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Band IV (1992) Spalten 1348-1356 Autor: Bernd Kettern

LE FORT, Gertrud von, * 11.10. 1876 in Minden, † 1.11. 1971 in Oberstdorf, Tochter des preußischen Majors Lothar Friedrich Freiherr v. L. F. (1831-1902) und seiner Ehefrau (seit 1874) Elsbeth Karoline geb. von Wedel-Parlow (1842-1918). - Die Vorfahren des Vaters waren verfolgte Protestanten (nicht Hugenotten !), die aus Norditalien und Savoyen nach Genf ausgewandert waren. Aufgrund mehrmaliger Versetzung des Vaters wechselt der Wohnsitz der Familie: Minden, Berlin, Koblenz, zuletzt Übersiedlung nach Hildesheim. 1888 nimmt der Vater, inzwischen Oberst, seinen Abschied. In die Sommermonate der nächsten Jahre fallen längere Aufenthalte auf den mecklenburgischen Familiengütern: Boek am Müritz, Polßen, Parlow und Misdroy an der Ostsee. 1893 erscheinen erste Gedichte in der Zeitschrift »Jung Deutschland und Jung Elsaß«. Drei Jahre später lernt L. F. Wien, Venedig, Florenz und Genua kennen. 1897 erscheint die erste Erzählung »Die roten Schuhe« unter dem Pseudonym G. von Stark (!). Unter diesem Namen wird auch 1899 der erste Verlagsvertrag mit dem B. Wiemann-Verlag in Bremen geschlossen (»Jacomino«, 1899). In den folgenden Jahren erscheinen weitere Gedichte und Erzählungen. Mehrmals hat die angehende Dichterin Gelegenheit zu Italien-Aufenthalten, ein Umstand, der für die Auswahl ihrer Motive und Sujets nicht ohne Auswirkung bleiben sollte. 1908 ließ L. F. sich als Hörerin an der Universität Heidelberg einschreiben, eine offizielle Immatrikulation war wegen des fehlenden Abiturs (bedingt durch den häufigen Wohnortwechsel) nicht möglich. Während des Zeitraumes von 1908 bis 1913 belegt sie vor allem Vorlesungen des Theologen und Philosophen Ernst Troeltsch (1865-1923), dessen »Glaubenslehre« sie 1925 nach ihren Vorlesungsmitschriften ediert. Das Studium läßt ihr gleichwohl noch die Zeit zum Dichten. Die Semesterferien nutzt sie für Besuche in Rom. Das Wintersemester 1913/14 sieht sie in Marburg, wo die Vorlesungen des Neukantianers Hermann Cohen (1842-1918) den tiefsten Eindruck bei ihr hinterlassen. Auch während des Krieges erscheinen einige Gedichte, denen jedoch noch der rechte Durchbruch versagt bleibt. 1915/16 folgt sie Troeltsch nach Berlin. Ab 1919/20 entstehen erste Abschnitte der »Hymnen an Deutschland«. In diese Zeit fällt auch der Beginn der Arbeiten an »Das Schweißtuch der Veronika«. Wichtige Bekanntschaften, die ihren weiteren Lebensweg mitprägen sollten, datieren aus jener Phase: 1923 lernt L. F. Theodor Haecker kennen, ein Jahr später den Jesuiten Erich Przywara. 1924 veröffentlicht sie ihre »Hymnen an die Kirche«, die schlagartig und nachhaltig ihren Namen bekannt machen sollten. Was sich dort ankündigte, die zunehmende Nähe zum katholischen Glauben, sollte sich dann 1926 auch öffentlich manifestieren: In Rom konvertiert die Dichterin. Aus Geldmangel ist sie gezwungen, unter Pseudonym einen historischen Kriminalroman (»Der Kurier der Königin«) zu schreiben. 1928 erscheint »Das Schweißtuch der Veronika«, im Jahr darauf werden ihre Hymnen erstmals vertont. Bis 1938 entstehen weitere wichtige Werke: »Der Papst aus dem Ghetto« (1930), »Die Letzte am Schafott« (1931), »Hymnen an Deutschland« (1932), »Das Reich des Kindes« (1933), »Die ewige Frau« (1934), »Die Magdeburgische Hochzeit« (1938). Vortragsreisen machen L. F. in ganz Deutschland bekannt. Ihr Werk gilt jedoch in dieser Zeit als unerwünscht. Seit 1938 fehlt ihr Name in den gängigen Literaturgeschichten. Weitere Erzählungen folgen. 