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Verlag Traugott Bautz
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MORGENSTERN, Christian Otto Josef Wolfgang, dt. Dichter, Übersetzer, Lektor, Feuilletonist, * 6.5. 1871 in München, † 31.3. 1914 in Meran. - M. führte ein »Wanderleben« unter dem Diktat der Tuberkulose. Schon als Kind reist er viel, an die oberbayrischen Seen, wo sein Vater Carl Ernst M., der gefragte Landschaftsmaler u. spätere Professor an der Königlichen Kunstschule in Breslau, am liebsten malt, sowie an jene Orte, wo seine lungenkranke Mutter Charlotte Linderung erfährt. Nach deren Tod 1880 u. der zweiten Heirat des Vaters besucht der Junge, der bis dahin nicht regelmäßig zur Schule gegangen ist, verschiedene Gymnasien, tritt auf Wunsch des Vaters 1889 in die Militärschule ein, um Offizier zu werden, kehrt aber schon 1890 ans Gymnasium zurück. Zwei Jahre später nimmt er das Studium der Rechte in Breslau auf. Bei Felix Dahn hört er deutsche Rechtsgeschichte, bei Werner Sombart, für den er sich begeistert, Nationalökonomie. M. bedrückt die soziale Frage, den Sozialismus hält er für sittlich gerechtfertigt. 1893 wechselt er nach München, wo er seinen ersten Tuberkuloseanfall erleidet. Zu mehrmonatiger »Zimmerhaft« verurteilt, liest er Nietzsches »Zarathustra« u. kritisiert mit ihm die wilhelminische Gesellschaft als lebensfeindlich, krank u. verlogen. Den Verkünder des »Übermenschen« nennt er später seinen »eigentlichen Bildner u. die leidenschaftliche Liebe langer Jahre«. 1894 zieht M. nach Berlin, wo er das Leben eines freien Schriftstellers u. Bohemiens führt, der von seinen Feuilletonbeiträgen für zahlreiche Zeitungen u. Zeitschriften kaum leben kann. Er schließt sich dem »Friedrichshagener Kreis« um die Brüder Hart an, dem es um die Erneuerung von Theater und Literatur geht. 1895 erscheint seine erste, Nietzsche gewidmete Gedichtsammlung »In Phanta's Schloß. Ein Cyklus humoristisch-phantastischer Dichtungen«. Im selben Jahr gründet M. mit befreundeten Studenten auf dem Galgenberg in Werder die gleichnamige Vereinigung, deren Mitglieder, die »Galgenbrüder«, einander in der Folgezeit unter dem Vorsitz M.s in Berliner Kneipen »Galgenlieder« (Text C.M., Vertonung Julius Hirschfeld) vortragen. 1901 singen Max Reinhart u. Friedrich Kayssler sie auf ihrer Kleinkunstbühne »Schall und Rauch«; Ernst v. Wolzogens »Überbrettl«, das erste Berliner Kabarett, bringt Szenen u. Gedichte M.s. 1905 erscheinen die »Galgenlieder« in Buchform. Ab 1897 übersetzt M. u.a. die Versdramen u. zahlreiche Gedichte H. Ibsens ins Deutsche, weshalb er 1898/99 in Norwegen ist. In den folgenden drei Jahren hält er sich krankheitshalber in der Schweiz u. Italien auf. Mit emphatischer Zustimmung liest er die »Deutschen Schriften« (1901) des völkischen Chauvinisten u. Antisemiten Paul de Lagarde. Obwohl er die Derbheit u. Brutalität des »bürgerlichen« Antisemitismus ablehnt, unterliegt M. selbst seinen Denkmustern. Als politischer Romantiker tritt er für die Monarchie ein u. setzt gegen den sog. Massenmenschen den »Adel«, den er durch Stolz, Würde, Aufrichtigkeit u. den Kampf gegen Links definiert. M. leidet an der Vergänglichkeit des Lebens, zweifelt an der Fähigkeit des Menschen, überhaupt etwas zu erkennen. 1903-1906 lebt er in Berlin u. im Sanatorium in Birkenwerder. Er arbeitet als Lektor bei Cassirer, redigiert auch dessen Halbmonatsschrift »Das Theater« (1903-04), ein Forum der Auseinandersetzung mit dem Naturalismus. 