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Verlag Traugott Bautz
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NAUMANN, Hans, * 13.5. 1886 in Görlitz, † 25.9. 1951 in Bonn. - N. war Professor für Ältere Germanistik und Volkskunde in Frankfurt (1921-1931) und Bonn (1932-1945). Berühmt ist seine volkskundliche Theorie, daß die unteren Schichten die Kultur der oberen Schichten kopieren. An dieser `Theorie vom gesunkenen Kulturgut' hielt N. auch im Dritten Reich fest, obwohl sie einerseits den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge war und er andererseits als gefragter Festredner im Dritten Reich auftrat. So wird N. zum Musterbeispiel der Kompliziertheit des Verhältnisses von Wissenschaft und Nationalsozialismus. N. war Rektor der Universität Bonn, als Karl Barth seinen Eid auf Hitler verweigerte und schließlich in die Schweiz flüchten mußte. N. lehnte das Vorgehen gegen Barth ebenso ab wie den Entzug der Ehrendoktorwürde von Thomas Mann, weswegen er als Rektor zurücktreten mußte. Hans N. wurde am 13.5. 1886 in Görlitz als Sohn des Rittergutpächters Robertus und seiner Frau Clara Naumann, geboren. Er besuchte das Gymnasium in Görlitz (1898-1902) und im preußischen Zittau (1902-1907). Nach seinem Abitur studierte N. zwei Semester in München, eines in Kiel, eines in Berlin und vier in Straßburg Deutsche Philologie bzw. Germanistik. Bereits während des Studiums erscheint als erste Veröffentlichung der Gedichtsband `Erlösung'. Zusammen mit dem Dichter Ernst Stadler gründete er 1914 eine Wanderbühne und lernte dabei auch die Altgermanistin Ida Blum kennen, die er am 4.4. 1914 heiratete. 1915 und 1918 wurden ihnen die ersten beiden Kinder geboren, zwei weitere folgten 1921 und 1928. Mit 25 Jahren legte N. 1911 seine Dissertation bei seinem ihn prägenden Lehrer Rudolf Henning vor. Bereits zwei Jahre später folgte die international beachtete Habilitationsschrift `Notkers Boethius', die allerdings in eine völlig andere Richtung als die Dissertation ging, womit sich N.s weitgespanntes Interesse ankündigte. N. hat bis zu seiner Entlassung in Bonn nach 1945 mit einer kurzen Unterbrechung durch den Wehrdienst im 1. Weltkrieg die Universität als Schaffensbereich nicht mehr verlassen. Die Zeit des 1. Weltkrieges war der erste Höhepunkt des enormen literarischen Schaffens N.s. Er war erst Privatdozent, anschließend Assistent an der Universität Straßburg. Die Ernennung zum Titularprofessor am 16.7. 1918 änderte nichts daran, daß nach dem Verlust Straßburgs durch das Kriegsende sein dortiges Wirken beendet war. Ab dem 12.9. 1916 war N. im Kriegseinsatz als Redakteur der `Kriegs-Woche' in Nowogrodek, anschließend in Lida und Wilna als Redakteur der `Die Wacht im Osten', der Frontzeitung der 8. bzw. 10. und 12. Armee. Seit November 1916 hatte er den Rang eines Unteroffiziers inne. Er beendete seine Tätigkeit am 21.11. 1918, geriet kurzzeitig in Kriegsgefangenschaft und wurde am 24.12. 1918 entlassen. Durch seinen Aufenthalt an der Ostfront verschlug es N. von 1919 bis 1921 an die Universität Jena. Nach Straßburg konnte er nicht zurückkehren, womit auch seine dortige Habilitation hinfällig war. 1916 und 1917 erschienen die ersten bedeutenden volkskundlichen Aufsätze N.s. Hatte N. sich bisher vorwiegend mit germanischer Sprache und Literatur beschäftigt, rückte in Jena die Volkskunde gleichauf. Dazu stellte die Umhabilitation in Jena am 3.5. 1919 mit Aufnahme der Volkskunde die Weichen. Am 17.11. 1919 stieg er zum außerordentlichen Professor auf. Der Verleger und Freund N.s Eugen Diederichs (1867-1930), hatte nämlich der Universität Jena 1919 50.000 Reichsmark gestiftet, um einen Lehrauftrag für deutsche und thüringische Volkskunde zu finanzieren. 1921 und 1922 erschienen N.s volkskundliche Hauptwerke im Verlag von Eugen Diederichs, die ihn berühmt machten, nämlich `Primitive Gemeinschaftskultur' und `Grundzüge der deutschen Volkskunde'. In ihnen formuliert N. seine berühmte `Theorie vom gesunkenen Kulturgut', die bis in die 60er Jahre nicht nur Teile der Volkskunde, sondern auch viele andere Wissenschaften, einschließlich der Theologie und Religionswissenschaft, beeinflußt hat. N. geht bei seiner Kulturtheorie davon aus, daß bei dem Versuch der Unterschicht, die Oberschicht nachzuahmen, deren exklusive Kennzeichen absinken und Gemeingut werden, so daß sich die Oberschicht neue Kennzeichen und Prädikate sucht. Dabei unterscheidet N. genau genommen drei Schichten: 1. Die primitive Stufe der Naturvölker, in der der Mensch sich seines Unterschiedes von der Natur noch nicht bewußt ist. Für N. ist sie im deutschen Volk höchstens noch bei den fahrenden Zigeunern zu finden, spielt aber ansonsten keine Rolle. 2. Die bäuerliche Unterschicht, in der die Gemeinschaft noch weitgehend intakt ist. Sie wird überwiegend vom primitiven Gemeinschaftsgut bestimmt. Sie schafft keine individuelle Kultur, sondern nimmt das aus der Oberschicht abgesunkene Kulturgut in ihre Mitte auf. 3. Die heroische Oberschicht. Sie schafft durch individuelle Leistungen die eigentliche Kultur. Sie wird zwar letztlich vom primitiven Gemeinschaftsgeist eines Volkes bestimmt, ist aber zugleich der Führer der Unterschicht. Diese kulturelle Oberschicht hat sich in Deutschland erstmals als Mischung von Antike, Germanentum und Christentum in der höfischen Kultur der Hohenstauferzeit herausgebildet. Indem N. verschiedene vorhandene Elemente mit den Begriffen von Lévy-Bruhl und mit außerhalb der Volkskunde liegenden Auffassungen zum Verhältnis von Antike, Germanentum und Christentum verknüpfte, hat er nicht einfach nur Elemente aufgegriffen und zusammengefügt, sondern eine völlig neue volkskundliche Theorie geschaffen, deren Eigenständigkeit nicht genügend zum Ausdruck kommt, wenn man ihn nur als glanzvollen Verteidiger längst vorhandener Elemente ansieht. Es muß betont werden, daß N. seine Theorie zur allgemein- und alleingültigen Methode erhob. Es besteht deshalb selbst zu Hoffmann-Krayer, der N. sicher unter den Volkskundlern am nächsten steht, ein großer Unterschied, weil für Hoffmann-Krayer die Theorie eine im Einzelfall immer neu zu beweisende Möglichkeit neben anderen Entwicklungsgängen der Kultur ist, während bei N. die Theorie vom gesunkenen Kulturgut der Beweisaufnahme vorweg geht und diese überhaupt erst sinnvoll macht. Von 1922 bis 1931 war N. in Frankfurt Professor für `Deutsche Philologie, insbesondere ältere germanistische Philologie' und zugleich Direktor des germanistischen Seminars der Universität Frankfurt. Vom 1927-1928 war N. zwei Semester Dekan der Philosophischen Fakultät. Ansonsten tritt er in der Universitätsgeschichte vor allem als beliebter Festredner hervor, der vielen Ereignissen religiöses Pathos verlieh. Im Winter 1928/29 hatte er außerdem die Karl-Schurz-Professor an der Universität in Madison/Wisconsin in den USA inne. Es bildete sich ein Kreis um N., der praktisch drei Fächer hochmodern und methodisch unterrichtete. Vor allem die Volkskunde, die N. aus dem Schattendasein eines Anhängsels der älteren Germanistik befreite, brachte N. hohes Ansehen ein. Die Verschmelzung von Antike, christlichem Abendland und Germanentum, die in der Ritter- und Ministerialenkultur um 1200 greifbar wurde, trug N. - so Karl Korn - »mit leuchtenden Augen mit Eleganz und Begeisterung einem jungen Publikum vor«. »Als Wissenschaftler war er stärker durch Intuition als akribische Sichtung und Darbietung des Details und vorsichtig abwägende Deutung« geprägt (Korn). »Seine besondere Stärke waren auch seine besonderen Schwächen: sein hochentwickeltes Einfühlungsvermögen vermochte auch leiseste Ansätze noch aufzunehmen und zu deuten, zu verdeutlichen, aus flüchtigsten Spuren noch große Konturen zu erahnen. Dieses Einfühlungsvermögen war verbunden mit einer ebenso starken Begeisterungsfähigkeit, die ihm dann oft auch seine Gedanken, Wünsche, Hoffnungen in dem bei anderen Erfühlten, Vermuteten finden ließen. So glaubte er, sein erträumtes Germanien auch da wieder aufleben zu sehen, wo es sich nur um propagandistischen Mißbrauch jener Formen handelte. Seine Aufnahme- und Begeisterungsbereitschaft, sein einfühlendes Verstehen konnte ihn dann auch gelegentlich zugleich zu gegensätzlichen Stellungnahmen führen, so wie schon der zwanzigjährige Münchner Student in seinen Schopenhauerschen Versen sich weltschmerzlicher Nirwanasucht und gleichzeitig kühnsten Zukunftsvisionen zuwendet: `Rauscht auf ihr Adler einer neuen Zeit'.« (Werner Betz) Erwähnenswert sind auch seine regelmäßigen Besuche bei Kaiser Wilhelm II. in dessen Exil in Doorn (Niederlande). Auch wenn sich N. nirgends für die Rückkehr des Kaisers eingesetzt hat, dürfte es sich hier nicht nur um eine wissenschaftliche Beziehung gehandelt haben. Daß N. das Kaisertum vergangener Zeiten verehrte, wird sehr oft deutlich. N. war der Demokratie abgeneigt und der Monarchie zugeneigt. N. dürfte deswegen den Kaiser auch weiterhin als Führerpersönlichkeit verstanden haben. Daß er seine royalistische Grundhaltung auch im Dritten Reich nicht aufgab, belegen seine zahlreichen weiteren Besuche in Doorn, selbst noch nach 1939. 1931 wurde Naumann durch Vermittlung des Romanisten Ernst Robert Curtius für den 1.4. 1932 auf den Bonner Lehrstuhl mit der gleichen Bezeichnung, wie in Frankfurt berufen, wobei auch in Bonn der Lehrstuhl und das Amt des Direktors des Germanistischen Seminars zusammenfielen und wie in Frankfurt zwei Direktoren das Seminar leiteten. 1932 unterzeichnete Naumann den bekannten Tübinger Aufruf von 51 deutschen und österreichischen Hochschullehrern zugunsten Hitlers und der NSDAP, der am 29.7. 1932 vor der Reichstagswahl unter dem Titel `Erklärung deutscher Universitäts- und Hochschullehrer' in der NSDAP-Zeitung `Völkischer Beobachter' erschien. Vor der nächsten Reichstagswahl erschien im Völkischen Beobachter unter der Seitenüberschrift `Die deutsche Geisteswelt für Liste 1' am 4.3. 1933 eine weitere `Erklärung von 300 deutschen Universitäts- und Hochschullehrern' ebenfalls mit N.s Unterschrift. Mitglied der NSDAP wurde N. aber erst am 1.5. 