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Band V (1993)Spalten 423-430 Autor: Heinz Schreckenberg

LULLUS, Raymundus, katalanischer Dichter, Philosoph, scholastischer Theologe (mit starkem apologetischen und missionarischen Engagement) und Enzyklopädist, * 1233 in Palma de Mallorca, † 1316, nach der Überlieferung an den Folgen einer Steinigung in Nordafrika (Grab in S. Francisco in Palma). - L. entstammte einer vornehmen Familie Barcelonas, wurde etwa 1246 Hofbediensteter am Hofe Jakob I. von Aragón, heiratete und hatte zwei Kinder. Wohl um 1263 hatte der angesehene Hofbeamte Visionen des gekreuzigten Christus, die ihn zur Abkehr von den Annehmlichkeiten der Welt und zur Aufnahme eines monastisch orientierten Lebens veranlaßten. Er lebte zunächst auf der Baleareninsel Mallorca, seiner erst 1229 unter christliche Herrschaft gekommenen Heimat, in der damals noch viele Muslime und Juden ansässig waren. Hier entwickelte er seit 1264 sein auf Muslime, Juden und Heiden gerichtes missionarisches Interesse, erlernte die arabische Sprache und bemühte sich vor allem um eine vertiefte Kenntnis der islamischen (und jüdischen) Religion und Philosophie, eine Grundvoraussetzung seiner späteren apologetischen Schriftstellerei und Missionsreisen. Sein Bemühen galt aber auch überhaupt der christlichen Theologie, den Artes und den Naturwissenschaften. Bei der Anlage seines Studiums konnte er sich auf den Rat des Dominikaners Raimund von Peñafort stützen. Irgendwann nach dem Rückzug von seiner Familie und seinem Hofamt - es gibt dafür kein sicheres Datum - wurde er Franziskanertertiar, d.h. er wählte die ihm als Verheirateten mögliche Form eines monastischen Lebens. Schon früh wurde ihm deutlich, daß missionarisches Wirken unter Nichtchristen die Kenntnis der jeweiligen Sprache voraussetzt; denn ohne diese waren Dialog und Religionsdisputationen, die ihm wichtigsten Missionsmittel, nicht möglich. So verfolgte L. während seines ganzen Lebens Pläne - auch hier auf der Linie von Ideen der Dominikaner -, Schulen für orientalische Sprachen (d.h. Studienklöster bzw. Missionsseminare) zu gründen, um sprachkundige Missionare aussenden zu können. Eine erste, wenngleich nur vorläufige Realisierung dieser Pläne gelang ihm bereits 1276 in Gestalt der Gründung eines einschlägigen Missionskollegs in Miramar auf Mallorca, in das dreizehn junge Franziskaner eintraten. Seine Bestrebungen richteten sich auch auf die religiöse Erneuerung von Laien und Klerus und eine zentrale Planung der kirchlichen Missionstätigkeit einschließlich organisatorischer Vorbereitungen eines neuen Kreuzzuges, um durch dessen Gelingen der Islammission bessere Möglichkeiten zu schaffen. Um für seine Ideen zu werben, nahm er nicht nur an verschiedenen Generalkapiteln der Franziskaner und Dominikaner teil, sondern besuchte weltliche Herrscher seiner Zeit und wandte sich mehrer Male an die römische Kurie (Nikolaus IV., Coelestin V., Bonifatius VIII., Clemens V.), allerdings ohne großen Erfolg. Was er unter anderem anregte, erschien wohl unrealistisch oder gar utopisch, nämlich islamische Herrscher aufzufordern, Gelehrte zu Studienzwecken für längere Zeit in christliche Länder zu entsenden und sie in freundschaftlichem Gespräch mit christlichen Theologen die christliche Religion und Theologie kennenlernen zu