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Verlag Traugott Bautz
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KRONFELD, Arthur, Psychiater und Psychotherapeut, bedeutend auch als Psychologe, Sexualwissenschaftler und Wissenschaftstheoretiker; * 9. Januar 1886 in Berlin, † 16. Oktober 1941 in Moskau (55). - Kr. war ein ungewöhnlich breit ausgebildeter jüdischer Arzt und früh auch international beachteter und anerkannter Wissenschaftler mit philosophischen und künstlerischen Neigungen, der 1941 durch gemeinsamen Suizid mit seiner Frau in russischem Exil aus dem Leben schied. Abitur: am 3. März 1904 am Sophiengymnasium in Berlin, in demselben Jahr erste bekannte Publikation über "Goethe und Haeckel" zum 70. Geburtstag des letzten und Beginn einer jahrelangen Freundschaft mit dem späteren Schriftsteller Kurt Hiller. Medizinstudium: in Jena (SS 1904-WS 04/05 mit "zoologisch-zootomischen Studien" bei Ernst Haeckel), München (SS 1905), Berlin (WS 1905/06-07/08; 1906 Tentamen physicum; Publikation seines ersten Buches, eines Haeckel gewidmeten evolutionstheoretischen Jugendwerks, dessentwegen Kr. mit Magnus Hirschfeld in Kontakt gekommen sein dürfte; ab 1907 lebenslange Freundschaft mit dem Göttinger Philosophen Leonard Nelson mit Engagement in dessen, zeitweise "Neue Fries'sche Schule" genannten, heute in der "Philosophisch-Politischen Akademie", Bonn fortlebenden Freundeskreises mit: Paul Bernays, Carl Brinkmann, Marcel T. Djuvara, Kurt Grelling, Gerhard Hessenberg, Franz Oppenheimer, Rudolf Otto, Ludwig Ruben, Alexander Rüstow, später auch noch: Gustav Heckmann, Grete Herrmann, Julius Kraft, Otto Lo[e]wenstein, Georges Schaltenbrand, Minna Specht u.a. sowie als Kommilitone und Freund vor allem Otto Meyerhof) und Heidelberg (SS 1908-WS 08/09 mit Staatsexamen am 27. März 1909; hier Bekanntschaft mit Viktor von Weizsäcker, den er mit Meyerhof bekannt machte und wahrscheinlich auch mit den Schriften Sigmund Freuds). Medizinalpraktikant: am Berliner Städtischen Krankenhauses Moabit (Innere Abteilung unter Georg Klemperer) sowie an der "Großherzoglichen Psychiatrischen Universitätsklinik" in Heidelberg unter Franz Nissl; bei diesem auch medizinische Dissertation mit einem "Beitrag zum Studium der Wassermann'schen Reaktion" sowie Promotion (m.c.l.) am 7. Dezember 1909 und schließlich Anstellung zum 1. Juni 1910. Ausbildung: zunächst "etatmäßiger Assistent", ab 17. Oktober 1911 bis zum 31. Oktober 1913 "wiss. Volontärassistent" wie Karl Jaspers und Martin Pappenheim an der Psychiatrischen Klinik der Universität Heidelberg mit Karl Wilmans als Oberarzt und Hans W. Gruhle, August Homburger, Otto Ranke, Albrecht Wetzel, u.a. als Assistenzärzten (in dieser Zeit: Ableistung der militärischen Dienstzeit vom 1. Oktober 1911 bis 31. März 1912 bei den Gardekürassieren in Berlin sowie vom 1. April bis 30. September 1912 beim Infanterieregiment II/110 in Heidelberg; serologische und physikalisch-chemische Studien am Krebsforschungsinstitut Heidelberg von Vincenz Czerny; neuroanatomische Assistenz bei Nissl; Leitung eines Arbeitskreises zur Psychoanalyse mit gesicherter Teilnahme von K. Jaspers, H. W. Gruhle, O. Meyerhof, Otto Warburg und Wladimir Eliasberg; Engagement im Rahmen des literarischen Frühexpressionismus in Berlin und Heidelberg mit Gedichten sowie Buchbesprechungen in "Die Aktion" von Franz Pfemfert, "Der Sturm" von Herwarth Walten, "Saturn" von Hermann Meister und Herbert Grossberger, der