine Moos die Herstellung einer lebensgroßen weiblichen Puppe in Auftrag. Sie trug die Züge Alma Mahlers und diente wohl dazu, die Trennung von Alma auch seelisch zu verarbeiten. Bis dahin hatte K. vermutlich immer noch gehofft, zu Alma zurückkehren zu können. Da diese aber damals bereits mit dem Dichter Franz Werfel liiert war, mußte sich K. nun mit der Endgültigkeit der Situation abfinden. Weiterer Erfolg stellte sich mit der im Jahre 1919 erfolgten Berufung als Professor an die Dresdener Akademie ein. Im Jahre 1920 war K. vorübergehend wieder in Wien, der Zyklus »Das Konzert« entstand und Paul Hindemith vertonte »Mörder, Hoffnung der Frauen«, 1921 in Stuttgart uraufgeführt. Die zweite Aufführung dieser Oper fand noch im gleichen Jahr in Frankfurt/Main statt. Ausstellungen in Hannover, München und Dresden vervollständigten den Erfolg dieses Jahres. Im Jahre 1922 folgte eine Beteiligung an der Biennale in Venedig. Ein zweites Theaterstück K.s erlebte seine Vertonung als Oper: »Orpheus«, zu dem Ernst Krenek im Jahre 1923 »wie in einem Rausch« die Musik schrieb. Die Uraufführung dieses Werks fand 1926 in Kassel statt. Am 23. Oktober 1923 starb der Vater, K. gab seine Professur in Dresden auf und unternahm Reisen in die Schweiz und nach Italien. Im Jahre 1924 reiste K. zusammen mit Adolf Loos und dem Maler Sebastian Isepp nach Paris, das für die folgenden Jahre zu einer Art Mittelpunkt in seinem Leben werden sollte. Von dort aus unternahm er aber immer wieder ausgedehnte Reisen. So fuhr er 1925 zunächst nach Südfrankreich, Spanien und Portugal, danach nach Holland und England, wobei zahlreiche Landschaftsbilder und Stadtansichten entstanden. Außerdem steuerte er zwei Radierungen zu einem Buch seines Bruders Bohuslav bei. Im Jahre 1926 unternahm er Ausflüge nach London und Berlin und erlebte die Uraufführung seiner zweiten Oper in Kassel. Das folgende Jahr verbrachte er weitgehend in Paris und hatte eine große umfassende Ausstellung im Kunsthaus Zürich. Die drei folgenden Jahre brachten wieder ausgedehnte Reisen, so 1928 nach Tunis und in die Sahara, nach Spanien und Irland. Im Jahre 1929 folgten Reisen nach Irland und Schottland, Ägypten, Jerusalem, Istanbul und Venedig, 1930 schließlich nach Wien, Algier, Italien und Frankreich. Im Jahre 1931 bekam er von der Stadt Wien den Auftrag zu einem Gemälde »Wien vom Wilhelminenberg gesehen«. Im folgenden Jahr nahm er ein weiteres Mal an der Biennale in Venedig teil. 1933 gab er seine Pariser Wohnung auf und kehrte nach Wien zurück. Den Sommer verbrachte er in Rapallo. Am 4. Juli 1934 starb seine Mutter, im September dieses Jahres übersiedelte er nach Prag, da ihm die politischen Verhältnisse in Österreich zu ungewiß erschienen. Im Jahre 1935 begegnete er seiner späteren Frau Olda Palkovska zum ersten Mal, es entstand ein Portrait des tschechischen Präsidenten Thomas Masaryk und er begann die Arbeit an seinem Drama Comenius. Im folgenden Jahr äußerte er sich zum Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus, hatte seine erste große Ausstellung in Wien, und in Deutschland wurden seine Bilder beschlagnahmt und außerdem neun Bilder in die Ausstellung »Entartete Kunst« gegeben. 