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Band XXV (2005) Spalten 1070-1095 Autor: Christoph Waldecker

PHILIPP von Schwaben, deutscher König, geboren im August 1177, gestorben am 21. Juni 1208 in Bamberg (ermordet). Sohn des staufischen Kaisers Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) und der Beatrix von Burgund. Als der jüngste Sohn war er zum Zeitpunkt seiner Geburt weit vom Thron entfernt. Neben seinem ältesten Bruder Heinrich, der bereits seit 1169 König war, wären vor ihm noch die Kaisersöhne Friedrich, Otto und Konrad eventuelle Thronanwärter gewesen. Friedrich starb 1191 beim Kreuzzug, in dessen Verlauf bereits ein Jahr zuvor Kaiser Friedrich Barbarossa umgekommen war. Otto, in den Quellen als zügellos bezeichnet, regierte in Burgund, wo er 1200 starb. Konrad, der vierte der Söhne, etwa fünf Jahre älter als Philipp, war 1192 in der Nachfolge seines Bruders Friedrich Herzog von Schwaben geworden, dem altem Stammland der Staufer. Er wurde 1196 ermordet. Von seinem Vater war der junge Philipp für ein geistliches Amt vorgesehen. Als Sohn des Kaisers war er damit ein Anwärter auf einen der wichtigen Bischofsstühle des Reiches. Als Kind wurde er 1189 Propst des Aachener Marienstiftes, das in der Verfügungsgewalt des Reiches stand. Der Propst zählte im 12. Jahrhundert zu den einflußreichsten Männern im Umfeld des Herrschers. Mit etwa 13 Jahren war Philipp 1190 bereits erwählter Bischof von Würzburg, erhielt allerdings nicht die Weihe. Im Winter 1191/92 verzichtet er auf die geistliche Würde, da es in seiner Bischofsstadt Widerstände gegen den jugendlichen Oberhirten gegeben hatte. Mit dem Verzicht entsprach er zweifellos einer Anweisung seines Bruders Kaiser Heinrich VI., der neue Pläne mit ihm hatte. 1193 trat er in den Laienstand zurück. Durch den frühen Tod seiner Brüder Friedrich und Konrad, die nacheinander das staufische Stammland Schwaben regierten, kamen auf Philipp neue Aufgaben zu. Daß Kaiser Heinrich noch kinderlos war, hatte er offenbar seinen Bruder, dem er besonders zugetan war, als Thronfolger ins Auge gefaßt. An Weihnachten 1194 wurde ihm und seiner sizilischen Frau Konstanze aber ein Sohn geboren, der spätere Kaiser Friedrich II. (1194-1250), so daß Philipp sich wieder weiter vom Thron entfernte. 1195 übertrug sein Bruder ihm das wichtige Herzogtum Tuszien im italienischen Teil des Reiches. Der Inhaber dieser Würde sicherte dem Herrscher Norditalien und den Durchgang nach Rom und Süditalien. 1196 übernahm Philipp die wichtigste Aufgabe des Stauferhauses, die Regierung im Herzogtum Schwaben. Seit 1079 befand es sich in der Hand der Familie. Durch dieses Amt stiegen die Staufer im Gefolge der salischen Herrscher Heinrich IV. (1050-1106) und Heinrich V. (1086-1125) zu den mächtigsten Männern des Reiches auf. 1125 erfolgte ihr erster Griff nach dem Thron, der aber noch scheiterte. - Kaiser Heinrich VI. beabsichtigte, aus dem Reich eine Erbmonarchie zu machen. Als Gegenleistung bot er den Fürsten die Erblichkeit ihrer Lehen an. Gegen diesen Vorschlag wandte sich der Kölner Erzbischof Adolf von Altena. Dennoch betrachtete Heinrich seinen Plan als angenommen und bemühte sich um die Zustimmung Papst Coelestins III. (1190-1197). Der war einverstanden, sofern Heinrich die päpstliche Lehnshoheit über Sizilien anerkenne. Nun regte sich auch im Reich stärkerer Widerstand, so daß Heinrich seinen Plan im Oktober 1196 aufgab. Es gelang ihm aber, die Wahl seines zweijährigen Sohnes zum König durchzusetzen. Herzog Philipps Aufgabe war es, den kleinen König aus Foligno abzuholen zur Krönung ins Reich zu bringen, als er vom am 29. September 1197 erfolgten Tod seines kaiserlichen Bruders erfuhr. - Der junge Thronerbe war zu seiner Mutter nach Palermo gebracht worden, wo Konstanze anläßlich ihres Lehnseides an den Papst in seinem Namen auf die Herrschaft in Deutschland verzichtete. Der vom Kaiser als Statthalter ausersehene Markward von Annweiler tat in dieser Situation das einzige ihm mögliche: Er blieb - obwohl exkommuniziert und geächtet - in Unteritalien und hielt die Verbindung zu Philipp von Schwaben. Zur gleichen Zeit leisteten die noch von Heinrich VI. in Heilige Land gesandten Kreuzritter den Treueid auf Friedrich. Er galt nach wie vor als der erwählte deutsche König. - In Norditalien brachen Aufstände aus, die Philipp von Schwaben an der Weiterreise hinderten. Er begriff schnell, daß es nun seine Aufgabe sein würde, die Herrschaft der Staufer zu bewahren, damit sein kleiner Neffe einst den Thron besteigen könne. Er eilte ins Reich zurück, wo er sein ganzes politisches Gewicht einzusetzen plante, um dem dreijährigen König - und damit seiner Familie - den Thron zu erhalten. - In Deutschland bot sich eine verwickelte Situation. Der