LUDOLF (Leutholf), Hiob, * 24. Juni 1624 in Erfurt, + 8. Apr. 1704 in Frankfurt,Sohn des Erfurter Ratsherrn und Waidhändlers Hiob L. (1583-1651) und seiner Ehefrau Judith geb. Brandt (1594-1665). - Bereits im frühen Kindesalter besuchte L. die sogen. Prädikantenschule in Erfurt und ab 1635 das dortige Gymnasium. Von 1639-45 studierte er an Erfurter Universität mit wechselndem Eifer Medizin und Jura. Sein Hauptinteresse galt den Sprachen. Er lernte zunächst Griechisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Holländisch. Auf Rat seines Lehrers, des Theologieprofessors Bartholomaeus Elsner wandte er sich den orientalischen Sprachen zu (Hebräisch, Jüdisch-Aramäisch, Syrisch, Arabisch und Armenisch), von denen ihn besonders das Äthiopische (Ge`ez) fesselte. Da die Hilfsmittel, die ihm zur Erlernung des Äthiopischen zur Verfügung standen - eine von seinem ehemaligen Hauslehrer N.Karnrad nach Johannes Potkens Psalmenedition (Rom 1513/Köln 1518) angefertigte Grammtik nebst einem Wörterverzeichnis - erhebliche Mängel aufwiesen, begann er sich in die grammatikalischen Strukturen der Sprache zu vertiefen und seine Erkenntnisse schriftlich festzuhalten. Sein Jura-Studium an der Erfurter Universität beendete er am 11. Apr. 1645 mit einer Disputation über das Thema »De fictione juris.« Die zu jener übliche peregrinatio academica führte ihn, dem Beispiel seiner älteren Brüder folgend, an die Universität von Leiden, eine der angesehensten Universtäten Europa, wo er am 10. Juni 1645 ankam. Hier beschäftigte sich der studiosus juris wie in seiner Heimatstadt hauptsächlich mit der Philologie (neben Griechisch, Englisch und Schwedisch vor allen mit orientalischen Sprachen). Bei Constantin L'Empereur (1591-1.7. 1648) studierte er Hebräisch und bei Jacob Golius (1596-28.9. 1667) Arabisch. Daneben begann er auch Persisch zu lernen. Durch Vermittlung L'Empereurs, dem er sich enger verbunden fühlte, erhielt er die Gelegenheit, die äthiopischen Manuskripte aus dem Nachlaß des Universalgelehrten Joseph Justus Scaliger (1540-1609) zu studieren. Bei dessen Nachfolger Claudius Salmasius (Claude de Saumaise, 1588-1653) hörte L. juristische Vorlesungen. Ab dem Sommer 1646 bereiste er als Begleiter eines holländischen Adligen Frankreich und England. In diese Zeit fallen Besuche bei Samuel Borchart in Caen, dem reformierten Theologen und Orientalisten Gisbert Voetius (1589-1676) und seiner in orientalischen Sprachen (einschließlich des Äthiopischen) bewanderten Schülerin Anna Maria van Schuurmann (1607-78) in Utrecht. 1648 trat er als Hauslehrer in den Dienst des Barons von Rosenhahn, des schwedischen Gesandten in Paris. Im folgenden Frühjahr reiste er im Auftrag Rosenhahns nach Rom, um für (die 1655 zum Katholizismus übergetretene) Königin Christina (1632-1654, + 1689) diverse Urkunden zu suchen, die einst Johannes Magnus, der Bischof von Uppsala, nach Rom verschleppt hatte. Von seinen beiden Begleitern lernte er unterwegs Polnisch. Die Suche nach den verschwundenen Dokumenten erwies sich als Fehlschlag. Stattdessen machte er die Bekanntschaft von vier Äthiopiern aus dem Collegium Aethiopicum in der hinter St.Peter gelegenen Kirche Santo Stéphano dei Mori (oder dei Abissini). Von Abba Gregorius (Gorgoryos) aus Mäkanä Sellase in Amhara, mit dem er sich näher anfreundete, ließ er sich in Äthiopisch unterrichten. Da Gregorius zu wenig Italienisch und Portugiesisch konnte, verständigten sie sich auf Ge`ez. Im Herbst 1649 begleitete er Rosenhahn nach Schweden. Seine Tätigkeit als Hauslehrer ließ ihm genügend Zeit seine äthiopistischen Studien (neben Portugiesisch, Russisch und Finnisch) weiter zu betreiben. Zu Beginn des Jahres 1651 schied er aus den Diensten des Barons aus und kehrte nach Erfurt zurück (13.3. 