1938 floh er mit Olda von Prag nach London. Von dort aus unternahm er im folgenden Jahr Reisen nach Cornwall und Schottland. Es entstanden zahlreiche Landschaftsbilder, aber auch erste Versuche mit politisch-allegorischen Themen. 1940 hatte er eine große Ausstellung in New York. Die Kriegsjahre seit 1941 waren vor allem charakterisiert durch das Verfassen kulturpolitischer Schriften und seine Mitarbeit in Emigrantenvereinigungen. 1943 wurde er Präsident der »Free German League of Culture«. Den Sommer 1944 verbrachte K. in Schottland, 1945 entwarf er ein Plakat »Christus hilft den hungernden Kindern«, das in 5000 Exemplaren in Londoner U-Bahnstationen verbreitet wurde. Während des Krieges und unmittelbar danach half er immer wieder bereitwillig durch Spenden. Im Jahre 1946 reiste K. erstmals nach dem Krieg wieder auf den Kontinent. Ein Jahr später wurde er britischer Staatsbürger. Die von Edith Hoffmann verfaßte Biographie mit vorläufigem Werkverzeichnis erschien im Druck. Das Jahr 1948 führte K. wieder nach Italien, wo er sich zum wiederholten Male an der Biennale in Venedig beteiligte. Im gleichen Jahr fand eine Ausstellung seiner Bilder in Boston statt. Bei dieser Gelegenheit bekam er auch eine Einladung, als Gastdozent in Amerika aufzutreten. So kam es im folgenden Jahr zur ersten Amerikareise, nachdem er zum ersten Mal seit dem Krieg Wien wieder besucht hatte. Nach London zurückgekehrt, arbeitete K. während des Jahres 1950 an der »Prometheus-Saga«. Im August dieses Jahres reiste er nach Salzburg und fuhr anschließend nach München, wo man ihn im Haus der Kunst mit einer großen Ausstellung seiner Werke ehrte. Das Jahr 1951 brachte Reisen nach Hamburg, in die Schweiz und nach Italien. Er wurde Ehrenbürger von Pöchlarn. Die nun einsetzende Reihe von Ehrungen wurde fortgesetzt mit der Verleihung des Lichtwark-Preises der Stadt Hamburg im folgenden Jahr, in dem er auch eine Einladung als Gastdozent an die Minneapolis School of Art erhielt. Im Jahre 1953 gründete K. in Salzburg die »Schule des Sehens«, Sommerkurse für Künstler, die bis zum Jahre 1962 jährlich stattfanden. Im gleichen Jahr zog er in die »Villa Delphin« in Villeneuve am Genfer See. 1954 reiste er nach London und Salzburg und schloß Freundschaft mit dem Dirigenten Furtwängler, der ihm Anregungen zur Ausstattung der Oper »Die Zauberflöte« gab. Eine Aufführung der Mozartoper fand dann auch im Jahre 1955 mit Bühnenbildern und Kostümen K.s statt; eine Wiederholung gab es im folgenden Jahre. In Sion in der Schweiz gründete K. im Jahre 1955 einen Ableger der »Schule des Sehens«. Der 70. Geburtstag des Künstlers wurde im Jahre 1956 groß gefeiert. Vom dt. Bundespräsidenten bekam er einen Orden verliehen und es erschien, betreut von Hans Maria Wingler, ein umfassendes Werkverzeichnis nebst einer Neuausgabe seiner Schriften. Auch die folgenden Jahre brachten noch zahlreiche Reisen und Ausstellungen. So wurden etwa auf einer Ausstellung in Wien im Jahre 1958 682 Werke gezeigt. Im folgenden Jahr wurde er zum »Commander of the British Empire« ernannt. 