erste unter den Reichsfürsten, Erzbischof Konrad von Mainz, dem traditionsgemäß die Einberufung und Leitung der Königswahl zustand, befand sich beim Kreuzzug im Heiligen Land. Der zweite Mann der Reichskirche, Erzbischof Adolf von Köln, übernahm die Initiative und berief eine Wahlversammlung ein, die gegen die Staufer und für die Welfen optierte. Die Welfen waren seit den Tagen der ersten Stauferkönige deren Gegner. Zwar waren beide Häuser eng verwandt, doch hatte dies nicht den offenen Konflikt zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und seinem Vetter, Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern, verhindert. Nach zwischenzeitlicher Zusammenarbeit war es in den 1170-er Jahren zum Bruch der Beziehungen gekommen, als der Löwe sich weigerte, den Kaiser in Italien militärisch zu unterstützen. In einem der berühmtesten Prozesse des Mittelalters wurden Heinrich 1180 durch Fürstenspruch zunächst seine Herzogtümer Sachsen und Bayern, dann auch seine Hausgüter aberkannt. Heinrich mußte nach England ins Exil, dessen König Heinrich II. sein Schwiegervater war. Zwar konnten die Söhne des Löwen nach und nach ihre Machtposition in Norddeutschland, insbesondere im Raum Braunschweig, neu errichten und ausbauen, doch konnte der alte Herzog erst kurz vor seinem Tod 1195 wieder ins Reich zurückkehren. Als die Welfen zu entschieden ihre Position zu stärken suchten, wurden sie von Kaiser Heinrich VI. militärisch in die Schranken gewiesen. Nun, mit dem Tod des Kaisers und der Unmündigkeit seines Sohnes, bot sich für sie eine Chance, wieder in ihre alte Stellung einzurücken und diese noch zu übertreffen. Königskandidat war der Sohn Heinrichs des Löwen, Otto, der etwa so alt wie Philipp von Schwaben war. Otto entstammte der Ehe Heinrichs mit der englischen Königstochter Mathilde und war im angevinischen Reich aufgewachsen. Richard Löwenherz hatte ihn zum Grafen von Poitou bestellt, womit er auch Herzog von Aquitanien wurde, nachdem Versuche gescheitert waren, Otto zum Herzog von York zu machen und ihm durch Heirat die schottische Krone zu verschaffen. Otto hatte sich in den Diensten Richards als Heerführer im Krieg gegen Frankreich bewährt. Herzog Philipp von Schwaben erkannte die Gefahr und suchte nach einem Ausweg für seinen Neffen. So verfiel er trotz innerem Widerstreben auf eine Lösung, die so in der deutschen Geschichte noch nie praktiziert wurde: Am 8. März 1198 wählte ihn im thüringischen Mühlhausen eine prostaufische Versammlung zum König. Als solcher wollte er seinem Neffen den Platz halten. Am 9. Juni 1198 vollzog die prowelfische Partei unter Führung des Kölner Erzbischofs, ungeachtet der inzwischen geschaffenen Tatsachen, die Wahl Ottos. Im Hintergrund stand auch der englische König Richard Löwenherz, ein erbitterter Feind der Staufer, als treibende Kraft. Durch die Förderung seines Neffen Otto konnte er sich für die Schmach rächen, die ihm einige Jahre zuvor durch seine Gefangenschaft in Händen Heinrichs VI. zugefügt wurde. Bei der Vornahme der Krönung war allerdings diese Seite schneller: Der traditionelle Krönungsort Aachen wurde von ihren Truppen eingenommen, und dort erhielt Otto, vierter seines Namens, am 12. Juli 1198, aus der Hand des Erzbischofs von Köln die Krone. Philipp wurde am 8. September 1198 in Mainz gekrönt durch den zufällig anwesenden burgundischen Erzbischof Aimo von Tarentaise. Beide Seiten erhoben natürlich den Anspruch, daß Wahl und Krönung rechtmäßig waren. Allerdings läßt sich aus moderner Sicht feststellen, daß beiden Seiten die vollkommene Gültigkeit abging: Otto wurde am richtigen Ort, in Aachen, durch den richtigen Erzbischof, den Kölner, gekrönt, aber mit den falschen Reichsinsignien. Philipp hingegen empfing die richten Insignien, dies aber am falschen Ort, in Mainz, und durch den falschen Coronator. Erstmals seit 1135 standen sich in Deutschland wieder zwei sich bekämpfende Könige gegenüber. - Mitbestimmt wurde der deutsche Thronstreit von Anfang an durch den englisch-französischen Gegensatz. 1193 waren französische Truppen in die englische Normandie eingefallen. Hatte Kaiser Heinrich VI. es noch vermocht, den französischen König Philipp II. August zu bezähmen, gewann der nun volle Bewegungsfreiheit. Philipp von Schwaben sagte dem französischen König drei Wochen nach der Wahl Ottos zum König Hilfe zu gegen das englisch-welfische Bündnis. Dabei berief er sich auf Vereinbarungen, die sein Vater Friedrich Barbarossa mit dem Franzosen 1187 getroffen hatte. Es zeigt sich, daß von Anfang an Chancen auf eine friedliche Lösung im Thronstreit praktisch nicht bestanden. Ein Versuch des Erzbischofs Konrad von Mainz, die Angelegenheit auf dem Verhandlungswege zu regeln scheiterte. Konrad, erster Reichs- und Kirchenfürst