lassen. Einen gewissen Erfolg hatte L. aber schließlich insofern, als das Konzil von Vienne (1311-1312) auf seinen Antrag hin mit dem einschlägigen Kanon 11 die Errichtung von Studiengängen für orientalische Sprachen in Rom und an den Universitäten zu Paris, Bologna, Oxford und Salamanca beschloß. Dieser Beschluß wurde anscheinend nicht oder nur unvollständig realisiert, hatte aber wohl eine gewisse Signalwirkung. Zum Zwecke von Lehrtätigkeit und um sich seinen Studien und schriftstellerischen Aktivitäten zu widmen, weilte er wiederholt an den Universitäten Montpellier und Paris, darüber hinaus auch in verschiedenen anderen europäischen Städten. Als Missionar wirkte er auf seiner Heimatinsel Mallorca, in Neapel, in Nordafrika (1281-1282, 1292, 1307, 1314-1316) sowie in Zypern und Sizilien. In erster Linie den Muslimen, aber auch den Juden galten seine Bemühungen. Von L.s insgesamt etwa 300 Werken sind ca. 240 erhalten, davon ein Teil noch ungedruckt. Er schrieb in katalanischer, lateinischer und vermutlich auch in arabischer Sprache. Da keine mit Sicherheit von ihm in arabischer Sprache geschriebenen Werke erhalten sind, wird heute verschiedentlich bezweifelt, daß L. auch nur einen Teil seiner Schriften arabisch verfaßt hat. Für die katalanische Literatur und Schriftsprache hat er jedenfalls unbestritten eine ähnlich grundlegende und normierende Wirkung wie Dante für die italienische Literatur. Aber das Katalanische war seine Muttersprache, und die Beherrschung des Lateinischen war für einen europaweit tätigen Wissenschaftler seinerzeit unerläßlich. Eine so weitgehende Kenntnis des Arabischen, daß er in dieser Sprache nicht nur disputieren, sondern auch anspruchsvolle Literatur hätte schreiben können, scheint, jedenfalls für den Beginn seiner langen Tätigkeit als Autor, in der Tat als nicht sicher. Weit vor verschiedenen fachwissenschaftlichen Arbeiten und einigen - eher für die Geschichte der katalanischen Nationalliteratur, als deren Vater er gilt, beachtenswerten - Dichtungen finden heute L.s theologisch-apologetische und philosophische Werke Beachtung. In ihnen zeigt sich L. besonders auch als eine Art Weltverbesserer, der Mittel und Wege gefunden zu haben glaubt, durch »zwingende Vernunftgründe« (rationes necessariae) ein für allemal die Wahrheit des Christentums gegen alle Nichtchristen zu beweisen und der christlichen Religion auf der ganzen Welt zum Sieg zu verhelfen. Durch ein anscheinend von ihm erfundenes System der Kombination von Elementen der aristotelischen Kategorien und scholastischen Distinktionen in Verbindung mit einer mechanisch beweglichen Anordnung von konzentrischen Kreisen, von Dreiecken, Figuren und Buchstaben - eine Art Vorläufer der heutigen Computer - meinte L., nicht nur alle christlichen Dogmen beweisen zu können, sondern auch Denkregeln für wissenschaftliches Argumentieren in außertheologischen Bereichen zu besitzen. Nur wer verblendet sei und auf den Gebrauch der Vernunft überhaupt verzichte, bliebe davon unbeeindruckt. Dieses übergroße Vertrauen in den Wert einer Methodik und die Meinung, daß durch Glauben und Einsicht Gott mehr geehrt werde als durch den Glauben allein, trug L. verschiedentlich den Vorwurf des Rationalismus ein. - Eine Würdigung der Person L.s und seiner Bedeutung in theologiegeschichtlicher und geistesgeschichtlicher