1960 bekam K. das Ehrendoktorat der Universität Oxford verliehen und er schuf Bühnenbilder zu drei Stücken von Ferdinand Raimund für das Wiener Burgtheater. Im folgenden Jahr wurde er zum Ehrenbürger von Wien ernannt. Entwürfe zur Oper »Ein Maskenball« von Giuseppe Verdi für eine Aufführung in Florenz folgten 1962, und die Tate Gallery in London veranstaltete eine große Ausstellung. Im Jahre 1963 schuf K. einen graphischen Zyklus zu »King Lear«, ein weiterer folgte im Jahre 1964 zur »Odyssee«. Das Jahr 1965 führte ihn nach Marokko und er entwarf die Ausstattung für eine Aufführung der Oper »Die Zauberflöte« am Grand Théâtre de Genève. Eine Wiederholung der Aufführung der Oper in dieser Ausstattung fand 1971 statt. Zu den Geburtstagsfeiern des Jahres 1966 gab es zahlreiche Ausstellungen, so in Zürich, Salzburg, Stuttgart, New York und Karlsruhe. Im Jahre 1967 entstand der graphische Zyklus »Die Frösche« nach Aristophanes. Das im folgenden Jahr entstandene Ölbild »Die Frösche« enthält eine Anspielung auf die im August dieses Jahres erfolgte Besetzung der Tschechoslowakei durch Sowjetrußland. Im Jahre 1969 hielt er sich für einige Zeit in England und Schottland auf. Ein Jahr später begann er seine Autobiographie zu schreiben, die 1971 vollendet wurde. Die Geburtstagsfeiern dieses Jahres fanden ihren Höhepunkt in den Ausstellungen in Salzburg und Wien. Im Jahre 1972 entstanden Mosaikkartons zu den Themen »Ecce homo« und »Ecce homines« und K. vollendete sein 1935 begonnenes Drama Comenius. Im Geburtshaus in Pöchlarn wurde 1973 die K.-Dokumentation eröffnet. Der Film »K.s Menschensohn« entstand 1974. Durch ein Augenleiden begann sein Sehvermögen nachzulassen. Daher unterzog er sich 1975 in Lausanne einer Augenoperation. Das Drama Comenius wurde verfilmt und in Hamburg und Madrid fanden Ausstellungen statt. Im Jahre 1976 starb sein Bruder Bohuslav, dessen Tod ihn sehr tief traf. Anläßlich seines 90. Geburtstages wurden wieder zahlreiche Ausstellungen veranstaltet und die Universität Salzburg verlieh ihm die Ehrendoktorwürde. Auch die letzten Lebensjahre riß die Reihe von Ausstellungen und weiteren Ehrungen nicht ab. Nach seinem Tod in einem Krankenhaus in Montreux wurde er unter internationaler Anteilnahme auf dem Friedhof von Clarens bei Montreux am 27. Februar 1980 f.eierlich beigesetzt. - Das Werk, das K. hinterlassen hat, ist vom Umfang her umfassend wie nur bei wenigen. Am ehesten noch läßt sich sein Werk vergleichen mit dem von Kandinsky, Klee oder Kubin. Von den beiden zuerst Genannten aber trennt ihn besonders die Tatsache, daß sich in K.s Schaffen kaum Spuren von Abstraktion finden, während jene zu den Wegbereitern der abstrakten Malerei gehören. Die Bilder K.s sind eher charakterisiert durch einen quasi psychologisierenden Grundzug. Die Portraits etwa sind weniger fotografisch genaue Abbildungen der gemalten Person, sondern vielmehr tief eindringende Blicke in die Seele des Dargestellten. Mit geradezu dämonischer Macht hat es K. verstanden, den bestimmenden Wesenszug eines Menschen im Bild festzuhalten. Ebenso sind auch die Landschaftsbilder kein Ersatz für