PFEFFEL, Gottlieb Conrad, Pädagoge und Fabeldichter, * 28.6. 1736 in Colmar als Sohn des Johann Conrad P. (1682-1738), eines Rechtskonsulenten des frz. Königs, und seiner Ehefrau Anna Catharina Herr (Witwe Weber). † 1.5. 1809 in Colmar. - Durch den frühen Tod seines Vaters wurde ihm sein 10 Jahre älterer Bruder Johann Christian Friedrich P. (1726-1807) zum zweiten Vater. Wie sein Bruder sollte er die diplomatische Laufbahn einschlagen. Mit 14 Jahren wurde er als Schüler zu Nicolaus Christian Sander (1750-1824) in Köndringen bei Emmendingen geschickt (die Familie Pfeffel stammte aus Baden und hatte noch viele Bekannte dort). 1751 - also 15jährig - wurde er an der Universität Halle eingeschrieben, wo er zu den letzten Schülern des Philosophen Christian Wolff (s.d.) gehörte. Schon 1752 übersetzt er Johann Joachim Spaldings (s.d.) Gedanken über die Bestimmung des Menschen ins Französische. Ein Augenleiden nötigte ihn, sein Studium zu unterbrechen und ins Elsaß zurückzukehren. Er hatte jedoch inzwischen mit Chr. F. Gellert (s.d.) Kontakt aufgenommen, dessen Fabeln er sehr bewunderte. Infolge einer mißglückten Augenoperation wurde er 1758 völlig blind. Am 26. Februar 1759 heiratete er Margaretha Cleophe Divoux (29.8. 1738 - 30.11. 1809), die Tochter eines Colmarer Handelsmanns, der mit der Pfeffelschen Familie befreundet war. Sie gab ihm 13 Kinder, von welchen allerdings nur 6 über die Kindheit hinaus am Leben blieben. 1760 wurde er Gründungsmitglied der Colmarer Lesegesellschaft, die noch Jahre nach Pfeffels Tod bestehen blieb. Schon 1761 gab er drei Bände von Poetischen Versuchen heraus. Bis 1773 widmete er sich überhaupt vor allem belletristischen Aktivitäten, wobei das Übersetzen eine große Rolle spielte : so übersetzte er 1762 Magnus Gottfried Lichtwehrs (1719-1783) Fabeln ins Französische. Auch arbeitete er an einer Übersetzung von Claude Fleurys (1640-1723) Histoire ecclésiastique, die von 1691 bis 1713 erschienen war, ins Deutsche. Er wollte auch Anton Friedrich Büschings (1724-1793) Neue Erdbeschreibung, die damals erst teilweise erschienen war, ins Französische übertragen. Im Jahre 1770 starb sein ältester Sohn Christian Friedrich, genannt "Sunim". Sein erster Biograph Rieder sieht in diesem Schicksalsschlag den Ausgangspunkt für Pfeffels pädagogische Berufung. Jedenfalls gründete er 1773 eine Ecole Militaire - von 1783 an Académie militaire - die bis 1793 bestand und in der einige hundert evangelische Knaben sehr verschiedenen Ursprungs und unterschiedlicher sozialer Herkunft erzogen wurden (Evangelische Knaben waren von ähnlichen Schulen in Frankreich ausgeschlossen). Militärisch war vor allem die Disziplin. Drei Jahre lang blieben die Zöglinge in der Schule - vier, wenn sie bei ihrer Ankunft nur deutsch oder nur französisch schreiben und lesen konnten - und lernten (sagt Rieder) "die deutsche und französische Sprache, Mythologie, Geschichte, Erdbeschreibung, Statistik, Rechenkunst, Geometrie, und die Anfangsgründe der Naturgeschichte und Physik, der Weltweisheit und der schönen Wissenschaften; das Schreiben Tanzen, Fechten und die Waffenübung." Daneben konnten manche Schüler auch noch Latein, Englisch, Italienisch, Heraldik und Taktik lernen. Pierre Larousse, in seinem Dictionnaire universel du XIX<+z8>e<+z10> siècle, sah in dieser Schule eine Art Vorbild für die bald nachher entstandene Pariser Ecole Polytechnique. Die Zöglinge waren etwa zur Hälfte Schweizer, und die andere Hälfte bestand vor allem aus Deutschen und Franzosen. Erst die französische Revolution unterbrach 1793 den Unterricht, und damit auch die Einkünfte Pfeffels, der dadurch gezwungen wurde, durch Dolmetscher- und Übersetzersdienste und