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Verlag Traugott Bautz
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NEWMAN, John Henry, * 21.2. 1801 in London als Sohn des Bankiers John Newman und seiner Frau Jemima, geb. Fourdrinier, † 11.8. 1890 in Edgbaston / Birmingham, englischer Theologe, bis 1845 anglikanischer, danach römisch-katholischer Konfession, 1817 Immatrikulation im Trinity College, Oxford, 1820 B.A., 1822-1845 Fellow des Oriel College daselbst, seit 1824 Diakon in St. Clement, Oxford, 1825 Priester der anglikanischen Kirche, 1826 Vizepräsident von St. Alban Hall und Tutor im Oriel College, 1828-1843 Pfarrer von St. Mary´s in Oxford, führendes Mitglied der Oxfordbewegung, 1845 Übertritt in die römisch-katholische Kirche, 1846-1847 theologische Studien in Rom, 1847 Priesterweihe, Oratorianer, 1848 und 1849 Gründung von Oratorien in Maryvale, Birmingham, London, 1851-1858 Gründungsrektor der neuen katholischen Universität Dublin, 1859 Gründung der St. Philip Grammar School in Edgbaston, 1877 Honorary Fellow des Trinity College, Oxford, 1879 Kardinal. - Im Alter von 15 Jahren erlebt der zunächst in traditionell-liberalem Milieu bürgerlicher Religion groß werdende John Henry Newman das, was er später als seine »erste Konversion« bezeichnen sollte: Eine unter dem persönlichen Einfluß seines Lehrers und Pfarrers Walter Mayers (1790-1828) erfolgende Hinwendung zum evangelikalen Anglikanismus. Diese erste große Lebenswende fällt in eine Zeit relativer Unsicherheit: Der 15jährige, ohnehin in einer altersbedingt schwierigen Phase, muß nach intensiver Lektüre christentumskritischer Texte (Tom Paine; David Hume, Voltaire) zumindest die Plausibilität jener Kritik anerkennen; hinzu kommen eine längere Krankheit und auch materielle Unsicherheit durch den plötzlichen Konkurs des väterlichen Bankhauses. In dieser Situation haben die Eindeutigkeit und Bestimmtheit des evangelikalen Christentums anglikanischer Konfession, das mit calvinistischen Lehrelementen durchsetzt war, stabilisierend und attraktiv auf den Heranwachsenden gewirkt. Auch wenn Newman später diese erste Umkehr als »erste Begegnung mit dem lebendigen Gott« bezeichnen kann, wird man sie dennoch nicht als plötzliches Bekehrungserlebnis evangelikalen Musters interpretieren dürfen; vielmehr vollzieht sich hier »eine Rückkehr zu den Prinzipien und eine Erneuerung in der Kraft des Heiligen Geistes«, also ein etwas länger andauernder Umkehrvorgang. An dessen Ende steht um das Jahr 1817 die Erkenntnis der Unvereinbarkeit von theologischem Liberalismus und Glauben an eine göttliche Offenbarung, eine Einsicht, die für Newman zeitlebens Gültigkeit haben sollte. Noch 1865 formuliert er: »Liberalismus ist außerdem der Fehler, dem menschlichen Urteil jene geoffenbarten Lehren zu unterwerfen, die von ihrer Natur her über diesem Urteil stehen und von ihm unabhängig sind, sowie die Wahrheit und den Wert von Behauptungen genau festlegen zu wollen, deren Annahme einfach auf der äußeren Autorität des Gotteswortes beruht«. In die Zeit dieser »ersten Konversion« fällt auch die Lektüre wichtiger Autoren evangelikaler Prägung (Laws, Beveridge) und, zunächst sekundär durch das Studium der Kirchengeschichte Milners, die erste Beschäftigung mit Kirchenvätern wie Augustin und Ambrosius. - Als Student im Oxforder Trinity College seit 1817 schließt Newman eine tiefe Freundschaft mit John William Bowden (1798-1844). Briefliche Äußerungen aus jener Zeit zeigen eine religiös begründete, puritanisch anmutende Distanz beider zu den als allzu ausschweifend beurteilten Vergnügungen ihrer Kommilitonen. In die Zeit bis zum Erwerb des Bacchalaureus fällt die Lektüre zahlreicher Texte des klassischen Altertums, aber auch mathematisch-naturwissenschaftlicher Autoren wie z.B. Isaac Newton. 1822 gelingt es Newman - trotz des zunächst nur mittelmäßigen Erfolges in seiner Abschlußprüfung von 1820 - sich die attraktive Stelle eines Fellow im Oriel College zu sichern. Ab jetzt gehört er zum leitenden Lehrkörper des College und damit auch der Oxforder Universität. - Spätestens in dieser Zeit als Fellow des Oriel College vollzieht Newman eine allmähliche Abwendung von den ihm zunehmend doktrinär, subjektivistisch und eng erscheinenden Evangelikalen und gerät unter den Einfluß der jetzt aufkommenden hochkirchlichen Bewegung. Insbesondere die Lehrauffassungen von der apostolischen Sukzession in der Kirche und von der Objektivität der Sakramente, die ihm durch Joseph Butlers Buch »Über die Analogie der Religion (...) zum Lauf der Natur« einsichtig werden, bestimmen jetzt das theologische Denken Newmans, insofern er hierdurch die vermeintlich nur subjektivistische Frömmigkeit der anglikanischen Evangelikalen überwinden zu können meint. Mit der hochkirchlichen Bewegung widersetzt sich Newman darüberhinaus den nun einsetzenden Versuchen des britischen Staates, die Church of England unter seine Oberhoheit zu bringen. John Keble (1792-1866), einer der Führer der hochkirchlichen Bewegung, und Edward Pusey (1800-1882), ein Vertreter des später so genannten Anglo-Katholizismus, werden in dieser Zeit und auf lange Sicht hin Newmans wichtigste Gesprächspartner. Als wissenschaftliche Früchte der frühen Zeit als Fellow in Oriel entstehen einige Lexikonartikel, insbesondere zu patristischen Stichwörtern. Das wichtigste Ereignis in jener Phase aber wird Newmans Weihe zum Diakon im Jahre 1824. Auf die Anstellung als Kaplan in St. Clement, Oxford, und eine einjährige intensive Predigttätigkeit folgt 1825 die Ordination zum Pfarrer der Church of England. Ab jetzt ist Newman zu gleichen Teilen als akademischer Lehrer und als Gemeindeseelsorger tätig. 