1933. Zu den bekanntesten Tatsachen über N. gehört seine Beteiligung als Redner bei der öffentlichen Bücherverbrennung im Jahr 1933. Nach 1945 wurde die Beteiligung N.s an der Bücherverbrennung heftig diskutiert. Die Rechtfertigung N.s, daß er habe Schlimmeres verhüten wollen, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Dennoch hat die Beteiligung insbesondere seinem internationalen Ruf sehr geschadet. N.s wurde für das akademische Jahr WS 1934/35 und SS 1935 zum Rektor gewählt, aber Anfang 1935 vom NS-Dozentenbund, dem er selbst angehörte, in Berlin zu Fall gebracht. N. war als Rektor, als Festredner und Repräsentant der Universität noch aktiver als ohnehin schon. Ein trauriger Fall in nächster Nähe N.s betraf seinen ersten Mitdirektor des Germanistischen Seminars, Oskar Walzel. Walzel wurde von der Politik auf grausame Weise eingeholt, denn seine Frau war Jüdin. N. organisierte trotzdem zum 70. Geburtstag Walzels 1934 eine Ehrenfeier für Walzel und hat bis zum Tod Walzels den Kontakt nicht abgebrochen. N. war als Rektor in zwei berühmte Fälle der Bonner Universitätsgeschichte im Dritten Reich verwickelt, der Entlassung von Karl Barth und der Aberkennung der Ehrendoktorwürde für Thomas Mann. Zu beiden Vorgängen liegen ausführliche Darstellungen aus den Akten vor (Prolingheuer 1984; Hübinger 1974). Zu einer der ersten Aufgaben des neuen Rektors Hans N. zählte die Vereidigung eines Teils des Lehrkörpers auf den neuen Staat. Im November 1934 forderte N. alle Dozenten, die wegen der Ferien den Eid nicht bereits am 20.8. 1934 geleistet hatten, auf, den Eid am 7.11. 1934 in der Aula nachzuholen. Am 5.11. 1934 meldet N. dem Kultusminister Rust über ein Gespräch mit Barth am 3.11. 1934: Er »erklärte, er könne den Eid nur leisten mit dem Zusatz: `soweit ich es als evangelischer Christ verantworten kann'.« N.s frühere Assistentin Bertha Schwarz berichtet in diesem Zusammenhang, daß N. ihr gesagt habe, daß Karl Barth ihm alle Achtung abnötige. Als Karl Barth am 7.11. 1934 zur Vereidigung nicht erscheint, darf Barth weiter unterrichten, da der Rektor aus Berlin keine Weisung des Ministers erhalten hat. In einem Brief von Ernst Wolf an Rudolf Bultmann heißt es sogar, daß N. wegen dieser Angelegenheit gerade in Berlin sei. Wolf berichtet darin auch, daß laut Barth ein längeres Gespräch mit dem Rektor stattgefunden habe, »das vollem Verständnis begegnet sein soll«. N. hatte Barth nach dessen eigenem Bericht von dem Eidestermin »entbunden« und auf eine Antwort des Ministers gewartet. Nach Eröffnung des Disziplinarverfahrens gegen Barth wird N. als Zeuge berufen. N. war wohl einerseits ein Vorgehen gegen Barth zuwider, andererseits stand er zur nationalsozialistischen Regierung. Bei der Vernehmung in Köln kommt diese zwiespältige Haltung deutlich zum Ausdruck. Am 18.12. 1934 bot Barth N. an, den Eid in der vorgeschriebenen Form zu leisten. N. sandte den Brief Barths am selben Tag an den Minister weiter. Doch N. erhielt keine Antwort mehr und am 20.12. 1934 ergeht das Urteil gegen Barth: Karl Barth wird aus dem Dienst entlassen. An anderer Stelle fügt N. eine weitere Einzelheit hinzu, die von ihrem Charakter her wohl nicht näher belegt werden kann: »Vor 12 Jahren konnte ich als Rektor mit dem Hinweis auf den moralischen Wert solch treuer Jüngerschaft die Einstellung des Verfahrens gegen etwa 300 Schüler Karl Barths erreichen.« Der Schwede Vagn Börge, der zu dieser Zeit am Germanistischen Seminar wirkte, bezeugt dieselbe Tatsache in einer eidesstattlichen Erklärung. »Hans Naumann war alles andere als der Typus des fanatischen Parteimannes, er war ein Ästhet und naiver Idealist, der sich dem George-Kreis verbunden fühlte und der sich dem Nationalsozialismus in dem Glauben zur Verfügung stellte, einer Erneuerung des deutschen Geistes zu dienen.« (A. Sauberzweig) Im Jahr 1936 strich der Direktor des Germanistischen Seminars und Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn, Karl Justus Obenauer, Thomas Mann aus der Liste der Ehrendoktoren. Der Fall Thomas Mann prägte für viele im Ausland das Bild über Hitlerdeutschland. Thomas Mann zählte seit seinem Besuch am 18.-19.2. 1921 bei N. in Jena zu den Freunden N.s, hatte N.s `Deutsche Dichtung der Gegenwart' 1924 sehr positiv beurteilt, wurde von N. und Ernst Bertram gleichermaßen verehrt, kam auf N.s Einladung zu einer Lesung an die Universität Frankfurt, hielt brieflichen Kontakt zu N. und nahm in der 6. Auflage (1932/33) von N.s `Die deutsche Dichtung der Gegenwart' breiten Raum ein. Prof. Bennet hat nun Hübinger mitgeteilt, daß N. ihm gegenüber »geäußert hat, er habe lange, aber vergebens mit Obenauer darum gerungen, daß die Mitteilung an Thomas Mann unterbleiben möge. Der Dekan habe sich jedoch durch die Vorschriften unbedingt gebunden gefühlt.« Norbert Oellers schreibt dazu: »Obenauers Entschluß, Thomas Mann mitzuteilen, er sei `aus der Liste der Ehrendoktoren' gestrichen, wurde sehr einsam gefaßt, denn der einzige Kollege, mit dem er sich über den Fall beriet, konnte seine Absicht nicht gutheißen: Hans N. In einem Interview mit der Kopenhagener Zeitung `Ekstrabladet' nannte er den Schritt `peinlich' und bezweifelte, daß er notwendig gewesen sei.« N. verlor nicht nur sein Amt als Rektor. Am 6.9. 1936 werden die wichtigsten Bücher von N., nämlich die `Deutsche Volkskunde in Grundzügen' und `Die Deutsche Dichtung der Gegenwart 1885-1933' verboten und N. erhielt Vorlesungsverbot für Volkskunde, durfte aber weiter Germanistikprofessor bleiben. 1941 bis 1942 hielt N. eine große Zahl von meist im Rahmen der Kriegsvorträge der Universität veröffentlichten Vorträge. Im Januar 1941 hielt N. außerdem Vorträge an mehreren schwedischen Universitäten und sprach bei der Buchausstellung des Propagandaministeriums `über die deutsche Dichtung der letzten Jahrzehnte'. 1943 fielen seine Söhne Hansjörg und Eberhard N. 1944 erhielt er den Auftrag, seine Vorlesungen an die Universität Breslau zu verlegen, wo er jedoch nie hingelangte. N. hat nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches nie wieder an der Universität Bonn gelehrt, auch nicht vor der offiziellen Amtsenthebung am 30.11. 1945, wobei nicht auszumachen ist, wer ihm eigentlich die Vorlesungen versagte. Unabhängig davon, daß diese Amtsenthebung später rückgängig gemacht wurde und N. erst entnazifiziert und nach seinem Tod sogar juristisch rehabilitiert wurde, hat sich an der Tatsache, daß N. nicht mehr an der Universität lehren durfte, nichts mehr geändert. Überhaupt ging N. praktisch aller seiner Ämter und Herausgebertätigkeiten nach 1945 in einer Gründlichkeit verlustig, wie sie sich selbst bei viel stärker Belasteten selten findet. N. starb darüber erbittert am 25.9. 1951. »Es ist eine Tragik im Leben Hans N.s, daß er, dem im Grunde seines Wesens Streit und erst recht Gezänk durchaus fern lagen, immer wieder in den Strudel der Geschichte hineingezogen wurde, und daß er vereinsamt, von seinem Lehrstuhl entfernt, am 21. September 1951 aus grausamer Wirklichkeit in das Reich der Mythen eintritt.« (Lothar Irle) »Daß zwei Seelen in N.s Brust entsetzlich aneinander zerrten, darf füglich angenommen werden, denn es ist kaum denkbar, daß ihn das nationalsozialistische Gepränge, die falsche Rhetorik, der Schwulst, die Lüge als Prinzip, auch die Brachialgewalt nicht nach einiger Zeit ästhetisch entschieden abgestoßen haben, aber ebensowenig ist denkbar, daß er sein Volkstums- und Schrifttums- und Deutschtums-Denken, das ihn in die Arme der falschen Macht getrieben hatte, selbst als falsch einschätzen gelernt hätte, vielleicht noch nicht einmal nach 1945.« (Norbert Oellers) 30 Thesen: 1. N.s volkskundliche Theorie vom gesunkenen Kulturgut fehlt in den Schriften bis 1920, wird aber in den beiden volkskundlichen Hauptwerken von 1921 und 1922 unüberhörbar verkündigt. Es liegt daher nahe, daß N. sein System in einem Wurf nach dem Lesen der deutschen Übersetzung des Hauptwerkes von Lucien Lévy-Bruhl erstellte, die 1921 erschien. 2. Über die beiden volkskundlichen Hauptwerke von 1921 und 1922 ist N. im Prinzip nicht hinausgegangen. Zwar wendet er seine Theorie in den folgenden Jahren auch auf Sprache und Religion an und verknüpft sie intensiver mit seiner Sicht der deutschen Kulturgeschichte von den Germanen über den Höhepunkt unter den Staufern bis hin zur Gegenwart. Doch auch diese Entwicklung kommt spätestens mit der 2. Auflage seiner Volkskunde von 1929, also noch in der Frankfurter Zeit, zum Abschluß. 3. 1937 bekennt N. in seiner Besprechung der Volkskunde von Bach, daß er »seit acht Jahren oder mehr an volkskundlicher Forschung nicht mehr teilnimmt, weil er glaubt, sein Sprüchlein längst gesagt zu haben«. Daß N. unter dem Nationalsozialismus kaum volkskundliche Forschung betrieb, erklärt sich also daher, daß er schon in der Frankfurter Zeit aufgehört hatte, sein System weiter auszubauen. 4. Damit ist auch N.s Behauptung in Frage gestellt, daß nicht nur sein volkskundliches Hauptwerk verboten worden sei, sondern man ihm auch volkskundliche und neuere germanistische Vorträge, Vorlesungen und Schriften verboten habe. Das Buch wurde zwar eingezogen, doch war es im wesentlichen nur eine Neuauflage. Größere Werke zur Volkskunde und neueren Germanistik waren auch zwischen der Machtergreifung und dem Verbot nicht erschienen. Dies alles wird dadurch bestätigt, daß N. auch nach 1937 kleinere Beiträge zu beiden Gebieten veröffentlichte, Vorlesungen dazu ankündigte oder gar - wie in Kopenhagen im Auftrag des Propagandaministeriums - von nationalsozialistischen Stellen zu diesen beiden Bereichen angefragt wurde. 5. Hans N. wirkte weniger durch seine inhaltlichen Einzeluntersuchungen, als durch `geniale' Entwürfe, in denen er große Stoffmengen durch eine Zusammenschau ordnete und die großen Zusammenhänge offenlegte. Positiv formuliert bedeutet das: »Naumanns erste Liebe gehörte stets der genialen faszinierenden Anregung, für die nachprüfenden Einzelausführungen blieb ihm in der Fülle seiner Einfälle oft keine Zeit.«. Negativ formuliert könnte man mit Otto Behagel von N.s »Mangel an Vorsicht« sprechen, denn »Naumann hat die Neigung, mehr zu wissen als man wissen kann.« 6. Fast das gesamte Schrifttum N.s geht auf Vorträge und kleine Artikel zurück. Viele seiner größeren Bücher sind in Wirklichkeit Vortrags- und Miszellensammlungen. Selbst sein Buch `Höfische Kultur', das mit den längsten und geschlossensten Text aus N.s Feder darstellt, geht auf Vortragszyklen zurück. Dieser Vortrags- und Sammelcharakter prägt das umfangreiche Naumannsche Schrifttum. Wissenschaftliche Spezialuntersuchungen, die nicht für jedermann verständlich sind, sind eigentlich nur die Dissertation, die Habilitation und einzelne Beiträge aus der Straßburger und Jenaer Zeit (z. B. Textsammlungen mit unübersetzten Texten, Mitarbeit an der Monumenta Germanica). Ansonsten wandte sich N. immer an die breite Öffentlichkeit. Dies sicherte ihm auch seinen ungeheuren Einfluß außerhalb der Universität bei Lehrern, Volkshochschulen, in Zeitungen und im Rundfunk, der im krassen Gegensatz dazu steht, daß kein führender Volkskundler ganz nach seinem System arbeitete. 