1906, in Birkenwerder, finden die Jahre der Skepsis u. Melancholie ein Ende im mystischen Erleben der Einheit u. Todlosigkeit des Seins. M. liest Meister Eckehart u. Jacob Böhme. Bei der Lektüre des Johannesevangeliums erkennt er sich als Mystiker u. weiß sich an einem Punkt, »wo der Mensch mit Gott zusammenfällt, wo er aufhört, sich als Sonderwesen fühlen zu können«; Mensch u. Natur haben sich ihm »endgültig vergeistigt«. Im Hochgebirge Südtirols schreibt M. 1906 seine ersten mystischen Naturgedichte. Der Lungenkranke wohnt in den folgenden Jahren an verschiedenen Orten im Süden, sein fester Punkt ist bei »all dem Herumzigeunern« Meran. Er lebt zurückgezogen, beschäftigt sich intensiv mit Buddha u. beschließt, sein Leben mönchisch zu gestalten. 1908 jedoch lernt er Margareta Freiin Gosebruch v. Liechtenstein (1879-1968) kennen, sie heiraten 1910. Ihr Leben u. Arbeiten steht ganz im Zeichen der Anthroposophie. Dem »Menschheitsführer« u. »Sonnengeist« Rudolf Steiner, der ihm die Gestalt Jesu erschließt u. in dessen Vorstellung einer natürlich-harmonischen Weltordnung er die »persönliche Erlösung« (Kretschmer) findet, hat M. sich 1909 vorbehaltlos angeschlossen. Das neue Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft schreibt keine Natur- u. Reisegedichte mehr. Das Wandern ist jetzt Metapher für den »Pfad« der vollkommenen Vergeistigung des Menschen durch die Kraft der Liebe. M. widmet seinen letzten, postum erschienenen Gedichtband »Wir fanden einen Pfad« (1914) R. Steiner. Bei fortwährend bedenklichem Gesundheitszustand ist M. seit 1910 auf die Fürsorge seiner Frau angewiesen. Er stirbt 1914 in Meran, auf der Trauerfeier spricht Steiner die Gedächtnisworte. M.s Urne ist im Goetheanum in Dornach, dem Zentrum der Antroposophen, beigesetzt. - M.s Werk teilt sich in das ernste oder »seriöse« u. das »humoristische« der sog. »Galgenlieder«, zu dem die Sammlungen »Galgenlieder«, »Der Gingganz«, »Palmström« u. »Palma Kunkel« gehören. Das seriöse, hauptsächlich in Anthroposophenkreisen rezipierte Werk ist inhaltlich u. formal epigonal. Poetische Originalität u. Modernität erreicht M. in den bis heute hunderttausendfach aufgelegten, dem Kind im Mann bzw. Menschen gewidmeten »Galgenliedern«. Ihr Thema ist die Sprache. M. folgt Fritz Mauthner, dessen »Beiträge zu einer Kritik der Sprache« (1901) er 1906 las, in der Auffassung, daß Wörter »Entscheidungen«, nicht »Erkenntnisse« seien u. Sprache zwar grundsätzlich nicht zur Welterkenntnis, wohl aber zur »Wortkunst« tauge. Der »mystische Kobold« (Mauthner über M.) fordert die »Umwortung aller Worte«, hält die Sprache zu »entbürgerlichen« für »die vornehmste Aufgabe der Zukunft«. Sein Beitrag dazu ist das humoristische - auch für M. ist der Humor »die Betrachtungsweise des Endlichen vom Standpunkte des Unendlichen aus« u. Ausdruck der »äußersten Freiheit des Menschen« - Spiel mit der Sprache, ihren Bildern, Polysemien, Analogien, Etymologien, Klängen, Rhythmen u. Redewendungen, um seiner selbst willen. Hier ist Sprache in Bewegung, fungiert nicht mehr als mimetisches Zeichensystem. Die »Galgenlieder« konstruieren eine »sprachliche Eigenwelt« (Walter) außerhalb der »bürgerlichen« Realität. Zwar können einige als frühe Formen konkreter Poesie betrachtet werden, ist die Nähe zum dadaistischen Sprachspiel unübersehbar - »Galgenlieder« werden 1916 im Cabaret Voltaire der Züricher Dadaisten vorgetragen -, doch sind die Stücke nicht als Ausdruck einer sozialen u. poetischen Rebellion zu begreifen. Sie bleiben heiter-ironisches, unengagiertes Spiel im »Bewußtsein des `Andersseins' als das gewöhnliche Leben«. Diese »Spielwelt der Sprache« (Walter) schärft zwar das Bewußtsein des Lesers für die Sprache, doch überschreitet M. in seinen Texten nicht die Grenze der Harmlosigkeit hin zu Kritik und Parodie. Die Stärke des humoristischen Werkes liegt, mit M.s eigenen Worten, in »einer gewissen Art von Geistigkeit, von Helligkeit und Schnelligkeit«, in der poetischen Realisierung des Ideals des Kindes. M.s anspruchsvolles, zugleich bescheidenes Ziel: »nur ein bißchen geistige Leichtigkeit, Heiterkeit, Freiheit verbreiten, die Phantasie beleben [...], so ist es genug«.