durch literarische Produktionen seine Existenz zu fristen. Seit 1793 erscheinen in Cottas Zeitschrift Flora viele Erzählungen, Gedichte und Übersetzungen von Pfeffel, z.B Fabeln von Florian (1755-1794) und anderen, z.B. dem heute vergessenen Vitalis, in deutschen Versen. Mit der Jahrhundertwende wird Pfeffel mehr und mehr von der Colmarer Präfektur als Dolmetscher und Übersetzer herangezogen. Durch den einflußreichen Joseph Marie de Gérando, der seine junge Freundin Annette von Rathsamhausen geheiratet hatte, kommt er auch von 1806 an zu einer jährlichen Pension bis zu seinem Tode. Daneben ist er seit den 1790er Jahren Mitglied, und von 1803 an Präsident des Colmarer Konsistoriums der lutherischen Kirche, von 1806 an auch Mitglied des in Straßburg tagenden Direktoriums der lutherischen elsässischen Landeskirche. Nachdem er schon etliche Jahre kränklich gewesen war, starb er am 1. Mai 1809. Seine Frau Margarethe Cleophe überlebte ihn nur ein halbes Jahr lang. - Zu seinen Lebzeiten wurde Pfeffel als ein bedeutender Schriftsteller angesehen. Noch beim 100. Jahrestag seiner Geburt wurde seiner gedacht. Nachher wurde er außer seiner Vaterstadt fast gänzlich vergessen. Durch sein literarisches Werk gehört gewiß er nicht zu den größten seiner Zeit. Durch seine vielen literarischen Beziehungen, durch seine grenzenüberschreitende Tätigkeit hätte er jedoch bestimmt in ruhigeren Zeiten eine größere Rolle spielen können, als es ihm die revolutionären Umwälzungen und dann Napoleons Kriege erlaubten. Unzählige Besucher sprachen bei ihm in Colmar vor, z.B. "Mgr. le Prince de Condé", "Mgr. le Duc de Bourbon", der Herzog von Württemberg, Martin Gerbert, Fürstabt von Sankt Blasien, der Baron de Dietrich, Stettmeister von Straßburg; Wilhelm v. Humboldt; Johann Caspar Lavater von Zürich, Johann Friedrich Oberlin (Pfarrer in Waldersbach, Elsaß), Karl Ulysses von Salis Marschlins, Frau Elisabeth v. Türkheim (geb. Schönemann, Goethes Lili), Sophie de la Roche und viele andere. - Ein nicht unbedeutender Teil seiner Tätigkeit hat darin bestanden, deutsche Werke in Frankreich und französische Werke im deutschsprachigen Raum durch Übersetzungen bekannt zu machen. Wenn er von seinem "Vaterland" spricht, meint er stets damit Frankreich. Aber seine literarischen Beziehungen waren zum weitaus größten Teil deutschsprachig, Deutsche und Schweizer. Übrigens hat er sich manchmal selbst als ein Schweizer bezeichnet, weil er in seiner Zwitterstellung als Elsässer zwischen franzosischer Staatsangehörigkeit und deutscher Muttersprache in der Schweiz ein Land der gegenseitigen Toleranz gefunden hatte. Drum war ihm auch sein 1782 gewährtes Bürgertum der Stadt Biel/Bienne so wert. - Mit vielen Philosophen und Schriftstellern seiner Zeit - allerdings mit keinem der größten - war Pfeffel in Kontakt, so Folgende : mit Jacob Sarasin (s.d.) und seiner Ehefrau Gertrud geb. Battier war er befreundet; mit Johann Kaspar Lavater (s.d.) unterhielt er briefliche Beziehungen. Unter seinen sonstigen Freunden und Bekannten sind zu nennen: der Freiburger Universitätsprofessor Johann Georg Jacobi (1740-1814; er war der ältere Bruder des Friedrich Heinrich J.); Johann Georg Schlosser (s.d.) der in erster Ehe Goethes Schwester Cornelia geheiratet hatte, und dessen zweite Ehefrau Johanna Catherina Fahlmer Patin eines der Kinder Pfeffels wurde; er nannte ihn seinen besten Freund. In älteren Jahren unterhielt Pfeffel besonders enge Beziehungen zu der Familie von Bergheim (oder Berckheim), die im nahen Schoppenweier ein Schloß hatte; vor allem die vier Töchter Octavia, Henriette, Amalie und Franziska und ihre Verwandte Annette von Rathsamhausen schätzte und liebte er. - Durch