7. Daß N. anregte, dann aber selbst nicht weiterforschte, gilt insbesondere für die Volkskunde. N. sagte sein »Sprüchlein« und war seitdem vorwiegend Beobachter, was nun mit seinem Entwurf geschah. Eine echte Diskussion mit seinen Gegnern hat er nie geführt. Seine Auseinandersetzung beschränkt sich im wesentlichen darauf, sich über angebliche Mißverständnisse zu beklagen oder aber festzustellen, daß das, was gegen ihn vorgebracht wurde, seiner Theorie gar nicht widerspreche. Den umfassenden Beitrag seines Assistenten Adolf Spamer etwa hielt er für sehr »fruchtbar«, ohne deswegen jedoch an irgendeinem Punkt seine Meinung zu ändern oder auf Spamers Argumente einzugehen. N.s zahlreiche hohe Ämter im Bereich der Volkskunde waren praktisch ausnahmslos nominell. N. liebte es überhaupt, Ämter innezuhaben und geehrt und gefeiert zu werden. Wenn überhaupt, nutzte er die Ämter und Ehrungen jedoch fast immer nur zu Vorträgen, nicht aber zu konkreter andauernder Mitarbeit. Unter den vielen Zeitschriften und Reihen, die N. herausgab, ist nur in Dichtung und Volkstum in den letzten Kriegsjahren eine tatsächliche Mitarbeit zu erkennen. Sonst reichte N. bestenfalls einmal einen eigenen Beitrag oder Arbeiten seiner Schüler ein, meist noch nicht einmal das. Geprägt hat er außer Dichtung und Volkstum keine von ihm herausgegebene Reihe oder Zeitschrift. 8. N. prägte die Volkskunde ebenso wie die Germanistik nicht dadurch, daß er eine eigene Schulrichtung gründete, sondern indem er zum Widerspruch reizte. Wohl kein Volkskundler vor und nach ihm hat die Volkskunde derart auf einen Nenner gebracht und damit auch beschnitten, wie N. Dieses kompakte System eignete sich mehr als irgendein anderes, um von ihm ausgehend aber immer auch im Widerspruch zu ihm den eigenen volkskundlichen Standpunkt zu finden. So hat etwa Adolf Spamer 1924 als Assistent N.s gerade im Widerspruch zu N. seine psychologisch ausgerichtete Volkskunde begründet, Victor von Geramb degegen seine historisch bestimmte. 9. Die Standortbestimmung im Gegensatz zu N. setzte sich in der nationalsozialistischen Volkskunde ebenso fort, wie nach dem 2. Weltkrieg im Westen und im Osten Deutschlands. Dies kann nur darauf zurückgeführt werden, daß bis heute kein geschlosseneres System aufgestellt wurde, an dessen Einseitigkeit man sich entzünden könnte. Jedenfalls war der tatsächliche Einfluß der Gedanken N.s spätestens nach 1933 so schwach, daß eine intensive Beschäftigung und Bekämpfung von N.s Theorie kaum notwendig erschien. 10. Die Frage, inwieweit N. von Bedeutung für die Wissenschaftsgeschichte der Volkskunde ist, hängt mit diesem Phänomen zusammen. N. nimmt einen hervorragenden Platz in der Geschichte der Volkskunde ein, weil nach Wilhelm Heinrich Riehl wohl nie wieder ein Volkskundler so viel diskutiert wurde und soviel Schrifttum hervorrief. Er nimmt auch eine wichtige Stellung ein, weil er durch die von ihm angeregte Diskussion zum Fortschritt des Faches beigetragen hat. Doch wie ist die Rolle eines Mannes einzuschätzen, desen Bedeutung vor allem darin liegt, daß er zum Kristallisationspunkt seiner Gegner wurde? 11. Während man immer wieder gemeint hat, manche Schüler N.s hätten seine Theorien radikalisiert, ist das Gegenteil der Fall gewesen. Alle Schüler haben N.s Theorie differenziert. Jeder, der mit ihr an praktische Probleme heranging, konnte sie als Erklärungsmodell für eine bestimmte Kulturwandlung, nicht jedoch als umfassendes Kulturerklärungsmodell verwenden. Die rhetorische Begeisterung mancher Schüler für N. wird durch die Wirklichkeit widerlegt, denn praktisch alle ergänzten ihr volkskundliches Instrumentarium aus der Literatur der Naumanngegner. Auch unter seinen Befürwortern und Gegnern gehörte es zum guten Ton, N. zunächst zu loben, dann jedoch so zu variieren, daß er praktisch widerlegt war. Allen Volkskundlern scheint ohne Diskussion klar gewesen zu sein, daß der Absolutheitsanspruch der Theorie N.s an Tausenden von Beispielen in der Wirklichkeit scheiterte, in der etwa ein Volk mehr als zwei Schichten hat oder die oberschichtliche Kultur die unterschichtliche nachahmte oder aber gesunkenes Kulturgut so stark umgearbeitet wurde, daß darin wieder eine eigene schöpferische Leistung lag. 12. Als N.s eigentlicher Verdienst gilt das Vernichten der romantischen Volkskunde vor dem Ersten Weltkrieg. Hier sind jedoch Zweifel anzumelden. N. geht genauso von einer Volksseele wie seine Vorgänger aus, auch wenn er sie nicht so nennt und verficht ebenso eine germanische Kontinuität. Dort, wo er von der romantischen Volkskunde abweicht, tut er es, indem er eine andere romantische Vorstellung an die Stelle setzt. Daß N. `historisch' geforscht habe, ist zwar oft behauptet worden, entspricht aber weder der Forschungsmethode N.s, noch dem Kern seiner Theorie. Natürlich sind N.s naturgesetzliche Abläufe `historisch', aber eben nicht durch `historische' Forschung erarbeitet, sondern als Rahmen der historischen Forschung vorgegeben. Es ist sicher richtig, daß N. mit seinem System der romantischen Volkskunde einen vernichtenden Schlag versetzt hat, doch nicht, weil nun sein System an ihre Stelle trat, sondern indem er seine Gegner zwang, Fragen zu beantworten, die die romantische Volkskunde ungestellt ließ und die N. selbst auch nicht beantwortete oder gar negierte, etwa die Frage worin das Wesen des Schöpferischen im Volk besteht oder aber, was denn der Geist des Volkes eigentlich sei. 13. An Hans N. gibt es viel zu kritisieren, was überhaupt für die Wissenschaft seiner Zeit und insbesondere für die Volkskunde seiner Zeit (und oft genug auch der gegenwärtigen) gilt. So war für ihn wie für praktisch alle Volkskundler Volkskunde immer angewandte Volkskunde, das heißt, daß die Ableitung von konkreten kulturpolitischen Maßnahmen aus den Forschungsergebnissen selbstverständlich dazugehörte. Da jedoch die weltanschaulichen Voraussetzungen nicht offengelegt wurden, führte dies oft dazu, daß man zunächst ein gesellschaftliches Ideal entwarf, dies dann unausgesprochen zur Grundlage der volkskundlichen Forschung machte und daraus mittelbar gesellschaftliche und kulturpolitische Folgerungen ableitete. N. unterscheidet sich hier insofern von anderen Volkskundlern, als er sowohl mit seiner Theorie vom gesunkenen Kulturgut als auch mit seinem germanistischen altnordischen und staufischen Ideal seine Idealgesellschaft offengelegt hat. Diese Sicht der Idealgesellschaft ist ganz wesentlich von der Philosophie Heideggers und Nietzsches bestimmt, die N. in der altgermanischen Literatur wiederzufinden meint. 14. In dieser Idealgesellschaft gibt es eine kulturell schaffende Oberschicht und eine empfangende Unterschicht, wobei in einer harmonischen Beziehung die Individuen der Oberschicht letztlich aus dem Mutterboden der Primitivkultur erwachsen und deswegen die nicht individuell verstandene Unterschicht zwar führten, aber dies eben im Einklang mit ihrem eigentlichen Wesen. Dieses Ideal ist für N. gleichermaßen gefährdet, wenn die Oberschicht die primitive Kultur zerstört, wenn die Oberschicht Kulturgut vorgibt, daß der primitiven Kultur nicht im innersten Wesen entspricht und wenn die primitive Kultur an die erste Stelle rückt und bestimmend wird. 15. In dieser idealen Kultur spielt die Dichtung (und damit auch die Germanistik) eine wesentliche Rolle. Zum König und Führer gehört nämlich immer der Dichter als Seher. Der Dichterprophet erspürt den tatsächlichen Zustand und entwirft die Zukunft als Untergang und anschließendem Auferstehen des harmonischen Zusammengehens von Ober- und Unterschicht. Dabei bleibt offen, inwieweit N. nur über solche dichtenden Seher berichtet (etwa Walter von der Vogelweide, Stefan George) und inwieweit er sich selbst für einen solchen hält. 16. Bezeichnenderweise stellte N. der von ihm scharf bekämpften Demokratie jedoch nicht die Herrschaft einer politischen Elite allein gegenüber. »So betrachtet führt die Volkskunde ab von der Demokratie ... hin zur Anerkennung der Bildungsaristokratie und der schöpferischen Persönlichkeit, in der Führerschaft und Kulturentwicklung beschlossen liegen.« Damit ist auch am besten eingefangen, wie N. sich selbst und seine Rolle im idealen Staat sah. Er gehörte zur Elite der Bildungsaristokratie und verstand seine Aufgabe maßgeblich auch darin, die »Kulturentwicklung« zu bestimmen. Dies tat er vor allem durch seine ungezählten Vorträge. 17. Das ständig wechselnde Verhältnis von Ober- und Unterschicht ist dabei in ein zyklisches Weltbild engebettet, weil in Jahrtausenden aus der Primitivkultur heraus eine zweischichtige Gesellschaft entsteht, bis diese nach manchem Auf und Ab wieder in sich zusammenfällt. Dieses zyklische Weltbild hängt aufs engste mit N.s fatalistischem Schicksalsverständnis zusammen. Letztlich ist die Entwicklung ein hervorsagbares Muß. Das zyklische und das fatalistische Denken entnahm N. wohl gleichermaßen aus der germanischen Literatur wie aus der zeitgenössischen Philosophie. 18. N.s Sicht eines unausweichlichen Auf und Ab der Geschichte, die nach ehernen Naturgesetzen abläuft, passt dabei gut zu dem naturgesetzlichen Charakter seiner volkskundlichen Theorie, die er als »Biogenetisches Gesetz« bezeichnen kann. N. ist zyklischer Evolutionist und versucht organische Naturgesetze im Volksleben zu erkennen. Eine Individualpsychologie gibt es für N. bestensfalls für die Elite der Oberschicht, die Masse der Menschen kann man aber mit Tieren vergleichen, die von der Umwelt gesteuert werden. Dieser naturgesetzliche Charakter wird auch daran deutlich, daß N. seine Entwicklungstheorien als für alle Kulturen der Welt gültig ansah, obwohl er sie bestensfalls für den deutschen Bereich, und auch dort nur an Einzelbeispielen, begründet hatte. 