KOCH, Karl: Priester und Komponist, * 29.1. 1887 in Biberwier, † 20.1. 1971 in Innsbruck. - Während sein Vater Lehrer und Organist war, kam K. ans Gymnasium in Brixen in Südtirol. Dann siedelte er ins Priesterseminar in Brixen um und wurde 1909 zum Priester geweiht. Als er Kooperator in Tux war, komponierte er die »Marienmesse«. Diese machte ihn bei den Kirchenmusikern bekannt. Es folgte eine Ausbildung an der Kirchenmusikschule in Regensburg. Nach G. Pfaundler machten die Werke der Hochromantik wie der Renaissance einen großen Eindruck auf ihn. Nach Innsbruck zurückgekehrt, war er für kurze Zeit Kooperator an der Pfarrkirche von St. Nikolaus. 1915 kam er als Pfarrchordirektor nach Bozen. Hier entstand seine »Weihnachtsmesse«. Von Bozen aus studierte er für ein Jahr an der Musikakademie zu Wien. 1924 erfolgte seine Berufung als Chorleiter an die Propsteikirche von St. Jakob zu Innsbruck. Hier wirkte er über 40 Jahre und wurde zu einem wichtigen Faktor des Innsbrucker Musiklebens. In den Jahren 1924-1938 war er Lehrer an der Städtischen Musikschule zu Innsbruck. Im Jahr 1937 wurden zwei seiner Werke bei der »Internationalen Festwoche geistlicher Musik« in Paris aufgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine Tätigkeit in Innsbruck an St. Jakob fort und komponierte für den 2. Internationalen Kirchenmusikkongreß in Wien ein großes Requiem. Es gilt als sein »reifstes Werk« (G. Pfaundler). Sein Werkverzeichnis umfaßt 85 Opusnummern, meist geistliche Werke, so noch die Messe »In medio vitae« (1926), die Hubertusmesse (1967) wie Oratorien und Marienlieder. Auch weltliche Werke schuf er. Er wurde in der Priestergruft der Propsteikirche - heute Dom - von St. Jakob zu Innsbruck beigesetzt. Er galt als sehr leutseliger Priester und Musiker.