ersten expressionistischen Anthologie "Der Kondor" von Kurt Hiller, die im "Verlag von Richard Weissbach" in Heidelberg erschien wie ab 1914 auch "Die Argonauten" seines Freundes Ernst Blass aus dem von Hiller in Berlin initiierten "Neuen Club" mit Georg Heym, Jakob van Hoddis, Erwin Loewenson, David Baumgardt, Friedrich Schulze-Maizier u.a.; bekannt oder befreundet auch mit Alexandra Ramm-Pfemfert, Else Lasker-Schüler, Jacob Picard, Gustav Radbruch, Max Scheler, Friedrich Burschell, Otto Buek, sehr wahrscheinlich auch mit Kurt Wildhagen u.v.a., außerdem Mitarbeit an der Beilage zur Heidelberger Zeitung "Literatur und Wissenschaft", Freundschaft mit Prinz Rangsit von Siam sowie Verlobung mit Sophie Rittenberg, Warschau (August 1913); philosophische Dissertation mit einer experimentalpsychologischen Arbeit "zum Mechanismus der Auffassung" bei August Messer in Gießen mit Promotion (s.c.l.) am 22. Juli 1912 ebd; zum 1. Dezember 1913 Wechsel an die "Städtische Irrenanstalt Wittenau" (später Dalldorf, heute Humboldt-Klinikum, ehem. Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik) in Berlin Reinickendorf zu Hugo Liepmann. - Ab 2. August 1914 reiche "Erfahrungen als Frontarzt" vor allem in Frankreich (vor Verdun, Douaumont u.a.), jedoch Verbot ihrer Publikation von Seiten der Militärbehörde, möglicherweise im Zusammenhang mit seiner prominenten Rolle im Freiburger Soldatenrat im November 1918 und als dessen "geistig führender" Abgeordneter im Badischen Landesausschuss bei der aktiv betriebenen Proklamation einer Volksregierung, nachdem er 1917 in das Freiburger Kriegslazarett Abt. 40 der Armeeabteilung B zum Aufbau einer "Nervenstation" abkommandiert und 1918 zusätzlich mit der Organisation einer Fliegeruntersuchungskommission zur Vorbereitung und Durchführung flugpsychologischer Untersuchungen beauftragt worden war; am 8.8.1918 verheiratete er sich in Freiburg mit der aus Berlin stammenden Stenotypistin Lydia Quien, bevor er am 15. Dezember 1918 schließlich aus der Armee entlassen wurde. Nach kurzer Tätigkeit an der "Städtischen Irrenanstalt Herzberge" in Berlin-Lichtenberg, heute Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, engagierte sich Kr. als Mitbegründer und Organisator des am 6. Juli 1919 eröffneten "Instituts für Sexualwissenschaft" von Magnus Hirschfeld im ehemaligen Palais des Fürsten Hatzfeld im Tiergarten, an dem er sich während seiner siebenjährigen Tätigkeit und darüber hinaus an prominenter Stelle für die Förderung der psychologisch orientierten "Neuen Richtung" in der Nervenheilkunde auf sexualwissenschaftlichen Gebiet und auf der Grundlage einer eigenen Lehranalyse vor allem bei der Vermittlung und Weiterentwicklung moderner psychotherapeutischer Methoden einsetzte: mit grundlegenden Publikationen und vielseitiger Vortrags- und Lehrtätigkeit; als Herausgeber der 1928 kurzzeitig von Carl Schneider weitergeführten Reihe "Kleine Schriften zur Seelenforschung" mit Autoren wie Wilhelm Haas, Walter Lurje, Gaston Roffenstein (Rosenstein), Sydney Alrutz, Kurt Hildebrandt, Carl Bruck, Graf Georg von Arco und Alexander Herzberg, Werner Achelis sowie anderen; in Form von organisatorischer Mitarbeit in zahlreichen ärztlichen Vereinigungen oder über persönliche Kontakte zu Ernst Kretschmer, Karl Birnbaum, Ludwig Binswanger, Viktor Frhr. von Gebsattel, Alfred Storch, Edith Jacobson (Jacobssohn), Walter Schindler sowie anderen und mit W. Eliasberg vor allem bei der Gründung und dann im