1944 geht das satzfertige Manuskript des Romans »Der Kranz der Engel« bei einem Bombenangriff verloren. Erst zwei Jahre später kann das Buch erscheinen. Die Publikation zieht kontroverse Diskussionen auf katholischer Seite nach sich. Die frühen Nachkriegsjahre bringen für die Dichterin jedoch auch zahlreiche Auszeichnungen: 1947 - Münchner Literaturpreis, 1948 - Gedenkpreis der badischen Landesregierung und Aufnahme in die Bayerische Akademie der Schönen Künste, 1950 - Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 1952 - Gottfried-Keller-Preis der Bodmer Stiftung (Genf), 1953 - Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, 1955 - Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin und Literaturpreis von Nordrhein-Westfalen, 1956 - Dr. theol. h. c. (Universität München) und Ehrenbürgerin ihres Wohnsitzes (seit 1939) Oberstdorf. Auch nach dem Krieg erscheinen weitere Erzählungen, Gedichte, es werden Werkausgaben vorbereitet, einige ihrer Novellen werden verfilmt, einige Dichtungen vertont. Georges Bernanos dramatisiert 1949 die Novelle »Die Letzte am Schafott« unter dem Titel »Dialogues des Carmélites«. L. F. verteidigt seine Adaption gegen den Vorwurf des geistigen Diebstahls. Hochgeehrt ist die Dichterin bis ins hohe Alter schöpferisch tätig. 1971 stirbt sie, 95jährig, in ihrer Wahlheimat Oberstdorf. - Das Frühwerk (bis 1920) fand später keine Gnade mehr vor dem selbstkritischen Urteil der L. F. Den entscheidenden Einschnitt in ihrem Schaffen markieren die in Anlehnung an den alttestamentlichen Psalmenstil verfaßten »Hymnen an die Kirche«. Sie symbolisieren den Dialog zwischen der um die christliche Glaubensgewißheit ringenden Seele und Gott, dessen Antwort ihr durch die Kirche zuteil wird. Die Kirche ist gleichsam die metaphysische Verkörperung der Liebe Christi. Das in den »Hymnen« anklingende Thema der Glaubenserfahrung, der damit zugleich möglichen Glaubenszweifel, aber auch die als beglückend empfundene Begnadung durch Gott sollten kennzeichnend für das gesamte weitere Werk bleiben. Mit Vorliebe handelt L. F. die Bewährung des christlichen Glaubens in Grenzsituationen ab, sei es im autobiographisch gefärbten Doppelroman »Das Schweißtuch der Veronika« bzw. »Der Kranz der Engel«, sei es in der formal der italienischen Renaissancenovelle verpflichteten Erzählung »Die Letze am Schafott«. Hier wird das Schicksal der sechzehn Karmelitinnen geschildert, die am 17.6. 1794 in Paris hingerichtet wurden. In den beiden antithetisch angelegten Protagonistinnen Blanche und Marie tritt jedoch die Symbolik eindeutig in den Vordergrund: Realhistorie wird zur bloßen Folie der Heilsgeschichte. Es sind in erster Linie Frauengestalten, die zu Martyrinnen werden. Sie tragen in scheinbar grenzenloser Leidensbereitschaft den Glauben auch in die heutige, von der Säkularisation gezeichnete Welt hinein. In dieser Eigentümlichkeit der L. F.schen Dichtung liegt jedoch auch die Gefahr der Überzeichnung, ja sogar der ideologischen Verengung. Kritische Stimmen bemängelten das zu einseitig gezeichnete Frauenideal der Dichterin. Dennoch sind es gerade diese scharf konturierten Gestalten gewesen, die L. F. ihren herausragenden Platz im erwachenden literarischen Katholizismus der Jahrhundertmitte sicherten. Ihre von Kierkegaard beeinflußte Religiosität erfreut sich in den letzten Jahren erneut verstärkter Beachtung.