19. N.s volkskundliche Theorie ist ein geschlossenes Ganzes, aus der man nicht Teile herauslösen kann, um in diesen Teilen dann den eigentlichen wissenschaftlichen Wert zu sehen. N.s System war nicht einfach das Aufgreifen längst vorhandener Elemente, sondern ein völlig neues System, daß die gesamte Kulturgeschichte auf einen Nenner brachte. N.s Theorie war nicht, daß unterschichtliche Menschen die Kultur oberschichtlicher Menschen nachahmen können oder daß es neben dem logischen auch ein assoziatives Denken gäbe, was beides dann sicher nicht neu gewesen wäre. N.s Theorie war jedoch, daß es 1. nur zwei bzw. drei Schichten gäbe, 2. in diesen beiden Schichten die Verteilung des Schöpferischen immer gleich sei, 3. aus dieser Sicht die Volkskunde alleine ihre Berechtigung und Forschungsmethode ableiten könne und die psychologische Aufteilung in assoziatives und logisches Denken auf zwei Schichten mit der historischen Entwicklung der deutschen Kulturepochen verbunden werden muß. N. verstand seine Theorie nicht als ein Modell oder eine Möglichkeit unter vielen, sondern als alles umfassende, unwiderlegbare Voraussetzung für die Forschung. 20. In der Theorie trat N. für eine strikte Trennung der Germanistik von der Volkskunde ein, indem er die Volkskunde als Erforschung der Unterschicht, die »Deutschkunde« als Erforschung der Oberschicht ansah. Man hat deswegen N. oft als den gesehen, der die Volkskunde aus den Klauen der älteren Germanistik befreite. In der Besprechung der Volkskundedarstellung von Bach scheint N. die Volkskunde als umfassende kulturgeschichtliche Disziplin etwas ganz anderes und neues gegenüber seiner eigenen »engeren« Volkskunde in Abgrenzung von den anderen Fächern zu sein. Tatsächlich aber war dies eine rein rhetorische Trennung. In N.s System gehören Volkskunde, ältere Germanistik und neuere Germanistik untrennbar im selben Kordinatensystem zusammen, wie N. überhaupt die Kultur eines Volkes vorwiegend an seinen schriftlichen Quellen abliest und umgekehrt die germanistischen Quellen fast ausschließlich kulturgeschichtlich interpretiert. Die Vernachlässigung der germanistischen Theorien N.s war für seine volkskundlichen Kritiker scheinbar möglich, weil N. selbst Germanistik und Volkskunde scheinbar strikt trennte. In Wirklichkeit kann man aber nur beide Aspekte der Weltanschauung nur recht erfassen, wenn man sie zusammensieht. 21. Die Theorie vom gesunkenen Kulturgut bei N. ist also nicht zu verstehen, wenn man sie von N.s Sicht der deutschen Kulturgeschichte trennt. Während die Theorie vom gesunkenen Kulturgut gewissermaßen die Vertikale lieferte, daß heißt zu jedem Zeitpunkt bestimmte, was unterschichtlich und damit volkskundlich und was oberschichtlich und damit germanistisch bedeutsam war, liefert die Einschätzung der deutschen Kulturepochen, namentlich des Altnordischen, der Stauferzeit und der Epochen von der Renaissance bis zur Gegenwart gewissermaßen die Horizontale im zeitlichen Ablauf. 22. Es ist oft übersehen worden, daß sich für N. das Verhältnis der beiden Schichten im Laufe der Jahrhunderte ständig änderte. Zeitweilig war fast alles vom Primitivgut bestimmt, zeitweilig gab es zu viel Individualismus. Eine wirkliche Trennung der beiden Schichten sieht N. erst seit der Renaissance und beurteilt sie äußerst negativ. Nur diese ständig veränderte Verhältnisbestimmung der beiden Schichten ermöglichte N. trotz der Starrheit und Einseitigkeit seines Systems immer neue historische Phänomene einzuordnen oder seine Kritiker zu widerlegen. 23. Die jeweilige Beurteilung der einzelnen Kulturepochen bleibt dabei weitgehend subjektiv, weil N. in der einen Epoche Dinge begrüßen kann, die er bei anderen ablehnt. Maßstab zur Beurteilung einer Epoche und damit auch des Verhältnisses der beiden Schichten ist für ihn nicht vorrangig, wie oft behauptet wurde, die germanische Welt, sondern zunächst die Kultur der Staufer. Die germanische Kontinuität sieht er nur insofern gegeben, als in der Kultur der Hohenstaufer alles Gute aus der germanischen, der antiken (vorwiegend römisch-italienischen) und der christlichen Weltanschauung zusammenfloß. Dieses hohenstauferische Ideal wird von N. immer wieder beschworen und bestimmt sowohl seine Idealvorstellung einer Verschmelzung von Primitivgut und Kulturgut, als auch die neuere deutsche Literatur, die er ebenfalls daran mißt, inwieweit die Stauferzeit wieder aufschimmert. 24. Wenn N. die Kulturen anderer Zeiten und Länder oder die Werke germanischer, mittelalterlicher und moderner Autoren besprach, versetzte er sich dermaßen in sie hinein, daß er sich völlig mit allem zu identifzieren schien und seine Zuhörer diese Welten und Autoren vor ihren Augen aufzuerstehen meinten. Die Grenze zwischen dem Lebendigmachen des tatsächlich Vorhandenen und des Hinein- und dann Herauseinlesens einer Wunschvorstellung ist dabei fließend. Jedenfalls ist manche Entdeckung in den Texten anderen Forschern nicht möglich gewesen, weil sie N.s weltanschauliche Voraussetzungen nicht teilten. 25. Für N. war Wissenschaft eben immer Geisteswissenschaft, weshalb er endlich den Zeitpunkt für die Volkskunde herbeiführte, »da man sie, auch in ihren Realien, zu einer reinen Geisteswissenschaft erheben kann«. Für die Kunst galt für N. nicht nur eine wissenschaftliche, sondern auch eine religiöse Vorgabe, wobei Religion jedoch nicht im Sinne einer bestehenden Konfession definiert wurde: »Als Kriterien möchte ich ansehen: das Streben nach Gemeinschaftsbildung allenthalben als Gegengewicht gegen den allzu stark gewordenen Individualismus, die religiöse Durchdringung und das intensive Bestreben, alle Dinge in Beziehung zu setzen zu Gott und Ewigkeit ...«. Dieses Bild mag man »immerhin einen Mythos nennen«, nur darf man dann das Wort Mythos nicht als subjektiv und für die Wissenschaft gefährlich ansehen, »sondern im Sinne einer großen, zusammenschauenden Theorie«. 26. N. hat sich mit Ausnahme ausgerechnet seines Kopenhagener Interviews zugunsten von Thomas Mann nie antisemitisch oder rassistisch geäußert. Da sein Ideal der Hohenstauferkultur eine Synthese von Christentum, Germanentum und Antike ist, geht seine Verherrlichung der Germanen nie soweit, daß er Einflüsse von anderen Völkern abgelehnt hätte. Der Einfluß der Antike läßt ihn positiv vom griechischen, insbesondere aber vom römisch-italienischen Einfluß sprechen. Da die Hohenstaufer ebenso wie die Karolinger Italien in ihr Reich einbezogen, dachte N. bei allem Nationalismus letztlich in einem größeren als dem germanischen Rahmen. Die wohl aus der Straßburger Zeit mitgebrachte Abneigung gegen Frankreich führte jedoch zu einem schroffen Ablehnen alles Französischen, obwohl Karl der Große Frankreich mitbeherrschte. Dieser mußte deswegen zum Deutschen gemacht werden, der Italien einbezog, vor allem nach dem ein Teil der Nationalsozialisten ihn zum reinen Franzosen gemacht hatten. Die Verständigung zwischen Hitler und Mussolini bot N. in seinem Vortrag »Deutschland und Italien« die Möglichkeit, die über Deutschland hinausgehende staufische Reichsidee neu zu beschwören. 27. N.s Begeisterung galt zuallererst Adolf Hitler selbst, vielleicht auch noch der nationalsozialistischen Bewegung, nicht jedoch der Lehre des Nationalsozialismus, gleich welcher Richtung. Es gibt keinen Hinweis, daß N. trotz aller Anbiederungsversuche an den Nationalsozialismus irgendeinen Teil seines Lehrgebäudes im Sinne des Nationalsozialismus geändert hätte. Dabei hatte die Begeisterung für Adolf Hitler religiöse Züge, wie etwa folgendes Zitat belegt: »Er ist ihr Glaube, ihre Religion, ihre Philosophie. Seine Person wird zu ihrem Gesetz«. An diesem Tatbestand dürfte sich auch nach Hitlers Tod nichts geändert haben, wie ein weiteres Zitat aus dem Jahr 1947 zeigt: »Diese zurückhaltende Einstellung der Partei gegen mich war ja durchaus berechtigt, doch für ebenso berechtigt musste ich meinen idealistischen Glauben an den Mann ansehn, der eine ununterbrochene Kette fast märchenhafter unblutiger Erfolge herbeigeführt zu haben schien. Ich befand mich in diesem Glauben, den ja besonders stark auch das Ausland teilte, durchaus nicht allein. Es erschien wie eine Art Sendung, die er erfüllte.« 28. N. lebte allerdings in der Einbildung, daß Adolf Hitlers Bestrebungen nichts anderes als die Verwirklichung seiner volkskundlichen These vom gesunkenen Kulturgut und seiner germanistischen These von der germanischen Kontinuität sei. Diese Einbildung hat er auch nach 1945 bis zu seinem Tod nicht aufgegeben, sondern lediglich gemeint, daß der »heroische Irrtum« gerade typisch für germanische Führer sei. 29. Trägt schon N.s Beschwörung der altnordischen und der staufischen Welt religiöse Züge, so erst recht seine Hitlerverehrung. Hitler wird als Prophet, Erlöser, Seher und von Gesichten Inspirierter bezeichnet. Diese Hitlerverehrung gekoppelt mit einer religiösen Germanenbegeisterung und der Sehnsucht nach einer mythischen, von ihm entworfenen Welt, bei gleichzeitiger Ablehnung des nationalsozialistischen Mythos, dürfte das eigentliche Geheimnis N.s im Dritten Reich sein. Die Verehrung Hitlers im Rahmen seines eigenen Mythos machte ihn zum grandiosen Werber für Hitler. Derselbe Mythos brachte ihm jedoch die Gegnerschaft der Nationalsozialisten ein. Es sieht ganz so aus, als ob N. die Zusammenstöße zwischen seinem Mythos und der rauhen Wirklichkeit immer auf die konkreten Nationalsozialisten zurückgeführt hat, die gegen ihn arbeiteten, nie jedoch auf Hitler oder die Bewegung als solche. Dies gilt selbst für die Zeit nach 1945. 30. Nirgends wird das Grundproblem deutlicher, als in der ausführlich referierten Einleitung zur Neuauflage seiner Volkskunde 1935. N. betont immer wieder, wie sehr seine These nun von der neuen Staatsführung in die Praxis umgesetzt wird. Es ist kein übliches Vorwort, sondern ein begeistertes Aufatmen. Die tiefgreifenden Unterschiede zwischen beiden Seiten werden völlig übersehen. Und während das Vorwort das Wiedererwachen Deutschlands feiert, bleibt der Rest des Buches völlig unverändert und vom Nationalsozialismus unbeeinflußt. Doch gerade hier dürfte die eigentliche Tragik liegen. N. unterstützte den Nationalsozialismus, ohne ihn eigentlich ideologisch gelten zu lassen. Damit verhalf er einem System zur Macht, das letztlich gerade N.s eigene Werte und Wünsche zerstören mußte. Dies hat er scheinbar zeitlebens nicht erkannt.
Bibliographie: Thomas Schirrmacher. `Der göttliche Volkstumsbegriff' und der `Glaube an Deutschlands Größe und heilige Sendung': Hans Naumann als Volkskundler und Germanist unter dem Nationalsozialismus. 2 Bde. Verlag für Kultur und Wissenschaft: Bonn, 1992 (fast vollständig); Ponti, Zita Widmer. Critical analysis of the implementation of Rosenbergian national socialism in the field of the history of culture by Professor Hans Naumann. College Park: University of Maryland at College Park, 1950. (unveröffentlicht, unvollständig); Schmook, Reinhard. Der Germanist Hans Naumann in seiner Bedeutung für die Volkskunde. (Ost-)Berlin: Diss., 1988 (enthält viele Fehler).