Werke: In Phanta's Schloß, 1895; Horatius travestitus. Ein Studentenscherz, 1896; Auf vielen Wegen, 1897; Ich und die Welt, 1898; Ein Sommer, 1900; Und aber ründet sich ein Kranz, 1902; Galgenlieder, 1905; Melancholie, 1906; Galgenlieder (verändert), 1908; Palmström, 1910; Palmström. Zeichnungen von Fritz Fischer, 1970; Einkehr, 1910; Ich und Du. Sonette, Ritornelle, Lieder, 1911; Auf vielen Wegen (verändert), 1911; Horatius travestitus (verändert), 1911; Palmström (verändert), 1912; Wir fanden einen Pfad, 1914 (1986); Palma Kunkel. Hrsg. von Margareta Morgenstern, 1916; Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuchnotizen. Hrsg. dies., 1918; Epigramme und Sprüche. Hrsg. dies., 1919; Der Gingganz. Hrsg. dies., 1919; Über die Galgenlieder, 1921; veränderte Neuausgabe u.d.T.: Das aufgeklärte Mondschaf. 28 Galgenlieder und deren gemeinverständliche Deutung durch Dr. phil. Jeremias Mueller, 1941; Klein Irmchen. Ein Kinderliederbuch, 1921 (1990); veränderte Neuausgabe u.d.T.: Liebe Sonne, liebe Erde. Ein Kinderliederbuch, 1943; Klaus Burrmann, der Tierweltphotograph. Ein Kinderbuch, 1941; Ostermärchen, 1945 (1985); Sausebrand und Mausbarbier. Ein Kinderliederbuch, 1951; Mensch Wanderer. Gedichte aus den Jahren 1887-1914. Hrsg. von Margareta Morgenstern, 1927; Die Schallmühle. Grotesken und Parodien. Hrsg. dies., 1928; veränderte Neuausgaben u.d.T.: Böhmischer Jahrmarkt, 1938; Egon und Emilie, 1950; - Auswahl. Hrsg. von Margareta Morgenstern, 1929; Alle Galgenlieder. Galgenlieder, Palmström, Palma Kunkel, Gingganz. Durch 14 Gedichte aus dem Nachlaß erweitert und in neuer Anordnung. Hrsg. dies., 1932; erneut erweitert 1938 (1987); Galgenlieder. Der Gingganz, 1963; Eine Auswahl aus den Galgenliedern. Deutsch u. englisch, 1966; Alle Galgenlieder. Vign. v. C.M. 1972; Alle Galgenlieder. Galgenlieder, Palmström, Palma Kunkel, Gingganz, 1989; Alle Galgenlieder. Galgenlieder, Palmström, Palma Kunkel, Gingganz. Nachwort von Anne Gabrisch, Ill. von Horst Hussel. Mit einem Aufsatz von Arnold Zweig. Zusammengestellt von Klaus D. Sommer, 19903; Sämtliche Galgenlieder. Nachwort von Leonard Forster. Editorische Notiz von Jens Jessen, 19902; Galgenlieder und andere Gedichte / Gallows Songs and other Poems. Englisch/Deutsch. Ausgew. u. ins Englische übertr. von Max Knight, 1990; Sämtliche Galgenlieder, 1992; Meine Liebe ist groß wie die weite Welt. Ausgewählte Gedichte. Hrsg. von Margareta Morgenstern, 1936; Wer vom Ziele nicht weiß, kann den Weg nicht haben. Für jeden Tag des Jahres ein Geleitwort. Hrsg. dies., 1939; Stilles Reifen. Hrsg. dies., 1945; Man muß aus einem Licht fort in das andere gehen. Ein Spruchbuch. Hrsg. dies., 1949; Quellen