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Band XXI (2003) Spalten 848-849 Autor: Ekkart Sauser

LÖFFLER: Berühmtes Tiroler Gießergeschlecht, umfassend Peter, Gregor, Hans Christof und Elias. 15.-17. Jh. - Peter, der Stammvater dieses Glocken- und Büchsengießergeschlechtes, genannt Laiminger, kam wohl aus Heiligenkreus (Vorarlberg?) und ist ab etwa 1486 in Hötting b. Innsbruck nachweisbar. Er vor allem und die anderen Mitglieder dieses Geschlechtes prägten durch ihre z. T. berühmten Glocken das kirchliche Festtagsleben Tirols. Sie dienten so auf ihre Weise der Hebung des christlichen Glaubens vom Ende des 15. Jh. an. Von Peter sind 14 Glocken erhalten. Die älteste von ihnen in Tirol ist die von Amras bei Innsbruck aus dem Jahre 1491. Die berühmteste ist wohl die "Maximiliana" aus dem Jahre 1503 in der Pfarrkirche von Schwaz im Unterinntal. Oswald v. Trapp nennt sie "die schönste Glocke Österreichs." Von Peter stammen auch viele große Geschütze. Schließlich goß er 1509 die erste Statue für das Maximiliangrab in der Hofkirche zu Innsbruck, Ferdinand von Portugal. Peter starb vor 1530. Seit dem Jahre 1520 arbeitete er viel mit seinen Söhnen zusammen, von denen Gregor der berühmteste geworden ist. Zwei weitere Glocken Peter Löfflers von 1521 blieben in Straß am Eingang ins Zillertal erhalten. In Trins und Vils in Nordtirol sind seine letzten Werke, die er 1522 und 1524 zusammen mit seinem Sohne Gregor geschaffen hat. - Gregor gilt übrigens "als der bedeutendste Geschützgießer des Reiches im 16. Jh." (G. Pfaundler). Auch baute Gregor 1539 den Ansitz Büchsenhausen in Hötting b. Innsbruck. Von ihm stammen 2 der 4 Glocken in der Hofkirche zu Innsbruck. Auch in Niederndorf bei Kufstein hängen Glocken aus dem Jahre 1557 von Gregor. Ein vollständiges Geläut von 4 Glocken von Gregor und den Söhnen Elias und Hans Christof hängt in der Pfarrkirche von Tannheim. Von den Figuren des Maximiliansgrabes in der Hofkirche in Innsbruck hat Gregor nur den Chlodwig von Frankreich 1548-1550 gegossen. - Hans Christof, der 1565 die Werkstatt seines Vaters Gregor übernahm, arbeitete viel für Alexander Colin. 1579 goß er eine Glocke für die Innsbrucker Jesuitenkirche. - Weitere schöne Glocken der Löffler-Werkstätte finden sich in Nauders(1533), Fügen (St. Pankraz 1582), Hall b. Innsbruck (Pfarrkirche 1570), und Maria Stein bei Kufstein (1587).

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Lit.: O. v. Trapp: Die Kunstdenkmäler Tirols in Not und Gefahr, Innsbruck-Wien 1947, 54-55, G. Pfaundler: Tirol-Lexikon, Innsbruck 1983, 238.

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 09.04.2011