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Verlag Traugott Bautz
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MAZZINI, Giuseppe, Revolutionär und Vordenker des italienischen Risorgimento, der mit seiner Lehre von der nationalen » Mission« die republikanische Nationalbewegung auf der Halbinsel inspirierte und sie durch die Organisation der »Giovine Italia« neu strukturierte unter Zusammenschluß mit revolutionären Nationalbewegungen anderer Länder, * 22.6. 1805 in Genua, † 10.3. 1872 in Pisa. - Sein Leben und Werk stehen in Wechselwirkung mit dem epochalen Übergang von der Restauration zu den Nationalbewegungen Europas. Sein Denken und Wirken galten der konspirativen Unterstützung, Koordination und geistigen Führung der Unabhängigkeitskämpfe innerhalb der Kleinstaaten, die dem Schutz der Heiligen Allianz unterstellt waren. Schon in seiner Geburtsstadt stand er unter dem Eindruck der Erinnerungen an die Repubblica ligure (1797-1800), die unter dem Vorschutz des damals revolutionären Frankreichs errichtet worden war. Sie erreichten den jungen M. durch seinen Vater, der an der Regierung der Republik beteiligt war und danach, zurückgezogen von der Politik, in seinem früheren Beruf als Arzt und Professor für Medizin an der Universität in Genua weiterwirkte. Sensibel für die militante Abwehr der restaurativen Staatenordnung wurde M. schon im Alter von 15 Jahren, als ihn am Hafen von Genua neugierige Menschenmengen auf die Einschiffung politischer Flüchtlinge aufmerksam machten. Er erfuhr dabei von der Welle gewaltsamer Aufstände, die auf der Halbinsel gegen die restaurative Ordnung gekämpft hatten. Auf seine Einstellung zur Politik wirkte das Elternhaus ferner durch die tiefe Religiösität seiner vom Jansenismus geprägten Mutter, zumal die hier fundierte Überzeugung, wonach metaphysische und ethische Ideen maßgeblich für politisches Wirken seien. Sein eigenständiges politisches Denken bildete sich allerdings erst zwischen den Jahren 1831 und 1836 aus. Es sollte die Konsequenz aus seinen Erfahrungen ziehen, die er zunächst mit der Carboneria machte. In diese Geheimgesellschaft, die von Marseille aus über Genua ein konspiratives Netz auf der Halbinsel unterhielt, ließ sich M. kurz vor dem Erwerb der »Laurea« in Jurisprudenz an der Universität in Genua (Nov. 1822 - April 1827) iniziieren. Er verschrieb sich dabei den kosmopolitischen Idealen, wie sie die Carboneria, als Trägerin der französischen Aufklärung, im Gegenzug zur Restauration in Italien vertrat. Zwischen 1829 und 1830 avanzierte er zum geistigen Führer ihrer Loge in Genua. Nach Aufnahme seiner konspirativen Tätigkeit trat er als Schriftsteller erstmals in die Öffentlichkeit. Im Mai 1828 veröffentlichte er seinen ersten patriotischen Artikel in dem für Handel und Industrie herausgegebenen Blatt »Indicatore genovese«, das er bald in ein Sprachrohr für nationale Bestrebungen umzuwandeln verstand. Nach dem Verbot des Blattes durch die Behörden in Piemont setzte er 1829 seine vorsichtige Propaganda für nationale Unabhängigkeit und republikanische Verfassung fort. So veröffentlichte er in dem 1829 gegründeten Blatt »Indicatore livornese« nach Abstimmung mit der Loge in Genua seine erste politische Abhandlung (»De l'Espagne considerée par rapport à la France«). Er formulierte hier seinen frühen Glauben an Frankreichs Führung auf dem vorbestimmten Weg zur nationalen Unabhängigkeit unter republikanischer Verfassung. Dieser Glaube, der ihn damals mit der Carboneria verband, erschien ihm jedoch zunehmend als Illusion, nachdem er erkennen mußte, daß nach der Julirevolution in Paris die von Frankreich her erhoffte Befreiungswelle im Osten und Süden ausblieb. Der Wendepunkt seines Denkens trat schließlich ein, als er im November 1830 infolge der Denunziation eines durch ihn ahnungslos in die Carboneria iniziierten Spions festgenommen und in der Festung von Savona inhaftiert wurde. Während seiner dreimonatigen Gefangenschaft zerbrach für ihn vollends der Glaube an die Führungsrolle Frankreichs und löste er sich schon innerlich los von der darauf fixierten Carboneria. In seiner Zelle erkannte er zugleich seine wahre Berufung: seine »Mission« zur nunmehr eigenständigen