1826 wird er Vizepräsident von St. Alban Hall sowie Tutor im Oriel College, 1828 Pfarrer an der Universitätskirche St. Mary the Virgin in Oxford. - Im Jahre 1828 beginnt Newman mit einer intensiven Lektüre der Texte der Kirchenväter, die er chronologisch aufbaut und mit Ignatius von Antiochien und Justin dem Märtyrer beginnt. Ab jetzt wird die Alte Kirche für ihn zum Ideal und zum Maßstab christlichen Glaubens, an dem man sich zu orientieren und auf den die gegenwärtige Kirche sich zurückzubesinnen hat. Im Jahre 1832 erscheint der erste große patristische Text aus der Feder Newmans über »Die Arianer des vierten Jahrhunderts«, faktisch eine Apologie der trinitätstheologischen und christologischen Entscheidungen der Alten Kirche, in der er die arianische Häresie als Keimzelle auch des gegenwärtigen religiösen und theologischen Liberalismus ansieht. Im Blick auf die Unterrichtstätigkeit am Oriel College bringen die Jahre 1828-1832 einen Streit um das Verständnis und die Ausgestaltung des Tutorenamtes, in dem Newman gemeinsam mit seinem Freund Hurrell Froude (1803-1836) zunächst erfolglos für eine Reform plädiert, die durch Zuordnung einiger weniger Studenten zu je einem zuständigen Tutor den persönlichen Einfluß des Lehrenden auf die Lernenden stärken sollte. Newman selbst hat im Tutorenstreit, in dem sein ganz auf den zwischenmenschlichen Bezug ausgerichtetes Bildungsverständnis und auch seine pastoral-seelsorgerliche Auffassung von akademischem Lernen zu Tage tritt, den eigentlichen Ausgangspunkt für die im Jahre 1833 beginnende Oxford-Bewegung gesehen, was durchaus zutreffend erscheint, bedenkt man, daß einige der Protagonisten jenes Tutorenstreits (Newman, Keble, Froude) wenig später an der Spitze jener theologischen Reformbewegung zu finden sind. 1832/1833 unternimmt Newman eine Mittelmeerreise, die ihn u.a. auch nach Rom führt; wichtigstes theologisches Ergebnis dieser Reise ist eine nunmehr primär negative Beurteilung der »Konstantinischen Wende« und der hierin angebahnten Verquickung von Kirche und Staat, wobei Newmans Bewertung des historischen Ereignisses massiv von der aktuellen Problematik der Church of England geprägt ist. Als Newman im Juli 1833 nach Oxford zurückkehrt, hat das englische Parlament soeben einige anglikanische Bischofssitze in Irland aufgehoben. John Keble formuliert in einer berühmt gewordenen Predigt in St. Mary´s (»Assize Sermon«: »Über den nationalen Abfall« vom 18.7.1833) scharfen Protest gegen diesen Eingriff in die Eigenständigkeit der Kirche und löst damit faktisch die Oxford-Bewegung aus, der sich John Henry Newman sofort anschließt. - Zwischen 1833 und 1841 erscheinen die »Tracts for the Time«, eine Serie von insgesamt 90 Flugschriften, Traktaten und wissenschaftlichen Abhandlungen, von denen 24 aus der Feder Newmans stammen. Die »Tracts« erneuern die entschlossene Absage an den theologischen Liberalismus und das »antidogmatische Prinzip«, betonen die apostolische Herkunft und Vollmacht des bischöflichen Amtes, plädieren für eine Reform der Glaubenspraxis, kämpfen für die Eigenständigkeit der anglikanischen Kirche und gegen ihre Degeneration zur »reinen Kreatur des Staates« und protestieren gegen staatlicherseits verordnete Eingriffe in Gottesdienst und Liturgie. Theologisch bemühen sich die »Tracts« um eine Neuentdeckung der katholischen (und altkirchlichen) Wurzeln des Anglikanismus; sie kulminieren im Jahre 1836 zunächst im Traktat »Über das römische Brevier als Verkörperung der Substanz der Gottesdienste der katholischen Kirche« (Tract 75), in dem Newman das (von römischen Zusätzen gereinigte) Stundengebet als gemeinsames Vermächtnis der Christenheit in die anglikanische Kirche einzuführen empfiehlt und im Anhang entsprechende Formulare beifügt. Unmittelbaren Niederschlag findet dies in der Oxforder Gemeindepraxis, in der Newman bereits Ende 1834 den täglichen Gottesdienst eingeführt hatte und 1837 erstmals die Einzelbeichte hört und die Absolution spendet. Ab jetzt bürgert sich für die Position Newmans und seiner Freunde die Bezeichnung »anglo-katholisch« ein. Neben den »Tracts« sind die späten 30er Jahre durch Newmans Vorlesungsreihen geprägt, v.a. durch die »Lectures on the Prophetical Office of the Church« (Vorlesungen über das prophetische Amt der Kirche, 1837) und die »Lectures on Justification« (Vorlesungen über die Rechtfertigung, 1838). Beide Texte bemühen sich um den Nachweis, daß der Anglikanismus ein sich legitim an die Traditionen der Alten Kirche anschließender Mittelweg zwischen Katholizismus und Protestantismus zu sein habe. Diesen Anspruch der Oxford-Bewegung unterstreicht auch das Erscheinen der Reihe »Library of the Fathers« seit 1836. Wichtiges Sprachrohr der Bewegung (neben den »Tracts«) und zugleich beeindruckendes Zeugnis ihres Ringens