Vorstand der "Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie" (AÄGP), ihrer Berliner Ortsgruppe mit Alfred Döblin, Karen Horney, Erwin Straus, Johannes Heinrich Schultz u.a. sowie bei der Herausgabe und nach ihrer Umbenennung ab 1930 als Schriftleiter ihrer Verbandzeitschrift "Zentralblatt für Psychotherapie", wobei er daneben zeitweise auch in der Berliner Ortsgruppe der Bewegung von Alfred Adler als Vorstand des "Berliner Vereins", dem Spitzenverband der beiden von Fritz Künkel resp. von Manès Sperber geleiteten Sektionen und als Organisator des 1930 in Berlin abgehaltenen großen "V. Internationalen Kongress für Individualpsychologie" engagiert war und mit der Geschäftsführerin des "Archivs für Wohlfahrtspflege" Siddy Wronsky bei der Erfassung und psychotherapeutische Beeinflussung der Zusammenhänge zwischen (der damaligen) Not und seelischen Erkrankungen zusammenarbeitete; seit 1923 überdies prominentes Mitglied in der "Berliner Ärztlichen Gesellschaft für Parapsychische Forschung" mit publizistischem und organisatorischem Engagement etwa bei der 1930 in Anwesenheit von Albert Einstein vorgenommenen Testung des Metagraphologen Otto Reimann oder 1931 der von Hermann Steinschneider, genannt "Hanussen". 1926 Niederlassung eigener Praxis im südlichen Tiergartenbezirk, anschließend Habilitation für "Psychiatrie und Nervenheilkunde" bei Karl Bonhoeffer mit einer programmatischen Abhandlung über die Rolle der "Psychologie in der Psychiatrie", wobei der Internist Gustav von Bergmann als Zweitgutachter herausstellte, die medizinischen Fakultät erhalte "mit der Annahme des Herrn Kronfeld zum Dozenten einen besonders klugen, kritischen und ganz ernsthaft bemühten Repräsentanten [...] einer Anschauungsweise, die nicht mehr ignoriert werden darf", so daß Kr. damit per 23. November 1927 der erste ausgewiesen psychotherapeutisch qualifizierte Dozent der Charité wurde, als der er 1931 noch die Ernennung zum n.b. a.o. Professor erlebte. - In diesem Jahr Kandidatur bei der Wahl zur Berliner Ärztekammer als Mitglied des "Vereins sozialistischer Ärzte", in den er 1926 eingetreten war, mit Alfred Döblin, Ernst Simmel, Max Hodann, Ernst Haase, Bruno Cohn, Minna Flake, Karl Löwenthal, Günther Wolf, Annemarie Bieber, I. Klauber, I. Wendriner und im Oktober Übernahme der psychotherapeutischen Behandlung von Zinaida Volkova, der ältesten Tochter von Leo Trotzki. Im Juni 1932 gutachterlicher Zeuge in dem Verleumdungsprozess gegen Werner Abel in München, den Adolf Hitler angestrengt hatte, gegen dessen Umtriebe er den von Künstlern und Schriftstellern wie Heinrich Mann, Erich Kästner, Käthe Kollwitz und ihrem Mann, Kurt Hiller u.a., sowie von Albert Einstein, Emil J. Gumbel, Pietro Nenni, Franz Oppenheimer, Helene Stöcker, Willi Eichler und vielen weiteren Persönlichkeiten mitgetragenen "Dringenden Appells" des von L. Nelson gegründeten "Internationalen Sozialistischen Kampfbundes" (ISK) zum "Aufbau einer einheitlichen Arbeiterfront" gegen "die Vernichtung aller persönlichen und politischen Freiheiten" durch die Nationalsozialisten unterzeichnet hatte, während Kr. im August desselben Jahres auf dem "X. Internationalen Kongress für Psychologie" in Kopenhagen als einer der Hauptredner über "die Bedeutung Kierkegaards" referierte. - Ab 1933 wurde er als Jude schrittweise und systematisch aus dem öffentlichen deutschen Geistesleben ausgeschaltet. Nachdem ihm am 1. Februar 1935 zuletzt die Lehrbefugnis entzogen worden