des Lebens hör ich in mir singen. Der ausgewählten Gedichte zweiter Teil. Hrsg. dies., 1951; Ein Leben in Briefen. Hrsg. dies., 1952; Alles um des Menschen Willen. Auswahl und Nachwort dies., 1962; Vom offenbaren Geheimnis. Aphorismen. Ausgewählt aus »Stufen« von Margareta Morgenstern, 1954; Gedichte. Auswahl aus dem Gesamtwerk. Hrsg. dies., 1960; Gesammelte Werke in einem Band. Hrsg. dies., 1965 (1991); Dich führt der Weg, 1965; Sämtliche Dichtungen. 17 Bde. Hrsg. und mit einem Nachwort von Heinrich O. Proskauer, 1971-1980; Gedenkausgabe 1871-1971. Ausgewählt und eingeleitet von Rudolf Eppelsheimer, 1971; Ausgewählte Werke. Eingeleitet von Klaus Schuhmann, 1975; Das große C. M. Buch. Hrsg. von Michael Schulte, 1976; Jubiläumsausgabe in vier Bänden. Hrsg. von Clemens Heselhaus, 1977; Palmstromo de Kristiano Morgensterno. Esperanto. Ill. u. aus dem Deutschen von Richard Schulz, 1983; Der Entenschlittschuhschmied. Gedichte für Kinder. Ill. von Eberhard Binder, 1984; Lichtspur ins Geheimnis. Hrsg. Bettina Schelp, 1985; Stufen und andere Aphorismen und Sprüche, 1986; Werke und Briefe. Stuttgarter Ausgabe. Kommentierte Ausgabe. 9 Bde. Hrsg. unter der Leitung von Reinhard Habel, 1987 ff.: Lyrik 1887-1905. Hrsg. von Martin Kiessig, I, 1988; Humoristische Lyrik, III, 1990; Aphorismen, V, 1987; Kritische Schriften, VI, 1987; Der Gingganz. Gedichte, 1988; Kindergedichte. 41 Ill. von Rolf Rettich, 1988; Im Reich der Interpunktionen. Vorwort u. hrsg. von Curt Grützmacher. Ill. von Peter Rensch, 1988; Sonnentag im Erdenland. Gedichte. Ill. von Irene von Treskow, 19883; Ein Knie geht einsam durch die Welt. Ausgewählte Gedichte. Ill. von Gerhard Gepp, 1989; C.M. Ein Wanderleben in Text und Bild. Hrsg. von Ernst Kretschmer, 1989; O greul! O greul! O ganz abscheul! Beil und Hufeisen der Scharfrichter und Galgenbrüder. Hrsg. u. mit Nachwort von Karl Riha, 1989; Ob auch der und jener pfeife. Sprüche, Epigramme, Aphorismen, Notizen. 14 Ill. von Ruth Tesmar. Hrsg. Klaus D. Sommer, 1990; Hundert Gedichte. Ill. von Klaus Ensikat. Übers. von Walter Lewerenz, 1990; Die stillen Dinge. Die Lebensweisheiten des Dichters in Gedichten und Gedanken, 1990; Leben hat viele Gesichter. 22 farb. Fotos von Peter A. Thomas, 1990; Die Enten laufen Schlittschuh und andere Gedichte. Ill. v. Kestutis Kasparavicius, 1991; Er sah rückwärts in die Dinge. Unbekannte Gedichte, Aphorismen und Erzählungen. Nachw. von Leo Heim, 19912; Igel und Agel / Stickly and Stackly. Galgen- und Kinderlieder / Gallows' and Children's Songs, 10 farb. Ill. von Reinhard Michl. Ausgew. u. ins Engl. übertr. von Max Knight, 1992; Ochsenspatz und Regenlöwe. Illustrationen von Susi Bohdal, 1992.