manche bellettristische Gepflogenheiten gehört Pfeffel noch vollkommen dem 18. Jh. an : so seine Vorliebe für Hirtennamen, die in seinen Erzählungen und Gedichten überall auftreten; auch die "poetischen" Namen, die er seinen nächsten Verwandten und Freunden austeilte (Seine Frau wurde "Doris" genannt, seine Tochter Catharina Margarethe "Peggy", Henriette von Bergheim war "Emma", Amalie von Bergheim war "Lonny", der Mann der jungen Annette von Rathsamhausen, Joseph de Gérando, war "Pylades" usw.). Auch die Verbindung einer Kultur der Empfindsamkeit mit dem Vertrauen in die Vernunft gehört in dieses Jahrhundert. In philosophischer Hinsicht war Pfeffel kein Liebhaber großer abstrakter Systeme; er hat Kants Philosophie gegenüber sehr kritisch reagiert. Hingegen finden wir in einem Brief an J.G. Schweighäuser (1776-1844) folgendes Urteil : "Freylich ist Herders Kalligone kein eigentliches System und nicht nach den Regeln irgend einer Zunft gemodelt; aber eben deßwegen hat sie mich so sehr angezogen." Was ihn interessiert, sind besondere Gedanken, die ihm helfen, sein Leben zu führen. Auch in der Theologie war es ihm vor allem um die Moral zu tun. Bei aller Treue zu seiner angestammten Kirche dachte er doch zuversichtlich, daß in jeder Religion, ob christlich, mohammedanisch oder buddhistisch, der wahrhaft Gläubige Gottes Anerkennung erhoffen darf, wenn er nur in seinem Leben "die Tugend" herrschen läßt. Den kirchlichen Institutionen gegenüber zeigte er sich prinzipiell mißtrauisch. Im Gedicht "Die zween Einsiedler und der Pilger" (PV10,67) werden zwei Einsiedler, ein Christ und ein Mohammedaner, die sich befehden, von einem vorbeigehenden Pilger belehrt : "Sie beide loben ja den einzig wahren / Allväterlichen Gott", und erkennen daraufhin: "Ein Himmelsbote! Freund, dem wir gehorchen müssen, / Sprach itzt der Muselmann. Ja wohl, versetzt der Christ, / Nur darf der Patriarch und Mufti nichts drum wissen, / Sonst werd ich eingemau'rt, und du gespießt." Die erstrangige Stellung der Moral in seinem Denken erklärt auch, daß er vor allem durch seine Fabeln bekannt geblieben ist, in denen sich der Einfluß von Christian Fürchtegott Gellert (s.d.) niederschlägt. (s. z.B. Die Nachtigall und der Star PV1,193, vomTod; Der Marder und der Kater PV9,18 über die Moralprediger; oder die beiden sehr verschiedenen Fabeln Der Pfau und die Nachtigall PV4,73 : "Wer nützt, ist mehr, als wer ergötzet" und PV6,174 : "Das Talent / Blüht länger als das Rot der Wangen"). Viele seiner Fabeln sind frei übertragen von französischen Fabeln von Florian, La Fontaine oder anderen. Jedoch hat er vor allem die politische Fabel zwar nicht erfunden, aber doch besonders gepflegt (z.B. Das Gift, PV3,139, über die Pressefreiheit; Der Neger und der Krampffisch, PV7,143 über den Gebrauch der Freiheit; Der kranke Löwe, PV1,64 über die Despoten, usw.). Ansonsten ist die einst sehr berühmte, und lange in Schulbüchern vorhanden gebliebene Tabakspfeife (PV 2, 101) für den empfindsam-tugendhaften Aspekt seines Werks typisch. Unter seinen Prosawerken ist wahrscheinlich die Biographie eines Pudels diejenige, die uns heute noch am meisten ansprechen kann, eben weil es sich um ein Tier handelt, was der gesellschaftlichen Kritik Raum gibt. Sonst fließen viele Erzählungen - Kurzgeschichten oder Novellen - über von Tugendhaftigkeit und Zähren der Empfindsamkeit; eine einschneidende Kritik des gesellschaftlichen Brauchtums hingegen findet man vor allem in den Gedichten. Hier ein ganz kurzes Gedicht, das zeigt, wie sich Pfeffel auch auf das Urteil der Nachwelt nicht verließ : "Einen Drachen, der einst die Titanen zum Kriege verhetzet, / Nagelte, statt an ein Kreuz, Pallas ans