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Verlag Traugott Bautz
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MENNO SIMONS aus Witmarsum in Westfriesland, 1496-1561, seit 1531 katholischer Pfarrer. Obwohl er in langjährigem Studium mit der Theologie der Reformation, besonders Luthers und Buzers, durchaus vertraut war, blieb er in seinem Kirchendienst, beobachtete aber mit großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme die Geschehnisse seiner Zeit, besonders im Blick auf die Täuferbewegung. Die Zweifel an seiner Kirche wurden so stark, daß er sich 1536 den Täufern anschloß. Er wurde deren »Ältester« (Bischof) und reiste unermüdlich durch die Lande (bis hin nach Ostpreußen und Livland), um die zerstreuten und mannigfach gefährdeten Täufergemeinden - die »Stillen im Lande« - zu besuchen und ihnen als Seelsorger beizustehen. So wurde er zur geachteten, auch umstrittenen, aber weithin verehrten Leitfigur seiner »Mennoniten« und deren Leben in Stille, Demut, Menschenliebe und Gottesfurcht.
Werke: Dat fundament des christelycken leers, 1539/40, Neuauflage 1558; Voele goede und christelycke leringhen op den 25. Psalm, 1540; Van die wedergeboorte, 1540; Verclaringhe des christellijcken doopsels, 1542; Eyne klare unwederspreckelijke bekenntnisse, 1554; Opera Omnia Theologica, Amsterdam 1681; Neudruck Amsterdam 1989; Die vollständigen Werke Menno Simons, Aylmer/LaGrange 1971.
Lit.: Mennonitisches Lexikon von 1938, Neuaufl. 1958; - H. Reller (Hrsg.), Handbuch Religiöse Gemeinschaften, 1978, ausf. Lit.verz. 95 ff.; - H.J. Goertz, in: TRE XXII, 444 ff. (ausf. Lit.verz.).
Paul Gerhard Aring
Literaturergänzung:
1996
James M. Renihan, An examination of the possible influence of M.S.' "Foundation book" upon the Particular Baptist Confession of 1644, in: ABQ 15.1996, S. 190-207; -
2008
Gerald Biesecker-Mast, Jesus' flesh and the faithful church in the theological rhetoric of M.S., in: The work of Jesus Christ in Anabaptist perspective. Telford, PA 2008, S. 173-190.
Letzte Änderung: 24.11.2008