war, emigrierte Kr. in die Schweiz und fand zunächst an dem von Oskar Forel begründeten und berühmt gewordenen Sanatorium "Les Rives de Prangins" eine Anstellung. Nachdem es dort unter ungeklärten Umständen zur Kündigung durch den Verwaltungsrat gekommen war, folgte er 1936 unter dem Druck eines Ausweisungsultimatums durch die Schweizer Behörden einem, von seinem ehemaligen Berliner Mitarbeiter Erich Sternberg in Moskau und Sergius Begotzki (Bagocki) in der Schweiz vermittelten Ruf an das "Neuropsychiatrische Wissenschaftliche Zentralinstitut für Fortbildung" in Moskau, wo er am "Psychiatrischen Forschungsinstitut P. B. Gannuschkin" Leiter der "Abteilung für experimentelle Therapie" wurde und die in der Schweiz bei Max Müller noch erlernte Insulintherapie als Behandlungsmethode von Schizophrenen einführte. 1937 erhielt er mit seiner Frau die sowjetische Staatsbürgerschaft, begann bald auch mit Veröffentlichungen sowie Vorlesungen und wurde 1939 Direktor der "Abteilung für experimentelle Pathologie und Therapie der Psychosen", bevor er 1941 nach dem Überfall der Sowjetunion ein letztes Mal politisch aktiv wurde: in antifaschistischen Radiosendungen und mit einer 1993 in Rußland wieder aufgelegten, ursprünglich möglicherweise für das ZK der KPdSU verfassten Darstellung der Persönlichkeit prominenter Nazigrößen, in der er intime Details über Adolf Hitler und seine Entourage enthüllte (s. Machtan, L.: Hitlers Geheimnis - Das Doppelleben des Diktators. Fischer, Frankfurt 2003, S. 405f). Vielleicht in Fehleinschätzung seiner Lage angesichts der Erfolge der deutschen Herbstoffensive gegen Moskau, oder wegen der vom Volkskommissariat für Gesundheit der UdSSR in diesem Zusammenhang erlassenen Anordnung, gemäß der er sich am 16. Oktober 1941 dem Hauptarzt des Psychiatrischen Krankenhauses im sibirischen Tomsk hätte "zur Verfügung stellen" sollen oder anderer bzw. weiterer bislang unbekannter Umstände entschloß er sich mit seiner Frau zuvor zur Einnahme einer großen Dosis Veronal, deren Folgen nach Entdeckung durch Andreij Sneschnewki nicht mehr rückgängig zu machen waren, vier Tage nach der Versammlung von zweitausend russischen Wissenschaftlern, auf der er in prominenter Funktion noch einen weltweiten Aufruf "an die Wissenschaftler und Kopfarbeiter der gesamten Welt" mitvertreten hatte, "alle Kräfte zum Kampf gegen das Hitlertum, den verschworenen Feind aller Kultur und Wissenschaft zu sammeln" (Moscow-News vom 13. Okt. 1941). - Anstelle einer retrospektiven Würdigung des bis heute weithin unbekannten vielgestaltigen und vielschichtigen Lebens und Wirkens Arthur Kronfelds und seines praktisch noch unerschlossenen Werkes sei hier aus einem unpublizierten Gutachten Karl Bonhoeffers zitiert: "Herr Dr. Kr. ist eine wissenschaftlich produktive, dialektisch gewandte Persönlichkeit. Er hat psychiatrisch auf dem Gebiete der Katatonie und auf dem der psychopathischen Persönlichkeiten, speciell der Sexualpsychopathologie klinisch bemerkenswerte Arbeiten geliefert. Umfängliche Bücher von ihm beschäftigen sich mit dem Versuch einer psychologisch-philosophischen Fundamentierung der Psychopathologie und mit methodologischen Fragen. Er besitzt ein umfangreiches Wissen, eine umfassende Kenntnis des psychologischen Grenzgebietes und eine ausgesprochene Befähigung der Darstellung". - Kr.'s publizierter "Nachlaß" umfasst rund 200 Facharbeiten und weit mehr als 500 Rezensionen. In Rußland gilt er als Klassiker der Psychiatrie.