Neuerstehung Italiens (»risorgimento«) als geistigen Zentrums des neugeordneten Europas aus verbrüderten Nationen unter der geistigen Ägide des »Dritten Roms«. Seine Vision nahm systematische Form an, als M., aus der Haft entlassen, sich für das Exil im Ausland entschied und nach ersten Stationen in Genf und Lyon sich dort den im Exil lebenden Revolutionsführern seines Landes nochmals anschloß, um an bewaffneten Einfällen in Savoien und auf Korsika teilzunehmen. Das Scheitern dieser zwei Speditionen verstärkten M.s Abkehr von der älteren Generation der Revolutionäre. Nunmehr zum Neuaufbau der revolutionären Strukturen entschlossen, ließ sich M. am 29.3. 1831 in Marseille als neuer Stätte seines mehrjährigen Exils nieder. Hier schuf er die Operationsbasis für seinen neuen Kampfverband, die »Giovine Italia«, die er zwischen Mai und Juni 1831 ins Leben rief. Mit ihr löste er die republikanisch orientierte Nationalbewegung aus den Strukturen der unter der Carboneria organisierten Geheimgesellschaft und schloß sie nun neu zusammen unter seinem eigenen und fortan öffentlich vertretenen Aktionsprogramm. Er zog darin die Konsequenz aus seinen Erfahrungen mit der Carboneria ebenso wie aus seinen Enttäuschungen über das Ausbleiben der bislang Frankreich allein zugedachten Rolle des Wegbereiters für die Nationwerdung. Erst jetzt systematisierte er seine Vision vom »Dritten Rom« zu einer Lehre, die 40 Jahre später als politische Theologie gekennzeichnet werden sollte. Entscheidend für den Aufbau seiner Lehre war zum einen die Romantik, wie sie von Deutschland her über die Alpen nach Italien vermittelt wurde. Von dort hatte M. die Idee von einem ordnenden Plan der Geschichte bezogen, samt der darin angelegten Abwehr der Aufklärung als nicht wiederholbares Stadium der auf höhere Epochen zulaufenden Geschichte. Zum anderen bezog er in Marseille von dem damals gerade dort auch durch die Zeitschrift »Globe« intensiv propagierten Saintsimonismus dessen Geschichtsphilosophie, die ihm die Idee von der Ablösung der Aufklärung und dem Kommen der neuen »organischen Epoche« vermittelte. Selektiv verarbeitete er nun diese strukturellen Elemente zur Untermauerung seiner eigenen, dem Saintsimonimus nun aber inhaltlich entgegengesetzten politischen Vision: Als Hauptstadt der neuen Epoche galt für ihn nicht mehr Paris, sondern Rom, und die Herbeiführung des höheren Zeitalters sollte nicht mehr den politischen Eliten allein obliegen, sondern »Pflicht« des durch den Genius des Dichters angeleiteten Volkes sein. Seine Lehre veröffentlichte M. als ersten Artikel in der von ihm geleiteten Zeitschrift »Giovine Italia« im März 1832. Die Struktur der gleichnamigen Organisation schuf M. ebenfalls von seiner ausländischen Operationsbasis aus. Bahnbrechend war daran der Übergang von den Strukturen der Geheimgesellschaft zur Grundform der modernen politischen Partei Italiens. M. gab der »Giovine Italia« ein öffentliches Aktionsprogramm, sicherte ihre Finanzierung durch regelmäßige Beiträge ihrer Mitglieder und durch öffentliche Subskriptionen, gliederte sie nach territorialen Gesichtspunkten und versah sie mit einem breiten Spektrum an Propagandamedien, das von der Zeitschrift für den Führungskader über Flugblätter bis hin zu volksnahen Broschüren reichte. Die Verbreitung betrieb er von Marseille aus meist auf den gleichen Wegen wie vordem die Carboneria. Die Handelsschiffe italienischer und ausländischer Kompanien, ihre Ausfuhrwege und unverdächtigen Anlaufstellen dienten ihm zur Tarnung der Kanäle, durch welche er die Verbreitung und die Koordination betrieb. Ein halbes Jahr nach ihrer Gründung konnte M. dadurch die ersten Aktionszentralen der »Giovine Italia« im Kirchenstaat errichten. Und 1832 hatte er auch in der von Österreich besetzten Lombardei und im Königreich Piemont-Sardinien ein großräumiges Netz aus konspirativen »Congreghe« gezogen. Bereits 1833 trat die »Giovine Italia« an die Stelle der älteren Carboneria. Dadurch bildete sie die umfassendste Organisation der politischen Emigranten republikanischer Tendenz. In der Struktur seines Kampfverbandes sah M. die Verwirklichung seiner Überzeugung vom untrennbaren Zusammenhang zwischen Gedanke und Tat, eine