Firmament. / So wird oft ein Verwüster der Welt zu den Göttern versetzet, / Während den Vater des Volks kaum der Enkel noch nennt." Das Gedicht ist aus dem Jahre 1805 und könnte auf Napoleon gemünzt werden. Von seinen Kirchenliedern hat sich nur eines eingebürgert: "Jehova! Jehova! Jehova, deinem Namen / Sey Ehre, Macht und Ruhm!" Dieses hat sich (wenigstens im Elsaß) bis um 1950 einer großen Beliebtheit erfreut, mit der dafür komponierten Melodie seines elsässischen Zeitgenossen Johann Karl Gerold (s.d.). Außerdem erschien auch das Lied "Halleluja! sie hat geschlagen, / Die Stunde, da mir Jesus ruft" in dem Rittelmeyer-Gesangbuch (Straßburg, 1863) und im Spitta-Gesangbuch (Straßburg, 1899). Im Colmarischen Gesangbuch 1781, bei dessen Gestaltung Pfeffel mitgewirkt haben soll, stand (von 1801 an) neben dem Jehova auch eine sehr pompöse "Nachahmung des Ambrosianischen Lobgesangs" von Pfeffel ("Lob sey dir, Vater der Natur, / Der auf des Himmels blaue Flur / Wie Goldstaub Sonnen säte."). - Seine politische Haltung in der Zeit von 1789 an war stets durch den Wunsch bestimmt, daß es dem Volke besser gehen solle. Die Einberufung der Ständeversammlung (Etats généraux) durch den König Ludwig XVI. begrüßte er, und 1789 war er über die ersten Schritte der französischen Revolution begeistert (s. Epistel an Hn. v. Brühl PV4, 3) : "Wir sind frei !"); auch die erste französische Verfassung (1790) begrüßte er. Bald aber schreckten ihn der Extremismus, auch die kirchenfeindliche Haltung der Pariser Regierung (z.B. Robespierre) ab. Bei der Einführung des Kults des höchsten Wesens ("l'Être suprême") spöttelt er (PV5,76) "Darfst, lieber Gott, nun wieder seyn, / So wills der Schach der Franken. / Laß flugs durch ein paar Engelein / Dich schön bey ihm bedanken.". In Napoleon sah er zuerst die Möglichkeit einer Stabilisierung, reagierte aber auf den Staatsstreich vom 18. Brumaire sehr kritisch und billigte je länger je weniger die vielen Kriege. Durch Vermittlung seines Bekannten J.M. de Gérando konnte er unter Napoleon (von 1806 an) eine Rente beziehen, wozu er sagt (PV10, 140): "Wie ! Du suchst in meiner Siedeley / Mich mit einer Wohlthat. Das macht Freude. / Sie ist nicht der Lohn der Schmeicheley. / Dies, o Cäsar, ehrt uns alle Beyde!"
Abkürzung: Die Abkürzungen PVn,n' hier weisen auf die Fac-Simile-Ausgabe der Poetischen Versuche auf der Website der Universität Freiburg im Breisgau (mit Angabe des Bandes und der Seite).
Zum Vornamen Gottlieb: In den damaligen deutschsprachigen Akten wird Pfeffel stets Gottlieb Conrad genannt. Im französischen état-civil (Register des Standesamts) wird daraus Amédée Conrad (so bei seiner Sterbeurkunde). Auch sein Sohn Gottlieb Conrad August hat auf französisch unter dem Namen Amédée Conrad Auguste veröffentlicht. Im Laufe des 19. Jh. wurde statt Amédée dann Théophile geschrieben. Schon 1866 verwendet eine Urenkelin Pfeffels letztere Form.
Werke im Internet: Heute können die meisten Werke von G.C. Pfeffel auf der Website gelesen werden, vor allem die Facsimile-Ausgabe von FREIMORE/uni freiburg (), d.h. die zehn Bände der Poetischen Versuche in der Ausgabe von 1805-1810 und die zehn Bände der Prosaischen Versuche in der Ausgabe von 1810-1812, nebst der von J.J. Rieder geschriebenen Biographie von 1820. Im Projekt Gutenberg wurden auch viele einzelne Gedichte und Erzählungen - meistens in modernisierter Orthographie - auf das Internet gebracht. Im Buchhandel ist derzeit nur der Briefwechsel mit Johann Gottfried Schweighäuser (Zwischen Direktorium und Empire, herausgg. von W. Kühlmann und W.E. Schäfer, Manutius-Verlag, Heidelberg, 1992), und die Biographie eines Pudels, von W.E. Schäfer hrsgg., zu finden.