in Deutschland, versuchte nach seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land im Juli 1199, Philipp und Otto zum Rücktritt zu bewegen und den viereinhalbjährigen Friedrich durchzusetzen. Er hatte damit keinen Erfolg. - Die Vorteile im Streit lagen zunächst eindeutig auf der Seite Philipps von Schwaben, da er über die größere Anhängerschaft verfügte: Der Osten, Süden und zum großen Teil der Westen des Reiches hielten zu ihm, während Otto nur den Nordwesten sowie einige verstreute Anhänger im übrigen Reich hinter sich hatte. - Mit der Doppelwahl in Deutschland boten sich Papst Innozenz III. (1198-1216) nun Chancen, die keiner seiner Vorgänger besaß. Die deutsche Herrschaft in Italien war nach dem Tod Heinrichs VI. rasch zusammengebrochen. Zu denen, die dies förderten und begrüßten, zählte die Kaiserwitwe Konstanze. Sie wies bald die deutschen Machthaber aus dem Königreich Sizilien, wo sie für ihren Sohn Friedrich die Regentschaft führte und dem Papst den Lehnseid schwor. Innozenz III. war nun Vormund des kleinen Königs. Als Konstanze bereits im November 1198 starb, sollte ein päpstlicher Legat für Friedrich II. die Regentschaft führen. Dem widersetzte sich der im Land gebliebene und noch von Heinrich VI. als Regent eingesetzte Markward von Annweiler, dem es gelang, fast die gesamte Insel zu erobern. Als er aber 1202 starb, konnte sich die päpstliche Herrschaft durchsetzen, die bis zur Mündigkeit Friedrichs 1208 Bestand hatte. Innozenz hatte sein Ziel erreicht, den Kirchenstaat aus der staufischen Umklammerung zu lösen. - Aus dem deutschen Thronstreit hatte Innozenz III. sich zunächst herausgehalten. Es waren die beiden Parteien der Staufer und Welfen, die ihn hineinzogen. Sowohl Otto IV. als auch Philipp von Schwaben zeigten dem Papst ihre Wahl an und erbaten die Kaiserkrone. Innozenz zeigte sich hier als vorsichtiger Taktierer und gewiefter Machtpolitiker: Ottos Anzeige wurde erst nach einem dreiviertel Jahr, Philipps Anzeige gar nicht beantwortet. In einem Brief an die deutschen Fürsten formulierte er sein Recht, in die Angelegenheit einzugreifen, ohne sich bereits für einen Kandidaten zu entscheiden. Wenig später deutete er in einem Schreiben an Erzbischof Adolf von Köln vorsichtig sein Wohlwollen für Otto IV. an. Bald bot ihm aber die staufische Seite Anlaß, entschieden für den Welfen Partei zu nehmen. Im Mai 1199 erklärten die Anhänger Philipps in Speyer, die Wahl gebe dem König bereits ein Anrecht auf die Kaiserkrone. Eine solche Erklärung konnte der Papst nicht hinnehmen, zumal die Frage bis ins 14. Jahrhundert ein Hauptstreitpunkt zwischen dem deutschen Thron und dem Heiligen Stuhl blieb. Zunächst wies er die Erklärung der staufischen Partei zurück, ohne sich aber schon für Otto zu entscheiden. Er weigerte sich aber, die Ansprüche des Staufers auf die Königswürde anzuerkennen. Er setzte dagegen seine eigene, positiv formulierte Theorie: Da er, in Berufung auf das Alte Testament, zugleich Priester und König sei, sein Priestertum aber im Rang höher stehe, überrage er alle Herrscher des Erdkreises. Es sei schließlich so, daß der König vom Priester, nicht aber der Priester vom König gesalbt werde. Mit dieser Theorie griff Innozenz über den deutschen Thronstreit hinaus und stieß eine Machtfrage von europäischer Bedeutung an. Zur Durchsetzung seines Anspruches verhandelte er mehr oder weniger offen mit allen Parteien. Er machte beiden Zusagen, erreichte im Gegenzug Zugeständnisse und Anerkennungen, um schließlich doch nur seine eigene Sache zu vertreten. Er verkehrte die Speyerer Erklärung in ihr Gegenteil, indem er darauf beharrte, dem Papst stehe nicht nur die Kaiserkrönung zu, sondern auch eine Prüfung des Anwärters, und dies bereits bei der Königswahl. Aus dem Kaiserkröner sollte damit auch der Königsmacher werden. - Otto IV. hatte, weil seine finanziellen Mittel knapp wurden, die Unterstützung des Papstes gesucht und sich auf dessen Bedingungen eingelassen. Im Mai 1199 hatten Ottos Bevollmächtigte mit dem Papst einen Innominationsvertrag ausgehandelt, ein Vertrag, der einklagbar ist, sobald einer der Partner eine Vorleistung erbringt. Er versprach Innozenz III. und seinen Nachfolgern Gehorsam, die Verteidigung aller Güter, Rechte und sonstigen Besitzungen der römischen Kirche in Mittelitalien und Sizilien. Gegebenenfalls sollte er dabei militärische Hilfe leisten. Die päpstliche Gegenleistung war eher auf die Stellung des Heiligen Vaters ausgerichtet als auf den König: Der Apostolische Stuhl habe sich um die Wohlfahrt des Reiches zu kümmern, da es aufgrund der Weihe des Kaisers durch den Papst letzterem gehöre. Daher müsse er gegenüber den drei Erwählten - er rechnete den kleinen Friedrich mit - erwägen, was erlaubt, geziemend und