Leitidee, die er ebenfalls vom Saintsimonismus bezogen hatte und die ihn zeit seines Lebens dogmatisch darin bestärkte, daß erst auf dem Wege breitenwirksamer Überzeugungsarbeit und auf dem Boden einer neuen Religion die Nation letztendlich verwirklicht werde. Maßgebend für seine revolutionäre Aktion wurde schließlich der Vorrang der politischen Unabhängigkeit vom Hauptfeind Österreich. Denn die ideelle Zielsetzung schloß für M. nicht aus, ja setzte für ihn voraus, daß sein Kampf gegen Österreichs Vormacht zunächst durch Anfachen von Massenerhebungen eingeleitet, hierauf durch konspirative Durchdringung von Offizierskorps unterstützt und schließlich durch Kader der »Giovine Italia« geführt werden sollte. Seine revolutionäre Technik, die er in den frühen 30er Jahren konzipierte, verwandte M. in nahezu allen seinen Operationen, mit denen er bis Mitte der 50er Jahre seine stets neugruppierten Organisationen mehrfach in die Unabhängigkeitsbewegungen auf der Halbinsel einschaltete. Sein Operationsplan wurzelte im tiefem Mißtrauen gegenüber allen Reformversprechungen von seiten der Regierungen, nachdem das Scheitern der vorangegangenen Kämpfe um liberale Verfassungen in den Jahren 1821 und 1831 und das Drohen der Intervention Österreichs als Schutzmacht der restaurativen Ordnung ihn eines Besseren belehrt hatten. Um so mehr gründete seine Strategie in den hochgespannten Erwartungen an die Heraufkunft der neuen Epoche und in seiner Hoffnung, daß die Völker nur auf ein Signal warteten, um von einem Teil Europas zum anderen sich zu erheben. Darin lag für M. auch der Grundsatz beschlossen, daß die Nationwerdung Italiens nicht auf der Ebene der europäischen Diplomatie herbeiführbar sei. Entsprechend verliefen die ersten Operationen der »Giovine Italia«. In den Jahren 1833 und 1834 leitete nämlich M. vom Exil in Marseille aus zwei Einfälle in Savoien, um dort mehrere Aufstände anzufachen und von dort aus auf die Lombardei überzugreifen, wo die Garnisonen Österreichs zum Abzug gezwungen werden sollten. Der erste Zug nach Savoien im Jahre 1833 endete schon zwischen April und Juni mit der Repression durch die Regierung in Turin, welche die Aktionen der »Giovine Italia« zuvor entdeckt hatte. M., der darauf in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, bereitete in Genf einen zweiten Zug nach Savoien vor, wozu er im Exil lebende Revolutionäre aus Italien, Polen und Deutschland zusammenführte und mit Waffen aus Belgien und Frankreich versorgte. Noch vor dem Einfall in Savoien wurden im Tessin die zusammenlaufenden Züge von den schweizer Behörden entdeckt und durch Regierungstruppen aufgerieben. Aus der Schweiz offiziell ausgewiesen, lebte M. verborgen zunächst in Lausanne, dann in Bern. In den dortigen Milieus der politischen Emigranten wurde er besonders auf die Rolle der deutschen Handwerker und ihre Bedeutung als Träger der Nationalbewegung aufmerksam. Unter diesem Eindruck schickte er sich dazu an, im Exil lebende Revolutionäre aus Deutschland mit Exilanten aus Polen und Italien in der »Giovine Europa« zusammenzuschließen. Mit ihrer Gründung am 15.4. 1834 in Bern verfolgte er, alle ihren Prinzipien zustimmenden Nationalbewegungen als »santa trinità« durch Tochterverbände zu koordinieren. Dazu gründete er das Junge Polen, das Junge Deutschland und die Giovine Svizzera. Zur Verbreitung der Leitideen gab er im Juni 1835 die Zeitschrift »Jeune Suisse« heraus. Darin und in der »Biblioteca popolare economica«, welche die schweizer Sektion besorgte, ließ er im Einklang mit seiner Lehre von der organischen Epoche die als anachronistisch geltenden Wirtschaftslehren Benthams und der Physiokraten ebenso bekämpfen wie die durch Buonarrotis Carboneria propagierte Führungsrolle Frankreichs. Parallel dazu entwickelte M. in seiner Berner Schrift »Foi et Avenir« (1835) die Idee von der »religione di patria« als verbindender Kraft für die nationale Einheit. Schon 1836 sah sich die »Giovine Europa« den Repressionen der schweizer Behörden ausgesetzt, die auf Betreiben der ausländischen Diplomatie tätig wurden. Am 26.5. 