Werke: Erlösung (Gedichte), 1908; Altnordische Namenstudien, Straßburg: Dissertation, 1911; Altnordische Namenstudien, Acta Germanica NR 1, Berlin, 1912; »Zur altnordischen Namengebung: Eine vergleichende Namenskunde«, Germanisch-Romanische Monatsschrift 4 (1912) 630-640; »Die germanischen Elemente im Romanischen - 1911«, Romanischer Jahresbericht 13 (1912) 1: 40-62; Notkers Boethius, Quellen und Forschungen zur Sprach- und Culturgeschichte der germanischen Völker 121, Straßburg, 1913; Althochdeutsche Grammatik, Sammlung Göschen, Berlin, 1914; Althochdeutsche Texte, Sammlung Göschen, Berlin, 1914; »Michael Huber ... Johannes Monachus, Liber de miraculis ...« Deutsche Literaturzeitung 35 (1914) Nr. 21 (23.5.) 1308-1309; »Bibliographie des Jahres 1913: XI. Germanisch. D: Westgermanisch«, Indogermanisches Jahrbuch (Straßburg) 2 (1914) 149-159; Kurze historische Syntax der Deutschen Sprache, Trübners Philologische Bibliothek 2, Straßburg 1915; »Bibliographie des Jahres 1914: XI. 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Band, Berlin, 1931, Sp. 1790-1791; »Volkskunde 1931«, Zeitschrift für deutsche Bildung 7 (1931) 458-463; Deutsche Nation in Gefahr, Stuttgart, 1932; »Höfische Symbolik I.: Rüdegers Tod«, Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 10 (1932) 387-403; »Braunschweiger Festrede über Wilh. Raabe«. Mitteilungen für die Gesellschaft der Freunde W. Raabes 22 (1932): 1-13; »Germanisches Gefolgschaftswesen«, Der Erdball 6 (1932) 30-35; »Holzfräulein«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 4. Band, Berlin, 1932, Sp. 277-279; »Holzhund«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 4. Band, Berlin, 1932, Sp. 279; »Der Bamberger Reiter«, Zeitschrift für deutsche Bildung 8 (1932) 465-469; »Frideruns Spiegel«, Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 69 (1932) 297-299; Wandlung und Erfüllung: Reden und Aufsätze zur germanisch-deutschen Geistesgeschichte, Stuttgart, 1933; Die deutsche Dichtung der Gegenwart: 1885-1933, Epochen der deutschen Literatur VI, hrsg. Julius Zeitler. 6. neubearb. Aufl., Stuttgart, 1933; Germanische Spruchweisheit, Jena, 1933; (mit Eugen Lüthgen) Kampf wider den undeutschen Geist, Bonner Akademische Reden 17, Bonn, 1933; »Führerschaft und Gefolgschaft als deutsches Schicksal«, Rheinische Blätter: Rheinische Heimatblätter: Organ des Kreises der Rheinischen Heimatfreunde Mitteilungsblatt der Mittelrheinischen Gesellschaft zur Pfelge alter und neuer Kunst e. V. (Wiesbaden) 10 (1933) 7: 592-595; »Brünhilds Gürtel«, Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 70 (1933) 46-48; »Zum Naumburger Westchor«, Zeitschrift für deutsche Bildung 9 (1933) 79ff; (mit Josef Müller, K. Schulte-Kemminghausen) »An unsere Mitglieder«, Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 30 (1933) 1-2; »Wandlung und Erfüllung«, Forschungen und Fortschritte: Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik 9 (1933) 410; »Zu Ernst Stadlers Gedächtnis«, Berliner Börsen Courier vom 8.8.1933 (untere Hälfte von 2, S.); »Der germanische Reiter«, Sonntag Morgen: Wochenzeitung für das Deutschtum im Ausland vom 5.11.1933: 9. (»Textprobe« aus Naumann B1933a); Die Minnesinger in Bildern der Manessischen Handschrift (Erste Folge), 1. Aufl. o. O., 1933; (mit Hans Steinger [Hrsg]) Hartmann von Aue: Erec. Iwein, Deutsche Literatur, Reihe Höfische Dichtung / Höfische Epik 3, Leipzig, 1933; Germanischer Schicksalsglaube, Jena, 1934; Wandlung und Erfüllung: Reden und Aufsätze zur germanisch-deutschen Geistesgeschichte, 2. verm. Aufl., Stuttgart, 1934; »Die Glaubwürdigkeit des Tacitus«, Bonner Jahrbücher Heft 139 (1934) 21-33; Der Hohe Mut und das Freie Gemüte: Rede beim Antritt des Rektorats 1934/1935, Bonner akademische Reden 22, Bonn, 1934; »Quellen altgermanischen Lebens: Hans Naumann über die isländische Saga-Literatur«, Volksschularbeit (Donauwörth bei München) 15 (1934) 434-436; »Die Isländersagas: Die einzige umfassende Darstellung altgermanischen Lebens«, Der Diederichs Löew: Arbeitsberichte aus dem Verlage Eugen Diederichs in Jena 5 (1934) 170-173; »Die Isländersagas: Die einzige umfassende Darstellung altgermanischen Lebens«, Island 20 (1934) 52-55; »Das Weltbild der Germanen«, Süddeutsche Monatshefte 31 (1934) 722-730; »Stefan George und das Neue Reich«, Zeitschrift für Deutschkunde 48 (1934) 273-286; »Die Antwort der Wissenschaft«, Rheinische Blätter der N.-S. Kulturgemeinde. (Koblenz) 11 (1934) Heft 10 (Okt) 619-627; »Mátt ok megin«, Ernst Barheer, Herbert Freudenthal. Volkskunde-Arbeit: Zielsetzung und Gehalte. Festschrift für Otto Lauffer, Berlin, 1934, 57-59; »Germanistisches Seminar«, Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1933/34: 47-48; (mit Rolf Haller [Hrsg]) Die Naturgeschichte des deutschen Volkes von Wilhelm Heinrich Riehl, Leipzig, 1934; Deutsche Volkskunde in Grundzügen, 3. Aufl., Leipzig, 1935; Germanische Spruchweisheit, 2. Aufl., Deutsche Reihe 7, Jena, 1935; »Klassische Volksliedzeit: Rede bei der Verteilung des Josef Görres-Preises der Universität Bonn 1936«, Die Westmark: Monatsschrift für deutsche Kultur (Saarbrücken) 3 (1935/1936) Heft 1 (Okt 1935) 580-582; »Der germanisch-deutsche Mensch des Mittelalters«, Forschungen und Fortschritte: Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik 11 (1935) 181-182; »Das altgermanische Weltbild«, Stahl und Eisen: Zeitschrift für das Deutsche Eisenhüttenwesen. 55 (1935) Heft 52 (26.12.1935) 1555-1559; »Die Hohenstaufen als Lyriker und ihre Dichterkreise«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 36 (1935) 21-49; »Germanentum und Christentum«, Zeitschrift für deutsche Bildung 11 (1935) 113-120; »Die Bernwardsäule zu Hildesheim«, Zeitschrift für deutsche Bildung 11 (1935) 562-566; »Die politische Stellung Walthers von der Vogelweide«, Mitteilungen der Akademie zur wissenschaftlichen Erforschung und zur Pflege des Deutschtums/Deutsche Akademie Nr. 4 (Dezember 1935) 549-554; Das Weltbild der Germanen, Bildung und Nation: Schriftenreihe zur nationalpolitischen Erziehung 49/50, Leipzig, 1935; »Der germanisch-deutsche Mensch des frühen Mittelalters«, Der deutsche Mensch: 5 Vorträge .... Stuttgart/Berlin, 1935, 7-33; (Ansprache des Rektors) »Die Vereinigung der landwirtschaftlichen Hochschule Bonn-Poppelsdorf mit der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität (9.11.34)«, Bonner Mitteilungen 14 (März 1935) 14-16; »Die Hohenstaufen als Lyriker und ihre Dichterkreise«, Literarische Umschau, Beilage zum Stuttgarter Neuen Tageblatt Nr. 468 vom 5.10.1935: Titelseite der Beilage; »H. Freudenthal, Deutsche Wissenschaft im Kampf um das Volk«, Westdeutsche Zeitschrift für Volkskunde: Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 32 (1935) 125; »A. Huyskens, Rheinische Familienkunde«, Westdeutsche Zeitschrift für Volkskunde: Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 32 (1935) 125; »H. Retzlaff, Volksleben im Schwarzwald«, Westdeutsche Zeitschrift für Volkskunde: Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 32 (1935) 125; »C. von Stern, Estnische Volkssagen«, Westdeutsche Zeitschrift für Volkskunde: Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 32 (1935) 126; »P. Zepp, Land und Volk der deutschen Westmark«, Westdeutsche Zeitschrift für Volkskunde: Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 32 (1935) 126; »Karls germanische Art«, Karl der Große oder Charlemagne?: Acht Antworten deutscher Geschichtsforscher, Berlin, 1935, 30-40; Die Minnesinger in Bildern der Manessischen Handschrift (Erste Folge), 2. Aufl., Leipzig, 1933; Der staufische Ritter, Meyers kleine Handbücherei 3, Leipzig, 1936; »Germanisch-Deutsches Verhalten zur Welt«, Beilage zu Der Schwarzwald: Monatsblätter des Schwarzwaldvereins 73 (1936) Nr. 8 (Aug) 1-4; »Klassische Volksliedzeit« Bonner Blätter: Mitteilungen aus der Akademischen Auslandsstelle an der Universität Bonn 5 (WS 1936/37) ca. 3-8 (ohne Zählung); (mit Günther Weydt) Herbst des Minnesangs, Literaturhistorische Bibliothek 17, Berlin, 1936; »Adolf Bach, Deutsche Volkskunde ...«, Westdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 33 (1936) 170-172); (Bericht des Rektors) Naumann, Kipp, Pietrusky (Hrsg.), Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1934/36 60/NF49 (1936) 1-3; »Zu Tannhäusers Balladengestalt«, Jahrbuch für Volksliedforschung 5 (1936) 125-130 (Nachwort zu Lang 1936); (mit Werner Betz) Althochdeutsches Elementarbuch: Grammatik und Texte, Sammlung Göschen 1111, Berlin, 1937; Höfisches Lesebuch: Nach Problemen und Motiven ausgewählt und geordnet, 2. Aufl., Literaturhistorische Bibliothek 2, Berlin, 1937; Rede zum Geburtstag des Führers (Germanische Götterlieder) Bonner Akademische Reden 27, Bonn, 1937; »Germanisches Volkskönigtum«, Bonner Jahrbücher Heft 142 (1937) 1-12; »Germanische Grundlagen des Rittertums«, Geistige Arbeit: Neue Folge der Minerva (Berlin) 4 (1937) 15: 1-2; »Bonn und seine Universität«, Nachrichten aus dem VI. Korps, Wehrkreis VI. Oktoberheft Jhrg. 1937, 131-132 (Exemplar im Stadtarchiv Bonn); Deutsches Dichten und Denken von der germanischen bis zur staufischen Zeit (Literaturgeschichte vom 5. bis 13. Jahrhundert), Sammlung Göschen, Berlin, 1938; Deutsche Kultur im Zeitalter des Rittertums, Handbuch der Kulturgeschichte, Potsdam, 1938; »Der König und die Seherin«, Zeitschrift für deutsche Philologie 63 (1938) 347-358; »Die magische Seite des altgermanischen Königtums und ihr Fortwirken in christlicher Zeit«, Wirtschaft und Kultur: Festschrift zum 70. Geburtstag von Alfons Dopsch, Baden bei Wien/ Leipzig, 1938, 1-12; »Zur altgermanischen Götterdichtung«, Beiträge zur Runenkunde und Nordischen Sprachwissenschaft, Festschrift zum 60. Geburtstag von Gustav Neckel, Leipzig, 1938, 147-154; »Der Hardegger«, Beiträge zur Geistes- und Kulturgeschichte der Oberrheinlande, Festschrift zum 60. Geburtstag von Franz Schultz, Schriften des Wissenschaftlichen Instituts der Elsaß-Lothringer im Reich der Universität Frankfurt NF18, Frankfurt, 1938, 1-11; »Germanistisches Seminar«, Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1937/38: 35; Germanisches Gefolgschaftswesen, Meyers kleine Handbücherei 22, Leipzig, 1939; 1) Deutschland und Italien (Ihr kulturgeschichtlicher Rhythmus und Gleichlauf) und:; 2) Ansprache zur Feier des 50. Geburtstags des Führers, Bonner akademische Reden 28, Bonn, 1939; »Germanen im Glaubenswechsel«, Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 17 (1939) 277-300; »Der germanische König und seine Dichter«, Zeitschrift für deutsche Bildung 15 (1939) 150- 160; »Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität«, Bonner Blätter: Mitteilungen aus der Akademischen Auslandsstelle an der Universität Bonn Jhrg. 1939: 12-33; »Germanistisches Seminar«, Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das akademische Jahr 1938/39, Bonn, 1939, 29-30; »Wilhelms Grönbechs Deutung der germanischen Welt«, Theologische Literaturzeitung 64 (1939) Nr. 12 (Dez) 433-439; (mit Günther Müller) Höfische Kultur, Deutsche Vierteljahreszeitschrift für Literatur und Geistesgeschichte, Buchreihe Band 17, 2. Aufl., Halle, 1940; Altdeutsches Volkskönigtum: Reden und Aufsätze zum germanischen Überlieferungszusammenhang, Stuttgart, 1940; Germanische Spruchweisheit, 3. Aufl., Deutsche Reihe 7, Jena, 1940; »Begrüßung und Verkündigung des diesjährigen Preisträgers des Joseph von Görres-Preises durch den Vorsitzenden des Kuratoriums«, Leo Just, Hans Naumann, Ernst Bertram, Ansprachen bei der feierlichen Verleihung des volksdeutschen Joseph-von-Görres-Preises an den rheinischen Dichter Ernst Bertram am 6. Juli 1940, Bonn, 1940, 15-19; »Tiergestaltige Götter in Germanien?