Postkarten, sondern sie zeigen auf unverwechselbare Weise die Eigenart einer bestimmten Landschaft oder Stadt. Überblickt man das Gesamtwerk, so lassen sich kaum Zäsuren feststellen. Vielmehr ist das Schaffen K.s geprägt von kontinuierlicher Reifung. Charakteristisch für das Frühwerk sind grelle Farben und an naive Malerei erinnernde Motive. Nicht umsonst nannte man die Gruppe von Malern, zu der auch der junge K. gehörte, die »jungen Wilden«. Höhepunkt dieser Schaffensperiode ist sein Gemälde »Die Windsbraut«, das eine Leidenschaftlichkeit atmet, wie sie für jene Zeit ungewöhnlich war und als skandalös galt. Aber auch die Jahre der Reife sind nicht weniger geprägt von Tiefe und Dichte des Ausdrucks. Kaum ein Künstler hat sich so direkt in seinen Bildern gegeben wie K. Bezeichnend für ihn und ebenso nicht selbstverständlich für einen bildenden Künstler sind sein umfangreiches literarisches Schaffen und sein politisches Wirken. Kunst bedeutete ihm nicht Schaffen im elfenbeinernen Turm sondern soziale Verantwortung. Daraus resultierte auch sein entschiedenes und mutiges Eintreten gegen Unterdrückung und für Freiheit. Diese Haltung verrät sich auch in der Wahl seiner Themen, die nicht selten der griechischen Antike (Odysseus, Orpheus, Prometheus) entlehnt sind oder biblische Gestalten (Saul und David) zum Vorbild haben. Eine gewisse Popularität erreichte K. schließlich durch seine in Salzburg begründete »Schule des Sehens«. Diese Sommerkurse stellten einen Versuch dar, abseits vom üblichen Akademiebetrieb Anregungen für eine künstlerische Ausbildung zu geben. K. wollte nicht so sehr bestimmte Techniken lehren, sondern junge Künstler auf die in ihnen liegenden Fähigkeiten aufmerksam machen. Nach seinem Tod wurde K. zwar nicht vergessen, aber von einer angemessenen Beschäftigung mit seinem Schaffen kann keine Rede sein. So fehlt etwa eine dem heutigen wissenschaftlichen Stand entsprechende Biographie. Ebenso ist die von Hans Maria Wingler 1956 (!) herausgegebene Aufstellung von Werken bis heute nicht ergänzt worden. Es wäre an der Zeit, die Bedeutung K.s für die Kunst dieses Jahrhunderts endlich entsprechend zu würdigen.
Werke: 1. Schriften: Die träumenden Knaben, 1908 (Faks., 1968); Dramen und Bilder, 1913; Der brennende Dornbusch. Mörder, Hoffnung der Frauen, 1917 (Der jüngste Tag, Bd. 41); Hiob. Ein Drama, 1917; Vier Dramen (Orpheus und Eurydike. Der brennende Dornbusch. Mörder, Hoffnung der Frauen. Hiob), 1919; Der gefesselte Columbus, 1921; Spur im Treibsand. Geschichten, 1956; Schriften 1907-1955, 1956; Die träumenden Knaben und andere Dichtungen, 1959; Ein Selbstporträt, 1963; Die Wahrheit ist unteilbar, 1966; Mein Leben, 1971; Das schriftliche Werk (hrsg. v. Heinz Spielmann), 4 Bde., 1973-1976; Aufsätze, Vorträge, Essays zur Kunst, 1975; Briefe, 4 Bde., 1984-1988. - Bilder: Ein vollständiges Verzeichnis der Bilder existiert bis jetzt nicht. Teilweise sind die Bilder erfaßt in folgenden Werken: Edith Hoffmann, 1947 (s. Lit.) und H.M. Wingler, Das Werk des Malers, 1956. Für die später entstandenen Werke sind die zahlreich erschienenen Ausstellungskataloge heranzuziehen.