nützlich sei. Diese Maßstäbe legte er an alle drei Kandidaten an, zunächst an Friedrich, dann an Philipp, schließlich an Otto. In seiner Konsistorialrede erwähnte er zunächst, was für den Kandidaten spreche, hatte aber bei Friedrich und Philipp zugleich Einwände. Diese sprachen für Innozenz gegen ihre Würdigkeit. Für Philipp brachte der Papst vor, er sei zweifellos von der Mehrheit und den Angesehensten der Fürsten erhoben worden. Gegen ihn vorzugehen sei nicht zu empfehlen, da er über eine große Macht verfüge, damit also der Kirche ein starker Feind erstehen könne. Gegen ihn fiel aber ins Gewicht, daß Philipp bereits von Coelestin III. rechtmäßig gebannt wurde, also aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgestoßen wurde. Gegen einen Gebannten vorzugehen, sei erlaubt und geboten. Zudem sei er seinem Bruder in der Königswürde nachgefolgt, habe also die Krone nicht kraft Wahl-, sondern Erbrecht erlangt. Schließlich entstamme er einem Geschlecht von Verfolgern der Kirche. Letzteres war ein Vorwurf, der den Staufern in allen Generationen gemacht und der noch nach ihrem Aussterben erhoben wurde. - Schließlich wandte sich Innozenz III. in seiner Rede Otto IV. zu. Gegen ihn spreche, daß er nur von wenigen Fürsten gewählt wurde, die dies vielleicht nicht aus Gunst zu ihm, sondern aus Mißgunst gegen die Staufer taten. Außerdem könne es nicht nützlich sein, auf seiner Seite zu stehen, da die Partei schwach erscheine. Doch dann brachte der Papst die Argumente für Otto vor: Nicht die Zahl der Wähler, sondern die Würdigkeit des Gewählten sei entscheidend. Aus Ottos Ergebenheit ziehe die Kirche großen Nutzen, zumal er einem kirchenfreundlichen Geschlecht entstamme. Hier verwies der Papst in Verbiegung der Geschichte auf Ottos Urgroßvater Kaiser Lothar III. (1125-1137). - In Deutschland hatten sich im ersten Jahr des Thronstreites die Dinge günstig für Philipp von Schwaben entwickelt. Er versicherte sich der wichtigen Bischofsstadt Trier und befestigte seine Position am Mittelrhein. Der Bischof von Straßburg, ein Anhänger Ottos, wurde unterworfen, der Landgraf von Thüringen durch Gebietsüberlassungen ins staufische Lager gezogen. Im September 1199 unternahm Philipp einen Heereszug ins Kölnische Gebiet und richtete schwere Verwüstungen an. Otto war nicht in der Lage, diesen Angriff abzuwehren. Nachdem der englische König Richard Löwenherz im April 1199 gestorben war und dessen Bruder und Nachfolger Johann Ohneland die Zahlungen an den Welfen zurückhielt, schien Ottos Stern nun immer mehr zu sinken. In Sachsen wurde die welfische Sache für verloren angesehen. Philipp konnte ungehindert, umgeben von einer großen Anhängerschaft, das Weihnachtsfest in Magdeburg feiern. - Mit dem Tod Erzbischof Konrads von Mainz 1200 besserte sich für Otto die Lage in Deutschland. Konrad, Kardinalbischof von Sabina, hatte nicht die Linie Innozenz III. einer Anerkennung des Welfen verfolgt. Otto IV. suchte die am 3. Juli 1201 in Köln publizierte päpstliche Entscheidung zu seinen Gunsten für sich zu nutzen. Um Innozenz entgegenzukommen, hatte er im Juni 1201 in den so genannten Neusser Eiden seinen Verzicht auf eine eigene Italienpolitik bekräftigt. Er erklärte sich zudem bereit, mit Frankreich Frieden zu schließen. Seine Anhängerschaft versuchte er durch Privilegien und Landvergaben zu vergrößern. So überließ er dem dänischen König Holstein mit dem von seinem Vater gegründeten Lübeck. - Philipp von Schwaben gab aber seine Ansprüche auf den Thron nicht auf und erklärte, die päpstlichen Ansprüche seien unvereinbar mit der Tradition. Anfang 1202 protestierten 30 stauferfreundliche Fürsten gegen den Anspruch des Papstes, in Thronstreitigkeiten das Recht der Entscheidung zu besitzen. - Innozenz III. hielt auch trotz seines Urteils zugunsten Ottos IV. die Verbindung mit Philipp von Schwaben aufrecht. Dies wurde umso stärker, desto schwächer Ottos Position wurde. Der Grund lag in den Vorteilen, den die mit den Staufern verbündete französische Seite im Konflikt gegen die englische errang. Im Sommer 1202 brach die englische Festlandsherrschaft unter den Angriffen der französischen Truppen unter König Philipp II. zusammen. - Durch die Veränderungen im Machtgefüge wurde allmählich der Druck auf Otto IV. stärker. Er verlor große Teile seiner Anhängerschaft, schließlich fiel 1204 auch Erzbischof Adolf von Altena von ihm ab. Die Stadt Köln blieb allerdings Otto - und damit auch England - geneigt. Es dürften nicht zuletzt Handelsinteressen gewesen sein, die diese Entscheidung verursachten. Philipp machte dem Erzbischof und all denen, die 1198 für Otto IV. votiert hatten, ein bemerkenswertes Zugeständnis: Er dankte ab und ließ sich in einen formellen Wahlakt erneut zum König erheben. Am Dreikönigstag 