«, Rheinisches Museum für Pholologie NF89 (1940) 611; »Altdeutsche Könige«, Geistige Arbeit: Zeitung aus der wissenschaftlichen Welt (Berlin) 7 (1940) Heft 24 (10.12.1940) 1-2; »Lothringen als klassische deutsche Volksliedlandschaft: Bedeutung der Grenzlande für die Erhaltung völkischer Kultur«, Metzer Zeitung: NSDAP Gau Westmark (Metz) vom 4.11.1940 (obere Hälfte von 1, S.); »Lothringen als Volksliedlandschaft«, Propyläen, Beilage zur Münchener Zeitung 38 (1940/41) 8. Lieferung (19.11.1940) 29-30; »Andreas Heusler =«, Forschungen und Fortschritte: Nachrichtenblatt der deutschen Wissenschaft und Technik 16 (1940) 132; Die Minnesinger in Bildern der Manessischen Handschrift (Zweite Folge), Leipzig, ca. 1940; »Walther Gehl, Der germanische Schicksalsglaube«. Blätter für deutsche Philosophie 14 (1940/1941): 300-301; »Germanisch und Deutsch in älterer Zeit«, Von deutscher Art in Sprache und Dichtung: 2. Band, hrsg. von Otto Hoefler, Stuttgart/Berlin, 1941, 129-145; »Die ritterliche Kultur der Stauferzeit und der französische Westen«, Von deutscher Art in Sprache und Dichtung: 2. Band, hrsg. von Otto Hoefler, Stuttgart/Berlin, 169-188; Der staufische Ritter, Meyers kleine Handbücherei 3, 2. Aufl., Leipzig, ca. 1942; Der gereiste Mann, Staufen-Bücherei 31, Köln, 1942; Kaiser und Ritter, Kriegsvorträge der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 96, Bonn, 1942; Minnesang im niederrheinischen Raum, Kriegsvorträge der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn a. Rh. 65, Bonn, 1942; Das Nibelungenlied: Eine staufische Elegie oder ein deutsches Nationalepos?, Kriegsvorträge der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn a. Rh. 100, Bonn, 1942; »Das Nibelungenlied: Eine staufische Elegie oder ein deutsches Nationalepos?«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 42 (1942) IV/41-59; »Minnesang im niederrheinischen Raum (Ein Bonner Universitätsvortrag)«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 42 (1942) I/54-70; »Begrüßung und Verkündigung des diesjährigen Preisträgers des Joseph-von-Görres-Preises durch den Vorsitzenden des Kuratoriums«, K. F. Chudoba, Hans Naumann, A. Stange, Paul Clemen, Ansprachen bei der feierlichen Verleihung des volksdeutschen Joseph-von Görres-Preises an den rheinischen Kunstforscher Paul Clemen am 4. Juli 1942, Bonn, 1940, 6-8; Barden, Peter, »Die große Schlacht bei Wolfram und bei Altdorfer«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 42 (1942) IV/60-72; »Gott als Wagenlenker«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 42 (1942) I/1-14; »Drengskap-Geist und Ehre im Germanischen«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 42 (1942) II/1-11; »Die Ritter-Ehre der Stauferzeit«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 42 (1942) II/12- 22; »Das Volk des Nibelungen-Untergangs«, Franz Kerber, Burgund: Das Land zwischen Rhein und Rhone, Jahrbuch der Stadt Freiburg im Breisgau 5, 45-60; »Wolfram von Eschenbach, Willehalm ..., von R. Fink und Fr. Knorr ...«, Dichtung und Volkstum (Euphorion) 42 (1942) Heft 4: 123-124; »Arthur Hübner, Kleine Schriften zur deutschen Philologie ...«, Dichtung und Volkstum (Euphorion) 42 (1942) Heft 1: 125-126; »Hans Friedrich Blunck, Sage vom Reich ...«, Dichtung und Volkstum (Euphorion) 42 (1942) Heft 1: 126-128; Germanisches Vermächtnis: 4 Aufsätze, Feldpost, Weimar, 1943; Kaiser Karl der Große: eine volkstümliche Darstellung, Leipzig, 1943; Die Wikinger im Mittelmeer, Kriegsvorträge der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn a. Rh. 103, Bonn, 1943; Heil und Segen oder Italo-germanische Sprachgemeinschaft und römisch-deutsches Reich, Kriegsvorträge der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn a. Rh. 116, Bonn, 1943; Versuch über Snorri Sturluson, Kriegsvorträge der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn a. Rh. 118, Bonn, 1943; Wolfram von Eschenbach, Kölner Universitätsreden 43, Köln, 1943; »Ein Meister las, Traum unde Spiegelglas ...«, Dichtung und Volkstum: NF des Euphorion 43 (1943) 220-224; »Alma Mater Bonnensis«, Karl F. Chudoba (Hrsg.), Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität: Ihre Rektoren und berühmten Professoren, Bonn, 1943; »125 Jahre Universität Bonn«, Europäischer Wissenschaft-Dienst 3 (1943) Nr. 10: 10-11; »125 Jahre Germanistik in Bonn«, Kölnische Zeitung (Reichsausgabe) vom 25.10.1843; »Literaturbericht zur höfischen Epik«, Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 21 (1943) 1-29; Karl Simrock und die Deutsche Philologie in Bonn, Kriegsvorträge der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 129, Bonn, 1944; »Ljungberg, Helge: Die nordische Religion und das Christentum«. Theologische Literaturzeitung 66 (1941): 77-78; »Der Dux der Germanen: Aus römischen und deutschen Quellen, gesammelt«, Das Reich Nr. 16 vom 16.4.1944. 9, S. (= Titelblatt »Literatur, Kunst, Wissenschaft«); Deutsche Dichtung der Frühe / Mittelalterliche Dichtung, Literaturwissenschaftliche Studienbogen, Deutsche Reihe, Bad Oeynhausen/Minden, 1947; (mit Hans Steinger [Hrsg]) Hartmann von Aue: Erec. Iwein, 2. Aufl., Darmstadt, 1947; »In memoriam Eberhard Griesbach«, Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 1 (1948) 274-275; »Hartmann von Aue und Cicero?« Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 23 (1949) 285-287; Aus den Tiefen wächst das Licht: Erdachte Gespräche Goethes mit Eckermann, Mainz, 1949; Der kleine Div: Fragmente von der Totenstraße, Krefeld, 1949; »Der Modus Ottinc im Kreis seiner Verwandten« Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 24 (1950) 470-482; »Neue Beiträge zum altgermanischen Dioskurenglauben«, Bonner Jahrbücher Heft 150 (1950) 91-101; »Morungen, Björn und Gunnlaug«, Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 72 (1950) 386-392; »Goethes Egmontmythos«, Zeitschrift für deutsche Philologie 71 (1951/1952) 277-291; »Guoten Tac, boes unde guot«, Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 83 (1951/1952) 125-127; »Doch ich ein leie wäre«, Archiv für das Studium der neueren Sprachen 103 (1951) 116-117; Deutsches Dichten und Denken von der germanischen bis zur staufischen Zeit (Literaturgeschichte vom 5. bis 13. Jahrhundert) Sammlung Göschen 1121, 2. verb. Aufl, Berlin, 1952; »Die Altnordischen Verwandten des Ruodlieb-Romans«, Edda, Skalden, Saga: Festschrift zum 70. Geburtstag von Felix Genzmer, hrsg. von Hermann Schneider, Heidelberg, 1952, 307-324; (mit Werner Betz) Althochdeutsches Elementarbuch: Grammatik und Texte, 2. verb. und verm. Aufl., Sammlung Göschen 1111, Berlin, 1954; »Grundzüge der Volkskunde (Einleitung)«, Volkskunde: Ein Handbuch ihrer Probleme, hrsg. von Gerhard Lutz, Göttingen, 1958, 102-108; »Deutschkunde und Volkskunde«, Volkskunde: Ein Handbuch ihrer Probleme, hrsg. von Gerhard Lutz, Göttingen, 1958, 188-192; (mit Hans Steinger [Hrsg]) Hartmann von Aue: Erec. Iwein, 3. Aufl., Göttinger Lesebogen zur deutschen Literaturgeschichte, Göttingen, 1960; (mit Werner Betz) Althochdeutsches Elementarbuch: Grammatik und Texte, 3. Aufl., Sammlung Göschen 1111/1111a, Berlin, 1962; (mit Hans Steinger [Hrsg]) Hartmann von Aue: Erec. Iwein, 4. Aufl., Darmstadt, 1964; »Hartmann von Aue und Cicero?« Günther Eifler (Hrsg.), Ritterliches Tugendsystem.Wege der Forschung 56, Darmstadt, 1969, 190-193; Die Kreuzfahrt des Landgrafen Ludwigs des Frommen von Thüringen, Deutsche Chroniken und andere Geschichtsbücher des Mittelalters 4/2, Monumenta Germaniae historica, 3. Aufl., Dublin/Zürich, 1972; »Sage und Märchen (1922)«, in Felix Karlinger (Hrsg.), Wege der Märchenforschung, Wege der Forschung 255, Darmstadt, 1973, 61-73; »Versuch einer Einschränkung des romantischen Begriffs Spielmannsdichtung«, in Walter Johannes Schröder (Hrsg.), Spielmannsepik, Wege der Forschung 385, Darmstadt, 1977, 126-144; (mit Günther Müller) Höfische Kultur, 3. Aufl., Ann Arbor/USA, 1980; »Abel«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 1. Band, Nachdruck von 1927, Berlin, 1987, Sp. 22-23; »Blauhütel«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 1. Band, Nachdruck von 1927, Berlin, 1987, Sp. 1386-1387; »Borggabe«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 1. Band, Nachdruck von 1927, Berlin, 1987, Sp. 1281; »Breithut«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 1. Band, Nachdruck von 1927, Berlin, 1987, Sp. 1550-1552; »Christenfleisch riechen«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 2. Band, Nachdruck von 1930, Berlin, 1986, Sp. 59; »Dadsisas«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 2. Band, Nachdruck von 1930, Berlin, 1986, Sp. 134-135; »Diana«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 2. Band, Nachdruck von 1930, Berlin, 1986, Sp. 196-197; »Dietrich von Bern«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 2. Band, Nachdruck von 1930, Berlin, 1986, Sp. 293-295; »Donar«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 2. Band, Nachdruck von 1930, Berlin, 1986, Sp. 307-310; »Dornröschen«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 2. Band, Nachdruck von 1930, Berlin, 1986, Sp. 358-360; »Hel«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 3. Band, Nachdruck von 1931, Berlin, 1986, Sp. 1697-1698; »Herodias«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 3. Band, Nachdruck von 1931, Berlin, 1986, Sp. 1790-1791; »Hertha, Herda«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 3. Band, Nachdruck von 1931, Berlin, 1986, Sp. 1790-1791; »Holzfräulein«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 3. Band, Nachdruck von 1932, Berlin, 1986, Sp. 277-279; »Holzhund«, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 3. Band, Nachdruck von 1932, Berlin, 1986, Sp. 279.
