Verlag Traugott Bautz |
![]() |
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
LUITGARD (Lutgard, Lutgart) von Tongern: hl. Zisterzienserin, Mystikerin, geb. 1182 in Tongern, gest. 16.6. 1246 in Aywieres (Diözese Namur). Fest: 16.6. - Um das Jahr 1194 war sie Klosterschülerin bei den Benediktinerinnen von St. Katharina bei Trend. Dort legte sie auch um 1200 die Profeß ab und wurde bereits 1205 Priorin. Es dauerte nicht lange, da trat sie in das Zisterzienserinnenkloster von Aywieres über. Sie wollte hier ein strengeres und verinnerlichteres Leben führen. Das konnte sie auch tun zu ihrer großen Freude. K. Spahr umschreibt ihr Leben dort treffend: "In einem Leben strenger Buße und Abtötung zeigte Luitgard ihre hilfreiche Liebe durch Erwirkung des Seelenfriedens anderer, Bekehrung verstockter Sünder und Krankenheilungen." (LThK2 Bd. 6, Sp. 1202). Sie war mystisch hochbegnadet. Sie gilt auch als eine der ersten Herz-Jesu-Verehrerinnen. Reliquien von ihr in der Pfarrkirche von Bas-Ittre (Brabant). Sie ist auch eine von den Schutz heiligen Belgiens. Die Passionsvision wurde im 16. und 17. Jh. öfters im Bilde dargestellt. Sie gilt auch als Patronin für eine glückliche Entbindung. In der Kunst wird sie dargestellt als Zisterzienserin, mit Kreuz, Lilien und Blumenkranz, auch in dem sie vor einem Kreuze kniet. Auch die Szene, wie der vom Kreuze gelöste Christus Luitgard segnet, wurde im Bilde gezeigt. Auf einer Miniatur von Willem von. Affligem, entstanden um 1300, heute in der Abtei Sint-Truiden befindlich, wird auch ihr Tod, inmitten ihrer Ordensschwestern, gezeigt.
Ekkart Sauser
Literaturergänzung:
1996
Zita Wenker, The making of a mystic. The story of St. L., in: ABR 47.1996, S. 117-140; -
2009
Heiliger Liudger. Zeuge d. Glaubens 742-809. Gedenkschrift zum 1200. Todestag. Hrsg. von Rudolf Ludger Schütz. Bochum 2009.
Letzte Änderung: 09.04.2011