1205 schließlich wurde er in Aachen vom Kölner Erzbischof gekrönt - am rechten Ort durch den rechten Coronator. In der Folgezeit machte Philipp sich daran, weite Teile, die bisher zur welfischen Seite hielten, zu unterwerfen. Er unterwarf im Laufe eines Jahres Thüringen und Böhmen. Im September 1205 griff er die Stadt Köln an, den bevorzugten Aufenthaltsort Ottos. Der welfische König befand sich unter den Verteidigern und wurde schwer verwundet. Philipp verheerte das umliegende Land, ließ die Burgen schleifen und besetzte Neuss. Otto IV. verlor im Reich mehr und mehr an Anhängerschaft. Selbst sein eigener Bruder, der rheinische Pfalzgraf Heinrich, fiel von ihm ab und ging zu Philipp über. - Schließlich kam es am 27. Juli 1206 bei Wassenberg westlich von Köln zum Aufeinandertreffen der Heere Philipps und Ottos. Der Sieg des Staufers war vollständig, der von Otto zum Gegenerzbischof von Köln erhobene Bruno wurde gefangen. Otto selbst floh schwer verwundet nach Köln. Philipp suchte nun die persönliche Verhandlung mit Otto, um ihn zum Rücktritt zu bewegen, doch blieben die Gespräche ohne Ergebnis. Solange die Stadt Köln welfisch gesinnt war, hatte Otto einen starken Rückhalt. Die Bürger erkannten aber bald die Unhaltbarkeit Ottos, und so kam es im November 1205 zu einem Vertrag mit Philipp, in dem die Stadt Köln sich von der welfischen Sache lossagte. Otto wich auf seinen Stammsitz Braunschweig zurück. - Inzwischen, seit 1204, traten die Verbindung zwischen Innozenz III. und Philipp von Schwaben offen zutage. Mit Aktionen in Italien zwang der Staufer den Papst zu neuen Verhandlungen. Er verlangte für sich die Lösung aus dem Bann, machte aber auch umfangreiche Angebote: Ein Neffe des Papstes sollte eine Tochter des Königs heiraten, eine andere Tochter mit Otto IV. vermählt werden. Es wurden außerdem Abfindungsprojekte für den Welfen erwogen: eventuell sollte ihm das Herzogtum Schwaben übertragen werden oder gar die burgundische Königskrone. Vor allem - und das dürfte für den Papst am Wichtigsten gewesen sein - stellte er einen staufischen Verzicht auf die Reichsansprüche über Sizilien in Aussicht. Der Papst seinerseits verlangte für ein Jahr einen Waffenstillstand der verfeindeten Parteien, offenbar um Zeit zu gewinnen. Der Verlauf der Ereignisse in Deutschland, besonders in Folge der Schlacht bei Wassenberg mußte ihm deutlich machen, daß Otto keine ernstzunehmende Kraft im Reich mehr darstellte. So kam es zu Verhandlungen. Die päpstlichen Legaten lösten Philipp im August 1207 bei einer großen Reichsversammlung in Worms vom Bann. Der inzwischen angesagte Feldzug gegen Braunschweig wurde auf Verlangen der päpstlichen Gesandten ausgesetzt, die es ihrerseits übernahmen, mit Otto über eine Niederlegung der Krone zu verhandeln. Dies gelang ihnen allerdings nicht. Auch Philipp hatte in zwei persönlichen Gesprächen mit Otto keinen Erfolg. Trotz seiner Überlegenheit hielt Philipp still, statt die Angelegenheit endgültig militärisch zu bereinigen. Damit kam er zweifellos einem Wunsch des Papstes entgegen. Zugleich bestätigte er damit die Schiedsrichterrolle Innozenz´ III. Der Grund dafür lag in der Friedenssehnsucht der Staufischen Partei. Angesichts von Ottos Starrsinn konnte nur durch die diplomatischen Aktivitäten des römischen Pontifex der Frieden hergestellt werden. - Ab März 1208 wurden in Rom Verhandlungen zwischen Philipps Unterhändlern und dem Papst geführt. Das Friedenswerk wurde damit abgeschlossen. Ob es noch zu einem förmlichen Schiedsspruch des Papstes kam, ist unbekannt. Papst Innozenz III. versprach dem Staufer, daß er ihm, wenn er nach Italien komme, die Kaiserkrone aufsetzen werde. Damit hatte er ihn als rechtmäßigen deutschen König anerkannt. Philipp verzichtete als Gegenleistung auf jeden Einfluß in Sizilien, dem Königreich seines Neffen Friedrich. Die von staufischer Seite beanspruchten Gebiete des Kirchenstaates sollten einem Neffen des Papstes zu Lehen gegeben werden. Dieser Neffe sollte eine Tochter Philipps heiraten. Bei dem vollständigen Sieg des Staufers wurde der Welfe Otto nicht vergessen: er sollte eine Tochter Philipps heiraten und zum Nachfolger des Staufers im Reich bestimmt werden. - Am 21. Juni 1208 weilte König Philipp von Schwaben in Bamberg bei der Hochzeit seiner verwitweten Schwägerin Beatrix mit dem Herzog Otto von Meran. Am Nachmittag ruhte er im bischöflichen Palast aus, als der bayrische Pfalzgraf Otto von Wittelsbach in die Gemächer eindrang und Philipp mit einem Schwertstreich in den Hals tötete. Die Tat war privat motiviert. Der Wittelsbacher sollte eine Tochter Philipps heiraten. Die Verlobung wurde aber aufgelöst, da diese Tochter nun für den Neffen des Papstes vorgesehen war. Für Otto war dies Grund genug, zum Königsmord