1836 erfolgte die Festnahme M.s. unter dem Vorwand illegalen Waffenbesitzes in Grenchen. Seine Anhänger wurden über die Grenze abgeschoben. Als er bald danach mangels Beweisen auf freien Fuß gesetzt wurde, verließ er die Schweiz und ließ sich im Januar 1837 in London nieder. Hier begann sein langjähriges Exil, wo er die neue Operationsbasis für seine vielfältige Mitwirkung an den Nationalbewegungen auf der Halbinsel schuf. Während der ersten Phase seines Exils (Januar 1837 - Frühjahr 1848) lebte er bis 1839 zunächst zurückgezogen und von quälenden Selbstzweifeln befallen im Milieu der italienischen Emigranten. Sein Auskommen bestritt er dabei mit literaturkritischen Beiträgen für englische Zeitschriften. Bald befaßte er sich mit der Herausgabe der unter großem Aufwand erstellten Sammlung der in Londoner Buchhandlungen verstreut liegenden Schriften von Ugo Foscolo zu Dantes Divina Commedia. Sie erschienen 1842 in London. Eine neue Aufgabe erkannte er bald in der erzieherischen Betreuung der verwahrlosten Kinder seiner in London arbeitenden Landsleute. Dazu gründete er im November 1841 eine freie Abendschule, welche bis 1848 unter seiner Leitung stand. Er vermittelte hier neben italienischer Sprache und Schrift sowie Grundkenntnissen in Mathematik auch Grundzüge der Geschichte Italiens und zog dadurch auch bald neue Mitarbeiter für seine Zeitschrift »Apostolato popolare« heran. Den Aufbau der zweiten »Giovine Italia« nahm er 1840 in Angriff, als er das Erstarken des moderierten Flügels in Italien wahrnahm und er es für vordringlich empfand, das Netz seiner in Kleingruppen zerfallenen Anhänger von London aus neu zu aktivieren. Im März 1840 gründete er schon als erste Sektion der »Giovine Italia« die »Unione degli Operai Italiani di Londra«, als deren Publikationsorgan er das »Apostolato popolare« herausgab. Er koordinierte sie im Jahre 1841 mit den neu geschaffenen Sektionen der »Giovine Italia« in den Emigrantenmilieus Frankreichs, New Yorks, Zentralamerikas und Montevideos. Durch seine neuen Aktionszentralen schloß er zum Anfang des Jahres 1843 ein Bündnis mit der von Malta aus operierenden Kampfgruppe »Legione Italica«, die unter der Führung von Nicola Fabrizi das Ziel verfolgte, von Sizilien aus und durch Anfachen mehrere Aufstände wellenartige Massenerhebungen in nördlicher Richtung auszulösen und dadurch die Vormächte Österreich und Frankreich aus der Halbinsel zu verdrängen. Bei diesem Zusammenschluß zum »partito d'azione« (1843-1845) konnte M. erreichen, daß sein politisches Programm als gemeinsames Ziel akzeptiert wurde. Die Koordination der Aufstände scheiterte jedoch, nachdem die Massenerhebungen in Sizilien ausblieben und als in Mittelitalien der Kirchenstaat durch seine Polizei die Aktionszentralen vorzeitig entdeckte und ausschaltete. Nach ihrem Scheitern schlugen auch die mit ihnen koordinierten Züge zweier bewaffneter Kampfverbände fehl, die von Korfu aus unter der Führung der Gebrüder Bandiera und von der Toscana aus unter der Leitung dort gelandeter Exilanten sich in Mittelitalien einschalten sollten. Die hohen Verluste wirkten sich nachteilig für das Ansehen Mazzinis und seiner revolutionären Technik aus. Während M. zu seiner Rechtfertigung die Idee des politischen Märtyrertums entwickelte, hatte sein gewalttätiges Vorgehen auf seiten der »Moderati« zur Folge, daß sie jedes auch nur pragmatische Zusammengehen mit ihm ablehnten. Sie traten ihm mit Kampfschriften von Cesare Balbo und dem Programm von Massimo d'Azeglio ideologisch entgegen. Während der Operationen des »partito d'azione« hatte M. sein Exil nicht verlassen. Er bereitete dort neue Bündnisse mit Vertretern der englischen Arbeiterschaft vor. Sie wurden auf ihn aufmerksam, als er gegen die englischen Behörden öffentlich den Beweis vorbrachte, seinen Briefverkehr in der gleichen Weise wie den von englischen Parlamentariern abgefangen zu haben. So gewann er im Jahre 1847 hervorragende Vertreter des gemäßigten Flügels der Chartisten wie Thomas Cooper und James Watson und Parlamentsvertreter der »radicals« für seine »People's International League«, die er in England als ersten öffentlichen Verein zur Einflußnahme auf die Außenpolitik gründete. Die erste Phase seines Exils in London endete, als er im Frühjahr 1848, wie viele andere Exilanten, den neuen Zeichen der Reform folgte. Die Entschärfung der Pressezensur durch den neu gewählten Papst Pius IX und seine Gewährung der Amnestie für die politisch Verfolgten kündigten M. ebenso Chancen für seine Rückkehr an wie die Wellen neuer Erhebungen, die um die Jahreswende 1847/48 in Süditalien, im Februar in Frankreich, im März in Deutschland, Österreich und im lombardisch-venetianischen Königreich für M. die neue Epoche einzuleiten schienen. Er kehrte im April 1848 zum Hauptschauplatz Italien zurück, kurz nachdem König Albert von Piemont am 24.3. 