Werke: Sexualität und ästhetisches Empfinden in ihrem genetischen Zusammenhang - Eine Studie. Strassburg 1906; Über die psychologischen Theorien Freuds und verwandte Anschauungen - Systematik und kritische Erörterung. Leipzig 1912 (russ. Übersetzung: Moskau 1913); Psychologische und neurologische Erfahrungen als Frontarzt. (als Ms. gedruckt) Berlin 1918; Untersuchungen über die psychische Eignung zum Flugdienst. (zus. mit W. Benary, E. Stern und O. Selz) Leipzig 1919; Das Wesen der psychiatrischen Erkenntnis - Beiträge zur allgemeinen Psychiatrie I. Berlin 1920; Über psychosexuellen Infantilismus - eine Konstitutionsanomalie. Leipzig 1921 (Bd. 1, Sexus - Monographien aus dem Institut für Sexualwissenschaft, hrsg. v. M. Hirschfeld); Über Gleichgeschlechtlichkeit. Stuttgart 1922 (Bd. 2 der "Kleinen Schriften zur Seelenforschung", hrsg. v. A. Kronfeld); Das seelisch Abnorme und die Gemeinschaft. Stuttgart 1923 (Band 6, ibid.); Sexualpsychopathologie. Leipzig 1923 (in: Handbuch der Psychiatrie, hrsg. v. G. Aschaffenburg); Anilinctio [u. a. zahlr. Beiträge]. Bonn 1923 (in: Handwörterbuch der Sexualwissenschaft, hrsg. v. M. Marcuse; 2. stark verm. Aufl. 1926); Hypnose und Suggestion. Berlin 1924 (Reihe: Wege zum Wissen Nr.11; Übers.: Leningrad 1925, Moskau 1927; Prag 1931; Tallinn 1991); Psychotherapie. Charakterlehre, Psychoanalyse, Hypnose, Psychagogik. Berlin 1924 (2. verb. u. erw. Auflage 1925); Allgemeine Übersicht über die psychophysischen Funktionen und Funktionsanomalien der Sexualität des Menschen. Berlin 1926 (in: Handbuch der normalen und pathologischen Physiologie, hrsg. v. A. Bethe u.a.); Die Individualpsychologie als Wissenschaft. Ihre Formen und ihre Beziehungen zur Psychologie der Gegenwart. München 1926 (in: Handbuch der Individualpsychologie. hrsg. v. E. Wexberg); Die Psychologie in der Psychiatrie. Eine Einführung in die psychologischen Erkenntnisweisen innerhalb der Psychiatrie und ihre Stellung zur klinisch-pathologischen Forschung. Berlin 1927 (Habilitationsschrift; engl. Übers. 1936); Psychagogik oder psychotherapeutische Erziehungslehre. Leipzig 1927 (in: Die psychischen Heilmethoden, hrsg. v. K. Birnbaum); Zur phänomenologischen Psychologie und Psychopathologie des Wollens und der Triebe. Berlin 1927 (in: Jahrbuch der Charakterologie., hrsg. v. E. Utitz); Das Sexualsystem in individual- und konstitutionsbiologischer Hinsicht. (zus. m. E. Sternberg) Berlin 1927/1930 (in: Die Biologie der Person. Hdb. allg. u. spez. Konstitutionslehre, hrsg. v. Th. Brugsch u.a.); Perspektiven der Seelenheilkunde. Leipzig 1930; Aktpsychologie [u. a. zahlr. Beiträge]. Leipzig 1930 (in: Handwörterbuch der medizinischen Psychologie, hrsg, v. K. Brinbaum); Der