1651). Kurze Zeit später trat er in den Dienst von Ernst I., dem Frommen, Herzog zu Sachsen-Gotha und Altenburg (1640-75). Der Herzog, der am Reich des `Priesterkönigs Johannes' ein großes Interesse hatte, bot L. an, seinen aus Rom erwarteten Gast, Abba Gregorios, nicht in sein Elternhaus nach Erfurt einzuladen, sondern auf herzögliche Kosten an den Hof in Gotha. G. half L. bei der Weiterarbeit an seinem Ge`ez-Lexikon, sowie an einem Lexikon und einer Grammatik für das Amharische. Am 6.Sept. 1652 reiste G. nach einem Aufenthalt von etwas mehr als drei Monaten wieder nach Italien zurück. G., der unbedingt wieder in seine Heimat zurückkehren wollte, schlug eine nochmalige Einladung des Herzogs aus. 1658 kam er bei einem Schiffbruch vor Iskanderun ums Lebens. Im Auftrag Ernst I. weilte L. 1652/53 als Legationsrat am Reichstag in Regensburg. Ende des Jahres trat L. das Amt eines Prinzenerziehers an. Vor seiner Ernennnung zum Hofrat 1658 mußt L. auf Wunsch des Herzog in Jura promovieren (Titel der Dissertation: De poenis delictorum). 1661 heiratete er Emilia Maria Dimpler (1639-1676). Im gleichen Jahr erschien in London die erste Auflage seines Ge`ez-Lexikon und seiner Grammatik (nach dem Vorbild von Thomas Erpenius [van Erpe 1584-1624] Arabisch-Grammatik aufbaut), die sein Erfurter Schüler Johann Michael Wansleben (1635-1679) nachlässig ediert hatte. Die von L. geplante, von Ernst finanzierte Äthiopien-Expedition Wanslebens, der nach seiner Konversion (1665) in den Dominikanerorden eintrat, war ein Fehlschlag. W. kam nur bis Kairo. Von 1664-70 bekleidete er das Amt eines Kammerdirektors. Nach dem Tode des Herzog 1675 nahm er das gleiche Amt unter dessen Sohn und Nachfolger Friedrich wahr. Der plötzliche Tod seiner Frau 1676 - L. befand sich gerade als Gesandter in Berlin - bewogen ihn im folgenden Jahr aus dem herzöglichen Dienste auszuscheiden. L. zog nach Frankfurt, der Heimatstadt seiner verstorbenen Frau, und widmete sich fortan ganz seinen äthiopischen Studien. 1682 heiratete er Anna Katharina Müller (1642-1685) und nach ihrem Tod 1694 Maria Catharina v. Lersner (1642-1695). Des öfteren nahm L. diplomatische Aufträge wahr und war von 1681-85 nochmals Kammerdirektor bei Kurfürst Karl von der Pfalz (1680-85) jedoch nur in beratender Tätigkeit. 1679 wurde zum Reichshofrat ernannt. In Prag fragte ihn damals Kaiser Leopold (1658-1705), ob es möglich wäre mit dem äthiopischen Herrscher diplomatische Beziehungen aufzunehmen und ihn für ein Bündnis gegen die Osmanen zugewinnen. L.s Bemühungen - er schrieb zweimal einen Brief nach Äthiopien und reiste 1683 deswegen nach Holland, England und Frankreich - verliefen im Sande. Er erhielt nur Antwort auf einige äthiopistische Fragen von Hoga Murad, einem armenischen Kaufmann, der gelegentlich für (den äthiopischen) Kaiser Iyasu I. (1681-1706) diplomatische Aufträge wahrnahm. Mehr Erfolge hat L. bei seinem Briefwechsel mit den Samaritanern in Sichem. Auf seine beiden