1848 gegen Österreich in den Krieg trat und dadurch versuchte, die Erhebung in Mailand (»Le Cinque Giornate vom 18.-23.3. 1848), welche die österreichischen Garnisonen zum Abzug zwang, unter seine Kontrolle zu bringen. Von April bis Ende Juli hielt sich M. im befreiten Mailand auf. Seine Weigerung, mit den königstreuen »Moderati« zusammenzugehen, entfremdete ihn erstmals von Giuseppe Garibaldi, als dieser, aus Lateinamerika zurückgekehrt, sich als General in das lombardische Heer eingliedern ließ und hier mit seinen Freiwilligen für das Königshaus von Piemont kämpfte. Die Rückeroberung Mailands durch Radezky am 6. August und der Waffenstillstand mit der piemontesischen Armee verlagerten darauf den Unabhängigkeitskampf auf M.s Verbände. Er folgte zunächst den Garibaldinern nach Bergamo und organisierte dann von Lugano aus den Aufstand im Val d'Intelvi. Dort verfolgte er das Ziel, durch Einfälle in die Lombardei die österreichischen Truppen zu zersplittern, durch Zellen in der Lombardei ferner lokale Aufstände anzufachen und von Genua her schließlich bewaffnete Freiwillige einmarschieren zu lassen. Die Aufstände wurden im November 1848 niedergeschlagen. M. floh nach Marseille. Dort verkündete er am 7.1. 1848 sein Programm für die Republik von Rom, die kurz zuvor in die Hand seiner Anhänger gefallen war. Mit ihr hatte die republikanische Nationalbewegung die letzte Bastion errichtet. Anfang Februar 1849 machte sich M. auf den Weg nach Rom. Während seines Aufenthalts in der Toscana wurde er Mitglied der provisorischen Regierung in Florenz, wo er jedoch vergeblich am Zusammenschluß mit Rom arbeitete. Seine Ankunft in Rom am 6.3. 1849 rief im neugeordneten Parlament stürmischen Applaus hervor. Hier machte er seine ersten und einzigen Erfahrungen mit den Geschäften einer Regierung. Auf sein Betreiben wurden Zuständigkeiten des Parlaments auf ein mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattetes Triumvirat übertragen, dem er selbst angehörte. Im Triumvirat sah er die wichtigste Vorkehrung zur doppelten Verteidigung der Republik von Rom. Ihr drohte im Süden der Aufmarsch der borbonischen Truppen und im Norden das Vorrücken der Armee Österreichs, welche dem piemontesischen Heer in der Schlacht von Novara am 23.3. 1849 eine schwere Niederlage beibrachte. Während der Verteidigung der Republik überhöhte sie M. zum Mythos des Kampfes um das »Dritte Rom«. Die Einsätze der Garibaldiner, die er zeitweise mit bestimmte, vermochten es auf Dauer allerdings nicht, die neue, nun außenpolitisch entstandene Großlage abzuwenden. Sie erlagen den Großangriffen französischer Truppenverbände, die Napoleon III zum Schutze Roms entsandt hatte, um damit auch die inländische Unterstützung seiner neuen Präsidentschaft durch die Kirche zu sichern und außenpolitisch der Intervention Österreichs in Mittelitalien zuvorzukommen. In dieser Konstellation stieß M.s Forderung, den Kampf um Rom in die Provinzen zu verlagern, auf den geschlossenen Widerstand des Parlaments. Es beschloß die Kapitulation. M. trat darauf am 1. Juli vom Triumvirat zurück, zwei Tage vor der Übergabe Roms. Er floh ins Exil, erst nach Marseille, dann nach Genf, und versuchte im Frühjahr 1850 in Paris gegen Napoleon zu agieren. Nach kurzem Aufenthalt in England und in der Schweiz ließ er sich in London nieder. Während seines zweiten Exils in London (1850-1859) trat er verstärkt dem Sozialismus als seinem neuen ideologischen Widersacher entgegen. Dazu gründete er als Nachfolgeverband der »Giovine Europa« eine Art Demokratische Internationale (»Comitato Centrale Democratico Europeo«). In ihren Stab berief er im Exil lebende Führer ausländischer Nationalbewegungen: den Franzosen Ledru-Rollin, den Deutschen Arnold Ruge, den Polen Darasz und später noch den Rumänen Bratianu. Das Manifest, das am 22.7. 