Lit.: August Joseph Lux, Kunstschau Wien 1908, in: Dt. Kunst und Dekoration XII, 1908, 33-61; - Ludwig Hevesi, Altkunst - Neukunst. Wien 1894-1908, 1909, 313; - Kurt Hiller, K., in: Der Sturm I, 1910, 150; - Karl Kraus, Pro domo et mundo, in: Die Fackel XI, 1910, Nr. 300, 25; - Ders., K. und der andere, in: Die Fackel XII, 1911, Nr. 339-340, 22; - Else Lasker-Schüler, K., in: Der Sturm I, 1910, 166; - Dies., Mein Herz. Ein Liebesroman mit Bildern und wirklich lebenden Menschen, 1912; - Franz Servaes, Ein Streifzug durch die Wiener Malerei, in: Kunst und Künstler VIII, 1910, 587-598; - L.E. Tesar, K., ein Gespräch, in: Die Fackel XI, 1910, Nr. 298-299, 34-44; - Ders., Der Fall K. und die Gesellschaft, in: Die Fackel XII, 1911, Nr. 319-320, 31-39; - Franz Grüner, K., in: Die Fackel XII, 1911, Nr. 317-318, 18-23; - Alfred Döblin, Tubutsch, in: Der Sturm II, 1912, 751; - Hans Arp, Von Zeichnungen aus der K.-Mappe, in: Der Sturm IV, 1913, 151; - Paul Stefan, K., in: K., Dramen und Bilder, 1913; - Julius Meier-Graefe, Entwicklungsgesch. d. modernen Kunst III, 1915, 661-666; - Paul Bekker, Zu K.s Bach-Mappe. Offener Brief an den Hrsg. d. Kunstblattes, in: Das Kunstblatt I, 1917, 311-316; - Gustav F. Hartlaub, Die Kunst und die neue Gnosis, in: ebd., 166-179; - Camill Hoffmann, K.s Dichtung und Theater, in: ebd., 219-221; - Paul Erich Küppers, Sammlung Herbert von Garvens-Garvensburg in Hannover, in: ebd., 260-270; - Paul Westheim, Gleichklang, in: ebd., 92 f.; - Ders., Der Maler K., in: ebd., 289-304; - Ders., K., 1918 (21925); - Ders., Erinnerungen an eine Sammlung, in: Das Kunstblatt II, 1918, 233-241; - Ders., Der Maler K., in: Das junge Dtld. II, 1919, 158-160; - Ders., Proteste: Was ist uns K.?, in: Das Tribunal II, 1920, 22; - Ders., K., der Zeichner. Eine Studie, in: Das Kunstblatt V, 1921, 321-337; - Ders., K. und die Wiener Gegenwartsmalerei, in: Hellweg V, 1925, 779 ff.; - Ders., K., der Zeichner, in: Das Kunstwerk V, 1951, 39-45; - Arthur Roessler, Kritische Fragmente, 1918, 93-114; - Hans Tietze, K., in: Zeitschr. f. bildende Kunst, Neue Folge XXIX, 1918, 83 ff.; - Ders. K.s neue Werke, in: Die bildenden Künste II, 1919, 249 ff.; - Ders., Jung-österreichische Maler, in: Genius II, 1920, 63-74; - Ders., K., in: Der Ararat III, 1921, 219-224; - Ders., Die moderne Galerie in Wien, in: Kunst und Künstler XXVII, 1929, 476-479; - Ders., Der Fall K., in: Der Kreis VII, 1930, 81-85; - Fritz Brehmer, Bedingte und unbedingte Klarheit. Ein Brief nach der K.-Aufführung des »Jungen Dtld.