Werke: (Auswahl): Lyrik: Hymnen an die Kirche, 1924; Hymnen an Deutschland, 1932; Gedichte, 1949 (erweitert 1953 bzw. 1970). - Romane: Das Schweißtuch der Veronika, 1928; Der Papst aus dem Ghetto, 1930; Die Magdeburgische Hochzeit, 1938; Der Kranz der Engel, 1946. - Erzählungen: Die Letzte am Schafott, 1931; Das Reich des Kindes, 1934; Die Opferflamme, 1938; Die Abberufung der Jungfrau von Barby, 1940; Das Gericht des Meeres, 1943; Die Consolata, 1947; Die Töchter Farinatas, 1950; Das Vöglein der Theres, 1950; Plus Ultra, 1950; Gelöschte Kerzen, 1953; Am Tor des Himmels, 1954; Die Frau des Pilatus, 1955; Der Turm der Beständigkeit, 1957; Die letzte Begegnung, 1959; Das fremde Kind, 1961; Die Tochter Jephthas, 1964; Das Schweigen, 1967; Der Dom, 1968; Unsere liebe Frau vom Carneval, 1975. - Autobiographisches: Aufzeichnungen und Erinnerungen, 1951; Hälfte des Lebens, 1965. - Essays: Die ewige Frau, 1934; Die Frau und die Technik, 1959; Woran ich glaube und andere Aufsätze, 1968. - Herausgebertätigkeit: Ernst Troeltsch, Glaubenslehre. Nach Heidelberger Vorlesungen aus den Jahren 1911 und 1912, mit einem Vorwort von Martha Troeltsch. Neudruck der Ausgabe 1925 mit einer Einleitung von Jakob Klapwijk, Aalen 1981. - Sammelausgaben: Die Krone der Frau. Lyrik und Prosa, 1950; Erzählende Schriften (3 Bde.), 1956; Aphorismen, 1962; Erzählungen, 1966.