Sinn des Leidens. in: J. Wach u.a.: Das Problem der Kultur und die ärztliche Psychologie - Sechs Vorträge zu Freuds "Unbehagen in der Kultur", gehalten im Wintersemester 1930/31. Vorträge des Instituts für Geschichte der Medizin an der Universität Leipzig Band 4. Leipzig 1931; Lehrbuch der Charakterkunde. Berlin 1932; Sozialtherapie und Psychotherapie in den Methoden der Fürsorge. (zus. mit S. Wronsky), Berlin 1932; Hrsg. (mit W. Stekel): Psychotherapeutische Praxis - Vierteljahresschrift für praktische ärztliche Psychotherapie. Wien 1934-1936/37; [Gegenwärtige Probleme der Lehre der Schizophrenie] (russ.), Moskau 1936; [Zur Insulinschockbehandlung der Schizophrenie] (russ) Moskau 1938; [Die Entwicklung des Schizophreniekonzepts vor Kraepelin] (russ), Moskau 1939; [Probleme der Syndromologie und Nosologie der gegenwärtigen Psychiatrie] (russ.), Moskau 1940; [Träume und Halluzinationen - Zum Problem der Lokalisierung und Neurodynamik der Syndrombildung] (russ.), Moskau 1940; Degeneraty u vlasti [Degenerierte an der Macht], Moskau 1941, Krasnojarsk 1941, Magadan 1942, repr. Moskau 1993 - m.d.T. Krovavaja tschajka degeneratov [Die blutige Bande der Degenerierten] auch: Sverdlovsk 1942.
Quellen: APUK HD: Personalakten; AsD FES BN: Nachlass Nelson, insbes. 1/LNAA000310; BA: Rep. 76 Va Sekt. 2 Tit. IV Nr. 50: Bd. 18 Bl. 270 u. 361-367; Bd. 19 Bl. 146-147, 153-157 u. 180-181, Personalbogen R 21/10011; N 2210; GLA KA: Sign. 456 Abt. B, Bd. 62, Nr. 8; PZB: Nr. 659; PA AA: Bestand Inland Sign. R 100010; StadtA FR: B 1 (H) Nr. 317 Bd,. 15 Kriegschronik 1918; UA HU Berlin: Amtl. Verz. Pers. Stud. Königl. FWU; Med. Fak. Arch. Nr. 1359 Bl. 44-50, K 369 II Bl. 1-3; K 369 I Bl. 1-18; UA JLU Giessen: Phil. Prom. Nr. 641; UA RKU Heidelberg: H-III-826/6, B-1528/79; UA FSU Jena: Immatrikulationsakte SS 1904; UA LMU München: Quästurakte SS 1905. (GA Gustav v. Bergmann 1927; GA Karl Bonhoeffer 1931. Einzeldaten: 27.1.1915 EK 2. Kl., 5.3.1916 Verdienstkreuz 2.Kl. der Grafschaft Mecklenburg-Schwerin, 9.5.1917 EK 1.Kl., 21.8.1918 Verwundetenabzeichen; Frontkämpferehrenkreuz; Lydia Quien, ev., geb. am 17.2.1887 in Berlin; evangelisch konvertiert am 5. Oktober 1929, Entzug der Würde eines Doktors der Medizinischen Fakultät Heidelberg am 30. Juli und 10. Dezember 1937; Einbürgerung in die Sowjetstaatsangehörigkeit durch Beschluss des Präsidiums des Allrussischen Zentralvollzugsausschusses in Moskau vom 3. November 1937).
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Website: http://www.sgipt.org/gesch/kronf.htm (20.4.2005)
Ingo-Wolf Kittel
Literaturergänzung:
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Letzte Änderung: 17.07.2008