«, in: Das junge Dtld. II, 1919, 161 f.; - Ludwig Burchard, Neue Bilderbücher, in: Der Cicerone XI, 1919, 276-278; - Georg Grosz und John Heartfield, Der Kunstlump, in: Der Gegner I, 1919, H. 10-12, 48-50; - Gustav F. Hartlaub, Kunst und Religion, 1919; - Ders., Die neue dt. Graphik, 31920, 73-76; - Ders., Die Graphik des Expressionismus in Dtld., 1947, 41 f.; - Tilla Durieux, Warum verlangen Sie von mir eine Kritik ...?, in: Das Tribunal II, 1920, H. 2, 22; - Wilhelm Fraenger, Die Dichtung K.s, in: ebd., 15-19; - Ders., Die »Frankfurter Zeitung« und K., in: ebd., 20; - Ders., Ein Denkmal, enthüllt am 12. April 1920 im Abendblatt der »Frankfurter Zeitung«, in: ebd., 23-26; - Eckart von Sydow, Die dt. expressionistische Kultur und Malerei, 1920, 77 ff.; - Bernhard Diebold, Anarchie im Drama, 1921; - Karl Scheffler, Talente, 31921, 183-191; - Joseph Sprengler, K.s Bühnendichtungen, in: Hochland XIX, 1921, 670-678; - Victor Wallerstein, Die neuen Werke K.s, in: Kunst und Künstler XX, 1921, 43-50; - Anton Faistauer, Neue Malerei in Österreich. Betrachtungen eines Malers, 1922, 71-81; - Sheldon Warren Cheney, A Primer of Modern Art, 1924, 201 ff.; - Ders., Expressionism in Art, 1934; - Ders., A World History of Art, 1937; - Ders., The History of Modern Art, 1941, 400 ff.; - Ludwig Benninghoff, K. - Mörder, Hoffnung der Frauen, in: Der Kreis II, 1925, Nr. 9, 32-37; - Will Grohmann, Dresdener Ausstellungen, in: Der Cicerone XVII, 1925, 149-152; - Ders., Zeichnungen von Klimt, K. und Schiele, in: Monatshefte für Bücherfreunde und Graphiksammler I, 1925, 508-520; - Ders., Das Städtische Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Halle, in: Der Cicerone XVII, 1925, 973-984; - Ders., Die Kunst der Gegenwart auf der Internationalen Kunstausstellung Dresden 1926, in: Der Cicerone XVIII, 1926, 377-416; - Ders., K. - Hindemith - Schlemmer. Zwei Bühnengestaltungen, in: Der Cicerone XIX, 1927, 90-93; - Ders., K., Lot und seine Töchter, in: ebd., 221; - Ders., Die moderne Malerei in der Dresdener Gemälde-Galerie, in: Der Cicerone XX, 1928, 157-166; - Ders., Kunst in Sachsen 1880-1928, in: ebd., 662-666; - Ders., Dresden, neue Kunstwerke aus Dresdener Privatbesitz, in: Der Cicerone XXI, 1929, 268-270; - Albert Soergel, Dichtung und Dichter der Zeit. Neue Folge: Im Banne des Expressionismus, 1925, 736-741; - Emil Szittya, Malerschicksale, 1925, 35 f.; - R. Arnheim, K., in: Die Weltbühne XXIII, 1927, Bd. 1, 393; - Hugo Ball, Die Flucht aus der Zeit, 1927, 158 ff.; - Siegfried Giedion, K. in Zürich, in: Der Cicerone XIX, 1927, 578-580; - Paul Schultze-Naumburg, Kunst und Rasse, 1928, 119; - Georg Biermann, K., 1929; - Ders., K., in: Der Cicerone XXI, 1929, H. 1, 19-24; - Rainer Maria Rilke, (Ein Brief über Paul Cézanne und K.), in: Die graphischen Künste LIII, 1930, 23-26; - Ludwig Justi, Dt. Malkunst im 19. u. 20. Jh. Ein Gang durch die Nationalgalerie. Von Corinth bis Klee, 1931, 139 ff.; - Adolf Loos, Trotzdem. 