Hinsicht ist nicht möglich ohne einen Hinweis auf die wichtigsten Themen und Ziele seiner Werke. Von allen opera L.s am weitesten verbreitet ist der 1275/1277 entstandene »Llibre del gentil e los tres savis« (lat. Übersetzung: »Liber de gentili et tribus sapientibus«): Ein religionsloser gebildeter Heide, in ratloser Trauer bei dem Gedanken an Alter und Tod, macht sich auf den Weg, um irgendwo geistigen Trost und Lebensfreude zu finden. Er stößt zufällig auf eine Dreiergruppe von einander bekannten Gelehrten (Jude, Christ, Sarazene [d.h. Muslim]), die sich draußen vor der Stadt in schöner, baumbewachsener Landschaft über theologische Probleme unterhalten und nun dem verzweifelt Rat suchenden Heiden der Reihe nach die Anschauungen ihrer jeweiligen Religion über die wichtigsten Glaubensartikel darlegen. Der Heide schließlich, reich belehrt durch die urbanen, freundlichen Standpunktdarlegungen, will sich für eine der drei Religionen entscheiden, doch warten die drei Gelehrten die Entscheidung nicht ab und verabschieden sich von ihm, um weiter untereinander die Antwort auf die Frage nach der wahren Religion zu suchen. Sie sind sich aber bereits darüber einig, daß alle den gleichen Gott verehren und nur die unterschiedliche Art und Weise der Verehrung sie trenne. Sie wollen auch weiterhin täglich zu freundlichem Gespräch zusammentreffen, bis sie sich irenisch auf eine einzige wahre Religion geeinigt hätten, die dann der Menschheit zu verkünden sei. Aus einer gewissen Affinität des »Liber« zum »Buch Kusari« des Jehuda Halevi (12. Jh.) hat man gelegentlich auf eine Beeinflussung von dort geschlossen, wohl zu Unrecht. - Der 1282/1287 verfaßte merkwürdige Roman »Blanquerna« ist eine Art Missionsroman mit autobiographischen Elementen, eine Dichtung, in der L. u.a. missionstheoretische und missionstaktische Gedanken entwickelt: Verzicht auf Eroberung des Hl. Landes mit Waffengewalt oder wenigstens Mäßigung bei der Gewaltanwendung, statt dessen sprachliche Schulung von christlichen Judenmissionaren in speziellen Studienklöstern sowie die Ausbildung von Muslimen, Juden und Heiden zu christlichen Missionaren, u.a. dadurch, daß man sie - zum Zwecke der Bibelexegese - Latein lernen läßt. Kennzeichnend für die Methode seiner Islammission, nämlich über Gespräche mit muslimischen Gelehrten (als Multiplikatoren) die Kenntnis des Christentums zu verbreiten, ist das Religionsgespräch, das er im Jahre 1307 in Bugia (Bougie, Bidschaja, ca. 200 km östlich von Algier) führte, das arabisch protokolliert und später (als »Disputatio Raymundi christiani et Hamari saraceni«) ins Lateinische übersetzt wurde. Charakteristisch für L.s Einstellung zur Judenmission ist besonders der 1305 in Barcelona in lateinischer Sprache geschriebene und veröffentlichte »Liber praedicationis contra Judaeos (et Saracenos) (Liber de trinitate et incarnatione)«. Er besteht aus 52 Predigtvorlagen (Sermones), die Beweismaterial zum Thema Trinität und Inkarnation bereitstellen, wie es bei Gesprächen mit Juden und Muslimen nützlich sein konnte. Der Prolog formuliert eine Art Programm: L. will in jedem der 52 Sermones jeweils operieren mit einer Schriftstelle (»auctoritas Veteris Legis«), mit Vernunftgründen bzw. Argumenten der Philosophie (»problemata«), und schließlich am Ende jeder Predigt soll der