um eine theologische und kirchliche Profilierung jenes »dritten Weges« wird ab 1838 die von Newman herausgegebene kirchliche Vierteljahreszeitschrift »British Critic«. - Ab dem Jahr 1839 gerät John Henry Newman jedoch innerhalb der anglo-katholischen Bewegung zunehmend in Isolation. Es zeigt sich immer deutlicher, daß die Mehrheit der Anglikaner und auch der Oxford-Bewegung den Weg Newmans nicht mehr als »dritten Weg« ansahen, sondern als gezielten Rekatholisierungsprozeß verdächtigten. Newman verteidigt sich hiergegen Anfang 1840 in einem Artikel »Über die Katholizität der englischen Kirche«, in welchem er sich ungewöhnlich scharf von Rom abgrenzt und v.a. dem Vorwurf widerspricht, er strebe Konversionen zum römischen Katholizismus an. Noch im selben Jahr bietet er jedoch den Kritikern neue Nahrung: In der Fastenzeit zieht er sich in das unweit von Oxford gelegene kleine Dorf Littlemore zurück und beginnt dort damit, eine semimonastische Studien- und Gebetsgemeinschaft zu errichten. Die wichtigste Person, die sich dem gemeinsamen Leben von Littlemore beigesellt, wird Ambrose St. John (+ 1875), ein Schüler Puseys, der Newmans gesamten weiteren Weg auf´s engste begleiten sollte. Zu Anfang des Jahres 1941 veröffentlicht John Henry Newman den 90. und letzten und zweifellos aufsehenerregendsten der »Tracts«, in dem er sich mit der Position der 39 Artikel der anglikanischen Kirche zwischen Protestantismus und Katholizismus beschäftigt. Die 39 Artikel richten sich diesem Traktat zufolge weder gegen das allgemeinverbindliche Glaubensgut der ersten Jahrhunderte noch gegen die Konzilsentscheidungen der römisch-katholischen Kirche einschließlich der Glaubensformulierungen von Trient, sondern nur gegen spezielle Auswüchse und zeitbedingte Popularisierungen des spätmittelalterlichen römischen Katholizismus und gegen einen Teil der Glaubensdefinitionen mittelalterlicher Synoden. Von daher seien Ohrenbeichte, Mönchtum oder auch der Heiligenkult nicht von vornherein als inkompatibel mit den 39 Artikeln und auch nicht als anti-anglikanisch anzusehen. Im Prinzip, so die Grundthese von »Tract 90«, sei die anglikanische Kirche von ihrem Bekenntnis her eher »katholisch« als »protestantisch«. Damit hatte Newman ersichtlich den einst angestrebten »mittleren Weg« zugunsten einer deutlich katholisierenden Interpretation des Anglikanismus verlassen. Von nun an verfolgte die »protestantische« Fraktion der Church of England Newman mit schweren Angriffen und harter Kritik, aber auch viele der ehemaligen Freunde des anglo-katholischen Flügels rückten langsam von ihm ab. - In die Zeit kurz vor und nach der Publikation von »Tract 90« fällt Newmans abermalige Auseinandersetzung mit Texten der Alten Kirche. Eine besondere Rolle spielt jetzt einerseits Augustins antidonatistisches Argument, daß die Fülle der katholischen Wahrheit niemals bei einer Teilgruppe von Christen sein könne, die sich von der Gesamtkirche abgespalten haben, andererseits die neuerliche Auseinandersetzung mit dem Arianismus, bei welcher Newman nun die Arianer mit den Protestanten, die Semiarianer mit den Anglikanern und die Katholiken mit dem römischen Katholizismus seiner Zeit identifiziert. Damit ist die Konzeption der via media endgültig zerbrochen. Hinzu kommt, daß eine beträchtliche Anzahl anglikanischer Bischöfe im Jahre 1841 den »Tract 90« mit seiner »katholischen Interpretation« der 39 Artikel ausdrücklich ablehnte; angesichts seiner theologischen Auffassung der Ämtersukzession und dem Verständnis des Bischofsamtes als letztgültiger Appellationsinstanz mußte sich Newman damit faktisch außerhalb seiner anglikanischen Kirche sehen. Gegen Ende des Jahres 1841 muß sich Newman darüber im klaren gewesen sein, daß sich seine Zugehörigkeit zur anglikanischen Kirche auf Dauer nicht würde aufrecht erhalten lassen. Doch befindet er sich in den Jahren bis zu seiner Konversion noch in erheblichem Zweifel darüber, ob ein Übertritt zur römisch-katholischen Kirche der richtige Weg sei - auch diese befinde sich schließlich in einem »Stadium des Zusammenbruchs«; in der Gegenwart sei die wahre Kirche Jesu Christi möglicherweise gar nicht zu identifizieren. So wendet sich Newman zum Zwecke des Studiums der »wahren Kirche der Vergangenheit« abermals der Patristik zu. Jetzt prägt er in seinen historischen Untersuchungen den Gedanken und den Begriff des »Development«, der »Entwicklung«, aus: In einem Predigtzyklus zum Verhältnis von Christentum und Judentum in der Alten Zeit betont er die Berührungspunkte zwischen der Kirche in ihrer jüdischen und in ihrer christlichen Gestalt und zeigt, daß sich die Gegenwart Gottes zu verschiedenen Zeiten in unterschiedlichen Riten vollziehe; sie hängt damit nicht von der Einhaltung bestimmter Riten ab, sondern von der göttlichen Anleitung zeitbedingter Veränderungsprozesse. Analog betont er 1843 in seiner letzten Oxforder Universitätspredigt über die »Theorie der Entwicklung in der religiösen Lehre« auf Basis von Lk 2,19 die Legitimität der theologischen Entfaltung des (über das reine Evangelium Jesu hinausgehenden) Dogmas. Im gläubigen Erwägen unter Anleitung des Heiligen Geistes wird unter je anderen zeitlich-geschichtlichen Voraussetzungen das Alte durch die