1900-1930, 21931, 256 f.; - Vita Künstler-Zednick, Der Aufbau von K.s Bild »Wien vom Wilhelminenberg«, in: Joseph-Strzygowski-Festschr., 1932, 105-108; - Auguste Forel, Rückblick auf mein Leben, 1935, 239; - Clarence Joseph Bulliet, The Significant Moderns and their Pictures, 1936; - Hans Felix Kraus, K.: Das beleidigte Schönheitsideal, in: Büchergilde, H. 7, 1937, 102 ff.; - Wolfgang Willrich, Säuberung des Kunsttempels: Eine kunstpolitische Kampfschrift zur Gesundung dt. Kunst im Geiste nordischer Art, 1937; - Anna Maria Brizio, Ottocento - Novecento, 1939; - J.P. Hodin, K., Malare och Humanist, in: Konstrevy XVI, 1940, H. 1, 9-15; - Ders., K.s politische Gemälde, in: Das Werk XXXII, 1945, 209-213; - Ders., K., in: New Wrighting and Daylight VI, 1945, 154-161; - Ders., Czechoslovak Art in Exile, in: Review II, 1945, 80 ff.; - Ders., K., in: Art Quarterly VIII, 1945, 303-315; - Ders., Style and Personality. A graphological Portrait of K., in: The Journal of Aesthetics and Art Criticism VI, 1948, 209-225; - Ders., Expressionism, in: Horizon XIX, 1949, 38-53; - Ders., K. Die Krise der Kunst und der Expressionismus, in: Der Monat II, 1950, 651-657; - Ders., The Dilemma of Being Modern, 1956, 67-77; - Carl Zuckmayer, Second Wind, 1940, 141; - Fritz Schmalenbach, Kunsthistorische Studien: Grundlinien des Frühexpressionismus, 1941; - Ders., Neue Studien über Malerei des 19. u. 20. Jh.s, 1955, 40-55; - Michelangelo Masciotta, Disegni di K., 1942; - Ders., K., 1949; - George Mihan, Looted Treasure. 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Retzer, K. - der Oberwildling von der Donau, in: Epoca, 1967, Nr. 9, 44-53; - Heinz Schöny, Die Vorfahren des Malers und Dichters K., in: Genealogie XVI/8, 1967, 529-534; - Friedrich Schreyvogel, K. und Raimund, in: Ferdinand Raimund Almanach 1967, 12-15; - Lia Secci, Die lyrischen Dichtungen K.s, in: Jb. d. dt. Schillerges. XII, 1968, 457-492; - Hans Schumacher, K., in: Wolfgang Rothe (Hrsg.), Expressionismus als Literatur. Gesammelte Studien, 1969, 506-518; - Heinz Spielmann, K.s Illustrationen zu den »Fröschen« des Aristophanes, in: Philobiblon XIII, 1969, 122-132; - Fritz Schmalenbach, Der junge K., in: Argo. Festschr. f. Kurt Badt zu seinem 80. Geb., 1970, 386-400; - Diana Orendi-Hinze, Trakl, K. und Kubin. Zur Interdependenz von Wort- und Bildkunst, in: Germanisch-romanische Monatsschrift XXI, 1971, 72-78; - D. Wölber, K.: Ecce Homines - Ecce Deus. Kreuzigungsmosaik in St. Nicolai, Hamburg-Harvestehude, in: Das Münster XXVII, 1974, 307-309; - L.H. Giese, K. Austrian, in: Bulletin of the Museum of Fine Arts LXXIII, 1975, Nr. 369, 40-42; - Henry J. Schrey, K.s »The Dreaming Youths«, in: Books abroad XLIX, 1975, 484-486; - Georg Ramseger, K. - das druckgraphische Werk 1906-1975, in: Aus dem Antiquariat, Beilage zu: Börsenblatt f. d. dt. Buchhandel XXXII, 1976, 256-260; - Diether Schmidt, K. zum 90. Geb., in: Bildende Kunst, 1976, 127-130; - Hans Kinkel, Abschied von K., in: Die Weltkunst L, 1980, 728 f.; - Ders., Odysseus malt. Vor 100 Jahren wurde K. geboren, in: Die Weltkunst LVI, 1986, 658 f.; - Johann Winkler, K. Handzeichnungen und Aquarelle. Leihgaben aus Privatbesitz. Ausstellung der K.