Briefe erhielt er eine Antwort. L. unterhielt eine ausgedehnte Korrespondenz mit zahlreichen berühmten Gelehrten seiner Zeit (u.a. Leibniz). Viele kannte er persönlich (Johann Heinrich Hottinger 1620-67, Ezechiel Spanheim 1629-1710; Jean Mabillon 1632-1707; Pierre Daniel Huet[ius] 1630-1721; Eusèbe Renaudot 1646-1720; Etienne Baluze 1630-1718; Ludwig Cappellus 1585-1658; Edmund Castellus 1606-1685; Thomas Hyde 1636-1703; sowie die berühmten Orientreisenden John Chardin 1643-1713 und Jean-Baptiste Tavernier 1605-89) oder war mit ihnen befreundet (Samuel von Pufendorf 1632-94, Esra Edzardi 1629-1708, J.E. Gerhard). Nach der Belagerung Wiens durch durch Türken 1683 schriebt L. einen Brief an das äthiopische Volk, verschwieg aber darin das kaiserliche Bündnisangebot. Über die indische Handelsgesellschaft gelangte der Brief nach Batavia (Dscha-karta) und dort über Südarabien nach Äthiopien. Später schrieb L. nochmals einen Brief, der an den Bahr nagas ( ) gerichtet In Frankfurt entstanden L.s wichtigste Werke: die zweite Auflage seines Ge`ez-Lexikons (1699) und seiner Grammatik (1702), sowie als Novum in Europa eine amharische Grammatik und ein Lexikon, ferner die Historia Aethiopica (1681) (nebst einem Commentarius 1691 und zwei Appendices 1693.1694 dazu), ein Werk, das wegen seiner auf Gregorius zurückgehenden Angaben für die Geschichte und Geographie Äthiopiens noch heute von großem Wert ist. Als Vorsitzender des Collegium imperiale historicum gab er die ersten beiden Bände "Schaubühne der Weltgeschichte" heraus. L. gehörte zum Typus des Universalgelehrten. Seine wissenschaftlichen Interessen reichten von der Geschichte, Theologie bis hin zur Philologie. Das Lexikon und die Grammatik für das Ge`ez besaßen fast 200 Jahre lang den Rang von Standardwerken, bis sie von der Grammatik (1857. 21899. Repr. 1959/engl. 1907. Repr 1974) und dem Lexikon (1865. Repr.1955 u. 1970) des Alttestamentlers August Dillmann (1823-94) abgelöst wurden. L. ist der Begründer der Äthiopistik als wissenschaftlicher Disziplin in Europa, dessen Verdienst im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Werke: Jobi Ludolfi I..C. Lexicon Aethiopico-Latinum, ex omnibus libris impressis, nonnullisque manuscriptis collectum; et cum docto quodam Aethiope relectum. Accessit authoris Grammatica, cum aliis nonnullis, quorum catalogum sequens pagina exhibebit. Nunc primum in lucem editum, studio & cura Johannis Michaelis Wanslebii (Thomas Roycroft: London 1661); Jobi Ludolfi I.C. Grammatica Aethiopica. Nunc primum edita, studio & cura Johannis Michaelis Wanslebii (eb. 1661 [dem Lex. beigebunden]); Confessio fidei Claudii regis Aethiopiae (eb. 1661 [dsgl.]); Sciagraphia historiae Aethiopicae; sive regni Abessinorum, quod vulgo perperam Presbyteri Johannis vocatur. Deo volente aliquando in lucem proditurae ... (S. Krebs: Jena 1676); Iobi Ludolfi alias Leutholf dicti Historia aethiopica, sive brevis & succincta descriptio Regni Habessinorum, quod vulgo male Presbyteri Johannis vocatur. In qua libris quatuor agitur. I. De natura & indole regionis & incolarum.II. De Regimine politico, regum successione & c. III. De statu ecclesiastico, initio & progressu religionis Christianae & c. IV. De rebus privatis, literatura, oeconomia & c. Cum Tabula capitum & Indicibus necessariis (Joh. David Zunner: Frankfurt a.M. 1681) Anew History of