Einführung neuer Begrifflichkeiten neu zur Sprache gebracht und so bewahrt. Der Gedanke des »Development« beseitigt Newmans letzten Vorbehalt gegen eine Konversion zum Katholizismus. Die römisch-katholische Kirche des 19. Jahrhunderts ist als die einzig legitime Nachfolgerin der Kirche der Alten Zeit identifiziert, sie hat sich aus der ursprünglichen ecclesia entwickelt, hat das Evangelium nicht entstellt, wie protestantische Kritiker behaupten, sondern aus dem Evangelium weitergehende Schlüsse gezogen. Im September 1843 legt Newman sein Pfarramt in St. Mary´s in Oxford nieder, im Oktober 1845 tritt er als Fellow des Oriel College zurück und läßt sich wenige Tage später durch den italienischen Passionistenpater Domenico Barberi in die römisch-katholische Kirche aufnehmen. Parallel entsteht der die Entwicklung der letzten drei Jahre zusammenfassende und abschließende »Essay on the Development of Christian Doctrine«, zugleich eine Rechtfertigung seiner Konversion. Der Text ist der erste explizite Beleg für Newmans theologische Überzeugung, daß es ein unfehlbares Lehramt in der wahren Kirche Jesu Christi geben müsse. - Die ersten Kontakte innerhalb der römisch-katholischen Kirche führen Newman zu Bischof Nicholas Wiseman, der ihm rät, im alten Collegegebäude von Old Oscott (von Newman selbst später in Maryvale umbenannt) bei Birmingham eine Lebensgemeinschaft nach dem Muster von Littlemore aufzubauen und dafür die Lebensform der Oratorianer nach dem Vorbild des Heiligen Filippo Neri (1515-1595) anzunehmen. Bischof Wiseman regt ferner eine Romreise an, die mit Studien an der Gregoriana und mit einem Noviziat ausgefüllt sein solle. Während dieses Studienaufenthaltes in Rom wird Newman am 30.5.1847 zum Priester geweiht; es folgt das Noviziat der Oratorianer in Santa Croce. Newman erarbeitet hierbei einige auf die Situation Englands ausgerichtete Veränderungen an den Statuten der Oratorianer und wird mit päpstlichem Breve beauftragt, Oratorien in England zu gründen und diesen als erster Leiter vorzustehen. Anfang 1848 gründet Newman dann mit fünf Priestern, drei Brüdern und einem Novizen das erste Oratorium Englands in Maryvale, ein Jahr später folgt das zweite in London. Das Mutterhaus wurde 1849 nach Birmingham und dann 1852 an seinen endgültigen Standort in den Stadtteil Edgbaston verlegt. Von diesem Oratorium aus entfaltet John Henry Newman eine jahrelange pastorale Betreuungstätigkeit für Konvertiten und konversionsbereite Anglikaner; die in diesem Zusammenhang erhaltenen Briefe zeigen seine hohe seelsorgerliche Kompetenz, Umsicht, Besonnenheit und großes Differenzierungsvermögen. Die zahlreichen öffentlichen Vorträge, die Newman in dieser Zeit hält und auch publiziert, beabsichtigen, bestehende Vorurteile von Anglikanern gegen die römisch-katholische Kirche zu entkräften (»Certain Difficulties felt by Anglicans in Catholic Teaching« 1850 - diese tragen ihm im August 1850 die Verleihung des Titels eines Doctor theologiae durch Papst Pius IX. ein; »On the present Situation of Catholics in England« 1851). Seine apologetisch-missionarisch ausgerichtete Vortragstätigkeit stellt Newman schon bald durch die Installation einer Laiengemeinschaft aus jungen Männern, Brüder des Oratoriums genannt, auf eine breitere Basis. Allerdings bringt ihn die Tatsache, daß er in diesem Zusammenhang die theologische Kompetenz der Laien in der Kirche immer nachdrücklicher betont und begründet (»On Consulting the Faithful in Matters of Doctrine«, 1859), in einen schweren Konflikt mit katholischen Theologieprofessoren (John Gillow, 1814-1877) und Bischöfen (Thomas Joseph Brown, 1798-1880), die in der von Newman befürworteten Stärkung der Laien eine prinzipielle Bedrohung der lehramtlichen Autorität sehen. Im Zusammenhang der Arbeit mit den Brüdern des Oratoriums tritt seit den frühen 50er Jahren abermals die Aufgabe der Bildung und Ausbildung in das Zentrum von Newmans Aufmerksamkeit, und dies umso mehr, als er im Jahre 1851 vom Erzbischof von Armagh und späteren Erzbischof von Dublin, Paul Cullen (1803-1878), aufgefordert wird, als Gründungsrektor der neuen katholischen Universität in Dublin zur Verfügung zu stehen. Newman stellt sich dieser Doppelbelastung als Gründungsrektor einer Universität und als Leiter eines Oratoriums; in die 50er Jahre fallen - neben den Aufgaben als Leiter von Edgbaston - seine grundlegenden Arbeiten über ein universitäres Bildungskonzept. In diesem Konzept, in dem er zahlreiche Erfahrungen aus der Oxforder Zeit neu aufnimmt und fruchtbar macht, plädiert Newman für ein ganzheitliches Verständnis von Bildung. Die Universität hat nicht die Aufgabe, den Menschen für einen bestimmten Beruf auszubilden; sie soll ihm vielmehr seine Persönlichkeit ausprägen helfen, eine »Austattung des Innern« anzielen. Die Grundpfeiler der so verstandenen Bildung sind Wissenschaft, Ethik und Religion; diese müssen sich je in ihrer Weise in die Gesamtkonzeption einfügen, was sich bis in Newmans Ideen für die architektonische Ausgestaltung des »Campus« hinein abbildet, der aus Hörsaalgebäuden, Colleges und der Universitätskirche zu bestehen hat. Bildung ist für John Henry Newman nicht primär Wissen oder die Summe einer Anzahl erworbener Fertigkeiten, sondern »Verfassung des Geistes«, die als solche den Studenten »für die Welt befähigt«, die ihn anleitet, zu unterscheiden und so mit der gegenwärtigen und zukünftigen Wirklichkeit in all ihren Facetten zurechtzukommen. Gerade indem Bildung nicht zweckgebunden verstanden wird, ist sie für Newman im eigentlichen Sinne »freie Bildung« und hat ihren Wert in sich. Eine christliche Universität, die einem solchen Bildungsmodell verpflichtet ist, kann nun freilich gerade keine christliche oder vermeintlich christliche Engführung der Lehr- oder Lektüreinhalte wollen; sie zeichnet sich vielmehr durch inhaltliche Universalität aus. Newman weiß um die Gefahr, daß eine solche Konzeption unter Umständen dem Relativismus in die Hände spielen könnte; er setzt dem die erzieherische Verantwortung und den persönlichen Einfluß der Lehrenden bzw. der Tutoren auf den Studenten entgegen, ein Gedanke, den er schon in seiner Oxforder Zeit immer wieder betont hatte. Über die Bildungskonzeption Newmans kommt es mittelfristig zum Streit zwischen Newman und Cullen, weil letzterem die Offenheit des von Newman favorisierten Konzepts mißfiel. Dieser Streit führt 1858 dazu, daß Newman, auch unter Hinweis auf die nicht mehr zu bewältigende berufliche Doppelbelastung, das Rektorat der neugegründeten katholischen Universität Dublin wieder aufgibt. Auch wenn sein Dienst im Universitätsrektorat somit Episode blieb, sind doch seine hierbei entstandenen bildungskonzeptionellen Schriften bis auf den heutigen Tag von unschätzbarer Relevanz und auch Aktualität. Seine bildungspolitische Aktivität hat Newman 1859 mit der Gründung eines Gymnasiums der Oratorianer, St. Philip Grammar School, fortgesetzt, dessen zweiter Direktor sein Freund aus alten Zeiten in Littlemore, Ambrose St. John, wurde. - Im Jahre 1864 entsteht dann Newmans bis heute berühmteste und meist gelesene Schrift, die »Apologia pro vita sua«. Veranlaßt ist der Text durch einen kurz zuvor erfolgten Angriff des Geschichtsprofessors Charles Kingsley (1819-1875) aus Cambridge, der Newman »ökonomischen Umgang mit der Wahrheit«, also Unehrlichkeit, Unglaubwürdigkeit und Opportunismus vorgeworfen hatte. Die Attacken Kingsleys sind sicher der Auslöser, kaum aber der eigentliche Grund für Newman´s daraufhin verfaßte Glaubensautobiographie gewesen; schon zuvor hatte Newman immer wieder einmal mit dem Gedanken gespielt, in einem längeren Text Rechenschaft über seinen bewegten und auf den ersten Blick alles andere als geradlinigen Lebensweg abzulegen. In der »Apologia« fügt er die verschiedenen Abschnitte seines bisherigen Lebens zu einem geschlossenen Ganzen zusammen, das von der unbedingten Suche nach der Wahrheit als einzigem roten Faden durch und durch bestimmt gewesen sei, und zwar auch dann, wenn die Konsequenzen aus dem als wahr Erkannten zunächst Nachteile und Entbehrungen mit sich gebracht hätten. Im letzten Teil der »Apologia«, der seine »katholische Zeit« ab 1845 behandelt, geht Newman noch einmal auf seine Sicht der Unfehlbarkeit der Kirche ein; in diesem Glaubenssatz sieht er mehr denn je gleichsam die institutionalisierte Vorsorge Gottes dafür, daß das Wort Gottes bei aller Entwicklung stets wahr und vertrauenswürdig bleibt. Auf die Erfahrungen in Dublin rekurrierend weist Newman aber auch darauf hin, daß sich Lehramt der Kirche und Freiheit der Wissenschaft keineswegs aus-, sondern immer wechselseitig einschließen. Ohne den Pluralismus verschiedener theologischer Ansätze und Schulen wäre die Entwicklung des Dogmas überhaupt nicht möglich gewesen und auch zukünftig nicht möglich. Das Besondere an Newmans Autobiographie ist die irenische und tief ernste Art, mit der er ohne jeden Groll, sondern mit großer Achtung über seine einstigen Weggefährten und Freunde und auch über seine ehemalige anglikanische Kirche spricht. Damit gelang es ihm, manchen seit 1845 weitgehend abgebrochenen Kontakt neu aufzunehmen; noch wichtiger aber war es, daß er auf diese Weise viele in der englischen Gesellschaft seiner Zeit verfestigte Vorurteile gegen den Katholizismus im allgemeinen und gegen den römisch-katholischen Klerus im speziellen aufzuweichen half. Die »Apologia« oder »Geschichte meiner religiösen Überzeugungen« wird, weit über die von Newman erhoffte und erwartete apologetische Wirkung hinausgehend, ein regelrechter literarischer Klassiker im England der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist nicht zu Unrecht immer wieder mit den Confessiones Augustins verglichen worden. Im Zusammenhang der neu aufgenommenen Kontakte mit den alten Oxfordern tritt Newman in eine Kontroverse um einen von Edward Pusey vorgelegten Vorschlag zur Wiedervereinigung der Christenheit (Eirenikon) ein; in seiner »Letter to Pusey on Occasion of his Recent Eirenicon« versichert er 1866 einerseits seine ausdrückliche Wertschätzung der Bemühungen Puseys, zeigt sich aber doch andererseits angesichts fortbestehender Lehrunterschiede, etwa in der Mariologie, gegenüber dem ausgeprägten Ökumeneoptimismus seines ehemaligen Fellow-Kollegen vom Oxforder Oriel College etwas nüchterner und zurückhaltender. - Die zweite Hälfte der 60er Jahre ist für Newman von einem dominierenden theologischen Themenbereich geprägt, nämlich von der Frage nach