Bibliographie: Clemens Köttelwesch (Hrsg.), Bibliogr. Handb. der dt. Literaturwissenschaft 1945-1972, Bd. 2, Frankfurt 1976, 832-837.

Lit.: Richard Knies, Religiöse Dichterinnen. L. F. - Elisabeth Langgässer, in: Lit. Handweiser 64 (1928), 265-274; - Karl Heinz Sauer, Das Bild der Kirche bei Sigrid Undset und L. F., in: Der Gral 29 (1934), 102-107; - Theoderich Kampmann, L. F. Die Welt einer Dichterin, München 1935; - Esther von Kirchbach-Carlowitz, Neues MA? Zu »Die ewige Frau«, in: Eckart 11 (1935), 145-150; - Aenne Elfert, L. F.s »Letzte am Schafott«, in: Literaturwissenschaftl. Jb. der Görres-Gesellschaft 8 (1936), 109-138; - Johanna Graefe, L. F.s Werk »Die ewige Frau«, gesehen von einer Protestantin, in: Die Frau 44 (1936), 10-15; - Reinhold Schneider, »Die Magdeburgische Hochzeit«,in: Eckart 14 (1938), 276 f.; - Kurt Ihlenfeld, Die göttliche Verlassenheit. »Die Abberufung der Jungfrau von Barby«, in: Eckart 17 (1941), 73 f.; - Gertraud Leskowsky, L. F., Diss. Wien 1941; - Ludwig Flachskampf, L. F., in: Escorial. Revista de cultura y letras, Abril 1944, 247-267; - Maria Eschbach, »Hymnen an die Kirche« der L. F., Diss. Wien 1945; - Edith Berbuir, Vom Sieg der Gnade. Zu L. F.s Novelle »Die Letzte am Schafott«, Düsseldorf 1946; - Alois Wurm, L. F., in: Seele. Monatsschr. im Dienste christl. Lebens-Gestaltung 22 (1946), 283-286; - Ida Maria Bauer, Das Werk L. F.s, in: Hochland 39 (1946/47), 72-80; - Margarete Schmid, Künderin von Zeit und Ewigkeit, in: Austria 2 (1947), 166-174; - Johannes Cramer, Nah ist und schwer zu fassen der Gott. Ein Versuch über R. M. Rilke, Hans Carossa und L. F., Recklinghausen 1948, 115-188; - Felicitas Dangl, Die Frau in den Werken L. F.s und Sigrid Undsets, Diss. Wien 1948; - Maria Eschbach, Die Bedeutung L. F.s in unserer Zeit, Warendorf 1948; - Gisela van Gils, Die Zeitdarstellung und das Zeiterleben der L. F. in ihren Werken »Das Schweißtuch der Veronika« und »Der Kranz der Engel«, Diss. Bonn 1948; - Hans Großrieder, Abendländ. Schicksalsfragen im Werk L. F.s, in: Lit. Bll. (Genf) Nr. 20 (1948), 17-23; - Monika Mayr, L. F. Ein Beitrag zum Verständnis mod. christl. Dichtung, Diss. Innsbruck 1948; - Josef Schneider, Studien zum Symbol bei L. F., Diss. Fribourg 1948; - Johannes Thomas, Die Kirche im Hauptroman L. F.s, in: TThZ 57 (1948),18-26, 77-87; - Ida Maria Bauer, Symbolum. Zur Dichtung von L. F., in: Die christl. Frau. Jb. im Dienste christl. Frauenstrebens (Münster), 1949, 137-146; - Hubert Becher, »Der Kranz der Engel« und der Wert der Menschenseele, Speyer 1949; - Emil Bergs, Das Menschenbild der L. F. und die christl. Mystik, Diss. Bonn 1949; - Bernt von Heiseler, L. F., in: ThLZ 74 (1949), 333-342; - Mansueto Kohnen, L. F., in: Ders., Historia da Literatura Germânica, Curitiba 1949, 412-440, 465-468; - Angelika Waltmann, Die Prosawerke von L. F., betrachtet im Hinblick auf das Problem der Sicherung menschl. Existenz in ihrer Ungesichertheit, Diss. Münster 1949; - Bernhard Weyer, Beiträge zum Prosastil der L. F., Diss. 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Bernanos, in: ThR N.F. 19 (1951), 186-192; - Werner Zimmermann, »Das Gericht des Meeres« und »Die Letzte am Schafott« von L. F., in: Wirkendes Wort 2 (1951), 45-61; - Ingeborg Ehringhaus, »Die Letzte am Schafott« von L. F., in: Der Deutschunterricht 4 (1952), H.6, 87-100; - Bernt von Heiseler, L. F., in: L. F., Die Krone der Frau, Zürich 1952, 127-155; - Josef Köster, L. F. und der Gedanke der religiösen Stellvertretung, Diss. Freiburg 1952; - Alfred Roth, Der Fall Blanche, in: Frankf. Hefte 7 (1952), 59-61; - Wilhelm Schneider, L. F. Aus den »Hymnen an die Kirche«, in: Ders., Liebe zum dt. Gedicht, Freiburg 1952, 323-329; - Eva C. Wunderlich, L. F.'s fight for the living spirit, in: The Germanic Review 27 (1952), 298-312; - Nicolas Heinen, Vom Stil der Dichterin L. F., Luxemburg 1953; - Ursula Heise, Gedichte L. F.s. 