-Dokumentation Pöchlarn, 1981; - Claude Gandelman u.a., Le motif de l'écorché vif, in: Neohelicon. Acta comparationis litterarum universarum VIII, 1982, 119-139; - Georg Jäger, K.s »Mörder, Hoffnung der Frauen«. Die Geburt des Theaters der Grausamkeit aus dem Geist der Wiener Jahrhundertwende, in: Germanisch-romanische Monatsschrift XXXII, 1982, 215-233; - Dominique Vollichard, Le règne de l'imagination totale. K. et la théâtre, in: L'oeil, 1983, Nr. 335/336, 42 ff.; - Bernhard Blatter, K. a Vevey, in: L'oeil, 1984, Nr. 345, 68 ff.; - Rupert Feuchtmüller, »Ihr nennt nur Raum, was Phantasie ist.«, in: Morgen X, 1986, Nr. 46, 104-112; - Wolfgang Georg Fischer, Erlebnisse mit K., in: Protokolle, 1986, Nr. 1, 131-133; - Ders., Ich falscher Fischer. Aus den Tagebüchern Bd. 21, 1967 (über K.), in: ebd., 153-156; - Elise Guignard, K. - ein Innovator? Zur Retrospektive im Zürcher Kunsthaus, in: Schweizer Monatshefte für Politik, Wirtschaft und Kultur LXVI, 1986, 699; - Erika Patka (Hrsg.), K. Symposion anläßlich d. 100. Geb. d. Künstlers abgehalten von der Hochschule f. Angewandte Kunst in Wien, 1986; - Werner J. Schweiger, K. Der Sturm: die Berliner Jahre 1910-1916. Eine Dokumentation, 1986; - Erhard Frommhold, K. Rede zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Rähnitzgasse, in: Dresdener Kunstblätter XXXI, 1987, 117-120; - Christoph Brauer, Liebe ist Mord. Zu Walter Hasenclevers produktiver K.-Rezeption, in: Juni III, 1989, Nr. 4, 37 ff.; - Karl Ehrenfellner, Georg Trakl und K., in: Mitt. d. Ges. f. Salzburger Landeskunde CXXIX, 1989, 375 ff.; - Thieme-Becker XXI, 216-218.
Hans-Josef Olszewsky
Werkeergänzung:
Mein Leben. Vorw. u. dokumentar. Mitarb. von Remigius Netzer. Wien 2008.
Literaturergänzung:
2005
Horst Tappe, K. Basel 2005; - Klimt, Schiele, Moser, K. - Wien um 1900. Red.: Marie-Amélie zu Salm-Salm ; Astrid C. Huth. Stuttgart 2005; - O.K. - Erlebnis d. Augen-Blicks. Aquarelle u. Zeichn. Ausstell. u. Katalog von Heinz Spielmann. München 2005; - Ernst Krenek, O.K. u.d. Geschichte von Orpheus u. Eurydike. Hrsg. von Jürg Stenzl. Schliengen 2005; - K. Beziehungen zur Schweiz. Hrsg. von Andreas Meier. Wabern 2005; -
2006
Ulla Fölsing, Kannst du nicht einmal unruhig sein? Aquarelle u. Zeichnungen O.K.s in Hamburg, in: FAZ Nr. 5 vom 6.1.2006, S. 33; - Klimt, Schiele, K. Hrsg. Marc Gundel. [Heidelberg] 2006; -
2007
Erotic sketches = Erotische Skizzen. Munich 2007. Text dt. u. engl;- O.K. Bilder zur Weltliteratur. Aus d. Sammlung Angelika u. Heinz Spielmann. Hrsg. Christiane Ladleif u. Heinz Spielmann. Köln 2007; -
2008
O.K. Exil u. neue Heimat 1934-1980. Hrsg. von Antonia Hoerschelmann. Ostfildern 2008; - Hilde Berger, Ob es Haß ist, solche Liebe? O.K. u. Alma Mahler. 2., unveränd. Aufl. Wien 2008; - Alfred Weidinger ; Alice Strobl, O.K. Die Zeichnungen u. Aquarelle, 1897-1916. Salzburg 2008; - O.K., ein Vagabund in Linz, wild, verfemt, gefeiert. Ausstellung u. Katalog: Elisabeth Nowak-Thaller und Nina Kirsch. Weitra 2008.
Letzte Änderung: 07.09.2008