der Erkenntnisgewißheit (certitude) in Glaubensdingen. Gegen die Meinung, in Fragen der Religion und Theologie seien letztlich nur Wahrscheinlichkeitsurteile möglich, richtet er im Jahre 1870 seine grundlegende religionsphilosophische Abhandlung »Essay in Aid of a Grammar of Assent«: Abhandlung zur Förderung einer Zustimmungsgrammatik. Newman unterscheidet hierbei zunächst das »Erfassen« von der »Zustimmung«. Während sich das Erfassen auf das rein Begriffliche richtet, auf »pure Rede« zielt, ist die Zustimmung umfassender, wirklicher, lebendiger, ohne dabei das Reflektive auszuschließen. Im Bereich der natürlichen Religion richtet sich das Erfassen auf den Begriff »Gott existiert«, die Zustimmung aber wird laut in der lebendigen Stimme des Gewissens, durch deren Vernehmen der Mensch sich als verantwortliches Wesen erfährt und dabei auch dem lebendigen Gottesbild eines zwischen Gut und Böse unterscheidenden Herrschers zustimmt. Analog ist im christlichen Bereich der Trinitätsbegriff nur auf der Ebene des Erfassens greifbar, die Zustimmung aber wird geweckt durch die persönlichen Gottesbilder und -aussagen der Bibel, die den ganzen Menschen ansprechen und Glauben im umfassenden Sinne ermöglichen. Aus dieser Zustimmung ergeben sich Folgerungen, die Newman mit dem Begriff »illative sense« bezeichnet; es handelt sich um das jeder Person innewohnende Vermögen des Menschen, in der konkreten, auf Erfahrungsmomenten beruhenden Situation, das »Richtige zu tun« bzw. zu einem sicheren Urteil zu finden. Christlicherseits wird dieser »illative sense« als Ausgerichtetsein am als gegenwärtig erfahrenen Christus gefaßt. Newman gelingt es so zu zeigen, daß durch Zustimmung und Folgerung Gewißheit gerade in den konkreten und auf Erfahrung beruhenden Bereichen möglich ist, in denen man auf der Ebene der formalen Logik bzw. des reinen Erfassens nur zu Wahrscheinlichkeitsurteilen gelangen würde. Durch diese Figur kann Newman die Rolle der Vernunft im Leben wie in der Religion zugleich stärken als auch begrenzen. Auf das Thema von Glaube und Gewißheit ist Newman in einem seiner letzten Werke, einer literarischen Debatte mit Andrew Martin Fairbairn (1838-1912) aus dem Jahre 1885 noch einmal zurückgekommen, ohne dabei an seiner in der »Zustimmungsgrammatik« vertretenen Position grundsätzliche Änderungen vorzunehmen. - In den frühen 70er Jahren steht für Newman die Auseinandersetzung um das 1. Vatikanum und das hier definierte Dogma über die Unfehlbarkeit des Papstes im Vordergrund. Newman, der nicht in die Vorbereitungen des Konzils involviert war, hatte sich in einem Schreiben an Bischof Ullathorne zwar einerseits als Befürworter der Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes, andererseits aber als Gegner ihrer Dogmatisierung zu erkennen gegeben. Als dieser persönliche Brief der Presse zugespielt wurde, geriet Newman in eine schwierige Situation und unter erheblichen Druck der Ultramontanen. Newman hat schließlich das am 18.7.1870 in Rom verabschiedete Unfehlbarkeitsdogma akzeptiert, weil es ihm mit der Einschränkung auf Lehrentscheidungen des Papstes ex cathedra moderat genug ausgefallen erschien und weil er prinzipiell die Lehre von der Unfehlbarkeit der Kirche befürwortete und in der Anwendung dieser Lehre auf den Papst als dem eindeutigen Nachfolger Petri den bestmöglichen Schutz der Kirche vor Irrtum sah. Grundsätzliche Einwände gegen die Unfehlbarkeitslehre, die 1874 William Edward Gladstone (1809-1898) in seinem Traktat »Die vatikanischen Dekrete in ihrer Auswirkung auf zivile Untreue« formuliert hatte, versuchte Newman behutsam zu entkräften. In seiner »Letter to the Duke of Norfolk« bemüht er sich zu zeigen, daß manche der vorgebrachten Einwände lediglich auf Überinterpretationen des Dogmas von 1870 zurückzuführen seien, wie sie namentlich einige englische Ultramontane vornähmen. Zwar sei die christliche Überlieferung nach Gottes Willen der Kirche und mit ihr dem Amt des Papstes in der Kirche anvertraut, weshalb jeder, der an die Kirche glaube auch an den Papst glauben müsse, doch sei andererseits klar, daß in der Geschichte manche Päpste im Dienst an der christlichen Überlieferung gefehlt hätten, weshalb man keinesfalls behaupten könne, die Päpste seien niemals im Unrecht oder Irrtum gewesen. Mit dieser moderaten Interpretation des Unfehlbarkeitsdogmas gelingt es Newman, die nach 1870 sich in England auftürmenden antikatholischen Wogen etwas zu glätten, zumal er das ganz auf seiner eigenen Interpretationslinie liegende, 1871 in Wien entstandene Buch des Bischofs Josef Fessler über »Die wahre und falsche Unfehlbarkeit der Päpste« durch Ambrose St. John übersetzen und in England herausgeben ließ. - Die zweite Hälfte der 70er Jahre bringt John Henry Newman späte öffentliche Anerkennung sowohl im akademischen als auch im kirchlichen Raum. Im Jahre 1877 wird ihm die außerordentliche Ehre zuteil, die Mitgliedschaft als Honorary Fellow des Trinity College in Oxford angeboten zu bekommen. Die Ehrenpromotion wird für ihn zum Wiedersehen und zur endgültigen Aussöhnung mit seiner alten Universitätsstadt. 