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Frau 65 (1976), 97-102; - Alfred Focke, Die Ohnmacht der Macht oder Die Freiheit des Christen, in: Mitteilungen der Reinhold-Schneider-Gesellschaft 17 (1976), 43-69; - Gerda Gervers-Starker, Im Gedenken an L. F., in: Die christl. Frau 65 (1976), 8-17; - Gisbert Kranz, L. F. Leben und Werk in Daten, Bildern und Zeugnissen, Frankfurt 1976; - Eleonore von LaChevallerie (Hrsg.), Ausstellung L. F. - 100 Jahre, Oberstdorf 1976; - Artur Maximilian Miller, Briefe der Freundschaft mit L. F., Memmingen 1976; - Margarete Schmid, L. F. Konfrontierung ihres Werkes mit der nachkonziliaren Zeit, in: Lehrgang für Bücherkunde. »Buch und Schrifttum« (Wien) 1976, 1-13; - Christoph von Schönborn, »... Aber es wird auch dann noch Gnade geben«. Zum 100. Geburtstag von L. F., in: Intern. Kath. Zschr. Communio 5 (1976), 548-555; - Werner Volke (Hrsg.), L. F. Katalog der Ausstellung im Schiller Nationalmuseum und im Dt. Lit.archiv Marbach a. N., Marbach 1976; - Carl Zuckmayer, Für L. F., in: Ders., Aufruf zum Leben, Frankfurt 1976, 337-342; - Gisbert Kranz, Fort mit den falschen Klischees. Revue des L.F.-Centenariums, in: Schweizer Rundschau 76 (1977), H. 2, 26-29; - Ders., Revue des L.F.-Centenariums, in: Neue dt. Hefte 24 (1977), 113-122; - Eugen Biser, Das ertastete Mysterium. Eine Weihnachtsmeditation im Anschluß an L. F., in: Wort und Antwort 19 (1978), 161-164; - Gisbert Kranz, L. F., in: Ders., Lex. der christl. Weltlit., Freiburg 1978, 628-636; - Walter Urbanek, Dt. Lit. Das 19. und 20. Jh.: Epoche - Gestalten - Gestaltungen, Bamberg 19784, 421-423; - Hedwig Bach, Natur - Geschichte - Gnade bei L. F., in: Erbe und Auftrag 55 (1979), 435-446; - Friedrich Kienecker, L. F., in: Westfäl. Lebensbilder 12 (1979), 191-209; - Eugen Biser, Überredung zur Liebe. Die dichter. Daseinsdeutung L. F.s, Regensburg 1980; - Joel Pottier, L. F. et la France, Diss. Toulouse 1980; - Eugen Biser, Der Weg durch die Nacht. L. F., in: Paderborner Studien 1981, H. 3/4, 144-150; - Max Roessler, Rückblick auf jene, die Antwort wußten. Joseph Bernhart, Ludwig Wolker, L. F., Reinhold Schneider, Alfred Döblin, Therese Neumann, Julius Kardinal Döpfner, Bruno Wittenauer, Würzburg 1981; - Eleonore von LaChevallerie/Joachim Felix Leonhard (Hrsg.), L. F. Wirken und Wirkung. Dokumentationsband zur Ausstellung in der Universitätsbibliothek Heidelberg, Heidelberg 1983; - Joel Pottier, Une exploratrice des confins de la foi: L. F., in: Lettre de l'Abbaye Saint-Martin Ligugé 220, Nantes 1983, 25-42; - Paul-Werner Scheele, Impulse ökumenischer Spiritualität im Werk L. F.s, in: H. Bürkle/G. Becker (Hrsg.), Communicatio Fidei (FS Eugen Biser), Regensburg 1983, 381-395, wiederabgedr. in: Paul-Werner Scheele, Wegbereiter - Wegbegleiter, Würzburg 1984, 175-198; - Reinhold Schneider, Brief des Dichters an L. F. vom 27.6.1951, in: Ders., Der Friede der Welt, Frankfurt 1983, 84 f.; - Penrith Goff, L. F., in: Deutsches Lit.-Lex.3, hrsg. von Heinz Rupp und Carl Ludwig Lang, IX, Bern-München 1984, 1094-1098; - Johannes Kirschweng, L. F., in: Ders., Gesammelte Werke, X, Saarbrücken 1984, 124-131; - Ulla Hahn, Nachwort, in: L. F., Die Töchter Farinatas, Frankfurt 1985; - Gisbert Kranz, Stellvertretung. Ein zentraler Gedanke bei Charles Williams, Paul Claudel und L. F., in: Inklings 3 (1985), 87-108; - Kristine A. Thorsen, L. F.'s recollection of an era, in: Imperial Germany, hrsg. von Volker Dürr, Kathy Harms, Peter Hayes, Madison 1985, 182-191; - Margaret Kloepfle Devinney, The legends of L. F. Text and audience, Diss. University Pennsylvania 1986; - Hans-Rüdiger Schwab, L. F., in: Metzler Autoren Lex., hrsg. von Bernd Lutz, Stuttgart 1986, 404 f.; - Werner Grenzmann, L. F., in: Lex. der deutschsprachigen Ggw.lit., hrsg. von Hermann Kunisch, Herbert Wiesner, Sibylle Cramer, München 19872, 372 f.; - Gero von Wilpert, L. F., in: Ders., Dt. Dichterlex., Stuttgart 1988, 488 f.; - Lothar Bossle / Joël Pottier (Hrsgg.), Christliche Literatur im Aufbruch. Im Zeichen L.F.s, Paderborn 1988; - dies., (Hrsgg.), Deutsche christliche Dichterinnen des 20. Jahrhunderts, Paderborn 1990; - Eugen Biser, Der Weg durch die Nacht. Die aktuelle Zeitdeutung L.F.s, in: Stimmen der Zeit, Heft 11, 1991; - Ulrike Backofen, »Die Letzte am Schafott«, in: Kindlers Lit. Lex. XIII, 5630 f.; - Hans Esselborn, »Das Schweißtuch der Veronika«, in: Kindlers Lit. Lex. XIX, 8542 f.; - Kindlers Neues Literatur Lexikon, X, München 1990, 136-140; - Ulrike Leuschner, L.F., in: Literatur Lexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache, hrsg. von Walter Killy, Gütersloh/München 1990, VII, 187 f.; - NDB XIV, 57-59; - RGG 3IV, 262 f.