1850 erschien, rief mit seiner antisozialistischen Tendenz scharfe Kritik bei Karl Marx und Friedrich Engels hervor. Der Nachfolgeverband der »Giovine Europa« war als ganzer von kurzer Dauer; er endete faktisch mit dem Staatsstreich vom 2. Dezember in Frankreich. Wirksamer war er jedoch durch seine italienische Sektion: das »Comitato nazionale italiano«. Durch sie baute M. ein Netz lokaler Aktionszentren in Italien auf. Er finanzierte sie durch Ausgabe kleingestückelter Anleihen auf den Namen der künftigen Republik Italiens. Zugleich warb er um die Einheit Italiens auf der Ebene englischer Interessenverbände. In weiten Kreisen der englischen Öffentlichkeit durch seine Rolle in der Republik von Rom bekannt, gründete er 1851 den Verein »Friends of Italy Society«. Für den Beitritt gewann er einflußreiche Sympathisanten seines Programms unter den Führern des gemäßigten Flügels der Chartisten, den »radicals« und anderen Vertretern des Republikanismus. Die größte Unterstützung fand er dabei in den nördlichen Provinzen Englands. Auf der Ebene der seinem Programm zustimmenden Arbeiterverbände sagte er erneut dem Sozialismus den Kampf an, der unterdessen seinen Hauptsitz ebenfalls nach London ins Exil verlegt hatte. Gleichsam als Entgegensetzung baute er seine sozialpolitische Lehre auf. Sie ordnet die Arbeiterschaft dem Dienst für die »Patria« unter, fordert freien Handel für Grund und Boden, sieht Gesetze zum Schutz der Pächter vor, verlangt die gesetzliche Pflichtversicherung, befürwortet die staatlich garantierte Vollbeschäftigung und fordert Schlichtungsinstanzen für die Konflikte zwischen Arbeit und Kapital. Um die Mitte des Jahres 1852 entschied sich M. zur Unterbrechung seines Exils, um sich erneut in Italien einzuschalten. Sein Plan sah vor, im strategischen Raum seines Hauptfeindes Österreich, in der Lombardei und in Venedig, Massenerhebungen anzufachen. Dazu zielte er auf Mailand als Epizentrum erster Aufstände. Die Erträge aus den öffentlichen Anleihen, die er in Zentren der italienischen Emigration über Advokaten hatte ausgeben lassen, dienten ihm zur Erstellung von Waffendepots. Anfang Sommer 1853 verließ er London und reiste über Belgien und Deutschland ins Tessin, wo er mit Emissären der Arbeiter und Handwerker Mailands zusammentraf. Zur gemeinsamen Operation trat er ferner in ein Aktionsbündnis mit dem Mailändischen Geheimbund »Comitato dell'Oldena«, der in bürgerlichen Kreisen verbreitet war. Sein Plan sah vor, am Karnevalssonntag (6. Februar 1853) die Wachtabteilungen der Kasernen überraschend anzugreifen und nach Einnahme der Waffenmagazine die Bevölkerung zum Aufstand aufzurufen. Dazu ließ M. vom Tessin aus Flugschriften über die Grenze schmuggeln, welche die Soldaten zur Dienstverweigerung und Flucht aufrufen sollten. Auch dieser Aufstand scheiterte. M. floh nach Genf und kehrte nach dreimonatigem Aufenthalt ins Exil in London zurück. Das Scheitern führte dazu, daß der Großteil seiner Anhänger, enttäuscht über die wiederkehrenden Fehleinschätzungen, sich von ihm loslöste. Der Mazzinianismus geriet dadurch in eine schwere Krise, von der er sich kaum noch erholen sollte. Die politische Einigung Italiens geschah fortan unter der Regie der piemontesischen Reformmonarchie, die es mit der Staatskunst Cavours verstand, auf der Ebene der Diplomatie und im Zusammenwirken mit revolutionären Kräften samt Garibaldis Zug der Tausend die Halbinsel zum modernen Nationalstaat zu vereinen. Auf den Hauptschauplätzen dieser Einheitsbewegung blieb M. fortan im Abseits, oder er stand ihnen sogar fern. Die Fähigsten seiner Anhänger waren nach 1860 Parlamentarier und hatten dem König und seiner Verfassung die Treue geschworen. Das letzte Jahrzehnt seines Lebens galt dem Kampf gegen den Sozialismus. In den Vordergrund trat dabei für M. die Arbeiterschaft als vorrangige Zielgruppe. Seine Kollision mit dem Sozialismus erreichte den ersten Höhepunkt im Oktober 1864 bei der Gründungsversammlung der Ersten Internationalen in London. In dem Grundsatzausschuß vertrat die italienische Delegation M.s soziale Lehre. Unter ihrem Einfluß standen ferner die beiden Entwürfe, die von zwei Unterausschüssen dem »General Council« am 15.4. 