Redaktion: Das Theater. Redigiert von C.M. Kommentierte Faksimileausgabe der beiden erschienen Jahrgänge 1903/04 mit C.M.s Theateraphorismen. Hrsg. von Leonard M. Fiedler und Edwin Foböse, 1981. - Übersetzungen: Henrik Ibsen, Sämtliche Werke in deutscher Sprache. Durchgesehen und eingeleitet von G. Brandes, J. Elias, P. Schlenther, 1898 ff., darin: Das Fest auf Solhaug, in: II, 1898; Komödie der Liebe, in: III, 1898; Wenn wir Toten erwachen, in: IX, 1899; Brand, in: IV, 1901; Peer Gynt, in: IV, 1901; Gedichte, in: I, 1903; Catilina, in: I, 1903; Knut Hamsun, Abendröte, 1904; Ders., Spiel des Lebens, 1910; Bjørnstjerne Bjørnson, Gedichte. Übersetzt von C.M. u.a., 1914.- Überarbeitungen: Walther von der Vogelweide, Die Gedichte. Übersetzt von K. Simrock. Text neu ausgewählt und durchgesehen von C.M., 1906; Johann Karl August Musäus, Die Märchen von Rübezahl. Für die Jugend von C.M., 1909. - Betextungen: K.F. Edmund von Freyhold, Osterbuch. 17 farbige Blätter. Verse von C.M., 1908; zuletzt u.d.T.: Hasenbuch. 16 farbige Tafeln, 1980. - Tonträger: Galgenlieder. Aus: Galgenlieder, Palmström. Gingganz, Palma Kunkel. Gesungen u. gesprochen v. Michael H. Gloth, 1989.
Lit.: C. Busse, C.M. »Ich und die Welt«, in: Das literarische Echo 1, 1898, H. 7, 462; - H. Benzmann, C. M., in: Die Eule. Schlesische Wochenschrift für Kunst und Leben, 1900, H. 10, 155-160; - Ders., Epigramme und Sprüche, in: Berliner Börsen Courir 1920, Nr. 303; - P. Legband, Und aber ründet sich ein Kranz, in: Das literarische Echo 5, 1904, H. 13, 891; - Karl Ettlinger, Galgenlieder, in: Das literarische Echo 6, 1905, H. 16, 1219; - Max Brod, Palmström und Einkehr, in: Das literarische Echo 12, 1910, H. 21/22, 1605 f; - H. Klenz, M.s Palmström, in: Die schöne Literatur 1911, H. 8, 161; - E. Lissauer, Ich und Du, in: Das literarische Echo 13, 1911, H. 24, 1742; - Ders., C. M.s letzter Gedichtband, in: Das literarische Echo 17, 1914/15, 1364-1367; - Ders., Zu M.s. »Stufen«, in: Das literarische Echo 22, 1919/20, H. 7, 391-395; - J. Benn, Palmström, in: Die Rheinlande 13, 1913, 352; - Julius Bab, C. M., in: Die Hilfe 1914, H. 18, 291-293; - Ders., Neue deutsche Lyrik (Gingganz), in: Das literarische Echo 17, 1920, H. 23, 1429; - M. Behr, C. M., in: Hochland 11, 1914, 498-500; - W. Bolze, C. M., in: Die Gegenwart 85, 1914, 230-232; - Efraim Frisch, C. M., in: Der neue Merkur 1, 1914, H. 3, 397-400; - G. Hecht, C. M., in: Die weißen Blätter 1, 1913/14, 1012-1014; - H. Mhe, C. M., in: Die neue Rundschau 25, 1914, H. 5, 694-696; - Hugo Schuchardt, C. M.s groteske Gedichte und ihre Würdigung durch Leo Spitzer, in: Euphorion 22, 1915, 639 f; - Michael Bauer, C. M. Eine Einführung in die Grundlagen seiner ernsten Lyrik, in: Die literarische Gesellschaft 2, 1916, H. 4, 99-104; - Ders., C. M.s Weg nach Innen, in: Der neue Merkur 5, 