zu schreiten. Die Bluttat fand rasch ihre Sühne: Otto IV., nun unvermittelt an die Spitze des Reiches gerückt, sprach die Acht über den Mörder aus. Heinrich von Kalden, ein staufischer Dienstmann, der als Marschall Heinrichs VI. als der furchtbarste Soldat des Kaisers gegolten hatte, spürte den Pfalzgrafen auf und tötete ihn im Kampf. Seine endgültige Ruhestätte fand König Philipp von Schwaben, der sich nur als Platzhalter verstand und doch seinen eigenständigen Platz in der deutschen Geschichte verdient, in der Kaisergruft des Doms zu Speyer, der alten salischen Grablege. Neben ihm ruhen die sterblichen Überreste des ersten deutschen Herrschers aus dem Hause Habsburg, Rudolf I., der mit der Wahl dieser Grabstätte seinem Vorgänger Philipp noch im 13. Jahrhundert hohe Anerkennung zollte. - Philipps Regierungszeit mußte notwendigerweise eine Phase des Überganges bleiben, da von Anfang an sein Streben dahinging, seinem Neffen Friedrich den Thron zu retten. Er konnte aber nicht verhindern, daß sein Königtum für das Amt zur Katastrophe geriet. - Philipp galt bei seinen Zeitgenossen als besonders liebenswürdig, in den Quellen wird er neben dem ersten Stauferkönig Konrad III. als der sympathischste dargestellt. "König Philipp war zwar an Jahren noch jung, aber mächtig und fromm, hervorragend als Politiker und Soldat, freigebig und heiter, mit allen Vorzügen begabt." Verheiratet war er seit 1197 mit der byzantinischen Prinzessin Irene, Tochter des Kaisers Isaak II. Angelos. Irene war in erster Ehe mit Roger III., dem Sohn Tankreds von Lecce verheiratet. Tankred hatte sich des normannischen Thrones bemächtigt und seine Ansprüche aus seiner Herkunft begründet - er war der uneheliche Sohn Herzog Rogers von Apulien, des Sohnes und Thronfolgers König Rogers II., der 1154 gestorben war. Ab 1191 hatte sich Heinrich VI. daran gemacht, für seine Frau Konstanze das Normannenreich zu erobern. Die Bemühungen waren nach schweren Kämpfen 1194 vom Erfolg gekrönt. Tankred und sein ältester Sohn Roger waren zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Irene wurde wie die übrige Familie Tankreds durch Heinrich VI. gefangen genommen. Sie wurde allerdings nicht wie ihre Schwiegermutter Sibylle und ihr Schwager, das Kind König Wilhelms III. sowie zwei weitere Töchter Tankreds nach Deutschland gebracht. Vielmehr eröffneten sich in ihrer Person für die Staufer ganz neue Perspektiven der Politik. Sie wurde mit Philipp verlobt und zu Pfingsten 1197 unter dem Namen Maria seine Frau. Die Quellen berichten, daß zwischen Philipp und Irene trotz der politischen Dimension ihrer Verheiratung ein sehr herzliches Verhältnis geherrscht hatte. Das Paar hatte fünf Töchter: Maria, Beatrix, Kunigunde-Katharina, Beatrix-Isabella und noch eine weitere Beatrix, außerdem vielleicht zwei Söhne, Rainald und Friedrich, die aber schon als Kinder starben. Durch Irene erlangte Philipp Ansprüche auf den byzantinischen Thron. Es hätte sich erstmals seit den Tagen des Kaisers Theodosius († 395), die Chance geboten, das römische Reich des Westens und des Ostens zu vereinigen - freilich in wesentlich geringeren Grenzen als in der Antike. Philipp hatte es aber offenbar vorgezogen, den byzantinischen Thronprätendenten Prinz Alexios, Neffe des Kaisers, zu unterstützen. Das Ergebnis dieser Unterstützung war die Zerstörung Konstantinopels und ein Massaker unter den Einwohnern im Verlauf des vierten Kreuzzuges 1204. In der Forschung wurde die Frage nach der Verwicklung Philipps von Schwaben gestellt. Betrachtet man aber den Ablauf der Ereignisse, zeigt sich, daß der König zwar einen Anteil am Anstoß des Kampfes hatte, indem er für seinen Schwager Alexios eine Gesandtschaft an die Kreuzfahrer sandte, doch hatte er keinen Einfluß mehr auf die nachfolgenden Verbrechen. Diejenigen Historiker, die an eine Intrige gegen Konstantinopel glauben, beschuldigen Philipp von Schwaben und neben ihm den Papst, die Venezianer unter ihrem Dogen Enrico Dandolo und Bonifaz von Montferrat, der zu den Führern des Kreuzzuges zählte, den Angriff lange vorausgeplant zu haben. Tatsache ist, daß ein Großteil der Verantwortung bei Venedig lag, aber auch der Anteil des Bonifaz von Montferrat ist nicht gering einzuschätzen. Und er war ein treuer Lehnsmann und Verwandter Philipps von Schwaben. Zudem lassen griechische und lateinische Quellen den Schluß zu, daß Prinz Alexios früher als lange Zeit angenommen am Hof Philipps eintraf. Es hätte also genug Zeit bestanden, die Umleitung des Kreuzzuges zu vereinbaren. So kann Philipp eventuell eine politische Mitverantwortung für die Einnahme Konstantinopels zugewiesen werden, doch gibt es keine Hinweise darauf, daß er diese gewaltsame Aktion mit den damit verbundenen Gräuel guthieß oder beförderte.