Ethiopia. Being a full and accurate description of the kingdom of Abessinia, vulgarly, though erroneously called the Empire of Prester John. In four books. Wherin arecontained I. An account of the nature, quality and condition of the country, and inhabitants II. Their political government III. Their ecclesiastical affairs IV. Their private oeconomy, their books and learning ... Made English by J[ohn] P[hillips] (Samuel Smith: London 1682) /A new History ...Prester John ...The second edition. To which is added a new and exact map of the country: as also, a preface ... with the Life of Gregorius Abba; and the author's opinion of some others writers concerning Ethiopia. Translated out of his learned manuscript Commentary on this history (eb.1684) »Nouvelle histoire d'Abissinie, ou d'Ethiopie, tiré de l'histoire Latine de M. Ludolf. Enrichie de figures en tailledouce (Vve. A. Cellier: Paris 1684) »Nieuwe doch aanmerkenswaardige historie van Abissinien, andersints Ethiopien, getrocken uitde Latijnsche historie, en nu in't Nederduitsch gebracht, door Willem Calebius (J. Ribbius: Utrecht 1687) /An Abstract of the History of Ethiopia, or the Kingdom of Abessines. Written by Job Ludolphus, with what is observable from the Authors of that Country in Purchas, in: John Harris, Navigantium atque Itinerantium Bibliotheca I (London 1705) 290-404/I (21744) /R. Baxter, The True History of Councils enlarged, and defended against ... and a preface abbreviating much of Ludolphus's History of Habassia (London 1682); Iobi Ludolfi alias Leutholf dicti Ad suam Historiam Aethiopicam antehac editam Commentarius (Frankfurt 1691); Appendix ad historiam Aethiopicam Iobi Ludolfi illiusque commentarium, ex nova relatione de hodierno Habessiniae statu concinnata. Additis epistolis regis ad Societatem Indiae Orientalis, ejusque responsione cum notis necessariis (eb. 1693, mit anderem Titelblatt ersch. als: Iobi Ludolfi Relatio nova de hodierno Habessiniae statu, ex India nuper allata. Additis ...eb. 1693); Iobi Ludolfi Dissertatio de locustis anno praeterito immensa copia in Germania visis, cum Diatriba, qua sententia autoris nova de ... Selavis, sive locustis, cibo Israelitarum in deserto, defenditur, & argumentis contrariis viri docti respondetur. Qua occasione nonnulla S.Scripturae loca declarantur, & autores quidam notantur vel emendantur (Frankfurt 1694, dsgl. mit anderem Titelblatt: Appendix secunda ad Historiam Aethiopicam Iobi Ludolfi continens Dissertationem de locustis ... eb. 1694) Historia aethiopica/Commentarius/Appendix/Dissertatio = Repr. in 2 Bd. 1982; Specimen et summa commentarii aethiopici Jobi Ludolfi ad typum paratum in folio ut vocant (Frankfurt 1687); Grammatica linguae Amharicae quae vernacula est Habessinorum in usum eorum qui cum antiqua hac et praeclara natione christiana conversari volent, edita. Plura habes in Praefatione (Franfurt a. Main 1689) = Grammatica Amharica von Hiob Ludolf. Herausgegeben von Burchard Brentjes und Karl Gallus (Wissenschaftliche Beiträge/Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 36 (= I 35) (Halle 1986); De bello turcico feliciter conficiendo. Accedunt epistolae quaedam Pii V. pont.max. & alia nonnulla ejusdem argumenti (Frankfurt 1686); Lexicon amharico-latinum cum indice latino copioso inquirendis vocabulis amharicis in hoc opere contentis (eb. 1698); Jobi Ludolfi