1921, H. 2, 99-105; - Ders., C. M.s Leben und Werk. Vollendet von Margareta Morgenstern und Rudolf Meyer, 1933 (19545, Neuausgabe 1985); - H. Broch, M., in: Summa 1917, 150-154; - Ders., C. M., in: Kunstwart 33, 1920, 290-303; - K. Preisendanz, C. M.s »Palma Kunkel«, in: Die schöne Literatur 1918, H. 12, 128; - Leo Spitzer, Die groteske Gestaltungs- und Sprachkunst C. M.s, in: H. Sperber und L. Spitzer, Motiv und Wort. Studien zur Literatur- und Sprachpsychologie, 1918, 53-123; - Ders., Zur Interpretation C. M.scher Gedichte, in: Euphorion 23, 1921, 95-99; - Ger Trud (d.i. Gertrud Isolani), Malererbe. Studie zum Lebenswerk C. M.s, 1920; - Dies., Die Geschichte des »Melderbaums«. Zwei Schuljahre aus dem Leben C. M.s, in: C. M. Der Melderbaum, 1920, 5-15; - M. Schneider, C. M., in: Ders., Einführung in die neuste deutsche Dichtung, 1921, 89-93; - H. Sochaczewer, Über C. M., in: Die Tat 12, 1920/21, 282-290; - Robert Arnold, Zu C. M.s »Gingganz«, in: Das literarische Echo 24, 1921/22, 1148 f; - A. Pothoff, C. M.s »Stufen«, in: Die schöne Literatur, 24, 1923, 31 f; - W. Eidlitz, C. M., in: Die schöne Literatur 25, 1924, 81-85; - C.C. Bry, C. M. und seine Leser, in: Hochland 22, 1924/25, 531-545; - Friedrich Kayßler, C. M., in: DBJ I, 1925, 73-79; - Ders., Quellen der Jugend. Erinnerungen an C. M., in: Schlesische Monatshefte 5, 1928, 321-324; - Albert Soergel, C. M., in: Dichtung und Dichter der Zeit. Eine Schilderung der deutschen Literatur der letzten Jahrzehnte. NF. Im Banne des Expressionismus, 1925, 219-228; - Paula Dieterich, Weltanschauungsentwicklung in der Lyrik C. M.s, Diss. (Köln) 1926; - Franz Geraths, C. M., sein Leben und sein Werk, Diss. (München) 1926; - Albrecht E. Günther, C. M.s philosophischer Humor, in: Deutsches Volkstum I, 1926, 91-97; - A. Jolles, Wilhelm Busch en C. M., in: De Gids 90, 1926, 105-124, 233-246; - Erich Hofacker, C. M. als Mystiker, in: Journal of English and Germanic philology 27, 1928, 200-216; - Ders., Novalis und C. M., in: Germanic Review 6, 1931, 373-388; - Ders., Zur Naturlyrik C. M.s, in: Monatshefte für deutschen Unterricht 39, 1947, 421-438; - Ders., Ruhe und Aufstieg im Werk C. M.s, in: Monatshefte für deutschen Unterricht 52, 1960, 49-61; - Ders., Das Motiv des »Stirb und Werde« bei C. M., in: Studies in Germanic language and literature 1963, 149-159; - Ders., C. M., 1978; - Mally Untermann, Das Groteske bei Wedekind, Thomas Mann, Heinrich Mann, M. und Wilhelm Busch, Diss. (Königsberg) 1929; - Albert Mack, C. M.s Welt und Werk, Diss. (Zürich) 1930; - R. Meyer, C. M. und Friedrich Nietzsche, in: Goetheanum 9, 1930, Nr. 24, 188 f; - H. Wocke, C. M., in: Neue Jugend und neue Dichtung, 1930, 49-58; - Herbert Giffei, C. M. als Mystiker, 1931; - Bernhard F. Martin, C. M.s Dichtungen nach ihren mystischen Elementen, 1931; - Ludger Vieth, Beobachtungen