1864 vorgelegt und von diesem mit großer Mehrheit angenommen wurden. Dagegen verfaßte Karl Marx, schockiert von M.s breiter Akzeptanz, einen neuen programmatischen Entwurf, der für die Internationale die ideologische Wende herbeiführen sollte. Zur gleichen Zeit behauptete jedoch M. den Einfluß seiner Soziallehre auf die Vertretungen der italienischen Arbeiterschaft. 1864 lenkte der 11. Arbeiterkongreß in Neapel auf M.s Hauptschrift » Doveri dell'uomo« ein. Und noch im November 1871 sammelte sich der italienische Arbeiterkongreß in Rom um den »Atto di fratellanza«, der an M.s sozialpolitischer Lage orientiert war. Zum zweiten Höhepunkt der Auseinandersetzung kam es in Italien, als Bakunin gegen M. in den Kampf trat und seit 1866 in Süditalien die mazzinianischen Arbeiterverbände unter seine Kontrolle brachte. Zum ideologischen Kampf rüstete sich M. durch die Herausgabe seiner Zeitschrift »Roma del popolo«, worin er ab 1869 den Hauptirrtümern Bakunins vehement entgegentrat: der Verkennung der Nation und ihrer »Mission«, der Abschaffung des Privateigentums sowie der Lösung der Arbeiterfrage durch ausschließlich ökonomische Maßnahmen. Als schließlich Garibaldi auf die Seite Bakunins trat, begann für M. die doppelte Isolation und die Tragik seiner letzten Jahre. - M.s Bedeutung für das Risorgimento wurde erst nach seinem Tod offiziell gewürdigt. Mit der Ehrung des Toten durch das geeinte Italien entstand ein staatszerimonieller Kult. M. gilt bis heute offiziell als Symbolfigur des Demokratiegedankens in Italien. Mit den bürgerlichen Parteien verbanden ihn bald seine Entgegensetzung zum internationalen Sozialismus, seine Prophetie von der Volksverbundenheit der zentralstaatlichen Republik und sein bis zur Selbstaufopferung reichender Einsatz für die politische Unabhängigkeit der Halbinsel. Seine romantische Revolutionsidee schloß allerdings nicht aus, ja war dazu geeignet, daß darin der Faschismus und seinem Regime unterstellte Amtsträger wichtige Vorgaben für ihre Ziele fanden. Vom Erziehungsminister Givanni Gentile über Staatsrechtler bis hin zu Mussolini reichte die Reihe derer, die aus M.s Ideen vom »Dritten Rom« und der »gioventù«, dem Führertum und dem politischen Märtyrertum, der nationalen Erziehung und der »Pflicht« Leitlinien für Staat und Kultur fanden. Lange neigten die offiziellen Geschichtsschreibungen dazu, in der einen oder anderen Weise M.s Einfluß auf das Risorgimento zu überschätzen. Tatsächlich war aber M. Prophet und Denker, weniger ein Mann der Praxis. Alle Aufstände, die er selbst anführte, verfehlten ihr Fernziel. Es lag an seiner entschiedenen Absage an diplomatische Lösungen und erst recht an seiner dogmatischen Gewißheit von der bloß auf ein Signal wartenden Bereitschaft zur Massenerhebung, daß M. sich zunehmend um die Unterstützung anderer Gruppen brachte, die -wie Garibaldi- für die Unabhängigkeit zu kämpfen bereit waren, seinen revolutionären Alleingang aber nach und nach verwarfen und statt dessen ein Zusammengehen von offizieller Diplomatie und militärischen Aktionen unter monarischem Oberbefehl vertraten. Aus denselben Gründen trug ihm seine revolutionäre Technik bald die staatspolitische Verfolgung durch die Reformmonarchie Piemontes ein, die in seinem innenpolitischen Ziel der republikanischen Verfassung nicht nur eine ordnungsersetzende Macht erkannte, sondern auch, und vor allem, im Wirken seiner revolutionären Organisationen eine Gefährdung der diplomatischen Verhältnisse befürchtete, solange Österreich und Frankreich noch als Schutzmächte auf der Halbinsel präsent waren. In dieser Konstellation waren die von M. selbst geführten Unternehmen zum Scheitern verurteilt. Seine revolutionäre Technik fand gleichwohl Nachahmung in anderen Lagern, die damit erfolgreicher operierten. So beim jungen Giuseppe Garibaldi, der sich schon 1833 bei M. im Exil einführen ließ und sich als frühes Mitglied der »Giovine Italia« ihre Techniken des Massenaufstandes zu eigen machte, sie später jedoch für andere Ziele einsetzte und schließlich im Zusammenwirken mit der piemontesischen Reformmonarchie geschichtsmächtig werden ließ. Auch er bezog aus M.s Idee vom »Dritten Rom« die Hoffnung, Italien zu seiner historischen Größe zu verhelfen und dazu große Massen für die staatliche Einigung zu gewinnen. Darin lag M.s Tiefenwirkung. Von seiner Aktivität rührt ein großer Teil des Patriotismus in Italien her. Sie erzog seit Jahrzehnten durch persönliches Vorbild und Propaganda diejenigen, welche auf den Hauptschauplätzen des Risorgimento, in Rom und Venedig 1849 und im Mezzogiorno 1860, zusammenliefen.