Lexicon Aethiopico-Latinum: ex omnibus libris impressis, et multis Msstis contextum. Nunc denuo ab ipso autore revisum ac emendatum, plurimisque novis radicibus & derivatis, nec non nominibus propriis auctum ... Editio secunda. Accedit index latinus copiosissimus (Frankfurt a.M. 1699); Allgemeine SchauBühne der Welt, oder: Beschreibung der vornehmsten Welt-Geschichte, so sich vom Anfang dieses Siebenzehenden Jahr-Hunderts bis zum Ende desselben in allen Theilen des Erd-Kreisses, zumahlen in der Christenheit, sonderlich in unserm Vatterland dem Römischen Reiche, nach und nach begeben; aus beglaubten Geschicht-Schreibern und bewährten Uhrkunden treulich zusammen getragen, auch zu dess Lesers besserm Unterricht mit verschiedenen politischen Anmerckungen erläutert ... I-V (Frankfurt 1699-1731) [III.IV von Christian Juncker, V. anonym]; Psalterium Davidis aethiopice et latine (eb. 1701); Iobi Ludolfi Grammatica Aethiopica: Ab ipso Autore solicite revisa, & plurimisis locis correcta & aucta. Editio secunda. Accedit prosodia, cum appendicibus, praxi grammatica, et de scribendis epistolis aethiopicis; denique index vocabulorum difficiliorum (Frankfurt a.M. 1702) = Grammatica Aethiopica von Hiob Ludolf. Hrsg. von Burchard Brentjes und Karl Gallus (Wissenschaftliche Beiträge/Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 37 (= I 36) (Halle 1986). - Werke (aus dem Nachlaß): Sonderbarer Lebens-Lauff Herrn Peter Heylings, aus Lübec, und dessen Reise nach Ethiopien; nebst zulänglichem Berichte von der in selbigem Reiche zu Anfange des nächst verwichenen Saeculi entstandenen Religions-Unruhe. Aus des Sel. Hn. Geh.Rath Ludolfs edirten Schriften und andern noch nicht gedruckten Documenten, zur gemeinen Nachricht hrsg. von Io.Henr. [=Johann Heinrich] Michaelis (Halle 1724); Jo[hann] Albert Fabricius, Salutaris Lux Evangelii toti orbi per divinam gratiam exoriens ... Accedunt ... Gregorii Habessini Theologia aethiopica (Hamburg 1731) 708-734; Christopf Cellarius [ed.], Epistolae Samaritanae Sichemitarum ad Iobum Ludolfum cum eiusdem latina versione & annotationibus. Accedit versio latina persimilium literarum a Sichemitis haud ita pridem ad Anglos datarum (Zeitz 1688); Epistolae duae Sichemitarum ad Iobum Ludolphum, in: Blasius Ugolinus, Thesaurus Antiquitarum XXII (1746); Epistolam Samaritanam Sichemitarum tertiam ad Iobum ludolfum ... nunc primum edidit, versionem notasque adiecit P[aul] J[acob] Bruns (Helmstadt 1786); Epistolarum selectissimarum Leibnitii ... J.Ludolphi .. decas, ex autographis nunc primumeruta, prodromum majoris operis sistens, cura Friedrich Gedike (1745) [Brief an Spener]; Jobi Ludolfi et Godofredi Guilielmi Leibnitii Commercium Epistolicum. Recensuit Augustus Benedictus Michaelis (Victor Rossigelium: Göttingen 1755); Hiob Ludolfs "Theologia Aethiopica". Kommentar und Übersetzung von Siegbert Uhlig I.II (Äthiopistische Forschungen 14) Wiesbaden 1983.