zur Wortgroteske, Diss. (Bonn) 1931; - Maria Achatzi, C. M. in seiner Dichtung, Philosophie und humoristisch- phantastischen Gedankenlyrik, Diss. (Prag) 1932; - Herbert Schönfeld, Über C. M.s Grotesken, in: Zeitschrift für deutsche Bildung 8, 1932, 225-237; - H. Günther, Eine Freundschaft. M. und Friedrich Kayssler, in: Eckart 9, 1933, 331-338; - Günter Klemm, C. M.s Dichtungen von »Ich und Du«, 1933; - Charlotte Fredrich, C. M.s Weg ins Kosmische, Diss. (Wien) 1934; - H. Sommerfeld, Berlin im Leben und Schaffen C. M.s, in: Berlinische Blätter für Geschichte und Heimatkunde 1, 1933/34, 173-179, 181-185 (Sonderdruck 1934); - Rudolf Steiner, C. M. Der Sieg des Lebens über den Tod. Hrsg. von M. Steiner, 1935; - Otto Glatz, Weltanschauung und Dichtung C. M.s, Diss. (Wien) 1936; - Rudolf Lissau, C. M.s Form und Sprachkunst, Diss. (Wien) 1936; - H. Saxton, C. M.'s relations to Nietzsche, 1936; - L.A. Willoughby, C. M., in: German life and letters 1, 1936/37, 142-145; - R.J. Hofrichter, A mystic's view of woman, in: German Quarterly 10, 1937, 27-38; - B.Q. Morgan, The superior nonsense of C. M., in: Books abroad 1938, 288-291; - Paul Forchheimer, Zu M.s »Steinochs«, in: Modern language notes 54, 1939, 198 f; - Franz Koch, M. als Humorist, in: Ders., Geist und Leben. Vorträge und Aufsätze, 1939, 151-158; - P. Geiger, Mystik und Reinkarnation bei C. M., Diss. (Heidelberg) 1941 (Teildruck); - W.E. Delp, C. M., in: Modern languages 24, 1942/43, 17-25; - O. Wirth, C. M., in: Monatshefte für deutschen Unterricht 34, 1942, 64-79; - Friedrich Hiebel, Die Demut in der Dichtung C. M.s, in: GerRev 22, 1947, 55-71; - Ders., C. M. Wende und Aufbruch unseres Jahrhunderts, 1957; - Manfred Mayrhofer, C. M. und das indische Denken, in: WuT 2, 1947/48, H. 8, 77-80; - W. Witte, Humour and mysticism in C. M.'s poetry, in: German life and letters, NS 1, 1947/48, 124-130; - Josef Lovecek, M. als Aphoristiker, Diss. (Wien) 1950; - Friedrich Stählin, M.s Spiel mit der Sprache, in: Muttersprache 1950, 276-285; - Th.C. van Stockum, C. M. en zijn »Galgenlieder«, in: Neophilologus 34, 1950, 20-34; - Albrecht Goes, Der Gaul. Eine Interpretation, in: Ders., Freude am Gedicht. Zwölf Deutungen, 1952, 39-45; - Carl Friedrich von Weizsäcker, Entepente und die abstrakte Kunst. 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Susanne Schulte
Werkeergänzung:
2009
Die Galgenlieder. Hrsg. von Gerd Haffmans. 4. Aufl. Frankfurt/M. 2009;
2010
Carmina lunovilia. Gedichte. Ausgew., ins Lat. übertr. u. mit e. Wörterverz. vers. von Peter Wiesmann. Mannheim 2010.
Literaturergänzung:
2008
Peter Selg, Christian Morgenstern. Sein Weg mit Rudolf Steiner. Stuttgart 2008; -
2010
Helmut Henne, Sprachl. Spur der Moderne. In Gedichten um 1900: Nietzsche, Holz, George, Rilke, Morgenstern. Berlin 2010.
Letzte Änderung: 05.08.2010