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Köln, Wien 1987. (Forschungen zur Kaiser- und Papstgschichte des Mittelalters. Beihefte zu J.F. Boehmer, Regesta Imperii 7); - Bach, Gerhard: Konrad von Querfurt, Kanzler Heinrichs VI., Bischof von Hildesheim und Würzburg. Hildesheim 1988. (Studien zur Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim 1); - Töpfer, Bernhard: Philipp von Schwaben und Otto IV., in: Deutsche Könige und Kaiser des Mittelalters, hrsg. v. Evamaria Engel und Eberhard Holtz. Köln, Wien 1989, 197-209; - Horst, Eberhard: Friedrich der Staufer. Düsseldorf 1989; - Nix, Matthias: Politische Spruchdichtung Walthers von der Vogelweide, Phil. Diss. FU Berlin 1989; - Höflinger Klaus: König Philipp von Schwaben (1198-1208) und Kaiser Otto IV. (1198-1218), in: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbilder. Von den Konradinern zu den Staufern, hrsg. von Karl Rudolf Schnith. Graz, Wien, Köln 1990, 308-321; - Hucker, Bernd Ulrich: Kaiser Otto IV. 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Köln 1992. (Kölner Historische Abhandlungen 38); - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220. Darmstadt 1992. (Gestalten des Mittelalters und der Renaissance), - Csendes, Peter: Heinrich VI. Darmstadt 1993. (Gestalten des Mittelalters und der Renaissance); - Engels, Odilo: Die Staufer. 5. unveränderte A. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1993; - Frommer, Hansjörg: Spindel, Kreuz und Krone. Herrscherinnen des Mittelalters. Adelheid, Theophanu, Gisela, Agnes, Richenza, Konstanze. Karlsruhe 1993 (Dokumente und Geschichte); - Thorau, Peter: Philipp von Schwaben, in: Lexikon des Mittelalters 6. München, Zürich 1993, Sp. 2056-2057; - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte. Band I, Teilband 1. Frankfurt am Main 1993; - Bolton, Brenda: Innocent III. Studies on Papal Authority and Pastoral Care. Aldershot 1995 (Collected studies series 490); - Groten, Manfred: Köln im 13. Jahrhundert. 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Die "wîsen" bei König Philipps Magdeburger Weihnacht (1199). Überlegungen zu Walthers 1. Philippston (L 19,5), in: Zeitgeschehen und seine Darstellung im Mittelalter = L'actualité et sa représentations au Moyen Age, hrsg. von Christoph Cormeau. Bonn 1995, 136-172. (Studium universale 20); - Seibert, Hubertus: Reichsbischof und Herrscher. Zu den Beziehungen zwischen Königtum und Wormser Bischöfen in spätsalisch-frühstaufischer Zeit, 1107-1217, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 143 (1995), 97-144; - Voltmer, Ernst: Deutsche Herrscher in Italien. Kontinuität und Wandel vom 11. bis zum 14. Jahrhundert, in: Kommunikation und Mobilität im Mittelalter. Begegnungen zwischen dem Süden und der Mitte Europas 11.-14. Jahrhundert, hrsg. von Siegfried de Rachewiltz und Josef Reidmann. 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Sigmaringen 1996, 141-185; - Kölzer, Theo: Die Staufer im Süden. Eine Bilanz aus deutscher Sicht, in: Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hrsg. von Theo Kölzer. Sigmaringen 1996, 239-262; - Maleczek, Werner: Ecclesiae patrimonium speciale. Sizilien in der päpstlichen Politik des ausgehenden 12. Jahrhunderts, in: Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hrsg. von Theo Kölzer. Sigmaringen 1996, 29-42; - Martin, Jean-Marie: L'administration du Royaume entre Normands et Souabes, in: Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hrsg. von Theo Kölzer. Sigmaringen 1996, 113-148; - Reuter, Timothy: Vom Parvenü zum Bündnispartner: das Königsreich Sizilien in der abendländischen Politik des 12. Jahrhunderts, in: Die Staufer im Süden. Sizilien und das Reich, hrsg. von Theo Kölzer. 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Landesgeschichtliche Aspekte ihrer Herrschaft. Konstanz 1998; - Die Andechs-Meranier in Franken. Europäisches Fürstentum im Hochmittelalter. Mainz 1998; - Baaken, Gerhard: Das Testament Kaiser Heinrichs VI., in: Kaiser Heinrich VI. Ein mittelalterlicher Herrscher und seine Zeit. Göppingen 1998, 46-60. (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 17); - Boockmann, Hartmut: Stauferzeit und spätes Mittelalter. Deutschland 1125-1517. München 1998. (Siedler Deutsche Geschichte 4: Das Reich und die Deutschen); - Brandenburg, Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Neustadt an der Aisch 1998; - Csendes, Peter: "Erat autem imperator Hainricus prudens ingenio, facundus eloquio". Zur Problematik biographischer Erfassung eines mittelalterlichen Herrschers, in: Kaiser Heinrich VI. Ein mittelalterlicher Herrscher und seine Zeit. Göppingen 1998, 34-45. (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 17); - Hauser, Sigrid: Staufische Lehnspolitik am Ende des 12. Jahrhunderts 1180-1197. Frankfurt am Main 1998; - Hucker, Bernd Ulrich: Der Königsmord von 1208 - Privatsache oder Staatsstreich?, in: Die Andechs-Meranier in Franken. Europäisches Fürstentum im Mittelalter. Ausstellung in Bamberg vom 19.6 bis 30.9.1998. Mainz 1998, 111-128; - Kölzer, Theo: Kaiser Heinrich VI. Ein mittelalterlicher Herrscher und seine Zeit, in: Kaiser Heinrich VI. Ein mittelalterlicher Herrscher und seine Zeit. Göppingen 1998, 8-33. (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 17); - Kölzer, Theo: Konstanze von Sizilien und das normannisch-staufische Erbe, in: Kaiser Heinrich VI. Ein mittelalterlicher Herrscher und seine Zeit. Göppingen 1998, 82-102. (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 17); - Schwennicke, Detlev: Europäische Stammtafeln, Neue Folge I/1. Frankfurt am Main 1998; - Schmidt, Ulrich: "Ein neues und unerhörtes Dekret." Der Erbreichsplan Heinrichs VI., in: Kaiser Heinrich VI. Ein mittelalterlicher Herrscher und seine Zeit. Göppingen 1998, 61-81. (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 17); - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist. Esslingen 1998; - Baaken, Gerhard: Das Testament Heinrichs VI., in: Zeitschrift für Rechtgeschichte 129, Germanistische Abteilung 116 (1999), 23-36; - Elm, Kaspar: 1200. Innozenz III. Das Papsttum auf der Höhe seiner Macht, in: Das Jahrtausend im Spiegel der Jahrhundertwenden, hrsg. von Lothar Gall. Berlin 1999, 107-135; - Pätzold, Stefan: Curiam celbrare. König Philipps Hoftag zu Magdeburg im Jahre 1199, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 47 (1999) 12, 1061-1075; - Philipp von Schwaben, in: Deutsche Biographische Enzyklopädie 7. München 1999. 