Lit.: Christian Juncker, Commentarius de vita, scriptisque ac meritis illustris viri Iobi Ludolfi (Leipzig-Frankfurt a.M. 1710); - Friedrich Christian Matthiae, Nachricht von Hiob Ludolfs noch vorhandenem Briefwechsel, nebst drey daraus zuerst vollständig mitgeteilten Schreiben des Nicolaus Heinsius, in: Program des Gymnasiums zu Frankfurt a.M. (1817); - Ders., Probe einer neuen Ausgabe des Leibniz-Ludolfischen Briefwechsels, in: eb (1820); H[endrik] E[ngelinus] Weijers, Iets over Job Ludolf, den beroemden beoefenaar der ethiopische letterkunde en geschiedenis ter gelegenheid der uitgave en vertaling van twee door hem opgestelde ethiopische brieven, in: Archief voor kerkelijke geschiedenis inzonderheid van Nederland 9 (1838) /sep.1838; - Siegfried, Ludolf, in: Allgemeine Deutsche Biographie XIX (Leipzig 1884. Repr. Berlin 1969) 394 f.; - J[ohannes] Flemming, Hiob Ludolf. Ein Beitrag zur Geschichte der orientalischen Philologie, in: Beiträge zur Assyriologie und vergleichenden semitischen Sprachwissenschaft 1 (Leipzig 1890. Repr. eb. 1968) 537-582, 2 (1894=1968) 63-110; - L.K.Weiske, Pietistische Stimmen aus Erfurt. Die Erfurter Familie Ludolf, in: Jahrbuch der Akademie gemeinnütziger Wissenschaft zu Erfurt [NF]47 (1928) 103-115; - E[rnest] A[lfred Thompson] Wallis Budge, A History of Ethiopia. Nubia & Abyssinia (According to the Hieroglyphic Inscriptions of Egypt and Nubia, and the Ethiopian Chronicles) I (London 1928. Repr. Oosterhout 1970) 181-184; - Wilhelm Biereye, Die Erfurter Geschlechter derer v. Tennstedt und Ludolf (Erfurter genealogischer Abend. Wissenschaftliche Abhandlungen 7) Erfurt 1933; - Otto Ruppersberg, Hiob Ludolfs Vermächtnis an die Stadtbibliothek, in: Frankfurter Beiträge. Arthur Richel gewidmet (Frankfurt a.M. 1933) 40-43; - Konrad F[riedrich] Bauer, Hiob Ludolf. Der Begründer der äthiopischen Sprachwissenschaft und des äthiopischen Buchdrucks (Frankfurt a.M. 1937); - Enno Littmann, Beitrag zur Arabistik (Leipzig 1944) 67 f.; - Edward Ullendorff, The Ethiopians. An Introduction to Country and People (London-New York-Toronto 11960. 21965. 31973. Repr. Stuttgart 1990) 9-11; - Ernst Hammerschmidt, Ludolf, in: LThK VI (21961. Repr.1990) 1180 f.; - Ders., Die äthiopistischen Studien in Deutschland: JEtS 1 (1963) 30-48; - Ders., Die äthiopistischen Studien in Deutschland (von ihren Anfängen bis zur Gegenwart): AEt 6 (1965) 255-277 bes. 257-259; - Ders., Äthiopien. Christliches Reich zwischen Gestern und Morgen (Wiesbaden 1967) 3 f.; - Ders., Äthiopistik an deutschen Universitäten (1968) 7-11; - Ders., Ludolf, Hiob, in: Kleines Wörterbuch des Christlichen Orients hrsg.v. Julius Aßfalg in Verb. mit Paul Krüger (Wiesbaden 1975) 243 f.; - Petit dictionnaire de l'Orient chretien (Turnhout 1991); - Anna Dorothea von den Brincken, Johann Potken aus Schwerte, Propst von St. Georg in Köln, der erste Äthiopologe des Abendlandes, in: Aus Köln und rheinischer Geschichte (1969) 51-60; - Eike Haberland, Hiob Ludolf, Father of Ethiopian Studies in Europe, in: Proceedings of the Third International Conference of Ethiopian Studies, Addis Ababa 1966 I (Addis Ababa 1969) 131-136; - Ders., Ludolf (Nr.1), in: Neue Deutsche Biographie XV (Berlin 1987) 303 f.; - John T.Waterman, Leibniz and Ludolf on things linguistic. Excerpts from their correspondence 1668-1703, translated and edited with commentary and notes (University of California Publications in linguistics 88) Berkeley 1978; - Peter Nagel/Renate Richter, Preface, in: Grammatica Amharica (1986) III-VII/VIII-X, dsgl. in: Grammatica Aethiopica (1986); - Uhlig a.a.O.; - G[eorg] W[ynn] B[rereton] Huntingford, The Historical Geography of Ethiopia from the First Century AD to 1704. Edited by Richard Pankhurst (Fontes historiae Africanae. Series Varia 4) Oxford 1989, 18 f. u.ö.