Lit.: Mawer, Allen. »Altnordische Namenstudien. By Hans Naumann«, The Modern Language Review (Cambridge) 8 (1913) 246-248; Degener, Herrmann A. L. (Hrsg.), Wer ist's?. VII. Ausgabe. Leipzig, 1914; Olrik, Axel. »Hans Naumann, Altnordische Namenstudien ...«, Danske Studier 1914: 38-39; W. R. »Naumann, Hans, Notkers Boethius ...«, Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 69 (1915) 240; Ziehen, Th. »Naumann, Hans. Kurze historische Syntax der deutschen Sprache ...«, Literarisches Zentralblatt für Deutschland 67 (1916) Nr. 28 (15.7.) 734-735; Behagel, Otto. »Hans Naumann. Kurze historische Syntax der deutschen Sprache«, Literaturblatt für germanische und romanische Philologie 38 (1917) 303-305; Oehl, Wilhelm. »Sammlung Göschen ...«, Allgemeines Literaturblatt 26 (1917) 338-339; Seemüller, Joseph. »Hans Naumann ... 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Naumann, Hans, Jüngste deutsche Dichtung ...«, Die schöne Literatur: Beiblatt zum Literarischen Zentralblatt für Deutschland 23 (1922) Nr. 3 (28.1.) 46; Reuschel, Karl. »Literaturberichte 1919/22: Märchen, Sage, Volkslied«, Zeitschrift für Deutschkunde 36 (1922) 306-311, 310; Sartori. »Hans Naumann, Primitive Gemeinschaftskultur«, Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 19 (1922) 55-56; Siebs, Theodor. »Naumann, Hans, Primitive Gemeinschaftskultur ...«, Mitteilungen der Schlesischen Gesellschaft für Volkskunde (Breslau) 23 (1922) 120-121; »Naumann, Hans. Primitive Gemeinschaftskultur«, Wasmuth's Monatshefte für Baukunst und Städtebau 6 (1921/22) 324-325; Petsch. »Naumann, Hans: Primitive Gemeinschaftskultur«, Das literarische Echo: Halbmonatsschrift für Literaturfreunde 24 (1921/22) 438; Plischke, Hans. »Naumann, Hans: Primitive Gemeinschaftskultur«, Deutscher Pfeiler: Neue Folge des `Unsichtbaren Beth, Karl. »Hans Naumann, ..., Primitive Gemeinschaftskultur«, Theologische Blätter (Leipzig) 2 (1923) 98; Tempels' (Gotha) 7/NF1 (1922/1923) 212-213; Hoffmann-Krayer, Eduard. »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Schweizerisches Archiv für Volkskunde (Basel) 24 (1923); »Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Heimat: Volkstümliche Beiträge zur Kultur und Naturkunde Vorarlbergs (Bregenz) 4 (1923) 79-80; »Dr. Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Neue Bahnen (Leipzig) 34 (1923) 405-406; »Hans Naumann, Primitive Gemeinschaftskultur«, Preußische Jahrbücher (Berlin) 193 (1923) 240-241; »Literaturbericht«, darin über Naumann, `Grundzüge der deutschen Volkskunde'. Frauenbildung (Leipzig) 22 (1923) 34; Jakob, Georg. »Hans Naumann, Primitive Gemeinschaftskultur«, Germanisch-romanische Monatsschrift 11 (1923) 383; Kemp, G. »Naumann, Hans: Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Bücherei und Bildungspflege 3 (1923) 162; Mogk, Eugen. »Hans Naumann, Primitive Gemeinschaftskultur ...«, Beiblatt der Zeitschrift für Bücherfreunde 15 (1923) 126-127; Reuschel, Karl. »Naumann, Hans, Grundzüge der deutschen Volkskunde ...«, Literarisches Zentralblatt für Deutschland 74 (1923) Nr. 11/12 (17.3.) 194; Sandor, Solymossy (?) »Naumann, Hans. Grundzüge der deutschen Volkskunde ...«, Ethnographia (Budapest) 33 (1923) 110; Schwietering, Julius. »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde ...«, Niederdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 1 (1923) 59-62; Schwietering, Julius. »Hans Naumann, Primitive Gemeinschaftskultur ...«, Göttinger Gelehrte Anzeigen 185 (1923) 58-64; Siebs, Theodor. »Naumann, Dr. phil. Hans, Grundzüge der deutschen Volkskunde ...«, Mitteilungen der Schlesischen Gesellschaft für Volkskunde (Breslau) 24 (1923) 144-145; Stammler, Wolfgang. »Hans Naumann, Primitive Gemeinschaftskultur ...«, Niederdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 1 (1923) 62-63; Bieber, Hugo. »Die deutsche Dichtung der Gegenwart. 1885-1923. Von Hans Naumann«, Die Literatur (Stuttgart/Berlin) 26 (1923/1924) 498; Boehm, Fritz. »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 33/34 (1923/24) 55; Bolte, Johannes. »Hans Naumann, Deutsche Volkslieder«, Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 33/34 (1923/24) 55; Hepding, Hugo. »Isländische Volksmärchen. Übers. von Hans und Ida Naumann«, 112; Hepding, Hugo. »Kleine Anzeigen«, Hessische Blätter für Volkskunde 22 (1923/1924) 108-116; »Naumann, Hans: Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Hefte für baierische Volkskunde (München) 10 (1923/1924) 49; Jantzen, H. »Grundzüge der deutschen Volkskunde. Von Hans Naumann«, Die Literatur (Stuttgart/Berlin) 26 (1923/1924) 48; Wehrhan, K.. »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, 80 Wehrhan. K. »Berichte und Bücherschau«, Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 20/21 (1923/1924) 80-90; Weinreich, Otto. »Kleine Anzeigen: Zur Volkskunde«, Archiv für Religionswissenschaft 22 (1923/24) 321-351, 321-338; Baesecke, Georg. »Die Kreuzfahrt des Landgrafen Ludwigs des Frommen von Thüringen ...«, Deutsche Literaturzeitung 45/NF1 (1924) 902-903; Bitter, Dr. »Hans Naumann: Primitive Gemeinschaftskultur ...«, Hellweg (Essen) 2 (1924) 397; Fehrle, Eugen. Badische Volkskunde. 1. Teil. Leipzig, 1924, 82; Fehrle, Eugen. »Bücherbesprechungen«, Mein Heimatland (Karlsruhe) 11 (1924) 43-45; Geramb, Viktor von. »Die Volkskunde als Wissenschaft«, Zeitschrift für Deutschkunde 38 (1924) 335-341; Haberlandt, Michael. Einführung in die Volkskunde: mit besonderer Berücksichtigung Österreichs. Wien, 1924, 15-17; Harich, Walther. »Naumann, Hans: Die deutsche Dichtung der Gegenwart 1885-1923«, Die schöne Literatur 25 (1924) 9: 349; Hoffmann-Krayer, Eduard. »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Literaturblatt für germanische und romanische Philologie 45 (1924) 198-199; »Neumann (sic) Hans, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Deutsche Gaue (Kaufbeuren) 25 (1924) 25: 38; »Hans Naumann: Die deutsche Dichtung der Gegenwart 1885-1923«, Börsenblatt des deutschen Buchhandels 91 (1924) 115 (16.5.) 7041; »Grundzüge der deutschen Volkskunde. Von Prof. Dr. Hans Naumann«, Glückauf: Zeitschrift des Erzgebirgs-Vereins 42 (1924) 102; »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde ...«, Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 8 (1924) 104; »Naumann, Hans: Primitive Gemeinschaftskultur«, Mitteilungen der anthropologischen Gesellschaft in Wien 54 (1924) Nr. 37; »Literarische Rundschau«, Westermanns Monatshefte 68 (1924) Band 136: 310ff, 341; Koch, Georg. »Bauernkultur«, Hessische Blätter für Volkskunde 23 (1924) 20-38; Lüers, Friedrich. Volkstumskunde im Unterricht der höheren Lehranstalten. Frankfurt: Moritz Diesterweg, 1924, 117; Metz, F. »Naumann, H. Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Geographische Zeitschrift (Leipzig) 30 (1924) 62-63; Panzer, Friedrich. »Deutsche Volkskunde II.«, Zeitschrift für Deutschkunde 38 (1924) 63-71, 66-68; Pfalz, A. »Naumann, Hans. Althochdeutsche Grammatik«, Die neueren Sprachen 32 (1924) 76; Reuschel, Karl. Deutsche Volkskunde im Grundriß. II. Teil. Aus Natur und Geisteswelt 645. Leipzig/Berlin: B. G. Teubner, 1924; Reuschel, Karl. »Hans Naumann, Primitive Gemeinschaftskultur«, Literaturblatt für germanische und romanische Philologie 45 (1924) 107-111; Röhricht, Wilhelm. »Heimatgeschichte und Volkskunde (Literaturbericht)«, Vergangenheit und Gegenwart: Zeitschrift für den Geschichtsunterricht (Leipzig) 14 (1924) 42-49, 46; Schuster, W. »Naumann, Hans: Primitive Gemeinschaftskultur«, Bücherei und Bildungspflege (Leipzig) 3 (1924) 234; Spamer, Adolf. »Um die Prinzipien der Volkskunde. Anmerkungen zu Hans Naumanns Grundzügen der deutschen Volkskunde«, Hessische Blätter für Volkskunde 23 (1924) 67-108; Spamer, Adolf. Um die Prinzipien der Volkskunde. Anmerkungen zu Hans Naumanns Grundzügen der deutschen Volkskunde. Sonderdruck aus den Hessischen Blättern für Volkskunde 23 (1924) Giessen, 1924; Witkowski, Georg. »Hans Naumann, Die deutsche Dichtung der Gegenwart ...«, Beiblatt der Zeitschrift für Bücherfreunde 16 (1924) 55; Strauß und Torney, Lulu von. »Hans Naumann / `Deutsche Dichtung der Gegenwart'«, Die Tat: Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur 16 (1924/1925) 70-72; Boehlich, Ernst. (Bücherschau) Schlesische Monatshefte (Breslau) 2 (1925) 371-376, 374-375; Boette, Ludwig Friedrich Werner. Religiöse Volkskunde. Leipzig, 1925; Boette, Ludwig Friedrich Werner. »Deutsche Volkskunde«, Franz A. Jungbluth (Hrsg.), Handbuch des Arbeitsunterrichts für höhere Schulen. Bd. 4. Frankfurt, 1925; Brather, Fritz. »Deutsche Volkskunde«, Franz A. Jungbluth. Handbuch des Arbeitsunterrichts für höhere Schulen. Heft 4. Frankfurt, 1925, 66-85, bes. 67; Haberlandt, Michael. »`Gesunkenes Kulturgut' und Gemeinschaftsgut«, Wiener Zeitschrift für Volkskunde 30 (1925) 1-3; »Literaturbericht«, darin: »Hans Naumann: `Grundzüge der Volkskunde' ...