Werke: Poetische Versuche in drey Büchern, Frankfurt am Mayn 1761; Der Einsiedler. Ein Trauerspiel in Versen. Frankfurt & Leipzig 1761; Fables nouvelles diviséees en quatre livres, Strasbourg 1763; Allgemeine Bibliothek des Schönen und Guten, Frankfurt 1764; Historisches Magazin für Verstand und Herz, 1764, und danach 7 Ausgaben. Eine französische Version ist gleichzeitig in Straßburg erschienen (Magasin historique pour la raison et pour le coeur); Theatralische Belustigungen nach französischen Mustern, Frankfurt & Leipzig, 1765; Neue Beiträge zur deutschen Maculatur, Frankfurt 1766; Dramatische Kinderspiele, Straßburg 1769; Lieder für die Colmarer Kriegsschule, Köln 1778; Principes de droit naturel à l'usage de l'école militaire et académique de Colmar, Colmar 1781; Fabeln, der helvetischen Gesellschaft gewidmet, Basel 1783; Poetische Versuche, vermehrte und verbesserte Auflage, Basel 1789-90; Poetische Versuche von Gottlieb Conrad Pfeffel, Wien 1791; Anleitung zum ersten Unterricht in der christlichen Religion, Mülhausen (Elsaß) (ohne Datum); Neueste Gedichte, Aarnheim 1802; Briefe über Religion an Bettina, Basel, 1824; Buhl, A., Pfeffels ausgewählte Fabeln und poetische Erzählungen. Volksausgabe mit einer biographischen Einleitung, Colmar (1908?); 'Biographie eines Pudels' und andere Satiren und Fabeln, hrsgg. v. Walter E. Schäfer, Ebenhausen, Langewiesche-Brandt, 1987; Zwischen Direktorium und Empire. Die Briefe G.K. Pfeffels an J.G. Schweihäuser (1795-1808), hrsgg. v. Wilhelm Kühlmann und Walter Ernst Schäfer, Heidelberg, Manutius-Verlag, 1992.
Kritische und historische Abhandlungen: Rieder, Johann Jacob, Gottlieb Conrad Pfeffel. Ein biographischer Entwurf. Stuttgart u. Tübingen, Cotta, 1820; Edel, Friedrich Wilhelm, Gottlieb Conrad Pfeffel. Blätter seinem Andenken gewidmet . Straßburg, F.C. Heitz, 1859; Beck-Bernard, Lina, Théophile Conrad Pfeffel de Colmar. Souvenirs biographiques recueillis par son arrière petite-fille, Lausanne, Delafontaine & Rouge, 1866. [wertvoll durch Zitate von Briefen, vor allem solcher, deren Originaltext schon auf französisch war.]; August Stöber, Gottlieb Konrad Pfeffel's Verdienste um Erziehung und Schule, Straßburg: Heitz J. H., 1878; Pfannenschmid, H., G. K. Pfeffels Fremdenbuch mit biographischen und kulturgeschichtlichen Erläuterungen, Colmar, 1892 [Notizen über viele Besucher, die Pfeffel in Colmar oder in der Umgebung empfangen hat]. Guhde, Edgar, Gottlieb Konrad Pfeffel. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des Elsaß, Winterthur 1964; Théophile Conrad Pfeffel, Européen avant la lettre, 1987 (Artikelsammlung, die eine Ausstellung zuerst in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, dann im Colmarer Unterlinden-Museum begleitete ; Artikel von H. Ebeling, W. Lauterwasser, W. Kühlmann, W.E. Schäfer, H.G. Zier, M. Bourquin, G. Braeuner, G.L. Fink, W. Schmiedt); Braeuner, Gabriel, "L'univers féminin du poète Pfeffel", Saisons d'Alsace, 1987: 77-82; Braeuner, Gabriel Pfeffel l'Européen, Strasbourg 1994. [In den beiden letzteren Büchern wird eine ausführlichere Bibliographie geboten]. Zu seinen Kirchenliedern: Albert Huck, "Gottlieb Konrad Pfeffel als Kirchenliederdichter", Jahrbuch der elsaß-lothringischen wissenschaftlichen Gesellschaft zu Straßburg 1939 138 ff.
Lit.: Über Pfeffels religiöse Einstellung hat W. Schmiedt zwei Artikel veröffentlicht : "Pfeffels religiöse Vorstellungen" in Théophile Conrad Pfeffel, Européen avant la lettre, 1987 (s.o.), 198-204. - "Zum religiösen Erbe der Aufklärung. Siebzehn unveröffentlichte Briefe Gottlieb Konrad Pfeffels." in Zeitschrift für deutsche Philologie, Bd. 96/2 (1977) 178-195.