MODERSOHN, Ernst, * 14. Februar 1870 in Soest; † 2. Februar 1948 in Bad Blankenburg. - M. wollte ursprünglich
Schauspieler werden, schrieb Novellen und Gedichte; studierte dann
Theologie, lehnte die liberale Theologie mit ihrer negativen Bibelkritik
ab. 1895-99 Pfarrer in Weidenau/Sieg; 1899-1906 in Mülheim/ Ruhr,
wo es 1905 zu einer tiefgreifenden Erweckung kam. Er wurde dort unterstützt
durch Pfr. Girkon und Evangelist Jakob Vetter, der gerade aus der
Erweckung in Wales heimgekommen war und davon berichtete. Durch den
Ruf der dtschen Ev. Allianz kam M. 1906 nach Blankenburg/Thür., wo
er das Allianzhaus leitete. Ab 1910 wurde er für die Evangelisation
freigestellt und war bald der volkstümlichste Evangelist Deutschlands
und wurde »der deutsche Moody« genannt. Während des 2. Weltkrieges
bekam er ein fast fünfjähriges Reise-, Rede- und Schreibverbot. M.
war Vorstandsmitglied des Gnadauer Verbandes, Gründer und Leiter des
Thüring. Gemeinschaftsverbandes, Vorstandsmitglied im Jugendbund für
EC, Mitbegründer des Pfarrergebetsbundes, Vorstandsmitglied des Gemeinschaftsdiakonieverbandes
und Gründer des Verlages und der Druckerei »Harfe«. Durch Mitarbeit
an Adolf Stoeckers christl. Zeitschrift »Das Volk« und durch die Schriftleitung
der Wochenschrift »Sabbatklänge« (später »Heilig dem Herrn«) mit einer
Auflage von ca. 100.000 wurde er ein bekannter Schriftsteller. M.
starb in Blankenburg.
Werke: Er führet mich auf rechter Straße, Lebenserinnerungen,
1948
5; Heilig dem Herrn (Zs); Aus meiner Hausapotheke, 1954
7;
u. a.
Lit.: H. Bruns: E. M. , 1953; - H. v. Sauberzweig:
Er der Meister - wir die Brüder, 1959; - P. Scharpff:Geschichte
der Evangelisation, 1964; - H. Brandenburg: M., E. in RGG3,
IV, Sp. 1068.
Burkard Krug
Werkeergänzung:
ein Link zu Werken von und über ihn in der Deutschen Bibliothek: http://d-nb.info/gnd/118734326
Letzte Änderung: 09.04.2011