zwingende Beweis erscheinen, daß die Juden im Irrtum sind. Unter den Schriftbeweisen für die Inkarnation und Trinität finden sich manche aus langer antijüdisch-apologetischer Tradition bekannte Testimonia, so Ps 110,3, Gn 18, 2-3, Is 53,8, Ps 2,7, Gn 1, 26, Is 6,3. Die 10 Gebote (Ex 20), aber auch sonstige praecepta (zB. Dt 22,10) werden allegorisch bzw. auf die eine oder andere Weise christlich-trinitarisch verstanden. »Als Grundthese seiner Argumentation setzt er die innertrinitarische Dynamik in der göttlichen Natur voraus« (CChr XXXVlll, 4). Im Jahre 1308 vollendet L. sein letztes großes programmatisches Werk, die »Ars generalis ultima«, eine Art »Allgemeine Kunst« oder christliche Universalwissenschaft, der Schlußpunkt unter sein lebenslanges Bemühen um eine theologische Denk- und Beweiskunst, die bei aller Eigenständigkeit wesentliche Anregungen von Aristoteles bzw. dessen Syllogistik, Thomas von Aquin und der scholastischen Tradition aufgreift. Breiten Raum nimmt in L.s Werken ein das Operieren mit zwingenden Vernunftgründen (rationes necessariae) auf der Basis der göttlichen Attribute (dignitates), die er zu einem System ausgestaltet. Manche seiner Vorstellungen erinnern an affine Gedanken der Kabbala, doch ist Art und Umfang eines Einflusses von dorther noch nicht befriedigend geklärt. L. wird gewöhnlich neben Abälard zu den - im Verhalten gegenüber Nichtchristen - tolerantesten Theologen des Mittelalters gerechnet. Und in der Tat: »Aus L.s Schriften erfahren wir - und das war den allermeisten seiner abendländischen Leser ganz neu und fremd klingend -, daß auch die anderen Religionen, sowohl die schismatisch-häretischen Kirchen des Orients (Griechen, Jakobiten, Nestorianer) und die Juden, als auch die Welt des Islam und der Heidentums, als deren wichtigster Vertreter ihm die politische Welt des Tatarenvolkes erscheint, ernste, gebildete, ja gelehrte Anhänger aufzuweisen haben, deren ganzes Sinnen u. Trachten auf die Ergründung der religiösen Wahrheit gerichtet ist« (Altaner, 1928, 595). Es ist auch richtig, daß L. in seinen apologetischen Dialogen die Kontrahenten sachbezogen und höflich diskutieren und sie einander oft mit »Freund« (amice) anreden läßt (so im »Liber de gentili et tribus sapientibus« und im »Liber de quinque sapientibus«). Letztlich aber läßt sein starker Missionswille den anderen Religionen keinen Existenzraum. Die Universalreligion der Menschheit, die er mit seinen wissenschaftlichen Mitteln realisieren will, ist ganz und gar christlich; denn in wesentlichen Glaubensfragen, zB. Trinität und Inkarnation, befürwortet er nirgends Kompromisse. Dem entspricht die Tatsache, daß L. gegen Ende seines Lebens Andersgläubigen gegenüber zunehmend intoleranter wird, für Missionszwang (in Gestalt von Zwangspredigten) eintritt und den Sinn von Kreuzzügen in der mit ihnen verbundenen oder ihnen folgenden Zwangsbekehrung sieht. L.s Lehren, vor allem der Gültigkeitsanspruch seiner Beweismethodik und sein von manchem als zu rationalistisch und intellektualistisch empfundener Beweisoptimismus, wurden im 14.-16. Jh. verschiedentlich abgelehnt und als ketzerisch verdächtigt. Immerhin fand der »Lullismus« überall in Europa viele Anhänger, und seine Art zu argumentieren machte zB. Eindruck auf Nikolaus von Kues, Giordano Bruno und sogar noch auf Leibniz.