«, Sächsische Schulzeitung 91 (1925), darin: Literarische Beilage 28 (1925) Nr. 5: 38; Lauffer, Otto. »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Korrespondenzblatt des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine 73 (1925) 77; Lerch, Eugen. »Über das sprachliche Verhältnis von Ober- zu Unterschicht mit besonderer Berücksichtigung der Lautgesetzfrage«, Jahrbuch für Philologie 1 (1925) 70-121; Lüdtke, Gerhard (Hrsg.), Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender auf das Jahr 1925, Berlin/Leipzig, 1925; Pfister, Fr. »Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Volkskunde«, Blätter zur bayrischen Volkskunde 10 (1925) 72ff; Ranke, Friedrich. »Grundzüge der deutschen volkskunde (sic) von Hans Naumann«, Anzeiger für deutsches Altertum und deutsche Litteratur (sic) 54 (1925) 145-146; Witkowski, Georg. »Neue Bücher und Bilder«, Beiblatt der Zeitschrift für Bücherfreunde 17 (1925) 276ff; Brunner, K. »Aus den Sitzungs-Berichten des Vereins für Volkskunde«, Zeitschrift für Volkskunde 35/36 (1925/26) 82-84; Fraenger, Wilhelm (Hrsg.), Vom Wesen der Volkskunst. Jahrbuch für historische Volkskunde 2 (1926): 40-48; Fraenger, Wilhelm. »Deutsche Vorlagen zu russischen Volksbilderbogen des 18. Jahrhunderts«, Jahrbuch für historische Volkskunde 2 (1926) 126-173; Lüdtke, Gerhard (Hrsg.), Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender auf das Jahr 1926. 2. Jahrgang, Berlin/Leipzig, 1926; Mackensen, Lutz. »Über die Ziele und den Inhalt volkskundlichen Schaffens«, Zeitschrift für Deutschkunde 40 (1926) 252-536+575+584; Maurer, Friedrich. »Von deutscher Sprache und Art ...«, Hessische Blätter für Volkskunde 25 (1926) 268-270; Strecker, K. »Mittellateinische Dichtung in Deutschland«, Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte, hrsg. von Paul Merker, Wolfgang Stammler, 2. Band, Berlin, 1926/1928, 379-398, 393; Dietz, Johann Friedrich. Das Dorf als Erziehungsgemeinde. 1. Aufl., Forschungen und Werke zur Erziehungswissenschaft 7. Weimar, 1927, 37-40; Hauffen, Adolf. »Neue Schriften zur Volkskunde«, Euphorion 28 (1927) 304-313; (Ausführungen zu Naumann, `Elsässiche Volkskunde') Deutsches Philologen-Blatt 35 (1927) 318; Maurer, Friedrich. »Volkssprache«. Hessische Blätter für Volkskunde 26(1927): 157-180, 157-158+160-162; Schwietering, Julius. »Wesen und Aufgaben der deutschen Volkskunde«, Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 5 (1927) 748-765; Geramb, Viktor von. »Zur Frage nach den Grenzen, Aufgaben und Methoden der deutschen Volkskunde«, Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 37/38 (1927/28) 163-181; Degener, Herrmann A. L. (Hrsg.), Wer ist's?. IX. Ausgabe, Berlin, 1928; Frings, Theodor. »Volkskunde und Sprachgeographie«, Deutsche Forschung: Aus der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft 2: Berlin, 1928, 78-97 + 86-105; Kügler, Hermann. »Volkskunde in der Großstadt«, Pädagogisches Zentralblatt (Langensalza) 8 (1928) 75-80; Spamer, Adolf. 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Beiblatt; Fehrle, Eugen. »Über Grenzen und Ziele der Volkskunde«, Oberdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 6 (1932) 85-92; Wähler, Martin. »Hans Naumann, Grundzüge der deutschen Volkskunde«, Die Arbeitsschule: Monatsschrift des Deutschen Vereins für werktätige Erziehung (Leipzig) 46 (1932) 88; Wolfram, Richard. »Gesunkenes Kulturgut und gehobenes Primitivgut«, Josef Strzygowski-Festschrift: Zum 70. Geburtstag dargebracht von seinen Schülern. Klagenfurt, 1932, 185-189; »Aus Bonn«, Deutsche Reichszeitung (Bonn) vom 8.5.1933; »Aufruf des Bundes für deutsche Volkskunde e.V.«, Niederdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 11 (1933) 256-257; »Bonner Beobachter«, Westdeutscher Beobachter vom 6.5.1933; Dünninger, Josef. »Die Wissenschaft vom germanischen Altertum an der Schwelle der Gegenwart«, Kritische Gänge: Literaturblatt der Berliner Börsen-Zeitung vom 13.8.1933; »Erklärung von 300 deutschen Universitäts- und Hochschullehrern«, Völkischer Beobachter 46 (1933) Nr. 63: 4.3.1933; Fehrle, Eugen. »Die Volkskunde im neuen Deutschland«, Oberdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 7 (1933) 1-2; »Flamme empor!«, General-Anzeiger für Bonn und Umgebung 11.5.1933; »Für Adolf Hitler: Erklärung Bonner Hochschullehrer«, General-Anzeiger für Bonn und Umgebung 4.3.1933, 11; »Deutsche Volkskunde: Grundzüge der deutschen Volkskunde. Von Dr. Hans Naumann ...«, Deutsche Tageszeitung 40 (1933) 47 (16.2.) S. `Literarische Umschau'; Ihlenfeld, Kurt. »Deutsche Fragen«, Eckart: Blätter für evangelische Geisteskultur 9 (1933) 271-274; Linden, Walther. »Naumann, Hans: Wandlung und Erfüllung«, Die Neue Literatur (Leipzig) 34 (1933) 31; Meier, John. »Stetit puella rufa tunica«, Zeitschrift für Volkskunde 43 (1933) 213-214; Prinz, Ludwig. »Naumann, Hans: Deutsche Nation in Gefahr«, Literarische Blätter Nr. 220 vom 31.3.1933, Beilage zur Kölner Volkszeitung Nr. 83 vom 31.3.1933; Rumpf, Max. Religiöse Volkskunde. Schriften der Deutschen Akademie 15. Stuttgart, 1933; Schwietering, Julius. »Die sozialpolitische Aufgabe der deutschen Volkskunde«, Oberdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 7 (1933) 3-11; Sprengel, Johann Georg. »Deutsche Nation in Gefahr. Von Hans Naumann ...«, Zeitschrift für deutsche Bildung 9 (1933) 170; Westecker, Wilhelm. »`Deutsche Nation in Gefahr'«, Kritische Gänge: Literaturblatt der Berliner Börsen-Zeitung vom 12.3.1933; F. 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Band 1 (Text) und 2 (Bild) Leipzig: Bibliographisches Institut/ Berlin, 1934, 183-202; Ziegler, Matthes. »Volkskunde auf rassischer Grundlage«, Nationalsozialistische Monatshefte Nr. 53 5 (1934) 711-717; Ziegler, Matthes. »Deutsche Volkskunde« Nationalsozialistische Monatshefte Nr. 57 5 (1934) 1165-1168; Kutzbach, Karl August. »Die Literaturgeschichtsschreibung unserer Zeit«, Die Neue Literatur (Leipzig) 35 (1934) 345-355 + 36 (1935) 73-87; Degener, Herrmann A. L. (Hrsg.), Degeners Wer ist's?. X. Ausgabe, Berlin, 1935; Haberlandt, Arthur. Die deutsche Volkskunde. Volk: Grundriß der deutschen Volkskunde in Einzeldarstellungen 1. Halle, 1935, 135 u. ö.; Henßen, Gottfried. »Volkstümliche Erzählkunst«, Westdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 32 (1935) 3-35; Kade, Richard. »Germanischer Schicksalglaube: 3. Die Götter bei Hans Naumann« (+ 4. und 5.) Die Christliche Welt: Protestantische Halbmonatsschrift (Gotha) 49 (1935) Nr. 10: 465-469; Koch, Georg. »Der deutsche Mensch. Fünf Vorträge von Hans Naumann, Willy Andreas ...«, Hessische Blätter für Volkskunde 34 (1935) 116-117; Langenbucher, Hellmuth. Friedrich Lienhard und sein Anteil am Kampf um die deutsche Erneuerung. Hamburg, 1935, 146-147; Lüdtke, Gerhard (Hrsg.), Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1935. 5. Ausgabe, Berlin/Leipzig, 1935; Betz, Werner. »Hans Naumann: Zum 50. Geburtstag«, Westdeutscher Beobachter 12 (1936) Nr. 221 (13.5.) Abendausgabe: Die Unterhaltung, 1; Betz, Werner. »Adelige Wissenschaft: Zum 50. Geburtstag Hans Naumanns am 13. Mai«, Rheinisch-Westfälische Zeitschrift Zeitung (Nr. 241) 13.5.1936; Lang, Margarete. »Zu Tannhäusers Balladengestalt«, Jahrbuch für Volksliedsforschung 5 (1936) 123-125; Mayser, Eugen. »Deutsche Volkskunde in Grundzügen von Hans Naumann«, Heimat und Reich (Bochum) 3 (1936) 159; Streitberg, Gerhart. »Eine seltsame Literaturgeschichte«, Volk im Werden 4 (1936) 322-325; Ziegler, Matthes. Volkskunde auf rassischer Grundlage. Voraussetzungen und Aufgaben. Nationalsozialistische Wissenschaft 4. München, 1936; Ranke, Friedrich. »Kunstmärchen im Volksmund«, Zeitschrift für Volkskunde 46 (1936/37) 123-133; Boehm, Max Hilderbert. Volkskunde. Neue Rechtsbücher für das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, Berlin, 1937; F. L. »So stellt sich der Herr Professor den Bauern vor«, Zeitungsdienst des Reichsnährstandes vom 10.11.1937; Geramb, Viktor von. »Urverbundenheit«, Hessische Blätter für Volkskunde 36 (1937) 1-31; »Jüngste deutsche Dichtung«, Berliner Börsen-Zeitung 13.3.1937 (Nr.121) 3; Maurer, Friedrich. »Deutsche Volkskunde: Ein Bericht über den Stand der Forschung und über neuere Literatur (1933-1936)«, Zeitschrift für deutsche Bildung 13 (1937) 204-209+254-258; Ruprecht, Karl. »Nationalsozialistische oder liberale Volkskunde?« Nationalsozialistische Monatshefte Nr. 88 8 (1937) 632-634; Ruprecht, Karl. »Deutsches Volkstum und konfessionelle Volkskunde« Nationalsozialistische Monatshefte Nr. 92 8 (1937) 962-969; Strobel, Hans. »Tracht und Mode«, Nationalsozialistische Monatshefte Nr. 92: 8 (1937) 970-984; Tönges, Konrad. Lebenserscheinungen und Verbreitung des deutschen Märchens. Giessen: Diss., 1937, 14+28-33 u. ö.; Ziegler, Matthes. »Deutsche Volkskunde«, Nationalsozialistische Monatshefte Nr. 93 8 (1937d) 1137-1139; Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde. Deutsche Volkskunde im Schrifttum: Ein Leitfaden für die Schulungs und Erziehungsarbeit der NSDAP, Berlin, 1938; »Ehrung zweier Bonner durch die luxemburgische Regierung«, Der Neue Tag 20.1.1938; L. C. »Naumann H. - Deutsche Volkskunde in Grundzügen ...«, Archivio per l`antropologia e la ethnologia (Florenz) 67 (1938) 200; »Von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: Luxemburgische Regierung ehrt Bonner Gelehrte«, Westdeutscher Beobachter 19.1.1938; Kaiser, Karl (Hrsg.), Lesebuch zur Geschichte der deutschen Volkskunde. Volkskundliche Texte 10. Dresden, 1939; Mahlberg, Josef. »Unveränderte Neuauflage«, Volkstum und Heimat (Berlin) 48 (NF4) (1939) 37-40; Ziegler, Matthes. Volkskunde auf rassischer Grundlage. Voraussetzungen und Aufgaben. Erw. Nachdruck. 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Thomas Schirrmacher
Literaturergänzung:
Joachim Lerchenmueller / Gerd Simon: Im Vorfeld des Massenmords. Germanistik und Nachbarfächer im 2. Weltkrieg. Eine Übersicht. 1997.
Letzte Änderung: 08.11.2002