Bernd Kettern

2010

"Glauben heißt, der Liebe lauschen". Glaubenswege mit G. von Le F. u. Hans Urs von Balthasar. Begegnungen u. Briefwechsel. Hrsg. von Maria Eschbach. 2. Aufl. Paderborn 2010.

Literaturergänzung

1986

Joël Pottier, Gertrud von le Fort et Charles Du Bos, in: La Licorne (Poitiers) 5 (1981), 221-228; - Ders., Gertrud von le Fort et Albert Camus, in: La Licorne (Poitiers) 12 (1986), 247-250; -

1988

Joël Pottier, Gertrud von le Fort, in: Ders. (Hrsg.), Christen im Widerstand gegen das Dritte Reich, Sachsenheim 1988 (2. Ausg. 1995), 323-344; -

1989

Joël Pottier, Pseudonyme et image. Au sujet d'un pseudonyme de Gertrud von le Fort, in: Pictura & Poesis, Trames (Limoges) 1989, 153-158; - Ders., Un jugement de Gertrud von le Fort sur "Jeanne, relapse et sainte" de Georges Bernanos, in: Ders. (Hrsg.), Paradoxes et permanence de la pensée bernanosienne, Paris 1989, 179-189; -

1991

Uwe Weigand, 'Alles was ich seit geraumer Zeit schreibe, will dem Frieden dienen'. Das Gedicht 'An Würzburg' in memoriam Gertrud von le Fort zum 20. Todestag (1. November 1971). In: Würzburger Diözesangeschichtsblätter 53 (1991), 305-315; -

1992

Die "weiblichen Werte" des Christentums. Versuch eines Vergleichs zwischen Paul Claudel, Georges Bernanos und Gertrud von le Fort, in: H. Bernsmeier/H.-P. Ziegler (Hrsgg.), Wandel und Kontinuum. Festschrift für Walter Falk zum 65. Geburtstag, Frankfurt a.M. 1992, 145-163; -

1993

Joël Pottier, Un aspect des relations entre les intellectuels catholiques français et allemands dans les années trente: Gertrud von le Fort et Paul Petit, in: H. M. Bock et al. (Hrsgg.), Entre Locarno et Vichy. Les relations culturelles franco-allemandes dans les années 1930, Paris 1993, 253-267; -

1994

Eugen Biser, Gertrud von le Fort (1876-1971), in: Jürgen Aretz/Rudolf Morsey/Anton Rauscher (Hrsg.), Zeitgeschichte in Lebensbildern Bd. 7. Mainz 1994; -

1996

Joël Pottier, Eine deutsch-französische Freundschaft unter dem Zeichen des Kreuzes: Gertrud von le Fort und Paul Petit, in: L. Bossle/Ders. (Hrsgg.), "... aus einer chaotischen Gegenwart hinaus ...". Gedenkschrift für Hermann Kunisch, Paderborn 1996, 129-149; - Ders., Der Widerstand der deutschen christlichen Dichter gegen den Nationalsozialismus am Beispiel Gertrud von le Forts und Werner Bergengruens, ebd., 152-182; - Ders., Gertrud von le Forts Einsatz für die deutsche Jugend in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, ebd. 183-201; -

1997

Joël Pottier, "Und du willst dein Dach erretten, christloses Abendland!" - Gertrud von le Forts Anteilnahme am Schicksal der Vertriebenen, in: Deutschland und seine Nachbarn. Forum für Kultur und Politik 17 (1996), 5-32, wiederabgedr. in: F.-L. Kroll (Hrsg.), Flucht und Vertreibung in der Literatur nach 1945, Berlin 1997, 129-157; -