1879 läßt Papst Leo XIII. ihm mitteilen, daß er ihn in das Kardinalskollegium aufzunehmen gedenke. Am 15.5.1879 wird ihm vom öffentlichen Konsistorium in Rom der Kardinalshut überreicht, S. Georgio in Velabro wird ihm als Titelkirche zugewiesen. Die Erhebung Newmans zum Kardinal ist nicht nur eine außerordentliche Anerkennung seiner gesamten Lebensleistung durch den Papst, sondern führt darüberhinaus zu einer beträchtlichen Festigung des Ansehens des römischen Katholizismus innerhalb der englischen Gesellschaft. - In den 80er Jahren beschäftigt sich Newman bei langsam nachlassender gesundheitlicher Konstitution mit den Aufgaben im Oratorium und mit der Überarbeitung einiger seiner Werke, so u.a. der Athanasiusübersetzungen. Eine seiner letzten neuen Arbeiten beschäftigt sich 1884 mit der Inspiration der Heiligen Schrift; die Schrift ist in Fragen des Glaubens und der Moral vom Heiligen Geist inspiriert, und die Kirche ist unfehlbare Auslegerin dieser Inhalte, insofern die Bibel das Buch der Kirche ist. - Die Jahre von 1886-1890 hat John Henry Newman in schlechter werdendem Gesundheitszustand in Edgbaston verbracht. Dort ist er am 11.8.1890 gestorben. Er liegt auf dem Oratorianerfriedhof von Rednal im Süden Birminghams begraben. Eine Würdigung seiner Person und seines Lebenswerkes wird zunächst stets die Integrität, Authentizität und Unbestechlichkeit seines Denkens und Handelns in den Vordergrund stellen. Für die Entwicklung der christlichen Kirchen im 20. Jh. hat Newman mit seinen Überlegungen zur »via media« und zur Geschichtlichkeit des Dogmas manch ökumenisch relevante Einsicht zu Tage gefördert. Sein Plädoyer für die Anerkennung der theologischen Urteilsfähigkeit der Laien hat im 2. Vatikanischen Konzil späte Früchte getragen. Sein Bildungskonzept, gerade auch im Hinblick auf universitäre Lehre und auf Theologenausbildung, ist bis auf den heutigen Tag von bleibender Relevanz. Sein wohl wichtigstes und grundsätzlichstes Vermächtnis aber, auch im Blick auf die Zukunft von Theologie und Kirche, liegt in der theoretischen Begründung wie im praktischen Vorleben eines konsequenten In-, Mit- und Untereinander von christlich-geistlicher und theologisch-wissenschaftlicher Kompetenz.
Werke: Uniform edition, 37 Bde., London 1868-1881 (= Westminster/Maryland 1966-1974); Verses on Various Occasions, London 1867. 21888; Discussions and Arguments on Various Subjects, London 1888; Essays Critical and Historical, 2 Bde., London 1888; Lectures on the Present Position of Catholics in England, London 1889; Fifteen Sermons Preached before the University of Oxford, London 1890; Letters and Correspondence of John Henry Newman during his Life in the English Church, Hrsg. A. Mozley, 2 Bde., London 1890. 31920; Select Treatises of St. Athanasius in Controversy with the Arians, übers. von J.H. Newman, London 1890 (= New York 1978); Stray Essays on Controversial Points, variously illustrated, Birmingham1890; A Packet of Letters (1811-1887), Hrsg. J. Sugg, Oxford 1893; Meditations and Devotions of the late Cardinal Newman, London 1893; Callista. A tale of the Third Century, London 1904; Addresses to Cardinal Newman with his Replies etc. 1879-1881, Hrsg. W.P. Neville, London 1905; The Life of John Henry Cardinal Newman Based on his Private Journals and Correspondence, Hrsg. W. Ward, 2 Bde., London 1912; Sermon Notes of John Henry Cardinal Newman 1849-1878, Hrsg. Birmingham Oratory, London 1913; Correspondence of John Henry Newman with John Keble and Others 1839-1845, Hrsg. Birmingham Oratory, London 1917; A Newman Synthesis, Hrsg. E. Przywara SJ, London 1930; Cardinal Newman and William Froude. A Correspondence, Hrsg. G.H. Harper, Baltimore 1933; Sermons and Discourses I (1825-1839), Hrsg. C.F. Harrold, New York 1949; Sermons and Discourses II (1839-1857), Hrsg. C.F. Harrold, New York 1949; The New Eve (Date Unknown), Hrsg. P. Radcliffe, Oxford 1952; An Essay on the Inspiration of Holy Scripture (May 24th, 1861), in: Cardinal Newman`s Doctrine of Holy Scripture, Hrsg. J. Seynaeve, Louvain 1953, 60-144; Correspondence 1865 (January 28th, 1865 and March 19th, 1865), in: Cardinal Newman`s Doctrine of Holy Scripture, Hrsg. J. Seynaeve, Louvain 1953, 145-150; On the Connection in Doctrine and Statement of the Books of the Apocrypha with the New Testament (Date unknown), in: Cardinal Newman`s Doctrine on Holy Scripture, Hrsg. J. Seynaeve, Louvain 1953, 25-51; Sermon of the Feast of St. Luke (October 18th, 1840), in: Cardinal Newman`s Doctrine on Holy Scripture, Hrsg. J. Seynaeve, Louvain 1953, 15-24; Catholic Sermons of Cardinal Newman (1848-1873), Hrsg. C.S. Dessain, London 1957; John Henry Newman. Autobiographical Writings, Hrsg. H. Tristram, London 1957; On Consulting the Faithful in Matters of Doctrine (1859), Hrsg. J. Coulson, London 1961; The Letters and Diaries of John Henry Newman, Hrsg. G. Tracey, 31 Bde., Oxford 1961-1995; Meditations and Devotions, Hrsg. M. Trevor, London 1964 (New ed.); University Sketches, Hrsg. M. Tierny, Staten Island / New York 1964; A Newman Companion to the Gospels, Hrsg. A.J. Coupet OP, London 1966; Discourses Addressed to Mixed Congregations (1849), Christian Classics, Westminster 1966; Lectures on the Doctrine of Justification, Christian Classics, Westminster 1966; Parochial and Plain Sermons, 8 Bde., Westminster 1966-1968; On the Inspiration of Scripture (1884), Hrsgg. J.D. Holmes / R. Murray, London / Dublin 1967; Sermons Bearing on Subjects of the Day (1843), Christian Classics (New impr.), Westminster 1968; Sermons Preached on Various Occasions, Christian Classics (New impr.), Westminster 1968; The Arians of the Fourth Century (1833), Christian Classics, Westminster 1968 (New ed.); Certain Difficulties Felt by Anglicans in Catholic Teaching, 2 Bde., Christian Classics (New ed.), Westminster 1969; Two Essays on Biblical and on Ecclesiastical Miracles, Christian Classics (New impr.), Westminster 1969; The Preaching of John Henry Newman, Hrsg. W.D. White, Philadelphia 1969; Historical Sketches, 3 Bde., Christian Classics, Westminster 1970; Newman`s University Sermons (1826-1843), Hrsgg. D.M. Mackinnon / J.D. Holmes, London 1970; The Philosophical Notebook of John Henry Newman, Hrsgg. E. Sillem / A.J. Boekraad, Bd. 2: Text, Louvain 1970; An Essay in Aid of a Grammar of Assent, Christian Classics, Westminster 1973; Tracts: Theological and Ecclesiastical (1874), Christian Classics, Westminster 1974; John Henry Newman and the Abbé Jager. A Controversy on Scripture and Tradition (1834-1836), University of Durham publications, Hrsg. L. Allen, London 1975; Meditations and Devotions, Hrsg. W. Neville, Westminster 1975; The Theological Papers of John Newman on Faith and Certainty, Hrsgg. H.M. de Achaval SJ / J.D. Holmes, Oxford 1976; The Idea of a University, Hrsg. I. Ker, Oxford 1976; Newman against the Liberals: 25 classic sermons, Hrsg. M. Davies, New Rochelle 1978; The Theological Papers of John Henry Newman on Biblical Inspiration and on Infallibility (1861-1868), Hrsg. J.D. Holmes, Oxford / New York 1979; Newman the Oratorian. His unpublished Oratory Papers, Hrsg. P. Murray OSB, Leominster 1980; An Essay in Aid of a Grammar of Assent, Hrsg. I. Ker, Oxford 1985; Loss and Gain. The Story of a Convert (31853), Hrsg. A.G. Hill, Oxford 1986; On Consulting the Faithful in Matters of Doctrine, Hrsg. J. Coulson, London 21986; An Essay on the Development of Christian Doctrine (1845), Hrsg. University of Notre Dame, Reprint, Notre Dame 61989; John Henry Newman Prayers, Poems, Meditations, Hrsg. A.N. Wilson, London 1989; A Newman Prayer Book, Hrsg. V.F. Blehl, Birmingham 1990; Newman the Theologian. A Reader, Hrsg. I. Ker, London 1990; The »via media« of the Anglican Church, Hrsg. H.D. Weidner, Oxford 1990; John Henry Newman. Sermons 1824-1843, Bd. 1, Hrsg. P. Murray OSB, Oxford 1991; John Henry Newman. Sermons 1824-1843, Bd. 2, Hrsg. V.F. Blehl, Oxford 1993; Apologia pro vita sua (1864), Hrsg. I. Ker, London 1994 (Reprint); Selected Sermons, Hrsg. I. Ker, New York 1994; The Idea of a University (1852), Hrsg. F.M. Turner, New Haven / London 1996.
Dt. Übers.: Briefe und Tagebücher bis zum Übertritt zur Kirche 1801-1845, übers. von E. Stein, Hrsg. E. Przywara SJ, München 1928; Gebetbuch / J.H. Kardinal Newman. Aus seinen Schriften gesammelt und übers. von O. Karrer, München 1928; Verlust und Gewinn, übers. von I. Breme OSU, Mainz 1928; Die Kirche und die Welt, Predigten, übers. von Th. Haecker, Leipzig 1938; Das Mysterium der Dreieinigkeit und der Menschwerdung Gottes. Predigten, übers. von Th. Haecker, Leipzig 1940; Die Kirche, Hrsg. O. Karrer, 2 Bde., Einsiedeln / Köln 1945/1946; Christliches Reifen, Hrsg. und übers. O. Karrer, 2 Bde., Einsiedeln / Köln 1946; Historische Skizzen, übers. von Th. Haecker, Hrsg. W. Becker, München 1948; Predigten. Gesamtausgabe, Hrsg. Newman-Arbeitsgemeinschaft der Benediktiner von Weingarten, 11 Bde., Stuttgart 1948-1964; Die Kirche und der Zustand der Welt, übers. von H. Weickert, Hrsg. W. Becker, Freiburg 1949; Ausgewählte Werke von John Henry Kardinal Newman, Hrsgg. M. Laros / W. Becker, 9 Bde., Mainz 21951-1975; J.H. Newman. Der Antichrist nach der Lehre der Väter, übers. von Th. Haecker, Hrsg. W. Becker, München 1951; Betrachtungen und Gebete, übers. von M. Knoepfler, München 31952; Der Maimonat: Betrachtungen über die Verehrung der Gottesmutter an Hand der Lauretanischen Litanei und andere Gebete, Hrsg. M. Laros, Köln 1954; J.H. Newman, Auswahl und Einleitung von W. Lipgens, Frankfurt/Main / Hamburg 1958; Der Traum des Gerontius, übers. von H. Nachod / P. Stern, Hrsg. W. Becker, Leipzig 1959; Selbstbiographie nach seinen Tagebüchern, Hrsg. H. Tristram, Stuttgart 1959; Ausschau nach Gott, Auswahl von W. Strolz, Freiburg 1961; Der Anruf Gottes, 9 Predigten, Hrsg. Newman-Arbeitsgemeinschaft der Benediktiner von Weingarten, Stuttgart 1965; Worte des Kardinals John Henry Newman, Hrsg. A. Weiss, Zürich 1970; Christliches Reifen. Texte zur religiösen Lebensgestaltung, übers. von O. Karrer, Zürich 21976; Gott - das Licht des Lebens. Gebete und Meditationen, Hrsgg. G. Biemer / J.D. Holmes, Mainz 1987.
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Jörg Ulrich
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2006
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2009
Dem Licht folgen. Aus Schatten u. Bildern zur Wahrheit. Ein Jahreslesebuch. Ausgew. u. mit e. Einf. hrsg. von Günter Biemer. Vallendar 2009.
Zeitschrift:
Newman Studies Journal. Pittsburgh, Pa. 1.2004ff.
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Letzte Änderung: 08.03.2010