Werke: Beati R. L. doctoris illuminati et martyris opera (lateinisch), I-VI. IX-X, Mainz 172l-1742 (darin nur 40 der etwa 240 erhaltenen Werke gedruckt; von diesen 40 ist überdies ein Teil unecht; innerhalb der einzelnen Bde. keine durchlaufende Seitenzählung; der »Liber de gentili et tribus sapientibus« in II, 94 S.; die »Disputatio Raymundi christiani et Hamari saraceni« in IV, 47 S.); Obras de R. L., texto original publicado etc., ed. G. Rosselló, Palma 1837; Obras rimadas de R. L., ecritas en idioma catalan-provenzal, Palma 1859; Obres (katalanisch), ed. M. Obrador - S. Galmés, 2l Bde., Palma 1906-1950; Liber de acquisitione Terrae Sanctae, ed. E. Longpré, Criterion 3, 1927, 265-278; Ars compendiosa, ed. C. Ottaviano, Paris 1930; Disputatio Petri clerici et Raymundi phantastici, ed. M. Müller, Wissenschaft und Weisheit 2, 1935, 311-324; Obres literarias, ed. M. Batllori u.a., Madrid 1948; Obres essencials (neukatalanisch), 2 Bde., Barcelona 1957-1960; Opera latina, ed. S. Galmés (u.a.), 3 Bde., Palma 1952-1954; El »Liber predicationis contra Judeos« de R.L. Primera edición critica, con introducción y notas par José M. Millás Vallicrosa, Madrid - Barcelona 1957 (cf. R. J. Z. Werblowski, in: Tarbiz 32, 1963, 207-211); Opera latina, ed. F. Stegmüller (u.a.), Palma 1959-1967; Opera latina, Turnhout 1975-1988 (= CChr, Cont. med. XXXII-XXXIX, LXXV-LXXVI, LXXVIII; Weiterführung dieser Ausgabe durch das R.-L.-Institut der Universität Freiburg i.Br.; »Liber praedicationis contra Judaeos« in vol. XXXVIII; »Ars generalis ultima« in: vol. LXXV); Selected Works of R.L. (1232-1316), ed. and transl. by A. Bonner, 2 Bde., Princeton, NJ, 1985; Das Buch vom Liebenden und Geliebten, übers. von L. Klaiber, Olten 1948; Buch vom Heiden und den drei Weisen (Übers. in Auswahl), eingel. von R. Pannikar, Freiburg 1986.