654; - Queller, Donald E. und Madden, Thomas F.: The fourth Crusade: The Conquest of Constantinople. 2. A. o.O. 1999; - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit. Esslingen 1999; - Bedürftig, Friedemann: Taschenlexikon Staufer. 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Philipp von Schwaben, Otto IV., Friedrich II., in: Krönungen, Könige in Aachen - Geschichte und Mythos 1, hrsg. v. Mario Kramp. Mainz 2000. 398-406; - Wiegand, Peter: Die "indempnitas" der Erzstifte Bremen, Kön und Magdeburg. Zu den Zielen der Thronstreitspolitik Papst Innocenz' III. (1198-1216), in: Studium zur Geschichte des Mittelalter. Jürgen Petersohn zum 65. Geburtstag, hrsg. von Matthias Thumser, Annegret Wenz-Haubfleisch und Peter Wiegand. Stuttgart 2000, 129-158; - Gerlich, Alois: Könige, Fürsten, Adel und Städte am Mittelrhein und in Franken zwischen Thronstreit und Mainzer Reichslandfrieden 1198-1235. Darmstadt 2001. (Quellen und Forschungen zur Hessischen Geschichte 127); - Guth, Klaus: Kaiserin Kunigunde. Kanonisation und hochmittelalterlicher Kult, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter 62/63 (2001) (= Festschrift Klaus Wittstadt), 409-422; - Hucker, Bernd Ulrich: Philipp von Schwaben, in: Neue Deutsche Biographie 20. Berlin 2001. 370-372; - Die Staufer. Redaktion: Karl-Heinz Rueß und Walter Ziegler. Göppingen 2001. (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 19); - Staab, Franz: Reichszeremoniell und Zisterzienseraskese. Begegnungen auf dem Trifels unter Heinrich VI. und Philipp von Schwaben, in: Burg und Kirche zur Stauferzeit. Akten der 1. Landauer Staufertagung 1997, hrsg. von Volker Herzner und Jürgen Krüger. Regensburg 2001, 31-46; - Engels, Odilo: Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert 2, in: Von sacerdotium und regnum. Geistliche und weltliche Gewalt im frühen und hohen Mittelalter. Festschrift für Egon Boshof zum 65. Geburtstag, hrsg. von Franz-Reiner Erkens und Hartmut Wolff. Köln 2002, 423-459. (Passauer historische Forschungen 12); - Gropper, Knut: Die Doppelwahlen von 1198 und 1257 im Spiegel der Historiographie. Neuried 2002. (Politik im Mittelalter 11); - Keupp, Jan Ulrich: Dienst und Verdienst. Die Ministerialen Friedrich Barbarossas und Heinrichs VI. Stuttgart 2002. (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 48); - Schütte, Bernd: König Philipp von Schwaben. Itinerar - Urkundenvergabe - Hof. Hannover 2002. (Monumenta Germaniae Historica Schriften 51); - Thumser, Matthias: Die Staufer im Mittelmeerraum, in: Deutschland und Italien zur Stauferzeit, hrsg. von der Gesellschaft für staufische Geschichte e.V. Göppingen 2002, 71-92. (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst 22); - Akermann, Manfred: Die Staufer. Ein europäisches Herrschergeschlecht. Stuttgart 2003; - Csendes, Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Darmstadt 2003 (Gestalten des Mittelalters und der Renaissance); - Ehlers, Joachim: Heinrich VI. (1190-1197), in: Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. (919-1519), hrsg. von Bernd Schneidmüller und Stefan Weinfurter. München 2003, 258-271; - Eickels, Klaus van: Otto IV. (1198-1218) und Philipp (1198-1208), in: Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. (919-1519), hrsg. von Bernd Schneidmüller und Stefan Weinfurter. München 2003, 273-292; - Gebhard: Handbuch der deutschen Geschichte, hrsg. von Alfred Haverkamp. 10. völlig neu bearbeitete Auflage. Band 5: Haverkamp, Alfred: Zwölftes Jahrhundert (1125-1198). Stuttgart 2003; - Hucker, Bernd Ulrich: Otto IV. Der wiederentdeckte Kaiser. Frankfurt am Main 2003; - Stehkämper, Hugo: Gab es im deutschen Thronstreit für die Königserhebung eine "kölnische Wahltheorie"? Zu den vorrangigen Kurrufen der drei rheinischen Erzbischöfe 1198 bis 1212, in: Ein Eifler für Rheinland-Pfalz. Festschrift für Franz-Josef Heyen zum 75. Geburtstag am 2. Mai 2003, Teil 1, hrsg. von Johannes Mötsch. Mainz 2003, 205-236. (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 105/1); Stehkämper, Hugo: Über das Motiv der Thronstreit-Entscheidungen des Kölner Erzbischofs Adolf von Altena 1189-1205. Freiheit der fürstlichen Königswahl oder Aneignung des Mainzer Erzkurrechts?, in: Rheinische Vierteljahresblätter 67 (2003), 1-20; - Zettler, Alfons: Geschichte des Herzogtums Schwaben. Stuttgart 2003; - Ehlers, Caspar: Königliche Pfalzen und Aufenthaltsorte im Rheinland bis 1250, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 68 (2004), 36-63.

Christoph Waldecker

Literaturergänzung:

2008

Hartmut Jericke, Philipp von Schwaben, Konstanze u.d. beabsichtigte Krönung Friedrichs II. zum römisch-deutschen König. Ein Diskussionsbeitr. zum 800. Todestag König Philipps am 21. Juni 2008, in: HJ 128.2008, S. 115-135.

Letzte Änderung: 07.11.2008