Werke: Fede e avenire, 1835; I Doveri dell'uomo, 1860; Ai giovani d'Italia, 1859; Note autobiografiche, a cura di Mario Menghini, 1934 (19442, ristampa 1972). - Übersetzungen ins Deutsche: Republik und Königthum in Italien, 1851; Giuseppe Mazzinis Schriften. Aus dem Italienischen mit einem Vorwort von Ludmilla Assing, 2 Bde., 1868; Politische Schriften von Giuseppe Mazzini. Ins Deutsche übertragen u. eingeleitet von Siegfried Flesch, 1911; Brief an Carl Albert von Savoyen. Übertragen von Siegfried Flesch (Schriften der Kritischen Tribüne über Politik und Zeitfragen), 1913.- Teilsammlungen: Prose politiche, con prefazione di M. Consigli, Firenze, Poligrafia italiana, 1848 (2 ediz. Genova, Grondona, 1849); Dio, patria, umanità: pensieri e giudizî, raccolti dai suoi scritti per Pietro Di Colloredo Mels, Firenze, Barbera 1886; Essays: selected from the writings, literary, political and religious. Ed. by William Clarke (The Scott-Library), London, Scott, 1887; Scritti: Politica ed economia, 2 Volumi (Biblioteca Classica economica n. 100-101), Milano, stab. tip. E. Sonzogno edit., 1894-1896; Alcuni scritti tratti dalle sue opere (Biblioteca popolare educativa), Terni, tip. Decaterinis, 1899; Scritti di filosofia, Milano, 2 volumi, soc. edit. Sonzogno, 1899; Scritti: Filosofia. Milano, 2 volumi, (Biblioteca classica economica) tip. della soc. edit. sonzogno, 1899; Scritti scelti, con note e cenni biografici di Jessie White Mario (Biblioteca scolastica di classici italiani diretta da Giosue' Carducci), Firenze, G.C. Sansoni, 1901; Piccola antologia mazziniana, a cura di C.E.A. Milano, soc. edit. Sonzogno, 1902; Scritti letterari editi ed inediti, 3 Volumi, Imola. Galeati, 1906-1913; Scritti letterari editi ed inediti, 5 Volumi, Imola, Galeati, 1906-1919; Scritti politici editi ed inediti, 7 Volumi, Imola. Galeati, 1907-1914; Scritti politici editi ed inediti, 30 Volumi, Imola, Galeati, 1907-1941; Letture scelte e annotate, ad uso delle scuole normali, da Emma Boghen-Coniglani (Antologia della letteratura italiana, XLI); Firenze, R. Bemporad e Figlio, 1911 (Nuova presentazione di Cesare Federico Goffis 1964); Scritti e ricordi autobiografici: scelta, con note storiche, a cura di Alessandro Donati, Milano-Roma-Napoli, soc. ed. Dante Alighieri, di Albrighi, Segati e C., 1912; Il pensiero di Mazzini: scelta delle migliori Pagine, a cura di E. Roggero, Lanciano, G. Carabba, 1914; Scritti scelti, con introduzione e commento di Carlo Cantimori (Biblioteca di classici italiani annotati), Milano, F. Vallardi, 1915; Protocollo della giovine Italia (Congrega centrale di Francia), 4 Volumi leg. in 1, Imola, Galeati, 1916-1919; Ai giovani d'Italia: Raccolta originale a cura di Egisto Roggero (Raccolta di breviari intellettuali), Milano istituto editoriale italiano, 1917; Pagine italiane, con prefazione di Giovanni Mori (Letteratura d'Italia: Raccolta di scrittori italiani), Roma, Museum (Prato, Martini), 1917; I problemi dell'epoca: Scritti politici e sociali. Prefazione di Arcangelo Ghisleri. Introduzione, note, bibliografia di Giovanni Conti, Roma, Libr. politica moderna, 1920; L'amore e la missione della donna: Pensieri, Genova, Libr. ed. moderna, 1920; Scritti scelti, a cura della r. commissione per l'edizione nazionale degli scritti di Giuseppe Mazzini, Bologna, N. Zanichelli, 1920; Pagine scelte, a cura di Decio Tinti (Collezione di pagine immortali), Milano, Facchi, 1921; Pagine scelte, esposte e dichiarate da F.L. Mannucci (Biblioteca classica italiana: Le opere di G. 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Bernhard Plé
Literaturergänzung:
Salvo Mastellone, Mazzini and Marx. Westport, Conn. 2003.
Letzte Änderung: 07.06.2006