Bibliographie: E. Rogent - E. Duran, Bibliografía de les impressions lullianes, Barcelona 1927; J. Avinyó, Les obres autèntiques del beat R.L. Repertori bibliogràfie, Barcelona 1935; M. Batllori, Introducción bibliogr. á los estudios Lulianos, Palma 1945; B. Mendía, Bibliografía luliana contemporánea 1935-1950, Archivum Franciscanum Historicum 44, 1951, 436-458; W. Platzeck, R.L., 2 Bde., Berlin 1962-1964 (im 2. Bd. ein vollständlges Werkverzeichnis der Werke des R.L.); Zeitgenössische »Vita Beati R.L.« (vom Jahre 1312) ed. B. de Gaiffier, in: AnBoll 1930, 130-178.

Lit.: O. Keicher, R. L. und seine Stellung zur arabischen Philosophie, München 1909; - A. Gottron, R. L.s Kreuzzugsideen, Berlin 1912; - J. Avinyó, Historia del Lulismo, Barcelona 1925; - B. Altaner, Glaubenszwang und Glaubensfreiheit in der Missionstheorie des R. L., HJ 48, 1928, 586-6l0; - Ders. R.L. und der Sprachenkanon (can. 11) des Konzils von Vienne (1312), HJ 53, 1933, 190-219; E. A. Peers, R. L., London 1929; - A.L. Williams, Adversus Judaeos, London 1935, 256-258; - F. Sureda Blanes, El beato R. L., Madrid 1937; - R. Sugranyes de Franch, R. L., Schöneck-Beckenried 1954; - Ders. Le »Livre du gentil et des trois sages« de R. L., in: Juifs et judaïsme de Languedoc, hrsg. von M.- H. Vicaire, Toulouse 1977, 319-355; - J. M. Millás Vallicrosa, Algunes relaciones entre la doctrines Lulianes y la Cabala, Sefarad 18, 1958, 241-253; - Ders. The Doctrine of the »Lullian Dignities« and the Sefiroth [hebräisch], in: Y. F. Baer Jubilee Volume, ed. S.W. Baron (u.a.), Jerusalem 1960, 186-190; - R. Brummer, Un poème Latin de controverse religieuse et le »Libre del gentil e los tres savis« de R. L., Estudíos Lulíanos 6, 1962, 275-281; - Ders. Una qüestio debatuda: R. L. va escriure llibres en àrab?, in: Miscellània A. M. Badia Magarit, Montserrat 1985, 55-69; - A. Llinares, R. L., Grenoble 1963; - E. Colomer, Das Selbstverständnis des R. L., in: Miscellanea Mediaevalia III, Berlin 1964, 163-184; - Ders. Die Beziehung des R. L. zum Judentum im Rahmen des spanischen Mittelalters, in: Miscellanea Mediaevalia IV, Berlin 1966, 183-227; - Ders. Die Vorgeschichte vom Motiv des Friedens im Glauben bei R. L., Mitteilungen und Forschungsbeiträge der Cusanus-Gesellschaft 15, 1984, 82-112; - E. W. Platzeck, R. L., 2 Bde., Düsseldorf 1962-1964; - W. P. Eckert, Das Judentum in der christlichen Umwelt des Mittelalters, in: Judentum und christlicher Glaube, hrsg. von C. Thoma, Wien 1965, 75-138, 105-108; - J. N. Hillgarth, R. L. and Lullism in Fourteenth-Century France, Oxford 1971; - H. Greive, R. L. und die Kabbala, FZThPh 20, 1973, 324-33l; - A. Madre, Die theologische Polemik gegen R. L. Eine Untersuchung zu den Elenchi auctorum de Raimundo male sentientium, Leiden 1973; - E. R. Daniel, The Franciscan Concept of Missions in the High Middle Ages, Lexington, Ky, 1975, 66 ff.; - S. Garcías Palou, R. L. y el Islam, Palma 1981; - Ders. R. L. en la historia del ecumenismo, Barcelona 1986; - J. Cohen, The Friars and the Jews, Ithaca-London 1982, 199-225; - Raymond Lulle: Christianisme, Judaïsme, Islam: Les actes de Colloque sur Lulle, Université de Fribourg, 1984. Fribourg 1986; - A. C. Skinner, Veritas Hebraica (Diss. Denver), 1986, 239-241; - W. Mettmann, Die volkssprachliche apologetische Literatur auf der Iberischen Halbinsel im Mittelalter, Opladen 1987, 8-20; - M. Idel, R. L. and Ecstatic Kabbalah, Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 51, 1988, 170-l74; - Ch. Lohr, Raimondo Lullo e Anselmo di Aosta, Studi medievali 29, 1988, 1-17; - Raymond Lulle et le Pays d'Oc (Cahiers de Fanjeaux, 22), Toulouse 1987; - W.A. Euler, »Unitas et pax«. Religionsvergleich bei Raimundus Lullus und Nikolaus von Kues, Würzburg 1990; - RE XI 706-716; - DThC IX, 1072-1141; - RGG IV, 474-475; LThK VIII, 974-976; - Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon V, Berlin 1985, 1046-1049; - DLL X, 109-110; - TRE XXI, 500-506.

Heinz Schreckenberg

Textanmerkungen:

Raymundus Lullus ist Seliger der Katholischen Kirche. Sein Kult ist im 19. Jahrhundert bestätigt.

Werkeergänzung:

1999

Michela Pereira ; Barbara Spaggiari, Il Testamentum alchemico attribuito a R.L. Ed. del testo latino e catalano dal manoscritto Oxford, Corpus Christi College, 244. Bottai 1999;

2010

Doctrina pueril = Was Kinder wissen müssen. Eingel. von Joan Santanach i Sunol. Aus d. Katalan. übers. von Elisenda Padrós Wolff. Berlin 2010.

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Literaturergänzung

1981

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1987

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Theodor Pindl, The relationship between epistemologies of R.L. and Nicholas of Cusa, in: ACPQ 64.1990, S. 73-110; -

1991

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Letzte Änderung: 12.06.2010