1998

Herbert Gabel, G.v. le F.: "Die Magdeburgische Hochzeit". Aktualisierte Geschichte, in: An-Denken. Graz [u.a.] 1998, S. 489-499; -

2001

Renate Krüger, Aufbruch aus Mecklenburg, Gertrud von le Fort und ihre Welt, München 2001; - Hildmann, Philipp W.: Die Fährte Gottes suchen. Gertrud von le Fort und Gerhard Hildmann. In: Mitteilungen der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft. Hrsg. im Auftrag der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft von Friedrich Wilhelm Graf. Band 14. München: 2001. 75-90; -

2002

Joël Pottier, Zwischen Ernst Troeltsch und Edith Stein. Gertrud von le Forts einsamer Weg, in: Wiener Jahrbuch für Philosophie 34 (2002), 185-225; - Renate Krüger, [Art.] Gertrud Baronin von le Fort. In: Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. Vierte, völlig neu bearbeitete Auflage. Hg. von Hans Dieter Betz u.a. Band 5. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 2002. 129-130; -

2003

Joël Pottier, Erlebte und gedeutete Geschichte: Gertrud von le Forts "Weg durch die Nacht" im Dritten Reich, in: F.-L. Kroll (Hrsg.), Die totalitäre Erfahrung. Deutsche Literatur und Drittes Reich, Berlin 2003, 153-169; - Roswitha Goslich, Orientierungssuche im Zeitalter der Angst. Gertrud von le Forts Weg zur Mystik. (Germanistische Texte und Studien 71), Hildesheim-Zürich-New York 2003; - Antje Kleinewefers, "Eine ganz neue Liebe zur Liebe", Gertrud von le Fort-Werke aus den Jahren 1946 und 1947, Interpretationen,Annweiler 2003; -

2005

Maria Eschbach, "Glauben heißt, der Liebe lauschen". Glaubenswege mit G. von le F. u. Hans Urs von Balthasar. Paderborn 2005; - Heimat im Norden. G.-v.-le-F.-Kalender 2006. Annweiler 2005;- Wege mit G. von le F. in Mecklenburg. Hrsg. von Antje Kleinewefers u. Renate Krüger. Annweiler 2005; - Antje Kleinewefers, G. von le F.s Novelle "Plus ultra", in: Scientia et religio. Hrsg. von René Kaufmann u. Holger Ebelt. Dresden 2005, S. 409-427; -

2006

Felix M. Schandl, Gewaltexzeß u. Glaubenskraft. Edith Stein, Getrud von le Fort u.d. "Gespräche der Karmelitinnen" von Compiègne, in: ThPh 81.2006, S. 76-92; - Alexander Riebel, Mit d. Ästhetik d. Glaubens gegen d. Nihilismus. G.v. le Fort hat d. Sinnlosigkeit d. Moderne mit Sinn unterlegt, in: Die Tagespost Nr. 103 vom 29.8.2006, S. 10; -

2007

Joël Pottier, Methodologische Grundüberlegungen zur "Inneren Emigration" unter besonderer Berücksichtigung Gertrud von le Forts, in: M. Braun/G. Guntermann (Hrsgg.), "Gerettet und zugleich von Scham verschlungen". Neue Annäherungen an die Literatur der "Inneren Emigration", Frankfurt a.M. 2007, 89-105; - Aleksandra Chylewska-Tölle, Literar. Entwürfe u. Formen d. Wandlung im Werk G. von le F.s. Frankfurt/M. 2007; -

2008

Joël Pottier, Ein Anti-Claudel? Gertrud von le Fort und der französische "Renouveau catholique", in: W. Kühlmann/R. Luckscheiter (Hrsgg.), Moderne und Antimoderne. Der "Renouveau catholique" und die deutsche Literatur, Freiburg i.Br. 2008, 489-509; - Ders., Gertrud von le Fort. Sa pensée religieuse, Habil.schrift Dijon 2008; - Aleksandra Chylewska-Tölle, "Evangelische Katholizität". G.v. Le Fort über ihre Konversion, in: GuL 81.2008, S. 125-139; - Giandomenico Mucci, G. von Le F. Un itinerario alla Chiesa, in: CivCatt 159.2008, S. 224-230.

Letzte Änderung: 21.12.2009